Tag 1315 – Arbeiten im Schlafanzug.

Heute also das erste mal mit richtig richtigem Umziehen inspiziert. Das geht so:

  • bis auf die Unterwäsche ausziehen
  • Einen Schlafanzug* anziehen
  • Saubere Socken anziehen und über den Schlafanzug ziehen
  • Darüber eine Jogginghose** und einen Kittel anziehen
  • Haarnetz
  • Saubere Schuhe
  • Und natürlich Schmuck ab, Schminke ab, Hände waschen

Dann ist man fertig um in die Vorräume (!) der Produktion zu gehen. Je näher man dann an kritische Arbeiten kommt, muss man dann wieder Jogginghose und Kittel ausziehen und so eine Art Onesie über den Schlafanzug ziehen, mit oder ohne komplett geschlossene Kapuze, Mundschutz, Handschuhe, Gesichtsschirm, you name it. Und Hände waschen, waschen, waschen, die ganze Zeit. (Dafür schafft es dieser Hersteller mit beeindruckend wenig Händedesinfektion auszukommen.)

Blöd halt, wenn man dann in die Umkleide zurückkommt und die Dame, die die eigenen Anziehsachen im Spind eingeschlossen hat, ist mitsamt Code unauffindbar. Dann muss man nämlich in diesem schicken Dress – Schlafanzug, Jogginghose, Kittel – Mittag essen. In der Kantine. Hurra.

Ansonsten: ziemlich platt. Herr Rabe scheint auch bei den Kindern eingeschlafen zu sein, I might just call it a day.

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* nicht wirklich, aber es sieht so aus.

** auch nicht wirklich, aber es sieht auch so aus.

8 Gedanken zu “Tag 1315 – Arbeiten im Schlafanzug.

  1. Siehst du mal, ich habe diese Woche bis auf Freitag folgenden Spaß: Komplett ausziehen, duschen und Haare waschen, betriebseigene Kleidung, inklusive Schlüpper und Socken, anziehen, zur Schleuse gehen, Hände waschen und desinfizieren, in die Produktion gehen.

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  2. Sandra schreibt:

    Danke für diesen spannenden Einblick! Arbeiten in der Produktion dann eigentlich noch Menschen oder läuft das alles vollautomatisiert, so dass der Mensch nur eingreift, wenn es Probleme gibt?

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      • K schreibt:

        Krebs weniger, es ist die Schiere Menge der Tiere, die diese Regeln notwendig macht….. Eine „Zwangsschleuse“ gibt es auch, aber zum Glück nicht zum Duschen, sondern zum Händewaschen und -Desinfizieren. Und natürlich schrittweise von Raum zu Raum mit dem Klamottenwechsel. Ich bin froh, dass ich da jetzt als Wissenschaftler in der Verwaltung bin. Es ist schon ein beeindruckendes System, aber jeden Tag da arbeiten möchte ich ehrlich gesagt nicht.

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