Tag 2500 – Unentschlossen.

Hier war heute großes Kinderdrama, es ist eine kaputte Brille involviert und ein aggressiver Vater (nicht Herr Rabe, der ist nur gewalttätig gegenüber virtuellen Figuren, die in der PlayStation wohnen) und ein Kind, das einem nur leid tun kann. Die ganze Geschichte war mittendrin einfach nur wtf, im Nachhinein ist sie traurig. Immerhin rückt es das Weltbild, wie man selbst im Vergleich zu anderen Eltern wohl so abschneidet, wieder ein wenig zurecht. Und das ganz ohne Twitter…

Ansonsten habe ich heute eine leicht seltsame Einladung bekommen, und jetzt kann ich mir bis Dienstag überlegen, ob ich mich und die Kinder nächste Woche Sonntag aufbrezeln möchte, um dann in Oslo zu schwören, dass ich mich an die Gesetze halten werde.

Programm für die Einbürgerungszeremonie.

Nachdem ich neulich schon meinen deutschen Pass an die Botschaft geschickt habe*, samt Brief in astreinstem Bürokratendeutsch, einfach weil ich’s kann und mag, wäre das dann wohl der letzte Schritt der Einbürgerung.

Seit langem mal wieder Stoff zugeschnitten und ich glaube, ich hab dann doch beim Muster einen Denkfehler gemacht. Merke, erst schneiden, dann Freitagabendbier. Aber ich habe mir neulich auch so schöne neue Stoffe gekauft, ich möchte da wieder mehr reinkommen.

Punkte!

Meine Freundin M. (formerly known as Nähmutter) hat nämlich Stoffe designt, und der schönste war nach zwei Tagen schon ausverkauft, weshalb ich schnell den zweit- und drittschönsten gekauft habe.

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*Wenn man durch den Erwerb einer anderen Staatsbürgerschaft, ohne dass zuvor eine Beibehaltungsgenehmigung erteilt wurde, die deutsche Staatsbürgerschaft verliert, muss man das der passausstellenden Behörde anzeigen. Diese kann die ausgestellten Passdokumente einziehen. In meinem Fall bedeutete das, dass ich die Botschaft angerufen habe, die mich bat, den Pass, den Personalausweis und einen formlosen Brief in dem ich anzeige, nun nicht mehr deutsch zu sein, einfach an sie zu schicken. Das Tat ich, nur der Brief wurde eben eher förmlich.

6 Gedanken zu “Tag 2500 – Unentschlossen.

    • Doch, problemlos für EU/EWR-Bürger*Innen. Aber Deutschland ist da sehr restriktiv mit. Man muss eine Beibehaltungsgenehmigung beantragen, Bearbeitungszeit dafür sind ca. 14 Monate und 60% der Anträge werden abgelehnt. Meine Argumente wären höchstwahrscheinlich nicht gut genug gewesen und das war es mir dann nicht wert.

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      • P. Caulfield schreibt:

        Jetzt verstehe ich. Ja, davon habe ich gehört, dass die Bedingungen wesentlich verschärft wurden (obwohl es früher auch nicht ganz einfach, aber durchaus machbar war). Ich bewundere allerdings Ihre Konsequenz – ich hätte meine D-Staatsangehörigkeit im Zweifelsfall nicht aufgegeben, das war damals ganz klar. (Ja, ich habe zwei Pässe. :-) )

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  1. Ich frage mich, wie es sich anfühlt, die bisherige Staatsbürgerschaft hinter sich zu lassen. Nicht, dass mir mein Deutschsein jemals viel bedeutet hätte, aber vermutlich müsste ich doch einmal kurz schlucken.
    Andererseits sind Sie anscheinend in Norwegen angekommen und möchten dort zu Hause sein. Das ist schön.

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