Tag 2741 – Die kleinen Alltagskatastrophen.

Neulich wusch ich Wäsche. Ich glaube Donnerstag. 40 Grad hell, aber ist eigentlich auch egal, es war noch ein Sack Socken mit drin, weil Michel überhaupt keine sauberen Socken mehr hatte, aber das erledigte sich durch den spontanen Kauf eines 7er-Packs, das Kind kriegt ja auch immer größere Füße. Weil da ja jetzt neue Socken in Michels Schrank waren, war es nicht so eilig mit dem Aufhängen der gewaschenen Wäsche, aber spätestens gestern fing ich an, mich drüber zu ärgern, dass das noch niemand gemacht hatte. Heute wollte ich es endlich machen, noch vor dem Frühstück, stellte dann aber fest, dass die Wäsche noch dreckig und das Waschmittel im Fach trocken war, also hatte ich die Maschine neulich wohl nicht angemacht, hoppla.

Aber dann sagte Herr Rabe etwas später, die Maschine laufe doch aber gar nicht. Diesmal war ich extra daneben stehen geblieben, bis ich das Geräusch der Pumpe hörte, war also ganz sicher, sie angemacht zu haben. Das war seltsam, denn ganz offenbar drehte sich die Trommel nicht und das Waschmittel war auch immer noch trocken. Also mal ausgemacht, abgepumpt, wieder angemacht, nichts. Flusensieb aufgemacht, extrem viel Wasser abgelassen, wieder angemacht, nichts. Leichte Panik jetzt, Wäsche und Waschmittel aus der Maschine geräumt, Reinigungsprogramm angemacht, nichts. Wäsche war unten nass, es ging also Wasser sowohl rein als auch raus, aber die Bewegung der Wäsche in der Maschine ist ja ein wichtiges Element beim Waschen, und dass das Wasser erst mal durchs Waschmittelfach läuft und das Waschmittel mitnimmt, auch.

Halten wir fest, es ist entweder der Motor oder irgendwas an der Steuerung kaputt. Beides bei einer 8 Jahre alten, damals günstigen, nicht-Gütersloher-Marken-Waschmaschine und norwegischen Handwerkerpreisen leider wirtschaftlicher Totalschaden. Tja, RIP Waschmaschine, du hast uns treue Dienste geleistet, Windeln und Bettdecken und Kuscheltiere gewaschen und dabei fast nie gemeckert. Zwei mal bist du mit uns umgezogen, oder vielleicht auch drei mal, das kriegen wir nicht mehr so auf die Kette (wenn drei mal, bist du sogar noch älter). Jetzt war also eine Maschine Handtücher, Geschirrtücher und Unterhosen deine letzte. Ich hätte dir gern einen würdevolleren Abschied bereitet, vielleicht Wolle, weil das Waschmittel (das einzige bei uns, das nach was riecht) so gut riecht. Morgen wirst du abgeholt zur Bestattung und du kommst sicher in den Waschmaschinenhimmel, wo das Flusensieb täglich mit lauwarmem Wasser durchspült wird.

Morgen kommt nämlich die eilig bestellte neue Waschmaschine und der Liefermensch nimmt die alte gleich mit und entsorgt sie. Der nimmt auch den Verpackungsmüll von der neuen wieder mit und entsorgt den. Was die 99 Kronen, die letzteres kostet, echt wert ist, weil ich grad gestern erst beim Entsorgungshof war und da 100 Kronen bezahlt habe um unter anderem Styropor und Pappe zu entsorgen. Außerdem hab ich mich auf dem Weg verfahren, ich war da ja bestimmt erst 10 mal und dann waren wir 2 Minuten vor Schluss da und die ganze Aktion war stressig und doof.

Naja, spontan ne neue Waschmaschine bestellen war nicht weniger stressig und doof, ehrlich gesagt. Aber immerhin konnten wir dieses Problem mit Geld bewerfen und es löst sich nun schnell. Den Stress und den kaputten Sonntag hätte ich allerdings nicht gebraucht.

Und wir wissen jetzt, was es inzwischen für Waschmaschinenschnickschnack auf dem Markt gibt. Wifi und weiß nicht was. Unsere neue wird Wäsche waschen und vermutlich knappe 8 Jahre halten, sie hat diverse Programme und ist energiesparend und das… reicht ja irgendwie auch? Als Bonus müssen wir nicht das Sparkonto komplett leeren für eine neue Waschmaschine.

Nächstes Wochenende bitte ruhiger.

2 Gedanken zu “Tag 2741 – Die kleinen Alltagskatastrophen.

  1. beabehrens schreibt:

    Oh ja, eine Waschmaschine die einfach nur wäscht zu bekommen ist nicht so einfach. Glückwunsch zur Neuen. Unsere war Totalschaden nach Wasserschaden und wir wollten eine, die NICHT spricht, nicht per App gesteuert wird und einfach nur wäscht. Wir Grufties, wir.

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  2. Irene schreibt:

    Oh ja, Waschmaschine kaputt ist immer doof. Und es passiert gefühlt immer am Wochenende.
    Ich bin damals in das einzige Fachgeschäft der Umgebung, die haben nämlich erstens montags (mein freier Tag) geöffnet und kommen zweitens mit Gerät, schliessen an und entsorgen das alte (was bei uns Standard ist, man bezahlt dafür aber eine vom Gesetzgeber vorgegebene Gebühr schon beim Kauf des Geräts). Da war die Auswahl nicht gross, ich wollte keine Lieferfristen, sondern bitte gleich am folgenden Montag eine neue Waschmaschine, also musste es eine aus dem im Laden vorhandenen Sortiment sein.
    Ups, ich stelle gerade fest, dass das dieses Jahr 8 Jahre her ist…

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