Die Reise, nachdem der Flug nach Seoul eine Dreiviertel Stunde nach dem Schedule endlich abflog (lokale Zeit in Istanbul dann 02:30, bis ich die Augen zumachen konnte, war es nach 03:00 und ich dann doch auch mal echt platt), verlief sehr smooth. Es wurde zwar ab und an etwas ruppig in der Luft, aber ich kann ja im Normalfall besonders gut schlafen, wenn’s brummt und ruckelt, so auch da. Ich schlief ca. 5,5 Stunden, das ist recht wenig, aber da ich ja jetzt gleich auch schon wieder schlafen sollte, ist das schon ok.
In Korea angekommen, ging es stressfrei weiter. Ich füllte einen Ich-habe-keine-Covid-Symptome-Zettel aus, füllte einen Registration-Zettel aus (es ist Visit Korea-Jahr, viele Länder, unter anderem Norwegen, sind von der Visumspflicht befreit), ging mit 20 Sekunden Wartezeit durch die Passkontrolle und gab die Zettel wieder ab, holte mein Gepäck, das sich schon auf dem Band befand und ging aus dem Flughafen. Da wartete der Taxifahrer mit einem Schild auf mich. Eine halbe Stunde von Landung bis Taxi, das ist rekordverdächtig!
Der Taxifahrer hielt außerdem einen Kaffe Americano für mich bereit, schwarz und heiß, nicht zu stark, und in meinem Kopf war ja auch erst Vormittag, ähäm. Der Fahrer fuhr mich dann zum Hotel und erzählte mir zwischendurch mit Google Translate ein bisschen was, zum Beispiel hat die Stadt, in der ich grad bin, 1,3 Millionen Einwohner*innen. Also… so viele wie Viken. Nur auf 120 Quadratkilometern statt knapp 25.000 Quadratkilometern, also… ca. 200 fache Bevölkerungsdichte. Bin noch ein wenig kulturgeschockt allein davon.
Im Hotel an der Rezeption wurde ich kurz ein bisschen panisch, weil ich meinen Pass nicht fand. Der war in meiner Hosentasche gewesen… vielleicht war er mir im Taxi aus der Tasche gefallen? Mit der Rezeptionistin zusammen rannte ich aus der Lobby, um den Fahrer aufzuhalten, was gut war, denn der Pass lag nicht im, sondern unterm Taxi. Wäre der Fahrer losgefahren, hätte er meinen Pass glatt überfahren, ich weiß nicht, ob der das so mitgemacht hätte.
Im Hotelzimmer diese Aussicht:

…und endlich eine Dusche und frische Kleidung. Aber ganz fix, weil das Restaurant nur bis 9 aufhat und ich musste ja noch Mittag, ähhh, Abendessen essen. Ich hielt mich erst mal an „safes“ Essen, weil ich nur so wenig Zeit hatte und die Auswahl so groß war, dass ich schon Entscheidungsparalyse bekam. Es gab für mich also gebratene Pilze, scharfe Nudeln und Suppe. War schon mal sehr lecker. Zum Nachtisch nahm ich mir ein Häppchen Zitronenmousse, das war gefährlich lecker (ich bin ja jetzt ne Woche hier). Dann wieder ins Hotelzimmer und erst mal auspacken.
Jetzt liege ich hier schon ne Weile auf dem (riesigen! Ich könnte locker noch 2 weitere Erwachsene beherbergen) Bett und warte auf Müdigkeit. Morgen um sieben (bei Ihnen: Mitternacht) muss ich mich auf jeden Fall aus dem Bett peitschen. Das wird interessant.

