Tag 2207 – Affenbabys.

Vielleicht ist das Geheimnis, gut und ausreichend geschlafen zu haben, heute ging es jedenfalls bei allen irgendwie besser mit Tierpark und anderer Action. Oder es liegt am Wetter, das war heute super.

Jedenfalls, Fazit zum Kristiansand Dyrepark: Tierpark Hop, Freizeitparkteil eher Flop. Wenn man nicht riiiieeeesiger Kaptain Sabeltann-Fan ist, kann man den Teil vom Park gut überspringen. Der Tierpark ist aber wirklich schön und wir haben dann heute die Tiere nachgeholt, die wir gestern aus Wetter- und Schlangestehgründen nicht geschafft oder gesehen haben:

Die Giraffen waren gestern nicht draußen.
BABYLEMUR!!!

Achtung, es folgen ein paar Bilder mit unter anderem Schlangen (keine Spinnen, keine Insekten).

Schlangi!
Alli-alli-gatoah.
Chamäleon-Po.
Schlangi 2!
Missmutiger Frosch.

So, fertig mit Reptilien und Amphibien.

Die Capybara-Kinder waren mindestens so neugierig auf die Rabenkinder, wie umgekehrt.
Ein Herz für No-Bullshit-Tiere wie Capybaras und Hornfrösche.
Orang-Utan-Junges versucht unter Beobachtung durch die Mutter mit einem Stock nach dem Futter in der Kiste zu prökeln. Die Kiste hat ein Loch im Boden, die Affen müssen also die richtige Seite der Kiste mit dem Stock nach oben schieben, damit das Futter raus fällt. Mama Affe weiß das offenbar, Affenkind auch, aber Affenkind muss noch üben. Macht es auch, unermüdlich und die Mutter am Arm herumzerrend.

Orang-Utans sind vielleicht unter den coolsten Tieren der Welt, ich hätte denen stundenlang zusehen können. Ich muss wirklich aufpassen, die nicht noch mehr zu vermenschlichen, es drängt sich bei deren Verhaltensweisen wirklich auf.

Nach Affen und Reptilien hatten wir Eishunger, auf dem Weg kamen die Knie- und Ellenbogenpflaster zum Einsatz, die die kluge und fürsorgliche Mutter Rabe natürlich dabei hat um etwaiges Geschreul sofort im Keim zu ersticken.

Und nach dem Eis: Baden. Badeland: topp. Herr Rabe und ich wären gerne auch auf mindestens einer der drölfzig Rutschen gerutscht, aber das fanden die Kinder blöd und am Ende so eines Tages sind zumindest unsere Kinderüberredungskapazitäten aufgebraucht, also machten wir, was die Kinder wollten. Pippi wollte hauptsächlich in einem der Kinderbecken tauchen. Das Becken hatte sicher 28 Grad Wassertemperatur, ich saß da also einfach bis zur Brust drin und ließ Pippi tauchen, dabei dachte ich an wenig und wartete aufs Verschrumpeln, während mir die Sonne auf den Rücken schien (Ich sollte mir eine Sonnenbrille fürs sommerliche im-Wasser-sein anschaffen). Super gut war das. Das Becken hat außerdem eine der Attraktionen in klein: eine Art aufgeblasenen Hüpf-Hügel, der von oben die ganze Zeit mit Wasser begossen wird, und auf den man drauf klettern kann, um dann oben zu hopsen, runter zu rutschen und beim Rutschen zu bouncen. Das fand Pippi erst blöd und dann super. Wir badeten bis das Bad schloss (gestern waren wir hingegen um halb sechs alle so gar, dass wir die letzten eineinhalb Stunden sausen ließen). Ich hatte mir extra so Bandagen-Abdeckungs-Film gekauft, das hat zumindest heute sehr gut geklappt, nachdem ich gestern gelernt hatte, dass man die Schutzfolien von der mit 1 gekennzeichneten Seite wirklich zuerst abziehen sollte. Für ein optisch optimales Ergebnis, funktioniert hat es gestern auch, sah aber halt nicht hübsch aus. Leider bin ich gegen den Kleber von dem Film allergisch und hab jetzt Pickel am Hals. Etwas Schwund ist immer.

Also: Badeland lohnt sich, da ist für jede Alters- und Risikogruppe was dabei.

Den Campingplatz hingegen (Roligheden Camping) kann ich nicht wirklich empfehlen. Die Klos müffeln und es sind Unisex-Klos (Einzelkabinen), in einem Land in dem Kindern mit Penis von klein auf beigebracht wird, im Stehen zu pinkeln. Ihbah.

Ich freue mich auf zu Hause.

Tag 2206 – Uuuuuufffffff.

Ich gehe nie wieder einen Schritt.

Dieses Mal Freizeitpark ist wesentlich anstrengender als das letzte, keine Ahnung warum.

Hier ein Suchbild mit Löwe:

Ich muss sagen, für einen Tierpark (!) ist das hier wirklich ok, die Tiere haben alle sehr, sehr viel Platz vor allem die, die auch sehr viel Platz brauchen, und das führt halt dazu, dass man die meisten Tiere nicht sieht.

Wettermäßig heute leider eher scheiße, launemäßig hatten wir ein Kind, das dauernd vorrannte und ein Kind, das wir dauernd antreiben mussten und zwei Eltern sind jetzt sehr sehr müde und heiser vom ständigen rufen.

Was ich mir auch lieber gar nicht erst vorstellen will: wie voll der Park sein muss, wenn sie die Besucherzahl nicht begrenzen.

Morgen noch mal, mit laut Vorhersage besserem Wetter und Fokus eher auf Freizeit- als auf Tierpark.

Protipp für Eltern: wenn man mehrere Kinder hat, die NIEMALS irgendwelche Glücksspiele machen lassen. Wenn ein Kind gewinnt und ein anderes nicht, haben sie den Super-GAU.

Tag 2205 – Grüße vom Campingplatz.

Das Puzzleteil ist wieder aufgetaucht, es war in Michels Hosentasche, aus welchen Gründen auch immer.

Es ist ja aber typisch, dass ich in den Ferien ausgerechnet eine Nacht durchmache, wo ich am nächsten Tag nicht einfach bis ewig schlafen kann, sondern an dem wir eigentlich um 11 Uhr aufbrechen wollten, um 4,5 Stunden plus Laden nach Kristiansand zu fahren. Naja, aus 11 Uhr wurde aus diversen Gründen (unter anderem damit ich wenigstens so 4 Stunden geschlafen hatte) 14 Uhr und dann war auch noch Stau, aber jetzt haben wir unsere Planwagenähnliche Hütte bezogen, ein Würstchenabendessen abgehalten, die Sanitäranlagen inspiziert und jetzt schlafen die zwei völlig überdrehten Rübennasen hoffentlich gleich mal (und ich auch).

Die zwei haben sich dauernd in den Haaren, wenn die so weitermachen, könnte es gut sein, dass wir sie im Tierpark einfach irgendwo vergessen, bei den Erdmännchen oder so, hups, über die Mauer gefallen, gar nicht gemerkt.

Ich habe gestern das Pflaster gewechselt, todesmutig, weil es halt eh nur noch in der Mitte hielt. Hab mir das ganze beschaut, ja, auch Fotos gemacht, die sind auch nicht schlimm, aber manche Leute wollen frische OP-Narben vielleicht trotzdem nicht ungefragt sehen. Es sieht super aus, alles ist schön geschlossen, kein Faden ist zu sehen, es ist nicht sonderlich wülstig, und nachdem ich mit viel Geduld und viel Reinigungsöl gaaaaaaaanz vorsichtig die Pflasterreste entfernt hatte, auch nicht mehr verfärbt (diese durchsichtigen Film-Pflaster die man im Krankenhaus manchmal kriegt, werden irgendwann gelb, weiß ich jetzt, und die Haut darunter sieht auch gelb aus, das war bei mir aber nur Schmodder von abgestorbenen Hautschüppchen plus Pflasterkleber). Das, was für einen dezenten Frankensteineffekt gesorgt hatte, war wirklich nur getrocknetes Blut vom Nähen gewesen, und jetzt, mit neuem Tape drauf, sieht es so aus:

(Ja, asymmetrisch, das stört mich mehr als Sie, das können Sie mir glauben.)

Von den Einstichstellen für die Stimmbandnervstimulation sieht man schon gar nichts mehr.

Außerdem hab ich mich gestern gefreut, dass auch Musiker, die auf einem ganz anderen Level operieren als ich, mit Tonarten mit vielen Kreuzen oder bs kämpfen und fluchen. Achtung, Bratschenwitze, 40 Stunden am Tag.

Tag 2203 – Endlich Regen.

Yeah, Sommerliebe und alles, haha, aber… jetzt reicht’s dann auch. Die letzten Tage, besonders heute, war es nicht nur warm sondern auch drückend und schwül und generell eklig. Jetzt regnet es endlich, das wurde auch Zeit und es darf jetzt dann gerne auch ein paar Liter geben, die Pflanzen brauchen das. Ich hoffe, damit sind dann jetzt auch die Wetterumschwungs-Kopfschmerzen durchgestanden und die ständige Müdigkeit (auch durch die Kopfschmerzen) verfliegt dann mal.

Ansonsten gibt es hier nicht so viel zu erzählen. Pippi nimmt heute und morgen an einem historischen Theaterprojekt teil und heißt jetzt Siri (oder Sigrid? Schwer zu sagen, auf Norwegisch ist das d am Ende ja stumm und Siri und Sigri(d) kommt per Pippi-stille-Post hier eventuell nicht richtig an). Michel spielt viel Minecraft und guckt noch mehr YouTube, das müssen wir morgen mal begrenzen, er hat ein Puzzle bekommen, das er gerne machen kann, von dem YouTube-Gesülze kommt er auf Dauer komisch drauf. Ich habe H-Dur stoisch bearbeitet und es geht schon wesentlich besser, und weil ich ständige Herausforderungen brauche (ähähähä) hab ich direkt c-Moll „Vivace“ angefangen, wobei ich mir aber leider die Finger breche (nicht nur wegen c-Moll, sondern weil das gemein komponiert ist, Etüden halt) und vivace ist auch eher so herzschwacher Rentner. In halbem Tempo geht’s. Ansonsten übe ich Intonation mit der Stimm-App. Herr Rabe hat die Hecke fertig (hier Jubel vorstellen).

Ich fürchte, morgen muss ich das Pflaster wechseln. Sind dann halt 12 statt 14 Tage, aber bringt ja auch nix, wenn das nur noch partiell klebt.

Nach 11 Tagen kann ich zu 95% wieder Fragen stellen, die auch klingen, wie ne Frage. Sehr seltsam, wenn die Stimme solche Selbstverständlichkeiten nicht mitmacht, das kann ich Ihnen sagen. Ich kann singen und rufen, aber das ? am Satzende hörbar machen, das dauerte nun am längsten.

Tag 2201 – Luft raus.

Müde und schlapp hier. Es ist warm, sehr, und wir hatten jetzt drei Tage Besuch und so entspannt und schön der Besuch auch ist – mich schlaucht das, 24/7 von „fremden“ Menschen umgeben zu sein.

Morgen „muss“ ich auch relativ früh aufstehen, weil ich dringend Unkraut jäten muss, wirklich sehr dringend, und das ist nicht schön, wenn man das in der prallen Mittagssonne machen muss. Hier wird es ja den Tag über nur immer wärmer, wenn es denn warm ist, früh ist also die einzige Lösung.

(Jaha, ich strenge mich nicht doll an und heile so vor mich hin, aber mir geht es bis auf dieses furchtbare Jucken unter dem Pflaster wieder wirklich gut. Ob das Pflaster aber echt zwei Wochen dran bleiben kann, bezweifle ich inzwischen stark, es löst sich schon an den Kanten.)

Tag 2197 – Geht, geht.

Neuer Spaziergangsversuch, deutlich besser als vorgestern. Es wird also.

Unter dem Pflaster haben sich gleich zwei neue Level freigeschaltet, nämlich Berührungsempfindlichkeit und Jucken. Hurra. Das ist aber hauptsächlich nervig und ja ein Zeichen für Heilung, ich klage also nicht nur wenig. Weiterhin kann ich langsam wieder normal klingende Fragen stellen und auch singen – klingt nur seltsam, muss ich noch üben. Ich vermute mal, das ist, wie wenn man an der Hüfte operiert wurde und dann erst mal wieder üben muss, normal zu laufen.

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Pippi fand im Garten zelten so gut, dass sie und Herr Rabe das gleich noch mal machen. Mit Frühstück im Zelt! Ich schlafe also wieder alleine, jedenfalls so lange, bis Michel sich dazu kuschelt. Aber das ist immer noch viel mehr Platz, als mit Herrn Rabe UND Michel im Bett.

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Morgen kommen M. und H. aus Trondheim zu Besuch, Michel ist schon ganz aus dem Häuschen. Siehe oben.

Tag 2196 – Freiheiiiit!

Pippi und Herr Rabe zelten heute im Garten, das hat sich Pippi so gewünscht, beziehungsweise wollte eigentlich nur die im Garten zelten, fand das aber dann doch alleine viel zu gruselig (Michel sagte gleich rundweg nein), also erklärte sich Herr Rabe bereit. Das heißt, solange Michel in seinem Bett bleibt, habe ich das große Bett ganz für mich allein! Ich liege auch schon quer drin. [Disclaimer: ich liebe Herrn Rabe sehr und schlafe auch ausgesprochen gerne mit ihm in einem Bett, aber alleine schlafen ist manchmal einfach so, so gut!]

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Michel und ich haben heute einen Ausflug gemacht, Geburtstagsgeschenke für Pippi kaufen. Für Michel war es gut, weil der ein bisschen Abstand von seinem manchmal etwas sehr energischen Freund brauchte und für mich war es gut, weil der Punkt „Geschenke besorgen“ jetzt erledigt ist und mich nicht mehr stresst. Es war ein richtig netter kleiner Ausflug, bei dem ich viel über mein großes Kind erfahren habe. Der ist schon sehr wohlgeraten, muss ich sagen, und in diesem kleinen Kopf stecken viele kluge und erstaunlich reife Gedanken… und unglaublich viel Faktenwissen über alles mögliche, das manchmal einfach wahllos aus ihm rausblubbert.

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Der Ausflug ging kräftemäßig ganz gut, es scheint doch, als ginge es wirklich aufwärts. Ohne Paracetamol ins Bett war aber ne blöde Idee. Heute habe ich Geige gespielt, ich hatte ein bisschen Schiss, dass die am Hals drückt, aber das tut sie nicht, beziehungsweise weiter an der Seite, genau neben dem Pflaster (und auch da hinterlässt nur die Zwinge der Kinnstütze eine kleine Druckstelle am Schlüsselbein). Uff, da kann ich mir ja wenigstens die Zeit mit einer weiteren Aktivität vertreiben. Bei Kreislauf kann ich ja auch im Sitzen spielen, aber auch der war heute schon viel zuverlässiger als gestern noch.

Tag 2188 – Sommerferien in Zeiten von Corona.

Heute haben wir mit (Teilen) der Babysitterfamilie gegrillt, nachdem wir uns seit… ewig ja fast gar nicht gesehen haben und wenn, dann immer nur mit riesigem Abstand. Nun ist S. aber schon eine ganze Weile wegen ihrer Vorerkrankungen voll geimpft und das Wetter ist gut genug, um die ganze Zeit draußen zu sitzen und sogar – dank Wind – im Haus für Durchzug zu sorgen. Man muss ja auch mal aufs Klo.

Das war sehr schön, wir schnackten einfach ewig lang und holten ein bisschen auf, was in den letzten anderthalb Jahren einfach nicht ging.

Dabei wieder festgestellt, dass ich wirklich keine Lust mehr auf diese Dreckspandemie habe. Für mich und viele andere ist sie nicht vorbei, es läuft immer im Hinterkopf ne ganze Menge Coronakram mit und das nervt. So. Uff.

Etwas lustig war, S. und A. Schnelltests zum Selbstgebrauch zu erklären. Die kann man hier zwar für nichts offizielles gebrauchen, aber sie sind ein gutes Mittel zur Beruhigung bei unspezifischen, leichten Erkältungs- oder auch Heuschnupfensymptomen, die „allerhöchstwahrscheinlich nicht Corona sind, aber man weiß ja nie“. Schnelltests kommen hier überhaupt grad erst auf, seit kurzem kann man sie in einer Art Drogeriekette und wohl auch einer Baumarktkette für Profibedarf kaufen. Wenn man nen offiziellen Test braucht, kann man zu einer Privatklinik fahren, die dann genau so einen Schnelltest mit einem machen und dafür 120€ (!!!) kassieren. Mit dem Ergebnis kann man dann aber beispielsweise verreisen. Und dann werden ständig die Farben von allem geändert und man kommt nicht mehr problemlos zurück, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

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Weiterhin haben wir Michel heute erklärt, wie wir uns das mit meiner Operation vorstellen, dass nämlich die Babysittertochter bei uns schlafen wird, damit sie da ist, wenn die Kinder aufwachen, bevor Herr Rabe wieder da ist. Davon war Michel ganz und gar nicht begeistert, nach einigem Getobe und Gemotze bekam ich aus ihm raus, dass er wohl schlimm fand, dass ein mal morgens Oma in unserem Bett lag statt uns. Das war, als Pippi geboren wurde, da war er also noch nicht mal drei Jahre alt und wir dachten eigentlich damals, dass das alles recht gut geklappt hätte – hoppla, Kind traumatisiert. Für die Operation einigten wir uns dann darauf, dass wir Bescheid sagen, wenn wir fahren und ihn dafür auch wecken, damit er Bescheid weiß. Damit konnte er sich anfreunden und nun hat er ja auch noch ein paar Tage Zeit, um das sacken zu lassen und auf seine Art zu planen. (Beim ins Bett bringen kam dann noch die Frage auf, wie wir das machen, wenn Herr Rabe mich aus dem Krankenhaus wieder abholt. Da haben wir noch gar nicht groß drüber nachgedacht, ich denke, Herr Rabe nimmt die Kinder einfach mit. Auch damit war Michel zufrieden.) Generell scheint seine Art der Vorbereitung, was ja auch Bewältigung von Ängsten* ist, auf „alles wissen“ hinauszulaufen, was ich gut verstehen kann, ich bin und war immer schon genau so. Vermutlich mochte er auch schon als Kleinkind keine Überraschungen und hat es einfach noch nicht so mitteilen können. Und wir dachten damals halt, wenn wir fahren, wenn er noch wach ist (ich hatte mich ja extra aufs Sofa gesetzt, um die wirklich ordentlich anziehenden Wehen zu veratmen, während Herr Rabe ihn ins Bett brachte), kommt er sicher nicht zur Ruhe und wenn er die Oma morgens erst suchen muss und das Bett ganz leer ist, wäre er sicher verwirrt. Tjanun, jetzt im Nachhinein können wir es auch nicht ändern.

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* das ist grad eh ein Thema, ganz alterstypisch passiert da bei ihm grad viel und jetzt glaubt er, seine kleine Schwester sei „tougher“ als er. Ich habe ihm dann erklärt, dass Pippi solche Ängste (vor Tod etc.) einfach noch nicht hat, weil sie noch zu klein ist und sich das erst später im Gehirn entwickelt, nicht weil sie tougher ist. Das fand er spannend und scheinbar auch einleuchtend und ich hoffe, damit konnte ich ihm einen Teil der Angst vor der Angst nehmen. Und ich muss jetzt vermutlich erst mal kindliche neurologische Entwicklung studieren, um Michel das alles erklären zu können.