Tag 1795 – 12 Bilder.

Ich überlege, meinen Instagram-Account wegen Inaktivität gleich ganz platt zu machen. Aber hier heute 12 Bilder vom Tag, mit variierend detaillierten Bildunterschriften, weil der Tag auch ganz schön anstrengend war.

I feel the Handschuh.
Frühstückszeit. Kaffeezeit.
Gartenliebe 1.
Gartenliebe 2.
Gartenliebe 3 (mit sehr vielen Bienen und Hummeln).
Ehemannliebe. (Mit Besuch von lieben Freunden.)
Kampf der Ringelblumenflut 1 (Ringelblumen sind die Pest!)
Kampf der Ringelblumenflut 2. Mit verstecktem Hornveilchen.
Meerschwein-TÜV. Hier sehen Sie Marshmallow, die den TÜV mit Bravour überstanden hat, aber sich ungern die Krallen schneiden lässt und mir aus Protest in die Finger zwackte. Bild von vor dem Krallen schneiden, danach war es nämlich ein zappeliges Wutschwein.
Trost-Salat für die frisch pedikürte Meerschweintruppe.
Meerschweinchen sind ja auch echt effektive Unkrautvernichter.
Feierabend oder so. Mit anderem Besuch.

So, das war viel Besuch an einem Tag nach einer sehr langen Zeit mit nur sehr wenigen u d sehr seltenen direkten Sozialkontakten. Dementsprechend bin ich, offen gestanden, völlig im Eimer und gehe jetzt ins Bett. Gute Nacht!

Tag 1794 – Nicht viel zu berichten.

Einziger abgehakter To-Do: Paniermehl machen. Premiere dabei: Michel wollte unbedingt *ohne* Gehörschutz mitmachen. Und hat es dann auch durchgezogen.

Das Bild gibt es in zwei Versionen. Auf der anderen stehen links im Bild noch unsere zwei Bierdosen von gestern, aber damit Das Internet™️ nicht denkt, dass wir Dosenbier trinkende Menschen sind, hab ich sie weggenommen. Dabei ist an Dosenbier ja nichts verwerfliches, nur assoziiert man diverse Dinge damit und herrje, Mut zum Dosenbier.

Ansonsten war heute mal wieder doofes Wetter, ich hab sämtliche Schweinchen sauber gemacht, Pippi hat sich sowohl rohe als auch mit frischen Kräutern aus dem eigenen Garten angebratene Champignons reingezogen, als hätte Michel nie dazu Kotzgeräusche gemacht und das hat mich sehr froh gemacht. Die Schweinchenladies werden langsam mutiger im Badezimmerauslauf, aber nicht so mutig, als dass sie sich aus dem Staub gemacht hätten, als Pippi nach einem Klogang die Tür sperrangelweit aufstehen ließ und ich es erst nach ein paar Minuten bemerkte. Überhaupt sollte sie gar nicht unten aufs Klo, weil da ja die Ladies rumliefen und argh. Dieses Kind tut einfach was es will. Muffin ist ja eh relativ mutig, oder abgestumpft, wer weiß. Heute habe ich dann auch mal geschnallt, dass er sein Antibiotikum sehr gern mag und ich ihn gar nicht in den Fixiergriff nehmen muss, um ihn das zu geben. Vielleicht hab ich ihn auch erfolgreich auf das Salatblatt danach konditioniert. Jedenfalls freue ich mich auf die Aussicht, ihn nicht zwei mal täglich einfangen zu müssen, das ist ja für ihn auch großer Stress.

Ich plane einen kleineren Ausflug zum „Apfelgarten“, einer wilden Wiese mit (ungepflegten) Apfelbäumen neben der Schule, um für die Schweinchen ein paar Zweige und Äste zu räubern. Bisher sind sie von Gehölz noch nicht angetan, außer Himbeeren (also nicht die Beeren, sondern die Pflanze), die finden sie ab und an mal gut. Andererseits kann ich mir auch gut vorstellen, dass die Vorbesitzer jeweils nicht so sonderlich kreativ bei der Nahrungsauswahl waren. Und die Apfelbäume da auf der Wiese können einen Beschnitt (und vieles mehr, eigentlich…) brauchen. An einem ist letztes Jahr ein riesiger Ast abgebrochen, also es sah jedenfalls so aus, aber der hängt wohl noch fest genug, jedenfalls ist er dieses Jahr ganz normal ausgetrieben und trägt auch, aber halt am seidenen Faden am Baum hängend beziehungsweise auf dem Boden liegend. Krass, was Natur kann.

Tag 1793 – Endlich die 2.

Herr Rabe hat endlich Death Stranding durchgespielt. Ein sehr sehr seltsames Spiel, wenn Sie mich fragen.

Es ist auch endlich eine Entscheidung gefallen, wer wann wie lange Urlaub in Deutschland macht. Es ist aber nur kurz (ich werde für grad mal vier Tage da sein und davon ist einer Beerdigung), es ist immer noch Pandemie, im Stundentakt neue Leute treffen ist also nicht drin, also bitte einfach nicht fragen.

Natürlich erste Frage meiner Personalchefin, auf die Mail „ich verlängere meinen Urlaub um einen Tag, weil ich an der Beerdigung meiner Oma teilnehme“: „Musst du danach in Quarantäne und ist das mit deinen Arbeitsaufgaben vereinbar?“. Meine Güte. Google hilft für die erste Frage und danke für die Anteilnahme und den überwältigenden Support. Hab gleich das Gefühl, dass ich nicht nur eine Arbeitsmaschine fürs Werk bin. Nicht.

Damit Sie nicht googeln müssen: nein. Ich muss danach nicht in Quarantäne, da heute, ebenfalls endlich, bekanntgegeben wurde, welche Länder im EWR+Schengen wir bereisen dürfen ohne danach in Quarantäne zu müssen und tadaaa: Deutschland ist dabei. Das war aber abzusehen, da die Kriterien vorher schon feststanden. Deshalb haben wir unsere Reise auch eine halbe Stunde vor der Bekanntgabe gebucht.

[Hier sollte ein triumphierender Satz stehen dass nach der Bekanntgabe direkt alles viel teurer geworden ist aber jetzt bekommt man die selbe Reise plötzlich für über 100€ weniger, was ist da los?]

[Toll, jetzt fühl ich mich übers Ohr gehauen.]

Nun gut. Ich gehe jetzt endlich ins Bett und nehme diverse Fernbedienungen, Konsolen und Tablets mit ins Schlafzimmer. Michel schlief heute Nachmittag im Auto ein, was darauf hindeutet, dass er die letzten Tage sehr früh wach war und sich vor den Fernseher gehängt hat, weil er da jetzt weiß, wie YouTube angeht. (Ganz wunderbar, so ein Smart-TV! So viele Möglichkeiten! Und nein, bitte, bitte, nicht vorschlagen, dass man doch am Router irgendwas oder mit Apps irgendwas anderes, nein, kann man nicht. Unser Internetprovider ist aus der Steinzeit, am Router kann man absolut gar nichts einstellen und einen anderen Router können wir nicht nehmen weil der Internetanbieter keine andere Hardware akzeptiert und nein, wir können auch nicht den Internetanbieter wechseln. Willkommen in Norwegen. Wir haben Glasfaser, aber unser Router ist entweder an oder aus. Ist er zu lange aus, müssen wir hinterher alle Lampen neu anlernen, über Nacht ausstellen ist also auch keine Lösung.) Jedenfalls müssen wir das unterbinden, dass er um sechs aufs Klo geht und danach irgendwelchen Schrott auf YouTube guckt, weil er ja wach ist und es hell ist. Genau wie ich braucht er viel Schlaf. Und hell wird es ab ca. halb vier.

Tag 1792 – Endlich.

Erinnern Sie sich noch an die Reiseversicherung? Wir haben jetzt eine. Eine relativ günstige, aber immerhin. Wofür man sie so dringend braucht ist mir zwar immer noch nicht ganz klar, aber um mich rum ist man sich einig, dass man sie braucht und naja. Ok.

Was noch nicht heißt, dass wir einer Entscheidung für oder gegen Urlaub in Deutschland und wenn ja wann und wer wie lange näher gekommen wären. Da uns aber der Hygienespüler ausgeht, müssen wir wohl. (Das, meine Damen und Herren, nennt man eine Ausrede.)

Ich habe heute mit den rastlosen und dauerstreitenden Kindern einen sehr langen Spaziergang gemacht, das hat uns allen sehr gut getan, obwohl ich mich immer noch müde und schlapp fühlte und fühle. Ich hoffe, ich erkälte mich nicht auch noch. (Ein Ding, für das so eine Reiseversicherung vermutlich gut ist: wenn man eine gebuchte Reise wegen Symptomen einer Atemwegserkrankung nicht antreten kann. Unter normalen Umständen würde einen ja ne Erkältung nicht davon abhalten, in ein Flugzeug oder auf eine Fähre zu steigen, 2020 ist aber nun mal nicht normal.)

Was dagegen spricht, dass ich krank werden könnte, ist, dass ich weiter Sport mache – und mich danach meistens fühle, als könnte ich Bäume ausreißen. Den Spruch „in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“ finde ich aus vielen Gründen ziemlich daneben, unter anderem weil es nach dem berühmten „geh doch einfach mal unter Leute/geh mal raus/mach mal Sport“ klingt, das Leuten mit psychischen Erkrankungen gern entgegen gebracht wird. Ich denke deshalb seit Tagen dran rum, wie man das besser ausdrücken kann. Ich habe nämlich ganz subjektiv bei mir den Eindruck, dass Sport mir tatsächlich körperlich sehr gut tut und dass ich quasi sofort besser schlafe, zufriedener und ungehemmter esse und (vielleicht auch nur durch die letzten zwei Punkte?) weniger reizbar bin. Klar ist es auch psychisch gut, keine Schmerzen zu haben. Ist es vielleicht einfach das? Ein Körper, der sich gut anfühlt, weil man sich gut um ihn kümmert, belastet die Psyche immerhin nicht zusätzlich? Meh. Ich komme da zu keinem Schluss.

So richtig entspannt bin ich immer noch nicht. An To-Dos heute erledigt habe ich: Weide beschneiden und Kinderrucksäcke imprägnieren, außerdem habe ich die Innenarchitektin beauftragt, einen Anwalt angeschrieben (lange Geschichte, erzähle ich vielleicht mal wenn sie fertig geklärt ist. Sie brauchen sich in keiner Form sorgen, es geht nur um Geld und um keinerlei Gefühle) und rausgesucht, wie man den Hauskredit für die Umbauten erhöht. Zwischendurch habe ich noch sehr ausführlich mein persönliches Traumhaus angesabbert, das zum Verkauf steht, aber leider eigentlich ein wenig zu teuer für uns ist. Der Traum ist aber so groß, dass ich es schon durchgerechnet habe und najaaaaaaa also es wäre machbar, ABER.

Und die Reiseversicherung abgeschlossen habe ich ja auch. Recht erfolgreicher Tag also eigentlich. Trotz Müdigkeit.

Tag 1790 – Inneres und Äußeres Regenwetter.

Innen war mehr so Blitz und Donner, außen Regen mit Hagel und noch mehr Regen bei feindseligen 9 Grad.

Herr Rabe ist erkältet. Pippi hat am Freitag Nachmittag eine Kindergartenerkältung mit nach Hause gebracht, gestern hatte Herr Rabe Halskratzen und heute fuhr Herr Rabe deshalb brav nicht mit dem ÖPNV ins Büro, um von dort aus ungestört zu arbeiten, sondern blieb zu Hause. Leider legte sich Herr Rabe direkt den ganzen Tag ins Bett, da kann ich ja immer nicht so super gut mit umgehen.

Ich hakte weiter Sachen ab. Kinderrucksäcke waschen, Winter- und Regenkleidung waschen, check check check. Sogar den Wäschehaufen auf dem Gästematratzensofa bin ich zähneknirschend angegangen, allerdings hab ich nur die Kindersachen und meine eine Hose verräumt (bzw. in die Waschmaschine gestopft, weil es mir extrem widerstrebt, dreckige Winterkleidung für mehrere Monate in Kisten zu stecken und ich frag mich auch, warum die überhaupt auf dem Sofa lagen und nicht in der Wäsche waren und überhaupt, Blitz, Donner). Es hatte sich für drei die befreundete Innenarchitektin angekündigt, da sollte es wenigstens halbwegs ordentlich (wenn auch trostlos, das ist ja Teil des Problems) aussehen. Die befreundete Innenarchitektin kam dann aus Gründen doch erst um halb fünf, aber wir haben jetzt einen groben Plan und werden den Themenkomplex „Kinderzimmer trennen“, der, wie gewohnt, gleich eine ganze Ratte an weiteren Aktionen nach sich zieht, mit professioneller Hilfe angehen. Ungewohnt für mich, mich nur um wenig kümmern zu müssen, zum Beispiel prüft die Innenarchitektin, ob wir den Einbau eines Dachfensters wohl bei der Kommune beantragen müssen. Sehr seltsam, offen gestanden, da die Kontrolle abzugeben, aber auch sehr angenehm, den damit einhergehenden Mental Load bei einer abzuladen, die damit ihren Lebensunterhalt verdient. Eigentlich win-win, ich muss nur loslassen lernen und das ist für eine Kontrolletti nicht so leicht aber auch das schaffe ich. Stichwort eiserne Disziplin, jetzt also bei „Ich mische mich nicht ein“.

Am Ende des Tages fing dann leider auch Michel an zu nölen, ihm sei so kalt und die Nase sei zu und der hat jetzt also auch Pippis Seuche. Nachdem er eigentlich gut eingeschlafen war, stand er dann alsbald auch wieder im Wohnzimmer, weil Pippi ihn störe. Er hat dann also nach langer Zeit mal wieder RuPauls Drag Race mit uns geguckt und WHOA WIE GUT DER INZWISCHEN ENGLISCH KANN. Der ist sieben und versteht… fast alles. Er kann übersetzen („I’m gonna jump out of the car right now!”) und sagt auch selbst komplette Sätze („I want to buy her as a Christmas tree.“). Was manchmal lustig ist, ist dass er den (in diesem Fall auch noch… speziellen) Erwachsenenhumor oft nicht versteht, zum Beispiel, warum der sagt, dass er aus dem Auto springen will (weil er traurig ist, rausgeflogen zu sein). Dass da eine bei einer Mini-Challenge 5.000 $ gewonnen hat, hat ihn schwer beeindruckt und er wollte dann wissen, ob man damit wohl reich wird. Offen gestanden weiß ich das nicht, ich glaube, man muss ein ziemliches Ausnahmetalent sein und vermutlich sehr sehr hart arbeiten und dann kann man mit Glück phasenweise davon leben, wäre meine Vermutung. Und ein paar ganz wenige werden reich. RuPaul zum Beispiel. Aber den gibt’s ja schon.

Aus Zwanghaftigkeit habe ich dann beim Drag Race gucken erst den Käfig der Meerschweinladies gereinigt und dann noch mein heutiges Workout erledigt und jetzt werde ich vielleicht einfach nie wieder irgendwas hochheben.

Hoffentlich wird das Wetter morgen ein bisschen besser, außen wenigstens, das dürfte innen dann auch wirken.

Tag 1789 – Aufräumhölle.

Ich habe das Kinderzimmer aufgeräumt und ausgemistet und das hat acht Stunden gedauert und ich möchte jetzt dringend auf den Arm aber allein sein und was zerkloppen Hauptsache in einem leeren Raum eigentlich. Das war ein bisschen viel für einen Tag.

Vorher-Bilder gibt es kaum, nur vom drawer of doom. Stellen Sie sich so einfach 5 Schubladen, 6 Regalfächer, 1 Schreibtisch, 1 Spielküche und 2 randvolle Klappkörbe vor. Alle voller… Zeug. Wild durcheinander fliegendem Kleinkram.

Nachher:

Man beachte, dass auf dem Schreibtisch schon wieder was liegt. Pippi hat wirklich noch während ich aufräumte am anderen Ende schon wieder neues Chaos gemacht.

Und das ist der Haufen, der *nicht* wieder ins Kinderzimmer einzieht:

Nicht im Bild: 1 Kiste Papier- und 1/2 Sack sonstiger Müll.

Ich mag nicht mehr. Sowas machen wir ja alle 6-12 Monate und jedes Mal sortieren wir aus und es ist vielleicht nicht jedes Mal so viel aber schon viel. Dieser Überfluss. Ich wär echt sofort für Minimalismus zu haben. Allein. Auf einer Insel.

Tag 1788 – Mehr Haken und neue Pläne.

Die To-Do-Liste wurde bis auf zwei Punkte fertig abgehakt, die Punkte, die noch ausstehen, sind:

  • Wäsche verräumen (Ich fühle mich nicht zuständig, es ist zu 0% meine und zu 15% Kinderwäsche und ich habe neulich erst eine Stunde lang Kinderwäsche verräumt)
  • Fenster fertig putzen (es hat den ganzen Tag geregnet)

Und weil’s so schön ist und sonst die Dödeligkeit schneller einzieht als man „Ferien“ sagen kann, habe ich auch direkt mal eine Ferien-To-Do-Liste angelegt. Darauf unter anderem ein Ding, das Herr Rabe heute auf die Wochenendliste geschrieben hat, wo es eh nichts zu suchen hatte: mehr Meerschweinverstecke/Häuschen* bauen. Und diverses anderes… Gedön, Kinderrucksäcke waschen, den einen** Terrassenstuhl abschleifen und ölen, den Wandbehang von meiner Omi reinigen, sowas. Letzteres hab ich dann auch direkt mal gemacht.

Riecht jetzt nicht mehr nach Keller und ist seinen Grauschleier los.

Sich für die Ferien Dinge vornehmen klingt vielleicht kontraproduktiv, aber ich kann nicht anders. Außerdem soll es die nächsten zwei Wochen quasi durchgehend regnen, da macht auch weder Zelten noch generell länger draußen sein sonderlich viel Spaß.

(Zyklustag 1. Voller Energie und leicht gereizt. Tolle Kombi. Nur nicht für die Leute in meiner direkten Umgebung.)

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*Jaha, ich weiß, dass das, was man gerne als Häuschen angedreht bekommt, nicht wirklich angenehm für Meerschweinchen ist, sondern eher der menschlichen Idee eines netten Häuschens für Meerschweinchen entspricht. Es werden wohl eher Tunnel oder sowas.

**Letztes Jahr wurden angeblich alle 4 Stühle geschliffen und geölt (nicht durch mich), da wunderte ich mich schon, weil einer anders aussah, nämlich so wie die anderen 3 Stühle vorher. Dieses Jahr sieht der eine immer noch ganz anders aus als die anderen, nur schlimmer. Komisch.

Tag 1787 – Abhaktag.

Es ist ja wichtig, zwischen Abhacken und Abhaken zu unterscheiden. Eine, wie mir manchmal scheint, in Vergessenheit geratende Kunst.

Wir haben heute eine nicht sonderlich lange To-Do-Liste fürs Wochenende gemacht und diverse Dinge darauf abgehakt (nicht abgehackt). Bei der Gelegenheit und weil die To-Do-Liste auf der Rückseite einer anderen To-Do-Liste entstand, hakten wir auf dieser alten Liste auch noch einiges ab und ich sagte „Das sieht doch gar nicht so schlecht aus“. Herr Rabe entgegnete, die Liste sei ja auch schon drei Wochen alt [vielleicht auch vier, Anm. d. Red.]. Ich lachte und meinte was von das sei für ein Wochenende ja auch total unrealistisch viel und erntete einen strafenden Blick von Herrn Rabe. „Was, war das echt für ein Wochenende gedacht?“ – „Ja, nein, das war mir schon klar, dass es viel ist, aber ich dachte trotzdem wir schaffen das.“

Wir haben uns schlussendlich drauf geeinigt, dass ich in Zukunft gleich sage, wenn meiner Meinung nach unrealistische Pläne gemacht werden. Das kann ich nämlich gut, also unrealistische Pläne erkennen und ansprechen. muss mir nur erst mal klar sein, in welchem Zeitrahmen Dinge passieren sollen.

(Irgendwann übertrage ich das dann auch auf meine eigenen Pläne. Bestimmt.)

Tag 1786 – Sorgentiere.

Der Morgen begann mit leichtem Stress, weil das Sorgenschwein zur Tierärztin musste. Es hat, wie gesagt, Knubbel an Stellen, wo keine sein sollten. Der eine ist eine verstopfte Talgdrüse, meiner Meinung nach kleiner werdend und wie ich ja seit meiner Mammographie weiß, sind von selbst kleiner werdende Knubbel nie bedrohlich. Da machen wir erstmal nichts mit, es tut ihm auch weh, wenn man dran rum drückt, also dürfte Muffin über das in Ruhe lassen auch froh sein.

Der andere Knubbel ist leider ein größeres Rätsel, eine Biopsie und Anschauen unter einem normalen Praxismikroskop ergab nur „kein Abszess“ (hätte ja vielleicht von der OP kommen können?) und jetzt ist die Probe unterwegs ins Labor zur genaueren Untersuchung.

Muffin hat alles in Schockstarre und ab und an kläglich fiepsend über sich ergehen lassen, selbst die Biopsie (mit einer super dünnen Nadel, aber trotzdem!). Und immerhin konnte ich ihn mal fotografieren.

Flauschi! Die Milben sind jetzt auch weg und über die ehemals kahlen Stellen wächst wieder Fell.

Danach waren Herr Rabe und ich Essen, unseren Hochzeitstag wenigstens ein bisschen nachholen. Im Loftet, einem Bauernladen mit angeschlossenem Restaurant (oder umgekehrt?). Das war sehr schön und sehr lecker und wir konnten mal länger als sonst miteinander reden und generell Erwachsenendinge tun.

Wieder zu Hause reinigte ich sämtliche Meerschweinkäfige während Muffin Auslauf draußen und die Ladies Auslauf im Bad hatten. Leider sind die Ladies echt bewegungsfaul (oder extrem ängstlich) und saßen nach 2 Stunden immer noch zusammengequetscht unter einem Tunnel. Tjanun.

Die Schnecken zu säubern hab ich nicht mehr geschafft, dabei wäre es fliegenmäßig dringend nötig.

Und Apropos Insekten: als ich abends ins Schlafzimmer kam, saßen da diese zwei verirrten Gesellen.

Die habe ich dann vorsichtig mit Hilfe eines Taschentuches (auf das sie draufkletterten) nach draußen bugsiert. Selbst im Regen sind Schmetterlinge da doch besser aufgehoben, als in unserem Schlafzimmer. Denke ich.