Tag 4051 – Nackig machen.

Status: das ganze Panel muss ab, damit man die alte Dachpappe entfernen und neue Membran legen kann. Natürlich ist das kein Standard-Holzpanel, nicht mal Standard-Villmarkspanel, das wäre ja einfach. Also versuchen wir, absolut alles an Panel zu erhalten.

Dafür können wir dann aber auch die Isolierung erneuern und noch ein paar cm extra drauf machen. Das wäre eh irgendwann fällig, Isolierung von 1976 mit 10 cm labberiger Glaswollmatte ist nicht mehr so richtig zeitgemäß. Und in 5 Jahren will ich dann wirklich nicht schon wieder das Panel aufmachen müssen.

Ich lerne erschreckend viel über Holzhäuser, Isolierung und seltsame, aber in Norwegen beliebte Lösungen. Hält halt ein paar Jahre und bis dahin hat man verkauft, yolo.

Egal, ab ins Bett. Morgen ist ein neuer Tag.

Tag Bummens – Königin der Brechstange.

Ich bin um einige wertvolle Erfahrungen reicher geworden heute. Und um fast ein ganzes Balkongeländer ärmer. An einem gewissen Punkt konnten Michels Spaghettiärmchen nicht mehr, deshalb ist das letzte Stückchen noch dran, aber das ist immerhin so weit vorbereitet, dass es recht fix gehen dürfte, den Rest abzumachen. Mir tut jetzt alles weh, mein Körper ist voller blauer Flecken, sämtliche Muskeln schmerzen, aber der Schreiner kann morgen anfangen. Die Aktion hat uns einiges an Geld gespart, aber Spaß war das ganz und gar nicht.

Was man halt an jeder Halterung machen muss: Panel abhebeln, um die Halterung freizulegen. Die Schrauben und Muttern lösen so gut es geht (etwa 50 % sind festgerostet). An der nächsten Halterung den eisernen Metall-Querbalken abschrauben und dann den mittleren Nagel raushebeln. (Alle Nägel sind so 10 cm lange Tischlernägel.) Dann oben mit der Kreissäge (vielleicht wäre eine Stichsäge besser, aber wir haben keine. Vielleicht ist auch die Kreissäge, die wir haben, einfach komplett scheiße. Ich habe jedenfalls heute einen ordentlichen Hass auf die Kreissäge entwickelt) den durchgehenden Balken oben durchsägen. Geländerstück zu zweit wegtragen. Gegebenenfalls die Halterung abschrauben (falls die nicht noch am Geländerstück hängt, weil Schrauben festgerostet waren). Und dann 1,5 m weiter das gleiche von vorn.

Und vor dem ganzen Spaß mussten 80 qm Terrassenpanele weggetragen werden. Das waren jeweils so 2-5 qm große Panele, sauschwer und unhandlich wie sonstwas. Die Größten passten auch gar nicht auf den geliehenen Hänger, also musste die Kreissäge wieder ran – und Michel für die letzten paar Millimeter, wo ich mit der Säge aufgegeben habe. Michel hopst einfach so lange auf dem 7/8-durchgesägten Stück drauf rum, bis es bricht. Mit 50 kg dauert das zwar, aber geht schon irgendwann kaputt.

Im Geländer selbst habe ich entdeckt, dass da sehr gerne Wespen gewohnt haben. Ich habe Nester von Golfball- bis Handballgröße gefunden, allesamt leer, aber sicher so 15 Stück. Alle paar cm eins. Von wegen, die bauen nicht zwei mal am gleichen Ort. Die bauen sogar ein neues Nest direkt an ein altes dran.

Anyway. Michel hat sich seinen Lohn für heute redlich verdient und ich habe mir den ersparten Betrag beim Schreiner auch sehr redlich verdient. Michel hat auch, während ich mit den gröberen Arbeiten beschäftigt war, unermüdlich die Tischlernägel aus den entfernten Panelen gezogen, damit unser Müll nicht mehr ganz so lebensgefährlich ist. Wir haben jetzt einen ganzen (leicht angeschimmelten Muss-eh-weg-Pilzsammel-)Korb voller Metall.

Ich hab schon wieder keine Vorher-Bilder gemacht, aber nachher. Und Wespennester.

Das Tarp ist dazu da, die Ecke vor Regen zu schützen. Da ist nämlich die Durchführung der Wärmepumpe, die am Moderbalken schuld ist.

Eigentlich war ich dann zu fertig für irgendwas. Aber ich hab natürlich trotzdem Essen gekocht und dann auch noch Geige gespielt, weil Pippi sonst nicht schlafen kann. Mit ausgepumpten Unterarmen spielt es sich gar nicht mal so gut Geige. Außerdem hab ich mir heute ein mal richtig mies die Brechstange auf das erste Gelenk des rechten Daumens gehauen, das ist jetzt blau und mein Daumen etwas weniger flexibel, als ich gerne hätte. Aber was tut man nicht alles für seine Babies, ne?

Tag Dingens – Piep.

Hier leben alle, aber mir ist alles ein bisschen zu viel. Der Kopf ist noch oben, ich mache auch alles, aber ich mache eben auch buchstäblich alles und es ist mörderisch anstrengend. Abends fallen mir dann die Augen zu.

Und während ich so drüber nachdenke, ob ich schreiben soll, dass ich morgen mit Michel und ohne Ahnung das Balkongeländer abreiße, damit der Schreiner nächste Woche direkt anfangen kann, fällt mir ein, dass ich vergessen habe, das andere Wespennest im Zwischenraum zwischen den zwei Lagen auf dem Balkon zu bekämpfen*. Scheiße. Aber jetzt hampele ich auch nicht noch mal raus.

(Herr Rabe ist nicht da, deshalb ist dieses Wochenende diese Frau** hier ganz besonders selbst.)

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*da ziehen sie ein, weil sie können. Sie können, weil die Folie, die das verhindern soll, nicht mehr abschließt, vermutlich wegen Modergammelspaß auch da.

**Projektmanagerin

Tag 4042 und 4043 – Mag nicht mehr.

„Hmmm, was ist das denn komisches, prökelprökel, hoppla, da modert es ja.“

So ist das, hier zu wohnen. Dieses Mal ist es an einem tragenden Querbalken, der Balken selbst ist angegammelt, schuld ist wahrscheinlich die sehr schlampig eingebaute Wärmepumpe, für die man eine Durchführung an der Wand lang durch den Balkon nach unten gemacht hat. Selbige Durchführung ist genau neben/über der modrigen Stelle. Wir haben das heute aus anderen Gründen mal freigelegt und das sieht noch weniger professionell aus als wir vermutet hatten. Und kurz drauf kam mir der Lack auf dem Balken entgegen, plus ein bisschen sehr feuchtes, angegammeltes Holz. Der Balken klingt auch an der Stelle nicht mehr solide, wenn man draufklopft (so langsam lerne ich solche Tricks).

Ich möchte das alles nicht mehr. Das wird doch alles schon wieder pervers viel Geld kosten.

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Pippi hat heute ihren Geburtstag mit den Mädchen aus der Klasse nachgefeiert. Mit Bowling und Lasertag, Pizza und Kuchen. Alle hatten eine gute Zeit, Pippi besonders, das ist das wichtigste. Für uns Erwachsene war das auch halbwegs entspannt, denn beim Bowling-Center kann man das organisatorische halt komplett outsourcen.

Allerdings frage ich mich grad, was die Kinder wohl sagen, wenn wir ihnen mitteilen, dass sowas in Zukunft wegen modrigen Balken finanziell nicht mehr drin ist LALALALALALA NICHT DRAN DENKEN.

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Michel hatte auch ein gutes Wochenende, der war nämlich von Freitag bis heute bei seinem besten Freund. Michel musste das nur zwei mal unterbrechen, weil Freitag Jugendkorps-Probe war und gestern der Schulkorps auf den Konfirmationsfeiern von zwei aus dem Korps gespielt hat. Aber für Musik trennt sich Michel sogar vom besten Freund, wenn auch nur kurz.

Beim Abholen hab ich mich über einer Tasse Tee mit der Mama des Freundes verquatscht, was auch sehr schön für mich war. Manchmal ist es sehr schön, sich über die pubertierenden und präpubertierenden Kinderlein austauschen zu können, und auch Verständnis für modrige Häuser zu kriegen.

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Ahhhhh nicht drüber nachdenken, morgen wieder, heute nicht. LALALA

Tag 4040 und 4041 – Uffz.

Heute kam der Bericht vom Gutachter, der Dienstag da war und… das wird richtig, richtig teuer. Ich bin immer noch leicht paralysiert davon und hoffe, dass die Versicherung das übernimmt (also… die des Verkäufers) weil wir das wirklich nicht finanzieren können. Hätten wir können, wenn wir nicht bereits den Vertrag für das Dach unterschrieben hätten. Aber hätte hätte, ne? Und zusammen mit Holzwurm und allem will ich mich langsam nur noch eingraben.

Um was gutes zu sagen: wir haben plötzlich sehr viel Holz vor der Hütte. Ich hatte schon im April oder so einen Kubikmeter Holz vorbestellt, das war dann jetzt genug getrocknet, um geliefert zu werden. Der sehr nette Bauer hatte aber noch zwei Paletten extra dabei, die zu einem Kunden sollten, der dann aber nicht zu Hause war. Und um die nicht wieder mitnehmen zu müssen, hat er uns die 2 zusätzlichen Paletten dann zum Preis von einer dagelassen. Jetzt dürften wir genug Holz für mehrere Winter haben.

Herr Rabe und die Kinder haben das dann gestern Abend noch alles aufgestapelt und jetzt sieht unser Eingang etwas lustig aus.

Aus irgendeinem Grund will ich die Heizung noch nicht anmachen, habe aber kein Problem damit, den Kamin anzumachen. Da ist nichts logisches dran, das ist einfach so. Wir haben ja sogar zwei, einen Holzofen in meinem Büro (der wird sehr schnell sehr warm) und einen Kamin im Wohnzimmer, der auch sehr gut warm wird und dabei auch hübsch aussieht. Letzterer ist auch ein sauberer verbrennender Kamin. Und beide funktionieren auch nach dem Sommer weiterhin tadellos. Das ist schon sehr gemütlich.

Tag 4039 – TV-Programm heute.

Wir gucken hier im Haus eigentlich gar kein lineares Fernsehen mehr, aber heute lief gleich auf zwei Endgeräten NRK und das auch noch mitten am Tag, nämlich: die Beerdigung(TM). Das war ein massives Spektakel und deshalb hatten wir auch beide Homeoffice, in Oslo war totaler Ausnahmezustand. Da wollte man heute eigentlich nicht freiwillig sein, es sei denn, man wollte unbedingt da rumstehen und der Prozession zugucken. Laut Medien war das der größte Polizeieinsatz seit immer, und der größte Militäreinsatz in Friedenszeiten. Und es war… eigentlich sogar ganz schön. Ein volksnaher König wurde volksnah beerdigt, kann man sagen. Also, es ist natürlich alles relativ, auch mit der Volksnähe, aber so gemessen an der Beerdigung der Queen zum Beispiel war das alles sehr entspannt irgendwie. Normale Leute sagten normale Dinge. Ich mag die Bischöfin von Oslo auch echt gerne, mit ihren Dreadlocks und ihrem Nasenring. Auch das halt irgendwie normaler als anderswo. Der Hofmarschall hatte seinen Markenzeichen-Man-Bun und einen lustigen Hut (gut, letzterer gehört sicher zu seiner Uniform). Und von der Stimmung her war das eher wie die Beerdigung eines sehr lieben Opas als eines Königs(TM)(R)(C). Ein bisschen gerührt war ich vom Kranz von Königin Sonja, auf dem nur „Danke für ein gutes Leben“ stand.

Jetzt wehen die Fahnen wieder oben. Die Volkstrauer ist offiziell vorbei. Alle Staatsoberhäuper und Königsfamilien sind wieder zu Hause oder auf dem Weg dahin. Haakon ist König, Mette-Marit Königin, Ingrid Alexandra Kronprinzessin. Sonja bleibt Königin (aber ohne Majestätstitel). König Harald wartet darauf, dass sein Sarkophag im Mausoleum fertig wird und zieht dann ein letztes Mal um, wenn ich das richtig verstanden habe.

Und Norwegen kann endlich mal wieder was anderes machen, als sich mit dem Begräbnis(TM) zu beschäftigen.

Tag 4038 – Nicht mein Tag.

Erfolge zuerst: ich hab im Alleingang den Zins für unseren Kredit um fast ein halbes Prozent runtergehandelt! Yeahy, das macht tatsächlich ganz gut was aus.

Dann aber: der Holzwurmmann war da. 10 Minuten zu früh, da hatte ich noch nicht mal richtig was an. Also schnell Pulli übergestülpt und raus und bestätigt bekommen: das ist ein Holzwurm gewesen, genau genommen wahrscheinlich einer, der nur auf modriges Holz geht. Modrig ist das geworden, weil das nicht imprägniert ist, erst nach dem Verbauen gestrichen wurde und im Übergang Säule-Balkongeländer Wasser stehen bleibt. Da muss man jetzt die Säule tauschen. Die Versicherung zahlt es wahrscheinlich aber nicht, weil das länger schon vor sich gegangen sein muss, als wir da wohnen. Tja.

Etwas später war der Gutachter da, um den modrigen Balkon zu begutachten. (Jaja, apropos Moder… Holzhäuser, so schön!) Herr Rabe hatte am Wochenende versucht, da noch ein weiteres Stück Balkongeländer zu entfernen, aber dann waren da plötzlich ein paar sehr aufgeregte Wespen. Ich sage mal so: wenn man die Dachpappe anhebt, um mit dem Gutachter drunter zu schauen, sind da plötzlich nicht nur ein paar und nicht nur aufgeregte Wespen. Dann hat man plötzlich einen ganzen Haufen überaus aggressiver Wespen um sich rumfliegen. Man wird dann auch schneller gestochen, als man gucken kann. Ich dachte, ich wäre inzwischen relativ entspannt mit Wespen, aber Holy Moly, wenn die im Angriffsmodus sind, sind die ja mal so gar nicht angenehme Genossen. Und jetzt kann ich dann auf gar keiner Seite schlafen, weil auf der einen das neue Piercing das immer noch nicht mag und auf der anderen Seite eine Wespe mich ins Ohr gestochen hat. Drecksvieh.

Der Gutachter und ich flohen dann nach drinnen, nachdem ich vor lauter Panik etwa fünf mal den falschen Türcode eingegeben hatte. Drinnen maß er an verschiedenen Stellen Feuchtigkeit, konnte aber nur feststellen, dass es unten im Flur, wo es reingeregnet hat, nicht feuchter ist als sonstwo. Was ja gut ist, weil sonst könnte es halt auch da wieder modern. Ansonsten beschrieb ich das Moderproblem auf dem Balkon, und nach etwa 10 Minuten trauten wir uns dann auch wieder raus. Der Gutachter maß noch die Feuchtigkeit im Holz des Balkons (das sah nicht gut aus) und maß dann den ganzen Balkon aus, denn er wird vermutlich der Versicherung melden, dass seiner Einschätzung nach die komplette Abdichtung vom Balkon erneuert werden muss, plus einiges Holz austauschen, und was das wohl kosten könnte.

Heute Abend hat Herr Rabe dann schwer vermummt die Wespen bekämpft. Zum Glück darf man das hier. Hoffentlich ist es dann bald möglich, tatsächlich was gegen den Moder zu machen.

Wegen weh im Ohr habe ich gegen 15 Uhr eine Antihistamintablette genommen. Leider half die kaum und machte mich nur sehr sehr müde.

Um den Schmerz breiter zu streuen, schnitt ich zum Abendessen Chili, wusch mir 2-4 mal die Hände und setzte mir dann unbedarft Kontaklinsen ein.

Apropos Schmerz: ich habe von gestern Muskelkater aus der Hölle. Aber das hat mich nicht vom Ballet abgehalten. JETZT will ich aber echt für ein paar Tage keinen Schritt mehr gehen.

Tag 4036 und 4037 – Steht kein Pilz im Wald.

Heute war das Wetter kacke, gestern aber nicht. Und während Pippi auf einem Kindergeburtstag war, der draußen direkt am Wald stattfand, ging ich deshalb mit meinem Körbchen und meinem Messerchen bewaffnet in den Wald. Es ist ja Herbst, also Pilzzeit.

Denkste. Nichts hab ich gefunden. Zwei Stunden im Wald rumgestapft (an Orten, wo ich noch nie war, weil man normalerweise Gummistiefel braucht, um da hin zu kommen) für ein paar angefressene Fliegenpilze, einige Reizker (die lasse ich stehen, es sei denn, ich komme noch an einer Pilzkontrolle vorbei, Lamellenpilze finde ich tendenziell gruselig), eine knappe Handvoll falsche Pfifferlinge und einen einzigen halb aufgefressenen Steinpilz. Letzteren habe ich aus reinem Trotz mitgenommen.

Falsche Pfifferlinge sind eigentlich recht einfach zu erkennen, die haben nämlich keine Adern, sondern Lamellen. Auf dem oberen Bild bin ich nicht so ganz sicher, ob das eine nicht vielleicht ein echter Pfifferling ist, aber was soll ich mit einem einzelnen Winzpilz?

Falsche Pfifferlinge sind das, was Leute, die keine Pilze sammeln, mir gegenüber immer als Gefahr angeben. Dabei sind die nicht giftig und noch nicht mal nicht genießbar, die schmecken einfach nach nichts. Und mit ein bisschen (wirklich minimaler) Übung sind sie relativ leicht zu erkennen.

Ich vermute, dass der Klimawandel schuld an der Abwesenheit von Pilzen ist. Normal ist das jedenfalls nicht.

4035 – Im Rabenhaus ist der Wurm drin.

Immer wenn man hier irgendwas angeht, taucht irgendwas auf. Heute: ein Holzwurm. Also mindestens einer. Der fiel auch aus dem rieselnden Loch raus und fiel auf den Boden und dann habe ich ihn nicht mehr gefunden. Nach viel googeln tippe ich auf Holzbock und frage mich, womit wir das verdient haben. Also, das war draußen und nicht drinnen und auch nur ein Balken und nicht die Wand oder so, aber wer weiß wo die sonst noch sitzen? Die kommen ja wahrscheinlich nicht alleine. Was bin ich froh, dass wir eine Schadinsekten-Versicherung haben. Allerdings ist fraglich, was die übernimmt. Das finde ich dann nächste Woche wohl raus.

Naja. Es erklärt immerhin, warum letztes Jahr immer der Specht an unserem Haus rumgehackt hat. Aber den habe ich auch schon lange nicht mehr gehört oder gesehen.

Und dann habe ich auf YouTube den Film „In der Arche ist der Wurm drin“ gefunden, den ich als Kind oft geguckt habe (den hatten meine Großeltern auf Video) und der der Grund ist, warum ich Holzwürmer bisher nie als irgendwie bedrohlich wahrgenommen habe. Für ein bisschen 80er-Nostalgie gucke ich mir den jetzt noch an. Grad haben die Holzwürmer „lieb gekuschelt“ und jetzt haben sie sehr viele Babys. „So ist das eben.“ sagt Willi Wurm dazu.

(Grob falsch dargestellt. Die Larven fressen das Holz und irgendwann entwickeln die sich dann zu Käfern. Die legen Eier, aus den Eiern schlüpfen Larven und dann geht der Tanz von vorne los. Lieb kuschelnde Würmer. Pffft.)

Tag 4033 und 4034 – Erwachsenenkram.

Gestern und heute hatte ich Homeoffice, gestern mit der Zusatzoption Taxidienst für Pippi. Homeoffice war aber auch mal „nötig“, um was wegzuschaffen. Im Büro kommt man ja irgendwie zu Nix.

Nebenher versuche ich irgendwie diese ganzen Erwachsenendinge voranzutreiben, also rede ich mit Versicherungen, Handwerkern, Gutachtern und Banken und so langsam hab ich echt die Schnauze auch voll. Es nervt so unsäglich, dass man ALLEN hinterher rennen muss. Besonders nervt mich das, wenn so Handwerker dann nach dem x-ten mal Generv von mir sagen „oh, ich dachte, ihr hättet in der Zwischenzeit wen anders gefunden“. Weil 1. Nein, 2. hätte ich dann Bescheid gegeben, was ich dir auch vorher gesagt habe, 3. nein, es ist quasi unmöglich wen hier her zu kriegen!!! Handwerker*in müsste man sein, echt, die können mit ihren Kundys machen, was sie wollen, und die Kundys betteln trotzdem auf Knien um Hilfe. Ein Handwerker hat mir aber auch schon gesagt, dass viele Kundys eben nicht absagen, sondern ihn einfach ghosten. Also vermutlich sind beide Seiten zum Teil schuld, aber trotzdem nervt es mich unsäglich. Das gleiche btw mit Banken, die wollen immer gerne, dass ich ihre Kundin werde, aber was für mich als existierende Kundin tun? Ufffff neeeeeee also nächste Woche vielleicht. Es geht im Übrigen darum an uns noch mehr Geld zu verdienen, also mein Verständnis hält sich in Grenzen.

Genug aufgeregt.

Inmitten des Taxidienstes war ich gestern auch selbst beim Floor Barre, das war anstrengend, aber gut. Kraft- und Flexibilitätstraining für Tänzerinnen (Männer mitgemeint, es sind ja eh nie welche da) und gestern hatte ich Zyklusanfang, da klappt der Spagat sogar fast. Nächste Woche fühlt sich dann alles wieder an wie aus Holz, aber so ist es eben.