Tag 2388 – Die großen Fragen.

Soll das „Superfylke“ Viken aufgelöst werden? Willkommen in norwegischer Kommunalpolitik, da wird noch jedes Parteimitglied gefragt, wie seine Meinung ist. Viken ist, das muss man vielleicht dazu sagen, noch ganz jung, ein Baby unter den Fylke, grad mal zwei Jahre alt. Es entstand aus der Zusammenlegung von Akershus, Buskerud und Østfold (und zwei Kommunen aus Vestfold). Deshalb ist Viken riesig. Ein Riesenbaby. Wir sind der nördliche Zipfel, dann gehts quasi grade runter bis nach Halden, und im Westen bis ganz nach Geilo und Hemsedal. Oslo liegt zwar mittendrin, ist aber nicht dabei. Knapp 450 km (5 h Autofahrt) von West nach Süd-Ost, 200 km (2 h 45 min) nach Nord-Ost, von da zurück nach Westen 250 km (3,5 h). Kleine Kommunen haben da nicht viel Einfluss Blablabla und deshalb soll jetzt das wieder geteilt werden. Nur kostet sowas ja Geld. Viel Geld. Geld, das man grad erst für die Zusammenlegung der 3 vorherigen Fylke verballert hat.

Darüber müssen wir jetzt abstimmen.

Ich weiß nicht, ob ich echt politische Zustände haben will, bei der jede Entscheidung der vorherigen Regierung sofort um 180 Grad umgekehrt wird, wenn eine neue Regierung an die Macht kommt. Nicht bei sowas, das im Grunde nur Geld verbrennt und ein paar Dorfbürgermeistern das Gefühl gibt, nicht nur ein winziges Rädchen in einem großen Getriebe zu sein, sondern ein minimal größeres Rädchen in einem etwas kleineren Getriebe.

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P.S. Nein, ich weiß nicht viel über Getriebe und es ist durchaus möglich, dass da gar keine Rädchen drin sind.

Tag 2387 – Kopf in den Sand.

Heute im Büro lief es im Prinzip gut, nur förderte das, was wir taten – im IT-Projekt herumtesten – einige Seltsamkeiten zutage. Darum muss ich mich morgen kümmern, einiges lässt sich vermutlich aufklären, einiges ist halt einfach falsch, und einiges ist im System komisch, unpraktisch, schlecht zu finden, redundant und so weiter. Außerdem haben wir alle zwar brav mit verschiedenen Leveln an Rechten getestet, aber in egal welchem Level haben wir zu viele Rechte, was dann halt, weil ich mit irre lustigen Menschen zusammenarbeite, dazu führt, dass wir in der Testumgebung jetzt die Inspekteure Mickey Mouse und Donald Duck haben, die als „Inspekteurrolle“ (in der Realität sowas schnarchiges wie „Revisor GMP“) „DasHierDarfIchGarNichtAnlegen“ haben. Ich habe mal ausprobiert, was ich als „normaler“ Inspektionsadmin denn so alles löschen darf (in der Theorie nichts) und das Ergebnis war persönlich berauschend (ALLES kann ich! Hurrrhurrrhurrr so viel Macht!) aber leider nicht so, wie wir es in der Rechtematrize definiert hatten. Aber dafür testet man ja, um sowas zu finden, BEVOR man es tatsächlich umsetzt und so welche wie ich aus purer Neugierde mal gucken, was passiert, wenn man auf das Papierkorbsymbol klickt.

Jedenfalls kommt morgen der langweiligere Teil des Testens, nämlich das Erstellen diverser „Defects“, die passender Weise einen Käfer als Symbol haben. Heute war recht lustig eigentlich, aber morgen… hmm. Mal gucken wie das wird.

Derweil sind echt viele krank, arbeiten in Isolation nach positivem Test oder mit kranken Kindern zu Hause, oder arbeiten halt gar nicht, weil auch mancher „milde“ Verlauf ganz schön heftig sein kann. Wir schreiben weiter täglich Infektionsrekorde und sind inzwischen norwegenweit bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 2000, aber das Gesundheitssystem ist noch alive and kicking also machen wir vermutlich nächste Woche weiter auf. Ist schon angekündigt.

Schlagzeilen bei NRK heute.

Was da steht: „Gesundheitsministerin: Große Erleichterungen in Norwegen nächste Woche

Dänemark hebt zum 1. Februar alle Restriktionen auf – Das ist der Übergang in eine neue Zeit

FHI: Besser heute angesteckt werden, als später“

May the odds be ever in our favor.

Tag 2386 – Kopfarbeit.

Heute war Ballett, wir waren wieder nur zu viert. Beim warm machen knackte was in meinem linken Fußgelenk und danach zwirbelte es bei unbedachter Belastung immer mal wieder, als wäre irgendwas verklemmt. Insofern ließ ich es ruhig angehen und konzentrierte mich lieber auf sehr bewusste Bewegungen, das ist sowieso gut, egal was man macht. Allerdings bin ich nicht gut genug, als dass sich bei großer Konzentration auf die Fußgelenke nicht sofort anderswo Seltsamkeiten einschleichen würden, wie hängende Hände oder ein Kopf, der sich ums Verrecken nicht mitdrehen will. Naja. Nächste Woche ziehe ich wieder die extra dicken Wollsocken an, damit die Fußgelenke auf jeden Fall nicht eiskalt sind, wenn wir anfangen. Oder ich hab Omicron. Wer weiß.

Morgen fahre ich ins Büro. Vielleicht denke ich ja dran, Fotos von der Trostlosigkeit des langsam leerer werdenden Großraumbüros zu machen. Unser free seating wird wohl bald beginnen und überall verschwinden die persönlichen Dinge. Ich selbst habe keine Dinge von zu Hause an meinem Arbeitsplatz, keine Kinderfotos, keine gemalten Bilder, keine Ü-Ei-Figurensammlung und keine Topfpflanze, aber es stört mich auch bei anderen nicht, die das haben, im Gegenteil. Aber weiße Tische mit grauen Trennwänden, weißen Schränken, schwarzen Bildschirmen und schwarzen Stühlen, Reihe an Reihe, erinnert an Galeere. Mein persönliches Grauen, nur getoppt von der Vorstellung, dass um mich rum dann auch noch vier Leute in drei verschiedenen Teams-Meetings sitzen und in ihre Headsetmikrofone labern.

Insofern muss ich mich noch darauf vorbereiten, morgen und vor allem in Zukunft in das immer unpersönlichere Büro zu fahren. Die physische Zusammenarbeit muss das wett machen, sonst lockt mich in Zukunft da nicht vieles hin.

Wir sind doch keine Ameisen.

Tag 2385 – Sinnvoll.

In einer Parallelwelt macht es bestimmt Sinn, bei eh schon hohen und steil ansteigenden Infektionszahlen weiter aufzumachen. In der Parallelwelt der Politik scheint das so zu sein. Jetzt fällt hier sogar die Quarantänepflicht für Haushaltsangehörige von akut an Corona erkrankten. Man kann sich jetzt täglich aufs Neue freitesten. Mit Schnelltests. Aber die werden ja nicht kontrolliert, geschweige denn irgendwo offiziell durchgeführt, nee, die kauft man irgendwo, macht sie irgendwie zu Hause (aber nicht von der Beschreibung abweichen, nicht dass man noch was findet, wenn man im Hals statt in der Nase abstreicht!) und dann schwört man hoch und heilig, dass man das getan hat und das Ergebnis negativ war, bevor man zur Arbeit, zum Sport oder auf ein Konzert mit 1200 Besuchenden* gegangen ist – alles ohne Masken, die brauchen wir ja nicht hier, schon mal gar keine FFP2 Masken, die sind nämlich laut FHI weniger dicht als OP-Masken**. Man kann aber auch Stoff tragen, oder halt den Meter Abstand halten, reicht auch, pisst einem auch keiner an den Karren für.

Yolo und wenn wir so weitermachen auch gar nicht mehr so lange.

Ehrlich, es fühlt sich so an, als wäre die Regierung Coronaratlos und würde jetzt paradoxe Intervention mit dem Virus machen. Sie wissen schon, dieses Erziehungsmittel, bei dem man irgendwas für das Kind völlig unerwartetes tut, damit es aus seinem festgefahrenen Modus herauskommt, wie zum Beispiel sich selbst auf den Boden schmeißen und ganz laut schreien und auf den Boden trommeln. Wird auch in der Psychotherapie eingesetzt. Aber, liebe Politik: ein Virus DENKT NICHT. Das hat keine Erwartungshaltung und kann deshalb auch nicht überrascht werden. Ein Virus, dem erlaubt wird, sich explosionsartig zu vermehren, wird dies tun. Das Virus, das ja nicht denken kann, wird wohl auch kaum nach einer Woche ungebremsten Wachstums feststellen, dass das ganze Angestecke voll anstrengend und ja auch echt doof für die angesteckten Menschen ist und es dann lassen. Nur so als Tipp.

Noch ein Tipp, den abzugeben ich im Gegensatz zu dem oben sogar fachlich überaus qualifiziert bin: je mehr Vermehrung, desto mehr Fehler (=Mutationen) passieren, und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Varianten entstehen, die einen evolutionären Vorteil gegenüber anderen Varianten haben. Zum Beispiel einen noch stärkeren immune escape, noch höhere Infektiösität, längere Zeiträume, in denen man nichts bless ahnend durch die Gegend spaziert und schon stark ansteckend ist, längere Haltbarkeit in trockener Luft, stärkerer Widerstand gegen Wasser und Seife, verminderte Detektierbarkeit durch Schnelltests, you name it. Es ist ganz einfach: die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von irgendwas fiesem durch das Zulassen einer riesigen Anzahl an Möglichkeiten dafür nach oben zu treiben, ist unnötig und, pardon my French, hirnrissig.

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*On-site Inspektionen mit so 5-10 Teilnehmenden dürfen wir aber nicht machen, noch mindestens bis Ende März. Da wir uns gerne im Büro aneinander anstecken können, ohne dass irgendwas gemacht wird, um das zu verhindern, gehe ich leider davon aus, dass unsere Gesundheit bei dieser Entscheidung nicht die entscheidende Rolle gespielt hat.

**fragen Sie einfach nicht. Nicht wundern, nicht fragen, nicht schreien ist mein Mantra.

Tag 2383 und 2384 – Wochenende.

KW 3 ist zu Ende. Die Woche des Jahres, in der man wohl feststellt, dass es nicht so einfach wird, die guten Vorsätze durchzuhalten, und in der der Weihnachtsurlaubseffekt schon wieder verpufft ist. Das las ich jedenfalls irgendwo. Also falls Sie sich schlecht fühlen, weil sie auch nach drei Wochen Training noch keinen Marathon laufen können – grämen Sie sich nicht, Sie sind nicht allein damit.

Gestern Abend hatte ich einfach besseres zu tun als Bloggen und dann war es schon so spät und ich sehr müde und passiert war den Tag über eigentlich auch gar nichts. Außer dass Michel beim Friseur war (mit Herrn Rabe zusammen) und jetzt seine wuscheligen Locken los ist. Jetzt sieht er ganz anders aus und wir alle, inklusive ihm, müssen uns da erst noch dran gewöhnen. Was aber ein bisschen niedlich ist: jetzt kann man von hinten wieder seine lustige Ohrmuschelform erkennen.

Weil Michels Ohren ja auch ganz weich sind (das ist so ein Ding auf der männlichen Seite meiner Familie), will ich die immer gerne anfassen, aber das möchte er nicht (mehr).

Heute war auch nicht sonderlich viel mehr los. Pippi und ihre Freundin haben unerlaubter Weise mit Glitzer gespielt und jetzt glitzert das ganze Haus und alle seine Bewohner und Bewohnerinnen, wahrscheinlich inklusive Meerschweinchen, aber die haben sich im Heu in der frisch gesäuberten Kiste eingegraben. Das finden sie toll, deshalb stopfe ich ihnen an die Lieblingecken immer eine extra Handvoll lockeres Heu, da kriechen sie dann rein wie in einen Kokon und fressen um sich rum. Glitzer ist der Feind, nur getoppt von Slime. Dinge, auf die Kinder keinen Zugriff haben sollten, wenn überhaupt dann unter ununterbrochener Aufsicht. Die Schnecken glitzern nicht, die sind allesamt in Trockenruhe. Ich verstehe das sehr gut, ich würde auch lieber den ganzen Winter eingegraben verschlafen und erst wieder aufstehen, wenn es wärmer und vor allem heller wird.

Tag 2381 – Viel Liebe.

Könnte stundenlang von meinem Job erzählen, aber das darf ich ja nicht. Mag Job, mag Kollegen und Kolleginnen, mag sinnvolle Dinge tun. Hachz.

Leider wurden wir nicht fertig heute. Hupsi. Morgen geht es also weiter.

Etwas lustig: wir sprachen zwischendurch mit jemandem, der drei Worte auf Englisch sagte (wir machen die Inspektion auf Englisch, weil da einige nicht Norwegisch sprechende Menschen bei sind) und dann erst mal Dokumente suchen musste, und ich sagte zu meinem Kollegen (auf mute), dass ich wette, dass der deutsch ist. Als er wiederkam, sagte er „My name is [name], I am working at the German $department of $company, and we also serve the Norwegian site.“ Nicht falsch verstehen, sein Englisch inklusive Aussprache war gut, aber man hört es halt doch, am Tonfall und manchmal an seltsamen Ausdrücken. Das passiert auch mir und Herrn Rabe ständig, und zwar in jeder Sprache: dass wir Ausdrücke direkt von einer Sprache in die andere übersetzen und dadurch kreative Wortschöpfungen bilden. Es lebe die Mundbinde.

Jetzt muss ich aber schlafen. Morgen geht’s ja wieder früh raus, damit ich vor der Abfahrt (und vor dem ersten Kaffee) noch einen Schnelltest machen kann. Ich will ja nicht meinen Kollegen umbringen, der, das muss ich mal festhalten, wahrscheinlich der einzige Mensch ist, den ich kenne, der noch nie einen Coronatest gemacht hat. Keinen einzigen. Er ist kein Coronaleugner, im Gegenteil, er hat halt einfach wegen Wegfall von Office, Reisen und Gruppenhobby extrem wenige Kontakte gehabt, nie eine Warnung bekommen und nie Symptome gehabt. Faszinierend.

Tag 2380 – Wunderwerk.

Wie gut meine Laune auch sein kann, wurde mir heute klar. Ich hätte den ganzen Tag singen* können, selbst als zwischendurch mal was echt jeden Grund gab, in tiefe, schwarze Löcher zu fallen, mit dem triumphierenden Impostor auf der Schulter. Insgesamt gute Laune trägt auf jeden Fall dazu bei, den Impostor auf Abstand zu halten und das Loch als Stolperfalle, die es umsichtig zu umgehen gilt.

Es ist schon spannend, was es macht, mal rauszukommen aus dem eingepupsten Homeoffice, und Menschen, die man mag, in 3D zu treffen und auch mal von hinten oder brustabwärts zu sehen. Die Euphorie nutzt sich sicher schnell ab, aber jetzt grad ist sie sehr hoch und das genieße ich einfach.

Fast noch besser als alles andere: ich habe ENDLICH ein Maishäutchen von Popcorn zwischen zwei Backenzähnen entfernen können. Ich habe seit geraumer Zeit kein Popcorn gegessen, das Häutchen aber auch „erst“ vor einer knappen Woche entdeckt. Es guckte gerade so viel hervor, dass ich mit der Zunge MANCHMAL ein Fitzelchen erfühlen konnte. Ich kam aber einfach nicht genug ran und musste heute mit Geduld und den extra spitzen Zahnpiekern mit viel Gefüüüüüühl prokeln, bis ich das Fitzelchen endlich in der Hand hatte.

Sie können sich vorstellen, dass ich sehr erleichtert und insgesamt beschwingt bin.

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*geht im Schneckentempo immer besser, aber die volle Range ist noch lange nicht wieder da. Ich übe auch nicht konsequent, und für Behandlung (die ich ja erst anleiern muss und so weiter) fällt das Löffel-Leidensdruck-Verhältnis grad nicht ausreichend aus.

Tag 2379 – Bettschwer.

Hurra, frohlocket, es ist wieder Ballett. Ich fürchte, ich werde das morgen bereuen, aber es war sehr gut, beziehungsweise hat einfach sehr gut getan. Wir waren vier Teilnehmerinnen, das ist gegenüber dem letzten Termin vor den Ferien eine glatte Verdopplung, aber immer noch sehr komfortabel wenig. Natürlich sind das immer noch 4 eigentlich nicht nötige* Kontakte, aber es sind immerhin nur 4 und nicht 12. Man kann dann sogar Abstand halten, der ja nur leider nichts bringt, wenn man kreuz und quer durch die Aerosolwolken der anderen durch einen geschlossenen Raum hopst.

Nach dem Sport und allem danach (Haushalt…) bin ich jetzt aber ganz schön platt. Morgen fahre ich ins Großraumbüro, dafür habe ich schon gepackt, weil ich kaum noch weiß, wie das geht, zum Arbeiten irgendwo hin zu fahren. Morgen fahre ich hin, weil wir ein technisches Test-Meeting mit einer Firma haben, die wir Donnerstag fern-inspizieren – noch so was, wo ich kaum noch weiß, wie das geht. Donnerstag bin ich also auch schon wieder im Büro. Huiuiui.

Ich freue mich ja schon ein bisschen darauf. Großstadtfeeling!

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*allerdings ist nach zwei Jahren Pandemie sowohl Sport, als auch „mal rauskommen“, als auch wohldosierter Kontakt mit Menschen in 3D ziemlich nötig, bei mir jedenfalls. Am wichtigsten ist „mal an was anderes denken als Arbeit, Kinder und Pandemie“.

Tag 2378 – Alles gut.

Ein alles in allem okayer bis guter Tag. Muss ja auch mal gesagt werden. Nichts war weggeflogen, als wir heute früh aufstanden. Es gab mal keinen Streit am Morgen wegen Pünktlichkeit vs. Trödelei. Der Arbeitstag verlief relativ ereignislos aber zwischenmenschlich gut (keine weiteren besorgten Mails). Ich habe sogar mein Passwort für unsere Homepage bei der Arbeit wieder gefunden und konnte dann ein paar Seiten updaten – das ist schön stupide für kurze freie Zeiten zwischendurch. Michel schlief recht schnell ein und ich konnte mich rausschleichen, ohne dass er sofort wieder wach wurde. Danach spielte ich noch eine Weile Geige und das klingt schon ganz ok grad*. Üben bringt’s.

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Einzig die galoppierenden Infektionszahlen (unser Kaff ist jetzt bei einer 7-Tages-Inzidenz von knapp 1500) bereiten mit Sorge, aber ich bin auch so müde davon, mich dauernd zu sorgen, dass ich das mal eine Weile auf Abstand halten möchte. Ich kann nicht alleine Norwegen vor Covid retten, schon mal gar nicht, wenn alle norwegischen Fachleute (ja, echte Fachleute, nein, die haben bisher zum größten Teil eigentlich nicht den Eindruck gemacht, Kategorie Tegnell oder Streek zu sein) und Politiker*Innen auf sämtlichen Kanälen gegen meine gefühlt angezeigte Vorsicht argumentieren. Mögen sie recht behalten und das alles schon irgendwie schief gehen, ich muss mit meinen Nerven besser haushalten.

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*Man hat ja einen gewissen Einfluss darauf, wenn man niemanden hat, der einer sagt, was man spielen oder üben soll. Ich spiele aber grad nicht „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ nur um rumprotzen zu können, wie toll ich bin. Ehrlich!**

**Ehrlich nicht. Und ich wette, selbst „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ könnte man mit (m)einer perfektionistischen Ader noch ziemlich weit treiben.