Tag 3969 – 3971 – Eating seeds as a pastime activity.

Wir Raben hatten und haben alle äußerst aufregende Tage. Also, nicht Sonntag, da hatten wir nur Haushalt und das bei viel zu warm. Abends waren Herr Rabe, Pippi und ich dann noch beim Badesee ums Eck, zum Abkühlen. Das war sehr schön. Abkühlung war auch effektiv, der See ist noch ziemlich kalt. Danach packten wir mit Pippi ihre Sachen, denn Montag Vormittag brachten wir sie und zwei niegelnagelneue Sets mit Sticks zum Korps-Sommerkurs nach Hamar. Sie war sehr aufgeregt und machte sich Sorgen, dass sie niemand mögen würde, aber da wir exakt gar nichts hören (außer heute Morgen ein paar Anfragen, ob sie drülf neue Freundinnen zu ihren Telefonkontakten hinzufügen darf), ist wohl alles gut. Das Eltern-Infotreffen schenkten wir uns dieses Mal, das haben wir schon vier mal oder so gehört und es ist immer gleich. Außerdem hatten wir es etwas eilig. Wir fuhren dann wieder nach Hause, Herr Rabe und ich, aßen die Reste vom Abendessen auf, zeigten einem höchst erfreuten Michel diverse eingekaufte Snacks und Eistee und fuhren zum Flughafen und dann nach Stockholm und Hotel und ne Portion Ramen und dann waren wir in der größten Arena, in der ich überhaupt jemals war. Komplett lächerlich groß. 60.000 Plätze. Und es war laut. Sehr laut. Und geil.

Ein Hoch auf den Musikergehörschutz.
Rentner auf Sitzplätzen. Aber Innenraum war innerhalb von wenigen Minuten ausverkauft.
Ahhhhhhh!
Sorry für die Dame mit dem Arm, die hatte sehr viel Spaß.

WIR WAREN BEI SYSTEM OF A DOWN.

Was für ein Erlebnis, wirklich, seit 20 Jahren will ich die live sehen und ES WAR ABSOLUT GROẞARTIG, ich habe keine Worte so richtig. Musikalisch gut, Sound gut, was für eine Maschine ist bitte der Drummer? Serj Tankian singt den ganzen 25 Jahre alten Kram als wäre er nicht fast 60, der Bassist macht ein paar Kilometer im Laufe des Konzerts auf der Bühne und hat einen sehr schicken Bass. Und das Publikum kann jeden Text. Ich meine, gut, wenn man das herbeiführen will, muss man bloß ein paar Kultalben rausbringen und dann 20 Jahre keins und dann auf Tour gehen.

Wir haben getanzt und gebangt und gesungen und gegrölt und ich hab kurz bisschen geheult weil’s so schön war. Geschwitzt haben wir auch. Herr Rabe und ich wurden sogar angeranzt, wir mögen uns auf den Rentnerplätzen doch bitte wieder hinsetzen und der Dame hinter uns nicht mehr die Sicht versperren, was wir kurz befolgten, aber dann haben sie Toxicity gespielt, was soll man machen.

Das war gestern.

(Spannend auch, dann mit 60.000 Leuten wie die Lemminge zur T-bana zu latschen…)

Michel war also dann das erste Mal ganz alleine über Nacht zu Hause. Er hat vermutlich sehr viel Computer gespielt und Eistee und Cola getrunken und Schrottzeug gegessen, also der Traum eines Dreizehnjährigen.

Herr Rabe hat dann noch Fußball geguckt, das habe ich nicht durchgehalten und bin weggepennt.

Das war auch gut, weil ich heute dann den ganzen Tag Webinar hatte. Und es war tatsächlich wichtig. Da ging er hin, der entspannte Tag mit Herrn Rabe in Stockholm.

Es war trotzdem schön. Nur halt schön mit Stöpseln im Ohr und Handy in der Hand und gelegentlich (also… bei jeder Gelegenheit) den Computer rausholend. Das Webinar war recht interessant und wir sind viel rumgelaufen durch die schönste Stadt der Welt.

Fun fact: da hatte ich mich versehentlich unmuted und *alle* haben mich lachen hören, plus den Lärm vom Stortorget. Es ging nur vielleicht drei Sekunden, aber es wird mich auf ewig verfolgen. Da versucht man einmal, Professionalität zu heucheln…

Nur Shoppen für Herrn Rabe hat nicht geklappt, er hat einfach nichts gefunden, was gefallen und gepasst hat.

Tag 3968 – Warm.

Ich denke an Sie alle, wir haben zwar auch Hitzewelle, aber unsere Hitzewelle ist 28 Grad. Bei den Temperaturen in Deutschland würde ich mich wohl gar nicht mehr bewegen. Hier ist es aber sehr schön, abends auf der Terrasse zu essen. Pippi schläft auf dem Draußensofa, nachdem sie heute schon den ganzen Tag darauf herumgelümmelt hat. Geige spielen im Rock war nicht soooo angenehm, weil es sehr sehr feucht ist und mir der Schweiß an den Beinen runterlief. Aber da gibt es ja eine einfache Lösung – Hosen.

(Allerdings werden ich und Chub Rub Shorts keine Freundinnen mehr. Dadurch, dass bei mir jedes Modell an den Beinen hochrutscht und dann genau da eine Wurst macht, wo die Oberschenkel natürlicher Weise aneinander stoßen, reibt es mit Shorts mehr als ohne. Und dann lieber den gelegentlichen Schweißtropfen, als Shorts, an denen ich dauernd herumzuppele.)

Tag 3965 – 3967 – Wie ich mal eine Stradivarius kaufte.

Ich habe mich heute im Laufe und am Ende des Arbeitstages sehr aufgeregt, und zur Abwechslung ist mal nicht die Chefin schuld, sondern jemand ganz anderes. Ich kann nicht so viel erzählen, habe mir aber seit langem nicht mehr so gewünscht, dass jemand rausgeschmissen wird. Ehrlich, einmal für kurz ein mittelalter, weißer Mann mit überbordendem Ego sein. In diesem kurzen Moment dann eine nette Position irgendwo klar machen. Fortan auf einem lächerlich unterirdischen Niveau performen, aber egal, weil niemand alte, weiße Männer rauswirft.

So war mein Tag heute, und der gestern auch. Gestern Morgen habe ich wieder die Mädels zum Tanzen gebracht.

Mit Übernachtungskram, Pippi in der Mitte.

Mittwoch hingegen habe ich nur kurz gearbeitet, denn nach der Arbeit wollte ich nach Lillehammer fahren und eine Stradivarius kaufen. Jetzt ist es ja so, dass ich schon eine habe, in meiner Geige klebt ein Schild, auf dem steht „Antonius Stradivarius Cremonensis Facit 1721“, wobei alles gedruckt ist, bis auf die 21, die ist mit Bleistift gemalt. Eine echte Stradivarius also, ganz sicher, und auf jeden Fall von 1721. Aber der Trend geht ja zur Zweit-Stradivarius und auf Finn hatte ich eine gefunden, die gut aussah, und tatsächlich echt war. Für nur 20, das ist ok.

Bei bestem Wetter ging deshalb die Tour nach Lillehammer. Auf der Sjusjøen-Seite, falls das hier wem was sagt. Die Fahrt war ereignislos, aber schön, ich hab sehr viel gesungen im Auto. Angekommen wurde ich erst mal sehr überrascht von einem Haufen… Hundewelpen. Echt wahr, neun Stück, fünf Wochen alt, tollpatschige kleine Klopse auf Beinen, und ultra knuffig. Ich bin kein sonderlicher Hundemensch, also ich finde Hunde ok, würde mir aber im Leben keinen anschaffen. Aber Welpen? Mein Herz!!!

Ja, und dann habe ich die Stradivarius angeschaut, eine kleine Beule gefunden und sie deshalb sogar für nur 18 bekommen. Zack, überwiesen und dann ging es wieder nach Hause.

Sie ist aber auch wirklich sehr hübsch.

Michel ist auch sehr zufrieden. Er hat sogar ein bisschen geredet, als wir zum Anschauen da waren, und hat sie auch ausprobiert. Und ja, sie ist echt, von 1975, gekauft damals in den USA. Und kostet nur 1 Promille einer Stradivarius Geige! Schnapper.

Die Beule macht Anfang August ein Messinginstrumentenbauer raus, das ist schon abgesprochen. Aber die macht auch nichts an der Spielbarkeit.

So, jetzt schlafen. Wird Zeit.

Tag 3962 – 3964 – Mehr Sommer.

Sonntag waren wir zum Geburtstagsgrillen bei den Ex-Nachbarn eingeladen, jenen Ex-Nachbarn, die vor uns umgezogen sind (in eine riesige Blockhütte in traditioneller Bauart, wäre nicht meins, hat aber auch seinen Charme). Das war wirklich nett, wir haben die ganze Zeit draußen gesessen und geschnackt und Dank aus Deutschland importierter LSF 50 Sonnencreme von dm haben wir uns auch trotzdem nicht in Hummer verwandelt. Es gab Unmengen zu essen (die ex-Nachbarin ist gebürtige Polin, die hat ein ganz anderes Verhältnis zu Gastfreundschaft als die meisten Norwegys) und generell war es mal wieder sehr schön, mit anderen Erwachsenen zu reden, mit denen man nicht zusammen arbeitet.

Danach war ich aber so platt, dass ich die geplante Abholung eines Draußen-Sofas, das ich bei Finn gefunden hatte, verschieben musste. Das habe ich dann gestern gemacht und der vermutlich nettesten Frau der Welt diese Sitzgruppe abgekauft:

Unter dem Kissen auf dem Hocker ist eine Glasplatte, wenn man das Kissen runternimmt, hat man also einen richtigen Tisch.

Ich weiß noch nicht, ob wir die noch mal anders anordnen, mal gucken. Aber ich bin erst mal sehr zufrieden, dass unsere Terrasse immer mehr benutzbar wird. Bisher war sie hauptsächlich Fahrradparkplatz.

Es war auch wirklich schön, dass ein Freund von uns mit Auto und Anhänger ausgeholfen hat, und wir im Auto ein bisschen schnacken konnten. Wie gesagt, Gespräche mit Erwachsenen. Wichtig.

Heute war hingegen hauptsächlich Arbeit. Morgens habe ich Pippi und ihre Freundin, die hier übernachtet hatte, zum Dance Camp gefahren, und hatte schon um 9 den Kaffe auf, weil momentan ÜBERALL Baustellen sind und man wegen Baustellenampeln und Umfahrungen und allem eigentlich für jeden Pupselweg 10 Minuten extra einplanen muss. Und dann haben die Kinder morgens auch noch für alles von Uno spielen bis Haare machen unendlich viel Zeit und wundern sich dann aber darüber, dass wir zu spät kommen. Orr.

Tag 3959 – 3961 – Norwegischer Sommer.

Hier ist es feucht. Und warm. Nicht so warm wie in Deutschland (zum Glück!) aber dafür sind gefühlt zur Zeit dauernd 97% Luftfeuchtigkeit. So Kategorie man geht drei Meter in normaler, sommerlicher Kleidung und zack, hat man alles durchgeschwitzt. Sport macht da auch nur so lala viel Spaß, ehrlich gesagt, wenn es ab Minute drei einfach überall läuft.

Heute gab es aber dafür ein Gewitter und danach war es einfach wunderbar. So klare Luft! Immer noch schön warm! Aber nicht mehr so drückend! Hachz. Da musste ich direkt noch mehr Fotos machen, auch von den ganzen kleinen Schnecken, die dann alle raus kamen. Dürfen sie hier, es ist wahrlich genug Grünzeug da.

Die Kinder haben ab jetzt übrigens Ferien. Wir nicht, aber ich muss auch nur noch nächste Woche arbeiten, dann ist auch für mich Urlaub. Die Projekte stapeln sich bereits.

Nicht sichtbar, aber trotzdem im Bild: völlig eskalierende Singvögel.

Achtung, im übernächsten Bild sind meine nackten Füße im Gras zu sehen, weil ich nach dem Regen durch den Garten gelaufen bin, was total schön war. Also wirklich unironisch, wenn der Garten ein bisschen sichtgeschützter wäre, hätte ich mich in meiner Sportkleidung (wegen des Wetters eine sehr kurze Shorts und ein Sport-BH) direkt auf den Rasen in den Regen gestellt. So musste das waren, bis ich geduscht und wieder bekleidet war. Und da regnete es auch nicht mehr.

Aussicht am zweitlängsten (?) Tag des Jahres um halb eins. Da wo die Wolke hängt, ist der Fluss.

Es ist einfach so lächerlich schön hier!

So, hier Füße. Und Gras. Und Sonne.

Tag 3956 – 3958 – Ein paar Gartenbilder.

Ich habe sonst nicht soooo viel zu erzählen. Ein bisschen von allem, Sommerfest an der Grundschule (war laut und wuselig), Michel hat drülf Schulausflüge (Auto voller Teenager, die grad auf einen Berg geklettert sind, ist olfaktorisch auch eine Erfahrung), Manic Meeting Monday und alle irre, wie üblich. Wir werden außerdem wohl recht bald Michel eine Trompete kaufen, was eine Investition ist, die er hoffentlich zu schätzen weiß (oder irgendwann zu schätzen lernt).

Der Rhododendron wuchert so vor sich hin und ich könnte Stunden damit zubringen, den sicher drei verschiedenen Hummelarten dabei zuzugucken, wie sie sich die Pos pudern. Passender Weise steht der Rhododendron vor meinem Arbeitszimmerfenster.
Üppige Walderdbeerenernte. Kleiner Finger for scale. (Da kommt noch mehr, die Walderdbeeren sind hier, genau wie die Blaubeeren und die wilden Himbeeren, überall. Aber dürfen sie auch sein.)
Erste Pflücksalaternte, war lecker und ergab tatsächlich die Grundlage für einen Salat.

Tag 3955 – Putzeputz…

Uaaaaaggghhh ich hasse putzen. Ich versuche, den Putzhass im echten Leben nicht ganz so raushängen zu lassen, damit ich den Kindern nicht ein allzu grausames Bild dieser nun mal notwendigen Tätigkeit vermittle, aber ey, das ist so ätzend. Hier kann ich es ja schreiben. Soweit ich weiß, lesen die Kinder nicht mit. Ich habe gerne eine saubere Wohnung, mich pissen die Wollmäuse, die unablässig überall entstehen, und die Haare und die Krümel und die klebrigen Flecken überall kolossal an, Ich frage mich wirklich, ob es wohl zur Benutzung anregen würde, wenn ich rot blinkende und aggressiv hupende Klobürsten anschaffen würde und möchte den Kindern gerne (allen beiden) Haarspülung wegnehmen, weil die so nen ekligen Schmier im Duschabfluss hinterlässt, all das. Ich putze ja auch, ich lebe nicht im Dreck. Ich zwinge auch den Rest der Familie dazu, ebenfalls zu putzen. Aber es ist und bleibt für mich eine Tätigkeit, die in der Rangliste beliebter Haushaltsaufgaben sogar noch hinter Bügeln rangiert.

Falls die Kinder doch mitlesen: wie ihr seht, mache ich das auch nicht gerne, aber es muss eben wer machen. Und wisst ihr, was schlimmer ist, als putzen? Putzen, während der Rest der Familie NICHT PUTZT. Also schwingt die Hufe. Und zum Thema Spülung; weniger ist mehr. Und man kann auch den Duschabfluss mal sauber machen. Übrigens.

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On another Note habe ich Michel gestern zur Konfirmation angemeldet. Michel wird nämlich nächstes Jahr schon 15, was komplett wild ist und eigentlich nicht sein kann, weil der ja quasi noch ein Baby ist. In Norwegen werden alle Jugendlichen in dem Jahr, in dem sie 15 werden, konfirmiert. Michel hat sich überlegt, dass er das gerne möchte (wir hatten angeboten, dass er auch einfach so eine Feier und Geschenke haben kann, ohne Zeremonie, wenn er das lieber möchte), aber nicht christlich, sondern humanistisch. Also habe ich ihn zu einem humanistischen Konfirmationskurs angemeldet und drüber nachgedacht, dass das Baby schon so groß ist. Wo ist bloß die Zeit geblieben.

Hier ein Foto des entzückenden Babies, mit 13 Jahren Verzögerung dürfte es ja ok sein, das zu posten.

Tag 3952 – 3954 – Bisschen viel alles.

Total nicht überraschend war Donnerstag insgesamt hart, weil einfach viel zu wenig Schlaf stattgefunden hatte. Aber das war der Mittwoch wert gewesen.

Gestern hatte ich dann erst Teamtag, wo ich zwei Stunden entkommen „durfte“ um mir in einem Meeting mit der internationalen Inspekteurgruppe anzuhören, dass wir ja alle quasi faul seien und ehrlich, ich möchte nen Orden, wenn ich den Typen nicht irgendwann in einzelnen Bits durchs WiFi ziehe. Danach ging es direkt weiter, eine Führung durch die Oslo Mikrobryggeri (wo ich hauptsächlich drauf konzentriert war, keine Inspekteurfragen zu stellen, wie „aha, und wie weißt du, ob die Waage funktioniert?“, hat nur so semi geklappt) und danach Essen mit dem (inzwischen nicht mehr vollzählig anwesenden) Team. Das Restaurant hatte leckeres Essen, aber grauenvolle Akustik, wir hielten nur etwas über eine Stunde da aus. Dann gingen 5 von uns noch ein Bier trinken.

Heute war ich eigentlich wirklich, wirklich gar, zog aber durch, ein Konzertchen (20 Minuten) mit dem Streichorchester zu spielen, auf einer feuchten Wiese, nur von einem Pavillion geschützt. Es waren etwa (und das ist nicht übertrieben) 80% Luftfeuchtigkeit. Streichinstrumente mögen das mal so gar nicht. Aber es ging trotzdem einigermaßen und jetzt ist Sommerpause und ich kann einfach nur Grieg spielen.

Danach war ich aber WIRKLICH WIRKLICH gar. Also habe ich… eingekauft, Sport gemacht und gekocht.

Uffz.

Tag 3949 – 3951 – Kulturblog.

Montag habe ich aus Gründen insgesamt drei Stunden Geige gespielt. Mir tun davon immer noch die Finger ein bisschen weh. Aber sonst war das sehr schön.

Heute sind wir um viertel nach zwölf noch im Zug, Herr Rabe und ich, weil wir bei den Foo Fighters waren. Das war super. Aber ich bin auch hundemüde und meine Füße tun weh und ich will morgen nicht arbeiten und schon mal gar nicht externe Meetings haben müssen, bitte.

Foo Fighters live, da kriegt man was fürs Geld, drei Stunden Konzert halten manche ja heutzutage gar nicht mehr durch (Bands und Publikum). Und immer schön, dass die so viel Spaß am Live spielen haben. HACH!

Tag 3947 und 3948 – Noch mehr Kultur(-schule) und Garten.

Gestern haben sich zwei tapfere Eltern voller Stolz ganze drei mal 10 Minuten Konzert von verschiedenen „Bands“ (=mehr oder weniger zusammengewürfelten Kindern aus der Kulturschule) angehört, in denen Pippi gesungen hat. Sie hat das prima gemacht, und wir sind sehr stolz auf sie, aber über Teile der restlichen musikalischen Leistung breiten wir den Mantel des Schweigens.

Am Nachmittag war Pippi dann auf einem Geburtstag mit anschließender Übernachtung eingeladen und nachdem ich erst mit Michel eine Kollektion weißer T-Shirts gekauft und ihn dann bei seinem Kumpel abgeladen hatte, hatten wir kinderfrei, sogar über Nacht. Das haben wir gefeiert indem wir gemütlich Essen gegangen sind (im Ort, support your local und so) und dann gemeinsam vor dem Fernseher abgehangen haben. Wir haben da sonst ja nicht super viel Zeit zu, und das war wirklich schön. Auch zu zweit frühstücken war sehr schön.

Den Rest des heutigen Tages haben wir im Garten zugebracht, mit kurzen Ausflügen zum Bauern (Pflanzen kaufen) und zum Gartencenter (Erde kaufen. Zwei mal, weil man immer zu wenig kauft). Wir haben jetzt wieder fünf benutzbare Rahmenbeete und nicht mehr vier plus ein leeres mit modrigem Holz. Und in allen ist auch was drin. Wir haben auch Beikraut gejätet, diverses Gestrüpp entfernt, Blümchen gepflanzt und den Rhododendron gedüngt. Es sind schon wieder zwei Säcke (riesige Säcke, die Herr Rabe bei so einem Versandhandel für Müllsäcke bestellt hat. Da gehen sicher ein paar hundert Liter jeweils rein. Wir haben vier Stück und Herr Rabe hat die gestern erst beim Recyclinghof geleert!) voller Gartenabfall, Unkraut und Gestrüpp. So einen großen Kompost kann man gar nicht haben. Es schießt ständig irgendwo Topinambur raus, der wächst beeindruckend schnell, aber lässt sich wenigstens gut aus dem Beet ziehen. Die Knollen müssen sehr tief in der Erde liegen, die finde ich nämlich nie. Es ist eben Frühsommer hier: alles wächst wie Hulle, auch das, was man gar nicht haben will. Und schwups, hat man überall Brennnesseln, Himbeeren, Blaubeeren, Schößlinge (Birken, Buchen, und das nervige Zeug, was hier überall wächst), Farn, und das andere nervige Zeug (Kraut? Staude?), das hier auch überall wächst.

Ein Ausschnitt aus dem Garten.