Tag 2499 – Hätte, hätte.

Ich wollte früh ins Bett gehen, bin dann aber in ein Wikipedia-Loch gefallen. Hoppla.

Ich wollte früh ins Bett gehen, weil ich müde bin und Kopfschmerzen habe und dadurch auch Laune habe und überhaupt.

Es war einfach ein langer Tag und dezent doof noch dazu. Teilweise auch gut.

Vielleicht bin ich auch nur wieder mal frustriert, dass mein Tag nur 24 Stunden hat, von denen ich 1/3 eigentlich schlafen sollte, um klar zu kommen, maximal 1/3 arbeiten sollte und in den Rest soll irgendwie der Rest des Lebens passen, aber es ist so viel zu tun. Was mache ich am Ende? Wikipedia lesen. Spitze. So sinnvoll.

Tag 2498 – Sagt einer ja auch keiner.

Ich weiß jetzt offiziell mehr über das IT-Projekt als ich je wissen wollte der IT-Support. Es ist zu Heulen und zum Haare raufen, aber es hilft ja auch nichts. Einfach gar nichts. Noch ein paar Wochen. Augen zu und durch.

Sommerarbeitszeit (reguläre Arbeitszeit nur 35 Stunden/Woche von Mitte Mai bis Mitte August, dafür 38,75 Stunden/Woche den Rest des Jahres, im Schnitt übers Jahr also 37,5) ist eine gigantische Lüge. Man hat ja nicht weniger zu tun, bloß weil die Sonne scheint. Außerdem muss man hat man das Recht und wird stark dazu angehalten, von den 13 Wochen Sommerarbeitszeit 3 Wochen Ferien zu nehmen. Zumindest bei uns im Werk muss man dafür Ferientage (wird tageweise abgerechnet, Länge des Arbeitstages ist egal) verbrauchen, nicht Abfeiern (stundenweise abgerechnet). Dadurch schenkt jeder norwegische Vollzeit-Staatsangestellte im Laufe des Sommers dem Staat 11,25 Arbeitsstunden. 1,5 Arbeitstage. Mal ca. 150.000 Angestelltenjahre sagt das SSB. Man muss schon echt sehr idealistisch sein, um das mitzumachen, eigentlich. Vielleicht sollte man nach 30 Jahren Staatsdienst dann einfach fordern, 9 Wochen eher in Rente zu gehen. Oder ich fordere erst mal, dass nicht verlangt werden kann, Ferientage innerhalb der Sommerarbeitszeitsperiode zu verbrauchen. (Ich mache übrigens beides, Ferien und Abfeiern, und habe dadurch halt sehr lange frei im Sommer. Dafür kann es aber auch passieren, dass ich in der Abfeierperiode doch zu irgendwas beordert werde.)

Mit Pippi diskutieren wir momentan täglich mehrmals das Thema BH. Die eine Freundin trägt nämlich BHs. Bei der Freundin ist das genauso unnötig wie bei Pippi, aber das sture Kind sieht das nicht ein und deshalb gibt es jeden Tag Theater. Und in jedem Laden auch, weil es ja nicht so ist, als gäbe es keine BHs in Größe 128. Ich möchte das Patriarchat und den Kapitalismus inzwischen nur noch brennen sehen. In welcher Welt haben wir geschafft, Kindern einzureden, dass sie einen BH brauchen bevor auch nur der winzigste Anflug von Pubertät etwas erzeugt hat, das nicht mehr 100%ig nach Kind aussieht. Vielleicht muss man auch die Kinder da in was rein pressen, damit sie ordentlich konsumieren, bevor sie dann mit 40 beschließen, dass sie lange genug BH getragen haben und die Dinger außer zu seltenen Deko-Zwecken an den Nagel hängen. Das kommt bei mir jedenfalls nicht in die Tüte, dass ich dafür Geld ausgebe, solange einfach so gar kein körperlicher Bedarf dafür da ist. (Blöde Mama mit ihren feministischen Tiraden immer. Alle anderen dürfen nämlich!)

Entschuldigen Sie das ranten. Musste mal raus, alles.

Tag 2497 – Hipp Hipp Hurra!

17. Mai überstanden. Gut überstanden, würde ich sagen. Das Wetter war herrlich, Corona ist abgeschafft, ich habe zu Hause noch mehrere Packungen Kinderpflaster gefunden und zur Schule mitgenommen, weil der Schulelternrat vergessen hatte, welche zu besorgen. Benutzt wurden keine. Die Muffins kamen fast alle weg, die Kinder haben jedes ca. 5 Würstchen und 3 Eis verdrückt, und die Kinder haben keinen Sonnenbrand bekommen und trotzdem kann man die Hemden noch mal tragen, weil sie keine gelben Ränder haben, danken wir Clin*que für ihre Sonnencreme! Die bei mir im Nacken leider nicht gereicht hat, aber ich habe auch ne Weile in praller Sonne Kinder in riesige Bälle verpackt, damit sie darin dann Fußball spielen. Man muss ich das so vorstellen, dass unten nur die Beine ab dem Knie rausgucken, der Rest vom Menschen steckt in dieser Blase, man sieht schlecht, hat plötzlich einen absurd großen, bouncy Umfang und wenn man einmal aus der Balance geraten ist, weil man mit einem anderen Blasenmenschen zusammengerummst ist (tut man ja beim Fußball ab und an), rollt man gerne erst mal ein wenig herum wie ein sehr großer Käfer. Das ist sehr lustig anzuschauen, aber für an- und ausziehen der Bälle braucht man die Hilfe einer anderen Person. Manchmal muss man einzelne Bälle auch wieder aufrichten, und die besonders begabten Kinder schafften es auch, auf dem Kopf zu landen, sodass sie mit zappelnden Beinen kopfüber im Ball hingen. Da stand ich also eine Weile, weil sich der Betreuungsbedarf dieser Aktivität als überraschend groß herausstellte.

Nach dem Marschieren fragten wir Pippi, welches Lied sie denn am besten findet und den Wergelandsmarsch-Ohrwurm werde ich wohl erst mal eine Weile behalten. Abends fragte ich Michel, was an seinem Tag besonders gut war und es war (Trommelwirbel, Fanfarenstoß) das Marschieren (pun intended). Ich bin sehr froh, dass er in dieser ungemein norwegischen Institution „Korps“ so einen Spaß hat und sich so wohl fühlt in dieser Gruppe. Da kann ich ne ganze Menge Marschmusik für ertragen, wenn es die Kinder glücklich macht.

Keine Bilder, da auf allen Bildern zig fremde Menschen, alternativ die Rübennasen im Portrait, zu sehen sind.

P.S. ja, ich war sozial danach ziemlich platt, mit Ohrenklingeln und allem und wäre am liebsten einfach ins Bett gegangen. Habe ich aus Gründen nicht gemacht, aber jetzt, endlich, Augen zu.

Tag 2496 – Fikse, lage, ordne.

Kleiner norwegischkurs: reparieren/bereitstellen, herstellen/zubereiten, organiseren/bereitstellen/vorbereiten. Du fikser Grillkohle (im Sinne von bringst mit), ich ordner das Grillen (Leute einladen, Terrasse sauber machen, Leuten sagen, was sie mitbringen sollen…) der Nachbar lager Salat.

Vorm 17. Mai fallen viele solche Aufgaben aus Patriarchatsgründen Frauen zu, und so habe ich heute die Kinderhemden gebügelt, Anstecker besorgt, drei Korps-Umhängetaschen repariert und für das Fest an der Schule Muffins gebacken. Vegane btw, und ich gedenke die als vegan zu kennzeichnen, damit Leute, die sich vegan ernähren möchten und Leute, die auf (Kuh-)Milch oder Eier verzichten wollen oder müssen, wissen, dass sie das essen können. Ich finde das eine Selbstverständlichkeit, hörte aber über Umwege, dass sich Twitter darüber neulich die Köppe eingeschlagen hat. Außerdem finde ich vegan backen grad sehr sympathisch, mit dem Butterunfall frisch in Erinnerung.

In Norwegen nähen grad alle „Festkleider“, Kleider, die vom Schnitt her an Trachten angelehnt sind, aber in der Stoffwahl frei sind und für die bevorzugt alte Tischdecken und Vorhänge benutzt werden, weil nachhaltig und Upcycling und so weiter. Ich möchte mir auch sowas nähen, ich wollte ja schon länger eine Tracht haben, die aber nicht gleich eine regionale Identität mit sich bringt, weil ich die wiederum gar nicht so unbedingt möchte. Ich hab auch das Gefühl, die steht mir nicht zu. Aber wie dem auch sei: ich freue mich darauf, dann bei gewissen Anlässen (17. Mai, Konfirmation, Hochzeit*, Taufe*) nicht überlegen zu müssen, was ich anziehe. Wird aber nächstes Jahr bis so etwas fertig ist, ich hab noch so absurd viel Stoff für andere Projekte rumliegen und absurd wenig Zeit.

Außerdem muss ich jetzt ein bisschen warten, bis die Festkleider-Näh-Welle abflaut, weil sicher die 2nd-Hand-Läden für das schöne Zeug leergefegt sind. (Falls Sie noch eine bestickte Tischdecke oder dergleichen von Oma haben, die mal so gar nicht zu Ihrem Stil passt, die aber auch für den Kleidersack viel zu schade ist: ich wüsste da grad nen Verwendungszweck.)

Die alten Vorhänge von meiner Oma (in 70er-Jahre-Muster, da wären 3 Engel für Charlie neidisch) werden jedenfalls ein Jumpsuit und vielleicht noch eine Schürze für so ein Festkleid. Beides noch im Planungsstadium.

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Ok, das ist noch nicht vorgekommen, dass wir zu Hochzeit oder Taufe in Norwegen eingeladen wurden. Wir sind ja nun auch nicht so sonderlich christlich, und in unserem Alter lässt man sich eher scheiden, als zu heiraten.

Tag 2495 – Laune und so.

Aus familiären Gründen war der Tag ziemlich für die Tonne. Manchmal frage ich mich, warum ich es für eine gute Idee hielt, mit Menschen, davon einigen Minderjährigen, zusammen zu leben. Dann fällt mir wieder ein, dass ich das lange für alternativlos hielt.

Trotzdem muss das für heute reichen an diffusen Andeutungen. Ich gehe jetzt halt einfach ins Bett und gut.

Tag 2493 – Sushi zum Frühstück.

Nach etwas hin und her entschied ich mich heute früh dafür, doch nicht erst nachmittags nach Jessheim zu fahren, sondern früher. Ich erhoffte mir davon eine deutlich kürzere Wartezeit beim Drop-In-Friseursalon, denn kurz vorm 17. Mai ist hier wie kurz vor Weihnachten überall: alle müssen nur noch schnell noch mal zum Friseur. Dann war aber noch dies und das zu Hause, Wäsche waschen und so weiter, sodass ich erst um halb zwölf zu Hause loskam. Immer noch reichlich Zeit, dachte ich. Dann kam ich an und die App zeigte mehr als 2,5 Stunden Wartezeit auf den Friseur an. Was zur…? Naja, ich kenne diese App inzwischen, die lügt immer ein bisschen, und wenn es so rappelvoll ist, kommen bestimmt noch mehr Friseur*Innen ziemlich bald, das ist der Vorteil an diesen Drop-In-Salons, die sind ungemein ausbeuterisch besetzungsflexibel. Außerdem hatte ich ja noch ein paar andere Dinge zu tun.

Ich tauschte also für Herrn Rabe Sachen um und kaufte ihm ein Hemd (ich bin neidisch, für mich, für Frauen generell, kann man knapp Socken nur nach Größe kaufen, geschweige denn Oberbekleidung!), dann kaufte ich Sonnencreme und Fixierspray (in Läden, die stark rochen, furchtbar! In meinem Fall ist das definitiv nicht verkaufsfördernd, ich gehe rein, sage, was ich haben will, zahle und gehe sehr schnell wieder raus. Den Leuten sagen, was ich haben will, mache ich auch nur, weil es schneller geht als selbst zu suchen.) und brachte die Dinge wieder zum Auto. App gecheckt: immer noch nur zwei Friseur*Innen vor Ort. Immer noch 2 h Wartezeit. Ok, dann was essen. Sushi, da habe ich momentan oft einen Jieper drauf. Auf dem Weg zum Sushiladen ging mir auf, dass ich bisher nur zwei große Kaffee Latte (mit Vollmilch, also schon mit ein paar Kaloriechen drin) zu mir genommen hatte, plus Wasser. Das ist nicht ungewöhnlich für mich, ich habe morgens auch normalerweise keinen Hunger. Wenn ich morgens Hunger habe, bin ich entweder schwanger, stille voll oder meine Schilddrüse ist wieder hinüber und hyperaktiv. Eins der Dinge ist jetzt unmöglich, eins sehr unwahrscheinlich und eins trifft nicht zu, ergo: kein Hunger. Also gab es sozusagen Sushi zum Frühstück. Gut war das.

Als ich das Essen bestellt hatte, waren es nur noch 55 Minuten Wartezeit (eine weitere Person war zur Arbeit erschienen), am Ende des Essens 20 Minuten und als ich im Salon ankam war ich die nächste auf der Liste. Es waren im Endeffekt keine 2,5 h Wartezeit, sondern eher 1,5 h. Wie auch immer: ich sehe jetzt wieder ordentlich aus. Hurra.

Tag 2492 – Miniferien!

Ich habe morgen und Montag frei, Dienstag ist Feiertag. Fast wie Urlaub, also. Ist auch schon wieder nötig, bevor ich das IT-Projekt noch ernsthaft anzünde.

Kleine Anekdote: das Nachbarsmädchen kam heute Nachmittag zu uns, um mit Pippi zu spielen und war erstaunt darüber, wie sauber und aufgeräumt es war. Pippi erklärte, dass unsere Putzhilfe gerade da gewesen sei. Wow, sagte das Nachbarsmädchen, wir haben keine Putzhilfe. Ich finde einfach Putzen richtig blöd, sagte ich (und ließ aus, dass Herr Rabe mit seinem ausgeprägten Putz-Perfektionismus bei gleichzeitiger Putz-Prokrastination in einem Haushalt mit mir sonst ein gefährliches Leben führt). Ja, meine Mama auch, aber das kostet ja Geld! Ja, sagte ich, aber das bezahle ich wirklich gerne.

Zusammengefasst: die Putzhilfe ist hier in erster Linie eine Ehelebensrettende Maßnahme, und in zweiter Linie eine Burnoutpräventionsmaßnahme für mich. Ich kann das nur empfehlen, wenn man es sich leisten kann und nicht Putzen als meditatives Hobby hat (soll’s ja geben), ist das gut investiertes Geld. So. (Und natürlich kenne ich all die feministischen Argumente dagegen und natürlich wäre es besser, keine Frau auszubeuten, damit es mir besser geht. Keine Frage. Ich kompensiere das ein wenig, indem ich versuche, sie nicht auszubeuten und auch das kann ich nur empfehlen: einfach kein*e Ausbeuter*In sein. Generell kein A****loch sein ist ein gutes Lebensmotto.)

So, nun werde ich schlafen. Morgen werde ich Wäsche waschen, vielleicht, wenn ich mich danach fühle, ein kleines bisschen arbeiten und dabei den Teams-Status lila lassen und alle Mails ignorieren, mir die Haare schneiden lassen (von Frauen random Personen die bestimmt nur zufällig zu 99% Frauen sind die sicher auch irgendwie ausgebeutet werden), Kaffee trinken, Geige spielen, die Schwägerin vom Flughafen abholen und die Freiheit genießen, die man nur hat, wenn man als einzige im Haushalt frei hat, hähähä.

Tag 2490 und 2491 – Weggeworfene Zeit.

Gestern bin ich abends auf dem Sofa vom Schlaf übermannt worden. Tjanun.

Es gab aber auch nichts spannendes zu erzählen, außer, das ist natürlich sehr spannend: es hat geregnet. Den ganzen Tag! Das ist eine Meldung wert, das war nämlich, leider wirklich nicht übertrieben, das erste mal seit März, dass es geregnet hat. Vor lauter Schreck ist gleich der Rosmarin (Versuch Nummer 275) im Garten eingegangen und der Rest der Natur ist förmlich explodiert. Zack, Frühling, alles grün. Nur doof, dass der Korps gestern seine finale Marschübung hatte, ich bekam 3 (Herr Rabe marschiert als Begleitelter mit) sehr nasse Raben zurück, die erst mal in der Badewanne auftauen mussten.

In einem Land, in dem der komplette Strom aus Wasserkraft kommt, weiß man Regen gleich ganz anders zu schätzen.

Heute war auch nicht so ganz viel, um ehrlich zu sein. Ich arbeite so vor mich hin, ziemlich unproduktiv aber es saufen halt auch alle die billigen Desinfektionsmittel da, was soll man machen. Die Arbeitszeit fühlt sich ziemlich verschwendet an, oder wie man auf norwegisch sagt: weggeworfen.

Abends habe ich versucht, Pippi die Bräune aus dem Gesicht zu waschen, weil ich dachte, es sei Dreck. Sie hat einen sehr deutlichen Abdruck von ihrer Brille, das passiert mir ja tatsächlich einfach nie, deshalb dachte ich halt, das Braune muss Staub oder Dreck sein. Hoppla. Aber Pippi sieht natürlich auch mit einem weißen Balken auf der Nase ganz bezaubernd aus. Michel hat wieder Sommersprossen auf der Nase und den Wangen bekommen und sieht damit auch ganz hinreißend aus, wie immer. Ich muss neue Sonnencreme kaufen, die Restbestände habe ich alle aus Gründen wie „voller Sand“ entsorgt. Und meine ist leer, aber die kriege ich auch nicht im Supermarkt, die muss ich bestellen oder es wagen, in eine Parfümerie zu gehen. Da ich aber schon die letzten Male im Zug gern Leuten an die Gurgel gegangen wäre, weil sie zu penetrant nach Parfüm rochen, läuft es wohl auf bestellen raus. Ich frage mich, warum mir das jetzt so extrem auffällt? Ich war immer schon geruchsempfindlich, aber doch nicht so? Bei meinem letzten physischen Maskarakauf wollte ich am liebsten rückwärts den Laden wieder verlassen, weil ugggghhhh Parfüm. Werde ich seltsam mit den Jahren? Also noch seltsamer als eh schon? Ist es die Entwöhnung durch Pandemie? Egal was: ich wünsche mir von der Menschheit generell einen sparsameren Umgang mit Düften aller Art.

Tag 2489 – Meine Nerven!

Kann nicht schon 7.7. sein? Ich wäre dafür bereit, muss ich sagen.

Eine Woche vorm 17. Mai ist totales Orga-Chaos und als wäre das nicht genug, hat die Kommune sowohl den 17. Mai-Festzug über diese Brücke, mit Kranzniederlegung an diesem Denkmal, genehmigt, als auch die Renovierung eben dieser Brücke. Tadaa.

So romantisch, die Baucontainer. Ich sehe uns schon ca. 500 Schüler*Innen plus Marschkapelle in Einerreihe an Containern und Gerüsten vorbei über die Brücke schleusen.

Das IT-Projekt eskaliert völlig und es weiß langsam der Zeigefinger nicht mehr, was der Ringfinger tut oder was seine eigene Aufgabe ist.

Ich habe mit dem Kind, das eine strikte Nulltoleranzpolitik gegenüber eigenen Fehlern fährt (as in: es macht keine, wenn es welche macht, sind es keine, wenn es doch welche sind, war es nicht seine Schuld, wenn es doch seine Schuld ist, explodiert es gründlich und ausdauernd) seinen Mathetest korrigiert. Ich bin Gandhi, nach außen hin jedenfalls. Innerlich möchte ich schreien, dass das alles kein informed consent war, I didn’t sign up for this, warum muss ich sowas plötzlich machen?

Liebe Menschen, die ihr darüber nachdenkt, ob ihr Kinder haben möchtet: Hausaufgaben. Ihr werdet Hausaufgaben betreuen müssen. Bedenkt, dass 5 Minuten Hausaufgaben 30 und mehr Minuten Gezeter und Genörgel vorausgehen können und dass ihr unter Umständen mit Radiergummis beworfen werdet, weil ihr wagt, die Flüchtigkeitsfehler eurer in deren Augen gottgleichen Brut aufzuzeigen.