Tag 1374 – Positiv denken.

  • Gutes Feedback zur Arschkarte bekommen
  • Ein Problem gelöst
  • Mit beiden Kindern viel gekuschelt
  • Der Rasen ist jetzt sehr gründlich gewässert
  • Vitamin D produziert
  • Wenig Kaffee getrunken

Das hat auch ne andere Seite, aber die seh ich eh dauernd, die schreibe ich jetzt hier nicht auch noch hin.

Tag 1372 – Ein Tag wie durch Sirup waten.

Zu kurz geschlafen, schlecht aus dem Bett gekommen. Den ganzen Tag todeslangweiligen Kram gemacht, den ein trainierter Affe vermutlich genauso gut hinbekommen hätte. (Ok, ein sehr gut trainierter, computeraffiner Affe.) Beste Zeit beim Abholen der Kinder, da aber Hunger und Pippi wollte mir nichts von ihrem Pizzabrötchen abgeben. Lecker gekocht, die Kinder wollten es nicht. Geschrei, bis ich und nicht Herr Rabe Pippi ins Bett gebracht habe. Da eingeschlafen, wach geworden aber einfach die Augen zugelassen, müde, so müde, noch so viel zu tun, will nicht, will schlafen. Mit Mühe die Augen aufgemacht und überaus zäh die Essensbestellung eingetippt. Wenigstens das. Rest kann warten.

Jetzt natürlich wach.

Tag 1251 – Zu müde…

… für alles. Für Konzentration jedenfalls. Deshalb habe ich dann lieber statt noch SOPs zu lesen

  • Ein Brot gebacken
  • Michels Skihose gewaschen
  • Brotdosen gemacht
  • Den Weihnachtsbaum endlich abgeschmückt und auf die Terrasse verfrachtet, da kann er von mir aus rumnadeln bis irgendwer Lust hat, ihn 20 Minuten zwecks Entsorgung durch die Gegend zu fahren (und danach das Auto grundzureinigen)
  • Die Harzflecken vom Parkett geschrubbt
  • Eine halbe Tonne Tannennadeln aufgefegt und aufgesaugt

Und wie ich hier so liege, merke ich, dass ich so müde und unkonzentriert bin, dass ich vergessen hab, meinen BH auszuziehen. Immer mal was neues. In diesem Sinne – Gute Nacht!

Tag 948 – Keine Zeit.

Hui, die Zeit rennt. Der Vortrag ist immernoch nicht fertig, aber eigentlich schon zu lang, aber es hilft ja jetzt auch nichts, ich muss ihn erst fertig machen und dann kürzen. Das Kleid ist auch noch nicht fertig, es ist alles nur so mittelentspannt grad. Dazu ein halb krankes Kind und eins, dem die Decke auf den Kopf fällt, das das aber nicht einsehen will. Hrmpf. Ich murmle also hübsch mein Mantra „Es wird schon hinhauen“ und versuche, den zeitlichen Druck so gut es geht zu nutzen ohne mich hetzen zu lassen. Und ohne die Kinder allzu doll und zu oft anzuschreien. Klappt alles eher mäßig aber man wächst mit seinen Aufgaben, ne?

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Update von gestern: Antibiotikum scheint zu wirken und nicht ganz so schlimm zu schmecken, nach einiger Diskussion und mit ein bisschen Zwang und Bestechung hat Pippi alle drei Dosen heute genommen.

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Auto-Lobhudelei: mir erfolgreich eingeredet, dass ich nicht die schlechteste Mutter der Welt bin, auch nicht die zweitschlechteste, vielleicht, wenn ich mir Mühe gebe, nicht mal im untersten Drittel. Außerdem das Futter fürs Kleid zusammengebaut, gewaschen und gebügelt. Uff.

Tag 843 – Plottplottplott.

Den ganzen Tag Zahlen in Graphen umgewandelt, jetzt schmerzt mein Kopf ziemlich und in meinem Kopf zischen Phrasen herum, die ich in den Artikel schreiben könnte.

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Nur so mittelcool: verstehen, dass alles was man gestern gemacht hat, für die Tonne war, weil mit den Daten was falsch war. War nicht meine Schuld, macht’s aber nicht besser, dann alle Arbeit neu machen zu müssen.

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Auf Empfehlung meines Friseurs gucke ich jetzt RuPauls Drag Race. Zu mehr ist mein Hirn auch abends nicht mehr in der Lage. I f*ckin‘ love it.

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In Meetings bin ich recht unkonzentriert, wenn im Kinderkrankenhaus gegenüber grad ein ca. drei, vier Jahre altes Kind mit Krebs einen Ultraschall über sich ergehen lassen muss, vor dem offenbar beide Eltern große Angst haben. Dass ich nicht weinend rausgelaufen von, müsste ich eigentlich in die Lobhudelei schreiben.

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Pippi ist so niedlich. Und so rübennasig. Und so niedlich:

Und sie schläft mit zwei Legomännchen im Bett. Der Lego-Adventskalender war glaube ich ein voller Erfolg.

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Der TipToi-Adventskalender auch, Michel ist vollauf begeistert, ich jetzt schon genervt von Familie Winter.

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Heute in drei Wochen allerspätestens werde ich irgendwas abgegeben haben.

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Auto-Lobhudelei: heute keinen umgebracht und vor allem die Sache mit den Daten gefixt und ein paar echt schöne Sachen gefunden. Wird, wird.

Tag 842 – Ok.

Schöne Zahl.

Bin auf dem Sofa eingeschlafen und erst wieder wach geworden, als sich meine Brille fies in meine Nase und mein iPad, das auf der Sofalehne lag, in meinen Hinterkopf bohrte. Wegen Abschminkenzähneputzen bin ich jetzt wieder unangenehm wach und kann ihnen wenigstens erzählen, dass heute ein Okay-er Tag war, ich habe zwar keine Resultate bekommen und das macht mich wahnsinnig, aber die Methods-section des Artikels kann ich ja trotzdem schreiben und die hab ich heute runtergetippert, die ist soweit fertig. Morgen werde ich die Einleitung anfangen. Des Weiteren hab ich heute in der Gegend rumtelefoniert: einmal, weil uns irgendein A*schloch den Außenspiegel am Auto angefahren hat und ich diese unbekannte Person gerne pro Forma anzeigen möchte, für die Statistik und damit meine Wut einen Kanal hat; und nach dem Mittagessen hab ich bei der Stelle aus Schweden mal nachgehakt, das macht mich ja dezent fertig, dass die sich nicht melden, das war ja beim letzten Mal nicht so ein gutes Zeichen. Diesmal ist aber alles gut, der Personalmensch rechnet mir sehr gute Chancen aus, es waren alle sehr zufrieden mit dem Interview, Donnerstag Nachmittag oder Freitag werde ich hören, wie es da weiter geht. Und gut, dass ich angerufen hätte, dann wüsste er ja, dass ich noch Interesse habe. Klar hab ich Interesse und um eventuell eine etwas bessere Basis zu haben, schickte ich danach noch eine Bewerbung ab, auf die zu bewerben mir der Chef-Recruiter der Firma nach Lesen meines CVs und einem gut halbstündigen Telefonat (am Donnerstag, ich berichtete nicht, weil ach…) empfohlen hat. Das wäre halt kein Labor mehr, also eigentlich… noch besser.

Es wird. Wenn ich jetzt noch etwas weniger trøtt og lei wäre…

Tag 746 – Abgehakt. 

Alter Verwalter, ich bin echt fertig. Dieses „Zellen färben“ macht ja mal gar keinen Spaß. Null. Heute habe ich wieder stundenlang* die kleinen Glasplätchen herumgedreht, gewaschen**, gemacht, getan, und am Ende habe ich sie auf Objektträger geklebt. Morgen werde ich dann mich mit meinen vermutlich stümperhaft gefärbten Proben furchtbar blamieren hoffentlich zusammen mit den Leuten von der Imaging Core Facility ganz tolle Bilder machen und dann… können wir den Artikel immernoch nicht einreichen, weil ich ein Experiment wiederholen muss. Buhuhuhuhu. Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, ich möchte schreien, aber das hilft ja auch nix, also mache ich weiter. Vielleicht kriege ich ja wenigstens ein Fleißbienchen in meine Diss gestempelt. Summsummsumm. 

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*sechs. Sechs f***ing Stunden lang habe ich mit der Drecks Minipinzette in der Hand da gesessen. Mir tut alles weh jetzt, aber hey, neue geheime Superkraft entdeckt: ich kann sehen, welche Seite vom Glasplättchen die bewachsene ist. 

**Ein Hoch auf die Erfinderin*** der Vakuumpumpe. Auch wenn auch das auf die Dauer (120 Proben, je sieben mal gewaschen, also Puffer drauf, absaugen, neuen Puffer drauf…) auch stinklangweilig wird. Aber besser als alles wieder rauspipettieren allemal. 

***Frau Professor Vaku Umpumpe. Aus Rumänien. Wissen ja viele nicht.