Tag 1314 – Nackte, dicke…

… Ohren. Herr Rabe hat mir die Piercings aus den Ohren entfernt und bei dem einen ziemlich rumprökeln müssen, weil mein Ohr „zu dick“ sei. Mein Ohr! Am Knorpel! Zu dick! Also bitte.

Jedenfalls sind die Ohren nun nackt. Morgen (und vielleicht auch Donnerstag? Das muss ich noch nachfragen) bleibt auch das Gesicht wieder nackt, ich werde end-sterilisierte Produktion anschauen, es ist ein bisschen aufregend, sowas* machen wir Bio-Menschen ja nicht.

Jedenfalls heute Inspektion, ich habe noch nicht mal Kopfschmerzen, es wird also besser mit der Routine! Leider gemerkt, dass ich noch vieeeel zu langsam bin, ich muss am besten ne halbe Stunde bevor ich was anschauen will, schon drum gebeten haben, sonst warte ich ewig auf die Unterlagen und Leute, die mir dazu was sagen können. Auch neu: der Hersteller schreibt selbst ganz genau auf, was wer von uns angeschaut hat und mit wem wir gesprochen haben. Ich mag das, die lassen das nicht einfach passiv über sich ergehen.

Früh genug zu Hause zu sein, um die Kinder ins Bett zu bringen hatte ich mir total schön vorgestellt, leider war’s dann ziemlich doof, weil Pippi grad wieder so ne Phase hat. Die Phase ist gekennzeichnet durch zwei überaus unangenehme Verhaltensweisen:

  • Ich kann alles alleine entscheiden, aber bei der Umsetzung MUSST DU MIR HELFEN, ELTER!!!
  • Wenn mir nicht sofort jeder Wunsch von den Lippen abgelesen wird, heule ich los, dann sind noch 20 Sekunden bis zum Kreischen und Schlagen.

Ich weiß, es ist ne Phase, jaja, es wird alles besser, aber in dem Moment ist es trotzdem schwer auszuhalten.

So, genug genörgelt, jetzt gehe ich duschen und dann ins Bett. Meine dicken Ohren brauchen ihren Schönheitsschlaf.

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*also irgendwas zum Beispiel autoklavieren**, das können Proteine nicht ab, danach hat man höchstens sehr hart gekochtes Ei.

**unter Druck auf 121 Grad erhitzt

Tag 1310 – Warnix.

Ein paar Stichpunkte zum Tag:

  • Arzttermin im Krankenhaus wurde spontan abgesagt. Voll schön. Vor allem weil mir die Arbeitszeit trotzdem bis auf eine Stunde flöten ging, immerhin war ich um acht noch zu Hause, ich sollte ja um viertel vor zehn im Krankenhaus sein. Ich könnte mich immernoch aufregen. Zumal ich noch nicht weiß, wann ich stattdessen antanzen darf.
    Mein Arbeitsrechner, auf dem gestern zeitweise gar nix ging, worauf ich ziemlich angepisst den Support anrief, würde über Nacht wundergeheilt. Die Frau vom Support war’s jedenfalls nicht, sagt sie.
    Heute den halben Tag die Hausaufgabe für den Lead Auditor-Kurs runtergetippt den anderen halben Tag die Inspektion nächste Woche geplant. Mein Plan ist, die Hausaufgabe morgen vor halb elf abzuschicken, dadurch hätte ich nicht nur ein, nein gleich zwei Wochenenden ohne schlechtes Gewissen, das wäre schon sehr schön.
    Allerdings durch letzteres erst spät zu Hause gewesen, da schlief Pippi schon. Michel bastelte mit Herrn Rabe an einem magischen Friedens-Konfettipanzer:
  • Jetzt ist Pippi natürlich wach und hungrig, aber ich falle gleich um. Tjanun.

    Tag 1309 – Diesdas.

    Bis grade gearbeitet und weil ich dachte, Abweichungen schrieben sich vielleicht einfacher mit etwas Muse, hatte ich dazu ein Bier. Hahaha. Das nächste Mal verzichte ich auf die Muse aus der Dose, die Abweichungen sind eh alle etwa so: „Die Routinen für XYZ des Betriebs sind mangelhaft (Beobachtung abc, Gesetzname Paragraph Dings, GMP Teil 1/2 Punkte Bums, Annex Tralala Punkte bla).“ Dann folgt noch eine Einstufung der Abweichung, dafür haben wir strikte Kriterien und der Hersteller hat dann je nachdem kürzer oder länger Zeit, die Abweichungen zu korrigieren. Jedenfalls – das klingt alles ziemlich trocken, aber immerhin werde ich schneller im Suchen nach den entsprechenden Vorschriften und Gesetzen und Richtlinien. Und mir macht es ja auch Spaß, ich geb’s ja zu, es ist schon spannend, aus einer Beobachtung, die, (frei erfunden jetzt, ne?) lauten könnte „Im Schrank im Produktionsbereich befand sich eine Tonne mit Wirkstoff. Dieser war seit 2015 abgelaufen, Retestdaten konnten nicht vorgelegt werden.“ den Kern der Sache rauszukitzeln und dann entsprechend mit Vorgaben zu untermauern. Geht’s mir um’s Abgelaufen, ums „stand im Produktionsbereich“, ums fehlende Retesting? Kann ich das mit anderen Beobachtungen verbinden, hat die Firma vielleicht insgesamt Schwächen beim Aussortieren abgelaufener Produkte? Sie sehen, alles spannend.

    Davon abgesehen: Abendschichten bis halb elf muss ich jetzt nicht dauernd haben. Ich schieb es auf den IT-Support, mit dem ich heute eine Stunde lang telefonierte, was aber mehr oder weniger erfolglos blieb. Heute morgen war die Computersituation wieder so schlimm, dass ich gar nicht arbeiten konnte und dann eben direkt anrief statt einen halben Tag Däumchen drehend auf eine Rückmeldung per Mail zu warten. Nach der Stunde konnte ich immerhin irgendwie und langsam arbeiten, in einem hakeligen System, das sich sehr nach Notlösung anfühlte. Aber arbeiten. Sonst wäre der Rechner wohl heute ernsthaft aus dem Fenster geflogen.

    Nachmittags die Kinder abgeholt. Ist auch mal ganz schön. Ich hab die nämlich sehr gern, alle beide. Michel hat Pippi heute, als sie ausrutschte und aufs Ohr fiel, ein Kühlpack geholt, das war schon sehr niedlich – und Pippi so überrumpelt, dass sie sofort zu Weinen aufhörte. Sehr praktisch. Michel hingegen kam mit eher unschönen Geschichten aus der Schule, da werde ich mal lose dranbleiben, wenn sich da was festfährt, kann ich die Löwenmutter nicht lange bändigen, das kann ich jetzt schon sagen. Es ist zumindest gefühlt ein schmaler Grat zwischen dem Kind das Gefühl geben, dass es gut und richtig war das zu erzählen, dass man es versteht und mit ihm traurig und sauer ist, dass ALLE ein paar der Kinder IMMER TOTAL DOOF SIND heute bei der einen Sache was doofes gemacht haben, dabei aber nicht kopflos werden und wütend die anderen Eltern anrufen oder gar die anderen Kinder beleidigen. Dabei finde ich die Aktion, wenn sie so lief wie Michel es erzählte (daran zweifle ich nicht, möglich ist, dass die anderen Kinder eine andere Wahrnehmung der selben Geschichte hatten), echt richtig kacke und gemein und rücksichtslos und es macht mich wütend, dass Kinder manchmal so kacke sind zueinander, aber ändern kann ich es auch nicht, deshalb bin ich ganz Zen. Wooozaaaa.

    Jetzt Schlafen. Morgen stehe ich, weil unter 6 Stunden Schlaf Folter für mich ist, ganz großzügig erst um sechs auf. Wow.

    Tag 1290 – Verquatscht die II.

    Herrje, der Plan, früher ins Bett zu gehen ist auch… naja. Gescheitert nicht, aber geglückt ist auch anders.

    Heute haben wir den Bus verpasst und waren dann nicht in Oslo, dafür aber auf einem Spielplatz und Frau Wunnibars K1 ist jetzt eingenorwegert. Während Michel sehr traurig über den verpassten Bus war und viele, viele Kuscheleinheiten brauchte, machten Pippi und K1 nämlich das:

    „Da ist jetzt ALLES ganz nass im Häuschen, bis unter die Decke!“

    Was für coole Kinder wir haben!

    Den Nachmittag verbrachten wir dann auf unterschiedliche* Arten müde, wir kochten sehr lecker und dann brachten wir die müde Kinderhorde ins Bett. Ein wunderbarer Tag, auch ohne Oslo.

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    *schlafend, motzend, schmollend, Kabel essend, zunehmend genervt, wasserfarbwasser anreichend, Apfelschorle mischend, you name it. Morgen nehmen wir dann den früheren Bus und planen noch mal 5 Minuten mehr für den Weg zur Haltestelle ein.

    Tag 1289 – Verquatscht.

    Also, die Frau Wunnibar, die hat schon eine sehr tolle Familie, mit sehr sehr putzigen Kindern! Eins schläft total entspannt in Pippis Bett, während Pippi und Michel auf der Matratze auf dem Boden schlafen, das andere – das finde ich noch viel faszinierender – schläft seit neun Uhr mit nur einem Maunzer zwischendurch alleine im Gästebett. Überhaupt ein entspanntes Baby, fröhlich, neugierig und willensstark, aber dabei nicht so diffus, wie Babies ja durchaus auch oft sind. Es mag Stromkabel, das ist natürlich eine kleine Herausforderung, bei uns ist ja nichts mehr entsprechend gesichert. Aber drei Erwachsene werden schon für drei Tage aufpassen können, dass ein Baby keine Kabel ankaut. (Full disclosure: Babies sind toll, ich liebe Babies, es war auch toll, selbst welche zu haben, aber noch viel toller als das alles ist es, dass sie jetzt keine Babies mehr sind!) Die großen Kinder haben schon zusammen Laden gespielt und ein bisschen Mist gemacht, nämlich heimlich das iPad, das zur Bedienung des Lego-Roboters mit ins Kinderzimmer gewandert war, zum Mausclips gucken benutzt. Läuft also. Ich hab eine total positive Geschichte über Kindersklaven als Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen und gucke das nächste Mal genauer worum es geht, bevor ich lese. Aber alle Kinder schlafen und wir Erwachsenen haben uns im Anschluss bei Wasser und Schokolade ordentlich verquatscht. Wenn morgen wirklich um fünf Kinder wach sind, wird das ein langer Tag.

    Tag 1285 – Das Ende der Konsequenz.

    Michel ist nicht so vorsichtig mit seinen Sachen, wie ich mir das wünschen würde. Genau genommen kriegt er alles ziemlich schnell kaputt, nicht mit Absicht aber aus totaler Unachtsamkeit und nicht-Mitdenken. Ich habe mich damit abgefunden, dass, seit er drei war, keine Sachen mehr an Pippi weitergegeben werden können, weil eigentlich alles, was Michel ab diesem Alter besessen und benutzt hat, danach ein Fall für die Tonne war. Zerkaute Jackenkrägen, durchgeschubberte Hosen, großgeprokelte Löcher, lauter einzelne Handschuhe. Bei manchen Sachen kann ich damit seufzend leben, bei (Winter-)Schuhen und Draußenkleidung knirsche ich aber schon recht vernehmlich mit den Zähnen und wenn ich sehe, wie es zu bestimmten Abnutzungserscheinungen kommt, kriege ich ganz schlimmes Augenzucken und nach der dritten „pass auf, du trittst schon wieder vorne die Schuhspitze kaputt“ habe ich die Ansage gemacht, dass ich diesen Winter jedenfalls nicht ein zweites Paar neue Winterstiefel kaufen werde* und wenn die Schuhspitze dann kaputt ist und er nasse und/oder kalte Zehen kriegt, sei das halt sein Problem.

    Heute brachte ich Michel zum Hort und als wir ankamen und er seine Schuhe auszog, waren seine Socken von unten nass. Die Schuhe sahen trocken aus, was mich dann doch verwunderte, erst dachte ich, er sei im Flur in eine Pfütze getreten. Aber nein. Die Schuhe sind beeindruckend hinüber. Wirklich nicht mehr verantwortbar, das Kind damit rumlaufen zu lassen, Konsequenz hin oder her. Zumal ich bezweifle, dass Unachtsamkeit allein das schafft:

    Die Schuhspitzen hat er selbst runtergerockt, aber…

    Kein Wunder dass da nix mehr dicht ist.

    Also machten die recht fitte Pippi und ich heute einen spontanen Ausflug ins Einkaufscenter, wo wir im Saisonschlussverkauf reduzierte Winterstiefel kauften, Marke und Synthetik, in der Hoffnung, dass die länger halten. Plus neue Gummistiefel für Michel, weil die alten, das merkte ich, als ich ihm die als heutigen Ersatz für die Winterstiefel brachte, mit Größe 28 gar nicht mehr passen können. Plus Winterstiefel in den wahrscheinlichsten nächsten-Winter-Größen für beide Kinder und eine Winterjacke in der nächsten Größe für Michel. Den Rest des Monats gibts hier Knäckebrot.

    Auf dem Hin- und Rückweg durch unfassbar tristen Nebel und graubraune Schneematschlandschaften gefahren. Fast möchte ich hoffen, dass noch nicht Frühling wird, auch runtergesetzt waren Winterstiefel und Gummistiefel zu teuer um sie nie anzuziehen. Obwohl, dann kann Pippi sie auftragen. Vielleicht doch ganz schön mit Frühling.

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    *wären sie in der Zwischenzeit zu klein geworden, wäre das ja noch mal eine andere Sache

    Tag 1284 – Ein paar lose Enden.

    Discovery. Die neue Staffel kriegt mich nicht ganz so wie die erste. Mal sehen, ob das noch wird. Spezifische Kritikpunkte (mit verklausulierten aber schon halt Spoilern):

    • Die zuletzt ausgestrahlte Folge war mir zu schnulzig
    • Die davor auch
    • Die davor war komplett absurd
    • Figuren kommen und verschwinden erklärungslos (die neue Technikerin, eine Figur, so nerdy und eigen, dass man sie so wunderbar ins Team integrieren könnte, aber sie ist halt mal sehr präsent da und dann komplett weg. Ist die Schauspielerin zwischendrin in den Urlaub gefahren? Haben die Drehbuchautor*Innen nicht miteinander geredet? Sowas ist doch Käse.)
    • „Security Consultant“. Und diese ganze Weltraum-Rowdy-Truppe.
    • Das enorme Plothole „das Mycelium wird uns sofort angreifen, wir haben nur eine Stunde, danach sind wir alle tot und das Schiff aufgelöst!“, wie es gestopft wurde „ach ja, äh, wenn wir hier durch rein gehen, ist es eigentlich safe!“, plus dass der Dings da angeblich monatelang überlebt haben soll, wo doch Kontakt zum Myzel ihn direkt hätte auflösen müssen. Aber klar, er hat sich ja mit Rinde bedeckt. Natürlich.

    So. Weiterhin mag ich die verschiedenen Frauenfiguren. Vor allem Philippa Georgiou, selbst in dieser Weltraum-Rowdy-Truppe.

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    Die Hort-Sache. Tja, neulich redete ich mit dem Hort-Chef und das lief wie erwartet schlecht. Er konnte mir keine Hoffnung machen, dass sich zeitnah irgendwas an der Qualität der Betreuung ändert. Des Weiteren verwies er an die Lokalpolitiker, auch für die Möglichkeit, nur den Morgen-Hort zu nutzen und dafür nicht 2000 Kronen im Monat zu zahlen, diese Möglichkeit ist nämlich nicht existent und das kommt halt „von oben“, machste nix, Pech gehabt. Nachdem die Nachbardamen aber gesagt haben, dass sie ihre Kinder ab dem Sommer auch im Sport-Hort anmelden werden und wir die Morgenstunden dann schon irgendwie abgedeckt bekämen, haben wir Michel nun kurzentschlossen doch beim Sport-Hort angemeldet, ab 1.4.* und drei Tage die Woche. Gleichzeitig reduzieren wir den normalen Hort auf 50%, entsprechend 15 Stunden pro Woche, nämlich jeden Tag eine Stunde morgens plus zwei Nachmittage. Diese Lösung kostet uns etwa 1000 Kronen pro Monat mehr, das kriegen wir hin. Und ab 1.8. dann eben nur noch Sport-Hort, 5 Tage die Woche und die Morgenstunden teilen wir uns unter sechs Erwachsenen auf, das muss ja irgendwie gehen. Spannend wird dann noch, wie wir es mit einem Auto lösen, vier Kinder und zwei Erwachsene zu verteilen. Aber auch das wird hinhauen. Hab ich jetzt beschlossen.

    (Mit der Lokalpolitik werde ich trotzdem noch mal reden. Die müssten ja auch ein Interesse dran haben, dass Kinder wenigstens einen kleinen Teil der Betreuung nutzen und Eltern dafür bezahlen. Aber man muss vielleicht noch mal sehr deutlich sagen, dass 2000 Kronen für ~20 Stunden tatsächlich genutzte Betreuung pro Monat einfach nicht drin sind, die Alternative zu einem sinnvolleren Tarif ist also halt dass meins und andere Kinder gar nicht mehr angemeldet sind, das bedeutet weniger Geld für die Kommune und wegen weniger angemeldeten Kindern weniger Personal für die restlichen Kinder im Hort.)

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    Die Milben kamen letzte Woche, es waren tagsüber -8 Grad, ich nehme an, sie waren alle tot gefroren. Ich habe keine einzige lebende Milbe gesehen, aber vielleicht sind die ja auch ganz klein, wer weiß. Jedenfalls flogen heute wieder ganz viele Erdmücken hier rum und ich habe dann wieder die Erde getauscht und die restlichen toten Milben drin verteilt. Ich hab so die Schnauze voll von diesen kack Mücken. Und die Schnecken glaube ich auch, sobald fliegende Mücken (und nicht nur Larven in der Erde) da sind, werden sie inaktiv. Die Mücken sind aber auch dumm wie Mücken halt und fliegen den Schnecken gegen die Augen und kriechen vielleicht auch in die Atemlöcher, da würde ich mich als Schnecke auch eingraben und nicht mehr rauskommen.

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    Pippi ist wieder fiebrig und hat geschwollene Lymphknoten am Hals, sonst aber nichts. Ich bete zu allen höheren Mächten, an die ich nicht glaube, dass das nicht heißt, dass die Mandelentfernung das PFAPA nicht besiegt hat. Ebenfalls bete ich, dass mir das in der Probezeit nicht irgendwie angekreidet wird.

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    Das Regal habe ich, nachdem es letzte Woche endlich die richtigen Dübel bekommen hat, heute eingeräumt. Es stehen nun hauptsächlich Bücher drin, weil wir kaum Dekogegenstände haben, die ich mir heute noch in mein Wohnzimmer stellen würde. Das sind halt alles Dinge, die wir mit Anfang 20 angeschafft haben, als wir zusammenzogen, zum Teil waren die auch schon in unseren KinderZimmern vorhanden, aus denen wir damals auszogen. Ingesamt seit langem nicht mehr mein Geschmack. Habe dann lange drüber nachgedacht, was denn mein Deko-Geschmack sein könnte und naja, vielleicht sind Bücher halt auch eine ausreichende Deko. Mir fiel jedenfalls nichts ein, dass ich mir ins Regal stellen würde. Ich hatte neulich schon das Problem mit Bildern an der Wand: mein Geschmack ist da eigen, es muss was sein, das ich mir gut angucken kann, aber das meine Aufmerksamkeit nicht komplett frisst. Schon manche Landschaftsbilder waren mir da zu viel, alles mit Menschen drauf eh, Tiere, hmm, Wellen, Sinnsprüche, Ballettschuhe und so weiter genauso wenig wie TigerLöweElefantenPanther oder chomglänzende Retro-Motorräder. Wenn die Bilderrahmen für die schon längst angekommenen Plakate mit Abbildungen von blauen Blumen auch da sind, zeige ich Ihnen mal die und Sie sagen mir dann, was die Dekogegenständliche Entsprechung zu blauen Blumen ist, ja?

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    Mit dem Mantel habe ich immer noch nicht weiter gemacht. Nachdem ich gestern unvorsichtiger Weise gesagt habe, ich möchte gern am Wochenende nähen, musste ich heute für und mit Michel einen Lemming nähen. Danach Hausarbeit, Regal, Erde, krankes Kind, Zack, Tag um.

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    *das war möglicherweise verfrüht, weil ich „1 Monat Kündigungsfrist“ so interpretiert habe, dass ich jetzt zum Ende des nächsten Monats kündigen kann. Aber dann hieß es plötzlich „Änderung wirksam ab 2 Monate, beginnend am 1. des Monats nach der Änderung“. Aber da war’s mir dann zu schade um die Nerven, echt mal, sind dann auch nur noch mal 1000 Kronen mehr für den einen Monat, da rege ich mich nun nicht drüber auf.