Tag 3972 und 3973 – Urlaub.

Ich habe jetzt Urlaub. Die Urlaubsstimmung will sich nur mal so gar nicht einstellen. Liegt vielleicht auch daran, dass mich Arbeitsdinge nicht loslassen. Oder zumindest hängt das sicher zusammen. Aber ich gebe mein Bestes und habe heute auch brav immerhin eine Stunde Geige gespielt (und mir an Sekund-Doppelgriffen die Finger und Ohren verrenkt). Außerdem heute: mit Michel zum Kieferorthopäden gefahren, Draht tauschen lassen. Nach den Ferien wird dann der untere Teil der Spange geklebt. Außerdem gestern: Abhol-Konzert von Pippis Sommerkurs. Wie vermutet, hatte Pippi eine super Zeit und hat sich auch für nächstes Jahr schon zum roten (also nächsten) Kurs verabredet. Das Konzert war auch wirklich gut, es ist wirklich immer wieder beeindruckend, was die in knapp vier Tagen so auf die Beine stellen.

Ansonsten sind die Projekte zu Hause im Gange. Pippi hilft mir beim Lackieren des kleinen Telefonbänkchens, das ich letztes Jahr über Kleinanzeigen besorgt habe. Ich habe die Treppe vor dem Haus geschrubbt. Die macht etwa 1/15 des zu schrubbenden Holzes aus und Scheiße, ist das anstrengend. Für den Rest muss ich glaube ich Michel fürstlich entlohnen.

Morgen geht dann eine weitere Tour in den Baumarkt des Vertrauens – dem, wo man Beratung bekommt. Denn erstens muss ich Terrassenlasur kaufen (für die Treppe, die riesige Terrasse und den riesigen Balkon, also ca. einen Kubikmeter) und zweitens will ich mein Aquarium Arbeitszimmer streichen. Erst fand ich es charmant, so hellblau. Aber es ist halt wirklich der komplette Raum, ALLES ist hellblau. Die Decke. Die Fuß- und Deckenleisten. Der Tür- und Fensterrahmen. Sämtliche Kabel. Selbst die Lichtschalter sind einfach hellblau übergejaucht. Es ist zum Heulen. Und in Teams sehe ich grundsätzlich etwas krank aus.

Keine Ahnung, ob überhaupt eine Chance besteht, das zu fixen. Und Nasen sind auch überall, wie rechts oberhalb vom Lichtschalter zu sehen.

Fun fact übrigens: Niemand weiß, was der obere Schalter tut, außer mich zu irritieren, weil ich grundsätzlich den falschen erwische. Er scheint jedenfalls kein Licht irgendwo zu kontrollieren.

Die Moral von der Geschicht: egal, wie sehr Ihr Kindergartenkind es sich wünscht, streichen sie niemals einen kompletten, Holzpanelverkleideten Raum, in irgendwelchen Farben. Türrahmen, Fensterrahmen, die Decke!!!, Leisten, Kabel und Lichtschalter sollten auch nicht einfach übergepinselt werden. Weil sonst sitzt da hinterher jemand wie ich und muss im Baumarkt verzweifelt nachfragen, wie zur Hölle das wieder beseitigt werden kann (möglichst ohne dass es meine kompletten sechs Wochen Ferien auffrisst wegen Aufwand).

Tag 3969 – 3971 – Eating seeds as a pastime activity.

Wir Raben hatten und haben alle äußerst aufregende Tage. Also, nicht Sonntag, da hatten wir nur Haushalt und das bei viel zu warm. Abends waren Herr Rabe, Pippi und ich dann noch beim Badesee ums Eck, zum Abkühlen. Das war sehr schön. Abkühlung war auch effektiv, der See ist noch ziemlich kalt. Danach packten wir mit Pippi ihre Sachen, denn Montag Vormittag brachten wir sie und zwei niegelnagelneue Sets mit Sticks zum Korps-Sommerkurs nach Hamar. Sie war sehr aufgeregt und machte sich Sorgen, dass sie niemand mögen würde, aber da wir exakt gar nichts hören (außer heute Morgen ein paar Anfragen, ob sie drülf neue Freundinnen zu ihren Telefonkontakten hinzufügen darf), ist wohl alles gut. Das Eltern-Infotreffen schenkten wir uns dieses Mal, das haben wir schon vier mal oder so gehört und es ist immer gleich. Außerdem hatten wir es etwas eilig. Wir fuhren dann wieder nach Hause, Herr Rabe und ich, aßen die Reste vom Abendessen auf, zeigten einem höchst erfreuten Michel diverse eingekaufte Snacks und Eistee und fuhren zum Flughafen und dann nach Stockholm und Hotel und ne Portion Ramen und dann waren wir in der größten Arena, in der ich überhaupt jemals war. Komplett lächerlich groß. 60.000 Plätze. Und es war laut. Sehr laut. Und geil.

Ein Hoch auf den Musikergehörschutz.
Rentner auf Sitzplätzen. Aber Innenraum war innerhalb von wenigen Minuten ausverkauft.
Ahhhhhhh!
Sorry für die Dame mit dem Arm, die hatte sehr viel Spaß.

WIR WAREN BEI SYSTEM OF A DOWN.

Was für ein Erlebnis, wirklich, seit 20 Jahren will ich die live sehen und ES WAR ABSOLUT GROẞARTIG, ich habe keine Worte so richtig. Musikalisch gut, Sound gut, was für eine Maschine ist bitte der Drummer? Serj Tankian singt den ganzen 25 Jahre alten Kram als wäre er nicht fast 60, der Bassist macht ein paar Kilometer im Laufe des Konzerts auf der Bühne und hat einen sehr schicken Bass. Und das Publikum kann jeden Text. Ich meine, gut, wenn man das herbeiführen will, muss man bloß ein paar Kultalben rausbringen und dann 20 Jahre keins und dann auf Tour gehen.

Wir haben getanzt und gebangt und gesungen und gegrölt und ich hab kurz bisschen geheult weil’s so schön war. Geschwitzt haben wir auch. Herr Rabe und ich wurden sogar angeranzt, wir mögen uns auf den Rentnerplätzen doch bitte wieder hinsetzen und der Dame hinter uns nicht mehr die Sicht versperren, was wir kurz befolgten, aber dann haben sie Toxicity gespielt, was soll man machen.

Das war gestern.

(Spannend auch, dann mit 60.000 Leuten wie die Lemminge zur T-bana zu latschen…)

Michel war also dann das erste Mal ganz alleine über Nacht zu Hause. Er hat vermutlich sehr viel Computer gespielt und Eistee und Cola getrunken und Schrottzeug gegessen, also der Traum eines Dreizehnjährigen.

Herr Rabe hat dann noch Fußball geguckt, das habe ich nicht durchgehalten und bin weggepennt.

Das war auch gut, weil ich heute dann den ganzen Tag Webinar hatte. Und es war tatsächlich wichtig. Da ging er hin, der entspannte Tag mit Herrn Rabe in Stockholm.

Es war trotzdem schön. Nur halt schön mit Stöpseln im Ohr und Handy in der Hand und gelegentlich (also… bei jeder Gelegenheit) den Computer rausholend. Das Webinar war recht interessant und wir sind viel rumgelaufen durch die schönste Stadt der Welt.

Fun fact: da hatte ich mich versehentlich unmuted und *alle* haben mich lachen hören, plus den Lärm vom Stortorget. Es ging nur vielleicht drei Sekunden, aber es wird mich auf ewig verfolgen. Da versucht man einmal, Professionalität zu heucheln…

Nur Shoppen für Herrn Rabe hat nicht geklappt, er hat einfach nichts gefunden, was gefallen und gepasst hat.

Tag 3962 – 3964 – Mehr Sommer.

Sonntag waren wir zum Geburtstagsgrillen bei den Ex-Nachbarn eingeladen, jenen Ex-Nachbarn, die vor uns umgezogen sind (in eine riesige Blockhütte in traditioneller Bauart, wäre nicht meins, hat aber auch seinen Charme). Das war wirklich nett, wir haben die ganze Zeit draußen gesessen und geschnackt und Dank aus Deutschland importierter LSF 50 Sonnencreme von dm haben wir uns auch trotzdem nicht in Hummer verwandelt. Es gab Unmengen zu essen (die ex-Nachbarin ist gebürtige Polin, die hat ein ganz anderes Verhältnis zu Gastfreundschaft als die meisten Norwegys) und generell war es mal wieder sehr schön, mit anderen Erwachsenen zu reden, mit denen man nicht zusammen arbeitet.

Danach war ich aber so platt, dass ich die geplante Abholung eines Draußen-Sofas, das ich bei Finn gefunden hatte, verschieben musste. Das habe ich dann gestern gemacht und der vermutlich nettesten Frau der Welt diese Sitzgruppe abgekauft:

Unter dem Kissen auf dem Hocker ist eine Glasplatte, wenn man das Kissen runternimmt, hat man also einen richtigen Tisch.

Ich weiß noch nicht, ob wir die noch mal anders anordnen, mal gucken. Aber ich bin erst mal sehr zufrieden, dass unsere Terrasse immer mehr benutzbar wird. Bisher war sie hauptsächlich Fahrradparkplatz.

Es war auch wirklich schön, dass ein Freund von uns mit Auto und Anhänger ausgeholfen hat, und wir im Auto ein bisschen schnacken konnten. Wie gesagt, Gespräche mit Erwachsenen. Wichtig.

Heute war hingegen hauptsächlich Arbeit. Morgens habe ich Pippi und ihre Freundin, die hier übernachtet hatte, zum Dance Camp gefahren, und hatte schon um 9 den Kaffe auf, weil momentan ÜBERALL Baustellen sind und man wegen Baustellenampeln und Umfahrungen und allem eigentlich für jeden Pupselweg 10 Minuten extra einplanen muss. Und dann haben die Kinder morgens auch noch für alles von Uno spielen bis Haare machen unendlich viel Zeit und wundern sich dann aber darüber, dass wir zu spät kommen. Orr.

Tag 3955 – Putzeputz…

Uaaaaaggghhh ich hasse putzen. Ich versuche, den Putzhass im echten Leben nicht ganz so raushängen zu lassen, damit ich den Kindern nicht ein allzu grausames Bild dieser nun mal notwendigen Tätigkeit vermittle, aber ey, das ist so ätzend. Hier kann ich es ja schreiben. Soweit ich weiß, lesen die Kinder nicht mit. Ich habe gerne eine saubere Wohnung, mich pissen die Wollmäuse, die unablässig überall entstehen, und die Haare und die Krümel und die klebrigen Flecken überall kolossal an, Ich frage mich wirklich, ob es wohl zur Benutzung anregen würde, wenn ich rot blinkende und aggressiv hupende Klobürsten anschaffen würde und möchte den Kindern gerne (allen beiden) Haarspülung wegnehmen, weil die so nen ekligen Schmier im Duschabfluss hinterlässt, all das. Ich putze ja auch, ich lebe nicht im Dreck. Ich zwinge auch den Rest der Familie dazu, ebenfalls zu putzen. Aber es ist und bleibt für mich eine Tätigkeit, die in der Rangliste beliebter Haushaltsaufgaben sogar noch hinter Bügeln rangiert.

Falls die Kinder doch mitlesen: wie ihr seht, mache ich das auch nicht gerne, aber es muss eben wer machen. Und wisst ihr, was schlimmer ist, als putzen? Putzen, während der Rest der Familie NICHT PUTZT. Also schwingt die Hufe. Und zum Thema Spülung; weniger ist mehr. Und man kann auch den Duschabfluss mal sauber machen. Übrigens.

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On another Note habe ich Michel gestern zur Konfirmation angemeldet. Michel wird nämlich nächstes Jahr schon 15, was komplett wild ist und eigentlich nicht sein kann, weil der ja quasi noch ein Baby ist. In Norwegen werden alle Jugendlichen in dem Jahr, in dem sie 15 werden, konfirmiert. Michel hat sich überlegt, dass er das gerne möchte (wir hatten angeboten, dass er auch einfach so eine Feier und Geschenke haben kann, ohne Zeremonie, wenn er das lieber möchte), aber nicht christlich, sondern humanistisch. Also habe ich ihn zu einem humanistischen Konfirmationskurs angemeldet und drüber nachgedacht, dass das Baby schon so groß ist. Wo ist bloß die Zeit geblieben.

Hier ein Foto des entzückenden Babies, mit 13 Jahren Verzögerung dürfte es ja ok sein, das zu posten.

Tag 3935 und 3936 – Letzter Feiertag…

Pfingstmontag ist hier der letzte Feiertag bis Weihnachten. Gemein. Das sind fast 30 5-Tage-Arbeitswochen! (Ok, dazwischen sind Ferien, und dann noch mal Ferien…)

Herr Rabe kam gestern wieder, wir haben kurz abgeklatscht und dann bin ich mit Pippi zum Schwimmen gefahren, das hatte ich ihr versprochen. Ich hab dann einen Kilometer Brustschwimmen gemacht und dabei einiges an überschüssiger Energie verballert und Pippi hat ihr Ding gemacht und war damit sehr zufrieden. Ich war dann noch 15 Minuten in der Sauna und habe dann festgestellt, dass ich jetzt erwachsen genug fürs Tauchbecken bin. Zwar nur für eine gefühlte Millisekunde, aber ich war komplett drin und mit dem Kopf unter Wasser. Ich glaube, die Medikamente gegen zyklusbedingte Laune (die ich testweise mal durchnehme, um zu gucken, ob das das schwarze Loch nach dem Eisprung abfedert) heben meine Körpertemperatur, mir ist dauernd warm und ich schwitze noch schneller als eh schon. Deshalb Tauchbecken.

Pippi war dann sehr zufrieden und ich war immerhin zufriedener als vorher.

Nachmittags etwas Garten, essen, Geige, Bett.

Nachdem ich schon von Sonntag auf Montag grottig geschlafen habe, war es von Montag auf Dienstag kein Stück besser. Zusammengenommen komme ich vielleicht auf 9 Stunden… und jetzt bin ich wieder wach. Ätzend, sowas.

Ich habe heute trotzdem tapfer drei Stunden lang ein Webinar gehalten und das ging überraschend glatt. Ich bin zufrieden mit mir. Auch wenn ich danach etwas heiser war, weil ich überhaupt nicht mehr gewohnt bin, drei Stunden am Stück zu reden. Uffz Uffz Uffz.

Danach aber nur Pudding im Kopf.

Michel ist vorübergehend ausgezogen, der musste gestern schon unbedingt seinem besten Freund mit Mathe helfen, weil sie heute Klassenarbeit hatten, und ist dann einfach da geblieben. Wir gönnen es ihm, aus vielen Gründen sind wir bei ihm recht flexibel, wenn es um sowas geht. Außerdem freut mich sehr, dass er aus der Phase „ich kann kein Mathe“* (die sich, mit Verlaub, die ehemalige Klassenlehrerin zu 95% auf die eigene Rechnung schreiben kann) raus ist und sich zutraut, seinem Freund zu helfen.

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*und mehr, schlimmere Dinge, die er sich selbst gesagt hat. Ich werde im Nachhinein immer noch wütend, wenn ich daran denke.

Tag 3933 – Wieder in der richtigen Zeitzone.

Die Heimreise begann sehr sehr früh, und der Flughafen war schlimm (alles voller amerikanischer Rentner-Touristen, da werde ich generell schnell ungeduldig, wenn Leute so langsam und erratisch gehen, ja, das ist mein Problem und nicht deren Schuld, die sind halt alt) aber die Reise an sich dann unspektakulär. Jetzt bin ich wieder zu Hause und neben mir im Bett schnorchelt Pippi. Herr Rabe ist nämlich bis Montag mit seinen Papa-Freunden unterwegs (senden Sie ruhig warme Gedanken an seine und die Lebern der anderen Teilnehmer). Pippi hat einfach die Seite gewechselt, die letzte Woche hat sie meinen Platz im großen Bett gehabt und jetzt eben Herrn Rabes.

Hach ja. Zu Hause ist es ja doch am schönsten.

Tag 3903 und 3904 – Generalprobengurkerei.

Beide Generalproben sind geschafft. Morgen tanzen sowohl Pippi als auch ich (ich nur einmal, Pippi zweimal) und da hatten wir gestern Generalprobe. Sonntag tanzt nur Pippi, aber ebenfalls beide Vorstellungen, und hatte heute Generalprobe. Heute war das mit ihren beiden Freundinnen und HERRJE die drei sind lebendig im Auto. Drei durcheinander quatschende Mädels und eins davon macht alle anderthalb Minuten ein neues Lied im Auto an. Meine armen Ohren, mein armes Nervenkostüm, arme ich generell. Mimimi. Gestern war das entspannter, nur mit Pippi. Morgen fahre ich auch nur mit Pippi. Sonntag nehmen wir maximal die ruhigste aus dem Gespann mit.

Und dann, wenn wir so 4 bis 6 mal hin- und hergefahren sind, ist das Tanzsemester erst mal vorbei.

Herr Rabe ist nicht da, und da liegt es sehr nahe, dass Pippi sich zu mir ins Bett gemurcht hat. Jetzt schnauft sie da gemütlich rum, und das macht, dass mir die Augen zufallen. Hach ja, die kleine Zwergmaus ist manchmal doch noch ganz schön klein eigentlich.

Tag 3900 – 3902 – Dies und das.

Die einzige „vollwertige“ GMP-Inspektorin bei der Arbeit zu sein ist ja auch nur so mittel. Aus Gründen gehe ich auch beiden Chefinnen aus dem Weg. Aus anderen Gründen habe ich auch bis auf Montag die ganze Woche Homeoffice (und Montag hatte ich nach der Arbeit auch wieder Migräne, das ist echt fast jeden Montag so und sehr ätzend) und aus wieder anderen Gründen habe ich diese Woche eine recht ruhige Woche. Verdient, wie ich finde. Trotzdem landet halt jeder GMP-Scheiß bei mir, und dann schreibe ich wahlweise freundliche oder genervte oder schwammige mails zurück. Je nachdem, was für eine Kategorie Anfrage gekommen ist. Und das mache ich ganz alleine und ohne KI. Ha.

Michels Kieferorthopäde meint, Michel braucht doch noch eine lose Spange. Das kostet… sehr viel Geld. Und das, obwohl wir nur einen Eigenanteil zahlen, weil durch den tiefen Überbiss eine medizinische Notwendigkeit besteht. Ein paar Tage nach Brille aussuchen finde ich das weniger amüsant als eh schon. Kinder sind echt teuer. Und wenn man denen schlechte Zahnstellungsgene und schlechte Augengene mitgegeben hat, umso mehr.

Mit Grieg geht es vorwärts. Überraschender Weise ist das gar nicht so schlimm, das hört sich nur schlimm an und sieht schlimm aus. Vielleicht überschätze ich mich auch total, aber das geht echt überraschend gut klar.

Hier ist ein bisschen Freizeitstress, muss ich zugeben. Am Wochenende sind die Tanzvorstellungen, das heißt, die regulären Kurse sind dann erst mal vorbei, das dürfte einiges entzerren. Da hat man dann auch Zeit, Michel eine feste Spange in den Oberkiefer kleben zu lassen und nebenher ein paar hausgemachte Drogen zu verkaufen um das finanzieren zu können.

Tag 3871 – Whoopsies.

Schon so spät. Da fängt die Woche ja gut an. Naja.

Heute war nicht so viel, außer ein Treffen mit den Nachbarn, weil da Risse in der Straße sind, die mir Sorgen bereiten. Die Nachbarn sind irgendwie nicht so besorgt. Nun gut. Ich werde trotzdem mal lieber Spikereifen als nächste Winterreifen besorgen. (Ja, die machen den Asphalt dann auch noch mehr kaputt. Irgendwas ist immer.)

Pippi hat heute mit einer Freundin mit einer Wasserpistole von außen an die Fenster gespritzt, sich also freiwillig zum Fenster putzen gemeldet. Rübennase.

Tag 3848 und 3849 – Wichtige Dinge weitergeben.

(Gestern habe ich viel zu lange gearbeitet, das war unspannend und doof aber der China-Bericht ist jetzt fertig.)

Von gestern auf heute hatte Pippi Übernachtungsbesuch, von T., mit der sie auch mittwochs beim Tanzen und dann bei der Band ist. Die Mädels hatten viel Spaß und haben mir seit gestern Nachmittag schon ein Ohr abgekaut, dass sie was nähen wollen. Aber gestern war ja dann zu viel Arbeit. Also haben wir das heute gemacht. Und die Mädels haben das super gemacht, mit Anleitung und ein bisschen Hilfe (aber echt nicht soooo viel).

Pippi hat sich die kleine Handytasche gemacht, T. den Einkaufsbeutel.

Das einzige, was ich komplett übernommen habe, war, die Riemen anzunähen. Ansonsten haben die Mädels das selbst gemacht und auch ohne zu murren zwischendurch immer wieder gebügelt.

Ich bin jetzt einen kleinen Teil meiner Stoffreste los. Das ist auch sehr gut. Ich hab echt zu viel Stoff. Und nach ein bisschen Gesuche ist auch mein Tunnel-Umdreh-Dingsi wieder aufgetaucht. Bei diesen ganzen Riemen wäre das sonst echt ätzend geworden. Das Teil war irgendwie aus der Schublade gefallen und unter der Schublade liegen geblieben. Herr Rabe hat es glücklicherweise gefunden, bevor ich irgendwelche Kinder wegen Diebstahlverdachts enterben konnte.

Abends waren wir Erwachsenen in der örtlichen Kneipe, das war auch echt nett. Ein bisschen Freunde treffen und bei einem Bier loses Zeug schnacken. Also nach dem ersten halben Bier fand ich das auch nett, bis dahin war es mir zu laut und zu anstrengend alles. (Ja, das ist sicher nur so semi-gut, das so zu handhaben, aber zum Ausgleich mache ich das maximal alle paar Monate.)

So, morgen ist relativ früh Geigenstunde, deshalb muss ich jetzt schlafen. Gute Nacht.