Tag 1915 – 8 Jahre.

Michels 8. Geburtstag lief zur allgemeinen Zufriedenheit, glaube ich. Außer für Pippi vielleicht, die das doof fand, dass sie nicht Geburtstag hat und auch kaum Geschenke bekommt. Michel wurde reich beschenkt, mit einer wilden Mischung aus Harry Potter, Minecraft und Pokémon (Go). Er hat sich über alles sehr gefreut, das Mega-Set Minecraft-Lego von Oma, Harry Potter-Umhang, -Brille und -Zauberstab und eine Megakarte (fragen Sie mich nicht, was das ist, aber mit acht bringt es offenbar Prestige!) von Pokémon von „Oma“ Tante H., den zweiten Harry Potter-Band von uns und eine Uhr zum selbst aussuchen von Opa. Es soll nämlich bittedanke eine Digitaluhr sein, Zeiger sind uncool.

Glückliches Kind hinter Geschenkestapel.

Den Kindergeburtstag haben wir auch gut hinter uns gebracht, auch wenn ich mich danach für ein Stündchen ins Bett verziehen musste, um das klingeln in meinen Ohren wieder los zu werden. Meine Güte, sind 4 Jungs zwischen acht und zehn laut. Und wuselig. Und überhaupt. Ich frage mich wieder, wie der Schul-Elternbeirat das ernst meinen kann, dass man bitte grundsätzlich ALLE aus der Klasse oder wenigstens ALLE Jungs oder ALLE Mädchen* einladen soll**. Ich würde das nicht schaffen, ganz einfach. Michel auch nicht gut, davon bin ich überzeugt. Die eingeladenen Jungs schienen auch ganz zufrieden mit der kleinen Runde. Wer weiß, vielleicht wäre sonst auch das Basteln von Glitzerflaschen nicht so cool gewesen.

Aktivität, die sich Michel ausgedacht hat:

Auf mit Süßkram gefüllte Ballons werfen: macht Krach, ist körperlich (aber nicht zu sehr), ist wettbewerbig (aber nicht zu sehr). Macht Spaß.

Es folgte Kuchen und eben besagtes Basteln, das ist jetzt die Rabesche Kollektion:

Michel, Pippi, Michel, Pippi, ich.

(Ist übrigens ganz einfach, geht sicher noch einfacher, ich optimiere da noch, aber: Glitzer, Wasser und klaren Bastelkleber in einem Verhältnis mischen, das gut glitzert und eine gute Absenkgeschwindigkeit der Glitzerpartikel gewährleistet [Wasser:Kleber ca. 1:1]. Die Flüssigkeit nach Belieben mit Lebensmittelfarbe färben. Den Deckel aus Gründen festkleben. Fertig.)

Mit Kuchen vollgefressen machten wir abends noch eine kleine Runde zum Pokémon Go-Spielen, Michel im Harry Potter-Kostüm.

Beim ins-Bett bringen kuschelte ich extra lange mit Michel. Der kleine Zwerg. Schon acht. Noch so klein, schon so groß. Innen wie außen. Ich hab dich so schrecklich doll lieb, kleiner Murch. :* Seit über acht Jahren. Tollere Kinder als dich und deine Schwester kann ich mir nicht wünschen. Das wollte ich mal sagen.

P.S. Herr Rabe hat mehr Fotos, unter anderem vom Kuchen. Da hatte ich noch Glitzer an den Fingern. Aber vielleicht mag Herr Rabe die ja noch hochladen?

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*ja, das ist gradezu grauenhaft binär und zementiert Geschlechtertrennung schon zu einem Zeitpunkt, an dem das andere Geschlecht [und alle dazwischen eh!] noch gar nicht ihhhh sind.

**Und dann noch dazu schreiben „bitte bedenkt, dass nicht alle ein Auto haben, vielleicht muss man jemanden abholen?“. Möchte giftig replyen „Bitte bedenkt, dass vor allem nicht alle ein riesiges Netzwerk aus alten Bekannten, Omas, Opas, Onkeln und Tanten vor Ort haben und am Tag des Kindergeburtstages mit 10-30 Kindern sicher anderes zu tun haben, als Gastkinder hin und her zu fahren.“ Manchmal sind mir die Norweger*Innen nach wie vor sehr fremd.

Tag 1914 – Vorfr… dingens.

Jetzt so um diese Zeit vor 8 Jahren ist meine Fruchtblase geplatzt. Im Bett. War nass. In etwa einer Stunde standen dann die Sanitäter vorm Bett, ausgerüstet für eine Not-Hausgeburt, weil Herr Rabe so aufgeregt gewesen war, als er den Krankenwagen rief, dass es da zu Missverständnissen kam. Ich hatte nämlich zu dem Zeitpunkt nur ganz sporadisch überhaupt Wehen, aber das Baby hatte sich nicht ins Becken gesenkt und deshalb hatte mir der Frauenarzt eingeschärft, dass ich bei Blasensprung unbedingt den Krankenwagen rufen und liegend ins Krankenhaus transportiert werden solle.

Heute habe ich mit der kleinen Schwester des damals störrisch unter meinen Rippen klemmenden Babys Pokémonkarten, Ballons und tonnenweise Glitzer gekauft. Ich habe die kleine Schwester nicht im Einkaufszentrum „vergessen“, das war meine größte Leistung heute.

Das Geburtstagskind bekommt eine Minecraft-Torte, die sieht super aus, weil obwohl und ist nicht von mir gemacht oder von Herrn Rabe, sondern von einer Bekannten, die das hobbymäßig macht. Damit wir nicht eine ganze Schokotorte selbst essen müssen, haben wir ein paar Jungs vom Sporthort eingeladen. Ich bin ein wenig gespannt auf die Feier, ich kenne nämlich nur einen von dreien, die zugesagt haben. Wir werden coronabedingt draußen feiern und ich nehme alle Daumen der Welt dafür, dass es bis dahin zu schütten aufhört.

Apropos Corona: unser Zwangshomeoffice wurde noch mal um mindestens zwei Wochen verlängert. Eigentlich habe ich Mittwoch einen Präsenztermin im Büro (und ich würde auch gerne mal wieder Papiere austauschen), aber wir dürfen AUF GAR KEINEN FALL mit dem ÖPNV fahren. Wie ich das löse, weiß ich noch nicht. Ich hoffe, der Präsenztermin wird verschoben, wichtig ist der nämlich eher nicht.

Ebenfalls zu spannend für meine Nerven: die Verhandlungen meiner „Gewerkschaft“ mit dem Staat laufen ungut. Die Sache liegt jetzt beim „Reichsmakler“, einer Schlichtungsstelle, und wenn da bis Mittwoch um Mitternacht nichts bei rum gekommen ist, kann es sein, dass wir streiken. Ich muss dann streiken, das ist keine Wahl, die ich habe, wenn ich das richtig verstanden habe. Aber wie streikt man denn im Homeoffice? Streikstände wird es vermutlich wegen Corona eher nicht geben, und ich komme da ja auch gar nicht hin weil ich ja AUF GAR KEINEN FALL mit dem ÖPNV fahren darf. Sehe mich schon in Warnweste und mit Trillerpfeife vorm Computer sitzen. Und anschließend drei Tage lang weinen, weil die Arbeit zum größten Teil bei so einem Streik ja nicht weg geht, sondern nur aufgeschoben wird. Die emails stapeln sich eh schon im Postfach, weil ich die letzten 4 Arbeitstage nur abends kurz geguckt habe, ob irgendwas so lichterloh brennt, dass ich es irgendwem weiterleiten muss.

Ich muss mich auch noch informieren, was denn nun das Problem ist. Wenn ich schon streike, sollte ich wenigstens wissen, wofür.

(Ganz generell habe ich keine Ahnung, wie die Norweger*Innen überhaupt streiken. Die sind ja so konfliktfähig wie Seife und machen alles mit sich allein im Wald aus. Ansprüche stellen ist auch nicht so ihres. Das passt irgendwie alles nicht so richtig zusammen.)

Tag 1907 – Aberglaube.

Ich würde mich als einen überaus rationalen Menschen bezeichnen, der nicht abergläubisch ist, aber eine Sache lässt mich immer noch zucken: Geburtstage vorfeiern. Das geht einfach gar nicht, macht man nicht und ich erinnere mich noch, dass ich als relativ kleines Kind, vielleicht so mit 5 oder 6, meine Oma gefragt habe, warum man das denn nicht macht und sie sagte „nä, nachher erlebste den Geburtstach dann gar nicht mehr!“.

Problem ist nur, dass die Norweger*Innen damit überhaupt kein Problem haben. Wenn man zum Beispiel in den Ferien Geburtstag hat, kann man entweder nachfeiern oder man feiert eben vor. Da machen die sich gar keine Gedanken drum, das ist ganz normal.

Deshalb war es auch kein Frevel, dass die Eltern von Michels Freund M. letzte Woche fragten, ob wir nicht heute mit M. feiern wollen, im Garten, es sollen eh alle Jungs aus der Klasse eingeladen werden. Ich schluckte kurz, aber dann dachte ich: so what. Sei norwegisch. Einfache Lösung vieler Herausforderungen (wen einladen? 12 Jungs hier… nein!) auf einmal, Arbeit auf 4 Erwachsene aufgeteilt!

Also feierten wir heute und es war auch gut, Fotos… gibt’s dann nächste Woche. Zum Geburtstag, denn ich bin ja nicht abergläubisch, aber.

Tag 1830 – Gelungene Kinderparty, uffz.

Es war das reine Chaos, alle Kinder waren happy und zumindest Pippis (vielleicht auch ein paar der anderen) Eltern sind jetzt echt im Eimer. Ich hab das Gefühl als sei ich heute einen Marathon gelaufen, einfach wegen Geräuschpegel, Uhr im Blick haben, andere Eltern mit Kaffee versorgen und WARM!!! Aber wenigstens konnten wir die ganze Party draußen machen, das ist ja in Pandemiezeiten schon sehr gut.

Wir haben wegen Trubel kaum Bilder gemacht, hier nur die drei Highlights des Tages:

Lila ist wirklich noch lila geworden und auch meine Smarties-Füllung hat funktioniert! Hurra! (Geschmacklich jetzt nicht aufregend, aber ok. Nächstes mal geriebene Zitronenschale mit in den Teig.)
Die Nachbarn haben uns dieses tolle Ding geliehen, da ist so ein Geburtstag natürlich schnell rum. Kann ich sehr empfehlen, sowas hat bestimmt auch der Hüpfburgenverleih Ihres Vertrauens.
Einhorn-Piñata. Ich hab auch ganz tolle Videos, wie eine Horde kleiner Mädchen in (meist) rosa Badeanzügen wild darauf eindrischt. Ein Mädchen hat geschafft, den Stock zu zerbrechen, die Piñata hielt aber erstaunlich lang stand. Das hat allen Kindern super viel Spaß gemacht, auch das empfehle ich sehr.

Tag 1823 – 5 Jahre.

Pippis Geburtstag und der Bloggeburtstag fallen ja aus Gründen immer nahezu zusammen, das ist sehr praktisch, den Bloggeburtstag würde ich nämlich sonst vergessen. Heia, 5 Jahre Rabensalat, auf die nächsten 5, Zwinkermiley.

Fünf Jahre Pippi ist ein sehr viel einschneidenderes Ding. Fünf Jahre mit zwei Kindern, fünf Jahre zu viert, fünf Jahre mit der kleinen Rübennasenmaus. Das Kind, das immer schon seinen eigenen Kopf hatte, den bis heute hat und hoffentlich für immer behält. Eigenwillig, durchsetzungsstark, stur (naaaawww wie der Papa). Für uns Eltern ist das nach wie vor nicht immer ausschließlich schön, aber trotzdem darf und soll Pippi bitte einfach immer genau so bleiben. Mit Ecken und Kanten. Vielleicht wird sie mal Chefin von irgendwas großem. Vielleicht auch Politikerin. Oder ein gefeierter Bühnenstar, Talent ist da, Spaß daran sich zu präsentieren auch. Wie ich sie aber kenne, macht sie irgendwann einfach genau was sie will, egal ob wir oder sonst irgendwer das gut finden.

Das ist alles schon sehr ok so. Ich hab diese Maus furchtbar lieb. Abends das Einschlafen läuft oft so: Pippi verkündet, dass sie müde ist und macht es sich auf irgendeinem Schoß, dem Sofa oder den Gartenstühlen gemütlich. Man hat dann etwa zwei Minuten, sie noch mal hoch zu bekommen um ihr einen Schlafanzug anzuziehen und die Zähne zu putzen, ansonsten schläft sie ein, wo sie grade ist. Sie ist ja müde und will schlafen, hat sie ja gesagt. Wenn wir sie normal ins Bett bringen, liest einer von uns vor und bleibt oft neben ihr sitzen, bis sie schläft, das sind bei ihr meistens nur fünf Minuten. Bevor ich mich rausschleiche, bugsiere ich sie meistens noch mal etwas mittiger aufs Bett, damit sie nicht rausfällt. Dabei schnarcht sie meistens noch mal auf, richtig laut, sehr prinzessinnenhaft. Pippi kann auch unglaublich laut rülpsen. In rosa Gewändern mit Glitzerkrönchen *RÜÜÜÜÜÜLPS*: es ist so niedlich, dass wir oft nur gekünstelt streng gucken können, aber innerlich lachen. Überhaupt ist Pippi gleichzeitig, wie ich immer gehofft hatte, dass meine feministisch erzogene Tochter ja wohl bitte nicht wird – nämlich komplett auf rosa Glitzereinhornfeenkram eingeschossen, Prinzessin hier, Mama spielen da, immer schick sein, immer schminken, Bikini muss sein und fast immer ein Kleid – und dann zieht sie aber unter dem Kleid eine Jogginghose an und schmeißt sich mit der kompletten Prinzessinnen-Montur in den Dreck und ich glaube auch nicht, dass sie sich im Kindergarten viel von irgendwem gefallen lässt. Im Zweifel rülpst sie sie halt alle in Grund und Boden.

Ausnehmend klug und überaus hübsch und all das ist Pippi natürlich auch, aber das würde jetzt unglaubwürdig, würde ich das auch noch ausführen.

Pippi halt. Einzigartig. Schon fünf. Erst fünf. Endlich fünf.

<345!

Tag 1805 – Pippi hat Geburtstag, schallalalala!

Mehr schaffe ich heute nicht zu schreiben. Es war ein sehr langer Tag, mit einer aufgekratzten Frisch-Fünfjährigen, liebem Besuch (den das Pre-Urlaubs-Chaos nicht zu stören schien), drei aufgekratzten Meerschweinchen, die jetzt aber nach einem gemeinsamen Tag ohne nennenswerte Zwischenfälle im Auslauf zusammen in der Meerschweinkiste wohnen („Mama? Das war jetzt wie eine Hochzeit!“ sagte Michel), Cupcakes, Pølse und Krönchen und abends noch packen für den Urlaub, den Herr Rabe morgen mit den Kindern antritt. Viereinhalb Tage allein daheim, ich freue mich so!

Pippi hatte jedenfalls einen tollen Tag, ich habe nur leider kein blogtaugliches Foto gemacht. Mich hat am meisten gerührt, dass ihr Michel ein Mikrofon gebastelt hat – nachdem es die letzten Tage aus irgendeinem Grund täglich riesiges Drama gab, weil Pippi kein Mikrofon hatte. Michel hat also aus einer Clownsnase, Pappe und Gaffatape eins gebaut und das war sein Geschenk und er sagte zwar in seiner grummeligen Michel-Art „dann ist jetzt hoffentlich Schluss mit dem Generve!“ aber ich war wie gesagt ganz gerührt.

Ich versuche mal morgen mit weniger Müde und mehr Ruhe was zu Pippi zu schreiben. Heute war die Muse noch nicht da.

Tag 1727/1728 – Geburtstagstag.

Gestern, kurz rekapituliert:

Um kurz nach fünf stand Michel vor meinem Bett und um kurz nach halb sechs beschloss ich in Michels Bett, dass ich offenbar nicht noch mal einschlafen werde. Dabei war ich hundemüde. Aber so ist das in dieser Pandemie, andere machen täglich Yoga und lernen ne Fremdsprache, wieder andere drehen total am Aluhut und tanzen gegen simpelste Hygienemaßnahmen an, ich kann hauptsächlich schlecht schlafen, das aber sehr gut. Mit verquollenen Augen (vom wenigen Schlaf) quälte ich mich aus dem Bett und machte einen schnellen Spaziergang, 45 Minuten bei 5 Grad, frisch aber immerhin erfrischend. Und hinter der Sonnenbrille, die es jetzt auch morgens schon braucht, sieht ja auch keiner, wie zerknautscht ich morgens aussehe. Der Tag plätscherte dann so dahin, ich machte Kleinscheiß bei der Arbeit und sabberte danach Autos im Internet an. Vielleicht guckte ich auch noch Videos auf YouTube, wie aufgedrehte Amerikaner Autos vergleichen. Vielleicht habe ich auch in einem Autoforum Fragen gestellt. Das mit dem Auto wird jedenfalls konkret. Vielleicht bekommt mir die Pandemie nicht. Abends dann Twitter-Kneipe mit Dalgona Kaffee in der Friday afternoon-Version. Sehr lecker, aber von der Konsistenz her eher gewöhnungsbedürftig. Kann mir das auch gut mit kalt aufgeschäumter Milch vorstellen. Macht auf jeden Fall SEHR wach. Und dann kommt man schlecht ins Bett. Und kann dann nicht schlafen. Und repeat.

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Heute Herr Rabes Geburtstagstag. Tusch und Konfetti! Er bekommt von mir den ersten Termin außerhalb seiner normalen Arbeitszeit, den ich vor eineinhalb Wochen bei einem Friseur abmachen konnte: nächsten Mittwoch. Und ein paar Bügelperlensechsecke und ein -herz von Pippi, das ich gestern Abend noch bügeln musste, woraufhin ich heute morgen von Pippi umarmt wurde und sie mir zuflüsterte (!) „Danke, dass du das noch gebügelt hast!“. Die Rübennase. Hachz.

Ich brachte dann heute früh die Kinder weg und buk zum Kaffee-nach-dem-Mittagessen einen schwedischen Kladdkaka mit leicht abgewandeltem Rezept, was gut geklappt hat;

  • 4 Eiweiß steif schlagen und dann 2 dL Zucker einrieseln lassen
  • 200 g Butter und 200 g dunkle Schokolade schmelzen (aber nicht zu warm werden lassen!)
  • Butter-Schoko-Suppe und die 4 Eigelb in die Eiweißmasse rühren
  • 2,5 dL Mehl und 1 TL Backpulver über die Ei-Schoko-Fettpampe sieben und unterheben
  • In eine nach Gusto vorbehandelte Springform geben
  • 15 min bei 200 Grad im wie durch Zauberhand gut vorgeheizten Backofen backen.

Der Kuchen ist innen drin jetzt nicht durch. Nicht mal annähernd. Und das muss so. Man isst den Kuchen noch lauwarm und dann zerläuft er. Dazu Schlagsahne oder Vanilleeis. Angst vor Salmonellen oder Kalorien sollte man halt nicht haben.

Kann ich nicht täglich essen, ist manchmal aber geil. Und heute mit Herrn Rabe war es fast ein bisschen wie in dem kleinen Café am Stortorget in Stockholm.

Happy Birthday, Herr Rabe <3

Tag 1671 – Hotelzimmeraussichten Teil 4. und 35.

Iiiiiiiich hab Geburtstag.

Bester Geburtstag. Habe den ganzen Tag inspiziert und damit das gemacht, was mir viel Freude bereitet. Hach! Hach. Wer hätte das gedacht, nach 2017 und 2018? Ich jedenfalls nicht.

Das 35. wird mein Lebensjahr, das hab ich so beschlossen.

Jedenfalls, die Aussicht:

(Falls Sie’s erkennen: behalten Sie’s bitte für sich.)

Restlichen Tag mit Amüsement über Reiserichtlinien verbracht. Ob jemand dran gedacht hat, dass drei Inspekteure grade schon auf Reisen sind? Wohl kaum. Jedenfalls sollen wir jetzt nicht mehr reisen. Mal sehen, ob wir Freitag wirklich nach Hause kommen oder laufen müssen. (Im Hotel ließe es sich zur Not noch etwas aushalten.)

Tag 1531 – Fertig. Und wach.

Ich! Habe! Einen! Mantel! Genäht!

Hat ja auch nur 10 Monate gedauert, obwohl man ja schon zugeben muss, dass von Januar bis Ende September da rein gar nichts dran passiert ist.

Foto gibt es noch nicht, Sie müssen mir das vorläufig einfach glauben. Vielleicht kriege ich im Hotel morgen was fotografiert, oder ich müsste meine Kollegen bitten (not gonna happen), wir werden sehen. Jedenfalls FERTIG!

Außerdem war heute Michels Kindergeburtstag in der Turnhalle, aber das war so entspannt, dass es sich kaum lohnt, darüber Worte zu verlieren. Mir graute davor wirklich, einfach wegen der Menge Kinder (11) aber die spielten und tanzten ganz zufrieden und es war wirklich einfacher als zu Hause, schon allein weil wir null geplantes Programm hatten (das dann ja auch durchgezogen werden will, bei den leicht zwanghaften Migranten).

Vielleicht wurde ich auch gehirngewaschen in den letzten sechs Jahren, schleichend vermutlich.

Gebügelt und gepackt ist für die nächste Woche, eine Woche Inspektion, eine Woche ohne Familie, seltsam, obwohl ich das ja im Mai auch schon mal gemacht hab. Trotzdem – halt seltsam.

Jetzt viel zu spät im Bett, also wirklich zwei Stunden zu spät aber der Mantel ist fertig und gebügelt ist, man kann nicht alles UND ausreichend Schlaf haben, ich jedenfalls nicht.