Tag 1236 – Guten Rutsch!

Obwohl wir uns am Dorf-Feuerwerk finanziell beteiligt haben, sitzen wir nun auf dem Sofa und die Kinder feiern schnarchend in ihren Betten rein. Die waren nämlich nach einer mehrstündigen Aufräumaktion ihrer Eltern rechtschaffen müde. Schön war es trotzdem und ein bisschen Silvester ging dann auch um halb zehn schon.

Herr Rabes Wunderkerze ist auch mit drauf.

Ich habe lange Zeit schreckliche Angst vor Wunderkerzen gehabt. Oh, und, das da im Hintergrund, nicht das mit dem blauen Stern, das andere: das ist unser Haus. Weil nach mehreren Bildern fremder Häuser immer gefragt wurde, ob das unseres sei.

Dann noch ein Bild vom Kleid:

Es hat übrigens vorne in der Mitte eine Naht und man sieht sie nicht trotz Muster, ich muss mir dafür mal ein bisschen auf die Schulter klopfen. Bettwäsche trägt sich auch recht gemütlich, ich werde das sicher nicht zum letzten Mal genäht haben. Es ist (habe ich glaube ich schon mal geschrieben) Bollec von Schnittquelle. Die Beste hat es nun in dunkelrotem Jersey und mit halblangem Ärmel. Und insgesamt die knapp 20 cm kürzer, die sie kleiner ist als ich.

Herr Rabe hat die Bücher, die ich im Wohnzimmer dekorativ auf die 16 Kästen verteilen wollte, äh, nahezu ebenso dekorativ einsortiert. Mehr kommen dann ja nun bald, da freue ich mich drauf.

Nun denn, kommen Sie alle gut rüber!

Tschüssi, 2018, du warst echt ein Arsch und ich werd dich nicht vermissen.

Tag 1235 – Blink, Blink.

Die eine der drei Küchenlampen ist irgendwie nicht ganz so smart drauf heute und macht, was sie will. Wir sind aber so tiefenentspannt, dass wir das eher lustig finden als u s drüber zu ärgern.

Pippi ist dreieinhalb. Heute hätten wir sie gerne ein paar mal irgendwo „vergessen“. Ihr Geduldsfaden ist einfach mega kurz und sie kennt nur die Modi „nörgeln“ und „kreischen“. Ganz toll. Wären wir nicht so tiefenentspannt, würde das grad wohl sehr an unseren Nerven sägen.

Ich habe mit dem Mantel angefangen*. Gestern Abend habe ich zugeschnitten, heute geheftet um die Passform beurteilen zu können und, naja, die Passform ist so lala, da kann ich aber sicher noch was rausholen. Was blöder ist, ist dass ich nicht mehr nachgeguckt hatte, ob ich passendes Garn habe und weil die Nähte außen liegen geht halt „passt einigermaßen“ eher nicht. Und natürlich habe ich kein passendes Garn. Wäre ich nicht tiefenentspannt, wäre ich ziemlich sauer auf mich wegen dieser Doofheit. So habe ich der Nähmutter geschrieben, ob sie mir Garn leihen** kann und fahre nun morgen Vormittag dort hin und schaue ob sie passendes hat. Dann kann ich auch diverse andere Fragen stellen, zum Beispiel nach Taschen***, Futter und ob sie Tipps hat, von einem meiner absoluten Lieblingskleider, in das die Waschmaschine (?****) leider nach Heiligabend viele ganz kleine Löcher gefressen hat, den Schnitt abzunehmen. Das Kleid war sehr teuer, passt mir wie angegossen und ist nicht von der Stange, also mal eben nachkaufen ist auch nicht. Da war ich mal kurz nicht so ganz tiefenentspannt und hab ob der Löchlein recht doll geflucht und ein Tränchen verdrückt. Weil Lieblingsstück.

Nicht nur ein Tränchen verdrückt habe ich heute bei der absolut letzten Folge Tatortreiniger. Ich fand die Serie von Anfang an super und das Ende ist lustig, wunderschön und tieftraurig und passt wunderbar zu Schotty. Schnief.

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*Jaja, Sie wollen Fotos von den anderen Projekten. Beim Kleid für Die Beste muss ich Sie enttäuschen, das andere kann ich ja morgen zur Feier des Tages anziehen und Ihnen dann zeigen?

**Man „leiht“ hier auch Dinge, die sich dadurch verbrauchen. Genau genommen schenkt sie mir dann Garn, und ich kaufe ihr eine neue Rolle und gebe es ihr zurück. Leihen halt. Man leiht hier auch einen Keks, von dem man mal abbeißen will.

***Ich hab da schon eine Idee, aber egal wie brauche ich erst Futterstoff.

****Erst hab ich panisch den ganzen Schrank und jede einzelne Wollklamotte nach Mottenlöchern abgesucht, aber es ist nur dieses eine Kleid und ich glaube mir wär an Heiligabend auch aufgefallen, dass es Löcher hat, wenn es die denn gehabt hätte.

Tag 1234 – Jahresendfragebogen 2018.

Zeit für einen Jahresrückblick, auf das eindeutig verrückteste Jahr… ever. Bisher. Muss auch in Zukunft bittedanke nicht getoppt werden.

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Tja. Ganz starke Amplitude, im Mittel wohl irgendwas zwischen 4 und 5.

Zugenommen oder abgenommen?

Alle Jahre wieder schreibe ich, dass ich keine Waage besitze. Vermutlich Gewicht zu, optisch etwas ab.

Haare länger oder kürzer?

Gleich. Signature Haarschnitt ist ne nette Sache, nur Friseur*Innen finden, die das zu meiner vollsten Zufriedenheit hinkriegen, Glückssache.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Gleich. Denke ich. Jedenfalls hab ich vor ein paar Wochen neue Gläser in der gleichen Stärke in mein altes Gestell einbauen lassen, weil meine alten Gläser ziemlich lädiert waren. Mein Maßstab ist: kann ich bei weit entfernten Bäumen mehr als diffuse grüne Masse ausmachen, ist es höchstens marginal verändert.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Joa, also so ein Haus ist schon recht teuer.

Der hirnrissigste Plan?

Für einen Job (von dem ich keine Ahnung hatte) innerhalb von fünf Wochen in Trondheim alle Zelte abbrechen, Haus kaufen, umziehen, Betreuung organisieren und durchstarten. Hat alles irgendwie hingehauen, manches (das Haus) war ein Glückstreffer, dass der Job auf noch mal ganz andere Art eine noch viel größere Katastrophe werden würde, als ich mir in meinen pessimistischsten Momenten ausgemalt hatte, konnte ich ja nicht ahnen.

Die gefährlichste Unternehmung?

Mich zu einem Mann, den ich nur ein mal getroffen hatte, ins Auto setzen und mit ihm in die tiefste Norwegische Pampa fahren, auf ein Industriegebiet. Seither weiß ich, wie das mit dem Notruf beim iPhone geht.

Dicht gefolgt von: denselben Mann einige Monate später, als ich schon wusste, dass der mehr als nur ein paar Schrauben locker hat, sehr wütend machen.

Der beste Sex?

Ach ja, alle Jahre wieder… sag ich, dass ich dazu echt nicht ins Detail gehen werde. Offen sagen kann ich ja, dass ich viel entspannter Sex habe, wenn ich mich auf die Verhütung verlassen kann.

Die teuerste Anschaffung?

Das Rabenhaus.

Das leckerste Essen?

Puh… Ich hab mich nach dem letzten Vorstellungsgespräch bei meiner neuen Behörde mit Sushi belohnt, das war vermutlich gar nicht so überragend gut, wie es die rosarote Wolke meiner Erinnerung mich glauben lassen will. An das Dinner nach meiner Disputation hab ich kaum Erinnerungen. Das erste Essen im Haus war Tiefkühlpizza und allein deshalb köstlich, weil wir es in unserem ganz eigenen Backofen zubereiteten. Und das Weihnachtsessen war einfach köstlich.

Das beeindruckenste Buch?

Schon wieder nix beeindruckendes gelesen.

Der ergreifendste Film?

Auch kaum Filme gesehen.

Die beste CD?

… oder neue Musik gehört.

Das schönste Konzert?

Leute, lets face it: ich habe dieses Jahr nichts gemacht. Immerhin ist die Chance, dass Bands die ich mag, nach Oslo kommen, viel größer, als dass sie nach Trondheim kommen, also besteht eine gewisse Chance, dass sich das ändert.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Bewerbungen, Selbstmitleid, dem Umzug und dem EU-Regelwerk für Pharmazeutika und Medizinprodukte.

Und den Kindern.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Meiner Familie.

Vorherrschendes Gefühl 2018?

What the fuck is going on?

2018 zum ersten Mal getan?

Ein Haus gekauft, einen Dr.-Titel erhalten, Arbeitslosengeld bezogen, mich aus Angst in meinen eigenen vier Wänden eingeschlossen, einen Kühlschrank gekauft, meine Haare blau gefärbt, regelmäßig mit dem Auto zur Arbeit gefahren.

2018 nach langer Zeit wieder getan?

Rechtsberatung in Anspruch genommen, nach London gereist, viel Zeit bei Ikea verbracht und da auch viel Geld gelassen, mit meinem Bielefelder Ex-Chef telefoniert, Regelwerke gewälzt.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Nur drei?

– Etwa 50 Absagen.

– Die Monate August bis Oktober.

So sind’s sogar nur zwei, aber es erscheint mir etwas unfair, ganze drei Monate streichen zu wollen. Trotz allen Mistes habe ich nette Leute durch die Chipsfabrik-Sache kennengelernt, weiß nun sehr viel besser, wo ich mein Bauchgefühl nicht ignorieren sollte und immerhin wohnen wir nun deswegen hier und das ist sehr wunderbar.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Die Bank davon, dass sie uns einen Kredit geben, auch wenn ich nur ein einigermaßen loses Versprechen, einen Job zu kriegen, vorweisen konnte. Und die Behörde davon, dass ich die Richtige für sie bin.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Michel, die schicken Sachen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Das Internet und allen voran @diekalteSophie einen richtigen Doktorhut.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Vi vil gjerne tilby deg stillingen og håper at du takker ja!“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Vermutlich sowas wie „Das mache ich nie, nie wieder, versprochen.“ Im März.

Oder „Javisst takker jeg ja, jeg gleder meg utrolig mye!“ (Vielleicht war es auch nonchalant dahingeplaudertes Aufzählen diverser Hygieneroutinen, ich hab die Herzchen in den Intervieweraugen quasi blinken gesehen.)

Mehr Kohle oder weniger?
Dramatisch viel weniger.

Besseren Job oder schlechteren?
Tjanun, ne? Erst keinen, dann einen, den ich echt niemandem wünsche, dann wieder keinen, jetzt noch drei Tage bis vermuteter Traumjob.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Freunde und Erfahrungen. Massenweise Erfahrungen. Und einen Dr.-Titel, aber den hab ich nicht gewonnen, sondern mir erarbeitet.

Mehr bewegt oder weniger?
Schwer zu sagen. Die täglichen Gänge zur Arbeit und zurück fehlten mir schon, ebenso das Tanzen, dafür hab ich dann mit den Workout-Videos angefangen. Insgesamt zielgerichteter, regelmäßiger, aber vermutlich etwas weniger.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Richtig krank war ich glaube ich nicht, die Schilddrüsensache plätschert halt so vor sich hin.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Die Schilddrüse ist nach wie vor ätzend.

Dein Wort des Jahres?
Inspektør.

Dein Unwort des Jahres?
Mikroalgen.

Dein Lieblingsblog des Jahres?
Da kann und will ich mich nicht entscheiden. Neu in meinen Feedreader aufgenommen sind menschenwiesteine.wordpress.com, humble.blog, Donnerhallen.de, Frolleinpollys.wordpress.com und Wunnibar.wordpress.com. Alle haben mich dieses Jahr auf ganz unterschiedliche Weise berührt und ich freue mich, dass sie da sind.

2018 war mit einem Wort…?
Irre.

Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Dass der Job so gut wird, wie ich ihn mir vorstelle.

Tag 1233 – Platt.

M. und H. sind heute Mittag wieder (bzw. weiter) nach Hause gefahren und obwohl das wirklich alles tolle Besuche waren, die ich sehr genossen hab, war ich danach platt wie ein Brötchen. Schlafmangel und sehr leckerer Wein und halt Besuch, hui. War ein bisschen viel und ich hab dann auch vernünftiger Weise einen Mittagsschlaf gemacht, alternativ hätte ich mit schlimmer Laune allen dieselbe versauen können, das bringt ja auch keinem was.

Abends dann noch den Backofen gereinigt, der sah nach dem Krustenbraten nicht mehr so hübsch aus wie vorher. Ich liebe übrigens unseren neuen Backofen und auch den Herd, das kam ja beides mit der Küche. Beides ist von der großen Haushaltsgerätemarke aus Gütersloh, das heißt, man kann im Backofen zum Beispiel echt einfach alles ab- und ausbauen, ohne Werkzeug und Tralala, und dann kann man das alles super sauber machen. Und der Herd ist ein Induktionsherd, obwohl das hieß, dass wir einige (sehr wenige) Kochgefäße darauf nicht mehr benutzen können, und obwohl ich der Besten recht gebe, dass die Temperaturregelung bei den unteren Stufen etwas schwierig ist, liebe ich das Ding einfach. Mit Turbo-Stufe kocht Wasser für Nudeln etc. ultra schnell. Aber was ich am besten finde, ist dass nichts am Herd anbrennt. Wenn mal was überkocht, brennt es maximal am Rand des Topfbodens fest, aber weil die Platte an sich nicht heiß wird, kann man, sobald man sich wegen der passiven Hitze traut, alles einfach wegwischen ohne schrubben zu müssen. Tschüss, Ceranfeld-Politur! Auch sehr praktisch ist, dass man sehr schnell die Platten wechseln kann, weil eben nicht erst die Platte heiß werden muss. Und aus heißt aus, kein Nachwärmen und träges Runterkühlen der Platte. Hach! Ich sag es Ihnen. Induktion. In Bielefeld hatten wir ja einen Gasherd Und bisher schwor ich wirklich auf Gas zum Kochen, aber da kommt Induktion von der Kochleistung her fast ran, ist dazu aber wesentlich einfacher zu reinigen und viel, viel sicherer. Wenn kein Metall drauf steht, geht der Herd halt nicht an. Grade mit Kindern ist das ja auch noch mal ein Aspekt.

Ok, ich merke, dass ich hausfräulich abschweife. Im Grunde hab ich nur prokrastiniert, den Mantel zu nähen. Ich hab nämlich ein bisschen Angst, dass ich mich da übernommen hab, oder der Stoff doch zu dünn ist oder der Schnitt doof oder oder oder. Ich hab schon bestürzt festgestellt, dass da keine Taschen vorgesehen sind und ich da wohl selbst was basteln muss, eieiei, es stresst mich jetzt schon. Vom Futter, das im Schnitt nicht vorgesehen ist und von dem ich auch keine Ahnung hab, wie ich’s reinmache oder auch nur, welchen Stoff ich dafür nun wieder kaufen soll (und wären Taschen innen nicht auch vielleicht ganz nett?), mal ganz abgesehen. Es ist also schwierig. Aber immerhin hab ich jetzt das Schnittmuster fertig ausgeschnitten. Ohne Taschen.

Tag 1232 – Dinosaaaauuuuuurrrrrrr!

Michel und seinen besten Freund H. zusammen zu sehen ist immer noch und immer wieder sehr schön. Schwupps sind wieder alle Dinosaurier und machen (leicht ermüdende) Shows und jetzt bringt M. die Jungs ins Bett. Pippi ist schon total erledigt auf dem Sofa eingeschlafen und schnarcht jetzt hoffentlich beruhigend den Jungs was vor. Das letzte Mal konnte H. hier ja leider gar nicht einschlafen und dass ich nicht verstanden habe, dass er „Tørst!“ (Durst) flüsterte und nicht „Test“, tja, naja, das war halt nicht zuträglich. Vermutlich darf ich ihn nie wieder ins Bett bringen. Nunja. Norwegisch ist und bleibt halt doch ne Fremdsprache für mich und mit Dialekt und einer lustigen Sprachfehlermischung kommt in meinem Kopf halt manches durcheinander.

Apropos: also Michel heute sagte, er müsse sein Portemonnaie holen, lachte sich M. halb kaputt und meinte, das Wort hätte sie noch nie von wem unter 80 gehört. Wir sind hier halt so retro, selbst unsere Kinder reden wie Greise.

Tag 1231 – Befreit.

Habe tatsächlich das FitBit abgelegt. Zumindest tagsüber. Bin grad unsportlich. Was soll’s, in einer Woche ist das süße Nichtstun vorbei, da muss ich mich jetzt nicht jede Stunde dran erinnern lassen, dass ich nichts tue.

Habe heute einen größeren Punkt von der To-Do-Liste (wenigstens vorläufig) gestrichen. Denn heute war ein Junge hier, ein waschechter Wikinger mit Götternamen und Seitenscheitel und Zahnspange. Der Wikinger wird probehalber am Samstag hier Babysitten*. Und wenn das gut läuft, werden wir das ausbauen, bis zu einem richtigen Nebenjob für ihn und einer richtigen Entlastung für uns, sodass ich kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich im neuen Job durch Wikingerland gondle und Herr Rabe den Bring-Pendel-Vollzeitjob-Pendel-Abhol-Spagat alleine schaffen muss. Weil unser Wikinger eben noch sehr jung ist, wird ihn seine Mama unterstützen und vor allem das Taxi sein, aus dem Grund war die Mama auch mit und die ist sehr nett. Der Wikinger ist ziemlich schüchtern, aber Michel und Pippi haben ihn gleich um ihre Finger gewickelt und ich bin sicher, ohne Mama ist der auch gesprächiger. Natürlich ist das nicht so ganz, wie wir uns das vorgestellt hatten, andererseits ist es nen Versuch wert, wir brauchen Hilfe, er braucht nen Job, Mama ist im Zweifel ein zusätzliches Backup, wenn er zuverlässig ist: warum denn nicht. Ich hab schließlich auch mit 14 schon Babygesittet. Mir fällt jedenfalls ein Stein vom Herzen, wenn das klappt.

Sonst hier weiterhin tiefenentspannte Weihnachtsidylle. Ich genieße das dieses Jahr wirklich sehr und zelebriere das richtig, mit Der Besten geht sowas auch, auch mit M. und H., die morgen kommen und über Nacht bleiben. Ich frage mich manchmal, warum das mit Freunden oft so viel einfacher ist, als mit Familie**, aber dann will ich wieder gar nicht drüber nachdenken und schiebe das weg und genieße weiter mein entspanntes, terminloses, nicht emotional überfrachtetes Weihnachten 2018.

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*keine Ahnung, was Herr Rabe und ich dann machen. Das wird unsere erste gemeinsame freie Zeit seit dem 31.07., wo wir hektisch und schwitzend und mehr oder weniger verzweifelt restlichen Kram in Kisten packten, dann beim Verladen in den LKW halfen und am Ende bis weit nach Mitternacht die Wohnung in Trondheim putzten. Paarzeit. Hahaha.

**Ist hier ja auch ein heikles Thema. Schlimmer als 2015 geht es zwar nicht mehr, aber irgendwie ist das ja auch keine Aussicht. (Ich möchte das hier nicht ausbreiten. Aber es war für mich kaum auszuhalten, aus ganz vielen Gründen. Vorgestern erzählte ich der Besten davon und brach fast in Tränen aus. Das Weihnachten war halt was passiert, wenn in einer eh… belasteten Familie unzureichend abgegrenzt auf notjustsad trifft.)

Tag 1230 – Nix passiert.

Totale Weihnachtsfaulheit. Ganz wunderbar ist das!

Die Beste ist heute wieder abgereist, den Rest von Weihnachten mit ihrem Freund und dessen Familie feiern und dann ab 27. auch direkt wieder arbeiten. Wir haben heute mit der Familie telefoniert, Lego gebaut, Vernie kennengelernt, Wäsche gewaschen, waren Schlitten fahren (merke ich nach einer etwas sehr rasanten Tour nach Michel ziemlich in meiner rechten Pobacke samt Oberschenkel), haben lange und ausgiebig geduscht, ich hab mein ColourPop-Vault* endlich ausgepackt und mir die Fingernägel lackiert und außer halt Wäsche zu waschen, Pinnekjøtt einzuweichen und die leergefutterten Keksdosen auszuwischen einfach nix gemacht. Ich überleg sogar, das FitBit abzumachen und mich ganz reuelos der bräsigen Sofafaulheit hinzugeben. Ich liebe Weihnachten.

*sponsored zu 50% by Schwiegervater und deshalb Weihnachtsgeschenk aber gestern vergessen