Tag 3806 – Bläh.

Also der Tag war ganz ok, aber ich schleppe irgendwie seltsame Magenschmerzen mit mir rum, die vielleicht auch eigentlich Rückenschmerzen sind, das habe ich alle Jubeljahre mal und es lässt sich schwer unterscheiden. Außerdem Laune und müde und musste pubertierendes Kind anscheißen, und das ist alles sehr blöd. Licht aus und mal schlafen hilft vielleicht. Insofern: gute Nacht!

Tag 3804 und 3805 – Routine.

Die erste Inspektion des Jahres ist nahezu überstanden. Es war eine „kleine“ Inspektion eines Auftragslabors und ohne großartiges Reisen. Wir sind etwas früher fertig geworden als geplant und machen deshalb morgen nur noch die Abschlussbesprechung, gemütlich vom Büro aus. Die neue Kollegin hält sich einigermaßen wacker. Ich bin vorsichtig optimistisch.

Ich bin einigermaßen platt. Es lief zwar wirklich glatt, aber ich muss wieder ein bisschen rein kommen und jemanden neues einarbeiten, „so nebenher“, während man ja auch ne ganz normale Aufgabe hat (nämlich inspizieren), ist nicht so ganz ohne. Morgen, am durch die vorzeitig fertige Inspektion gewonnenen Bonustag, kann ich mich hoffentlich ein bisschen erholen. Jetzt hoffe ich erst mal auf Schlaf.

Tag 3803 – Weiter wenig los.

Ich war im Büro. Morgens habe ich da Sport gemacht und übertrieben, das wird mir wahrscheinlich morgen leid tun. Ansonsten war Büro so wie Büro eben ist. Ich frage mich seit einem Meeting heute, ob ich tatsächlich so eine ganz andere Einstellung zu meiner Chefin habe (oder zu hohe Erwartungen an sie?) als fast der ganze Rest, oder ob ich das nur glauben soll (gaslighting) oder ob sie vielleicht was mit ihre Optimistinnenbrille anschaut, was ich durch meine Pessimistinnenbrille sehe. Also das übliche. Menschen sind komisch.

Tag 3799 – 3802 – Dies und das, aber wenig los.

Es kam gar nicht soooo viel Schnee. Eher so 15 cm. Trotzdem sind das halt 15 cm Schnee, das muss alles irgendwo hin, auf den Straßen kann es nur eingeschränkt liegen bleiben. Wir kamen aber sowohl zur Arbeit als auch zurück, ohne Probleme. Yeah.

Donnerstag Arbeit ging besser als Mittwoch. Also ich war nicht so elends kaputt danach. Ebenfalls Yeah. Dafür hab ich so lange in Meetings gesessen, dass ich es weder zum Sport noch dazu, meinen Blazer aus der Reinigung zu holen, geschafft hab.

Freitag war Homeoffice. Ich habe den ganzen Tag in Meetings, bei denen man phantasiert, wie man irgendwie davon kommen könnte, verbracht. Es war relativ furchtbar, aber ich war danach nicht so kaputt wie Mittwoch. Vielleicht war das einfach der erste Tag nach Urlaub.

Jemand hat noch die alte Spülmaschine abgeholt. Wir haben jetzt seit fast einem Monat (morgen genau ein Monat!) eine neue, und es ist super. Sie ist WESENTLICH leiser, so leise, dass ich mich manchmal frage, ob sie an ist. Alles wird sauber, es gibt keine dead spots wo das Geschirr dreckig bleibt. Diese Abdampfautomatik, dass die Tür am Ende des Zyklus einen Spalt aufgeht, ersetzt die frühere Abdampfautomatik namens Frau Rabe perfekt. Und bisher habe ich auch nicht bereut, dass wir uns auf das Autodosierungs-System eingelassen haben. Es ist schon sehr praktisch, dass wir bisher nur ein Mal, ganz am Anfang, diese Spülmittelkassette da rein getan haben, und uns ansonsten um nix kümmern müssen. Kein extra Salz, kein Klarspüler, NIX. Und wie gesagt – es wird alles sauber, also das Spülmittel scheint zu tun, was es soll. Man kann die Spülmaschine auch auf die herkömmliche Art betreiben, wenn man das möchte, aber wir bleiben erst mal bei den Kassetten. Ach ja: Dank XXL-Maschine passen jetzt auch Teller und Gläser in der Höhe völlig problemlos.

Gestern waren Pippi, Herr Rabe und ich in Oslo. Pippi und Herr Rabe wollten zum Familien-Weihnachtsfest bei Herr Rabes Arbeit, ich wollte zum Geigenbauer, meinen Blazer von der Reinigung holen, eventuell eine neue Skihose kaufen (meine hat ein großes Loch im Schritt, stellte ich neulich schockiert fest) und dann auch noch zu der Weihnachtsfeier. Letzteres habe ich dann gelassen, beziehungsweise habe ich mich bei Herr Rabe ins Büro gesetzt und ein bisschen Arbeit nachgeholt, die bei den ganzen Meetings liegen geblieben war. (Ja, ich weiß. Ja, ich schreibe dafür Überstunden auf.) Der Geigenbauer war nicht da, der Blazer wurde abgeholt und ist wieder sauber, eine neue Skihose wurde erworben. Die Skihose musste ich einfach irgendwo im Laden anprobieren, weil ich keine Umkleide gefunden habe und überfordert damit war, wen zu fragen. Zu viele Leute, zu viel Geräusch. Die Hose passte, also hab ich sie gekauft. Ende.

Abends war ich dann ein bisschen Pudding und hab nicht mehr viel geschafft. Ich hab noch Monty und Greg gewogen und gemessen. Monty ist jetzt 1,15 m lang und wiegt 1,2 kg. Greg ist 85 cm lang und wiegt 950 g. Monty ist außerdem um Längen entspannter dabei, aus dem Terrarium geholt zu werden, und bleibt auch ruhig auf dem Schoß liegen. Greg ist 10 Sack Flöhe und versucht die ganze Zeit, vom Arm zu springen. Ich sag mal so: die Hinweise, dass Monty ein Weibchen und Greg ein Männchen ist, verdichten sich.

Heute war ein aktivitätsmäßig besserer Tag. Herr Rabe hat mit Pippi und ihrer Freundin den Schnee vom Balkon entfernt (das ging jetzt noch leicht, weil das ganz puderiger Schnee ist) und war dann noch mit den beiden Schlitten fahren. Ich habe Sport gemacht, Geige gespielt und Haare gefärbt. Plus Wäsche waschen und essen machen und so weiter, das übliche eben.

Morgen geht es weiter, neue Woche, neue Möglichkeiten.

Seufz.

Tag 3798 – 25 cm…

… Schnee werden heute Nacht erwartet. Das ist viel, selbst für hier, und weil -10 Grad sind, bleibt das auch alles liegen. Keine Ahnung, ob, wie und wann wir es morgen zur Arbeit schaffen, aber wir werden es versuchen. Vorsichtshalber haben wir ein Auto schon unten an der Straße geparkt, außerdem sind schon wieder Teile der Kabel ausgefallen und ich hab mich offen gestanden auch nicht getraut, hoch zu fahren. Ich muss dann aber dran denken, Spikes für die Schuhe mitzunehmen, sonst ist es etwas Risikosport, den Weg hoch zu gehen.

Heute der Tag war so lala. Ich habe gearbeitet und dann hatte ich irgendwann am späten Nachmittag derbe Kopfschmerzen und war wie ausgeknockt müde und musste erst mal ne Stunde Nickerchen machen. Offenbar bin ich nichts mehr gewohnt. Danach war ich weinerlich und frustriert und generell nicht mein bestes ich. (Und nein, es ist mal ausnahmsweise nicht der Zyklus.)

Herr Rabe hat die letzten zwei Tage ausgesprochen lecker gekocht, gestern Rosenkohlpfanne und heute Schmorkohl. Beides mit Kartoffeln. Das sind alles noch Weihnachtsreste (Kohl hält sich ja). Wir fühlen uns sehr westfälisch. Sogar die Kartoffelsorte ist ganz in Ordnung und hat einigermaßen Geschmack. Cerisa heißt die. Wenn es nicht verboten wäre, würde ich Kartoffeln aus der Heimat importieren und selber anbauen. So westfälisch bin ich! Und so fad sind die norwegischen Kartoffeln.

Tag 3796 und 3797 – Stundenweise.

Gestern habe ich tatsächlich geputzt. Ich war dabei sehr gründlich und habe auch „alles“ gemacht, aber dabei die Kinderzimmer ausgelassen, die sind echt alt genug dafür, da selber mal staubzusaugen und ich bin nicht deren kostenloser Roomservice. Als Herr Rabe nach Hause kam, fragte er, was ich sonst so gemacht hätte, und ich sagte (was der Wahrheit entsprach), ich habe nichts anderes gemacht. Anders gesagt dauert das sehr gründliche Putzen dieses Hauses einen Arbeitstag. Uff.

Abends war wieder Orchester, das war schön.

Heute habe ich, nach dem Putztag, gar nichts gemacht erst mal ein paar Folgen The Bear geschaut und dann zweieinhalb Stunden Schnee geschippt. Als ich fertig (und durchgeschwitzt und ordentlich genervt) war, kam dann auch der Heini, der ganz gut bezahlt wird dafür, hier ein mal mit seinem Traktor rauf zu fahren. Die Wärmekabel funktionieren so lala und in der Mitte dazwischen sammelt sich halt auch Eis an. Wir wollen alle nicht, dass dieses Eis irgendwann 40 cm dick wird. Und ich persönlich könnte mir auch vorstellen, dass eine etwas breitere Spur dazu beiträgt, dass ich nicht jedes Mal irgendwo rutsche.

Als ich wieder im Haus (und hungrig) war, fiel erst mal der Strom aus. Der Strom blieb dann auch für 2 Stunden aus. Zwei Stunden im Dunkeln sind schon lange. Zwei Stunden ohne Heizung, wenn draußen -11 Grad sind, merkt man auch relativ fix (ok, ich hatte auch vergessen, die Lüftungsklappen überall zuzumachen). Naja, wir haben Teelichter, einen Kamin und ein Messer, mit dem man, sehr zu Michels Erstaunen, Brot abschneiden kann. Inzwischen haben wir wieder Strom, wir konnten also auch was richtiges essen, aber es war schon wirklich sehr dunkel in diesen 2 Stunden.

Wir müssen dringend für den Sommer anleiern, dass die eine Terrassentür ausgetauscht wird. Die ist so undicht, dass es, trotz Thermostat auf kuschligen 25 Grad, zur Zeit immer super kalt im Hobbyraum ist.

Es soll bitte bald Frühling werden.

Tag 3794 und 3795 – Bald wieder Alltag.

Wir haben versucht, die letzten Ferientage so gut es geht zu genießen, und trotzdem wieder in normalere Schlafrhythmen zu kommen. Das hat so lala funktioniert.

Gestern hatten wir einen schönen Filmabend mit Ofenkäse und Rotwein. Pippi durfte spontan auch mitgucken. Wir haben Knives Out geguckt, und Pippi fand ihn gut und nicht zu gruselig. Generell findet Pippi ja am wenigsten akzeptabel, wenn Leute knutschen, und da ist man bei Murder Mystery wenigstens halbwegs sicher vor. Herr Rabe und ich haben uns rückwärts durch die drei Filme geguckt (also Wake up, dead man zuerst, dann Glass Onion und dann Knives Out) und können die sehr empfehlen.

Heute habe ich einen großen Stapel Wäsche weggebügelt (ich HASSE Bügeln), Leute angerufen und zu möglicher Vorstandsarbeit befragt (muss ich auch nicht ständig machen, ehrlich gesagt), Sport und Geige und lecker gegessen. Ich habe morgen und übermorgen noch frei, aber die Kinder und Herr Rabe ja nicht. Vermutlich werde ich putzen. Yeah.

Tag 3793 – In Gang kommen.

Es war ein ganz bisschen aktiverer Tag als die letzten zwei Wochen. Also wirklich minimal. Aber immerhin habe ich Sport gemacht und Geige gespielt und endlich ein paar Leute von den lokalen Grünen angerufen, die möglicherweise im Vorstand sein wollen. Ich bin nicht im Vorstand, aber im Gremium, das den Vorstand vorschlägt. Ich habe das ewig vor mir her geschoben, weil ich echt mit niemandem reden wollte. Aber so langsam drängt es ein bisschen.

Herr Rabe hat derweil heute auch gelernt, dass die Nachbarn wirklich nicht aus Scheiß gesagt haben „Wenn Schnee in der Spur ist, versuch gar nicht erst, den Berg hoch zu fahren“. Die Wärmekabel sind zwar repariert, aber waren nicht angesprungen und dann reichen 3 mm Schnee auch schon, damit man den Berg nicht mehr hoch kommt. Zwei Stunden später war er mit Hilfe eines Nachbarn immerhin wieder so weit in der Spur, dass er den Berg rückwärts wieder runter rollen und unten parken konnte.

Vielleicht doch Spikereifen bestellen.

Tag 3792 – Gut genug.

Herr Rabe fragte mich, ob ich das Puzzle zusammenkleben und aufhängen will, aber ich kaufe lieber der Künstlerin (Lisa Aisato, gucken Sie ruhig mal in deren Shop, da sind wirklich tolle Motive bei!) einen Druck ab, da hat sie mehr davon und es sieht aufgehängt auch schöner aus.

P.S. Ja, die 50 Shades of Gelb waren anstrengend.

P.P.S. Die Qualität des Puzzles als solches war so lala. Die Teile waren zum Teil so blöd geschnitten, dass den Teilen „Füßchen“ abgefallen waren, die ich dann mit viel Fingerspitzengefühl (und manchmal einer Pinzette) in die winzigen Löcher friemeln musste. Ich habe ein weiteres Puzzle hier liegen, das von einer großen Marke ist, ich hoffe, das ist besser.

P.P.P.S. Da ich aber ja nicht aufhören kann, wenn ich erst mal angefangen habe zu puzzeln, mache ich erst mal Pause.

Tag 3790 und 3791 – Happy 2026!

Wir haben total wild gefeiert* und deshalb falle ich jetzt ins Bett.

*dreiste Lüge. Ich habe gepuzzelt, genau wie gestern auch schon, und genau wie gestern auch schon finde ich dabei kein Ende. Morgen werde ich fertig, dann mache ich ein Foto vom Motiv, das passt nämlich schön als Motto, nicht nur fürs neue Jahr, sondern eigentlich fürs Leben an sich.

Ich wünsche Ihnen allen ein bestmögliches 2026 mit ausschließlich positiven Überraschungen und diesen auch nur in den Dosen, die Sie bevorzugten.

Ein mäßiges Foto, aber wir hatten tatsächlich eine super Aussicht auf das komplette Feuerwerk unseres Dorfes. Wir selbst hatten nur Wunderkerzen, wie seit Jahren schon. Und es schneit. Minimal, aber es schneit. (und: ja, da fehlt ein Stück Balkongeländer, das ist da, wo das Holz rummoderte, da muss immer noch ein Holzarbeitsmann oder eine Arbeitsfrau oder eine Arbeitsperson kommen und das fixen. Ich hatte noch keine Muße, da hinterherzurennen.)