Tag 1649 – Nicht Sonntag.

Wir hatten heute Urlaub (aber nur heute) und deshalb denke ich die ganze Zeit, heute sei Sonntag und morgen dann Montag.

Wir haben heute den Besuch bis nach Oslo gebracht, haben da eine kleine Handyspiel-Runde gedreht und sind Eis essen gegangen. Das war ein schöner Ausklang eines schönen Wochenendes mit M. und H. Schade, dass ich, wenn ich beruflich in Trondheim bin, null Zeit für Privates hab.

Michel hat den Abschied nicht so gut vertragen. Erst war er voll cool. Dann war alles schlimm und wir liefen mit einem permanent weinenden Kind zurück zum Bahnhof (was aber gaaaar nicht damit zusammen hing, dass der Besuch nun weg war). Jetzt kann er nicht schlafen und liegt neben mir im Elternbett. Da schläft er zwar auch nicht, aber wenigstens bleibt er da liegen.

Die einzige Spinne, die ich mag:

Heute kurz im Garten geschaut: es ist noch sehr vieles grün. Erdbeeren, Thymian, Lavendel und Stockrosen und ein bisschen vom Oregano ist grün. Es ist Mitte Februar und sollte eigentlich die kälteste und Schneereichste Zeit sein, stattdessen sind 7 Grad (plus) und es regnet dauernd. Das wird ein Fest in den kommenden 20-30 Jahren mit den Klimaveränderungen.

Muss ich wenigstens keine Ski kaufen. Ein Teil von mir freut sich auch auf früheren Frühling, aber echt nur ein Teil, weil das halt auch bedeutet, dass anderswo der Permafrostboden taut und die Gletscher schmelzen.

Tag 1648 – Zu faul.

Wir waren heute im Museum, im Eidsvoll-bygningen wo 1814 das norwegische Grundgesetz geschrieben und unterzeichnet wurde (von 112 Typen, tjanun). Das war wirklich interessant, aber wir haben nur ein Foto gemacht und ansonsten staunend alles angesehen. Ein ganz liebevoll hergemachtes Minimuseum ist das. Und total kinderlieb. Um das alles aufzuschreiben bin ich jetzt viel zu faul, zur fortgeschrittenen Stunde (auch heute war Bettzeit eher so ein Zirkus).

Da müssen Sie einfach herkommen und dann machen wir Kinderführung zusammen!

Auf ehrwürdigen Bänken.

Tag 1647 – Besuch!

Seit heute mal wieder Besuch, das letzte mal war ja im Sommer, ist also ewig her. M. und H. aus Trondheim sind hier und bleiben bis Montag, das ist sehr schön. Nicht so schön ist, dass sich an der Schulsituation von H. gar nichts geändert hat, da möchte ich als Außenstehende schon diverse Lehr- und Aufsichtspersonen schütteln, wie muss es da M. gehen.

Aufgedrehte Kinder waren aufgedreht und kamen dann nicht ins Bett, deshalb hab’s Feierabend für uns Erwachsene erst um elf und dann war es ein müder und kurzer Feierabend.

Tag 1451 – Kleines Ferienende.

Aufgrund grober Fehlplanung haben wir morgen doch gar keinen Termin mit Michel in der Botschaft, um seinen Pass zu erneuern. Pippi ist aber schon im Kindergarten angemeldet und da wird sie also morgen hingehen. Den letzten richtigen Ferientag und auch den letzten Tag des Besuches meiner Schwägerin haben wir heute gebührend begangen, mit Besuch aus der Hauptstadt, viel Kaffee, Quatschen, Waffeln und einem mehr oder weniger in Schutt und Asche gelegten Kinderzimmer. Das Wetter ist wieder top, es ist einfach alles… hach!

Wissen Sie noch, die Malvenrostende Stockrose? Von der ich bis auf so… eins oder so alle Blätter abgeschnitten habe, dann den Rest natürlich nicht mit verbotenem Spritzmittel behandelt habe *hust, hust*? Die blüht jetzt. Hach! (Die anderen leben auch alle noch, aber da es für die ja das erste Jahr ist, blühen die noch nicht.)

Hach!

Könnte noch ein bisschen so weitergehen, mit den Ferien.

Tag 1426 – Flötensee.

Naturseeing wurde es. Genau genommen unser kleiner Badesee mit Strand, genannt Fløyta (Flöte). Dass es nur 18 Grad warm war (nicht im Wasser, in der Luft) juckte die Kinder überhaupt nicht. Auch nicht, dass das braunes goldenes Moorwasser ist. Hauptsache Wasser.

Pippi vermiete ich demnächst als norwegisches Kindermoden-Naturmodel.

Der Kopf der da im oberen rechten Bilddrittel aus dem Wasser guckt, ist mein Bruder.

Das war schön. Auch wenn danach zwei durchgefrorene Kinder mit Engelszungen zum Verlassen des Wassers überredet werden mussten. Hachz.

Tag 1419 – Faulsein.

Ach ja. Viele zu grobe Pläne gehabt, um sie in die Tat umsetzen zu können, dafür halt ausgiebig rumgegammelt. Auch mal sehr schön. Auch für den Besuch, dem durch die frühe Anreise gestern doch reichlich Schlaf fehlte.

Es ist schön, Besuch zu haben. Ich mag das. Ich mag den Besuch auch. Ich bin sehr froh, dass es meinem Bruder grad so gut geht, das war auch schon ganz anders und das letzte Mal ist gar nicht so lange her, man kommt da ja aus der Rolle als große Schwester auch nicht mal eben so raus, deshalb freue ich mich super doll, dass es grad alles gut ist. Und hoffe, dass es lange hält.

Apropos: die Kinder haben heute zwei mal so süß gekuschelt, beim Maus gucken und dann nochmal beim abendlichen Vorlesen, es war zum dahinschmelzen.

Ich bin heut ganz hachzig und ansonsten hab ich leider nichts zu erzählen, hachz.