Tag 1433 – #12von12 nachgereicht.

Wie versprochen vom Auto aus endlich verbloggt.

Was #12von12 ist und viele weitere (viel pünktlichere) Beiträge gibt es wie immer bei Caro von Draußen nur Kännchen.

Unser Tag fing entspannt an. Nach vier Tagen Ferienspielen für Michel schliefen wir aus, also Pippi bis… halb sieben. Uff. Die Kinder guckten dann aber ein bisschen allein Mausclips in der App und ich konnte in Ruhe meinen Kaffee im Bett trinken. Irgendwann fiel mir dann auch mal auf, dass der 12. ist, deshalb ist das 1. Bild erst vom späten Vormittag.

Hier wird sich drüber beschwert, dass es ungerecht sei, dass der große Bruder Socken anhat. #1von12 von #12von12

Jaja, Pippi hat es schwer. Da wir Besuch erwarten (Michels Freund B.) hab ich aber wenig Geduld für das Theater. Ich muss nämlich noch duschen und mich anziehen.

Während unten das Auto mit dem Spielbesuch vorfährt, mache ich noch das Beweisfoto, dass ich immerhin fristgerecht bekleidet bin (geduscht bin ich auch, aber das sieht man ja dem Foto nicht an). #2von12 von #12von12

Spoiler: schminken schaffe ich heute dann nicht mehr. Unter anderem, weil mich Pippi sofort aus dem Haus zieht. Sie will Fahrrad fahren. Auf dem blauen Fahrrad. Ich erinnere mich an Patile und hachze ein bisschen.

… und direkt erstmal dem kleinen Kind Radfahren (mit Pedalen!) beibringen. Weiter keine Socken. Dafür neoprengefütterte Gummistiefel, falls der Winter einbricht. #3von12 von #12von12

Und so laufe ich mit Pippi die Straße rauf und runter. Erst versteht sie nicht, dass sie eine gewisse Geschwindigkeit braucht, um nicht umzufallen, dann kann es ihr nicht schnell genug gehen, am „weniger lenken!“ arbeiten wir noch, aber es geht erstaunlich gut. Ich vertrete weiter überzeugt das Konzept Laufrad und dann gar nicht erst mit Stützrädern anfangen. (Auch weil die Mutter von B. 10 Minuten zuvor noch erzählte, dass sie bei ihm die Stützräder erst mit sechseinhalb abmachen konnten. Ich sehe auch oft Kinder, die in der Praxis dann ewig auf drei Rädern fahren, stark zu einer Seite hängend. So lernt man das Balance halten beim Fahrrad fahren halt sicher nicht.)

Die Meute versorgt sich mit Erlaubnis. Sind ja Ferien. Yolo. #4von12 von #12von12

Die Kinder spielen dann aber irgendwann doch alle (!) recht friedlich miteinander und ich halte die Stimmung mit gelegentlichen Eisgaben oben. Michel will, dass wir seinen neuen Kindersitz auspacken, weil er den Karton zum Spielen haben will.

In einem anderen Universum (also außerhalb meiner Twitterbubble) ist #pinkorblue gar kein Schimpfwort sondern ein Werbeslogan. #5von12 von #12von12

Pippi möchte im Planschbecken baden, also lasse ich es ein. Die Jungs stehen sofort mit hochgekrempelten Hosen auch drin, also suche ich Badehosen für alle und überlasse die Kinder dann größtenteils sich und dem Gartenschlauch, während ich telefoniere. Ich habe wunderbare Kindheitserinnerungen an Herumspringen im Rasensprenger, Planschbecken und Wasserrutschen, die eigentlich nur eine nasse Plastikplane waren, auf die man sich mit Schwung draufwarf. Es sind 27 Grad im Schatten. Solange ich kann, möchte ich meinen Kindern solcherlei Quatsch in den Sommerferien ermöglichen. Lediglich als Michel mit dem Wasserschlauch gezielt ein Loch in den Rasen strahlt, schreite ich ein. Ansonsten höre ich dem Gequietsche der Kinder zu und genieße die Sommerferien aus Elternperspektive.

Während ich telefonierte, verwandelte sich der Karton irgendwie in Pappmaché. #6von12 von #12von12

Nun ja. Der Pappkarton war halt auch in die Wasserschlacht integriert worden. Hier schon das Bild, nachdem ich die Kinder angewiesen hatte, die Matsche einzusammeln, bevor sie auf der Terrasse festtrocknet.

Dann eine ganze Weile keine Bilder. Ohne Bild: wie die Kinder ihr Spiel auf den Stellplatz neben dem Carport verlagern und den Pappmatsch gegen Blumenerde. Wie ich das entdecke und wirklich ärgerlich werde. Wie drei sehr dreckige Kinder ins Bad marschieren um sich zu waschen, dabei pechschwarze Fußspuren und schlussendlich ein großflächig braunes Waschbecken hinterlassend. Wie Michel duschen geht, sich anzieht und dann mit seinem Kumpel abdampft, als dieser abgeholt wird. Wie ich die Terrasse vom Pappmatsch befreie, dann den Stellplatz von Erde (eventuell fielen da so Sätze wie „wenn Papa das sieht, den trifft der Schlag!“) dann Pippi von Erde und dann das untere Bad von Erde. Alles in 40 Minuten. Wie ich Pippi einen Schlafanzug anziehe, weil halt, und wir einkaufen, sie im Schlafi und barfuß. Wie ich viel zu viel kaufe, weil ich Hunger habe (eine Scheibe Brot war dann doch kein ausreichendes Essen, so für nen Dreiviertel Tag). Wie wir zu Hause Herrn Rabe treffen, der keinen Schlag bekommen hat, den einsammeln und zu B. fahren um dort zu grillen. Es ist so schön da und die alle drei so nett und toll. Wir sind uns einig: dass es uns ausgerechnet ins beschauliche Eidsvoll verschlagen hat, ist ein totaler Glückstreffer.

Zwischendurch hätte es soooo viele Fotogelegenheiten gegeben, aber aus Gründen ist das hier #7von12 von #12von12. Wir sind bei Freunden und grillen gleich, die Kinder haben die Kombination „Rasensprenger und Trampolin“ perfektioniert.

Die restlichen Bilder werden vielleicht etwas albern. #8von12 von #12von12

„Hast du einen Ofenhandschuh?“ „Najaaaaaa…“

#9von12 von #12von12

Aussicht 😍 (nicht unsere). #10von12 von #12von12

Ob es jetzt das Bier oder die Euphorie war, weiß ich nicht, jedenfalls gibt’s noch ein 10von12:

Wenn den Bauern der blütenlose Getreideanbau peinlich ist und sie deshalb einen „Hummelacker“ anlegen 😍. #10von12 von #12von12

Die Kinder hopsten bis spät abends auf dem Trampolin, machten Seifenblasen (wie niedlich Michel und sein Freund sind. Alles muss cool sein und Fußball und Ninjas und Superhelden, aber mit Seifenblasen sind sie sofort wieder zu begeistern wie Kleinkinder) und spielten dann auch noch mit Lego.

Die Kinder können noch. Die Erwachsenen… 😴 #11von12 von #12von12

Irgendwann bekommen wir sie aber doch noch überredet und wir fahren alle müde gespielt nach Hause.

Selbst die Kinder haben erkannt, dass jetzt Nacht ist. Ab nach Hause und ins Bett. #12von12 von #12von12

So geht ein wunderbarer Tag zu Ende, indem wir schlafende Kinder mit rabenschwarzen Füßen in ihre Betten tragen. Hach, hach.

Tag 699 – Alles ganz wunderbar.

Also, falls Sie mal vor der Frage stehen, ob Sie mal ein paar Hundert Kilometer durch die Gegend fliegen wollen, noch dazu mit Kindern im Schlepptau, um Leute zu treffen, die Sie noch nie zuvor in echt getroffen haben und nur aus diesem Internet kennen: machen Sie das mal ruhig. Es könnte ganz wunderbar werden, die Kinder könnten ein Herz und eine Seele mit den besuchten Kindern sein, vielleicht gehen Sie sogar bei Affenhitze in ein Strand-Fluss-Freibad und sehen das große Kind für die Dauer des Aufenthalts fast nie mehr und das kleine Kind ist so unglaublich niedlich, dass Sie’s die ganze Zeit knutschen wollen. Vielleicht stecken Sie abends dann die vier Sonnencreme- und Sandpanierten Kinder alle in die Wanne, wo die eine Überschwemmung anrichten und nur mit geballter Niedlichkeit damit durchkommen. Vielleicht gibt es danach Nudeln für alle mit Soße für Manche und Sekt für Die Auserwählten. Vielleicht sitzen Sie, wenn Sie es geschafft haben, die müden Kinder ins Bett zu verfrachten, abends noch lange auf dem Balkon, trinken Sekt und reden mit der „Internetbekanntschaft“ so wie das, was Sie eben sind: Freunde, die sich zu selten sehen. 

Tag 648 – Sonnenstrandtag. 

Heute war Sommer. Morgen sollen wieder nur 13 Grad sein und abends soll’s auch regnen, aber heute, heute waren 20 Grad und strahlender Sonnenschein und hachjahachja, da ist auch Trondheim dann echt schön. Vor allem am Wasser. Also schleppten wir die Kinder und die Sonnencreme und den Grill nach Korsvika und ließen es uns gut gehen. 


Steine ins Wasser schmeißen kann Pippi stundenlang. Mit hochgezogener Augenbraue. 



Ja, da schwimmt jemand. War aber wohl sehr kalt. 


Michel so: Ich muss pullern! Ich: dann geh doch da hin. Michel: Ich will nicht, dass mich wer sieht! Ich: dann geh an den Felsen. Michel: *geht auf den Felsen*

Und Pippi, die Klettermaus, musste dann natürlich auch auf den Felsen. 

Ach ja. Ein wirklich wunderbarer Nachmittag. 

Tag 11

Eigentlich möchte ich seit Tagen über das schlechte Gewissen schreiben, das ich gegenüber dem großen Kind habe, seit das Baby da ist. Darüber, dass es nichts damit zu tun hat was ich dachte was mir ein schlechtes Gewissen machen würde. Allerdings ist das irgendwie noch so unausgereifter Gedankenquark, da muss erstmal Ordnung rein, dann kann ich drüber schreiben.

Heute war wieder schönes Wetter, langsam gewöhne ich mich dran und langsam wird es auch etwas peinlich, dass ich im Wechsel die selben zwei identischen (!) Hosen trage, weil ich dachte für die ein, zwei Tage lohne es sich nicht, die Sommersachen vom Schrank zu holen. Jetzt lohnt es sich aber wirklich nicht mehr, der Sommer soll wohl spätestens Ende nächster Woche vorbei sein und der Schrank ist sehr hoch und die Leiter wackelig. Obwohl sicher auch Herr Rabe auf die Leiter steigen würde, bäte ich ihn darum. Aber egal. Es lohnt nicht mehr und ich hab ja die zwei Hosen. So.
Wegen des schönen Wetters bin ich nach meinem Mittagessen mit der netten Kollegin (wir wollen das jetzt jede Woche machen, dann gibts für sie mal was warmes und für mich überhaupt was zum Mittag) zu Fuß fast bis nach Hause gegangen, am Fluss entlang. Wenn gutes Wetter ist, ist die Stadt hier fast kitschig schön und spazieren gehen finde ich eh gut, das Baby und ich brauchen ja auch frische Luft und coffee to go macht so auch viel mehr Sinn. Am Fluss liegt der Dom und am anderen Ufer gibt es eine Promenade, die dann direkt in die Altstadt übergeht mit putzigen kleinen bunten Holzhäuschen, in denen sehr reiche Menschen wohnen, den Wohnungspreisen nach zu Urteilen jedenfalls. Überall sonnten sich Menschen, das Semester hat auch gerade angefangen, deshalb hatte ca. die Hälfte der Menschen Alibi-Bücher mit schlau klingenden Titeln neben sich liegen, während sie ihren post-Urlaubs-Blick über den Fluss schweifen ließen. Kurzum: es war super schön und ich im ca. 5. Himmel, bis ich in den Bus stieg (für den letzten Kilometer bergauf war ich dann doch zu faul und die Strecke ist dann auch nicht mehr so schön). Da wurde ich sofort von einer älteren Dame angepampt weil ich den Kinderwagen ja doch bitteschön andersrum hinstellen könnte, so würde sie ja da gar nicht durchpassen. Dass der Kinderwagen egal in welcher relativen Ausrichtung zum ihm umgebenden Raum immer gleich groß ist, schien ihr nicht bewusst zu sein. Auch dass ich mir fast den Fuß abbrach bei dem Versuch in der anderen Position die Bremse erst fest- und zwei Stationen später wieder aufzubekommen interessierte sie offenkundig nicht. Mein bissiges freundliches „Ha det!“ zum Abschied wurde konsequent ignoriert. Nach der Busfahrt hatte ich mich von meiner guten Laune erholt und ging lieber schnell nach Hause und ließ mich vom Baby vollspucken.

Der Rest des Tages war wie immer. Kind abholen, Eis, Spielplatz, Wäsche, Essen, mehr Wäsche, im Garten rumgehangen. Unsere Nachbarn haben im Garten eine Hängematte aufgehängt, das ist sehr nett von ihnen. Findet auch das Kind. Das Kind begrüßt auch dass es im Brunnen im Park wieder Wasser gibt (wieso wird das überhaupt dauernd abgelassen und dann wieder befüllt?) und feierte das heute indem es sich nackt auszog und reinsprang. Wir sind die Weirdos, deren Kinder nackt im Brunnen sitzen, während sie selbst mit Babykotze auf dem T-Shirt ihre Augenringe zählen. Und haste gesehn? Die Frau hat immer die gleiche Hose an.

Tag 9

Ich hab das Kind ins Bett gebracht und bin dabei eingeschlafen. Jetzt fühle ich mich so, wie man sich halt fühlt nach 45 Minuten auf einem Barhocker, schief zur Seite hängend, den Kopf in die (eingeschlafenen) Hände gestützt. Gnärfz.

Heute hatte ich mir vorgenommen „nichts“ zu machen. Um neun hatte ich zwei Briefe per Hand geschrieben, ein Paket gepackt, ein neues Passfoto vom Baby eingetütet (das eine was wir an die Botschaft geschickt hatten, war verloren gegangen), dem Baby die Fingernägel geschnitten UND mir die Fingernägel geschnitten. Dann etwas Pause da eine Adresse erst angefragt werden musste, um zwölf war ich bei der Post, um eins wieder hier und dazwischen hatte ich noch fürs Grillen eingekauft. Dann muss irgendwas gewesen sein, jedenfalls gings erst so gegen zwei weiter mit gemächlich ca. eine Milliarde Dinge ins Auto packen, SalatGurkeTomate waschen und schneiden, den Grill vom letzten Mal leeren und mit neuer Kohle füllen und um viertel nach drei waren dann ich, das Baby und all unser Kram auf dem Weg, das Kind abholen. Dann Herrn Rabe abgeholt und auf zum See (diesmal ein anderer, ich find den ja noch schöner, aber Herr Rabe schätzt den Komfort vom Mülltonnen und einem public Grill an dem anderen).

Am See wars Bombe, das Kind hat gebadet, ewig lang und wollte gar nicht mehr raus. Meine Beine haben bis zum Knie gebadet, ebenso Herr Rabes. Es gab nur wenige Knotts (Kriebelmücken) dafür viel Sonnenschein und noch nicht mal eine Katastrophe, als sich das Kind am Fuß verletzte und wir keine Pflaster dabei hatten. Wir haben vegetarische Burger und Würstchen gegessen, das war ein Test der einzigen verfügbaren Marke und er wurde mit Sternchen bestanden. Mjammi. Das Kind hat gar nicht gemerkt, dass es keine „echten“ Pølse waren. Jede Menge andere Kinder, wenns keine Norweger gewesen wären also theoretisch Spielkameraden.

Dann mit Sack und Pack wieder nach Hause, das Kind ist leider kaputt, es schläft nicht mehr im Auto ein, jedenfalls dann nicht, wenn wir es extra schon im Schlafi ins Auto setzen. Deshalb bin ich dann ja auch neben seinem Bett eingeschlafen.

Und morgen mache ich wirklich gar nichts.

Tag 7

Eigentlich wollte ich heute Abend eine Fotostrecke zum Thema Windeln falten anfertigen, aber jetzt tut mein Rücken so weh, dass mir die Lust darauf irgendwie vergangen ist.

Deshalb hier stattdessen kurzes Gemecker über Rückenschmerzen:
Meckermecker, aua. Meh.

Ich schätze mal, ich hab heut das Baby ein bisschen viel rumgeschleppt. Und das Kind. Wir waren nach dem Kindergarten noch am See, das Kind war allerdings sooooo müde und musste getragen werden, also hatte ich die Wahl zwischen a) zwei Kinder tragen und b) den ganzen Kram tragen. Ich entschied mich für b) auf dem Hinweg und b) plus Kind auf dem Rückweg. Dumm. Am See war es im babyfreundlichen Schatten auch ziemlich kühl, das hat es sicher nicht besser gemacht, auch nicht dass ich danach direkt in die Küche gesprintet bin um Kuchen zu backen. Morgen gehts nämlich zur Arbeit, Baby rumzeigen und Kuchen essen. Eine sonst willkommene Ausrede um Blechkuchen zu backen (Pflaumenkuchen mit Hefeteig und Guss, in der Küche bin ich meine Oma) aber heute irgendwie anstrengend da keine Position zu finden war, in der ich bequem stehen konnte. Nun ja. Morgen ist es sicher schon besser, aber jetzt steh ich außer zum Zähne putzen nicht mehr auf. Ich lieg nämlich schon im Bett, neben mir das herumschnorchelnde Baby. Es nuckelt an seiner Zunge, das ist sehr niedlich. Eben hat es die Windel gut gefüllt. Das war weniger niedlich. Gut, dass Herr Rabe gerade vom Fußball nach Hause gekommen ist. Hehe. Ich memme ja rum bin ja grad unpässlich.

Das Kind hat heute nicht nur im See gebadet („Ich darf nach der Geburt noch nicht wieder baden! *hüstel*“) sondern auch im Fjord, der kleine Norweger. Der Kindergarten hat nämlich heute einen Ausflug gemacht zum Fjord und da durften die Kinder baden. Als ich das Kind vom Kindergarten abholen wollte, wurde ich dann auch erst ignoriert und dann wurde mit einem Stock auf mich geschossen. Bald muss ich das Kind wahrscheinlich vom Zaun aus mit einem Lasso einfangen um es abzuholen. Ich sollte schon mal üben. Ach nee, ich kann ja nicht.

Oh, und schon eine Woche gebloggt. Kann man sich dran gewöhnen :)