Tag 3985 – Inselhopping.

Pippi und ich hatten einen im Großen und Ganzen sehr schönen Tag. Ich habe nur leider nur ein einziges Bild gemacht.

Auf dem Weg!

Ich fand sehr schön, mit Pippi einen ganzen Tag zu verbringen. Pippi hatte sehr viel Spaß, wir haben im Fjord gebadet (beide! Mit Kopf unter Wasser!) und es war wirklich herrlich, gerade weil es einfach brüllend warm war, da ist 18-19 Grad kaltes Wasser wunderbar. Wir haben auch UNO gespielt und uns sehr viel unterhalten und uns gegenseitig erzählt, wie furchtbar warm es ist. Wir haben zusammen einen Seestern vorm Sonnentod gerettet und Pippi hat einen Stein voller Baby-Seesternchen gefunden. Ich bin einfach nur fasziniert, dass es an den Badestränden Oslos so viel Leben gibt, lebende Austern habe ich auch gefunden und Fische gesehen und auch einen Fisch gesehen, der Seevogelfutter wurde. Wir haben uns beide an Steinchen oder Muscheln im Wasser die Füße verletzt und niemand hat groß Drama deshalb gemacht. Nächstes Mal Badeschuhe mitnehmen. Wenn wir noch mal nach Langøyene fahren sowieso, der Strand da war super heiß, ich glaube ich hab es kurz Zischen gehört, als meine Füße das Wasser endlich berührten. Ich persönlich fand Gressholmen auch schöner, aber Pippi ist anderer Meinung (Langøyene hat einen Steg, von dem aus man offiziell ins Wasser hopsen darf).

Falls Sie mal in Oslo baden wollen: für Gressholmen muss man deutlich mehr kraxeln können. Zum Badeplatz geht ein Trampelpfad. Der Badeplatz ist kein Strand, das ist Fels und dann Wasser. Es geht recht steil rein, ist also auch nicht unbedingt was für einen Ausflug zum Plantschen mit Kleinkindern. Aber ich fand es schöner, weil ruhiger. Langøyene hat alles, Klos, Kiosk, Campingplatz, große Wiese, Grillmöglichkeiten, Sandstrand, Badesteg, es geht etwas flacher rein. Sogar Duschen gibt es (eiskalt. Der Fjord ist deutlich wärmer. Aber immerhin kann man sich den Sand von den Füßen waschen). Und deshalb ist Langøyene ziemlich überlaufen. Also immer noch nichts gegen Ballermann oder ein durchschnittliches deutsches Freibad bei 30 Grad, aber schon, in norwegischen Maßstäben, voll. Zu beiden fährt aber das normale Ruter-Boot und die Inseln liegen im Tarifbereich Zone 1, also Oslo. Mit meinem Jahresticket kann ich ja eh überall hin, für Pippi habe ich ein Tagesticket gekauft, das hat etwa 10€ gekostet, für 4 Zonen (weil wir halt in Zone 4 Nord wohnen, wir müssen ja erst mal nach Oslo kommen!). Ich kann so einen Badeausflug bei gutem Wetter sehr empfehlen, nur Badeschuhe und vielleicht ne Strandmuschel oder sowas sollte man dabei haben. Ich war heute sehr dankbar für meinen Sonnenschirm. Und Lichtschutzfaktor 5000, egal wie es klebt, egal wie man aussieht wie mit Alpina eingeschmiert und dann mit ner Speckschwarte abgerieben. Die Sonne hier ist, wenn sie mal da ist, gnadenlos.

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Ich bin komplett fertig jetzt. Auf sehr viele Arten war das sehr anstrengend für mich, allein sensorisch, dadurch, dass ich den ganzen Tag fett mit Sonnencreme eingeschmiert sein musste. Dann so viele Leute, aufpassen, dass Wasserratten-Pippi nicht absäuft oder ihr irgendwer auf den Kopf springt, waaaaaarm, Angst vor Sonnenbrand, mimimi irgendwas hat mir den kleinen Zeh aufgeschlitzt, Sonnenhut, Sonnenschirm, Sonnencreme, Zeug schleppen, irgendwann dann auch Hunger, nasses Badezeug an also punktuell kalt, Rest langsam durchgekocht, nirgendwo ist Schatten, ganzer Körper klebt. Und dann fuhr kein Zug zurück, weil es irgendwo an der Strecke gebrannt hat, ich musste sehr schnell umorganisieren, im Bus war die Klimaanlage kaputt, mein Anschnallgurt ging nicht, wir mussten ganz hinten im Bus sitzen. Wir wurden also noch mehr durchgekocht als eh schon und das ganze Zugdrama hat mir echt den Rest gegeben, ich gehe jetzt einfach ins Bett.

Aber: kein Sonnenbrand (glaube ich jedenfalls) und Pippi hatte eine gute Zeit. Das war’s wert.

Tag 3979 – 3981 – Urlaub?

Ich bin nicht gut im Urlaub haben. Ich fühle mich nicht produktiv genug, alles geht mir zu langsam, alles regt mich auf, nicht mal entspannen kann ich richtig, selbst das mache ich irgendwie falsch. Leichter Frust hier, wie Sie lesen, den ich mit, was auch sonst, Arbeit bekämpfe. Aber so wie ich das will, niemand sonst. So ist das ok. Ich will auch weder Mitleid noch dass wer mit dem Zeigefinger kommt, bitte, ich bin schon groß und kann das selber entscheiden.

Gestern war es eigentlich für das meiste zu warm, aber ich bin trotzdem nach Oslo gefahren, um einen Koffer reparieren zu lassen. Der soll nämlich mit in den „Urlaub“ (die 3,5 Tage im tiefsten Bayern). Es war, entweder in Indien oder in China, der Zuppel vom Reißverschluss, den man auch in das Schloss einhakt, abgebrochen. Für 180 Kronen (~15,50€) wurde ein neuer Zuppel montiert und bei dem Preis, 30 Grad und nach einer Shoppingtour mit Pippi diskutiere ich auch nicht rum, warum das nicht auf die Garantie ging, bei einem Koffer, der grade mal 7 Monate alt ist.

Pippi hat jetzt neue Schuhe und ist sehr happy, dass wir dann auch noch, weiß gar nicht, wie ich das nennen soll, sagen wir mal, Latschen gekauft haben, weil sie die so toll fand.

Der andere ist nicht im Bild, weil der zu Hause erst mal gewaschen werden musste. Der stand im Laden im Regal und war sehr dreckig, weshalb wir aber auch nen ordentlichen Rabatt bekommen haben.

Pippi ist so aktiv, dass Turnschuhe bei ihr keine Saison durchhalten. Und zwar kein Teil davon. Die Sohlen sind durchgelaufen, der obere Teil ist ausgelatscht und an den Belastungsstellen, wo viel Bewegung ist, eingerissen. Innen ist an einigen Stellen das Polster an der Ferse weggeschubbert. Es ist wirklich faszinierend, weil Pippi, im Gegensatz zu Michel, eigentlich pfleglich mit ihren Sachen umgeht. Es ist bei ihr wirklich nur übermäßiger Gebrauch, der Schuhe killt.

Wir haben die Shoppingtour aber ganz gut genossen, zwischendurch Eis gegessen und nur ein Mal Pippis Handy auf dem Klo im Einkaufszentrum verloren (und wiedergefunden). Yeah. Trotzdem war ich danach durch, schon allein wegen der Hitze und weil Pippi nicht gut versteht, dass ich, wenn mir warm ist, und vor allem wenn ich mit Sonnencreme eingeschmiert bin und mich eh schon eklig klebrig fühle, WIRKLICH nicht angefasst werden will. Das geht in ihren süßen Kopf nicht rein, und sie ist sehr körperbetont, was ja normalerweise auch kein Problem ist, aber gestern war es dann eben doch eins und beim hundertsten Angetatsche war ich dann auch nicht mehr sooo pädagogisch wertvoll in meiner Rückmeldung.

Ich übe weiterhin an Grieg. Es ist da ein Takt mit Doppelgriffen, die mich killen, Es ist das letzte Fitzelchen das noch wirklich sehr wonky ist, die linke Hand (die sich verknotenden Finger) hauen den rechten Arm raus und es geht alles den Bach runter. Geht dann auch schnell wieder weg, aber dieser Takt killt mich. Ich übe den deshalb jeden. Tag. Nicht viel, weil ich sonst wahnsinnig werde, aber so 5 Minuten nur diesen Takt, 10 Minuten für den Kram drumrum.

2. Lage, ein Sekund-Zweiklang mit 1. und 4. Finger, direkt danach die reine Quarte. Dann auch noch den 2. Finger versetzen bei liegen bleibendem 1. und natürlich immer gleichmäßig streichen. Es ist zum Heulen.

Aber hey, es ist schon viel besser geworden, als es zu Anfang war.

Ich habe gestern auch festgestellt, dass das Abnubbeln an meiner Geige durch spielen in höheren Lagen fortschreitet.

Das ist das Geigen-Äquivalent zu durchgetanzten Ballettschuhen. Wenn es zu arg wird, macht Geigi wieder Urlaub beim Geigenbauer und kriegt ne Politur und ein bisschen extra Lack an der Stelle. Aber noch geht es. Ich wasche mir auch vorher immer die Hände und mache auch immer gut sauber nach dem Spielen.

Tag 3962 – 3964 – Mehr Sommer.

Sonntag waren wir zum Geburtstagsgrillen bei den Ex-Nachbarn eingeladen, jenen Ex-Nachbarn, die vor uns umgezogen sind (in eine riesige Blockhütte in traditioneller Bauart, wäre nicht meins, hat aber auch seinen Charme). Das war wirklich nett, wir haben die ganze Zeit draußen gesessen und geschnackt und Dank aus Deutschland importierter LSF 50 Sonnencreme von dm haben wir uns auch trotzdem nicht in Hummer verwandelt. Es gab Unmengen zu essen (die ex-Nachbarin ist gebürtige Polin, die hat ein ganz anderes Verhältnis zu Gastfreundschaft als die meisten Norwegys) und generell war es mal wieder sehr schön, mit anderen Erwachsenen zu reden, mit denen man nicht zusammen arbeitet.

Danach war ich aber so platt, dass ich die geplante Abholung eines Draußen-Sofas, das ich bei Finn gefunden hatte, verschieben musste. Das habe ich dann gestern gemacht und der vermutlich nettesten Frau der Welt diese Sitzgruppe abgekauft:

Unter dem Kissen auf dem Hocker ist eine Glasplatte, wenn man das Kissen runternimmt, hat man also einen richtigen Tisch.

Ich weiß noch nicht, ob wir die noch mal anders anordnen, mal gucken. Aber ich bin erst mal sehr zufrieden, dass unsere Terrasse immer mehr benutzbar wird. Bisher war sie hauptsächlich Fahrradparkplatz.

Es war auch wirklich schön, dass ein Freund von uns mit Auto und Anhänger ausgeholfen hat, und wir im Auto ein bisschen schnacken konnten. Wie gesagt, Gespräche mit Erwachsenen. Wichtig.

Heute war hingegen hauptsächlich Arbeit. Morgens habe ich Pippi und ihre Freundin, die hier übernachtet hatte, zum Dance Camp gefahren, und hatte schon um 9 den Kaffe auf, weil momentan ÜBERALL Baustellen sind und man wegen Baustellenampeln und Umfahrungen und allem eigentlich für jeden Pupselweg 10 Minuten extra einplanen muss. Und dann haben die Kinder morgens auch noch für alles von Uno spielen bis Haare machen unendlich viel Zeit und wundern sich dann aber darüber, dass wir zu spät kommen. Orr.

Tag 3281-3283 – Freizeitstress.

Wir hatten drei wunderbare Tage und es war warm.

Freitag war es so warm, dass wir ins Freibad gegangen sind. So richtige Freibäder gibt es in Norwegen kaum, ich weiß nur von einem und da war ich noch nie, war bisher nicht so verlockend. Bielefeld allein hat, keine Ahnung, 8 Freibäder mindestens. Wir waren im zweit-nächstgelegenen, das ich – im Gegensatz zum nächstgelegenen – auch sehr mag, dem Freibad Gadderbaum. Pippi fand das von Anfang an super, Michel musste sich erst damit abfinden, dass wir nun mal da waren, und wurde dann aber auch eineinhalb Stunden nicht mehr gesehen, er flippte zwischen Rutsche, Spaßbecken und Sprungbecken hin und her. Es gab eine Runde Freibadpommes für alle, Pippi konnte ihre Meerjungfrauenflosse und ihren neuen Bikini ausführen und ich ersetzte das Fitnessprogramm durch 1 km Schwimmen. Das war herrlich.

Im Anschluss halfen Michel und Pippi tatkräftig dem Opa im Garten, ich war eine Runde in der Stadt, Dinge für Pippis Geburtstag besorgen.

Samstag wurde es noch wärmer, weshalb ich mein Sportprogramm auf morgens verlegte. Vor dem Frühstück. Ächz. Aber wir hatten auch geplant, zu meiner Freundin nach Hürth zu fahren und das sollte nicht so spät werden. Zwei Stunden im warmen Auto festkleben war dann auch gar nicht mal so schön, aber als wir dann da waren, war es super. Pippi freundete sich binnen Nanosekunden mit der älteren Tochter an und sie wurden unzertrennlich. Wir Erwachsenen konnten sehr entspannt herumschwitzen, während drei Mädchen im Garten mit Ghostbuster-Wasserpistolen herumsprangen und Michel irgendwo alleine, später mit uns Erwachsenen, ebenfalls herumschwitzte. Abends gingen wir Pizza essen, entgingen ganz knapp dem Gewitter, machten Sightseeing in Hürth (Die Monstertrasse(TM)) und hatten es allgemein sehr gut. Wieder bei den Freunden angekommen musste ich ganz spontan einen Nagelsalon eröffnen, weil die Mädels mitbekommen hatten, dass Michel die Fingernägel neu lackiert haben wollte und dann wollten die natürlich auch alle. Ich habe seit sehr langer Zeit nicht mehr so winzige Fußnägelchen lackiert, meine Kinder haben irgendwie riesige Füße und auch Hände. Pippi überragte auch die zwei Jahre ältere große Tochter ganz generell. Pippi ist echt sehr groß geworden. Gestern schliefen dann alle sehr spät, aber auch der Tag war rundum gut.

Und heute auch. Nach einem gemütlichen Frühstück und einer Dusche (nach gestern klebte irgendwie alles an allen) fuhren wir nach Bochum, um dort im Tierpark Familie Wunnibar zu treffen. Urlaub im Kurzdurchlauf, aber es war einfach ganz toll, die vier wenigstens für einen halben Tag zu sehen. Abends gingen wir dann noch zusammen zu einem türkischen Restaurant, wo es unglaublich gute Köfte gab. Nachdem wir mittags ja schon Pippi von der großen Tochter der Freundin aus Hürth losschweißen mussten, mussten wir das noch mal von Frau Wunnibars K1 wiederholen, aber ich glaube, Pippi hat jetzt erstmal wieder ein wenig Sozialkontakte getankt. Im Tierpark haben wir außerdem viele spannende Tiere gesehen, ich bin Fan von den Nachtaktiven-Gehegen, da konnte ich einen Igel sehen, Igel sind so niedlich. Hach. Ich finde wirklich schade, dass es dieses Jahr nicht mit einem gemeinsamen Urlaub geklappt hat.

Hach Hach Hach.

Jetzt sind wir wieder in der Ferienwohnung, es regnet (und kühlt ab, Hurra!), Herr Rabe hat Geburtstagsmuffins für Pippi gebacken und morgen ist dann Feierei angesagt.

Tag 3280 – Touristen.

Wir haben die Kinder heute auf die Burg geschleppt. Ich habe nicht umsonst in der Grundschule gelernt, wie diese ganzen Rondelle heißen und wie tief der Brunnen da ist! Meine Kinder müssen das auch alles weitergegeben bekommen.

Aber es war wirklich schön. Herrliches Wetter, Erinnerungen an diverse Hochzeiten (inklusive unserer) und dabei haben wir noch rausgefunden, dass nächstes (also nicht das jetzt direkt kommende) Wochenende Sparrenburgfest ist. Hach.

Wir sind sogar auf den Turm (Bergfried) hoch, das habe ich auch seit sicher 25 Jahren nicht mehr gemacht. Michel hat es sich nach der zweiten Treppe anders überlegt und ist wieder runter gegangen, ich fühlte das sehr, aber habe ja auch eine gewisse Verantwortung, ein gutes Vorbild zu sein. Also habe ich meine irrationalen Ängste vor der knarzenden Holztreppe runtergeschluckt und bin stur weiter nach oben gegangen. Ich kraxele schließlich beruflich in diversen Fabriken herum, auf Metallgittertreppen, da wird ja ein 800 Jahre alter Turm mich nicht klein kriegen.

Abends waren wir dann türkisch essen. Das gibt es in Norwegen nämlich nicht.

Tag 3271 – Ausflug in die Hauptstadt.

Heute haben die Kinder und ich einen Ausflug nach Oslo gemacht, noch mal das gute Wetter nutzen, bevor es morgen aus Eimern schütten soll. Ich möchte das nicht, ich möchte weiter 22 Grad und Sonnenschein, aber mich fragt ja keiner. Pippi war sogar im Oslofjord baden, nach viel Gebettel. Wenn es so doll regnet, soll man danach immer nicht im Oslofjord baden gehen, weil dann so viel Dreck aus der Stadt ins Wasser gespült wurde. Heute haben wir daher Eis gekauft und am Wasser gesessen.

Ansonsten habe ich für Pippi und mich sehr viel Geld im Ballettladen gelassen und am späten Nachmittag haben wir Herrn Rabe getroffen und waren dann noch Sushi essen. Michel wurde einfach mitgeschleift, damit der nicht nur zu Hause rumpupst, und eigentlich fand er das auch gut, aber Oslo ist ihm schon zu voll mit Menschen. „Eidsvoll ist gut“, sagt er, „da kann man überall hingehen und da sind keine Leute und kein Lärm.“

Wer hätte gedacht, dass sich unser Wohnort noch mal für ein sensorisch empfindliches Kind als Glückstreffer rausstellt? Wo wir doch nur hier gelandet sind, weil Oslo viel zu teuer ist, man von hier aber gut nach Oslo (und zu einer gewissen Chipsfabrik) pendeln kann. Und es hier nett ist, aber nett ist es ja anderswo auch.

Jetzt haben Michel und ich wieder ein paar Sommersprossen mehr. Für das Kackwetter morgen habe ich allerlei Putzmittel aufgestockt, da die Putzfirma sich einfach gar nicht mehr bei uns meldet. Sehr professionell, Applaus. Seufz.

Tag 3258 und 3259 – Endspurt!

Alles muss fertig werden, man (ich und mehrere meiner Kolleginnen und Kollegen) arbeitet sich also den Hintern ab. Auf uns alle warten absurd viele Wochen Ferien, weil die ganze „Flexizeit“ (die eigentlich Überstunden hätten sein sollen) ja irgendwo hin muss. Am 1.9. verfällt sie sonst. Angeblich ist das legal. Aber da habe ich mich sicher schon mal drüber aufgeregt.

An sich ist Arbeiten aber recht entspannt zu dieser Jahreszeit, man muss ja ständig Eis essen, und alle freuen sich auf frei haben.

Getier-Updates: Das Wespennest ist noch da. Greg hat sich erfolgreich und problemlos an einem Stück gehäutet. Eine Hummel (nehme ich an, denn die summen gerne um den Klee im Rasen herum) hat Pippi in den Fuß gestochen.

Ansonsten gibt es nicht so viel zu erzählen, Michel hängt viel zu Hause rum, schläft ewig und hat von ein paar Ausflügen in die Sonne ganz bezaubernde Sommersprossen bekommen. Pippi hängt hauptsächlich draußen rum (wenn sie nicht beim Dance Camp ist) und ist schon wieder ordentlich braun. Sie schläft auch wieder im Zelt, aber das mussten wir heute abbauen, da für die Nacht starker Regen angekündigt ist.

Vielleicht saufen die Wespen ja ab, ganz natürlich, ähäm.

Tag 3254 – Mojo Dojo Casa House.

Wochenende in der Sommerferien(vorbereitungs)version. Michel übernachtet bei seinem besten Freund, angeblich kommt er morgen zurück, wir werden sehen, ob das dann auch passiert. aber er hat ja Ferien und im Gegensatz zu Pippi nächste Woche auch nichts vor.

Pippi hat nächste Woche Dance Camp (ohne Übernachten) und brauchte dafür, und auch ganz generell, Schuhe. Sie wächst zur Zeit wie Unkraut, auch an den Füßen, und Schuhe aus dem letzten Jahr konnten wir eigentlich vergessen. Pippi hat eins der Paare trotzdem weiter angezogen, nur quasi als Schlappen, mit runter getretener Hacke. Gestern haben wir schon Sandalen und „Schuhe in denen man HipHop tanzen kann“ besorgt, heute dann noch günstige, leichte Sommerturnschuhe, die auch in die Waschmaschine können. Ich habe jetzt auch ein solches Paar in neu, optisch sind die kein Highlight (milde ausgedrückt), aber sie sind bequem, vorne breit genug, super elastisch, super leicht, super biegsam und können in die Waschmaschine, wenn ich mal wieder 20 km durch Seoul laufe oder so. Meine alten, mit denen ich durch Seoul, New York und Hyderabad gelaufen bin, geben langsam den Geist auf, in Form von von innen durchgeschubberter Ferse. Die waren auch schon wirklich oft in der Waschmaschine. Es sei ihnen verziehen, dass sie langsam hinüber sind.

Apropos Pippi wächst: im Auto klagte sie mir gestern ihr Leid, sie würde so schnell wachsen, sie sähe ja schon aus wie 10! Das sagte sie in einem Ton, der sich sehr danach anhörte, wie wenn ich sage, ich fühle mich wie 80. Jedenfalls geht all mein Mitleid an meine schrecklich alt aussehende Tochter. 10. Quasi steinalt.

Abends guckten wir dann zu dritt den Barbie-Film und amüsierten uns köstlich. Pippi über komplett andere Sachen als wir Erwachsenen, aber Spaß hatten wir alle. Der Film ist so ein großes Fest an bewusst schlecht über Gesellschaftskritik drapiertem, pinken Blödsinn. Tanzszenen! Gesang! Beach! Es ist alles dabei!

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Nach dem Film ging Pippi ins Bett und ich fütterte Monty. Greg liegt seit Tagen unter der Kokosnuss und was ich heute von Greg’s Körper sehen konnte, war sehr matt. Ich holte hen daraufhin kurz raus, konstatierte, dass die Augen auch komplett trüb sind und das arme Tier vermutlich gar nichts sieht, setzte hen zurück und fütterte nur Monty. Monty zog sich eine ziemlich große Ratte ohne großes Gewese und erstaunlich schnell rein und verzog sich dann wieder in die von hen bevorzugte Höhle. Schon beruhigend irgendwie, dass Monty jetzt so gut frisst.

Tag 2917 – Dänemark Tag 2.

Strandtag!

Es ist ganz herrlich, ich habe eigentlich keine großen Worte dafür. Wind, Wasser, Sandstrand, KEINE QUALLEN! und heute dazu sogar Sonne. Die Schultern senken sich spürbar um einige Meter.

Die Kinder haben auch Urlaub, die eigenen und die der Familie Wunnibar-Igelbert. Pippi und K1 sind direkt wieder zusammen gewachsen. Michel war heute eigentlich erst zu cool für alles, aber dann war es doch extrem verlockend, den Strand umzugraben und quiekend im Wasser herumzurennen. Zum Abendessen gab es Crêpes mit allem möglichen, für die Kinder also Nutella, Nutella, Nutella und Zimtzucker. Ich glaube, das passt schon so.

Das Wasser ist flach und recht warm (für uns Hilfsvikinger jedenfalls) und wir waren heute alle unterschiedlich weit im Meer, die Kinder allesamt komplett, Herr Rabe auch, ich bis zum Bauch. Es ist einfach alles ganz doll hachz grad.

Tag 2570 – Noch ein Mal Strand.

Bei bestem Wetter (nicht zu kalt, nicht zu warm, nicht zu windig, reichlich Sonne) sind wir heute noch mal alle an den Strand gegangen. Zusammen. Das war sehr schön.

Abends hatte uns (ebenfalls alle) Herr Rabes Familie zum Grillen eingeladen und das war auch sehr schön.

Ich werde ganz wehmütig, wenn ich daran denke, dass wir morgen packen und übermorgen fahren. Das ist alles falsch.

Meh.