Tag 3985 – Inselhopping.

Pippi und ich hatten einen im Großen und Ganzen sehr schönen Tag. Ich habe nur leider nur ein einziges Bild gemacht.

Auf dem Weg!

Ich fand sehr schön, mit Pippi einen ganzen Tag zu verbringen. Pippi hatte sehr viel Spaß, wir haben im Fjord gebadet (beide! Mit Kopf unter Wasser!) und es war wirklich herrlich, gerade weil es einfach brüllend warm war, da ist 18-19 Grad kaltes Wasser wunderbar. Wir haben auch UNO gespielt und uns sehr viel unterhalten und uns gegenseitig erzählt, wie furchtbar warm es ist. Wir haben zusammen einen Seestern vorm Sonnentod gerettet und Pippi hat einen Stein voller Baby-Seesternchen gefunden. Ich bin einfach nur fasziniert, dass es an den Badestränden Oslos so viel Leben gibt, lebende Austern habe ich auch gefunden und Fische gesehen und auch einen Fisch gesehen, der Seevogelfutter wurde. Wir haben uns beide an Steinchen oder Muscheln im Wasser die Füße verletzt und niemand hat groß Drama deshalb gemacht. Nächstes Mal Badeschuhe mitnehmen. Wenn wir noch mal nach Langøyene fahren sowieso, der Strand da war super heiß, ich glaube ich hab es kurz Zischen gehört, als meine Füße das Wasser endlich berührten. Ich persönlich fand Gressholmen auch schöner, aber Pippi ist anderer Meinung (Langøyene hat einen Steg, von dem aus man offiziell ins Wasser hopsen darf).

Falls Sie mal in Oslo baden wollen: für Gressholmen muss man deutlich mehr kraxeln können. Zum Badeplatz geht ein Trampelpfad. Der Badeplatz ist kein Strand, das ist Fels und dann Wasser. Es geht recht steil rein, ist also auch nicht unbedingt was für einen Ausflug zum Plantschen mit Kleinkindern. Aber ich fand es schöner, weil ruhiger. Langøyene hat alles, Klos, Kiosk, Campingplatz, große Wiese, Grillmöglichkeiten, Sandstrand, Badesteg, es geht etwas flacher rein. Sogar Duschen gibt es (eiskalt. Der Fjord ist deutlich wärmer. Aber immerhin kann man sich den Sand von den Füßen waschen). Und deshalb ist Langøyene ziemlich überlaufen. Also immer noch nichts gegen Ballermann oder ein durchschnittliches deutsches Freibad bei 30 Grad, aber schon, in norwegischen Maßstäben, voll. Zu beiden fährt aber das normale Ruter-Boot und die Inseln liegen im Tarifbereich Zone 1, also Oslo. Mit meinem Jahresticket kann ich ja eh überall hin, für Pippi habe ich ein Tagesticket gekauft, das hat etwa 10€ gekostet, für 4 Zonen (weil wir halt in Zone 4 Nord wohnen, wir müssen ja erst mal nach Oslo kommen!). Ich kann so einen Badeausflug bei gutem Wetter sehr empfehlen, nur Badeschuhe und vielleicht ne Strandmuschel oder sowas sollte man dabei haben. Ich war heute sehr dankbar für meinen Sonnenschirm. Und Lichtschutzfaktor 5000, egal wie es klebt, egal wie man aussieht wie mit Alpina eingeschmiert und dann mit ner Speckschwarte abgerieben. Die Sonne hier ist, wenn sie mal da ist, gnadenlos.

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Ich bin komplett fertig jetzt. Auf sehr viele Arten war das sehr anstrengend für mich, allein sensorisch, dadurch, dass ich den ganzen Tag fett mit Sonnencreme eingeschmiert sein musste. Dann so viele Leute, aufpassen, dass Wasserratten-Pippi nicht absäuft oder ihr irgendwer auf den Kopf springt, waaaaaarm, Angst vor Sonnenbrand, mimimi irgendwas hat mir den kleinen Zeh aufgeschlitzt, Sonnenhut, Sonnenschirm, Sonnencreme, Zeug schleppen, irgendwann dann auch Hunger, nasses Badezeug an also punktuell kalt, Rest langsam durchgekocht, nirgendwo ist Schatten, ganzer Körper klebt. Und dann fuhr kein Zug zurück, weil es irgendwo an der Strecke gebrannt hat, ich musste sehr schnell umorganisieren, im Bus war die Klimaanlage kaputt, mein Anschnallgurt ging nicht, wir mussten ganz hinten im Bus sitzen. Wir wurden also noch mehr durchgekocht als eh schon und das ganze Zugdrama hat mir echt den Rest gegeben, ich gehe jetzt einfach ins Bett.

Aber: kein Sonnenbrand (glaube ich jedenfalls) und Pippi hatte eine gute Zeit. Das war’s wert.

Tag 3982 – 3984 – Weiter Urlaub?

Am Sonntag haben wir Michel beim Sommerkurs abgeliefert. Er wird da bis Samstag bleiben und es scheint ganz gut zu laufen, denn das einzige Lebenszeichen von ihm heute war, dass ich eben gesehen habe, dass er sein Telefon im Laufe des Tages geladen hat. Keine Anfragen wegen Bildschirmzeit, nichts.

Ich arbeite, ähäm. Aber nur ein bisschen, ehrlich. Und morgen machen Pippi und ich einen Ausflug zum Inselhopping nach Oslo.

Gestern habe ich von den Pömpeln auf der Terrasse die lose Farbe abgekratzt und danach erst mal alle Pläne zum Überlackieren verschoben, denn an einigen Pömpeln ist unten, unter der abblätternden Farbe, das Holz morsch. Das ist irgendwie ungünstig, denn die halten den Balkon oben. Also müssen wir irgendwie einen Schreiner (oder Tischler? Ich kann mir nie merken, wer was macht) kommen lassen, der sich das anguckt. Der muss aber eh kommen, denn am Übergang zwischen Garage und Balkon ist auch ganz viel moderiges, zerfallendes Holz, verborgen unter drei Schichten Dachpappe. Das wird bestimmt nicht billig. Ich überlege noch, ob ich das irgendwelchen Versicherungen melde, und wenn, welchen*. Ich vermute, dass das mit dem Garagen-Balkon-Übergang von den Vor-Vorbesitzern verhunzt wurde und die Vorbesitzer davon auch nichts wussten, denn das muss schon länger so sein, damit es so übel werden konnte. Die Vorbesitzer haben hier ja auch nur eineinhalb Jahre gewohnt. Insgesamt waren das jedenfalls gestern ein paar unschöne Entdeckungen.

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*wir haben eine Hauskäufer-Versicherung und eine Hausversicherung. Aber ich habe das dann jetzt doch noch mal nachgeguckt, die Hausversicherung deckt zwar weggammelndes Holz, aber nicht, wenn sich das weggammelnde Holz außen befindet. Also wird es wenn dann wohl die Hauskäuferversicherung. (Auf die ich nur gekommen bin, weil der Käufer unseres alten Hauses seinerseits meint, in einer Wand einen durchgesägten Balken gefunden zu haben, und das sollen wir jetzt irgendwie ausbessern. Da kümmert sich jetzt unsere HausVERkäuferversicherung drum, das mit dem Käufer auszuklamüsern. Und fragen Sie mich bitte nicht, warum man (alle!) Wände in einem Haus aufreißt. Ich habe wirklich keine Ahnung.)

Tag 3979 – 3981 – Urlaub?

Ich bin nicht gut im Urlaub haben. Ich fühle mich nicht produktiv genug, alles geht mir zu langsam, alles regt mich auf, nicht mal entspannen kann ich richtig, selbst das mache ich irgendwie falsch. Leichter Frust hier, wie Sie lesen, den ich mit, was auch sonst, Arbeit bekämpfe. Aber so wie ich das will, niemand sonst. So ist das ok. Ich will auch weder Mitleid noch dass wer mit dem Zeigefinger kommt, bitte, ich bin schon groß und kann das selber entscheiden.

Gestern war es eigentlich für das meiste zu warm, aber ich bin trotzdem nach Oslo gefahren, um einen Koffer reparieren zu lassen. Der soll nämlich mit in den „Urlaub“ (die 3,5 Tage im tiefsten Bayern). Es war, entweder in Indien oder in China, der Zuppel vom Reißverschluss, den man auch in das Schloss einhakt, abgebrochen. Für 180 Kronen (~15,50€) wurde ein neuer Zuppel montiert und bei dem Preis, 30 Grad und nach einer Shoppingtour mit Pippi diskutiere ich auch nicht rum, warum das nicht auf die Garantie ging, bei einem Koffer, der grade mal 7 Monate alt ist.

Pippi hat jetzt neue Schuhe und ist sehr happy, dass wir dann auch noch, weiß gar nicht, wie ich das nennen soll, sagen wir mal, Latschen gekauft haben, weil sie die so toll fand.

Der andere ist nicht im Bild, weil der zu Hause erst mal gewaschen werden musste. Der stand im Laden im Regal und war sehr dreckig, weshalb wir aber auch nen ordentlichen Rabatt bekommen haben.

Pippi ist so aktiv, dass Turnschuhe bei ihr keine Saison durchhalten. Und zwar kein Teil davon. Die Sohlen sind durchgelaufen, der obere Teil ist ausgelatscht und an den Belastungsstellen, wo viel Bewegung ist, eingerissen. Innen ist an einigen Stellen das Polster an der Ferse weggeschubbert. Es ist wirklich faszinierend, weil Pippi, im Gegensatz zu Michel, eigentlich pfleglich mit ihren Sachen umgeht. Es ist bei ihr wirklich nur übermäßiger Gebrauch, der Schuhe killt.

Wir haben die Shoppingtour aber ganz gut genossen, zwischendurch Eis gegessen und nur ein Mal Pippis Handy auf dem Klo im Einkaufszentrum verloren (und wiedergefunden). Yeah. Trotzdem war ich danach durch, schon allein wegen der Hitze und weil Pippi nicht gut versteht, dass ich, wenn mir warm ist, und vor allem wenn ich mit Sonnencreme eingeschmiert bin und mich eh schon eklig klebrig fühle, WIRKLICH nicht angefasst werden will. Das geht in ihren süßen Kopf nicht rein, und sie ist sehr körperbetont, was ja normalerweise auch kein Problem ist, aber gestern war es dann eben doch eins und beim hundertsten Angetatsche war ich dann auch nicht mehr sooo pädagogisch wertvoll in meiner Rückmeldung.

Ich übe weiterhin an Grieg. Es ist da ein Takt mit Doppelgriffen, die mich killen, Es ist das letzte Fitzelchen das noch wirklich sehr wonky ist, die linke Hand (die sich verknotenden Finger) hauen den rechten Arm raus und es geht alles den Bach runter. Geht dann auch schnell wieder weg, aber dieser Takt killt mich. Ich übe den deshalb jeden. Tag. Nicht viel, weil ich sonst wahnsinnig werde, aber so 5 Minuten nur diesen Takt, 10 Minuten für den Kram drumrum.

2. Lage, ein Sekund-Zweiklang mit 1. und 4. Finger, direkt danach die reine Quarte. Dann auch noch den 2. Finger versetzen bei liegen bleibendem 1. und natürlich immer gleichmäßig streichen. Es ist zum Heulen.

Aber hey, es ist schon viel besser geworden, als es zu Anfang war.

Ich habe gestern auch festgestellt, dass das Abnubbeln an meiner Geige durch spielen in höheren Lagen fortschreitet.

Das ist das Geigen-Äquivalent zu durchgetanzten Ballettschuhen. Wenn es zu arg wird, macht Geigi wieder Urlaub beim Geigenbauer und kriegt ne Politur und ein bisschen extra Lack an der Stelle. Aber noch geht es. Ich wasche mir auch vorher immer die Hände und mache auch immer gut sauber nach dem Spielen.

Tag 3977 und 3978 – Weiter Gerödel.

Herr Rabe arbeitet, ich prüddele zu Hause rum. Die Terrasse ist jetzt fertig und die Möbel stehen wieder drauf. Die Treppe habe ich heute früh ein zweites Mal geölt und jetzt sieht es schon wesentlich besser aus und das Holz hat das Öl auch etwas weniger schnell aufgesaugt. Beim Baumarkt habe ich mir Farbkarten in 50 Shades of Grey fürs Arbeitszimmer mitgenommen. Entweder habe ich den Verstand verloren, oder ich bin jetzt in dem Alter, wo ich Räume in fröhlichem hellgrau streichen möchte, oder das Aquarienblau hat mich traumatisiert oder alles drei.

Hier ist übrigens das Telefonbänkchen. Ich mag es, und ich weiß, wie sehr ich für die wirklich nicht toll gewordenen gelben Details geschwitzt habe, das ist das Wichtigste.

Ich stelle mir vor, dass im Fach über den Schubladen früher ein Telefonbuch gelegen hätte.

Gestern habe ich mit Pippi eine neue Brille für sie ausgesucht und Kontaktlinsen zum ausprobieren bestellt. Sie wird nach dem Sommer so viel tanzen, dass Kontaktlinsen schon gut wären, und aus der Brille vom letzten Jahr ist sie tatsächlich rausgewachsen. Groß ist sie geworden. Aber beim Optiker musste ich sie an die Hand nehmen. Hach ja, (knapp) Elfjährige. Tatsächlich erinnere ich mich von Michel daran, dass das auch genau die Phase zwischen „klein“ und „groß“ war.

Danach haben wir schick geshoppt, Kissen und Solarleuchten und eine Wachstuchtischdecke für die Terrasse. Ich habe sogar so Tischtuchbeschwerer zum Dranklipsen (in Zitronen- und Erdbeerform) gekauft. Langsam bin ich meine Oma. (Wobei… die hatten beide am Kaffeetisch draußen richtige Tischdecken aus Stoff. An die von meiner Omi kann ich mich noch gut erinnern, nicht ans Muster, aber an die Textur. So richtig robustes, gewebtes Tuch, wahrscheinlich Leinen, ich mochte es immer sehr, da dran rumzufühlen. Und gleichzeitig barfuß auf den Terrassenplatten mit diesen kleinen, runden Steinchen. Hach!)

Im Übrigen werde ich morgen wieder den netten Mann von Anticimex anrufen, denn meine Wespennestattrappe hat leider nicht geholfen. Genau an der Stelle, wo ich im Frühjahr die riesige Wespe immer habe hinfliegen sehen, gehen jetzt sehr viele Wespen ein und aus. Was ein bisschen faszinierend ist, weil da gar kein Platz so richtig ist, also wenn dann ist das mehr so ein einetagiger Wespen-Bungalow, den die da errichtet haben. Will ich trotzdem nicht einen Meter vom Esstisch entfernt haben.

Tag 3972 und 3973 – Urlaub.

Ich habe jetzt Urlaub. Die Urlaubsstimmung will sich nur mal so gar nicht einstellen. Liegt vielleicht auch daran, dass mich Arbeitsdinge nicht loslassen. Oder zumindest hängt das sicher zusammen. Aber ich gebe mein Bestes und habe heute auch brav immerhin eine Stunde Geige gespielt (und mir an Sekund-Doppelgriffen die Finger und Ohren verrenkt). Außerdem heute: mit Michel zum Kieferorthopäden gefahren, Draht tauschen lassen. Nach den Ferien wird dann der untere Teil der Spange geklebt. Außerdem gestern: Abhol-Konzert von Pippis Sommerkurs. Wie vermutet, hatte Pippi eine super Zeit und hat sich auch für nächstes Jahr schon zum roten (also nächsten) Kurs verabredet. Das Konzert war auch wirklich gut, es ist wirklich immer wieder beeindruckend, was die in knapp vier Tagen so auf die Beine stellen.

Ansonsten sind die Projekte zu Hause im Gange. Pippi hilft mir beim Lackieren des kleinen Telefonbänkchens, das ich letztes Jahr über Kleinanzeigen besorgt habe. Ich habe die Treppe vor dem Haus geschrubbt. Die macht etwa 1/15 des zu schrubbenden Holzes aus und Scheiße, ist das anstrengend. Für den Rest muss ich glaube ich Michel fürstlich entlohnen.

Morgen geht dann eine weitere Tour in den Baumarkt des Vertrauens – dem, wo man Beratung bekommt. Denn erstens muss ich Terrassenlasur kaufen (für die Treppe, die riesige Terrasse und den riesigen Balkon, also ca. einen Kubikmeter) und zweitens will ich mein Aquarium Arbeitszimmer streichen. Erst fand ich es charmant, so hellblau. Aber es ist halt wirklich der komplette Raum, ALLES ist hellblau. Die Decke. Die Fuß- und Deckenleisten. Der Tür- und Fensterrahmen. Sämtliche Kabel. Selbst die Lichtschalter sind einfach hellblau übergejaucht. Es ist zum Heulen. Und in Teams sehe ich grundsätzlich etwas krank aus.

Keine Ahnung, ob überhaupt eine Chance besteht, das zu fixen. Und Nasen sind auch überall, wie rechts oberhalb vom Lichtschalter zu sehen.

Fun fact übrigens: Niemand weiß, was der obere Schalter tut, außer mich zu irritieren, weil ich grundsätzlich den falschen erwische. Er scheint jedenfalls kein Licht irgendwo zu kontrollieren.

Die Moral von der Geschicht: egal, wie sehr Ihr Kindergartenkind es sich wünscht, streichen sie niemals einen kompletten, Holzpanelverkleideten Raum, in irgendwelchen Farben. Türrahmen, Fensterrahmen, die Decke!!!, Leisten, Kabel und Lichtschalter sollten auch nicht einfach übergepinselt werden. Weil sonst sitzt da hinterher jemand wie ich und muss im Baumarkt verzweifelt nachfragen, wie zur Hölle das wieder beseitigt werden kann (möglichst ohne dass es meine kompletten sechs Wochen Ferien auffrisst wegen Aufwand).

Tag 3878 – Allein, allein.

Heute Morgen habe ich die Familie brutal früh zum Flughafen gefahren. So früh nämlich, dass noch kein Zug fuhr. Und dank Umstellung der Uhr (hier Rant denken, wie sinnlos und schädlich das ist, und außerdem ist die Abschaffung doch beschlossen, was soll denn das noch???) war es ja noch früher als eh schon. Aber es hat alles trotz müder Menschen gut geklappt und um viertel nach sechs lag ich dann auch wieder im Bett und habe noch mal zwei Stunden geschlafen.

Danach habe ich mit meiner Göteborger Freundin, die gestern sehr spät vom Flughafen (aus dem Urlaub) gekommen war und bei uns übernachtet hat, sehr gemütlich sehr lange gefrühstückt und gequatscht. Das war wirklich schön. Wir sehen uns viel zu selten. Aber wenn wir uns sehen, ist es, als wäre das letzte Mal höchstens ne Woche her.

Um drei fuhr sie dann nach Hause und seither bin ich alleine. Da ich gestern die Familie noch zum Putzen gezwungen habe, habe ich heute dem Drang, alles grundzureinigen, recht gut widerstehen können. Aquarienwasser wechseln, Blumen gießen und Wäsche waschen habe ich aber trotzdem gemacht. Außerdem Geige, sehr ausgiebig, weil ich morgen ne Stunde habe und die Etüde (IMMER NOCH Rode 9, aber jetzt der 2., schnelle Teil) noch nicht sitzt. Und Sport. Sport war gut, aber ich habe einen leisen Verdacht, dass ich morgen über Muskelkater meckern werde.

Die Familie weilt bis Donnerstag in Brighton bei der Schwägerin. Ich werde mich am Riemen reißen, nicht das Haus komplett zu renovieren oder Ähnliches, sondern es ruhig angehen zu lassen. Bisschen Gartenarbeit, vielleicht zum Entsorgungshof fahren und Müll gegen Gartenerde eintauschen. Solche Dinge eben.

Vielleicht bestelle ich auch nen Kubikmeter Kaminholz, der Bauer unseres Vertrauens hat das neue Holz schon fertig, es ist natürlich noch viel zu feucht, aber trocknen kann es ja auch bei uns zu Hause und dann ist es ein bisschen billiger. Und dann ist es da und Herr Rabe kann zum nächsten Winter entspannt bleiben.

Ich mag Urlaub haben.

Tag 3793 – In Gang kommen.

Es war ein ganz bisschen aktiverer Tag als die letzten zwei Wochen. Also wirklich minimal. Aber immerhin habe ich Sport gemacht und Geige gespielt und endlich ein paar Leute von den lokalen Grünen angerufen, die möglicherweise im Vorstand sein wollen. Ich bin nicht im Vorstand, aber im Gremium, das den Vorstand vorschlägt. Ich habe das ewig vor mir her geschoben, weil ich echt mit niemandem reden wollte. Aber so langsam drängt es ein bisschen.

Herr Rabe hat derweil heute auch gelernt, dass die Nachbarn wirklich nicht aus Scheiß gesagt haben „Wenn Schnee in der Spur ist, versuch gar nicht erst, den Berg hoch zu fahren“. Die Wärmekabel sind zwar repariert, aber waren nicht angesprungen und dann reichen 3 mm Schnee auch schon, damit man den Berg nicht mehr hoch kommt. Zwei Stunden später war er mit Hilfe eines Nachbarn immerhin wieder so weit in der Spur, dass er den Berg rückwärts wieder runter rollen und unten parken konnte.

Vielleicht doch Spikereifen bestellen.

Tag 3778 – 3780 – Laune (und Ferien).

Donnerstag und gestern habe ich noch unvernünftig viel gearbeitet, damit wenigstens die meisten großen Klötze von meinem Schreibtisch sind, wenn ich Urlaub nehme. Was ich jetzt habe.

Gestern habe ich außerdem eine Geigenstunde gehabt (die war gut), mir endlich die Haare schneiden lassen (sehr gut!) und war beim Geigenbauer, Saiten kaufen. Scheiße, sind Saiten teuer. Aber ich habe ja auch gerne ein komplettes Set auf Halde liegen, weil Saiten meistens sehr plötzlich reißen.

Auf dem Rückweg von Oslo ging es mir plötzlich gar nicht gut, irgendwas hatte ich nicht vertragen oder es war nicht mehr gut oder so, aber es wollte bitte schnell raus und machte vorher auf dem Weg durchs System große Schmerzen, sodass ich mit Schweißausbrüchen im Zug saß und erst mal meinen Gürtel lockerte, damit alles wenigstens so frei wie möglich passieren konnte. Ich schaffte es nach Hause, war aber den Rest des Tages nur auf verschiedenen Sofas. Heute nach dem Frühstück war erst mal alles raus, glaube ich, da ging es mir schon viel besser.

Heute war ich mit Pippi in Oslo, erst Sachen einkaufen und dann beim Weihnachtskonzert des Lieblingskollegen. Das war sehr schön (beides).

Jetzt allerdings habe ich ziemlich Laune. Hat möglicherweise interne, aber möglicherweise auch externe Gründe. Jedenfalls… ARRRRGGGGHHH!

Lieber schlafen. Morgen ist großer Putztag.

Tag 3675 und 3676 – So viel los.

Uffz ich bin so müde. Zwei Tage hintereinander um sechs Uhr aufgestanden, Zack, todmüde. Ok, weil ich halt nicht um zehn schlafe.

Ich hatte ja gestern und heute noch frei, ich arbeite erst morgen wieder. Aber die Kinder hatten so aufregende Tage und Herr Rabe arbeitet wieder, sodass ich mit aufgestanden bin und gestern die Kinder auch zu ihren respektiven neuen Schulen begleitet habe. Mit dem Bus, damit die Kinder auch wissen, wie das geht. Pippi wollte dabei am liebsten, dass ich nicht gehe, Michel wollte gerne, dass ich nicht mitkomme. Dafür ist er abends extra anhänglich. Ist auch ok. Ich bin jetzt die peinliche Mutti eines coolen Teenagers.

Michels erster Tag an der Ungdomskole war „gut“. Er hat seine Zweitwahl bei der Fremdsprache bekommen, nämlich Französisch (nicht Spanisch) und ich spannte schon mal alles an, um auf alle etwaigen Reaktionen vorbereitet zu sein, aber er ist da total entspannt mit. Vielleicht ist das Gehirn über die Ferien auch ein bisschen gewachsen. Michels Klassenlehrer ist, laut Michels Aussage, „cool und ziemlich chill“. Es sind erst zwei Tage, aber ich senke da vorläufig erst mal die Schultern.

Pippis neue Schule ist ja die alte im neuen Gewand, und das Gewand ist schon wirklich sehr schön.

Ich habe gestern weiter Pax gebaut. Heute auch ein bisschen, aber nicht ganz so viel, ich musste auch noch andere Sachen mal priorisieren, zum Beispiel einen Arbeitsplatz, und einen Schminktisch (sehr wichtig!). Aber ich habe jetzt ALLE Klamotten ausgepackt und sie liegen und hängen jetzt auch ALLE im Schrank. Und es ist noch Luft. Es ist wundervoll. Kein Wechsel von Sommer- auf Winterklamotten und wieder zurück mehr, den ich im ersten Fall übereifrig mache und im zweiten Fall ewig frierend vor mir her schiebe. Es passen ALLE Klamotten gleichzeitig in den Schrank! Ebenfalls gestern habe ich im Keller Sachen eingeräumt, die im Flur im Weg standen. Das dauerte eine Weile, aber der Flur ist jetzt leer. Wenn ich richtig mitgezählt habe, habe ich 12 weitere Kartons komplett oder teilweise ausgepackt. Hi

Hurra!

Gestern und heute habe ich auch endlich mal wieder Geige geübt, weil ich heute mit einer Kollegin zum gemeinsamen Spielen eingeladen war. Das hat mich sehr nervös gemacht. Aber es war wirklich schön und hoffentlich nicht das letzte Mal.

Morgen geht es wieder ins Büro. Nach sechs Wochen. Ich habe überhaupt keine Lust.

Tag 3670 – Endlich wieder zu Hause!

Wir sind wieder da! Oben auf unserem Berg angekommen. Das Gerödel ging quasi sofort los, auspacken, Wäsche anstellen, Kinder zu Freunden fahren, im alten Haus mal gucken, wie der Status da so ist. Da ist der Status so ganz ok. Wir haben sehr viele Schmetterlinge an der blühenden Minze gefunden und dann ein Auto voll Zeug aus dem Schuppen geholt. Da ist jetzt schätzungsweise noch ein halbes Auto voll plus mein Fahrrad (dessen Batterie in irgendeiner Kiste ist, ähäm) und der Rasenmäher.

Man muss ein bisschen suchen, aber es sind wirklich viele!

Abends bin ich zum Burlesque nach Oslo gefahren. Die nächsten vier Wochen mache ich einen Kurs in Fan Dance, also tanzen mit so großen Fächern mit/aus Federn. Das sieht so einfach und elegant und schön aus! Das hat es mit Ballett gemeinsam. Leider hat es auch mit Ballett gemeinsam, dass es sehr schwierig ist und erstaunlich viel Kraft erfordert und man seltsame Muskeln braucht, die man für sonst nichts jemals benutzt. Beim Ballett muss man wenigstens nicht auch noch auf empfindliches Gerät aufpassen, das herunterfallen oder wegen Koordinationsschwierigkeiten gegeneinanderschlagen kann (weder Federn noch Stäbe mögen das besonders gern).

Ach ja, wussten Sie, dass es rechte und linke Fächer gibt? Ich bisher auch nicht.

Im Laufe des Kurses muss ich mal ein Foto oder kurzes Video machen, aber heute war ich ehrlich gesagt schon mit simpelstem Herumwedeln gut beschäftigt, da sah auch nichts elegant und schön dran aus.