Tag 4055 – 4057 – Mutige kleine Mädchen und erwachsene Frauen mit Aua am Knie.

Ich habe gestern und heute die Bretter vom Balkongeländer entfernt und überall Nägel rausgezogen. Ich konnte so schätzungsweise 60 der Bretter des Villmarkspanels erhalten. Etwa 15 sind kaputt gegangen. Das finde ich eine okaye Quote. Wir haben nämlich am Donnerstag erfahren, dass das Panel an unserer Fassade eine totale Spezialanfertigung ist. Neue Bretter zu bekommen, die halbwegs passen, wird sehr, sehr schwer bis unmöglich werden. Wir müssen also wirklich gucken, dass wir jeden brauchbaren Fitzel nach Möglichkeit erhalten. Das habe ich also in Angriff genommen. Das war sehr anstrengend. Ich habe jetzt Blasen an den Händen, Rücken und Po tun weh von sich anbahnendem Muskelkater (Nägel mit der Brechstange aus Brettern ziehen, während man drauf steht ist wie Deadlifts) und beide Knie sind blau. Genau genommen der Ansatz vom Oberschenkelmuskel direkt über dem Knie. Da habe ich mir nämlich gestern rechts und heute links volle Möhre die Brechstange reingerammt, mit der scharfen Kante zuerst. Rechts geht noch, links sieht übel aus und ist jetzt nach einer Dusche mit einem schicken Schürfwundenpflaster versehen. Das sind dann jetzt blaue Flecken drülfzig +1 und +2, ich sehe echt aus als würde ich als Hobby im dichten Wald und mit verbundenen Augen Mountainbike fahren oder so. Also, es ist nichts schlimmeres als blaue Flecken, Blasen und Muskelkater, das ist ja schon mal was.

Gestern wollte dann Pippi UNBEDINGT noch mit ihrer Freundin zum großen Shoppingcenter nach Jessheim. Ich hatte mich breitschlagen lassen, zu fahren. Pippi hatte Geld gespart und durch Holz schleppen noch was dazu verdient und sie und ihre Freundin haben dann ordentlich geshoppt. Ich weiß nicht genau, was, ich wurde in einem Café geparkt. Auch gut. Wo ich dann aber bei sein durfte, war beim Friseur. Pippi wollte nämlich schon länger ihre Haare kurz schneiden. Also richtig kurz, so wie ich. Nach viel Überlegen wurde es dann stattdessen ein ordentlicher Undercut, mit Miley Cyrus als Vorbild. Sie war sehr aufgeregt deshalb, verständlicherweise, und hat, ebenfalls verständlicherweise, nach den ersten Zentimetern mit der Schneidemaschine ein bisschen Tränen in den Augen gehabt, aber die Friseurin war super lieb und es steht ihr auch wirklich super. Als das Ergebnis dann fertig war (sie bekam noch das Luxus-Programm mit vollem Styling mit allem Pipapo) war sie auch super happy. Ich bin total stolz auf sie, ich hab in ihrem Alter (und älter) Rotz und Wasser geheult, weil die Friseurin 3 cm meiner mühselig lang gezüchteten Fusseln zu viel abgeschnitten hat.

Hab leider kein besseres Bild, außer von vorne und das möchte Pippi nicht.

Ich bin dann noch mal zu der Friseurin zurück gegangen, mit einem Umweg über den Geldautomaten, weil ich mit meiner App bezahlt hatte und ihr gerne ein Trinkgeld geben wollte. Mir doch egal, dass das hier total unüblich ist. So.

Tag Bummens – Königin der Brechstange.

Ich bin um einige wertvolle Erfahrungen reicher geworden heute. Und um fast ein ganzes Balkongeländer ärmer. An einem gewissen Punkt konnten Michels Spaghettiärmchen nicht mehr, deshalb ist das letzte Stückchen noch dran, aber das ist immerhin so weit vorbereitet, dass es recht fix gehen dürfte, den Rest abzumachen. Mir tut jetzt alles weh, mein Körper ist voller blauer Flecken, sämtliche Muskeln schmerzen, aber der Schreiner kann morgen anfangen. Die Aktion hat uns einiges an Geld gespart, aber Spaß war das ganz und gar nicht.

Was man halt an jeder Halterung machen muss: Panel abhebeln, um die Halterung freizulegen. Die Schrauben und Muttern lösen so gut es geht (etwa 50 % sind festgerostet). An der nächsten Halterung den eisernen Metall-Querbalken abschrauben und dann den mittleren Nagel raushebeln. (Alle Nägel sind so 10 cm lange Tischlernägel.) Dann oben mit der Kreissäge (vielleicht wäre eine Stichsäge besser, aber wir haben keine. Vielleicht ist auch die Kreissäge, die wir haben, einfach komplett scheiße. Ich habe jedenfalls heute einen ordentlichen Hass auf die Kreissäge entwickelt) den durchgehenden Balken oben durchsägen. Geländerstück zu zweit wegtragen. Gegebenenfalls die Halterung abschrauben (falls die nicht noch am Geländerstück hängt, weil Schrauben festgerostet waren). Und dann 1,5 m weiter das gleiche von vorn.

Und vor dem ganzen Spaß mussten 80 qm Terrassenpanele weggetragen werden. Das waren jeweils so 2-5 qm große Panele, sauschwer und unhandlich wie sonstwas. Die Größten passten auch gar nicht auf den geliehenen Hänger, also musste die Kreissäge wieder ran – und Michel für die letzten paar Millimeter, wo ich mit der Säge aufgegeben habe. Michel hopst einfach so lange auf dem 7/8-durchgesägten Stück drauf rum, bis es bricht. Mit 50 kg dauert das zwar, aber geht schon irgendwann kaputt.

Im Geländer selbst habe ich entdeckt, dass da sehr gerne Wespen gewohnt haben. Ich habe Nester von Golfball- bis Handballgröße gefunden, allesamt leer, aber sicher so 15 Stück. Alle paar cm eins. Von wegen, die bauen nicht zwei mal am gleichen Ort. Die bauen sogar ein neues Nest direkt an ein altes dran.

Anyway. Michel hat sich seinen Lohn für heute redlich verdient und ich habe mir den ersparten Betrag beim Schreiner auch sehr redlich verdient. Michel hat auch, während ich mit den gröberen Arbeiten beschäftigt war, unermüdlich die Tischlernägel aus den entfernten Panelen gezogen, damit unser Müll nicht mehr ganz so lebensgefährlich ist. Wir haben jetzt einen ganzen (leicht angeschimmelten Muss-eh-weg-Pilzsammel-)Korb voller Metall.

Ich hab schon wieder keine Vorher-Bilder gemacht, aber nachher. Und Wespennester.

Das Tarp ist dazu da, die Ecke vor Regen zu schützen. Da ist nämlich die Durchführung der Wärmepumpe, die am Moderbalken schuld ist.

Eigentlich war ich dann zu fertig für irgendwas. Aber ich hab natürlich trotzdem Essen gekocht und dann auch noch Geige gespielt, weil Pippi sonst nicht schlafen kann. Mit ausgepumpten Unterarmen spielt es sich gar nicht mal so gut Geige. Außerdem hab ich mir heute ein mal richtig mies die Brechstange auf das erste Gelenk des rechten Daumens gehauen, das ist jetzt blau und mein Daumen etwas weniger flexibel, als ich gerne hätte. Aber was tut man nicht alles für seine Babies, ne?

Tag 4038 – Nicht mein Tag.

Erfolge zuerst: ich hab im Alleingang den Zins für unseren Kredit um fast ein halbes Prozent runtergehandelt! Yeahy, das macht tatsächlich ganz gut was aus.

Dann aber: der Holzwurmmann war da. 10 Minuten zu früh, da hatte ich noch nicht mal richtig was an. Also schnell Pulli übergestülpt und raus und bestätigt bekommen: das ist ein Holzwurm gewesen, genau genommen wahrscheinlich einer, der nur auf modriges Holz geht. Modrig ist das geworden, weil das nicht imprägniert ist, erst nach dem Verbauen gestrichen wurde und im Übergang Säule-Balkongeländer Wasser stehen bleibt. Da muss man jetzt die Säule tauschen. Die Versicherung zahlt es wahrscheinlich aber nicht, weil das länger schon vor sich gegangen sein muss, als wir da wohnen. Tja.

Etwas später war der Gutachter da, um den modrigen Balkon zu begutachten. (Jaja, apropos Moder… Holzhäuser, so schön!) Herr Rabe hatte am Wochenende versucht, da noch ein weiteres Stück Balkongeländer zu entfernen, aber dann waren da plötzlich ein paar sehr aufgeregte Wespen. Ich sage mal so: wenn man die Dachpappe anhebt, um mit dem Gutachter drunter zu schauen, sind da plötzlich nicht nur ein paar und nicht nur aufgeregte Wespen. Dann hat man plötzlich einen ganzen Haufen überaus aggressiver Wespen um sich rumfliegen. Man wird dann auch schneller gestochen, als man gucken kann. Ich dachte, ich wäre inzwischen relativ entspannt mit Wespen, aber Holy Moly, wenn die im Angriffsmodus sind, sind die ja mal so gar nicht angenehme Genossen. Und jetzt kann ich dann auf gar keiner Seite schlafen, weil auf der einen das neue Piercing das immer noch nicht mag und auf der anderen Seite eine Wespe mich ins Ohr gestochen hat. Drecksvieh.

Der Gutachter und ich flohen dann nach drinnen, nachdem ich vor lauter Panik etwa fünf mal den falschen Türcode eingegeben hatte. Drinnen maß er an verschiedenen Stellen Feuchtigkeit, konnte aber nur feststellen, dass es unten im Flur, wo es reingeregnet hat, nicht feuchter ist als sonstwo. Was ja gut ist, weil sonst könnte es halt auch da wieder modern. Ansonsten beschrieb ich das Moderproblem auf dem Balkon, und nach etwa 10 Minuten trauten wir uns dann auch wieder raus. Der Gutachter maß noch die Feuchtigkeit im Holz des Balkons (das sah nicht gut aus) und maß dann den ganzen Balkon aus, denn er wird vermutlich der Versicherung melden, dass seiner Einschätzung nach die komplette Abdichtung vom Balkon erneuert werden muss, plus einiges Holz austauschen, und was das wohl kosten könnte.

Heute Abend hat Herr Rabe dann schwer vermummt die Wespen bekämpft. Zum Glück darf man das hier. Hoffentlich ist es dann bald möglich, tatsächlich was gegen den Moder zu machen.

Wegen weh im Ohr habe ich gegen 15 Uhr eine Antihistamintablette genommen. Leider half die kaum und machte mich nur sehr sehr müde.

Um den Schmerz breiter zu streuen, schnitt ich zum Abendessen Chili, wusch mir 2-4 mal die Hände und setzte mir dann unbedarft Kontaklinsen ein.

Apropos Schmerz: ich habe von gestern Muskelkater aus der Hölle. Aber das hat mich nicht vom Ballet abgehalten. JETZT will ich aber echt für ein paar Tage keinen Schritt mehr gehen.

Tag 4011 – 4013 – Feuermelder und Aua.

Also, nach wirklich langem hin und her haben wir neulich endlich neue Rauchmelder und andere Sensoren bestellt. Die, die hier im Haus waren, waren halt alle billig, nicht in Serie gekoppelt, und mit Batterien, die man eigentlich jedes Jahr tauschen sollte und das nicht tut (mal ehrlich: wer tut das denn tatsächlich.). Außerdem hat der in der Küche öfter mal beim etwas aggressiveren Toasten von Brot gemeint, dass es brennt. Das ist auch nervig und dann hatten wir ihn abgemacht und dann hat er erst recht keinen Sinn mehr. Deshalb haben wir jetzt in der Küche (und in ein paar anderen Räumen, wo schnell mal Staub oder Dampf sein kann) einen reinen Hitzesensor. Und wie ich diesen Hitzesensor so anbringen wollte, wunderte ich mich, dass das so schlecht geht und machte einen großen Fehler: extra hart mit dem Akkuschrauber drücken. Naja, es kam, wie es dann gerne kommt, ich rutschte ab und schraubte mir kurz ein bisschen in den Zeigefinger. Das tat weh und blutete dann auch gar nicht mal so wenig. Aber ich hatte noch gefühlte 37 weitere Sensoren anzubringen, also machte ich ein Pflaster drum und machte dann einfach weiter. Das ging ganz ok – bis heute Morgen. Unter dem Pflaster tat der Finger weh und als ich das Pflaster abgemacht hatte, wunderte ich auch nicht darüber. Es sah fies aus. Und war warm. Und rot. Aber wegen sowas geht man doch nicht zum Arzt.

Das hielt ich durch bis 14:30 Uhr, dann fuhr ich meinen puckernden Finger zum Arzt. Welcher nur meinte, joah, ist entzündet. Das an sich ist noch nicht schlimm, aber schlimmer als das sollte es laut Arzt auch nicht werden. Ich verließ die Praxis um 220 Kronen ärmer und mit einem Haufen Ratschläge und einem Rezept für ein Antibiotikum, für den Fall der Fälle.

Sowas braucht echt niemand.

Es sieht aber immerhin jetzt so „gut“ aus, dass ich denke, dass ich auf das Antibiotikum wohl verzichten kann.

Und gelernt habe ich auch jede Menge, zum Beispiel, dass man nicht Schrauben rein drehen kann, wenn der Akkuschrauber noch falschrum geht.

Tag 3976 – Beide Daumen hoch.

Alles andere geht auch nicht mehr, da beide Daumen verpflastert und jetzt sehr unbeweglich sind. Aber! Die Terrasse ist geölt, zwei mal, und die Treppe inklusive Geländer ist ein Mal geölt. Treppe plus Geländer muss sicher noch zwei mal geölt werden, die hat das aufgesaugt wie ein Schwamm und sieht jetzt, wo es getrocknet ist, irgendwie wieder genauso aus wie vorher. Aber nach elf Uhr abends öle selbst ich keine Treppen mehr. Morgen soll es eventuell ein bisschen regnen, also wäre Mittwoch oder Donnerstag früh die nächste Gelegenheit. Das ist ja alles reichlich kompliziert, weil die Sonne beim Auftragen nicht drauf scheinen soll (schwierig bei ner Terrasse nach Süden, da geht nur morgens und dann strategisch erst da auftragen, wo die Sonne zuerst hinkommt, ich habe das heute Morgen ausprobiert) und danach soll es 6 Stunden trocken bleiben (kein Regen, kein Tau, wann kommt Tau überhaupt, so um vier???), trocknen dauert 8 Stunden und nach 12 Stunden kann die nächste Schicht drauf. Oh und natürlich soll es nach Regen oder waschen mindestens 24 Stunden trocknen. Naja und dann ölt man halt morgens um neun und abends um neun. Letzteres bereits mit verpflasterten Daumen.

Die andere Seite sieht genauso aus.

Verweichlichte Computerjobhände kriegen direkt Blasen, wenn sie mal nen bisschen rumschrubben müssen. Pfft.

Tag 3887 – 3889 – Zurück im Werk.

Da sind alle bekloppt, was niemanden mehr überraschen dürfte. Vielleicht sind es auch weiterhin meine Hormone, die Nerven, jedenfalls gehen mir ALLE kolossal auf den Geist. Heute hatte ich Homeoffice, das hat geholfen.

Ansonsten passiert aber auch irgendwie Nix. Michel hat heute einen Friseurtermin verpennt, zu dem er alleine hingehen wollte/sollte. Ich war joggen und hasse das immer noch. Außerdem hab ich Zeug rausgesucht, um morgen nach der Arbeit zum „Winterfest“ mit besagter Arbeit zu gehen. Aufgrund von Laune habe ich die Entscheidung, ob ich da hin gehe, ewig vor mir her geschoben, aber jetzt hab ich ein Kleid und Schminke rausgelegt und es wird schon irgendwie werden. Ich kann ja auch um acht nach Hause gehen.

Gestern Burlesque und vorgestern Ballett: mir tun furchtbar die Füße weh. Also nicht so zu viel gelaufen weh, sondern mehr so eigentlich sollte man zum Arzt damit weh. Links ist am schlimmsten. Letztes Jahr war’s rechts. Aber der Arzt sagt dann auch nur „ja dann machen Sie eben nicht so*!“ und das kommt gar nicht in die Tüte, yolo, und in zwei Wochen ist Show. Also vom Ballett.

Machen Sie das nicht nach, ne? Aber ich bin groß und kann selber entscheiden, wann ich zum Arzt gehe. Generell bin ich groß und kann Dinge selbst entscheiden, das musste ich aber auch bei der Arbeit erst mal wieder klarstellen. Was mit ein Grund ist, weshalb die mich alle so nerven.

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*alles, wo unter Belastung die Zehen angewinkelt werden, also jedes Relevé und generell das Tragen von und Herumlaufen in hochhackigen Schuhen. Gefühlt sind aber alle Schuhe irgendwie falsch. Und ohne Schuhe ist auch falsch. Tja. Den Kindern würde ich an dieser Stelle Amputation vorschlagen.

Tag 3806 – Bläh.

Also der Tag war ganz ok, aber ich schleppe irgendwie seltsame Magenschmerzen mit mir rum, die vielleicht auch eigentlich Rückenschmerzen sind, das habe ich alle Jubeljahre mal und es lässt sich schwer unterscheiden. Außerdem Laune und müde und musste pubertierendes Kind anscheißen, und das ist alles sehr blöd. Licht aus und mal schlafen hilft vielleicht. Insofern: gute Nacht!

Tag 3778 – 3780 – Laune (und Ferien).

Donnerstag und gestern habe ich noch unvernünftig viel gearbeitet, damit wenigstens die meisten großen Klötze von meinem Schreibtisch sind, wenn ich Urlaub nehme. Was ich jetzt habe.

Gestern habe ich außerdem eine Geigenstunde gehabt (die war gut), mir endlich die Haare schneiden lassen (sehr gut!) und war beim Geigenbauer, Saiten kaufen. Scheiße, sind Saiten teuer. Aber ich habe ja auch gerne ein komplettes Set auf Halde liegen, weil Saiten meistens sehr plötzlich reißen.

Auf dem Rückweg von Oslo ging es mir plötzlich gar nicht gut, irgendwas hatte ich nicht vertragen oder es war nicht mehr gut oder so, aber es wollte bitte schnell raus und machte vorher auf dem Weg durchs System große Schmerzen, sodass ich mit Schweißausbrüchen im Zug saß und erst mal meinen Gürtel lockerte, damit alles wenigstens so frei wie möglich passieren konnte. Ich schaffte es nach Hause, war aber den Rest des Tages nur auf verschiedenen Sofas. Heute nach dem Frühstück war erst mal alles raus, glaube ich, da ging es mir schon viel besser.

Heute war ich mit Pippi in Oslo, erst Sachen einkaufen und dann beim Weihnachtskonzert des Lieblingskollegen. Das war sehr schön (beides).

Jetzt allerdings habe ich ziemlich Laune. Hat möglicherweise interne, aber möglicherweise auch externe Gründe. Jedenfalls… ARRRRGGGGHHH!

Lieber schlafen. Morgen ist großer Putztag.

Tag 3693 und 3694 – Taxi fahren und Rumhängen.

Außer Homeoffice nicht viel gewesen. Homeoffice war, weil ich gestern Michel zum Kieferorthopäden und danach Pippi und ihre Freundin zur Bandprobe fahren musste. Zwischendurch habe ich noch einen sehr Basic IT-Inspektionen-Kurs gemacht. Da habe ich jetzt nicht übermäßig viel gelernt und auch nichts Neues. Ich hoffe wirklich, dass der Kurs, für den ich in zwei Wochen nach Amsterdam fahre, besser ist.

Michels Kieferorthopäde hatte keine neuen Nachrichten. Alles sieht stabil aus, der Überbiss ist jetzt im Rahmen. Weiter die lose Klammer reduzieren. Weiter überlegen, ob wir, auf eigene Kosten, noch mehr machen wollen.

Bei der Arbeit sind weiter alle einigermaßen bekloppt. Aber die Medikamente gegen das PMDS wirken jetzt und dann will ich die wenigstens nicht mehr alle ständig erwürgen. Jedenfalls nicht, wenn ich zusätzlich im Homeoffice meine Ruhe hab. *

Wir haben heute das erste Mal seit… tja, fast drei Monaten? auf dem Sofa vor dem Fernseher gesessen. Den haben wir nämlich letztes Wochenende aufgehängt und Herr Rabe hat ihn heute angeschlossen. Und so saßen wir mit einem freitäglichen Bier und haben eine Folge Wednesday geguckt. Wir sind dermaßen hinten dran mit den wenigen Serien, die wir überhaupt verfolgen, es ist nahezu peinlich. Aber, was auch gut ist, das Sofa (das wir mit dem Haus gekauft haben) riecht nach einer Runde mit sehr viel Febreeze jetzt nicht mehr nach Katze. Katze riecht, wenn man gar keine Katze hat, übrigens sehr stark nach Käsefuß. Und wir wissen wieder, warum wir alle selbst ausgesuchten Sofas auch nach dem Kriterium „waschbarer Bezug“ ausgesucht haben. Wer macht denn bitte nicht waschbare Sofabezüge?

Ich finde, „Wir haben zwei Monate nach dem Umzug den Fernseher ausgepackt und aufgehängt“ illustriert sehr schön, wie es mit diesem Umzug bisher so lief.

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*und so viel Tee trinken kann, wie ich Lust habe, die 5 Meter in die Küche zu laufen, weil ich mir glaube ich irgendwo/irgendwie eine Blasenentzündung geholt habe. Die erste seit vielen, vielen Jahren, vielleicht sogar seit der Schwangerschaft mit Pippi? Da ich das früher und insbesondere in den Schwangerschaften wirklich ständig hatte, beschwere ich mich vorerst nicht, sondern trinke halt sehr viel FAK-Tee. Ein Mal in zehn Jahren kann da ja schon mal passieren.

Tag 3620 – Noch blöder.

Also, der Tag war arbeitstechnisch noch bescheidener als der gestern. Ich kann das nicht hier breittreten, aber ich bin sehr frustriert und bodenlos enttäuscht und auch ein bisschen entsetzt. Die Arbeit kann sich glücklich schätzen, dass ich doch manchmal sowas wie Impulskontrolle hab, weil heute hätte ich gerne einfach hingeschmissen. So einfach ist das. Es gibt Grenzen, was ich mit mir so machen lasse und eigentlich war die heute erreicht. Allein fürs Bleiben sollten sie mir ne Mitarbeiterin des Jahres-Plakette geben. Heute hätte ich mich auch echt gerne betrunken, Aber das ist echt kein gesundes Coping, also habe ich das gelassen. Wie ich sagte, Impulskontrolle. Aus Stahl.

Manchmal.

Abends bin ich deshalb wütend eine halbe Stunde joggen gegangen. Das wiederum fand mein Rücken untragbar und ist jetzt noch wütender als eh schon. Dr. Google sagt, Iliosakralgelenk. Blockiert oder verspannt oder so. Vielleicht beides. Ich hab versucht, es wegzudehnen und/oder wegzumassieren, indem ich auf dem Küchenfußboden meinen unteren Rücken/Becken hab kreisen lassen, aber es hat alles nichts gebracht und ich versuche es jetzt mit schlafen, hilft ja alles nichts. Allerdings könnten 4 Tage Festival plus Pride-Parade eine „interessante“ Erfahrung werden. Vielleicht gehe ich morgen noch bei der Apotheke vorbei oder frage den Hausarzt, ob er mir Schmerztabletten verschreiben kann. Sowohl verklemmt als auch verspannt wird sich vermutlich am besten durch Bewegung auflösen, aber dann muss die erst mal möglich sein, ne?

Aua. Aber gut, jetzt drei Tage frei zu haben. Die Arbeit und die Chefinnen können mich die nächsten Tage einfach mal gepflegt am Piiieeep piiiieeepen.

Und mal LinkedIn updaten. Könnte eine gute Idee sein.