Tag 2011 – Nichts zu erzählen, die drülfzigste.

Diese Homeofficetage gehen halt einfach an mir, an uns, vorüber. Aufstehen, Kinder wegbringen, Arbeit, Michel kommt zurück [ggf. Hausaufgaben, freitags aber nicht], Arbeit, Pippi abholen, Arbeit, Essen machen, Kinder ins Bett, vorm Fernseher/der Playstation/Medien versacken, Bett, repeat. Eintöniger geht es kaum.

Montag sagen sie, wie es weiter geht ab… naja Montag. Sehr seltsam. Da ihnen am 3.1. abends aber die Student*Innen aufs Dach gestiegen sind, die bis dahin dachten, sie müssten ab dem 4. morgens wieder zur Uni (und die deshalb von ihren Familien in die Unistädte gereist waren), deuten sie jetzt schon mal mit Zaunpfählen winkend an, dass die jetzigen Maßnahmen fortgesetzt werden. Ich bin gespannt, ob national und für wie lange. Spielt für uns ja durchaus eine Rolle, weil ich das durchzuziehen gedenke, dass Michel so lange nicht zum Sporthort geht. Und Pippi auch nicht zum Tanzen oder zur Kulturschule. Ende.

Im Michels Klasse sind zwei Kinder in Quarantäne. Schon allein deshalb halte ich es für eine komplett hirnrissige Idee, Kohorten mehr als unbedingt nötig zu mischen.

(Dass die Kinder getestet werden ist übrigens unwahrscheinlich, es sei denn sie bekommen Symptome. So kann man halt auch dafür sorgen, dass Kinder „sich nicht so oft anstecken“.)

Ach ja. Bald ist wieder Zyklustag 1 und alles viel rosiger.

Tag 2007 – Still homeofficeing.

So langsam reagiere ich ein bisschen allergisch auf die Frage „wie läufts bei euch“, weil halt. Läuft, muss ja, aber dieses extreme homehocking macht mich fertig. Ich meine – unser Team hat die Teams-Meeting-Phase erreicht, in der wir nicht mal mehr den verschwommenen Hintergrund einsetzen, sollen doch alle die Hochzeitsbilder, Zimmerpflanzen und Bücherregale im Hintergrund sehen. Who cares. Aber so ein Tag mit 4,5 h Meeting (nicht komplett am Stück) schlaucht enorm und dann ist es am Ende des Arbeitstages auch schon wieder dunkel.

Das schlimmste ist eigentlich, dass ich, wenn ich mir unsere Infektionszahlen so anschaue, nicht davon ausgehe, dass wir vor dem Sommer das Büro in nennenswertem Grad zu sehen bekommen. Mimimi. Ich mag nicht mehr. Scheiß Pandemie soll jetzt endlich weg gehen.

Mir ist ja auch völlig bewusst, dass ich auf hohem Niveau jammere, immerhin sind meine Kinder den halben bzw. 7/8 des Arbeitstages außer Haus betreut. Vorerst. Wenn ich mir unsere Zahlen so angucke…

Es ist zum Heulen.

Darüber hinaus hab ich mir den Magen verdorben – mit Tee. Lakritztee. Trinken Sie niemals große Mengen lange gezogenen Lakritztee. Das hat den Effekt, vor dem auf Katjespackungen gewarnt wird, nur habe ich den mit Katjes und co. noch nie erreicht (und das liegt ganz sicher nicht daran, dass ich die nie übermäßig verzehre). Jetzt aber also mit Tee.

Was schönes: ich habe, auf einer Playlist, die „Alternative 00ers“ heißt, die Band „Mother Mother“ entdeckt und bin sehr verliebt. Das ist sehr gute Musik (zu der man bestimmt gut arbeiten kann, wenn man nicht grad den ganzen Tag Meetings hat). Ich bin da sicher ganz doll late to irgendeiner Party, man möge mir vergeben, ich hörte erst vor kurzem, dass es diese Party überhaupt gibt. Hier ein Video: The Stand .