Tag 2241 – Piep.

Ja hmm das war nichts mit dem nahezu normal langen Arbeitstag, danken wir alle meiner Excel-Clumsyness und der der Kollegin, was eine Scheiße, aber jetzt wenigstens behoben.

Die Pandemie lässt man in Norwegen weiter durch die Kinder eskalieren, es gibt exakt null Maßnahmen dagegen, wurde heute durch die Pressekonferenz bestätigt. Als Trostpflaster sollen jetzt aber die 12-15-Jährigen eine Impfung angeboten bekommen. Aber nur eine Dosis, weil man weiß ja nicht*, vielleicht sind zwei Dosen ja gefährlich** und eine Dosis reicht ja auch***.

Zum Heulen. Alles einfach nur noch zum Heulen. Nicht mal Fische hab ich gesehen.

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*doch

**nein

***nein

Tag 2240 – Überraschung.

Norwegens Gesundheits-Spitzen-Das-Sagen-Habende sind total überrascht, dass ohne Maßnahmen Delta einfach mal quer durch die Ungeimpften rollt. Jeden Tag neue Rekorde, Schulen komplett durchseucht, Testsystem bricht zusammen, die Krankenhäuser füllen sich und das konnte man alles seit Wochen kommen sehen, aber jetzt sind plötzlich alle total überrascht. Also nicht alle, denn wer mal kurz sein Hirn eingeschaltet hat in letzter Zeit, kann jetzt eigentlich nicht überrascht sein. Aber die ganz oben genannten Personen sind alle überrascht und haben folglich ihr Hirn in letzter Zeit nicht aktiv benutzt, so sie denn eines besitzen. Inzwischen zweifle ich dran.

Derweil säuft man im Werk wieder unter zweifelhaften Bedingungen redestillierte Lösemittel und plant die Rückkehr ins Büro ab Oktober und dass wir bis dahin umgebaut oder zumindest umgeräumt haben, und einen total hyggeligen Ausflug mit Übernachtung für alle, im Oktober oder November. Echt wahr. Ich scherze nicht.

Ich weiß nicht, was die angemessene Reaktion auf sowas alles ist und begnüge mich mit verständnislosem Kopfschütteln und der Erkenntnis, dass alle unter massivem Realitätsverlust leiden.

Tag 2238 und 2239 – Im Kaninchenbau.

Eigentlich könnte ich vermutlich die nächsten Tage auch gleich mit drauf schreiben. Es kommt grad vieles zusammen: Inspektion generell (viel Arbeit), erste on-site Inspektion seit fast einem Jahr (aufregend!), sehr viele Menschen auf einmal, sehr enger Kontakt mit Menschen, die ich seit vielen Monaten nur auf Bildschirmen gesehen habe und dass ich all das auch vermisst habe.

Trotzdem schlaucht das natürlich ungemein. Gestern bin ich abends über einer Folge RuPauls Drag Race eingeschlafen und habe dann beschlossen, nicht zu bloggen sondern einfach das Licht auszuschalten.

Anekdoten:

  • Meine Kollegin wurde bereits Mette-Marit genannt. Die Ähnlichkeit ist, äh, frappierend, oder so, so wie bei Äpfeln und Melonen ca.
  • Heute haben wir in schicker Krankenpflegekluft gearbeitet
  • Ich habe zwar alles Metall aus meinen Ohren entfernt bekommen, aber den einen Ring kriege ich nicht mehr rein
  • Eigentlich hätte ich hier nur ein paar Socken mit hinnehmen müssen (merken für‘s nächste Mal)
  • Es gibt hier zwei brauchbare Restaurants, plus das Hotelrestaurant, aber der Koch des Hotelrestaurants ist krank, also fällt das weg. Es gibt also wohl 2 x Pizza und 2 x Sushi.

Ich lieb meinen Job sehr. Er ist bekloppt aber liebenswert.

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Norwegen hat binnen einer Woche Dänemark und Schweden überholt und ist jetzt Pandemie-Erster aber wir haben die Pandemie überhaupt nicht losgelassen, nein nein! Üüüüüberhaupt gar nicht! (Hier hartes Augenzucken vorstellen.)

Tag 2234 – Orakunke.

Heute Mittag sagte ich noch zu meiner Kollegin: es fehlt noch, dass Erna oder Høie ne Pressekonferenz ankündigen, Zack, war ne Stunde später ne Pressekonferenz angekündigt (von Høie). Die 4. Welle ist da (die, die vor ein paar Wochen noch „nicht sicher“ war, ob sie überhaupt kommt, weil hier ja Andersland ist und wir magisch davor gefeit sind einfach durch Willenskraft und Wollunterwäsche!) und bricht jetzt schon alle Rekorde. Das spitzenmäßig ausgedachte System, Kontakte von Menschen U18 zu testen statt (!) zu isolieren, bricht nach nur einer Woche schon in den größeren Städten zusammen, weil, Überraschung, Jugendliche ohne irgendwelche Begrenzungen dann schnell mal 200 Kontakte haben – Schule, Sport, Hobby, Freunde, Nebenjob, you name it.

Aber wie ich auch zu meiner Kollegin und meinem Kollegen sagte: zu befürchten haben wir wohl eher nichts (in Bezug auf die Inspektion nächste Woche), denn die Regierung wird vermutlich keine neuen nationalen Maßnahmen verhängen, sondern das schön auf die neue Regierung abwälzen. Vermutlich wird eine der ersten Aktionen einer neuen Regierung sein, dicht zu machen, weil es dann doch viel ist, wenn alle Kinder gleichzeitig krank werden.

Andererseits: das wäre dann jetzt potentiell das dritte mal, dass zugemacht wird, während ich auf einer Inspektion bin. So spannend! Vielleicht kriege ich die Hand ja sogar in dieser Pandemie noch voll. Ich bin da inzwischen etwas abgestumpft und zur Zeit ziemlich zynisch statt nur resigniert. Ich mach’s mir halt im Homeoffice schön und hoffe darauf, dass meine Kinder glimpflich durch die Coronainfektion kommen.

May the odds und so weiter.

Tag 2232 – Gute Nacht.

Den Termin für meine 2. Impfdosis hatte ich ja nicht in den Kalender eingetragen, weil ich davon ausging, dass der noch geändert wird. Den Sommer über gab es dann immer mal wieder Nachrichten über mehr oder weniger Impfstoff, aber da hatte ich ja eh andere Sorgen. Dann kam die Regierung (Wahlkampf!) mit YEAH ALLES SUPI ÖFFNUNG FRÜHER WIR IMPFEN ALLE ZWEI WOCHEN FRÜHER! um die Ecke, um Freude und Sonnenschein unter dem Volk zu verteilen, und ich machte mich bereit, dass der Impftermin verschoben würde. Die Kommune sagte da aber noch: näääää, keine Lust, voll viel Arbeit diese Terminverschieberei (ehrlich wahr, sie drückten es nur gewählter aus). Dann kam Polen und gab uns eine Million extra Dosen, und dann kam die SMS, ich könne, wenn ich wolle, den Impftermin ändern. Und deshalb war ich jetzt doch zwei Wochen früher dran. Hurra.

Mit Herzchen! (Weil ich Beta-Blocker nehme.)

Wie erwartet, geht es mir seit ein paar Stunden zunehmend nicht so super, ich fühle mich, als würd ich was ausbrüten, mit Gliederschmerzen an den seltsamsten Stellen und großer Müdigkeit. Auf Anraten der Dame, die die Spritze setzte, nahm ich eben zwei Paracetamol und liege jetzt im Bett und werde hoffentlich die heiße Phase der Immunantwort einfach verpennen. Und wenn nicht, ist es immer noch besser, als richtiges Covid zu kriegen.

Tag 2214 – Erledigt, erledigt, erledigt…

Die To-Do-Liste wurde diese Woche gut abgearbeitet und immerhin 4 Überstunden abgefeiert. Trotz Sommerarbeitszeit! Ich bin stolz auf mich.

Leider ergaben sich aus 2 der Punkte („XYZ Dokument lesen“) weitere To-Dos („XYZ zu Checkliste hinzufügen“), nächste Woche wird mir also auch nicht langweilig.

Pippis Pass ist jetzt beantragt. Sie war sehr niedlich, selbst als sie zu Herrn Rabes Chef (wir waren auf dem Weg kurz in Büro, weil Herr Rabe was abholen musste) als allererstes sagte „DU BIST GANZ KAHL!“. Sie kennt nicht soooo viele glatzköpfige Männer, ähäm. Der Chef nahm das mit Humor, hat ja selbst Kinder, wenn auch wesentlich ältere. Leider war sie, solange wir nicht mit Fremden in Räumen waren, eher zum „versehentlich“ irgendwo vergessen, Michel auch und huff, was freue ich mich auf nächste Woche, wenn die BEIDE GANZTÄGIG aus dem Haus sind. Die Erwachsenen hier im Haus brauchen Urlaub von den Ferien. Das können Sie jetzt verurteilen, oder sie laufen erst mal ein bisschen in unseren Schuhen, gerne auch auf Probe, Herr Rabe und ich ziehen so lange ins Hotel, während Sie alles viel besser machen.

Ich habe endlich rausbekommen, wie sich Michel in seine Mobilbank einloggen kann, das scheiterte bisher an einem nicht zugesandten PIN und der Tatsache, dass Michel nicht von Nummern kontaktiert werden kann, die nicht in seinem Handy gespeichert sind (also die wir in sein Handy gespeichert haben), also auch nicht von der Bank, die versucht hatte, ihm einen Code zuzuschicken. Jetzt ist aber alles eingerichtet, Michel hat den Einmalcode in einen persönlichen PIN-Code geändert und zumindest kann er jetzt auch dem Handy seinen Kontostand nachschauen (viel mehr geht mit seinem Konto eh nicht, eigentlich geht nur Kartenzahlung in physischen Geschäften und Geld abheben).

Montag rufe ich diverse Zahnärzte an und mache Termine und vielleicht rufe ich auch das Impfzentrum an, auch wenn das keine Lust hat, Zweitdosentermine zu ändern und lieber nach einer diffusen Prio-Liste die Leute kurzfristig anruft, wenn sie mal Dosen übrig haben. Leider schreiben so ziemlich alle Medien, dass so ziemlich alle sagen, dass das Intervall verkürzt wird und das FHI sagt, alle sollen so schnell wie möglich Dose 2 bekommen. Die Angst vor Delta ist endlich in Norwegen angekommen. Ich bin sehr gespannt ob beispielsweise übernächste Woche mein Handy klingelt und ich spontan zu Dose 2 antanzen soll. Und wenn man dann nicht in 5 Minuten da sein kann, heißt es dann „wollte nicht“?

Wir werden sehen.

Tag 2212 – Kinder, Kinder.

Pippi hat heute einen Test zur Vorbereitung auf die Schule gemacht, das war lustig, fand sie. Danach wurde sie beim Hort wegen nicht vorhergesagtem Wolkenbruch klitschnass und fand auch das total lustig. (Puh! Wenigstens ein Kind mag den Sport-Hort. Und ein Hoch auf Wechselklamotten.)

Michel kann nicht schlafen, aber vielleicht bald schwimmen. Weiß grad nicht, ob andersrum nicht vielleicht besser wäre.

Wegen Kinder und COVID-19 Langzeitfolgen: ich hab es selbst nur überflogen, weil ich es eben erst entdeckt habe, aber das hier ist vielleicht etwas beruhigend für alle besonders mit noch kleineren Kindern: Kings College Lancet.

Tag 2188 – Sommerferien in Zeiten von Corona.

Heute haben wir mit (Teilen) der Babysitterfamilie gegrillt, nachdem wir uns seit… ewig ja fast gar nicht gesehen haben und wenn, dann immer nur mit riesigem Abstand. Nun ist S. aber schon eine ganze Weile wegen ihrer Vorerkrankungen voll geimpft und das Wetter ist gut genug, um die ganze Zeit draußen zu sitzen und sogar – dank Wind – im Haus für Durchzug zu sorgen. Man muss ja auch mal aufs Klo.

Das war sehr schön, wir schnackten einfach ewig lang und holten ein bisschen auf, was in den letzten anderthalb Jahren einfach nicht ging.

Dabei wieder festgestellt, dass ich wirklich keine Lust mehr auf diese Dreckspandemie habe. Für mich und viele andere ist sie nicht vorbei, es läuft immer im Hinterkopf ne ganze Menge Coronakram mit und das nervt. So. Uff.

Etwas lustig war, S. und A. Schnelltests zum Selbstgebrauch zu erklären. Die kann man hier zwar für nichts offizielles gebrauchen, aber sie sind ein gutes Mittel zur Beruhigung bei unspezifischen, leichten Erkältungs- oder auch Heuschnupfensymptomen, die „allerhöchstwahrscheinlich nicht Corona sind, aber man weiß ja nie“. Schnelltests kommen hier überhaupt grad erst auf, seit kurzem kann man sie in einer Art Drogeriekette und wohl auch einer Baumarktkette für Profibedarf kaufen. Wenn man nen offiziellen Test braucht, kann man zu einer Privatklinik fahren, die dann genau so einen Schnelltest mit einem machen und dafür 120€ (!!!) kassieren. Mit dem Ergebnis kann man dann aber beispielsweise verreisen. Und dann werden ständig die Farben von allem geändert und man kommt nicht mehr problemlos zurück, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

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Weiterhin haben wir Michel heute erklärt, wie wir uns das mit meiner Operation vorstellen, dass nämlich die Babysittertochter bei uns schlafen wird, damit sie da ist, wenn die Kinder aufwachen, bevor Herr Rabe wieder da ist. Davon war Michel ganz und gar nicht begeistert, nach einigem Getobe und Gemotze bekam ich aus ihm raus, dass er wohl schlimm fand, dass ein mal morgens Oma in unserem Bett lag statt uns. Das war, als Pippi geboren wurde, da war er also noch nicht mal drei Jahre alt und wir dachten eigentlich damals, dass das alles recht gut geklappt hätte – hoppla, Kind traumatisiert. Für die Operation einigten wir uns dann darauf, dass wir Bescheid sagen, wenn wir fahren und ihn dafür auch wecken, damit er Bescheid weiß. Damit konnte er sich anfreunden und nun hat er ja auch noch ein paar Tage Zeit, um das sacken zu lassen und auf seine Art zu planen. (Beim ins Bett bringen kam dann noch die Frage auf, wie wir das machen, wenn Herr Rabe mich aus dem Krankenhaus wieder abholt. Da haben wir noch gar nicht groß drüber nachgedacht, ich denke, Herr Rabe nimmt die Kinder einfach mit. Auch damit war Michel zufrieden.) Generell scheint seine Art der Vorbereitung, was ja auch Bewältigung von Ängsten* ist, auf „alles wissen“ hinauszulaufen, was ich gut verstehen kann, ich bin und war immer schon genau so. Vermutlich mochte er auch schon als Kleinkind keine Überraschungen und hat es einfach noch nicht so mitteilen können. Und wir dachten damals halt, wenn wir fahren, wenn er noch wach ist (ich hatte mich ja extra aufs Sofa gesetzt, um die wirklich ordentlich anziehenden Wehen zu veratmen, während Herr Rabe ihn ins Bett brachte), kommt er sicher nicht zur Ruhe und wenn er die Oma morgens erst suchen muss und das Bett ganz leer ist, wäre er sicher verwirrt. Tjanun, jetzt im Nachhinein können wir es auch nicht ändern.

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* das ist grad eh ein Thema, ganz alterstypisch passiert da bei ihm grad viel und jetzt glaubt er, seine kleine Schwester sei „tougher“ als er. Ich habe ihm dann erklärt, dass Pippi solche Ängste (vor Tod etc.) einfach noch nicht hat, weil sie noch zu klein ist und sich das erst später im Gehirn entwickelt, nicht weil sie tougher ist. Das fand er spannend und scheinbar auch einleuchtend und ich hoffe, damit konnte ich ihm einen Teil der Angst vor der Angst nehmen. Und ich muss jetzt vermutlich erst mal kindliche neurologische Entwicklung studieren, um Michel das alles erklären zu können.

Tag 2182 – Ausflug in die Großstadt.

Heute war noch einmal eine Vorbesprechung für die Chirurgie. Ich wurde über Risiken aufgeklärt, die ich eigentlich gar nicht so super dringend wissen wollte, mir wurde ein Haufen Fragen zu Medikamentenallergien etc. gestellt und ob ich herausnehmbaren Zahnersatz habe (nein, alles selbst gewachsen und alles fest, danke der Nachfrage). Es wurde erklärt, was danach passiert, welche Tabletten ich vorher noch nehmen soll, wie lange ich nicht baden darf, wie lange ich am besten ein Narbenpflaster tragen sollte und so weiter und so fort. Ich hoffe, die geben mir so Scheißegalmedizin, sonst werde ich leider ein nervöses Wrack sein, ich finde Vollnarkose so schrecklich gruselig. Und es darf ja keiner mit, ich muss da also irgendwie alleine durch. Befürchtend, für immer stumm und mit einem Rohr im Hals zum Atmen aufzuwachen, auch wenn das laut dem Chirurgen in diesem Krankenhaus noch nie vorgekommen ist und es auch Sicherheitsmaßnahmen gibt, die verhindern sollen, dass das passieren kann, „aber ich muss Ihnen das sagen“ ja toll, lalala, ich kann Sie gar nicht hören!

Um dem Tag noch was positives abzugewinnen, besuchte ich danach noch meine Freundin A., wir holten uns Eis und Kaffee und machten einen langsamen, wetter- und schwangerschaftskonformen (nicht ich!) Spaziergang mit Abstand und viel Schnacken. Das war wirklich sehr schön und wir vergaßen ein wenig die Zeit. Ich bin auch gar nicht so kaputt jetzt, Eins-zu-Eins funktioniert offenbar ganz ok.

In Oslo selbst nicht so arg, aber sonst überall ist Pandemie anscheinend vorbei, auch wenn jetzt gar nicht mehr behauptet wird, Delta würde hier nicht so schlimm. Delta wird kommen, sagt man jetzt, schon im Sommer, und kann im Spätsommer/Herbst auch eine 4. Welle verursachen, nämlich „unter 15-18-Jährigen“. Jüngere Kinder kriegen also weiter kein Corona, so ein Glück aber auch. Es gibt auch weiter keine Aerosole, langsam* wird das ein wenig** lächerlich. Wegen Delta wurde jetzt sogar die letzte Öffnungsstufe verschoben, allerdings ist gar nicht so mega viel übrig, was man noch öffnen kann, das ist also reine Symbolpolitik. Wahlkampf eben. Bloß keinem mehr so richtig an den Karren pissen auf den letzten Metern.

Fun fact: über… Wege erfuhr ich heute, dass unser Arbeitgeber wohl gesagt hat, auch wenn jetzt keine Homeofficepflicht mehr herrscht, sollten wir unnötige Reisen vermeiden und deshalb weiter nicht ins Büro kommen. Zur Arbeit kommen*** ist also per Definition unnötig, das ist ja gut zu wissen. (Meine Quelle stimmt dieser Deutung der Botschaft zu, ich bin da also nicht alleine.)

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* seit einiger Zeit ist es

** vollständig

*** tatsächlich, Spaß beiseite: ich werde genau das, genau diesen Satz, nutzen, um für ausgedehntes Post-Pandemisches Homeoffice zu argumentieren. Da kann man „oben“ noch so sehr „wünschen“****, dass wir „so viel wie möglich“ im Büro arbeiten. Unnötige Reisen tätigen widerstrebt mir, außerdem hab ich zwei recht kleine Kinder, pendle ne Stunde pro Weg und reise im normalen Berufsalltag schon rollenbedingt sehr viel mehr als die allermeisten im Werk. Ich hab, wie so viele, im Homeoffice eher mehr gearbeitet als im Büro, eben wegen des Pendelns. Mehr als zwei Tage die Woche sehe ich meine Anwesenheit im Büro nicht als notwendig an. Da spare ich mir diese unnötige Reise doch gerne.

**** wie ich immer gerne sage: jaja, und ich wünsch‘ mir ein Pony.

Tag 2169 – Noch ein bisschen Magie.

In Norwegen gibt es ja keine Aerosole. Deshalb reicht ein Meter Abstand, auch wenn man keine Maske trägt.

Es gibt hier auch nicht wirklich Long Covid.

Kinder werden nicht krank. (Von Long Covid mal ganz zu schweigen!)

Eine vierte Welle gibt es nicht.

Delta wird nicht gefährlich.

Eine Impfdosis reicht für den „grünen Coronapass“, auch in Zeiten von Delta.

Reisende schleppen kein Corona ein (außer osteuropäische Gastarbeiter*Innen. Die schon. Aber die Wikinger doch nicht, die sind ja (mit einer Dosis) geimpft).

… ist schon doll, hier in Andersland.

P.S. Ich wünschte ich würde mir das ausdenken oder das wären nur Verschwörungsschwurbeleien auf Telegram oder Wahlkampfgesülze. Aber nein, das sind offizielle Empfehlungen einer (nicht meiner) Gesundheitsbehörde.