Tag 1334 – Geburtstagsfeierei.

Heute sind wir in die große Stadt gefahren und haben den Geburtstag von MM gefeiert, die schon super große drei Jahre alt ist. Da waren außerdem (natürlich) die Eltern A. und A. und außerdem M. samt Sohn K., der auch gar kein Baby mehr ist. Plus Babykatze. Plus der später direkt aus dem Urlaub kommenden farmor von MM. Es war laut und wild und bunt und einfach ganz wunderbar. Dann fuhren wir eigentlich viel zu spät nach Hause, aber mit Schlafiparty* und viel vor Abfahrt in die Kinder gefüllter Pizza sowie nach einem ganzen halben Tag Gerenne und Getobe hatten wir hier nur noch zwei schlafende Sandsack-Kinder ins Bett zu schleppen.

Hach, so ein schöner Tag.

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*Eine Erfindung von uns, wenn die Kinder mit auf „Partys“ im weiteren Wortsinn haben und wir möchten, dass sie im Auto einschlafen. Vor Abfahrt werden die Schlafanzüge angezogen und die Zähne geputzt, für die Autofahrt noch dicke Socken an und fertig. Klappt… bei Pippi immer, bei Michel äußerst selten. Aber trotzdem ist es angenehm, nicht spät zu Hause noch einen übermüdeten Erstklässler in seinen Schlafanzug quatschen zu müssen.

Tag 1299 – Schnee…matsch.

Nach einer zu kurzen Nacht zu Neuschnee aufgewacht. Und zu Waffeln und gekochten Eiern und Kaffee. Wir müssen Little B. samt Midimonsieur und RB wohl leider hier behalten, die sind nämlich allesamt super Baristas. Jedenfalls, der neue Schnee musste genutzt werden, auch bei 2 Grad Plus. Michel hatte keine Lust und blieb mit Herrn Rabe zu Hause, während die restlichen fünf auf der Suche nach einem anständigen Rodelhügel bis zur Schule liefen und, naja, scheiterten wäre zu viel, aber so richtig geglückt ist es uns auch nicht. Es war aber zu goldig, wie der Midimonsieur Pippi auf dem Schlitten zog und beide im Garten von Leuten* jauchzend im nassen Schnee rodelten.

Auf dem Schulhof wurden dann noch diverse „Enten“ gebaut.

Ich hab’s auch nicht gleich erkannt. Eigentlich gar nicht.

Gesammelte Werke.

Schneerabe.

Leider war es nach zwei Stunden wirklich sehr matschig und nicht mehr schön, weder zu rodeln noch zu ziehen, noch um was draus zu bauen oder auch nur draußen zu sein. Also gingen wir zurück. Wo Pippi an Little B. gekuschelt auf dem Sofa einschlief und die Jungs sich am Tablet gaga spielten, beides ohne Bilder. Abends gab es noch mal leckeres Essen und überdrehte Kinder allerorten, die aber immerhin nun zu zwei Dritteln schlafen.

Update: alle schlafen. Hurra.

Ein sehr schöner Tag. Morgen fährt der Besuch schon wieder nach Hause, das prangere ich an, das geht so nicht. Meh.

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Recap gestern: wir haben den Zug nach Oslo genommen. Netterweise waren Schienenarbeiten und der Zug nahm den „langen“ Weg nach Oslo, so waren wir 50 statt 35 Minuten unterwegs. Gnah, aber halt nicht zu ändern. Nach kurzer Diesigkeit kam in Oslo die Sonne raus und dann spazierten wir erst vom Schloss zum Theater zum Stortinget zum Bahnhof zur Oper, dann auf der Oper herum, wo Pippi keinen Bock drauf hatte und Herr Rabe mit ihr den Bock unten aussaß, dann fuhren wir noch zum Vigelandsparken und spazierten da herum und ich war wirklich beeindruckt von den Skulpturen dort, so schöne Motive und sehr lebendig dargestellt, aber nicht übermäßig detailreich. Einfach schön, fand ich. Bis zum Tor zum Monolithen, das eine ziemliche ’36-Olympia-Ästhetik hatte, und nach Googlen stellte sich auch heraus, dass Vigeland nicht nur permanent neue Affären und Beziehungen zu 17-Jährigen Frauen hatte, nein, er fand die Nazis auch eigentlich ganz dufte. Daran am blödesten fand ich eigentlich, dass letzteres weder der deutsche noch der norwegische Wikipediaartikel erwähnenswert fanden, lediglich der englische. Auseinandersetzung mit Geschichte und Einordnung von Kunst in historischen Kontext sieht anders aus. Die Skulpturen finde ich trotzdem schön, vor allem die, die nicht nur stramme junge Männer abbilden.

Danach waren die Kinder platt, verständlich, ich eigentlich auch, aber zu Hause wollte gekocht werden und dann die Kinder ins Bett gesteckt und dann stand der Erwachsenen-Spaß-Teil des Tages an, nämlich ein privates Gin-Tasting von meinem ganz frisch auserkorenen Lieblings-Schnaps-Händler. Wenn Sie mal nach Offenbach kommen und eine gute Spirituose von jemandem mit Ahnung erwerben möchten, dann hätte ich da einen heißen Tipp. Jedenfalls, zurück zum Gin-Tasting. Ich dachte ja, bis ich bei Little B. war, ich möge gar keinen Gin. Es stellte sich da schon raus, dass das nicht ganz stimmte. Seit gestern weiß ich: ich mag nicht jeden Gin gleich gern, und vor allem mag ich wirklich überhaupt gar kein Tonic Water. Auch nicht 1:1 mit einem wirklich leckeren Gin gemischt. Ich wäre, wenn die Legende stimmt, die englischen Soldaten in Indien hätten damals Gin ins Tonic gekippt, was sie als Malariaprophylaxe nehmen sollten, weil das Tonic sonst nicht trinkbar war, halt leider an Malaria gestorben.

Ich lernte jedenfalls echt viel über Gin und auch meinen eigenen Geschmack noch mal besser kennen. Mein Favorit aus dem Bild war übrigens der Gin Ger (halt schon speziell), danach der h2b, der sich in der schwarzen Flasche mit dem blauen Deckel verbirgt, den es bisher nur in der Bretagne und auch nur in großen Flaschen gibt und der deshalb getarnt ist. Wie bei Whiskey weiß ich jetzt auch, dass ein leckerer Gin durchaus gut bei Raumtemperatur ohne alles trinkbar ist und ich habe auch festgestellt, dass ich nach fünfeinhalb (Einhalb wegen des abgebrochenen Tonic-Water-Misch-Versuchs) plus einem für den Genuss Probiergins ordentlich beduselt bin und am nächsten Morgen super früh nicht mehr schlafen kann, aber immerhin keine Kopfschmerzen kriege. Es war jedenfalls insgesamt ein wunderbarer Tag und Abend und ich danke dem RB und Little B. für alles und überhaupt hach, viel Liebe, ich habe sehr gerne Besuch.

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*Wissen wir nur, weil der Gartenbesitzer zufällig vorbei kam. War auch kein Problem, sie wollen nur nicht 10 rodelnde Kinder im Garten. Und naja, ist halt auch doof irgendwie, schon generell, nen steilen Hang als Garten zu haben und dann ist es noch der einzige rodelbare Hügel der Neubausiedlung…

Tag 1297 – Volles Haus.

Schon wieder Besuch! Wir vermissen Familie Wunnibar noch und denken bei jedem Blick auf Rauchmelder an K1 und bei unserer Treppe an K2, da kam heute schon Little B. samt Midimonsieur und Freund an. Allerdings nach (auf deren Seite) echt wenig Schlaf, weshalb wir jetzt „schon“ in den Federn liegen. Mir kommt das entgegen, ich bin überaus platt, Herr Rabe auch, allen dürfte eine Mütze Schlaf mehr heute Nacht gut tun. Schön war, dass sich Michel, den wir besser auf Besuch vorbereitet hatten als beim letzten Mal, gar nicht in einen Dinosaurier verwandeln musste, sondern ganz einfach direkt mit dem Midimonsieur spielte. Süß die zwei. Und ich freue mich schon super auf neunjährige Kinder, die scheinen mir recht umgänglich zu sein (N=1).

Tag 1291 – Kluk!

Im nächsten Leben gehe ich früh ins Bett, aber morgen stehe ich um 06:15 auf, juchheißa. Das war komplett selbst verschuldet durch verquatscht III. Was soll man auch machen, wenn man so netten Besuch hat?

Das war ein echt tolles Wochenende, ich mag das Internet, wenn es mir so tolle Menschen anspült. So viele interessante Gespräche hab ich seit langem nicht mehr in so kurzer Zeit geführt und die Kinder der Familie Wunnibar sind einfach zum Fressen goldig. Alle beide.

Morgen gehe ich um neun ins Bett (hahaha), aber vielleicht schaffe ich’s vorher noch über den Anleitungstag zu schreiben und über unseren Besuch im Kinderkunstmuseum. Bis dahin muss diese kleine Impression reichen:

Tag 1290 – Verquatscht die II.

Herrje, der Plan, früher ins Bett zu gehen ist auch… naja. Gescheitert nicht, aber geglückt ist auch anders.

Heute haben wir den Bus verpasst und waren dann nicht in Oslo, dafür aber auf einem Spielplatz und Frau Wunnibars K1 ist jetzt eingenorwegert. Während Michel sehr traurig über den verpassten Bus war und viele, viele Kuscheleinheiten brauchte, machten Pippi und K1 nämlich das:

„Da ist jetzt ALLES ganz nass im Häuschen, bis unter die Decke!“

Was für coole Kinder wir haben!

Den Nachmittag verbrachten wir dann auf unterschiedliche* Arten müde, wir kochten sehr lecker und dann brachten wir die müde Kinderhorde ins Bett. Ein wunderbarer Tag, auch ohne Oslo.

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*schlafend, motzend, schmollend, Kabel essend, zunehmend genervt, wasserfarbwasser anreichend, Apfelschorle mischend, you name it. Morgen nehmen wir dann den früheren Bus und planen noch mal 5 Minuten mehr für den Weg zur Haltestelle ein.