Tag 1893 – Yeahannnnaja.

Die Badewanne wurde geliefert! Leider sagte uns niemand Bescheid oder klingelte gar, sodass wir gegen Mittag beim Verlassen des Hauses quasi über die Badewanne fielen.

Ich hatte mir schon ausgemalt, wie ich das ganze Wochenende bade (solange ich warmes Wasser habe, jedenfalls), aber der Installateur kann nun erst am Montag kommen. Seufz.

Wenigstens konnte ich so noch die grad freie Ecke im Bad nutzen und den Ablauf im Boden reinigen. Da kommt man ja sonst schlecht dran, da steht ja demnächst eine Badewanne und stand bisher eine Dusche drauf. Hurrrrrgs wie eklig das ist. Was sich da ansammelt! Igitt einfach. Gut, dass ich noch Chlorreiniger hatte, das und eine Klobürste machten es immerhin möglich, mit maximal möglichem Abstand zu dem Gubbel im Loch den Ablauf zu reinigen. Ist jetzt sauber. (Urgs trotzdem.)

Weiterhin hustet Michel tagsüber gar nicht. Dafür aber nachts um so mehr, weshalb er auch heute nicht in der Schule war. Seufz.

Wir haben einen Bürostuhl besichtigt. Herr Rabe will ihn haben. Ich fahre nächste Woche mal zu einem großen Büroausstatter und sitze einige Modelle Probe. Ich hab mich so an das Beine hochlegen können am Esstisch im Wohnzimmer gewöhnt, dass ich mir grad gar nichts anderes vorstellen kann.

Insgesamt ratlos wegen allem.

Tag 1892 – Laune.

Schlechte Laune. Wir waren heute wieder back im zwei-Kinder-zu-Hause-zwei-Jobs-Game, weil beide Kinder leicht verkühlt sind. Michel geht aber morgen wieder zur Schule, der hat quasi nichts. Pippi klingt eindeutig verschnoddert, ist (und war) aber fieberfrei und fit und könnte laut der offiziellen Regelung eigentlich auch wieder in den Kindergarten, aber um anderen Eltern und vor allem den Kindergartenangestellten den Scheiß zu ersparen, selbst mildeste Symptome erst mal zu Hause beobachten zu müssen, bleibt die morgen noch hier.

Daran liegt meine Laune aber nicht. Ich kann es gar nicht mal an was konkretem festmachen, es ist einfach so. Ich gehe jetzt wohl besser einfach (endlich) schlafen.

Tag 1891 – Überraschung!

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus! Allerdings etwas überraschende Schatten, denn heute um viertel nach sieben (morgens!) klingelte es und der Klempner stand vor der Tür. Angekündigt durch einen SMS-Wechsel gestern, der etwa so ablief:

14:30, Klempner: kann ich morgen kommen und die Dusche umsetzen?

17:00, Ich lese die SMS: Ja, mein Mann ist zu Hause.

Danach keine weitere Antwort und ich erwarte auch keine Antwort von irgendwem in Norwegen nach 17 16 Uhr. War aber dann auch nicht davon ausgegangen, dass der hier plötzlich steht – natürlich bevor irgendwer von uns auch nur Zähne geputzt hatte.

Aber die Dusche ist jetzt schon mal unten. Die Badewanne kommt vielleicht am Freitag schon und wird dann eventuell sogar am selben Tag noch eingebaut. Nächste Woche kommt der Elektriker* und wenn der da war, kann der Durchlauferhitzer eingebaut werden.

Dass das noch was wird, nach nur einem Dreiviertel Jahr Gehampel damit!

Leere Ecke.
Alte Duschkabine an neuem Ort.

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*denke ich zumindest, denn auf „nächste Woche passt, aber am besten nicht Freitag“ kam auch keine Antwort.

Tag 1860 – Kaputt geladen.

Wegen Inspektion habe ich wieder einen Leihwagen, wieder einen elektrischen (wie bestellt), aber dieses Mal hab ich ein Upgrade bekommen und deshalb fahre ich jetzt einen Tesla Model 3. Das ist ja schon auch ein schickes Teil, zumindest von außen, von innen so najaaaaa ich würd wohl Folie reinkleben lassen, wär’s meins.

Was natürlich nett ist an so einem Tesla, ist die im Vergleich zum i3 von neulich doppelt so große Reichweite. Und was auch nett ist, ist Supercharging. Supercharging bei Tesla ist sowohl schneller als auch wesentlich billiger als die anderen Anbieter, es gibt also keinen Grund mit einem Tesla an einem großen Rastplatz mit allen Lademöglichkeiten über Fortum zu laden statt am Supercharger. Jedenfalls wenn ein Supercharger frei ist.

Und wenn man nicht irgendwie geschafft hat, einen Leihwagen zu bekommen, bei dem die Bezahlmethode (laut Autovermietung ist eine hinterlegt und für mich als Kundin der Autovermietung ist superchargen kostenlos) nicht korrekt hinterlegt ist. Da ich gestern aber schon geladen habe, ist der Supercharger jetzt sauer auf mich und meckert, dass ich bitte eine Bezahlmethode „in meinem Tesla-Konto“ hinterlege.

Laut Autovermietung ein Fehler, den sie sich auch nicht erklären können.

Ich hab also gestern die Supercharging-Funktion am Leihwagen kaputt bekommen. Awesome.

(Und jetzt im Bett mich selbst superchargen. Ich bin so müde, ich schlafe gleich beim Tippen ein.)

Tag 1859 – Superschweinchen.

Flausch am Schweinehimmel, sehen Sie hier drei verängstigte Schweinchen, die grad gründlich durchgecheckt, gewogen und pedikürt wurden und das alles überhaupt nicht lustig finden, außerdem ist der Untergrund auf der Holzbank zu glatt und überhaupt nur deshalb sind sie da sitzen geblieben, für die jeweils 15-30 Sekunden, die es dauerte ein Bild zu machen. Mir ist aber neulich aufgefallen, dass ich kaum Fotos von Muffin am Anfang habe, und wie wir ja alle wissen [setzt Inspektørhut auf] sind Bilder eine gute Dokumentation. Jetzt habe ich halt kaum Vergleich, aber Muffin hat sich optisch mindestens verdoppelt, was auch an den Fellmassen liegt, die er sich hat wachsen lassen. Ich hätte anfangs echt nicht gedacht, dass er ein langhaariges Meerschwein ist.

Marshmallow, 1248 g (+120 g seit Ende Juni)
Pølse, 1231 g (+ 110 g seit Ende Juni)
Muffin, 1210 g (+ 360 g seit Mitte Mai)
Der Fellblob von oben.

Jetzt wird, nach Rückkehr in die vertraute Kiste, Salat geschnurpst und ich bin sehr zufrieden, weil ich nichts zu beanstanden habe, mit Ausnahme von Muffins nach wie vor verstopfter Talgdrüse, die ihn aber nicht weiter zu belasten scheint. Aber keinerlei Verletzungen, keine Schuppen (die ich nach den Milbenepisoden sehr argwöhnisch betrachte, auch ohne Kratzen) und das ganze Fell ist ganz weich. Hach!

Tag 1858 – Schlafiplanung.

Ich sag heute bis zum späten Abend (als ich meine schnelle Spazierrunde startete) keinen Grund, mir etwas anderes anzuziehen als meinen Schlafanzug. Yeah, faul sein, bzw. Yeah, zu Hause herumrödeln. Bügeln, Aufräumen, Schlafzimmereinrichtung planen. Es wird schwierig, natürlich, sonst wär’s ja einfach. Wir werden aber ganz ernsthaft unseren kompletten Schrank durch-Marie-Kondo-en, auf dass wir alles stehend in Schubladen haben und nicht mehr so schrecklich viel Platz verschwenden, wie wir es jetzt tun.

Herr Rabe und ich können übrigens ganz toll zusammen planen und so gab es fruchtbare Diskussionen zu den Themen „An dem Punkt war ich schon fünf mal“ und „Du machst immer alles gleichzeitig“. Aber jetzt sind wir uns sowas wie einig. Denke ich. Vielleicht.

Dafür habe ich auch eigentlich schon keine Lust mehr auf Umbauen.

Tag 1856 – Darf nichts spannendes erzählen.

Die einzigen interessanten Dinge, die mir heute passiert sind, unterliegen leider der Schweigepflicht. Tjanun.

Ich kann ja erzählen, dass meine Kollegin und ich uns ein bisschen zum Horst gemacht haben, weil wir beide drei Tage lang nicht gemerkt haben, dass wir von einem Dokument nur die ungeraden Seiten bekommen hatten (wahrscheinlich ein Scanfehler). Das war ein bisschen lustig, immerhin. Oder dass ich heute als „überraschend positiv“ bezeichnet wurde, das war… überraschend. Dabei bin ich doch so ein grundpositiver Mensch, ähm. Hrmhrm.

Etwas schönes habe ich auch, nämlich dass Muffin das Meerschwein nicht nur des Öfteren liegend, sondern heute das erste mal auch schlafend, mit geschlossenen Augen gesichtet wurde. Das freut mich sehr, denn das heißt, dass er sich bei uns wohl und sicher fühlt und die Rangordnungskämpfe wohl beigelegt sind. Man sieht ihm ja schon länger immer mehr an, dass es ihm gut geht, er hat jetzt so ca. doppelt so viel Fell wie als er zu uns kam. Vor allem sieht das Fell auch gesund aus, es glänzt und die Schuppen sind verschwunden. Dazu hat er ordentlich an Gewicht zugelegt und ist jetzt so schwer wie die Ladies (wirkt aber wegen des vielen Fells viel massiver). Dass er nur 850 g wog, als er hier einzog, macht mich nachträglich immer noch traurig.

Ich hoffe an der Schweinefront bleibt alles eine Weile so flauschig wie es grade ist.

Tag 1855 – Internetliebe, die Weißauchnichtwas-te.

Frau Wunnibar hat das heute schon ganz wunderbar verbloggt, wie toll die Twitterkneipe ist. Ich liebe sie ebenfalls sehr, hab ich ja auch schon öfter geschrieben, es ist einfach eine wunderbare Ablenkung von dem Abfuck, der 2020 bisher ist. Ich mag auch ganz besonders, dass in der Kneipe so viele verschiedene Leute sind, die mir vor allem im echten Leben wohl nie über den Weg laufen würden. Manche kenne ich schon länger aus dem Internet, andere habe ich in der Kneipe erst kennengelernt, alle mag ich gern. Hach!

Jetzt ist es aber so, dass einer von uns Hilfe braucht, und zwar finanzieller Art. Bei Nils ist nämlich die Heizung kaputt und Nils samt Familie haben es zur Zeit kalt. Noch nicht sooooo kalt, aber der Herbst kommt ja auch erst noch, deshalb wäre es eben schon schön, wenn dann zum Herbst eine funktionierende Heizung installiert wäre. Wie die meisten von uns hat aber auch Nils‘ Familie nicht mal eben etwa 20.000 € herumliegen (21.600 € um genau zu sein.). Um Nils‘ Familie zu entlasten hat Little B. deshalb einen Moneypool eingerichtet und es wäre schön, wenn wir damit ein bisschen helfen könnten. Wenn Sie da ein bisschen was übrig haben, freut sich Nils und die Twitterkneipe freut sich mit.

Mir hat das Internet auch geholfen, als es an Geld haperte, ich möchte gerne zurückgeben, jetzt wo es geht.

Machen wir das erste viertel voll!

(Achtung, ganz schlechter Witz: machen wir Nils Feuer unterm Hintern!)

Tag 1852 – Ahnungslos und Lack gesoffen.

Mein Arbeitstag war sehr… durchwachsen, möchte ich sagen. Ich habe mich in Dinge eingemischt (direkt einfach mal recht weit oben, weil ich momentan keine Lust mehr auf lauter Blabla mit der Basis habe) und die Reaktion war durchwachsen irgendwo zwischen „nope“ und „super Idee“. Weiterhin habe ich in zwei langen Meetings gesessen, in denen es um Dinge ging, die ich wirklich kaum verstanden habe, schon allein die Problemstellung war böhmische Dörfer für mich. Bisschen unangenehm, wenn dann drüber gelästert wird, dass Personen x, y und z, alle seit drölf Jahren im Werk, ja keine Ahnung vom Regelwerk haben. Tjaja, äh, ich kenn wen hier im Raum, die versucht grad unsichtbar zu werden und dabei möglichst viel zu lernen.

Nachmittags mit heraufziehenden, üblen Kopfschmerzen, die, Spoiler, inzwischen zu einer Migräne geworden sind, Michel zum Kornettunterricht begleitet, beziehungsweise gebracht, weil ich natürlich eh nicht mit rein durfte. Nach dem Kornettunterricht Pippi vom Freund mit dem furchtbar klingenden Namen abgeholt. Gekocht, dabei hilfesuchende Mails des neuen Kollegen zu unserem Zeiterfassungssystem beantwortet, gegessen, Kinder mit verfertigt gemacht und dann mit bohrenden, vom Nacken am Hinterkopf lang in die linke Schläfe ziehenden, Kopfschmerzen noch mal an die Arbeit gesetzt, weil meine eine Chefin um halb sieben abends Mails mit „Ich brauche bis morgen Mittag deine Covid19-relatierten Arbeitsstunden als Anteil an deiner gesamten Arbeit, aufgedröselt nach Wochen und das Ganze seit [Zitat] vor dem Sommer“ schreibt. Wann ist „vor dem Sommer“? Hab ihr also alle meine Covid19-relatierten Arbeitsstunden seit 16. März geschickt. Aufgedröselt nach Wochen und als Anteil an den Gesamtarbeitsstunden. Rekonstruiert anhand anderer Exceltabellen, meinem Outlook-Kalender und unserem Archiv. Für September habe ich dann auch direkt erst mal 1,25 h Covid19-Arbeit reingeschrieben: Zeiterfassung.

Ernsthaft mal: was geht? Wenn ich nicht morgen früh das Auto zur Werkstatt bringen müsste, damit die endlich den hinteren Getränkehalter fixen (Luxusproblem), ich hätte ihr das morgen um 11:59 geschickt. Pffrrrrrrm.