Tag 606 – Erste Etappe geschafft. 

Hurra, wir sind in Oslo! Natürlich kamen wir nicht ganz so früh von zu Hause los wie geplant, aber immer noch früh genug. Auch das Fahren war weitgehend problemlos, aber auch unendlich öde. 600 km durch den Wald. Mit 80 km/h. Schnaaaaaaaaaaaarch. Die Kinder verhielten sich altersentsprechend, Michel guckte auf dem iPad heruntergeladene Maus/Elefant/Dinotrux-Folgen bis er viereckige Augen hatte, Pippi schlief erst lange, sah sich dann lange und niedlich laut kommentierend ihre Bücher an und verkrümelte Unmengen Kekse in ihrem Sitz. Dann wurde sie zunehmend ungehalten. Die letzte Dreiviertel Stunde war dann deswegen nicht mehr ganz so schön. 

Was aber sehr schön war, war dann in Oslo direkt bei Freunden anzukommen und mit warmem Essen empfangen zu werden. Noch dazu mit unfassbar niedlichem fast Einjährigem, den wir das letzte Mal als neu geborenes Minibaby gesehen haben. Heute lernte er während wir da waren (!!!) Laufen. Pippi und Michel waren wohl Ansporn genug um mal damit loszulegen. Unsere Kinder hatten auch noch genug Möglichkeit sich nach dem Sitz-Tag noch richtig auszutoben und waren entgegen meiner Befürchtungen nicht überreizt-nervig sondern aktiv und putzig. Und auf dem Weg in die Wohnung, in der wir übernachten (die unserer Freunde, die aber noch im Urlaub sind) schliefen beide sang- und klanglos im Auto ein und ließen sich auch problemlos schlafend ins Bett verfrachten. 

Langsam kommt sogar bei mir Urlaubsstimmung auf! Der Stress lässt nach, das Hachz setzt ein. Hachz. 

(Ach ja: morgen auf dem Boot gibt’s wohl kein oder nur sehr teures W-LAN. Und vielleicht sehr schlechten Mobil-Empfang. Wenn Sie also nichts hören sind wir vielleicht abgesoffen, vermutlich aber nicht.)

Tag 566 – Heimaturlaub in Planung. 

Wir wollten die ganze Zeit, als meine Schwägerin da war, unseren Heimaturlaub über Ostern planen. Wie das so ist, klappte das natürlich nicht. Aber als sie heute Nachmittag gefahren war, da setzten wir uns endlich daran. 

Diese Flug-Geschichte mit Norwegian regt mich immer noch sehr auf. Deshalb musste Herr Rabe mitentscheiden und mitmachen bei der Planung, so Frust-induzierende Dinge kann ich gerade nicht alleine tun. Es wurden also gemeinsam Dinge beschlossen:

  • Wir fahren mit dem Auto. (Ja. Hahaha.) 
  • Wir fahren mit der Oslo-Kiel-Fähre, lieber 20 h auf dem Boot als 10 h Gegurke durch Dänemark. 
  • Wir fahren am 9. April mit dem Boot. Am 8. April fahren wir hier los und übernachten bei unseren Freunden in Oslo*.
  • Am 20. April geht es zurück, am 21. übernachten wir wieder in Oslo. 
  • –> praktisch: so können wir es vielleicht so hinbekommen, dass ein Großteil der Bauarbeiten am Wassertank, den Rohren, der Elektrizität und dem ganzen illegalen Mist noch in unserer Abwesenheit erledigt wird. 

Glauben Sie’s oder nicht, aber fliegen wär fast genauso teuer gewesen, erst recht wenn wir dann noch ein Auto samt Kindersitzen hätten mieten müssen. Und dafür haben wir das Auto ja auch. 

Trotzdem brauche ich ob des Preises für den Spaß gleich noch einen Gute-Nacht-Tee mit Schuss. 

*den Plan hatten wir leider ohne die Freunde gemacht, die sind da nämlich noch gar nicht wieder da. Aber wir dürfen trotzdem in ihrer Wohnung übernachten (Danke :*) und besuchen dann halt zwecks Schlüsselübergabe am Nachmittag/Abend unsere anderen Freunde in Oslo. Und auf dem Rückweg sind sie dann ja wieder da.

Tag 63 – Don’t turn around

Anleitung zum Babysein, 2. Übung: Wie man sich nicht auf den Bauch dreht

  1. In Rückenlage beide Beine anwinkeln und rhythmisch hin und her schwingen. Den Kopf dabei in die jeweils andere Richtung bewegen und laut „gäääähäääähäää“ singen.
  2. Aus der Rückenlage beide Fersen und den Schultergürtel fest in den Untergrund stemmen. Hüfte leicht anheben. Rhythmisch wiederholen, dabei wegen der Anstrengung sehr bald zu meckern anfangen.
  3. In Rückenlage eine Hand mit den Augen fixeren. Jetzt die Hand in Schulterhöhe auf der Liegeunterlage immer weiter vom Körper wegschieben. Den Kopf auf die Seite drehen. Vor Aufregung alle anderen Körperteile vergessen. In dieser Position (Arm ausgestreckt, Hand zur Faust geballt, Kopf zur Seite, die Hand anstarren) möglichst lange verharren.
  4. Ähnlich wie 3. Abwandlung: Zweiter Arm und Schulter bewegen sich mit dem Kopf in Richtung der angestarrten Hand. Hüfte und Beine aber in jedem Fall unbeweglich liegen lassen.
  5. Ähnlich wie 4. Abwandlung: Hüfte in gleiche Richtung wie Kopf drehen. Beine anwinkeln. Vor Schreck aus dieser so erreichten Seitenlage sofort wieder zurückrollen und nach Betreuungspersonal Ausschau halten.
  6. Ähnlich wie 5. Abwandlung: Nicht zurückrollen sondern entschlossen weiterarbeiten. Hierzu den Kopf weiter drehen, das Gesicht in die Unterlage bohren. Beine rhythmisch strecken und wieder anziehen. Dabei nörgeln.
  7. Ebenfalls Ähnlich wie 5. Abwandlung: Nicht zurückrollen. Gesicht in Unterlage bohren, Hüfte langsam weiter in Richtung des ausgestreckten, unteren Armes rollen. Den unteren Arm langsam ausgestreckt zum Körper ziehen, bis er einen Wall am Bauch bildet. Auf dem Arm liegen bleiben und lautstark das Betreuungspersonal alarmieren.

Heute #12von12 gemacht. Ging ganz gut. Besser als #wib auf jeden Fall.


Wollte ein Update auf El Kapitän machen. Davor wollte ich aber erstmal ein Backup machen, diese Meldung „Kein Backup seit drölfzig Tagen“ klang irgendwie zunehmend vorwurfsvoll in letzter Zeit. Backup dauerte lange. Dann nicht mehr genug Platz auf der Festplatte. Erst Kram evakuieren (externe Festplatte hing ja noch dran). Dann Download des Updates: dauerte ewig lang, das Baby ist derweil auf meinem Schoß weggepennt, aber das war auch klar nach der ganzen Turnerei vorher. Dann irgendwann endlich fertig, nur noch anhaken, auf welcher Festplatte denn installiert werden soll. Ja, natürlich auf der Mac-Festplatte, jaja. Nee geht aber nicht, weil Filevault gerade Daten verschlüsselt. Aber das tut es seit, ungelogen, Monaten und ich glaube es hat sich aufgehängt oder so, der Balken wird jedenfalls auch nicht voller. Voll angepisst aufgegeben. Heute Nacht darf das Macbook dann man anbleiben, vielleicht hilfts ja was. Sonst weiß ich auch nicht.


Wollte Statistikkurs-Hausaufgaben machen. Habe aber die falsche Ausgabe vom Buch (Hardcover statt Paperback), die Nummerierung der Aufgaben ist da anders. Bin außerdem zu geizig, mir für 97,98 € das richtige Buch zu kaufen. Also Dozenten ne mail geschrieben, ob er die Nummerierung in meiner Ausgabe weiß. Bisher keine Antwort.


Muss eigentlich heute um Mitternacht die Bahntickets für den Weihnachtsurlaub buchen. Hahaha. Haha.

Tag 48

Wheee! Wir haben soeben unseren Weihnachts-Heimaturlaub gebucht! Ich werde mit den Kindern am 13. Dezember total mutig alleine losfliegen, Herr Rabe kommt dann am 20. nach (der arme Mann muss ja arbeiten, kann ja nicht jeder Geld fürs Nichtstun 24/7 Kinderbetreuung bekommen) und dann fliegen wir am 7. Januar zusammen wieder zurück. Wo wir in der Zeit wohnen ist so halb klar, aber es wird schon irgendwie gehen, sonst halt doch die schicke Wohnung im Westen von AirBnB. Nächster Schritt werden die Bahntickets (Hurra Direktverbindung im ICE! Und ich werde im Zweifel Stillend durch den ICE wandern, wenn mir eine/r doof kommt, hetze ich das Kind auf sie/ihn!) und mir irgendwen an den Flughafen organisieren, der mir hilft, die zwei Blagen und tausend Koffer von Schönefeld zum Hbf zu bekommen. Oder zumindest von Schönefeld zur S-Bahn. Leider ist das Kind ja wie zehn Sack Flöhe momentan. Oh, und wir brauchen ein PramPack für den Kinderwagen! Eieiei, das wird ne Aktion.

Außerdem haben wir heute geputzt und das war sehr nötig aber jetzt findet man schon mal nicht mehr überall Haare der Freundin C., die ja auch schon vor zweieinhalb Wochen abgereist ist. Wir haben ja alle kurze Haare, Herr Rabe hat schon angefragt, ob C. wohl im Stress gewesen wäre, wegen des Haarausfalls, aber ich denke der hielt sich durchaus im Rahmen, nur kennt er das halt nicht, dass lange, dunkle Haare überall rumfliegen. Nächste Woche kommt die Babysitterin direkt wieder, dann noch mal drei Stunden putzen und dann kann ich (denke ich) meine Schwiegereltern hier reinlassen. Meine Schwiegermutter ist ja so eine Person, die einem als erstes nach der Begrüßung erzählt, was sie heute schon alles geputzt hat. Und mir ständig anbietet, was im Haushalt zu machen was zwar nett ist aber leider für mich nicht möglich, das anzunehmen, sobald es über Spülmaschine ein/ausräumen hinausgeht.

Außer der Haare hatte der Besuch von C. und Familie, vor allem Kind M., noch weitere Auswirkungen: Das Kind will jetzt wieder dauernd ein Lätzchen umhaben. Das ist höchstens so mittel. Dafür sagt das Kind jetzt öfter, wenn es abends müde und weinerlich ist, dass es ins Bett will. Das ist gut. Ins große (also unser) Bett. Das ist wieder nur so mittel.

Und das Kind hat ne Sollbruchstelle, ich bin mir inzwischen fast sicher: die Innenseite der Lippen. Jedes mal, wenn sich das Kind auch nur ein bisschen mehr als nur ein bisschen auf die Fresse legt, zum Beispiel weil es, wie heute, mit dem Laufwagen Roller fährt und dann vornüber kippt, schlägt es sich die Lippe auf. Jedes verdammte mal. Jedes mal ganz viel Blut und Tränen und versaute Klamotten. Und jedes mal hab ich Angst, dass es sich doch nen Zahn ausgeschlagen hat. Tut es aber nicht. Man sieht auch nie von außen was, es hat nur den Mund voller Blut und die Zunge ists nicht. Ob das an dem Überbiss liegt, der sich da (Schnullerbedingt?) gebildet hat? Es schlägt sich aber auch manchmal die Unterlippe auf, das würde ja dagegen sprechen.

Huch, so spät schon. Ich muss ins Bett, mein Rücken tut wieder ganz furchtbar weh nachdem ich gestern das Kind wegen im Auto eingeschlafen und heute wegen Aua herumgetragen hab. Also, das große Kind. 15 kg. Uff. Morgen Sport.