Tag 1639 – Winterfest 2020.

Es war… naja. Durchwachsen.

Erst fand ich meine Kolleginnen, also die, von denen ich wusste, dass sie kommen wollten, nach dem Schminken nicht wieder. Geschminkt hatte ich mich nach einer schnellen Dusche in der Umkleide im Keller, genauso wie gefühlte 437 andere Frauen aus dem Werk.

Jedenfalls fand ich sie dann doch irgendwann, auf einer anderen Etage, und jetzt kenne ich immerhin ein paar der Regulatory Leute bei uns vom Sehen.

Ein Drink zum Essen ist lächerlich, wenn man während des Essens immer wieder singen und sich schlimm (SCHLIMM! Richtig schrecklich cringy) sexistische Witze anhören muss. So viel Alkohol kann ich gar nicht trinken, um das „Erlebnis“ aus meinem Gehirn zu eliminieren. Und sowas von meinen eigenen Kollegen!

Ich habe schlimme Dinge gesehen. Auch die hab ich nicht vergessen (dafür hab ich jetzt Kompromat gegen die Kollegin in der Hand, muhahahaha).

Am Ende wurde es doch noch nett mit Tanzen und so und auf dem Heimweg wurde ich spontan Mitglied im Radiopharmakateam. Hell, Yeah.

Strahlende Aussichten.

Bester Moment des Tages.

Die Schuhe sind schick, aber au. Vor allem, wenn eine sich zu fein ist, die einfach zum Tanzen auszuziehen.

Hab ich erwähnt, dass meine Brautschuhe nicht mehr passen? Meine Brautschuhe passen nicht mehr.

Nachhausewegselfie.

Endlich anständige Musik.

Tag 1585 – Schon viel besser.

Heute war unsere kleine Inspektorats-Weihnachtsfeier. Und gemessen daran, wie ich noch im Sommer nach dem Sommerfest abstand, war das richtig gut. Möglicherweise hab ich zu viel getrunken und auch zu viel geredet, aber was soll’s. Hauptsache nicht aus den Latschen gekippt eine wirklich gute Zeit gehabt.

Auch viel besser: trotz Medikament noch wach geblieben und halbwegs konzentriert arbeiten können.

Super gut: Halbjahresbeurteilung von Michel. Kind kann alles, super Kind, weiter so.

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Ach, eins: ich hab nach dem dritten Bier meinen Senior Inspector-Kollegen gegenüber zugegeben, dass ich eine bestimmte Anfrage zu beantworten super schwer finde und das deshalb wegprokrastiniere. Weil ich keine Ahnung hab. Stellt sich raus: haben die auch nicht, weil es da nix zu ahnen gibt und die Devise ist nun, möglichst wenig konkretes in möglichst kompetent klingenden Worten zu vermitteln und ansonsten auf eine baldige Gesetzesänderung zu hoffen.

Tag 1537 – Uff, Menschen.

Einen eigentlich netten Abend gebracht, aber uneigentlich gar nicht in der Stimmung gewesen

  • Schon wieder Norwegisch zu sprechen
  • Smalltalk zu machen
  • Generell Menschen zu treffen

Ich war dann auch eher still und dankbar über eine Aufgabe, die sich am besten schweigsam und mit einem großen, scharfen Messer in der Hand erledigen lässt: Kürbis schnitzen. Ich find sowas ja eigentlich doof aber so musste ich wenigstens nicht mit Leuten reden.

Dieser Kürbis hat 4 Gesichter und ich habe noch einen weiteren gemacht.

Nicht falsch verstehen, ich hab die Freunde wirklich gern und auch die Leute die da waren (Freunde und Bekannte) mag ich alle gerne, aber heute war halt einfach ein bisschen viel.

Und dann wieder toben 8 Kinder johlend durchs Haus und ich denke, dass an solchen Abenden vielleicht Erinnerungen bei ihnen gemacht werden, die für immer bleiben.

Ich hoffe es sehr.

(Am Ende ist Pippi auf meinem Arm eingeschlafen. „Mama, ich bin müde, ich will kuscheln und schlafen“, war die Ankündigung. Da platzt ja dann immer noch mein Herz, wenn sie dann auf meinem Arm ganz schwer wird und der Ohrknibbelarm runtersinkt und hach.)

Tag 1492 – Das hat er von Mama.

Mein Homeoffice war leider nicht so produktiv, wie ich gehofft hatte, das muss ich noch üben. Erst kam eine Mail rein, die ich schon halb erwartet hatte und die heißt, das eventuell ein paar kleinere, aber nicht gänzlich bedeutungslose, Karten bei der Arbeit neu gemischt werden. Das wird sich in den nächsten paar Wochen zeigen. Dann versuchte ich meine Checkliste weiter zu bearbeiten, aber die nervt mich sehr und ich prokrastiniere das hart, aber es war auch wirklich NICHTS anderes zu tun und so kämpfte ich damit und es ging zäh und war doof und halt nicht mal Leute um einen rum, die Fragen, ob man Mittagessen will oder vielleicht noch mal gucken kann ob Hersteller X aus Indien vielleicht ein Zertifikat hat (ich bin anscheinend die am hilfsbereitesten aussehende Person im Inspektorat, altersmäßig am nächsten an den Leuten aus der Mangelgruppe dran und aus irgendwelchen lustigen Gründen haben die oft Schwierigkeiten, die, zugegeben nicht ganz moderne, Datenbank zu bedienen, in der die EU-Zertifikate liegen). Jedenfalls war das ein bisschen wie durch Sirup waten.

Gut, dass ich ein Elterngespräch in der Schule hatte. Ganz routinemäßig, wie etwa jedes halbe Jahr. Michel ist natürlich ein super Kind, lebhaft, wissbegierig, klug, freundlich. Manchmal etwas hibbelig (ach) und „neuen“ Leuten gegenüber ein Clown (hmm, aber auch nicht so überraschend. Ist halt auch eine Strategie, zu vertuschen, dass man sich unwohl und unbequem fühlt). Im Erzählen ist er ganz groß, und wenn er das Wort hat, hört er nicht mehr auf. Er weiß sehr viel (ACH!) und erzählt das halt gern, manchmal ist er da auch schwer zu bremsen und fängt schon mal an, bevor er drangenommen wurde. Diese Situation wird ein wenig befeuert davon, dass sie jetzt ein Sachkundebuch haben, in dem er schon sehr weit gelesen hat, weil halt Fakten und Bilder und AUF DER FÜNFTEN SEITE IST EINE SCHAFSGEBURT UND GRAD BAUMELT DEM SCHAF NOCH DIE PLAZENTA… aber lassen wir das. Michel ist jedenfalls Feuer und Flamme für dieses Buch. Halten wir fest: Michel ist ein kleiner Nerd mit Erzähldrang. Dann kamen wir aber zu dem Punkt „Wobei brauche ich Hilfe“ in dem Fragebogen, den die Lehrerin vor dem Gespräch mit Michel durchgegangen war. Und da stand auf ihrem Zettel „Sachen aus hohen Regalen holen und Freunde finden. Es ist schwierig, Freunde zu finden, vor allem wenn viele in der Klasse sind.“ tja und da brach mein Mamaherz ein bisschen. Hab ich das also auch weitergegeben. Ein kleiner Nerd mit Erzähldrang und Social Awkwardness, der nun wohl auch merkt, dass das bei ihm ein bisschen anders funktioniert als bei vielen seiner Klassenkameraden. Bzw., der, wenn er wirklich ist wie ich, einfach gar nicht so genau weiß, wie das gehen soll, wie freundet man sich mit anderen Kindern an, mit welchen Kindern muss man wie sein um akzeptiert zu werden? Ach, ach. Ich hoffe, wenigstens das kann ich ihm leichter machen, weil ich ja weiß, wie das ist. Im Moment tendiert er mal wieder sehr hin zu sehr raufigen Jungs und legt sich das entsprechende Gehabe zu, das finde ich jetzt nicht soooo erstrebenswert, ein Kind zu haben, das herumläuft und behauptet, es würde halt den und den, wenn der nicht macht, was er sagt, einfach verhauen. Michel. Knappe 20 kg auf 1,25 (ca.) Körpergröße. Der weint, wenn er bei Kirby Game Over geht. Will irgendwen verprügeln. Na sicher. Das ist halt einfach Blödsinn, aber er meint scheinbar grad, dass er so sein muss, damit er cool ist und die coolen Gangsta-Zweitklässler ihn auch cool finden. Ach, ach, uff. Hoffentlich geht auch das schnell vorbei.

Tag 1245 – Das wollte ich ja so.

Ich fragte heute meine Patin, was ich wohl dringend vor der 1. Inspektion, an der ich teilnehmen werde, wiederholen sollte.

Danach lud ich das halbe Internet runter und, weil ich nicht gut stundenlang am Bildschirm lesen kann, druckte es auch gleich aus. Migräne oder Regenwald, manchmal muss Frau sich entscheiden.

Bis auf das unterste (Das norwegische Arzneimittelgesetz) sind das übrigens genau die gleichen* Dinge, die ich im April auch schon durchgeackert und danach frustriert in die Altpapiertonne gestopft hab.

Aber das wollte ich ja tatsächlich so und deshalb ist das auch nicht schlimm.

Und der Ausblick!

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Heute etwa drei mal von unterschiedlichen Seiten gefragt worden, ob ich Qualified Person** gewesen sei. Bei der nächsten antworte ich mit dem entsprechenden Paragraphen, der besagt, dass ich zu meinen Industriezeiten keine QP gewesen sein kann, weil man, um QP zu sein, zwei Jahre Arbeitserfahrung braucht. Ich bin da nicht nur altersmäßig ein Exot, ich komme außerdem aus Arbeitslosigkeit, von der Uni und war noch nicht mal QP. Ich poliere einfach weiter meine Fanfare***.

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Heute Abend dann socializing event: Weihnachtsfest für die Angestellten mit Kindern. War ganz nett, ich hab jetzt mal ein paar der anderen Menschen mit Kindern aus der Behörde kennengelernt, ich bin nicht die einzige, andere Abteilungen sind da auch stärker repräsentiert. Voll war es trotzdem wirklich nicht, aber Michel war sehr glücklich, meine neue Arbeit mal zu sehen. Herr Rabe war sehr genervt, die Kinder waren wohl auf dem Weg zur Behörde ordentlich anstrengend.

Der Weihnachtsmann war da!

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*Zwei Änderungen: Advanced Therapies sind jetzt ein eigener Part im EudraLex (statt ein Annex zu sein) und ein Annex ist dazu gekommen – Real Time Release Testing. Because apparently it’s a thing.

**Die Person in einem Herstellbetrieb, an der die ganze Verantwortung hängt, weil sie die Batchfreigabe macht. Also unter jeden Batzen Dokumente, die mit einem Produktionsbatch erzeugt wird, ihre Unterschrift setzt, dass dieser Batch so in Ordnung**** ist und verkauft/weitergegeben werden kann.

****Also nach den internen, von der Behörde im Rahmen der Zulassung so genehmigten Vorschriften und unter Einhaltung der Qualitäts-Akzeptanzkriterien und ohne besondere, qualitätsrelevante Vorkommnisse durchgeführt.

Tag 1202 – Wie ich mal über ein paar Schatten sprang.

Ich habe heute zwei Dinge getan, die ich nicht oft tue. Heute morgen habe ich kurzerhand eine Mutter, die ich neulich mal auf der Straße traf, die außerdem Elternvertreterin in Michels Klasse ist und deren kleineres Kind in Pippis neuer KiTa-Gruppe ist, angeschrieben, ob sie nicht Lust auf einen Kaffee hätte, ich hätte eh einen Friseurtermin im Ort. Und dann war ich bei eben jenem Friseurtermin, neue Friseurin ausprobieren, eine Lehrling, von der ich im Vorfeld nicht wusste, dass die noch nicht soooo lange Lehrling ist, nämlich seit etwa vier Monaten. Und ich bin da ganz ruhig sitzen geblieben, eine halbe Stunde länger, als im Worst Case von mir veranschlagt war, habe ganz viele seltsame Zwischenstufen einer Frisur auf meinem Kopf kommen und gehen gesehen, wir hatten seeeehr viel Zeit, Millimeterweise pirschte sich die Lehrling an die von mir gewünschte Haarlänge (halt eher -kürze) heran und ich bin nicht irgendwann rausgerannt und hab geschrien „jetzt ist aber echt mal gut hier!“ Ich habe den Ratschlag der Chefin „Einen femininen Schnitt kriegst du hin, wenn du hier am Gesicht das so fedrig ausdünnst und ins Gesicht ziehst.“ einfach mit „nein, das möchte ich nicht, keine Federn, einfach kurz, ganz kurz!“ abgeschmettert und irgendwann lerne ich noch mal die Ausdrücke für „flott“ und „pfiffig“ auf Norwegisch um klipp und klar* sagen zu können, dass ich das auf gar keinen Fall will. Es wurde dann hinterher schon noch ok, sonst wäre ich nicht gegangen, bis dann die Lehrling ihre Rundbürste auspackte um mir die Haare über meinen Wirbel zu föhnen. Warum??? Ich sehe dann aus als hätte ich mir den Hinterkopf toupiert, wie in den 90ern. Yierks. Nun ja. Dafür habe ich auch nur die Hälfte bezahlt und die Lehrling weiß jetzt, dass ich die Maschine meine, wenn ich Maschine sage. Und keine Federn, bittedanke.

Der Kaffee mit der Mutter war dann ausgesprochen nett und wir haben uns ganz ordentlich verquatscht. Sie ist Schneiderin und Designerin, schreibt Nähbücher und gibt Nähkurse. Und das nicht so ein bisschen als Hobby, sondern sie lebt davon. Dabei aber herrlich entspannt und ich glaube ich habe oft genug gesagt, dass ich nur so hobbymäßig nähe, null kreativ bin und vor allem das alles nur durchs Machen gelernt hab, dass ich keine Angst haben brauche, mich mit Problemen oder bei Ratschlagsbedarf an sie zu wenden. Ich habe auch direkt von meinem Mantelprojekt erzählt und dass ich da schon gern ein Mantelfutter drin hätte und sie meinte, das sei gar nicht schwer, es gäbe zwar ein paar Kniffe, aber wenn man die verstanden hätte, wäre es ganz einfach. Und das könnten wir gerne mal an einem Abend machen, dafür brauche ich nicht zum Nähkurs kommen. (So nen Mantel näht man ja auch nicht an einem Tag. Aber vielleicht lache ich mir ja noch mal so ein beklopptes Projekt wie das blaue Kleid an, dafür wär so ein Kurs sinnvoll gewesen. Oder ich lasse mir mal wirklich zeigen, wie man Schnitte anpasst. Oder so.) Jedenfalls war es wirklich ein sehr schöner und unerwartet ausgedehnter Kaffee und ich hab am Ende sogar zugegeben, dass das für mich ein Riesen Schritt war, mich einfach so zu verabreden, weil Westfale und dann unter Norwegern, uiuiui, alles kompliziert.

(Danach war ich im überraschend gut sortierten Strick- und Nähladen im Ort und da haben die nicht nur (dünnen) Vadmel, sondern auch drülfzig Sorten Bänder und Kordeln und Tralala, ich hab jetzt also alles beisammen, was ich für das Kleid brauche und morgen geht’s los. Sollte schnell gehen, ist ja nicht besonders kompliziert.)

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Lippenstifte von Colour Pop. Uff. Also in Kurz, weil es schon wieder so spät ist**: Ich habe

  • Blotted lips: alle super.
  • Matte Lippie Stix: Alle super. Halten Bombe. Sind nicht so matt, wie der Name vermuten lässt.
  • Einen X-tra Matte Lippie Stix: super, schon sehr sehr matt. Würde vermutlich auch drei Tage halten.
  • Einen Ultra Matte Lip: Superst. Hätte nie gedacht, dass ich matte Lippenfarbe überhaupt mögen würde, aber der ist der Hammer. Ich habe halt nur den einen, Top8, ich glaube der ist aus dem Programm genommen worden. Deshalb weiß ich nicht, ob ich damit das gleiche Problem hätte, wie mit den
  • Ultra Satin Lip. Ich habe… neun glaube ich und die Qualität ist durchwachsen. Erst sehen die alle gut aus. Dann gibt es aber deutliche Unterschiede. Je dunkler, desto weniger gut halten sie. Das ist immer noch kein Vergleich zu allen anderen Lippenstiften, die ich sonst so habe und die man nach jedem Kaffee nachziehen muss, aber man wird ja verwöhnt. Denn alles was pink, rot, Himbeere… ist, hält bei mir ewig. Auch ohne Nachziehen. Und dann habe ich noch zwei nude-Töne und die sind nix. Bei mir werden die nach ner Zeit ganz seltsam ledrig und stumpf und sehen dann wirklich nicht mehr schön aus. Das kann dann nur Gloss optisch retten, aber dann klebt’s halt wieder.

Zu beachten gäbe es vielleicht noch: bei mir sehen am Bildschirm grundsätzlich alle Farben dunkler und weniger pink aus, als sie dann tatsächlich sind. Die Lipliner finde ich nicht gut, mir sind davon schon ein paar trocken geworden und dann bröselt die Mine weg. Der Primer ist gut und den benutze ich immer, schon allein weil man dann die Farbe besser auch wieder runter kriegt.

Meine Lieblingsfarbe ist nach wie vor Lyin‘ King, dicht gefolgt von Bossy. Aber das ist ja sehr Geschmackssache.

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*Klipp und klar wäre so ein super witziger Friseursalonname, den verstehen dann aber nur so Deutschnorweger, weil klipp = Schnitt und klar = fertig. Hihi.

**Projekt Lerche wird wieder verstärkt voran getrieben. Heute früh habe ich es mal mit Sonnengrüßen probiert. Waren halt eher so Tageslichtlampengrüße, aber vielleicht kann das ein gutes Mittel werden, mich morgens fit aber nicht ausgepowert zu kriegen.

Tag 1190 – Müde.

Tag 3. Ich bin hundemüde. Eben beim Kinderfernsehen bin ich eingedöst, so müde bin ich. Ist auch kein Wunder, gestern klappte das Einschlafen trotz Müdigkeit nicht und ich las bis viertel vor zwölf. Dazu das stramme Sport- und Zu-Fuß-Geh-Programm… vielleicht ist es ein bisschen sehr stramm. Auch wenn ich ein klarer Verfechter der Holzhammer-Kalter-Entzug-Methode bin, mein Körper sagt recht deutlich nein, zumindest heute.

Neue Regeln deshalb: morgens nur kurz und seicht sporteln, wirklich nur den Kreislauf ankurbeln und ab vier keinen Kaffee mehr.

Ansonsten so:

  • ich habe heute vorgewaschenen Gardinenstoff gebügelt. Meter um Meter. Das war unglaublich langweilig.
  • Ich knüpfe langsam Sozialkontakte mit meinen Peers (also… mittelalten Muttis). Die Nachbarinnen werden Samstag Wein trinken und ich darf kommen und in Michels Klasse ist eine Mutter Autorin für Nähbücher, mag Lippenstift und ist Vegetarierin. Und ihr kleineres Kind geht in Pippis Kindergartengruppe.
  • Eine Bewerbung geschrieben. Wenn ich mich auf das beschränke, was wirklich in Frage kommt, weil es interessant ist, meiner Qualifikation entspricht und nicht unterirdisch bezahlt ist*, gibt’s nicht soooo schrecklich viele Stellenausschreibungen.
  • Morgen wieder sechs Uhr. Jetzt mit Herrn Rabe Regale diskutieren.
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  • Auto-Lobhudelei: genetzwerkt, die Bewerbung geschrieben, immerhin fast pünktlich aus dem Bett gequält (ich war wach, aber das Bett war so schön warm…)
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  • *Ich muss nicht reich werden. Aber mehr als das Arbeitslosengeld, was ich jetzt bekomme, das muss drin sein. Ich war neulich einmal aufrichtig schockiert, dass eine Vollzeitstelle bei einer Behörde sich etwa in dem Bereich meines Arbeitslosengeldes bewegte. Puh! Aber dafür wäre ich eh nicht passend qualifiziert gewesen.