Tag 2053 – Gechillt.

Ich hatte heute theoretisch frei, praktisch habe ich ca. 2,5 Stunden gearbeitet, aber war als „hat frei“ eingetragen, was der Produktivität in diesen 2,5 Stunden wesentlich Vorschub geleistet hat. Endlich eine monströse Kuh vom Eis geschafft, die da schon seit… 6 Wochen stand. Hupsi.

(Nur noch drei weitere Kühe.)

Nachmittags war ich mit den Kindern einkaufen, eigentlich wollten wir nur Michels Brille „fixen“ lassen, Optiker 1 hatte aber das notwendige Gerät (=Klebepads für den Nasenbügel) nicht da und schickte uns zu Optiker 2. Dort waren wir dann, außerdem in der Apotheke und Essen einkaufen. Der Ausflug war, dank einer kleineren Rübennase, die unbedingt mitwollte, nicht so gechillt, man könnte auch sagen, ziemlich anstrengend.

Abends war dann aber wieder gechillt, dank online-Spieleabend mit online-Freunden und Freundinnen. Sehr schön, sehr entspannt und entspannend.

Insgesamt ein okayer Tag. Richtig frei haben wäre auch mal wieder nett.

Tag 1978 – Schaffe, schaffe.

Parallel zum online-badventscafé haben wir heute die Wand im Arbeitszimmer tapeziert. Erfolgreich, wie ich finde.

Wenn man Herrn Rabe fotografiert, hampelt der ganz oft rum.

Das alles war sehr schön, also der virtuelle Kaffee und Schnack und Kekse (und Lussekatter, immerhin ist heute Luciatag!) besonders. Hach. Leider werd ich grad davon auch wehmütig, weil, wie lange noch. Uff.

Ich hab auch zwei kleinere Ecken gestrichen, eine damit wir tapezieren konnten, eine, damit wir beim nächsten Streichmarathon wenigstens an der Kante zu Scooter gleich anfangen können. Aber das ist nicht des Bildes wert.

Jetzt liege ich in der Wanne und muss eigentlich noch was für die Arbeit lesen, damit ich morgen um neun vorbereitet im Meeting sitze. Uneigentlich trinke ich Glühwein und blogge. Jetzt mache ich aber Schluss damit, das Lesen hab ich schon das ganze Wochenende vor mir her geschoben.

Tag 1950 – Nähsonntag.

Ich hab keine Bilder gemacht, aber heute in bester Gesellschaft einen Rock genäht. Ich sag mal so: er wäre fertig, hätte ich nicht die Idee gehabt, ihn auch noch zu füttern, unnötiger und im Schnittmuster unvorhergesehener Weise. So murkste ich herum, machte Fehler, trennte wieder auf, machte keine Fehler mehr aber das Ergebnis gefiel mir trotzdem nicht und schnitt/ riss das Futter wieder ab. Es war kein teurer Futterstoff, ich habe auch noch was, und der innere Bund ist noch nicht verstürzt – noch kann ich mich also noch mal umentscheiden und doch noch ein Futter einnähen. Aber ich glaube, ich mache einfach den inneren Bund noch fertig (per Hand, oh the joys) und calle it ein sehr erfolgreiches und vor allem sehr schönes Nähwochenende.

Ich habe gelernt, dass es sinnvoll ist, den richtigen Nähfuß zu nehmen, und wie das vor 10 Jahren in der Nähbloggerinnenbubble war und ich glaube, da habe ich nichts verpasst.

Mir hat das Wochenende wieder mehr Lust aufs Nähen gemacht, das ist auch sehr schön.

(Bald Bilder. Ehrlich.)

Tag 1855 – Internetliebe, die Weißauchnichtwas-te.

Frau Wunnibar hat das heute schon ganz wunderbar verbloggt, wie toll die Twitterkneipe ist. Ich liebe sie ebenfalls sehr, hab ich ja auch schon öfter geschrieben, es ist einfach eine wunderbare Ablenkung von dem Abfuck, der 2020 bisher ist. Ich mag auch ganz besonders, dass in der Kneipe so viele verschiedene Leute sind, die mir vor allem im echten Leben wohl nie über den Weg laufen würden. Manche kenne ich schon länger aus dem Internet, andere habe ich in der Kneipe erst kennengelernt, alle mag ich gern. Hach!

Jetzt ist es aber so, dass einer von uns Hilfe braucht, und zwar finanzieller Art. Bei Nils ist nämlich die Heizung kaputt und Nils samt Familie haben es zur Zeit kalt. Noch nicht sooooo kalt, aber der Herbst kommt ja auch erst noch, deshalb wäre es eben schon schön, wenn dann zum Herbst eine funktionierende Heizung installiert wäre. Wie die meisten von uns hat aber auch Nils‘ Familie nicht mal eben etwa 20.000 € herumliegen (21.600 € um genau zu sein.). Um Nils‘ Familie zu entlasten hat Little B. deshalb einen Moneypool eingerichtet und es wäre schön, wenn wir damit ein bisschen helfen könnten. Wenn Sie da ein bisschen was übrig haben, freut sich Nils und die Twitterkneipe freut sich mit.

Mir hat das Internet auch geholfen, als es an Geld haperte, ich möchte gerne zurückgeben, jetzt wo es geht.

Machen wir das erste viertel voll!

(Achtung, ganz schlechter Witz: machen wir Nils Feuer unterm Hintern!)

Tag 1812 – Piep.

Nur ein kurzes Hallo, wir leben alle und wir haben es sehr gut. Heute Abend waren wir in der Twitterkneipe bei Leuten aus der Twitterkneipe und das war sehr schön aber auch sehr spät. Pippi hat sich um elf ausgeschaltet und ist mit Ankündigung auf meinem Schoß eingeschlafen, Michel hat viereckige Augen und wir Erwachsenen sind beglückt aber müde und mehr schreiben schaffe ich nicht mehr.

Tag 1748 – Für die Tonne.

Da heute keine Müllabfuhr kam, kommt sie wohl morgen.

Morgen kommt auch eine Warmkompost-Tonne.

Ansonsten war der Tag reichlich bescheiden, bis abends Twitterkneipe war, das war sehr schön (wie immer). Das klingt albern, aber das ist schon ein Teil meiner neuen Normalität geworden und ich hoffe, dass sich etwas davon wirklich nach der Pandemie bewahren lässt. Ich mag die alle da sehr gern.

Jetzt Familienbett, Pippi ist seit einer Dreiviertel Stunde wach, kann nicht wieder einschlafen und liegt jetzt bei uns im Bett. Pippi ist ja gar kein Baby mehr, fällt mir dabei auf, die ist ja gar nicht mehr winzig klein. Na sowas aber auch.

Tag 1603 – Platte Raben.

Das waren wunderbare 4 Tage bei Tanja, Familie Drehumdiebolzen und Familie Wunnibar-Igelbert. Ach, das Internet. So oft ich damit auf Kriegsfuß stehe und hadere und über meinen Social Media-Konsum grüble reflektiere, so oft denke ich auch an inzwischen einen ganzen Haufen Leute, die ich darüber kennen gelernt habe und die meine Freunde und Freundinnen geworden sind. Obwohl man sich selten, seltenst oder nie in echt sieht. Die Overall-Internet-Bilanz ist doch positiv.

Die vier Tage konnten wir alle nutzen um unsere Batterien wieder aufzuladen. Wie viel umgänglicher Kinder sind, wenn man sie mit anderen Kindern auf einen Haufen wirft. Plötzlich können die Eltern auch mal wieder atmen und haben nicht permanent Kinder an der Backe kleben. Gut, man riskiert Scheißelkram, dass die Kinder viel Tablet schauen oder hinterher wer weint, weil wer anders irgendwas gesagt oder nicht gesagt hat. Aber bis dahin war’s entspannt, echt!

Erwachsene mit anderen Gleichaltrigen ähnlich tickendenden Erwachsenen zusammenwerfen ist auch immer sehr ratsam und ich vermisse die anderen Erwachsenen jetzt schon doll. Ich bin total froh, dass wir in unserem straffen Urlaubs-Zeitplan noch Zeit gefunden haben für J. und V., Little B., M. und C., D., M. und A., Tanja Tollpatsch, Dr. Drehumdiebolzeningenieurin und Zusehrverkürzt und Frau Wunnibar und Herrn Igelbert. Familie ist schön, Freundschaften sind eben was anderes und die ideale Anzahl Kinder ist 4, sofern man maximal 2 davon wieder mit nach Hause nehmen muss.

Allerdings fordert der wenige Schlaf, der viele Alkohol und, Ja, auch die viele soziale Interaktion hier seinen Tribut und wir sind alle 4 ziemlich platt. Da wir auch nur noch morgen haben bevor es zurück geht, schlafen wir lieber noch mal früh um morgen alles gut zu schaffen. Deshalb: gute Nacht!

Tag 1594 – Litt av hvert.

(Ein bisschen von allem.)

Der Tag begann mit Allergiedrama, weil Michel schlecht Luft bekam und bellend hustete. Es hörte sich an wie Pseudokrupp und war insgesamt wirklich schlimm.

Gut dass wir mit Little B. verabredet waren, das war eine willkommene Abwechslung und ein gutes Ziel außerhalb des Hauses.

Und, hach. Es gibt Leute, die trifft man zu selten in echt und Little B. (und Scott) gehören für mich einfach inzwischen dazu. So schön. Hach, hach!

Leider war das Treffen zeitlich eingeschränkt durch Programmpunkt 2: Stadttheater, Weihnachtsmärchen, Der Zauberer von Oz.

Da hatte der Opa zu eingeladen und auch das war schön, vor allem zu sehen, wie Pippi da mitgeht. Da steht sie auf dem Theatersitz und ruft laut die „Zaubersprüche“ mit und tanzt den „Wir gehen auf eine Reise“-Tanz. Herrlich!

Zwischen Theater und weiterem Programm erledigte ich ein paar Besorgungen und die Kinder hopsten in eine Pfütze und mussten dann leider mit Opa und Tante nach Hause und verpassten Programmpunkt 3: Standesamt, der Trauung von M. und C. beiwohnen.

(Die Deko hat’s schon ziemlich hinter sich…)

Hach, Hochzeiten finde ich ja immer schön! Zugegebener Maßen krähte mein Hirn schon beim ersten Satz der Standesbeamtin „Mein Name ist Adelheid Müller-Lüdenscheid“ [Name von der Redaktion geändert] UND SIE HABEN IMMER DAS RECHT EINEN DOPPELNAMEN ZU FÜHREN, JEDERZEIT, DA MÜSSEN SIE IHREN EHEMANN NICHT MAL VON UNTERRICHTEN!!!, weil das die Standesbeamtin bei der Eheanmeldung bei Herrn Rabe und mir damals etwa drei mal gesagt hat. Aber es war eine wirklich schöne, ungezwungene Trauung. Alles Gute auch an dieser Stelle noch mal, M. und C.!

Danach Kinder einsammeln und auf zur Party im neuen Haus des Bräutigampaares, das noch nicht fertig renoviert ist, aber Lage, Lage, Lage und uhhhh, das Potential! Das wird sicher richtig schick, wenn es fertig ist.

Michel und später Michel und Pippi halfen dem Bräutigampaar dabei, geschenktes Geld aus einer Sandmuschel auszubuddeln. Unermüdlich. Und als sie fertig waren, warfen sie es wieder rein und buddelten es wieder aus. Das war schon sehr niedlich anzuschauen und beste, pädagogisch wertvolle Kinderbeschäftigung obendrein. Bald schreibe ich Elternratgeber: Kinder zu Großkapitalisten erziehen von Anfang an.

Das war ein voller und voll toller Tag. Hach, hach.

Tag 1591 – Dunkles Deutschland.

Zuerst das wichtigste: Wir sind heile angekommen! Wir hatten insgesamt alle einen guten Tag, denke ich, auch wenn Pippi und ich ordentlich erkältet sind. In Kiel haben wir eine nette Twitterin samt Mann und K2 getroffen und sind staunend durch den Citti geschlendert. Auf der Autobahn haben die Kinder die Tablets leer geguckt und ich habe die deutschen Autofahrenden vom Beifahrersitz aus veratmet. In Bielefeld angekommen haben wir das Auto ausgeladen und sind direkt weiter zur besten Friseurin überhaupt gefahren. Dabei ist Pippi auf den 5 Minuten Fahrt eingeschlafen und deshalb hat sie nun als einzige keinen frischen Haarschnitt.

Bei der Friseurin noch zufällig einen Freund von früher getroffen, der inzwischen in der Schweiz lebt aber auch noch in der alten Heimat zur besten Friseurin überhaupt geht. Das war schön.

Danach noch Döner und nun platzen wir alle fast. Die Kinder nicht, die schlafen selig, sogar Michel, der Dank der Schwägerin auch beim Opa daunenfreies Bettzeug hat und deshalb nicht so allergiegeplagt ist wie die letzten Male als wir hier waren.

Was uns bisher aufgefallen ist, zum ersten Mal so extrem: wie voll und hektisch Deutschland ist. Wie schlecht die Straßen und insbesondere die Menschen auf ihr (zu Fuß oder auf dem Rad) beleuchtet sind. Mein Puls im Straßenverkehr ist permanent 180, weil überall Autos sind, die fahren wie die Henker und dann hopst einem noch ein komplett schwarz gekleideter Fußgänger fast vors Auto.

Dafür bin ich nicht mehr gemacht.