Tag 1781 – Corontäne Tag 7v2.

Leider gar nix passiert. Spannendste Dinge des Tages: Muffins Kiste sauber gemacht und Muffin dafür 5 Minuten bei Michel auf den Schoß gesetzt, wo die Gier auf Salat die Angst vor Michel besiegte. Michel Muffins Zähne gezeigt, wie man ihn wiegt und generell wie ich jede Woche Meerschwein-TÜV mache. Michel war fasziniert von den Zähnen („Da sind ja unten AUCH WELCHE!“) und dem Penis. Leider hat Muffin 2 Gnubbel an Stellen, wo keine sein sollten und damit einen Ausflug zum Tierarzt gewonnen, wenn ich aus der Quarantäne raus bin. Yeah.

Den Rest der Käfigsaubermachzeit verbrachte Muffin dann frisch gesammelten Löwenzahn in einem improvisierten Mini-Auslauf drinnen verputzend, weil es draußen heute den ganzen Tag regnete. Die Natur freut es und mich auch, ich schlafe ja auch nicht so gern bei mehr als 18 Grad im Schlafzimmer. Allerdings schlafe ich gern in einem trockenen Bett und damit kommen wir zum Aufreger des Tages (es gab auch keine wirkliche Konkurrenz):

Es hat sehr doll geregnet und ich hatte vergessen, dass ich das Schlafzimmerfenster sperrangelweit aufgerissen hatte, als es kurz nicht regnete, um kühle Luft reinzulassen. Hups. Dementsprechend müssen wir jetzt dann das Bett neu beziehen, das hoffentlich getrocknet ist.

Tag 1770 – Gleichförmig.

Das Problem an diesen gleichförmigen Tagen ist, dass eben nichts passiert, das irgendwie bloggenswert wäre. Halbwegs spannende Dinge, die heute passiert sind:

  • Der Meerschwein-Auslauf ist jetzt fertig und die Ladies haben davon heute ca. 1/10 zum herumliegen genutzt
  • Der Support rief an und ich hab den Typen nicht durchs Telefon geholt (ich kann seit Tagen nicht in unserem Remote Desktop-Dings arbeiten weil es Ultra langsam ist und halt und überhaupt)
  • Pippi hat ein Kaugummi ins Auto gespuckt und Michel im Auto Slushspritzer verteilt und ich habe beide nicht vorm Einkaufszentrum angebunden und bin weg gefahren
  • Ich musste zum ersten Mal im Meeting den Arbeitsplatz wechseln, weil die Meerschweinchen zu laut mitreden wollten
  • Muffin lässt sich jetzt streicheln, über die Nase (dann macht er die Augen zu) und über die Ohren

Mehr war nicht. Also echt nicht. Ich habe deshalb für morgen eine total spannende Exkursion geplant, damit ich was zu bloggen hab. Ich fahre ins Büro*! Ha. Mal gucken, ob ich meinen Türcode noch kann. Ist immerhin das erste mal seit 09.03., dass ich da arbeiten werde.

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*ich muss. Wir alle müssen ein „kritisches Sicherheitsupdate“ machen, bin zum 30.06. Das geht wohl nur im Büro und ich muss dann ne Stunde mindestens da rum hängen, dann kann ich auch gleich einen kurzen** Arbeitstag einschieben

**heute war schon wieder lang. Ich mag die Pre-Ferien-alle-wollen-ihre-Schreibtische-leer-bekommen-Zeit nicht

Tag 1684 – Corontäne Tag 11.

Tja, nichts passiert so richtig. Alles zäh. Finde die Kollegen doof, die sich über SO UNFASSBAR VIEL ARBEIT!!! beschweren, während ich reinste Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen machen soll. Das sind, so ungefähr jedenfalls, alle. Aber angeboten habe ich mich echt oft genug. Viel zu wenig Bewegung, die Schulter tut weh. Die Kinder Michel motzig. Alle nur zufrieden, während man draußen ist und das ist man zu kurz. Nicht mal wirklich Bilder habe ich gemacht.

Es sprießt schon was!
Wir haben jetzt ein Familien-Kanban-Board. Meine Zettel hängen noch nicht, morgen zeige ich das mal detaillierter.

Tag 1502 – Bestimmt langweilig, aber…

… heute ist halt nicht so viel passiert. Wir waren in Jessheim, neue Jogginghosen und Leggins für die momentan wie Unkraut wachsenden Kinder kaufen (Pippi hat Hosengröße 110. HUNDERTZEHN!!!), das war wegen mangelnder Compliance seitens Pippi überaus anstrengend. So sehr, dass ich danach, als das Brot im Ofen und Herr Rabe und die Kinder Pizzateig kaufen waren beim „nur kurz in Ruhe auf dem Sofa sitzen“ sofort eingeschlafen bin. Danach tat aber meine Schulter noch mehr weh als eh schon und ich sah mich quasi gezwungen, einen schnellen Spaziergang zu machen. Danach tat es etwas weniger weh und die Pizza war fast fertig in der Mache. Grünkohl auf Pizza ist sehr lecker. Grünkohl ist eigentlich immer lecker.

Um wenigstens das Gefühl zu haben, was geschafft zu haben, habe ich dann abends meine 3 identischen Hosen und 5 Blusen, davon 3 im identischen Schnitt, gebügelt. Morgen früh packe ich dann für den (tatsächlich) hohen Norden. Bügeln ist weiterhin nicht mein Freund, aber solange ich keine Reinigung finde, die das zu einem vertretbaren Preis macht, muss ich damit wohl ab und an leben. (Disclaimer, Hinweis, das übliche: wenn Sie total gerne bügeln oder auch aus Prinzip gar nicht bügeln oder aus diversen Gründen seit 1997 Reinigungen boykottieren, ist das schön für Sie (oder auch nicht, kommt jetzt auf die Gründe für den Boykott an), hilft mir aber beim Bügeln nicht. Ich möchte gebügelte Chinos und Blusen anziehen.)

Tag 1369 – Jetlag.

Jajaja, ich weiß, nach Südnorwegen gibt es gar keine Zeitverschiebung. Aber irgendwie war die letzte Woche doch sehr viel anstrengender, als ich gedacht hatte. Von halb acht morgens bis zehn Uhr abends, nur unterbrochen von Pinkelpausen, in nicht selbst gewählter Gesellschaft sein, das schlaucht dann doch sehr. Ich muss das mal beobachten. Jedenfalls war ich heute den Tag über zu sehr wenig zu gebrauchen und bin, während die Kinder den „magischen Schulbus“ guckten, sogar eingeschlafen. Entsprechend wenig habe ich aber auch zu erzählen. Wirklich, das interessanteste heute war dass ich 50 Finger- und Fußnägel geschnitten habe.

Tag 883 – Laaaaangweilig.

Heute:

  • 1 Bewerbung geschrieben
  • Bank- und Finanzplanungskram erledigt
  • 2 Brote gebacken
  • 1 Schnittmuster (aus Papier) zusammengebastelt
  • Wäsche zusammengelegt, aufgehängt, verräumt, in den Trockner gesteckt…
  • Suppe versalzen*
  • Pippis Wutanfall** im Kindergarten ertragen ohne auszuflippen

War aber alles eher lahm, nix spannendes, oder vielleicht kommt mir das auch einfach nicht so besonders fancy vor. Das Hausfrauenleben.

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Auto-Lobhudelei: Ich bin soweit im Soll mit meiner Planung und habe noch nicht völlig resigniert. Yeah.

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*Jaaaa, natürlich bin ich verliebt! Was sonst. Seit >10 Jahren in den Selben.

**Der goldene*** Pädagogenpreis geht heute an die KiTa-Betreuerin, die mir beim Abholen lang und breit von Pippis Wutanfall beim Mittagessen erzählen musste, während Pippi daneben stand. Unter Nennung aller relevanten Stichworte, wie zum Beispiel „Joghurt“ und „hatte keinen“. Ich durfte dann das Re-Enactment ausbaden.

***aus Pappmaché, das liebevoll um eine Plastikflasche geklatscht und mit schadstoffarmer orangener Farbe ungleichmäßig und nicht-deckend angesprüht wurde.

Tag 781 – Wie jeder andere.

Im Moment ist eine gewisse Eintönigkeit zu verzeichnen:

  • Aufstehen, meist zu spät
  • Schminken, meist bunt (yeah!)
  • Kinder in die KiTa bringen
  • Arbeit, Arbeit, Arbeit
  • Nach Hause fahren, meist spät
  • Kinder, Küche, Essen, Zähneputzen, Vorlesen
  • Bewerbungen schreiben (oder Ersatztätigkeit zu Ablenkungszwecken)
  • Bloggen
  • Buch
  • Bett

Und so war das heute auch.

Bemerkenswert vielleicht: ich sehe sowas wie ein Licht am Ende der Laborarbeit, ich schreibe sympathisch-authentische Bewerbungen (und muss nicht die ganze Zeit innerlich brechen, weil das alles so ekelhaft verlogen ist), Pippi hat beim Abendessen unglaublich niedlich gesungen, Michel ist auf meinem Schoß eingeschlafen und wird hoffentlich, hoffentlich nicht doch noch richtig krank.