Tag 82

Es ist mir wirklich ein Rätsel, wieso es in diesem Land, in dem Gleichberechtigung  in CapsLock geschrieben wird, keine kaum nicht-gegenderte Kinderkleidung gibt. Seit Tagen versuche ich für das Baby eine dicke Wolljacke zu bekommen, weil die Arme halt im Kinderwagen immer aus der Decke rausgewurschtelt werden bzw. in der Trage von oben der Nacken total kalt wird. Und im MaxiCosi sowieso, aber da kann man ja auch nen kompletten Anzug anziehen, das fänd ich in der Trage oder unter der fetten Daunendecke nen bisschen drüber. Aber wie dem auch sei, es gibt hier alles in drei Ausführungen:
– rosa
– blau
– extremst teuer
Ich will doch einfach nur ne Babyjacke haben!!! In gelb oder grün wäre schön, es ginge auch wollweiß, oder grau oder wenns unbedingt sein muss in dunkelblau, aber halt nicht in fucking rosa! Und da ich auch leider immer noch nicht im Lotto gewonnen hab, sind 520 NOK (55 €) einfach mal jenseits aller realistischen Budgets für Babykleidung. Heute wollte ich gerne die gesamte Babykleidungsabteilung des drölfzigsten Geschäfts, in dem ich nach einer Jacke suchte, einfach kommentarlos anzünden, weil WIRKLICH ALLES DA ROSA ODER BLAU WAR! ALLES!!!

Hrmpf.
Muss ich wohl selber nähen.
Hab ich keine Zeit für.
Hrmpfmpfmpf.

Tag 81 – Liebster Award

Eieiei, ich hab sowas wie einen Kettenbrief bekommen. Aber einen ganz netten. Ich mache mal mit, so eine charmante Aufforderung hab ich noch nie erhalten und wenigstens fehlt die obligatorische „und wenn du das nicht innerhalb von fünf Minuten an fünftausend Leute schickst, kommen Igor und Ivan und verhauen dich!“-Warnung. Der liebe Daddy-D von daddycheck hat mich für den Liebster-Award nominiert (mich! hihi. *verschämt ab*). Zu den Regeln gehört, dass ich jetzt hier so einen Orden einfüge:

Liebster-Award1

… so. Und dann mache ich mich mal an die Beantwortung der Fragen.

  1. Seit wann bloggst du schon? Hast du im Vorfeld bereits ähnliche Projekte gemacht?

Ich blogge seit 81 + 1 Tagen, anders gesagt, seit das Baby knappe drei Wochen alt war, anders gesagt seit einem Tag nachdem die Oma, die zur Geburt angereist war, wieder nach Hause gefahren ist.

2.  Was versprichst du dir vom Bloggen?

Öh. Nich viel. Eigentlich möchte ich nur gerne sowas wie ein Tagebuch haben, das aber mehr Interaktion bieten soll als halt ein Buch in meiner Nachttischschublade. Ich brauche auch ein bisschen gefühlten Druck, sonst klappt das nicht mit dem Tagebuchschreiben, das hab ich schon mehrmals versucht. Am ehesten habe ich die Hoffnung auf einen Onlineclan mit anderen Eltern.

3.  Wie gehst du damit um, ggf. auch mal kein oder kaum Feedback zu deinem Content zu bekommen?

Ich bekomme meistens kein Feedback und finde das auch gar nicht schlimm, ich meine, im Grunde ist alles was ich hier schreibe nur Blabla über das was ich am Tag so gemacht hab. Mit Ausnahmen, wenn ich mal einen Text nur zu einem bestimmten Thema schreibe. Aber da halt 90 % „nur“ Tagebuchgeblogge ist, erwarte ich gar kein Feedback. Aber ich freue mich über jeden Kommentar ganz doll, das schon 🙂 .

4.  Sollten man deiner Meinung nach mit seinem Blog Geld verdienen dürfen (bspw. in Form von Werbung oder Sponsored-Posts)?

Klar. Wer Geld damit verdienen will und kann, der soll das gerne tun. Es sollte nur meiner Meinung nach fett „Werbung“ drüber stehen, damit Leser, die sowas ganz schlimm finden, von vornherein wissen, ah, das muss ich jetzt nicht lesen. Und ich finds schade, wenns Überhand nimmt, also wenn auf jeden normalen Post ein Sponsored kommt, finde ich das zu viel. Dann kann man gleich nen Testblog machen.

5.  Wo siehst du deinen Blog in einem Jahr?

Bei Tag 446 🙂 . 

6.  Hast du ein Internet-Idol (Youtube, Twitter, Blog etc.)? Wenn ja, wer ist es?

Pfuuuhhhh… Wenn ich groß bin, möchte ich (also mein Blogger-Ich) so sein wie Frau Novemberregen.

7.  Woraus schöpfst du am meisten Kraft?

Schlaf.
Nein, mal im Ernst: Um das Kinderinduzierte Schlaf-Defizit aufzuwiegen braucht es eine gehörige Portion Kinderlachen (und Kaffee).

8.  Was möchtest du deinen Kindern unbedingt für die Zukunft mitgeben?

Dass alle Menschen gleich wertvoll sind. Dass sich nichts ändert, wenn mans nicht ändert. Dass Gewalt und Krieg nie, nie, niemals eine Lösung sind.

9.  Wie sieht für dich der perfekte Tag aus?

Ausschlafen und danach gemütlich noch im Bett rumgammeln und mit der Familie kuscheln. Frühstück am besten auswärts, ganz in Ruhe und mit frischen, knusprigen, weißen Brötchen und Croissant und scharfem Rührei und einem gigantischen Kaffee Latte aus richtig guten Espressobohnen. Familienausflug ins Grüne oder noch viel lieber ans Meer. Ein langes heißes Bad mit Schaum und gutem Buch. Was geiles zum Abendessen (ganz ehrlich: ich liiiiieeebe ja Braten, ich Pseudovegetarier) mit Freunden und Wein. Mit Herrn Rabe und meiner allerliebsten Freundin S. einen Borowski-Tatort gucken oder auf ein Konzert gehen oder ich hätte auch tatsächlich mal wieder Bock auf Tanzen gehen, da wo die Musik sehr laut und die Beleuchtung spärlich ist, Musikrichtung entweder Minimal Elektrogeballer oder E-Gitarren-Indie-lastiges.

10.  Was würdest du anders machen, wenn du einmal die Zeit zurück drehen könntest?

Ich wäre nach meinem Auslandssemester in Schweden einfach in Stockholm geblieben. Herr Rabe hätte dann halt da nicht promoviert und der Rest hätte genauso sein sollen, nur halt in Schweden („denn Schweden ist das schönste Land der Welt, dort wo am Strand die Palmen stehen…“).

11.  Wie sähe dein Leben ohne Kinder aus?

Ohne Kinder hätte ich meinen geliebten Bulli noch und würde sehr viel mehr Zeit bei der Arbeit verbringen. Ich hätte inzwischen Spitzentanz gelernt und möglicherweise sogar französisch. Wir würden unser Geld in den Bulli und in Urlaube mit dem Bulli stecken, statt in Kinderschuhe und Winteranzüge. Wir hätten zwei Wohnzimmer, für jeden eins (das hatten wir vor den Kindern so und es war super toll, kann ich nur empfehlen). Und da ich nicht wüsste, wie toll das Leben mit Kindern ist, würd ich das Kinder-haben sicher auch nicht vermissen. Da bin ich nicht so romantisch…

Sooo, damit wären alle Fragen beantwortet. Dann geht es ans Nominieren, und das finde ich extrem schwer, weil man will ja auch nicht als Mini-Blog bei den „Ganz Großen“ anklopfen (die einen dann albern finden), viele haben auch schon mitgemacht (zum Beispiel Essential Unfairness, die ich sonst auch gerne nominiert hätte) oder finden sowas bestimmt eh doof oder oder oder. Aber nun gut, ich nominiere

Die Fledermama

Herrn Paul

Jenni (Flavius und Brutus)

und jetzt kommts, haha:

Casa Kaos und

Baby Sideburns

Und sie sollen die folgenden 11 Fragen beantworten:
Og de skal svare på de følgende 11 spørsmålene:
And they should answer the following 11 questions:

  1. Als Sie 20 waren, was war da Ihr Lebensplan?
    Da du var 20, hva var livsplanen din da?
    When you were 20, what was your plan for life?
  2. Fühlt sich das komisch an, das heute aufzuschreiben?
    Føles det rart å skrive opp det i dag?
    Does it feel weird to write that down today?
  3. Wo möchten Sie mal wohnen?
    Hvor vil du bo en gang?
    Where would you want to live?
  4. Welches Wort hassen Sie am meisten?
    Hvilket ord hater du mest?
    Which word do you hate most?
  5. Welches Wort lieben Sie am meisten?
    Hvilket ord elsker du mest?
    Which word do you love most?
  6. Wenn Sie heute ihren ersten Schwarm treffen, was geht Ihnen als erstes durch den Kopf?
    Du møter din første kjæreste ved en tilfeldighet: hva er din første tanke?
    If you meet your first love today, what is your first thought?
  7. Ist es ok, im Vorstellungsgespräch die Kinder zu verschweigen (vorausgesetzt, man wird nicht direkt danach gefragt)?
    Er det greit å fortie at man har barn i en jobb interview (hvis man ikke blir spurt direkte)?
    Is it ok not to mention that you have kids in a job interview (if you are not asked specifically)?
  8. Wenn sie eins der folgenden Dinge opfern müssten, was wäre es? Ihr Blog, Ihr Handy, alle Bücher in Ihrem Haushalt, alle Musik in Ihrem Haushalt?
    Hvis du måtte offre en av de følgende ting, hva ville du velge? Din blog, din mobiltelefon, alle bøker i huset ditt, all musik i huset ditt?
    If you had to sacrifice one of the following things, which would you choose? Your blog, your mobile phone, all of your books, all of your music?
  9. Kaffee oder Wein?
    Kaffe eller vin?
    Coffee or wine?
  10. Wenn Sie einen kinderfreien Tag hätten (mit oder ohne Partner), was würden Sie machen?
    Hvis du hadde en barnefri dag (med eller uten partner), hva ville du gjøre?
    If you had one day without kids (with or without your partner), what would you do?
  11. Sie fahren in den Urlaub: was ist das letzte, was Sie denken, bevor Sie die Haustür hinter sich schließen?
    Du drar på ferie: hva er din siste tanke før du lukker døren bak deg?
    You are going on vacation: what is your last thought before you lock the door?

Puuuhhhh, is auch irgendwie schon spät jetzt, aber hier noch die Regeln:
Her er reglene for Liebster Award:
Here are the rules for the Liebster Award:

  1. Danke dem Blogger, der dich nominiert hat
    Takk bloggeren som har nominert deg
    Thank the blogger who has nominated you
  2. Verlinke den Blogger, der dich nominiert hat
    Lenk til bloggeren som har nominert deg
    Link to the blogger who has nominated you
  3. Füge einen der Liebster-Blog-Award Buttons in deinen Post ein
    Lim inn Liebster-Award bildet
    Paste the Liebster Award into your blog post
  4. Beantworte die dir gestellten Fragen
    Svar på spørsmålene
    Answer the questions
  5. Erstelle 11 neue Fragen für die Blogger, die du nominierst
    Tenk ut 11 nye spørsmål til bloggerne du vil nominere
    Make up 11 new questions for the bloggers you want to nominate
  6. Nominiere 5-11 Blogs
    Nominer 5-11 blogs
    Nominate 5-11 blogs
  7. Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass du sie nominiert hast
    und verlinke von dort aus auf deinen eigenen Liebster Award Artikel
    Skriv en kommentar til de bloggere du vil nominere og lenk til din egen Liebster Award- artikel
    Write a comment to the bloggers you wish to nominate and link to your own Liebster Award post

Wooha, thats it.
Viel Spaß beim Beantworten 😛

Tag 80

Ich habe heute fast anderthalb Stunden auf dem Fußboden eines Autohauses gesessen. Es mussten nämlich unsere Reifen gewechselt werden und das war so ein Angebotstag mit „Herbstcheck“. Ich war fünf Minuten vor Beginn da und bekam keinen Sitzplatz mehr und auch trotz mitgeführtem Baby keinen angeboten. Nicht so schlimm eigentlich, ich sitze gerne auf dem Boden, aber dann:

Dann hat der Spaß halt auch einfach mal ewig gedauert, und am Ende bekam ich einen Kostenvoranschlag über Bremsscheiben + -Klötze hinten erneuern, Wartung, Ölwechsel und irgendwas das „PKK bensin“ heißt, das alles sei total dringend nötig, besser gestern als heute und soll 7000 NOK kosten (also ca. 750 €). Meine Laune danach können Sie sich sicher vorstellen.


Das Baby ist jetzt vollständig registriert und hält sich legal in Norwegen auf. Ist das nicht schön?

2015-10-28 16.13.49

Das ging überraschend fix. Montag fast alle Unterlagen hingebracht, Dienstag die restlichen Unterlagen nachgereicht (außerdem musste Herr Rabe auch noch mal seine Fresse da zeigen), Mittwoch Zettel im Briefkasten. Effizient sind sie ja, die Norweger.


Ich fliege im November nach Oslo! Ich und das Baby besuchen meine Freundin A., das wird sicher ganz toll und ich freu mich schon total! 🙂 Das Wichtigste was ich für die Reise brauche hab ich deshalb gestern auch schon mal gekauft.

2015-10-28 16.15.12

Die gute Zahncreme in Mini-Ausführung. Man gewöhnt sich übrigens tatsächlich ans nicht ausspucken und diese Zahnpasta ist so viel besser als alle Zahnpasta, die ich bisher hatte, es ist ein Träumchen sag ich Ihnen.

Tag 79 – Muh!

Der Tag ging so:
„Maaaamaaaaa! Klo! Trinken! Klooooooo!“ – da war es viertel vor sieben und das Baby war graaaade so fertig mit trinken, aber wenns aus dem Kinderzimmer Klooooo ruft, dann springt man. Egal.
In den Kindergarten gebracht, dabei versucht dieses Kooperationsdings besser hinzubekommen, ging ganz gut. Zu Hause Frühstück und Baby besaßen, nebenher Bankkram. Dann zur Uni gefahren, was mit der Arbeitsgruppe gegessen, dann Statistikkurs. Vorm Statistikkurs war das Baby voll nöckelig und wach, also noch 15 extra Minuten herumgewandert bis Baby eingeschlafen war. Dann in die Apotheke, Muttermilcheinfrierbeutel kaufen, die sind hier aus purem Gold mit Diamantenbesatz muss man wissen (und das entsprechende Kleingeld mitbringen). Zu Hause dann die Milchpumpe reaktiviert. Ich. Hasse. Dieses. Ding. Ich hab so eine kleine manuelle, aber ich komm mir trotzdem vor wie eine Kuh, die gemolken wird, oder eher sich selber melkt, was es nicht weniger absurd macht. So richtig angenehm ist das Saugen der Pumpe auch nicht, eher so mechanisch halt. Und man wird auch nicht dabei angeguckt und angelächelt und niemand streichelt einem mit dem ganzen Arm über die Brust. Aber was tut Frau nicht alles. Ich habe nämlich das dumpfe Gefühl (und gewisse Anzeichen), dass ich meine Tage bekomme. Und da fiel mir heute morgen siedend heiß ein, dass das ja normalerweise mit Migräne einhergeht. Das heißt, ich sollte darauf vorbereitet sein, stillunfreundliche Medikamente nehmen zu müssen. Also so zwei, drei Mahlzeiten sollten dann eingefroren bereit liegen. Also Pumpen. Grmpf.
Dann haben wir beim großen schwedischen Möbelhaus zu Abend gegessen und eine neue Pfanne gekauft, Herr Rabe ist da nämlich gestern so ein Malheur passiert (was mir exakt so auch hätte passieren können, und ich habs noch schlimmer gemacht weil ich noch gedacht hab, was raucht denn da so und wieso riecht das hier so komisch aber dann hab ich das direkt wieder vergessen und nix gesagt. Ha. Stilldemenz.). Jetzt haben wir eine neue Pfanne, drölfzig neue LED-Glühbirnen und eine Box für die lose herumfliegenden Handschuhe im Flur.

Tag 78 – Budussy

Ich bin furchtbar müde, dabei hab ich den ganzen Tag nix gemacht. Also fast nix. Das liegt am Baby: Es hat sich gestern das erste mal herumgedreht (Ja! Es hat es endlich geschafft! „Endlich“ – mit 3 Monaten und 5 Tagen. Ich bin ganz stolz und gerührt und auch ein bisschen wehmütig.) aber den Rest des Tages war es davon so überwältigt, dass es super viel geschlafen hat. Heute morgen hat es dann wieder schwerst gearbeitet an der Drehung, gestern hatte es nur eine Plastikwindel an und heute mit Stoffwindel waren natürlich erschwerte Bedingungen gegeben. Ich hab dem Baby dann geholfen und es auf den Bauch gedreht, aber damit ist es jetzt nicht mehr zufrieden, jetzt soll es gefälligst sofort auch vorwärts gehen.
Kurzer Exkurs in die Babyzeit des Kindes: Als das Kind sich damals (mit viereinhalb Monaten, ich hab das extra nachgeguckt gestern) auf den Bauch drehen konnte, war es damit erstmal eine Weile zufrieden. Also so in etwa einen Monat konnte man es gut mit irgendeinem rasselnden/knisternden/klingelnden Dings beschäftigen, das man ihm in Bauchlage in die Hand drückte. Erst dann fing es an, ihm langsam langweilig zu werden und es fing an zu robben, es hatte da eine sehr interessante Technik die aussah wie eine Robbe (tadaa). Sitzen konnte es von selber mit ca. 8 Monaten, krabbeln ca. einen Monat später. Nach jeder neu gelernten Sache gab es eine Phase des Ausbaus der Fähigkeit, bis dann das nächste dran war.
Nicht so beim Baby. Es will alles und das auch bitte gleichzeitig. Kaum schafft es sich seine Hände in den Mund zu stecken, versucht es sich meine Hände in den Mund zu stecken. Alles was mit den kleinen Ärmchen herangerafft werden kann, wird Richtung Gesicht und weit geöffneten Mund gezogen. Wenn es meine Hände ansieht, kann man quasi sehen, wie sich die Synapsen in seinem Gehirn verknüpfen, so aufmerksam ist es dabei. Und dann kommen auch schon seine Hände und greifen (!) nach meinen Fingern. Ja, Greifen wird natürlich auch schon geübt, etwas festhalten, was man ihm gegeben hat oder das es zufällig in die Hände bekommen hat klappt schon ganz gut, jetzt wird direkt zugepackt. Also versucht, zuzupacken. Denn das klappt natürlich genauso wenig wie das vorwärts bewegen in Bauchlage, aber davon will das Baby nichts wissen. Und da die Frustrationstoleranz bei Babys nicht allzu großzügig bemessen ist, sind unsere Tage momentan von Gemecker geprägt (nicht echtes Geschrei, nur so eine Dauerunzufriedenheit), gefolgt von Fressattacken und langen Schlafepisoden. Dass das alles zusammenhängt ist mir auch klar, aber das schlaucht halt auch mich ganz schön. Und teilweise komme ich dann eben auch zu gar nix, so wie heute. Nach der morgendlichen Plackerei musste das Baby mich dann nämlich erstmal aussaugen, um dann zu schlafen (auf mir drauf, ohne Chance es abzulegen), um dann nochmal ausgiebig zu speisen, und dann wieder einzuschlafen. Ich habe derweil 8 Folgen „Girls“ gesehen. Damit habe ich alleine heute mehr Sex gesehen, als ich in den letzten drei Monaten… ach lassen wir das. (Und ein neues Wort gelernt, siehe Titel.)


Herrn Rabes Firma ist heute in ein anderes Gebäude umgezogen. Deshalb wars auf der Arbeit etwas chaotisch und nicht so schlimm, dass er in seiner Mittagspause zur Polizei musste, um Unterlagen zur Registrierung des Babys nachzureichen. Dabei bemerkte er dann auch, dass er noch den Kindergartenrucksack des Kindes in seinem Rucksack hatte. Da dieser Fauxpas aber tatsächlich eine absolute Ausnahme war, weil Herr Rabe nämlich alles andere als ein Idiot Dad ist, fände ich es ja total gut, wenn er was zum #noIdiotDad vom Nuf schreiben würde. Nur mal so.


Festgelesen beim Gewünschtesten Wunschkind über (Klein-)Kinder und Kooperation. Ist hier ja auch so ne Baustelle (wo nicht?). Sehr gute Artikelserie zum Thema, Leseempfehlung für alle Babyeltern. Am besten ist es nämlich, wenn man die frühkindliche Kooperationsbereitschaft nicht erst versehentlich abgewöhnt, das ist einleuchtend, aber im Falle des Kindes wohl zu spät :/ .

Tag 77 – Ikke lov! *kann Spuren von mütterlicher Gefühlsduselei enthalten*

Mein liebes großes Kind,
Ich weiß, du glaubst ich seh das nicht, aber ich weiß genau, wie lieb du das Baby hast. Mir platzt jedes Mal fast das Herz wenn du angerannt kommst und aufgeregt rufst „Baby wach ewort!“ oder „Oh Nein! Baby weint!“, als hätte ich das nicht schon selbst mitbekommen. Wenn wir uns morgens anziehen, um zum Kindergarten zu gehen, fragst du ständig, ob auch das Baby mitkommt. Das Baby muss natürlich auch Mütze, Jacke und Handschuhe anziehen, so wie du. Wenn wir zum Tanzen gehen, soll auch das Baby ein Kleid anziehen, damit es gut mittanzen kann. Deine Kindergartenkumpels dürfen das Baby noch nicht mal ansehen, geschweige denn streicheln. Das Baby soll mit dir zusammen baden. Wenn du spielst, fahren deine Autos auch über das Baby und wenn das Baby unter seinem Spieltrapez liegt, stupst du das Bärchen an, damit es klingelt. Du erklärst dem Baby, dass es Sachen nicht in den Mund nehmen darf oder nicht hauen darf oder mich nicht beim Stillen beißen darf. Dass es nicht an seinen Fingern lutschen soll. Alles was du nicht darfst wird beim Baby von dir mit einem empörten „Ikke lov!“ kommentiert, „Nicht erlaubt!“. So gibst du dein Wissen weiter. Und wenn du denkst, ich sehe nicht hin, nimmst du manchmal seine kleine Hand in deine etwas größere. Oder streichst ganz vorsichtig mit zwei Fingern über die weichen Babyhaare. Da wird mir immer ganz warm ums Herz und ich bin unheimlich stolz, ein so unfassbar tolles und liebevolles und empathisches Kind zu haben.

Heute hast du das Baby, das meckerte, weil es sich auf den Bauch drehen wollte und nicht weiterkam, einfach herumgedreht. Unendliche Dankbarkeit sprach aus dem Blick des Babys. Überhaupt bist du für das Baby das Allergrößte. Wenn du da bist, kann es seinen Blick kaum von dir losreißen. Wenn du weinst, weint es mit. Ich bin sicher, es hat dich genauso lieb, wie du es.

Sicher werden auch noch andere Phasen kommen. Ihr werdet euch streiten, wie es nur Geschwister können. Und dann werdet ihr euch vertragen, wie es auch nur Geschwister können. Und das ganze mehrmals täglich. Aber diese besondere Beziehung zwischen euch, die bleibt. Ob ihr es wollt oder nicht.

❤ Deine Mama (die einen kleinen Bruder hat, den du nicht kennst)

Tag 76 – WiB 24./25. Oktober

So, dieses Wochenende hab ich mal wieder viele Fotos gemacht. Also hier, unser unspektakuläres Wochenende in Bildern. Was das Wochenende in Bildern ist und viele viele mehr davon finden Sie wie immer bei Geborgen wachsen.

Frühstück. Ahhhh, mein Brötchen ist heiß! (Ach. wer hätte das gedacht, so frisch aus dem Ofen.)

Frühstück. Ahhhh, mein Brötchen ist heiß! (Ach. wer hätte das gedacht, so frisch aus dem Ofen.)

Direkt nach dem Frühstück erstmal ein Brot in den Ofen. Zum ersten mal lange, kalte Gare.

Direkt nach dem Frühstück erstmal ein Brot in den Ofen. Zum ersten mal lange, kalte Gare.

Herr Rabe ist hier der Kinderfrisör. Ich hab das auch mal probiert. Ein mal. Das Kind wird derweil mit

Herr Rabe ist hier der Kinderfrisör. Ich hab das auch mal probiert. Ein mal. Das Kind wird derweil mit „Planes“ sediert hypnotisiert.

Das Brot ist fertig.

Das Brot ist fertig.

Abends angeschnitten: Sieht super aus. Riecht super. Schmeckt super. Leider ist der Teig eine Pest. Wers trotzdem mal probieren will: .

Abends angeschnitten: Sieht super aus. Riecht super. Schmeckt super. Leider ist der Teig eine Pest. Wers trotzdem mal probieren will: Rezept.

Herr Rabe schnippelt Äpfel fürs Apfelmus. Die guten norwegischen. Sind ordentlich sauer, ich finde sie köstlich. Das Kind auch. Klaut dauernd Äpfel aus dem Topf.

Herr Rabe schnippelt Äpfel fürs Apfelmus. Die guten norwegischen. Sind ordentlich sauer, ich finde sie köstlich. Das Kind auch. Klaut dauernd Äpfel aus dem Topf. Ich trage in der Zwischenzeit das Nöckelbaby herum.

Gut, dass ich noch ein Brot gebacken hab, das hier ist ja eher so ein Brotlein. Aber köstlich. () Die eine Hälfte ist nach

Gut, dass ich noch ein Brot gebacken hab, das hier ist ja eher so ein Brotlein. Aber köstlich. (Kürbiskernvollkornbrot) Die eine Hälfte ist nach „Einmal Käsebrot für alle, die Zähne haben“ dann auch alle.

2015-10-24 14.22.23

Ausflug zum tollen Spielplatz mit der Seilbahn. Und der Feuerwehrstange. Und der Spiralrutsche. Und man muss mit dem Bus hinfahren. Ein perfekter Ausflug, hätten wir nicht die Äpfel zu Hause vergessen.

Ausflug zum tollen Spielplatz mit der Seilbahn. Und der Feuerwehrstange. Und der Spiralrutsche. Und man muss mit dem Bus hinfahren. Ein perfekter Ausflug, hätten wir nicht die Äpfel zu Hause vergessen.

Wegen der vergessenen Äpfel musste Herr Rabe dann Brötchen vom Kind erwerben. Und Kaffee.

Wegen der vergessenen Äpfel musste Herr Rabe dann Brötchen vom Kind erwerben. Und Kaffee.

Herr Rabe kocht, das Kind puzzelt, ich lege Wäsche zusammen, das Baby arbeitet.

Herr Rabe kocht, das Kind puzzelt, ich lege Wäsche zusammen, das Baby arbeitet.

Seelenessen für Kackwettertage: Milchreis mit Apfelmus. Mjamjamjamjamjamjamjam.

Seelenessen für Kackwettertage: Milchreis mit Apfelmus. Mjamjamjamjamjamjamjam.

Kind im Bett, der Rest der Familie schaut endlich den Tatort von letzter Woche. Es sind sogar Kerzen an. Hachz.

Kind im Bett, der Rest der Familie schaut endlich den Tatort von letzter Woche. Es sind sogar Kerzen an. Hachz.

Sonntagmorgenfrühstück mit gieriger Kinderhand.

Sonntagmorgenfrühstück mit gieriger Kinderhand.

Danach erstmal Zug bauen. Mit Weichen (gabs zum Geburtstag von Tante H.) kann man Papa echt fancy shit aufbauen.

Danach erstmal Zug bauen. Mit Weichen (gabs zum Geburtstag von Tante H.) kann man Papa echt fancy shit aufbauen.

Zum See mit der Bimmelbahn fahren. Durch den Regen, aber trotzdem voller Begeisterung, weil Bimmelbahn. Das Kind liebt ÖPNV.

Zum See mit der Bimmelbahn fahren. Durch den Regen, aber trotzdem voller Begeisterung, weil Bimmelbahn. Das Kind liebt ÖPNV.

Spaziergang um den See. Der Regen hat dann doch noch aufgehört. Es riecht nach nassem Wald und Herbst.

Spaziergang um den See. Der Regen hat dann doch noch aufgehört. Es riecht nach nassem Wald und Herbst.

Baby ist versteckt und verschläft den Ausflug quasi komplett (und nicht an mir dran. Ich frohlocke.)

Baby ist versteckt und verschläft den Ausflug quasi komplett (und nicht an mir dran. Ich frohlocke.)

Sachen ins Wasser schmeißen verliert für dreijährige nie an Reiz. Vor allem nicht auf Brücken, wo man auf der anderen Seite gucken kann, wie sie wieder auftauchen.

Sachen ins Wasser schmeißen verliert für Dreijährige nie an Reiz. Vor allem nicht auf Brücken, wo man auf der anderen Seite gucken kann, wie sie wieder auftauchen.

Oh pornöse norwegische Natur.

Oh pornöse norwegische Natur.

Auf dem Rückweg. Der Kaffee von 7-Eleven ist echt gut und ich bin auch nur ein bisschen Kaffeesüchtig.

Auf dem Rückweg. Der Kaffee von 7-Eleven ist echt gut und ich bin auch nur ein bisschen Kaffeesüchtig.

Das Kind ist total erledigt und guckt Maus. In einer Kiste sitzend.

Das Kind ist total erledigt und guckt Maus. In einer Kiste sitzend.

Bisher vergessen: Uhren umstellen. Baby in Trage pennt vor sich hin.

Bisher vergessen: Uhren umstellen. Baby in Trage pennt vor sich hin.

Aufräumen und Putzen. Ich sinniere darüber, ob die Welt wohl ein besserer Ort wäre, wenn alle nur noch mit Luftballons, die überm Staubsauger schweben, saugen würden. Also alle, auch kinderlose Singles. Vor allem die, eigentlich.

Aufräumen und Putzen. Ich sinniere darüber, ob die Welt wohl ein besserer Ort wäre, wenn alle nur noch mit Luftballons, die überm Staubsauger schweben, saugen würden. Also alle, auch kinderlose Singles. Vor allem die, eigentlich.

Serviervorschlag Mutter und Serviervorschlag Kind. Wir feiern nochmal Geburtstag, hat das Kind beim Aufräumen beschlossen.

Serviervorschlag Eltern vs. Serviervorschlag Kind. Wir feiern nochmal Geburtstag, hat das Kind beim Aufräumen beschlossen.