Tag 3949 – 3951 – Kulturblog.

Montag habe ich aus Gründen insgesamt drei Stunden Geige gespielt. Mir tun davon immer noch die Finger ein bisschen weh. Aber sonst war das sehr schön.

Heute sind wir um viertel nach zwölf noch im Zug, Herr Rabe und ich, weil wir bei den Foo Fighters waren. Das war super. Aber ich bin auch hundemüde und meine Füße tun weh und ich will morgen nicht arbeiten und schon mal gar nicht externe Meetings haben müssen, bitte.

Foo Fighters live, da kriegt man was fürs Geld, drei Stunden Konzert halten manche ja heutzutage gar nicht mehr durch (Bands und Publikum). Und immer schön, dass die so viel Spaß am Live spielen haben. HACH!

Tag 3945 und 3946 – Mehr Kultur!

Also, gestern war ja erst mal noch Inspektion, aber selbst die war irgendwann vorbei. Statt ganz nach Hause zu fahren (mit dem Auto, denn damit war ich schließlich auch da) bin ich dann nur von Oslo (Ost) zum Bahnhof in Eidsvoll gefahren, habe mich in den Zug gesetzt und bin zurück nach Oslo (West) gefahren. Und bin mal wieder auf so ein Hauskonzert gegangen, wie schon mal im Frühjahr. Es war dieses Mal was ganz anderes, nämlich ein Bossa Nova Trio, aber es war wieder total schön. Ich bin echt begeistert, was mein Geigenlehrer da ins Leben gerufen hat, und bezahle auch freiwillig den Sponsor-Preis, damit mehr bei den Musiker*innen und vielleicht auch irgendwann mal was bei ihm hängen bleibt. Zur Zeit steckt er die ganze Arbeit gratis da rein.

Das war im Übrigen eine Gegend in Oslo, in der ich noch nicht so richtig bewusst mal war, und ich möchte jetzt diesen ganzen „Moderne Architektur ist IMMER des Teufels, besonders Häuser, die über 3 Etagen hinaus gehen!!!“-Leuten hier im Ort ans Herz legen, mal in der Harbitzalléen vorbeizuschauen. Es ist einfach richtig schön da. Trotz, sagen wir mal, platzmäßig effizientem Wohnungsbau. Kopenhagen ist auch in weiten Teilen ein positives Beispiel.

Es wurde sogar getanzt!

Heute hingegen war Kontrastprogramm, denn die dritte Gardekompanie war in Eidsvoll. Das ist ja die königliche Militär-Musik- und Drillgruppe und allesamt Wehrdienstleistende (also 18-20-Jährige) aber richtig, richtig gut.

Ich kann leider keine Videos hochladen, wegen Speicherplatzproblemen, aber es war toll. Und „unser“ Korps konnte als einziger ne Wendung machen UND vernünftig in der Reihe stehen. Also außer der Garde natürlich, die können das richtig krass gut. Aber ich bin wirklich stolz auf unseren Schulkorps. Die machen das schon echt gut und werden immer besser.

Tag 3921 – 3923 – Vielen Dank!

… für den ungefragten Tipp, zur Show von Alok zu gehen. Wir hatten einen sehr schönen Abend. Wir haben gelacht, viel, und am Ende habe ich ein Tränchen oder zwei verdrückt. Jetzt bin ich ein bisschen nachdenklich. Ich hab nicht so viele Worte dafür, das muss man sich schon selbst angucken. Hier der Link: https://alokvmenon.com

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Bei der Arbeit sind alle so bekloppt, dass ich wirklich grad Lust habe, alles hinzuwerfen. Wirklich. Vielleicht ist es auch nur die Gemütslage. Aber wie eine Organisation gleichzeitig ständig KI schreien kann und wir müssen ganz ganz viel mit KI machen und GLEICHZEITIG bei einem konkreten, vorliegenden Case, wo ÖFFENTLICH ZUGÄNGLICHE DOKUMENTE VERGLICHEN WERDEN SOLLEN, sagt, dafür könne man keine (Bezahlversion-)KI genehmigen, das ist mir vollkommen schleierhaft. Und wie jemand, der noch nicht mal verstanden hat, dass man dafür nicht viel mehr als nen effing Browser braucht, DEN MAN EH HAT, eine „KI-Inspektorin“ einstellen konnte, auch. SPEZIELL nachdem yours truly ja drülf mal gesagt hatte, dass sie gerne auf Computerdinge im weiteren Sinne spezialisiert werden will. Das werde ich auch einfach nie vergessen und schon gar nicht vergeben.

Das erreicht nicht mal mehr ein „stets bemüht“. Das ist alles einfach glatt durchgefallen.

Tag 3893 – 3895 – Nicht schlau aber geil.

Ich bin im Inspektionstunnel und muss außerdem übermäßig viel sozialisieren, das ist echt… naja anstrengend. Aber heute wurde das von zwei Stunden (plus ein bisschen) Quatsch für Erwachsene unterbrochen. Und ich werde dann bis morgen nicht so super viel schlafen, aber das war es wert.

Dita von Teese und Tourcrew

Das war so berauschend und toll, dass ich fast keine Worte hab. Vielleicht bin ich morgen zu allem Überfluss auch heiser. Mir egal.

Ein Mann hat in Spitzenschuhen Poledance gemacht und sich dabei das eh schon nicht üppige Kostüm ausgezogen. Ein anderer Mann hat Bauchtanz gemacht. Die weiblichen Acts waren auch alle exquisit, und für Dita von Teese selbst, die in einem überdimensionierten Martiniglas plantscht, würde ich auch die Nacht durchmachen, wenn ich müsste.

Tag 3866 – Kultur (oder so).

Heute habe ich meine Macht als Lead Inspector ausgenutzt und dafür gesorgt, um viertel vor sieben beim Hersteller raus zu sein. Von da bin ich dann zur Philharmonie gegondelt und habe mir die Twoset Violin World Tour 2026 angeguckt. Das war sehr schön, wenn auch sehr teuer, aber auf jeden Fall zu empfehlen. Jedenfalls wenn man klassische Musik und Memes und Quatsch mag, und gerne mal zwei wirklich solide Violinisten Hoola-Hoopend Bach spielen hören will.

Für mich war es jedenfalls nach einem laaaaangen und anstrengenden Inspektionstag genau das richtige. Ich mag die zwei (Und Sophie Oui Oui) wirklich gern.

Hach.

Tag 3853 – 3855 – Ewig müde.

Wir gehen hier alle zu spät ins Bett. Das ist nicht so gut. Unter der Woche klingelt der Wecker ja trotzdem (der Arsch!).

Ich melde mich deshalb hier auch nur kurz. Heute war ich auf einem „Hauskonzert“, das ist eine Konzertreihe, die mein Geigenlehrer betreibt und die in den Wohnungen von Leuten stattfindet, die sich dazu bereit erklären. Ich kannte dort außer meinem Lehrer niemanden, und wusste nichts über das Konzert, außer dass es Violine und Piano sein würde. Und es war sehr schön. Auch sehr Osloer-Hipster-Treffen und ein definitives Übergewicht an ehemaligen und aktiven Musikern. Gut, da fühle ich mich jetzt nicht so ganz richtig am Platz, aber die Leute sind trotzdem nett gewesen. Das Repertoire der zwei Musikerinnen war sehr divers und handelte so grob vom Thema „Nacht“. Da war von Bach bis zu einem freakigen neoklassizistischen Stück, das von einer Verfolgungsjagd durch Athen handelte, alles dabei. Und meine Güte, waren die gut.

Alles in allem hat sich das sehr gelohnt. Hach.

Tag 3842 – Hachz!

Herr Rabe und Pippi sind wieder da! Das ist sehr schön. Schon allein, weil ich sonst heute alleine auf ein Konzert hätte gehen müssen und das ohne Herrn Rabe bestimmt nicht so schön geworden wäre. Wir waren nämlich bei Biffy Clyro, den schottischen Königen des epischen Rocks und der Sad-Troubled-Boy-Liebeslieder. Und der abgefahrenen, eigentlich unspielbaren Rhythmen. Also, nicht so „schlimm“ wie z.B. Tool, aber schon rhythmisch oft eher anspruchsvoll, jedenfalls abseits der Radio-Hits. Und das war so schön alles, hach. Ich wusste vorher nicht, dass die zwei Violinistinnen mit auf Tour haben, und ebenfalls nicht, dass der Bassist wegen Krankheit auf der Tour durch eine Bassistin vertreten wird. Mehr Frauen auf der Bühne ist nie schlecht. There, I said it. Ich glaube, die Musik ist auch eh ein bisschen „Frauen-Rock“, wobei das Publikum sehr ausgewogen war. Hauptsächlich irgendwie Leute um die 40 und aufwärts, nicht so wie wir, ähm, wir sind ja jung und fresh. Nicht wahr.

Versehentlich den zweiten Gitarristen abgeschnitten, sorry. Stellen Sie sich einfach einen semi-coolen Englischlehrer Anfang 50 vor. Mit Gitarre.

Bei Many of Horror musste ich ein Tränchen verdrücken. So schön war das. Man sollte mehr E-Geigen-Rockmusik hören.

Jetzt, im Bett, merke ich allerdings die schlappen Beine und schlappes alles und die Müdigkeit. Aber das war es allemal wert.

Tag 3630 und 3631 – Von Getränken.

Ich sollte echt, wirklich ganz im Ernst, keinen Champagner trinken. Spätestens am nächsten Morgen bereue ich das. Heute zum Beispiel, weil wir gestern mit der Schwägerin auf das neue Haus angestoßen haben. Das war nett, aber mein Kopf heute morgen war nicht so nett.

Heute habe ich dafür auch nur Cola getrunken – aber spät. Auch das ist nicht so schlau (für mich), weil ich jetzt wach bin.

Der Grund, warum ich spät abends noch Cola trank, war, dass Herr Rabe mit seiner Band im lokalen Pub (der, der bei Hans voller Wasser gelaufen ist) ein Konzert gespielt hat. Ich musste danach noch fahren, nämlich Michel von seinem besten Freund abholen und die Schwägerin nach Hause bringen (ich wäre gelaufen, aber dann wäre nichts von den beiden Dingen möglich gewesen). Das Konzert war bombe, wirklich guter Sound und gut besucht (für ein wenig beworbenes Pub-Konzert). Wesentlich mehr Leute hätten in den Pub nicht rein gepasst. Ich glaube, auch der Getränkeumsatz war durchaus anständig, win-win also für die Band und die Pubbetreiberinnen.

Hier ein paar Bilder.

Tag 3623 – Unterbrechung.

Heute haben wir ausgeschlafen. Also ich zumindest. Herr Rabe musste ein bisschen arbeiten. Aber Pippi hat beim Mini Dance Camp übernachtet und deshalb musste niemand heute früh raus um sie zu wecken und aus dem Haus zu bekommen. Hurra!

Nachmittags waren wir alle bei der Vorstellung, die es beim Mini Dance Camp immer als Abschluss der Woche gibt. Das war sehr schön, es ist wirklich beeindruckend, was die innerhalb einer Woche so auf die Beine gestellt bekommen. Unsere erwachsenen Beine und Rücken fanden auch gut, mal nicht den halben Tag auf dem Festivalgelände zu stehen. Aber, apropos Rücken: das ging erstaunlich gut, wie vermutet half Bewegung und inzwischen tut es kaum noch weh. Mittwoch war ich noch recht unelegant, wenn ich mich mal auf den Boden setzen wollte. Aber jetzt tun mir die Füße und Knie viel mehr weh geht es wieder alles fast normal. Zurück zu Pippi: das war eine schöne Vorstellung und es ist wirklich schön, dass sie so einen Spaß am Tanzen und am Zusammensein mit den anderen Kindern hat.

Wir waren dann dementsprechend heute erst spät auf dem Festival. Wir haben sicher auch einiges verpasst heute, aber was soll’s, wie gesagt, wir sind auch nicht mehr 20. Da niemand von uns großes Interesse an ultra darkem Gehämmer-Metal hatte, ließ ich mir kurzerhand die Ohren ausspritzen.

Es gab nämlich da einen Hörgeräteakustiker, der ein Angebot hatte. Ich kriege dann, wenn wir aus dem Urlaub wieder da sind, „richtigen“ Gehörschutz, angepasst auf meine (scheinbar sehr kleinen und sehr gewundenen) Gehörgänge. Und auch gleich welchen zum Schlafen, dann bin ich da weg von sicher nicht so umweltfreundlichen Silikon-Wegwerfprodukten.

Als heute tatsächlich einzige Band schauten wir uns Kaizer‘s Orchestra an, eine Band, die im Vorfeld für Aufregung gesorgt hatte, weil die ganzen Metalheads EMPÖRT waren, dass eine so un-metalige Band Headliner dort sein darf. Ich kannte die nicht (dachte ich. Mir fiel dann ein, dass ich die glaube ich sogar mal live gesehen habe, 2008 in Stockholm.) und es ist halt tatsächlich kein Metal. Es ist aber auch nicht wie irgendwas anderes. Es ist sehr eigen. Insofern war es eine nette Abwechslung und eine Pause vom Gehämmer. Stimmung haben die auch gemacht und die Musik ist durchaus gut, aber halt mit nichts so richtig zu vergleichen. Außer uns waren aber auch Ultrafans da, das macht natürlich die Stimmung auch gut. Insgesamt mein Eindruck: kann man durchaus mal anhören, aber ich glaube, die Band hasst oder liebt man, mit nichts dazwischen.

Jetzt Bett. Die müden Beine ausruhen.

Tag 3622 – 2.

2. male sind ja manchmal heilend. Geburten. Green Day-Konzerte. So als Beispiel.

Ganz damals, als American Idiot komplett durch die Decke gegangen war (for the record: ich hatte auch vorher schon Green Day gehört, das hat nämlich mein Cousin mal angeschleppt, noch mehr damals), war ich mal auf einem Green Day Konzert. In Düsseldorf, glaube ich. Das war ziemlich teurer Eintritt und dann war es doof. Die haben lustlos das Album runtergerattert und das war’s. Eine wirklich große Enttäuschung.

Aber ja lange her und man kann dem ja, vor allem auf einem Festival, eine neue Chance geben.

Und es war SUPER. Ein Fest von vorne bis hinten.

Wie man sieht, war es auch voller als gestern und wir nicht so nah an der Bühne. War trotzdem super.

Im Gegensatz zu damals merkte man denen richtig an, dass sie da einen Mega Spaß dran hatten.

Was Muse gestern nicht geschafft hat, schaffte „Good riddance“, der Rausschmeißer, kombiniert mit Feuerwerk (was ja niemand wirklich braucht und Alternativen wären besser gewesen, aber schön anzusehen ist es), wo mir ein paar Tränen die Wange runterkullerten. So emotional war das alles.

(Wie Michel, während wir die noch lebenden Reste der Sex Pistols anschauten, beim Rasen mähen bei der Babysitterfamilie von irgendwas fies in den Fuß gebissen oder gestochen wurde und wir alle erst dachten „KREUZOTTER!“ und dass das Superleichtgewichtkind jetzt mindestens stirbt, erzähle ich bei passender Gelegenheit.)