Tag 469 – Was ich gestern eigentlich schreiben wollte. 

Eigentlich, aber dann war ich ja zu traurig, wollte ich gestern mal wieder ein paar mehr Bilder zeigen. Dann machte ich aber auch wieder nur welche von doofen Motiven. Tjanun. Ich will sie Ihnen trotzdem nicht vorenthalten. Ein paar von den Kindern sind ja auch dabei. 

Gehört eigentlich noch zum Samstag: ich habe Michels Marienkäferumhang genäht. Jetzt ist er ein richtiger König und Pippi ist eine Pränsässän. Sagt er.


Sonntagmorgenfrühstück mit Pancakes.

Die Austernpilze wachsen, allerdings nach oben raus. Soll mir recht sein. Inzwischen riechen sie auch richtig nach Pilzen.

Pippi will wieder in die Dusche.

Die Babysitterin hat die Kinder mit nach draußen genommen. Beide! Juhuuu! Ich nutze die Zeit und… mache Eis für Pippi. Hier: Mango-Banane-Apfelsaft. Danach löse ich drei der fünf Kramboxen auf und schmeiße rigoros zwei Tonnen Kinderkunst weg. Auch die Kastanien (schimmelig) und die gepressten Blätter (alle braun und unansehnlich) müssen dran glauben. Wenn schon in mir Chaos ist, dann will ich es wenigstens außen ordentlich haben.

Herr Rabe nutzt die Zeit und räumt den hinteren Flur um. Wegen Brandschutz wurden wir von der Nachbarin etwas unfreundlich darauf hingewiesen, dass da nichts stehen darf. Bis Dienstag solle das Zeug da weg. Ja. Da gehorcht man doch gern.

Herr Rabe und Michel bauen ein Pfefferkuchenhaus.

Das fertige Haus. Mit Fledermäusen unterm Dach und Elchkacke vom weißen Elch vor der Tür.


Sonntag Abend ist wie Samstag Abend: ich hocke im Labor rum. Bis das Medium warm ist, höre ich Radio und bastle an meinem Projekt.


So war unser Sonntag. Nicht im Bild: ich hab zwei neue Pilzeimer angesetzt. Wir werden demnächst die sein, denen alle aus dem Weg gehen, weil sie sonst Austernpilze oder -Kultur angedreht bekommen. Wie früher mit dem Hermann. Das wird schön. 

Tag 403 – Wochenende zu Ende. 

Heute gibt’s für Sie mal wieder ein paar Bilder von unserem Wochenende, zwar ohne Verlinkungen zu nix wegen ach, aber trotzdem hoffentlich irgendwie hilfreich um unser Wochenende zu colorieren. 

Michel und Schafe. Letzte Woche kauften wir bei IKEA diese Warnweste und seitdem legt er sie nicht mehr ab, mein kleiner Weirdo.


Gestern waren wir ja bei unserem Schaf-Freund P. zum Schafe angucken und Pilze suchen. Einen kleinen Teil der Schafherde (dieses Jahr alleine über 100 Lämmer, manche sind auch noch sehr klein weil die so spät im Sonmer geboren wurden) fanden wir auch und verfütterten eine Tüte trockenes Brot an die begeisterten Schafe. Michel hat inzwischen gar keine Berührungsangst mehr und fütterte begeistert. 

Ich durfte auch mal die Kraxe tragen. Uff. (Stellen Sie sich einen Wanderrucksack vor, der aber statt fest und kompackt mit einer 10 kg Unwucht beladen ist. Ein Spaß!)

Unser Freund und sein Sohn, davor Michel.


Der Sohn unserer Freunde (R.) war auch mit auf dem Ausflug. Fast drei Stunden wanderte er mit seinen zweieinhalb Jahren mit uns mit. Auch sehr praktisch: P. hat ihm beigebracht, Pilze für ihn aus dem Wald zu holen. Einfach drauf zeigen, schon wetzt er los. 

Als der Pilzkorb voll und wir wieder am Hof waren, musste R. erstmal Michel und Pippi das ganze Spielzeug zeigen. Die haben wirklich sehr viel Spielzeug. 

Wir immer so „blablabla, Massentierhaltung ist schlecht wegen blablablabla…“ Juckt das Kind offensichtlich nicht im Geringsten.

Pippi war total begeistert vom Traktor. Auch wenn sie noch nicht an die Pedale kommt.


Wir wurden dann noch spontan zum zum Essen bleiben überredet und blieben zu Hirsch (vom eigenen Land, inklusive Geschichte, wie er den von zwei Dänen bekam, die dämlich genug waren, am letzten Tag Urlaub noch einen Hirsch zu erlegen), selbst angebauten Kartoffeln, selbst gesammelten Pilzen und Rohkostteller, um den sich Michel und R. fast schlugen. Alles war sehr lecker, sogar der Hirsch, selbst Michel aß zwei Stücke Fleisch und einen Haufen Rohkost. Pippi haute sich die Pilze rein wie nix, die findet Pilze unheimlich gut inzwischen. Danach spielten die Kinder nochmal etwas, wir bliesen dann irgendwann aber doch zum Abflug und innerhalb von drei Minuten war Pippi, innerhalb 20 auch Michel eingeschlafen. Zu Hause bugsierten wir die zwei schlafend ins Bett und putzten dann die Pilze. Romantisch. 

Am Sonntag durfte ich „ausschlafen“. Das heißt, ich wurde erst zum Frühstück geweckt, um halb neun. Tjanun. Nach dem Frühstück wie immer Sonntags die Maus und dann Spielen. 

Gratis-Holz aus der Holzhandlung, aus dem wir irgendwann einen Lernturm bauen wollen. Solange dient es als Autobahn.

In der Zwischenzeit meldete sich M., die Mutter von Michels Freund H., ob wir Lust hätten zu etwas, das sich „Grill-Berg“ nennt, mitzukommen. Hatten wir, Soyawürstchen fanden sich auch noch, also los. Der Grillberg liegt ein (wirklich kleines) Stück im Wald, da sind Feuerstellen und vor allem Wald und Kletter- und Spielmöglichkeiten überall. Die Kinder waren alle in ihrem Element: Michel und H. rannten als Dinosauriermonstertigerpolizei wir auf Speed durch die Gegend, Pippi saß auf dem schwarzen Waldboden und schaufelte Erde mit den Händen von A nach B. 

Von denen hörte man die meiste Zeit nur „ROOOAAAARRRRR!!!“.

Tannennadeln von einer Seite des Baumstamms auf die andere schaffen. Wichtig.


Dann grillten wir unsere mitgebrachten Würstchen, ignorierten nach Kräften die anderen beiden Familien, die mittlerweile gekommen waren und erst ohne irgendwas zu sagen (Hallo oder so…) zu viel Holz auf unser Feuer kloppten und es dadurch fast kaputt kriegten und dann das am besten brennende Stück von unserem Feuer nahmen um ein eigenes Feuer in Gang zu bekommen und unser Feuer dadurch fast kaputt kriegten. Da hatte ich schon etwas Augenzucken. 

Was ich ja auch nicht verstehe: warum manche Leute ihre Kinder („Das ist nicht nett, Leute zu hauen!“) zum Entschuldigen zwingen. 

Anyways, auf dem Rückweg fanden wir wirklich total zufällig und unbeabsichtigt noch mehr Pilze (Kuh-Röhrlinge und Semmelstoppelpilze), Pippi schlief in der Kraxe nach 10 Sekunden ein und wir spazierten gemütlich zum Auto zurück. Zu Hause machte ich dann die Kuh-Röhrlinge zum trocknen fertig und briet dann alle anderen Pilze (also die von gestern und heute) nochmal gut durch, kochte kleine Kartoffeln, die Kinder badeten mit Herrn Rabe und alles war sehr friedlich, sogar beim Essen. 

So groß schon…


Leider dauerte es nach dem Abendessen ungefähr ewig, Pippi ins Bett zu bekommen. Irgendwann glückte es mir aber doch, erkennbar daran, dass Sie jetzt diesen Text lesen können.

Jetzt Bett, leider ist das Wochenende ja schon wieder vorbei. 

Tag 306 – Wochenende in #12von12 + x Bildern, Juni ’16

Wochenende und der 12. des Monats, machen wir doch einfach mal beides. Also Wochenende in Bildern und 12von12. Und obendrauf noch mehr Bilder. Wird sehr Bildreich heute hier alles, versprochen. Am Samstag machte Herr Rabe Bilder, am Sonntag ich. Herr Rabes Bilder sind viel besser, aber ich kann ja auch nicht alles können, ne?

#1von11 Der Pirat auf der Papierserviette hat ein Fernrohr und deswegen…

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Nach der Fernrohrbastelei und etwas Spielen mit Oma dann Ausflug zu diversen Läden und „Kreisringe“ essen. (Die sind aber auch lecker!)

Dem Musiker kann man per Handy Geld schicken. Verrückt, sowas…

#4von11 Das Baby braucht keine Schuhe. ☺️

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Dann fuhren wir wie der Blitz zu Freunden, In deren Garten Unmengen Rhabarber wachsen. Vor der Ernte mussten wir uns aber eine Vorstellung ansehen.

Übersetzung: „Wilkomen zur Fohrstelunk“

Die Vorstellung selbst war dann sehr… abstrakt, aber total süß, wie die Kinder (6,6 und 4) das vorbereitet haben. Mit Bewirtung!

#6von11 Rhabarber-Ernte

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Es wurde aber dann doch irgendwann noch Rhabarber geerntet. Michel half sehr tatkräftig.

„Kann man das essen, Mama?“ – „Ja, aber vielleicht…“ – „Schmeckt nicht.“

#7von11 Oma und Enkelin hauen erstmal ordentlich auf den Tisch

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Abends gingen wir Essen, mitsamt Kindern und Oma, in unser neues Lieblingsrestaurant. Ich meine, was will man denn mehr, als einen Kellner, der nochmal zum Tisch zurückkommt und fragt, ob das so richtig sei, dass man dem Kind nichts bestellt hat. (War es natürlich nicht, sondern er verhinderte damit eine Beinahe-Wo-ist-meine-Pizza-Katastrophe!) Und das Essen da ist einfach Schmack-o-fatz!

#8von11 Cantaloupe-Melone mit St. Kristina Schinken

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#9von11 Dreifach-Schokolade an Røros-Joghurteis

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Tja und dann eben so Haushalt, Fußball und so.

#11von11 Richtig dunkel ist anders. Ich geh jetzt trotzdem mal ins Bett.

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Heute ließen uns die Kinder wirklich lange schlafen, bis viertel nach neun. Ich mag die ja, die Kinder.


Ich stand dann mit den beiden Rübennasen auf und machte Frühstück, musste aber schlussendlich doch auf alle warten.


Hier ein Vorher-Nachher-Bild unserer Haare.



(Babys schlafen lieber auf geduschten Menschen ein.)
Michel hat ein Monster gemalt, ganz alleine. Er wird immer detailreicher, jetzt gibt es Pupillen und Wimpern und so.


(Auf dem Ding hab ich auch seit Ewigkeiten nicht mehr gesessen…)

Wir machten uns am frühen Nachmittag auf zum Ladestien, einem Wanderweg am Wasser lang von einer Bucht (Korsvika) zu einem Café in einer anderen Bucht (Ringvebukta). In Korsvika wurde für das Alljährliche Vikingerspiel geprobt, mit viel Gebrüll und Gekloppe, aber dafür war ich zu lahm mit dem Handy rausholen.


Michel war viel schneller mit dem Fotos machen, aber die Bildqualität ist ziemlich grobkörnig…


Und wir wanderten so etwas mehr als eine Stunde, viel hoch und runter aber da Michel ja eh noch nicht so schnell kann, war es ein sehr gemütliches Tempo. Trotzdem war meine Mutter komplett im Eimer, als wir am Café ankamen. Sowohl konditionell als auch körperlich: KnieHüfteRücken, es ist erschreckend, wie schlecht etwas mehr als 50% meiner Gene mit Mitte 50 körperlich in Schuss sind. Ich ließ also die Familie auf dem super Spielplatz zurück und ging alleine zum Auto zurück.


Auf dem Rückweg brauchte ich alleine keine halbe Stunde und ehrlich gesagt war das der beste Teil des Tages.

Außerdem entgingen denen Ausblicke wie dieser hier:




Jaja, die Norweger Baden auch bei dem Wetter. Mir sind 18 Grad dafür dann doch zu kalt.

Wieder zu Hause machte Herr Rabe Pizza, die alle mit Begeisterung aßen, am und auch unter dem Tisch.


Man muss das verstehen: Pizza und Lachs  (auf der Pizza) gehören beide zu Pippis Lieblingsessen, da packt einen auch schon mal mitten im Spiel nochmal der kleine Hunger.

Als ich Michel ins Bett brachte, schlief Pippi bei Herrn Rabe ein, ich hätte also noch Zeit zum draußen Blumen gießen und dann den Rhabarber schnippeln, zumindest zum Teil. Aus dem Rest wird Kuchen.


Und das leidige Thema Küche aufräumen. Hrmpf.


Und jetzt freue ich mich sehr aufs Schlafen, auch wenn es um 23:15 noch wirklich taghell ist. Ich lobpreise dem Erfinder des Tupplur-Verdunkelungsrollos.

Tag 222 – Ungeschöntes Wochenende in Bildern 19./20. März 2016

Ich habe neulich einen sehr amüsanten Rant über das Wochenende in Bildern gelesen. Suse von  femilyaffair ärgert sich über so ziemlich alles daran, aber hauptsächlich über den Druck, der durch all die hübschen Bilder von selbstgemachten Zimtschnecken und sauteuren Matschanzügen und Pizzaholenden Männern auf Familien außerhalb der Norm gemacht wird. Ich finde, vieles an dem Text ist schmerzhaft wahr. Wir machen ja auch nur relativ selten beim WiB mit, weil ich so oft denke, nee, das kannste nich zeigen, wie wir hier rumgeschlunzt haben, noch nicht mal im Wald gewesen sind wir, tzetzetze. Aber egal, jedenfalls habe ich beim Lesen direkt beschlossen, dieses Wochenende ein WiB zu machen und total ungeschönt unser Chaos und unsere Stubenhockerigkeit zu präsentieren. Deshalb hab ich mir für die Bilder diesmal auch nicht mal die Mühe gemacht, Chaos im Hintergrund zu beseitigen oder abzuschneiden, aber sehen Sie selbst.

Frühstück. Die Brötchen kommen diesmal aus der Tüte, weil ich es einfach verteilt habe, rechtzeitig welche zu backen. Chaos, Nähmaschine, Michel konnte wie immer nicht warten. Immerhin Blümchen, die hat mir Michel am Dienstag (?) vom Einkaufen mitgebracht.

Pädagogisch wertvoller Programmpunkt: Ostereier basteln. Michel hat die Lage voll im Griff und befiehlt (anders kann mans nicht nennen) Herrn Rabe, Lightning McQueen zu malen.

Derweil ist Pippi auf mir eingeschlafen. Ich bin noch ungeduscht und im Schlafanzug. Es ist 12:30 Uhr.

Waaaahhhh, ich muss ja Brötchen backen! Der Vorteig (rote Schüssel) quillt schon fast aus der Schüssel. Aber fürs Backen muss ich erst spülen, fürs Spülen muss ich erst gespültes wegräumen, fürs Wegräumen muss ich erst… und so geht es ewig weiter. Der Wok da hinten steht da auch seit Dienstag schon. Verantwortungsdiffusion nennen wir das. Die Geburtstagsgirlande kann da auch ein Liedchen von singen.

Eigentlich wollte ich ein Bild davon machen, wie Michel in seine Hand spuckt. Aber dann fing er an, rumzualbern. Ist auch noch im Schlafi. Es ist 14:00 Uhr.

Michel ist sauer, weil ich (total schlimme Mutter die ich bin) ihn nicht beim Brötchen kneten helfen lasse. Nein, nein und nochmals nein.

Natürlich hört das Kind nicht auf mich und das ist das Ergebnis und auch gleichzeitig der Grund, wieso ich das lieber alleine mache.

Apropos alleine: Alleine duschen ist auch nicht möglich. Ich dusche in einer künstlichen Erdbeerduftwolke von Michels Prinzessinnenbad.

Alleine ein Müsli essen und den Brötchen beim backen zuschauen? Nein.

Es kommt eine Herde Dinosaurier und ist gefährlich.

Inzwischen bin ich ziemlich aggro und deshalb sehr sehr froh, dass Herr Rabe die beiden Rübennasen mit in die Stadt nimmt, Bastelkram kaufen.

Und weil das meine Me-Time ist (haha), lasse ich sowas dann auch einfach mal liegen. Die Pause nutze ich zum Nähen.

Als die Familie wieder da ist, koche ich. Es gibt Tomaten-Mozzarella-Risotto. Optimale Abendessenzeit für mit zwei kleinen Kindern auch: 20:30 Uhr. Ich pule Michel sämtliche Tomaten aus dem Risotto, er probiert einen Minilöffel und beschließt, er will das nicht. Pippi verschluckt sich am Risottoreis so heftig, dass sie bricht. Idylle pur.

Voll super, so mit Blümchen auf dem Tisch. Sonst käme man vielleicht noch in die Versuchung, sich zu unterhalten.

Eine ausgelaufene Windel mit spontaner Dusche später. Optimale Zeit zum Spielen. 22:30 Uhr.

Was macht man am Sonntag morgen vorm Frühstück? Wäsche aufhängen. Zwei Maschinen. Zwei Maschinen? Ja, die eine stand die ganze Nacht schon gewaschen im Bad, weil ich gestern Abend zu faul war. Und Herr Rabe auch.

Nach dem Frühstück. Ich wette innerlich mit mir selbst, wie lange es dauern wird, bis jemand den Tisch abräumt. Am Ende geht es ganz fix, Herr Rabe räumt ab und ich verliere meine Wette.

Ich habe Michel erfolgreich mit Süßigkeiten bestochen, Hustensaft zu nehmen. Mir ist es lieber, er hustet den ganzen Schleim am Tag raus, als in der Nacht.

Es wird weiter gebastelt, ich backe. Michel versucht mir zu helfen, drückt einen Knopf an der Waage, alles verstellt, ich schnauze ihn an, Herr Rabe schnauzt mich an, wir schnauzen alle ein bisschen,

Große Krise: der arme Michel schafft es nicht, die Bilder genau wie die Vorlagen auszumalen. Er heult Rotz und Wasser und ich möchte dieses Dreckbuch gerne einfach im Ofen verfeuern.

Den zweijährigen will ich gerne mal sehen, der das so ausmalen kann. Wieso überhaupt Vorlagen? Ich verstehs nicht. Michel heult und heult. Am Ende schläft er auf dem Sofa ein.

  

Ganz toll: ich hab mir auch noch beim Spülmaschine ausräumen beim Aufstehen den Kopf unter die Schranktür gehauen. Jetzt bin ich ein Einhorn.

Brot Nummer eins: Paderborner Landbrot. Saulecker, ist aber trotz wirklich langer Gare aufgerissen. Naja, Irgendwann krieg ich das auch noch hin.

 

Brot Nr. 2: ein reines Weizenbrot. Dieses Brot hingegen hätte ruhig ein bisschen mehr aufreißen können. Egal. Schmecken tuts ja trotzdem.

„Ich schreib dann mal was auf die Karten.“

Wäschestapel. Zu den zwei aufgehängten Maschinen haben wir hier noch drei (!) die schon trocken sind, aber noch zusammengelegt und verräumt werden müssen. Joa, mach ich das eben auch…

Herr Rabe kocht, ich räume die Kinderbücher auf und ein. Der Fußbodenstapel war in Michels Zimmer.

Und während Herr Rabe so weiter kocht, schleppt Michel sechs Tonnen Spielzeug in die Küche. Ich schleppe Pippi rum. Und ja: Michel hatte heute den ganzen Tag seinen Schlafi an.

Das hier passiert fast täglich und es regt mich total auf: Ich esse noch, sitze aber alleine da, weil Michel von Herrn Rabe Hilfe beim Spielen einfordert. Und Herr Rabe nicht nein sagt. Grrrrrrr… (Ach so, die Lasagne ist für morgen noch mit, Herr Rabe hat nicht viel zu viel gekocht.)

 

Und so sieht es aus, wenn Pippi gegessen hat. Und auch jetzt, drei Stunden später, sieht es noch genauso aus. Möglicherweise erbarmt sich wer kurz vorm ins Bett gehen. Wahrscheinlich aber nicht.

Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgangen sein: Wir haben heute die Wohnung nicht verlassen, ich habe sie sogar das ganze Wochenende nicht verlassen. Der einzige Ausflug den die Kinder gemacht haben war zum Bastelladen. Wir sind Couchpotatoes. Alle. Ich könnte mich jetzt rausreden mit dem Mistwetter (5 Grad und horizontaler Nieselregen), aber wozu? Wir schlunzen gerne mal rum, so Brote backen dauert auch einfach, und solange die Norweger nicht lernen, vernünftiges Brot zu backen, mach ich das eben selbst. Wir haben alle Zeit der Welt zum Aufräumen, schließlich haben wir jetzt alle frei. Natürlich könnte man sich verabreden mit anderen Familien (idealerweise mit welchen außerhalb der gesellschaftlichen Norm, gell?) und dann tolle Sachen machen, aber dieses Wochenende bot es sich eben einfach nicht an und war auch ganz gut so. So. und jetzt können Sie alle bei Geborgen wachsen viel schönere, pädagogisch wertvollere, aufgeräumtere Wochenenden in Bildern angucken gehen. Ich trink mein Bier solange aus.

Tag 194 – Wochenende in Bildern 20./21.02. ’16

Hurra! Wir haben dran gedacht, ein Wochenende in Bildern zu machen. Also hier jetzt einige Impressionen von unserem Wochenende.

Los geht es Samstag viel zu früh und mit wirklich, wirklich schlechter Laune meinerseits (Zitat Michel: „Nich so Türen schnell ssumachen, Mama, kaputtgeht sonst!“), weil Michel um halb Sieben wach ist. Um. Halb. Sieben. Das Kind, das man unter der Woche kaum vor acht aus dem Bett bekommt. Meine Kotzlaune hält bis das Frühstück fertig ist und Michel ankommt und wir uns beieinander entschuldigen und Michel den obigen Kommentar zum Türen knallen ablässt, da muss ich lachen.

Nach dem Frühstück wird gebaut. Michel stellt die Szene aus der Maus-Klassiker-Folge nach, in der ein Auto (mit Milchleim) an einem Kran aufgehängt wird. Ich bin sehr stolz, dass er das so nachbaut, Michel ist enttäuscht, weil der Kran das Auto nicht halten kann. irgendwas ist ja immer…

Anders als in der Maus wird das Auto auch noch von einer Ente gefahren.

Die Familie geht duschen, Pippi diesmal mit Herrn Rabe, aber mit genauso viel Genuss. Ich habe die Freude, zwei Kinder einzuölen und zu -cremen, das mache ich wirklich gerne, sofern mir keine Cremehände auf die Brille gedrückt werden. Zwischendurch fällt mir auf, dass ich auf dem linken Auge total schlecht sehe, ungefähr so, als wäre ich schlagartig 2 Dioptrien kurzsichtiger geworden. Das wird mich den Tag über im Hinterkopf beschäftigen, der klitzekleine Hypochonder in mir denkt an Hirntumor und schreibt schon mal sein Testament.
Ich möchte zum Nähladen ans andere Ende der Stadt fahren, um einen Reißverschluss für Pippis Schlafsack zu kaufen. Ich will ihr einen Schlafsack mit Ärmeln nähen, damit ihr schön warm ist und sie vielleicht nicht mehr ganz nah an mich drangekuschelt schlafen muss.Herr Rabe schlägt vor, doch lieber in die Stadt zu gehen, da gibt es sicher auch Reißverschlüsse (Spoiler: nein.) und da können wir auch einen Kaffee trinken.

Der kleine Hai guckt, ob wir vielleicht was essbares unterm Teppich versteckt haben.

Kleiner Ausflug in die Stadt. Sehr spannend: hier wird der Kanal tiefer gemacht und das Buddelfloß wird gerade versetzt. Michel ist hin und weg.

Drei Läden später sind wir sicher: in dieser Stadt gibt es keine Reißverschlüsse. Leider ist es da auch schon recht spät, sodass der Kaffee zum Mitnehmen ausfällt und wir einfach schnell mit dem Bus nach Hause fahren, das Auto holen, ans andere Ende der Stadt fahren und einen Reißverschluss kaufen. Michel schläft im Auto ein, Pippi brüllt im Auto alles zusammen. Es ist wunderbar. Nicht.

Wieder zu Hause: Ich nähe den Schlafsack (Foto von Sonntag) und die Familie guckt Cars2. Der Drecks-Fleecestoff fusselt so dermaßen, dass wir danach saugen müssen, ich komplett befusselt bin und der Schlafsack erstmal in die Wäsche wandert.

Michel hilft beim Kochen.

Abendessen ist fertig. Für Pippi gibt es Möhren und Reste. Die Paprika liebt sie zwar, kriegt sie aber (obwohl die Haut abgezogen ist) nicht gut klein. Der Brokkoli ist etwas zu weich geworden und wird hauptsächlich verteilt und zermanscht. Blumenkohl mag sie nicht, der wird ausgespuckt. Nudeln sind ihr scheinbar grade über. Möhre ist der King.

Beim Essen fällt mir außerdem auf: mein Auge geht wieder. Komische Sache. Aber gut, dass es weg ist.

Glasnudelsuppe für uns. Michel isst nackte Glasnudeln aus dem Glas. Wie auch sonst.

Nach dem Essen stecken wir Michel ins Bett. Herr Rabe überredet ihn dazu, eine Pull-Up-Windel zu tragen: niemand von uns hat mehr Lust auf vollgepullerte Betten. Die Pull-Up bleibt die Nacht über trocken.

Herr Rabe, Pippi und ich gucken noch „Die Pinguine aus Madagaskar“, essen Chips, ich schlafe irgendwann unter Pippi ein und taumele ins Bett, nachdem Herr Rabe mich weckt.

Sleeping Beauties.

Sonntag morgen: ich werde um neun (Hurra!) davon wach, dass Pippi herumwühlt. Herr Rabe steht mit ihr auf und ich und Michel schlafen weiter (Hurra!!!) . Irgendwann ist auch Michel wach, ich auch, aber ich döse noch herum und höre der Familie beim Frühstück machen zu.

„Helfen Schale abmachen, Mama!“ Sonntags gibt es bei uns Ei. Pippi mag kein Ei.

Raubtierfütterung. Auch der Bär kriegt was zu essen. Später darf er noch bei Michel auf dem Schoß sitzen, „weil Stuhl ssu eng is, Bär traurig wir“ und Salat essen.

Danach wird Sendung mit der Maus geguckt, wie immer.

Wer braucht schon Babyspielzeug? Pippi spielt am liebsten mit Duplo, Autos, Bauklötzen und Michels Werkzeugkasten.

Das Wetter ist so schön, dass wir einen Ausflug machen wollen. Wir gehen zu einem Café in der Innenstadt, die ein Event geplant haben. Ein Weg dauert ca. 40 Minuten, zählt also als an der frischen Luft gewesen.

Das mag ich an Norwegen: Pippi schläft auf dem Bürgersteig, wir sitzen drin. Als sie aufwacht, holen wir sie rein.

Und während Pippi schläft, gibt es vegane Cupcakes für uns. Sehr lecker. Der Kaffee ist leider furchtbar sauer und wir holen uns lieber auf dem Rückweg nochmal einen zum Mitnehmen.

Rückweg: Das Wetter ist nicht mehr ganz so schön. Das links ist übrigens „Solsiden“, die „Sonnenseite“. Ha. Haha. Michel guckt trotzdem gerne in den Kanal. (Bei Sonne und warm ist es hier wirklich schön. Leider passiert das eben nur drei mal im Jahr…)

Wieder zu Hause: Der Haushalt ruft. Laut.

Michel beschließt, dass er seine Puppe baden muss. Der Puppe wird schnell eine Badewanne besorgt, dann geht es los.

Ich mache mich dann mal an die Abarbeitung des Vorteig-Stapels. Brot und Brötchen wollen gebacken werden.

Wir geraten etwas in Stress, denn auf dem Essenplan steht eigentlich Gulasch. „800 g Lammgulasch aus der Keule“: Kein Problem, wir tauen eine Lammkeule auf (haben wir gestern schon gemacht) und Entbeinen selbst. Hahaha. Zu zweit säbeln wir 45 Minuten. Dann ist es viel zu spät, noch Gulasch zu kochen, also disponieren wir um, ich mache in Windeseile einen Topf Käsespätzle, Herr Rabe mariniert das Fleisch und parkt es im Kühlschrank. Unsere vorbildlichen Kinder sind vorbildlich und beschäftigen sich vorbildlich mit sich selbst, weil wir in der Küche rotieren wie die Wilden. Als das Essen fertig ist, sind alle sehr froh.

Käsespätzle und Zwiebeln. Seelenessen. Pippi will nur die Möhren. Soll mir recht sein, mehr für mich 🙂

Tausendundein (naja) weitere Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Susanne von Geborgen wachsen.

Tag 180 – Wochenende in Bildern 06./07. Februar ’16

Wooohooo, endlich mal wieder ein Wochenende in Bildern! Kommen Sie, schauen Sie, hier gibt es, ähhh, gar nicht mal so viel zu sehen.

Sehr viele weitere Wochenenden in Bildern gibt es wie immer bei Geborgen Wachsen.

Los ging es Samstag viel zu früh mit weinerlichem „Huuuuunger!“-Geheul, weil Michel genau weiß, dass das bei uns zieht.

Huuuunger! Ein halbes halbes Brötchen später: Bin fertig, Mama.

 

Nein, kein Zombie-Panda. Das ist der kleine Maulwurf. Am Ende der letzten Sendung mit der Maus wurde Ralf so geschminkt und ich musste das dann auch machen – „Wie im Fernseher, Mama!“ Ich finds so ok. Mehr Übung und ein etwas weniger zappeliges Kind wäre sicherlich hilfreich.

 

Der halb fertige Maulwurf sprang mir zwischenzeitlich auf den Kopf und hinterließ Spuren.

 

Kids in a box.  

 

Sachen einkaufen. Der Schnuller ist nur Deko. Dass Mickey Mouse nur einen Schlüpfer anhat, konnten wir mangels passender Hosen leider nicht ändern, sehr zu Michels Ärgernis.

 

Danach erst mal Käsekuchen backen (nach Twitter-Umfragen-Ergebnis, ohne Boden und für Herrn Rabe auch zur Hälfte ohne Rosinen) und natürlich essen. Pippi kriegt noch keinen Käsekuchen, findet ihre Reiswaffeln aber auch ganz in Ordnung.

Nach dem späten Kaffee hat aber keiner mehr so richtig Bock auf kochen. Deshalb gibt es Reste, Brot und Salat. Michel isst fast das komplette Glas Gurken leer (die guten deutschen, die es nur im Supermarkt am Krankenhaus gibt und die fast 6 € pro Glas kosten…). Pippi isst genüsslich etwas Brot mit Butter.

Pippi Schlafi hat auch nur deshalb keine Füße, weil ich mich an diesen bezaubernden Speckfüßchen nicht sattsehen kann. (Und ja, da liegen jede Menge Krümel und ein Babyspielzeug unter dem Tisch.)

Neue Brötchen gebacken. Zweite Fuhre in der Gare vergessen: Dann werden sie etwas *hust* größer (siehe rechtes Brötchen im Vergleich zum linken Brötchen).

 

Was anderen ihre Graupen sind uns unsere Spülschwämme.

 

Sonntagsmorgenfrühstück. Michel hortet an seinem Platz schon mal die Dinge, die er zu essen gedenkt. Pippi bekommt ein Flugzeug zum Frühstück.

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Nach dem Frühstück und etwas Gammeln und Aufräumen und der Sendung mit der Maus kommt unsere Babysitterin, um Michel eine Weile zu bespaßen. Hier Angelt er vom Bett aus in seinem nahezu unverschämt großen Zimmer.

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Zum Putzen habe ich Pippi das erste Mal auf den Rücken geschnallt. Mit Erfolg, wies scheint. Die Wahl eines Hoodies war zu diesem Zweck aber eher ungünstig. Und das ist übrigens DIE Jogginghose.

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Michel ist vom Spielplatz wieder da, die Babysitterin muss nach Hause und wir sind noch nicht ganz fertig mit Putzen. Aber ist ja kein Problem, wenn man so hilfsbereite Kinder hat.

Ja, auch Putzeimer sind ein ganz toller Robb-Anreiz.

Abendaktion: Der Sohn von Freunden ist 5 geworden und wir wurden zum Resteessen nach dem Kindergeburtstag eingeladen. Michel ist total begeistert vom tollen Zug und den Tonnen von Lego. Die Kinder der Freunde sind begeistert von Pippi, die wiederum ist nicht ganz so begeistert davon, von einer 7-jährigen herumgeschleppt zu werden und ich bin da auch nicht so richtig entspannt. Deshalb gibts auch nur das eine Bild.

Dann ging es unter Protest wieder nach Hause. Übermüdete Kleinkinder sind doch was schönes. Nicht.

Jeder ein schlafendes Kind die Treppe hochgeschleppt und in Betten beziehungsweise Kinderwagenoberteile verteilt (das ist der einzige Ort, außer an mir dran, an dem Pippi schläft), Bier/alkoholfreies Bier organisiert, Füße hochgelegt. Füße wieder runter genommen, noch fix die Wollsachen von Michel gestopft (wie schafft der es bloß immer, überall Löcher reinzubekommen?), Wollwäsche angeschmissen, Herr Rabe entkalkt die Kaffeemaschine, das Wochenende wird verbloggt und dann aber mal alle Mann: Ab ins Bett.

 

Tag 132 – Bielefeld Tag 8 – Bilder die am Wochenende entstanden

Bewusst kein Wochenende in Bildern, denn die Bilder haben bestenfalls entfernt mit der Familie zu tun und hätten außerdem genauso gut an jedem anderen Tag entstanden sein können. Aber vorenthalten wollte ich sie Ihnen auch nicht. (Falls Sie jetzt weinen, weil Sie sich so auf Wochenende in Bildern gefreut hatten und nicht mehr wissen, wie Suchmaschinen funktionieren: hier gehts lang.)

Hier erst mal meine Bilder.

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Genauso warm wie im Juli in Trondheim. 

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Für wen ist denn dann die Apotheken-Umschau?

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„Guck mal, Mama, Elchschafe!“

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Der Name ist sowas von zum Kotzen, aber das Kind hat den Saft bei Freunden bekommen und sich im Supermarkt den ausgesucht. 

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Optimistisches Thermometer. Das Kind hat erst mal die -30°C abgebrochen. Wann war es hier das letzte Mal so kalt? 1946?

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Gnihihi.

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Mit Computerintelligenz! Jahaaa!

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Aaaaaawwww! (Von Herr Rabe, wegen der dauernd auslaufenden Windeln.)

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Ich so: Verteil die gut, nicht alle auf einen Haufen. Und ist ja auch irgendwie schöner, wenn die einen angucken. Kind so: Mir doch wurscht.

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Ich verstehe absolut nichts von Pädagogik, aber das in einem Buch namens „Geschichten zum Einschlafen“ finde ich… bedenklich. Auf vielen Ebenen.

P.S. Die Sache mit dem Attachment Parenting gärt noch in meinem Kopf, aber Susanne von Geborgen-wachsen hat einen Artikel geschrieben, den ich schon mal sehr wahr und gut finde.