Tag 1943 – Geschoren.

Keiner von uns weiß mehr, wie wir drauf kamen aber nach dem Frühstück haben Herr Rabe und ich uns gegenseitig die Haare geschnitten. Herr Rabe aus kophautgesundheitlichen Gründen komplett alles ab, ich kürzer und „unfrisuriger“ als überhaupt jemals und… ich liebe es.

Michel bekam dann auch noch die Haare geschnitten, der will sie aber oben lang haben und mit seinen Wellen sieht das super cool aus. Pippi wollte sie dann auch „so wie Mama!“ aber das haben wir abgewendet. Bei einer Fünfjährigen vertraue ich nicht unbedingt darauf, dass ihr klar ist, dass es sehr lange dauern wird, bis sie dann wieder „Anna-Zöpfe“ haben kann.

Tag 1829 – Dies und das.

Ich war heute relativ viel alleine und das war schön. Erst war ich bei der Friseurin, jetzt sehe ich etwas anders aus als vorher:

Undercut und Jutebeutel…

Dann bin ich ins große Einkaufszentrum gefahren, dabei habe ich laut Musik gehört (wieder einmal eine ausgeprägte Muse-Phase bei mir, ich liebe es einfach) und im Einkaufszentrum habe ich dann außer der Dinge auf der Liste (Federmappe für Michel, Anspitzer, Trinkflasche, Socken für Michel) noch Zeug für mich gekauft, nämlich einen Arbeitsrucksack, der nett aussieht, bequeme Gurte hat und in den mein Laptop samt Lade- und sonstigem Gedöns passt:

War im Angebot. Hätte ich vielleicht auch für den eigentlichen Preis gekauft, weil ich nach sowas schon länger erfolglos gesucht habe.

und Socken und Unterhosen. Alle 5 Jahre kann eine mal neue Unterhosen kaufen, finde ich. Zum ersten Mal habe ich gleich einen ganzen Satz gekauft, obwohl die einzeln und nicht im x-Fach-Pack verkauft wurden. Über sowas preislich nicht so sehr nachdenken müssen, ist schon sehr schön und auch privilegiert, ich weiß das aus erster Hand, leider. Als nächstes kaufe ich mir dann 10-20 Paar Falke-Socken (nein, Happy Socks können nicht gegen Falke anstinken, sorry). Bis dahin müssen es die Lindex-Socken tun, aber die haben in der Qualität leider stark nachgelassen, von den zuletzt gekauften 4 Paar lebt nach nicht mal zwei Jahren nur noch eines.

Abends habe ich dann mit Herrn Rabe erst die Bude gründlich gelüftet (Hitzewelle jetzt auch bei uns, aber voll im Rahmen mit knapp unter 30 Grad und nächtlicher, deutlicher Abkühlung) und dann Pippis Geburtstagskuchen gebacken, für die Kinderparty morgen. Es wird ein Regenbogenkuchen mit… naja. Interessanten Farben. Vom Regenbogen inspiriert. Oder so.

Leberwurst und grau dürfen halt in keinem Regenbogen fehlen.

In der Form sah es schon besser aus.

Ich werde berichten, wie es fertig gebacken aussah. Von außen schon mal gut, von innen gibt es eben erst morgen.

Tag 1785 – [Muss noch Titel überlegen].

Heute war ein Tag, an dem ich auch wieder viele Fotos hätte machen können, aber kaum welche gemacht habe. Aber fangen wir von vorne an, ein Update zum Blogpost von gestern:

Michel hat gar nicht heimlich gelesen. Michel hatte heimlich Herrn Rabes iPad gemopst, im Zimmer versteckt, hat heimlich geguckt und als der Akku leer war, stand er im Wohnzimmer und meinte, er könne doch nicht alleine einschlafen. Also totaler Reinfall, zu früh gefreut, ich weiß gar nicht recht was ich dazu sagen soll, ehrlich gesagt.

Dann heute. Weil der Lack bei ein paar Leuten wohl kurz vorm Urlaub im Angebot war, und ich Dienstag Nacht einen doofen Fehler gemacht und in meine emails geguckt habe (fragen Sie einfach nicht, ich tue das auch nie wieder!) hatte ich gestern ein sehr spontanes und heute ein weniger spontanes Meeting, auf das ich mich vorbereiten musste, indem ich möglichst viel Energie bei möglichst sinnstiftenden Arbeiten verbrauchte. Dass der Bauernhof, bei dem wir einen Gemüseanteil (und Eier) haben, gestern eine Erntemeldung geschrieben hat, in der stand, dass das gute Wetter im Wechsel mit Regen dazu führt, dass alles gut wächst, aber eben auch UnBeikräuter, und sie ja bio machen und deshalb von Hand jäten (was hat das mit Bio zu tun, aber egal), und da sei Hilfe beim Jäten willkommen, kam recht gelegen. Und so hab ich heute Vormittag erst eine Reihe rote Beete von etwa vier mal so viel UnBeikräutern befreit und dann eine riesige Tüte Grünzeug geerntet. Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, irgendwelche Beete, Salat, Ruccola, Gurke, Zucchini, Zuckererbsen, Frühlingszwiebeln und Radieschen. Umsummt von Bienen und diverse Regenwürmer aufschreckend. Der Bauernhof hat in jeder 10. Reihe auf dem Acker Blumen stehen, und zwischendrin darf sich auch immer wieder aussähen, was halt so da landet, nur da wo Gemüse wachsen soll, muss nicht unbedingt alles voller Disteln, Ackerwinde, Hornveilchen und Gänsefuß wuchern. Jedenfalls wäre Fotowert gewesen, wie schlimm die Jäte-Reihe vorher und wie hübsch nachher aussah, und was für einen Haufen Gemüse ich da weggeschleppt habe und überhaupt das Bullerbü da. Es war jedenfalls sehr erholsam.

Zu Hause besprach ich mit Herrn Rabe diverse Dinge beim dringend nötigen Mittagessen und dann war es auch schon an der Zeit, zu duschen und mich für das Meeting fertig zu machen. Das Meeting lief dann recht ok, würde ich sagen. Die Lacksaufenden waren ziemlich klein mit Hut und versuchten sich rauszureden, mal gucken, was da noch so draus wird. Sehe ich dann Anfang August, weil ich ja keine Mails mehr lese. Erinnern Sie mich ANFANG AUGUST dran, dass ich insgesamt 3 Arbeitsstunden nachtragen muss.

(Ich muss einschieben: es KANN sein, dass ich vom 13.-15. arbeite. Da bin ich back-up für die Überwachung einer wichtigen Mailadresse und FALLS die Person, die eigentlich diesen Job in der Woche hat, krank wird oder sonstwie nicht kann, muss ich übernehmen. Das ist aber schon seit ein paar Wochen so abgesprochen und wir hoffen einfach mal alle, dass ich da gar nichts übernehmen muss.)

Nach dem Meeting war ich leider spät dran für meinen Friseurtermin, aber ich kam dank Carona um Punkt 17 Uhr an. Die Friseurin (diesmal die Chefin des Salons) war sehr nett und kompetent und scheute sich nicht, gleich beim ersten Versuch viel abzuschneiden, Hurra. Leider sah man durch das kurz scheren, wie schlecht ich offenbar letzte Woche gefärbt habe und ich sah hinterher aus wie ein Streifenhörnchen. Deshalb verbrachte ich den Abend erneut mit Farbe auf dem Kopf. Jetzt sind sie durchgehend lila und ich bin total froh, dass ich heute bei der Chefin war, weil der Schnitt trotz der irritierenden Flecken wirklich gut ist. Uff. Aber auch davon keine Bilder, weder vor noch nach dem erneuten Färben. Weil wegen weiß nich.

Tag 1778 – Corontäne Tag 4 v2.

Ich mag die norwegische Art „Lila“ auszusprechen, nicht. Lilla. Das ist in meinen Ohren falsch.

Meine Haare sind jetzt wieder lila. Nur doller als letztes Mal, weil ich aus Versehen „Violet“ statt „Lilac“ bestellt habe (wahrscheinlich wegen des Lilla) und bevor Sie es sagen: das *ist schon* das Ergebnis mit 50% Conditioner. Ähäm. Hoppla.

Langsam glaube ich auch, dass die dezente Scheckigkeit der Directions-Farben ein Feature ist und kein Bug. Naja, da spart man sich die Strähnchen.

Vorher waren die Haare kurz weiß, und zwar richtig weiß, wie früher (hatte das lange in genau dieser Farbe):

Also die Directions-Blondierung kann richtig was.

Jetzt muss ich nur noch sehr dringend zur Friseurin. Tjanun – nächste Woche dann, ab Donnerstag darf ich ja wieder.

Tag 1725 – 18 Eiweiß.

Ich präsentiere hier unsere Lösung für 18 Eiweiß. Die ersten ca. 6 wanderten in einen Schneekuchen mit Haselnüssen, weil nicht mehr genug Walnüsse da waren. Sehr lecker, nicht zu süß, sehr zu empfehlen. Einziges Problem: wegen Gier nicht rechtzeitig ein Foto gemacht.

Schneekuchen ohne Eigelb.

Heute wanderte der Rest der Eiweiße (ca. 12) in einen Angel Food Cake, nach einer Mischung aus Rezepten, aber das Internet ist voll von Rezepten dazu, wenn man Googleaffin ist. Das war eine aufregende Sache, unter anderem weil meine Ringkuchenform wohl kaputt ist.

Hängend auskühlen. Man sieht es nicht, aber er balanciert auf dem inneren Ring.
Sieht vielversprechend aus.
Innenansicht, beim Schneiden leicht zusammengedrückt.

Also das ist mal ein etwas anderer Kuchen. Hauptsächlich süß und ich glaube, ich weiß jetzt, aus was Löffelbisquit ist. Es schmeckt fast genau wie Löffelbisquit, hat aber eine ganz andere Konsistenz, nämlich eher fluffig, ein bisschen klebrig und im Mund ein bisschen gummimäßig. Kann man machen, aber man sollte süß schon mögen, es ist halt quasi Baisers mit ein bisschen Mehl.

Während der Angel Food Cake gemacht und gebacken wird, kann man eins a Haartönung einwirken lassen. Hallo, Lilac. Passt auch super zu Pippis Krönchen!

Prinzessinnenselfie.

Apropos Pippi: die hat sich heute früh, aus akuten Entzugserscheinungen heraus, erstmal eine „Schwitz“ (Switch) gebastelt. Mit Yoshi.

Das war das lange Wochenende. Gleich noch einen letzten Pulli aufhängen, der eine extra Runde mit Entfärber brauchte, nachdem ein Kleid ein wenig abgefärbt hatte, dann die Kindersachen zusammen suchen und dann ab ins Bett, damit der Morgen morgen nicht ganz so schlimm wird.

Tag 1710 – Corontäne Tag 37.

Die Tage kriechen und fliegen gleichzeitig. Faszinierend.

Heute war ich einkaufen. Im Meny gibt es lose abgewogene Hefe, falls Sie welche brauchen. Norwegen hat jetzt auch wieder Roggenmehl.

Was ich noch erzählen wollte: ich war Donnerstag bei der Endokrinologin im Krankenhaus, wegen der Schilddrüse. Wie zu erwarten, zweites Rezidiv heißt, Organ soll raus. Aber weil ich nicht grad begeistert davon bin, zum jetzigen Zeitpunkt von Levaxin abhängig zu werden, warten wir erstmal ab, dann bin ich halt von Carbimazol abhängig, so what. Mit einer sehr niedrigen Carbimazoldosis lebe ich ein recht gutes Leben. Was mich überrascht hat waren zwei Dinge: 1. kommt Radioiod doch in Frage, unter Cortisonschutz für die Augen und wenn ich mich danach für ein paar Tage von der Familie isolieren könnte (oder die Familie wo anders sein könnte). Geht also zur Zeit nicht. 2. würde man mich, auch wegen der Augen, ganz am unteren Ende des TSH-Normbereiches einstellen und das versuchen wir jetzt auch mit dem Carbimazol. Ich muss also immerhin nicht befürchten, dass man versuchen wird, mich „langsam zu machen“. Das war eine Angst von mir, die mir jetzt genommen wurde. Weiterhin wurde nicht mit mir geschimpft, weil ich mich um meine Medikamentendosis dieses Mal komplett selbst gekümmert habe. Das macht mich auch froh. Ich empfehle das ausdrücklich nicht zur Nachahmung, wenn man nicht schon einige Erfahrung mit der eigenen Schilddrüse hat, aber meine jetzige Hausärztin hat halt, so nett sie ist, keinen Plan von dieser Krankheit. Zu Anfang sagte sie mir eine zu niedrige Medikamentendosis an. Dann bestellte sie mich nicht zu weiteren Blutproben ein. Ich organisierte mir selbst welche. Woraufhin sie mir mitteilte, meine Werte seien „schon viel besser“, ohne mir zu sagen, was das genau heißen soll und ob ich die Dosis anpassen soll. Ich rief an und erfragte die Werte, passte die Dosis an und machte neue Blutprobentermine aus. Irgendwann fand ich raus, dass man sich bei dem Labor, in dem die Proben analysiert werden, als Patientin einfach einloggen kann und da alle Ergebnisse einsehen kann. Meine ganze Historik liegt da! Ich bin entzückt! Und über all das hat die Endokrinologin nicht geschimpft! Ich darf die nächsten 6 Monate so weiter machen, immer mal kontrollieren, wenn ich oder die Hausärztin Fragen haben, sollen wir im Krankenhaus anrufen, und dann gucken wir in 6 Monaten noch mal, wie sich die globale Versorgungskette für Levothyroxin so entwickelt hat. Klingt wie ein guter Plan.

Am Ende des Termins gab es einen kurzen seltsamen Moment, in dem ich die Türklinke anstarrte, als sei die hochgradig infektiös. Dann wusch ich mir sehr sehr gründlich die Hände, machte die Tür mit einem Papiertuch auf und winkte der Ärztin zum Abschied, die über die Aktion sehr lachen müsste und meinte, man merke, dass ich wisse, was ich da tue. Joa. Gelernt ist gelernt, ne?

Ich weiß immer noch nicht, was ich mit meinen Haaren machen soll. Heute Morgen sah ich so aus:

Elvis wär neidisch.

Die Friseur*Innen machen zwar am 27. auf, werden ja aber zu Anfang völlig überlaufen sein. Mich reizt auch der Gedanke nicht, zum Friseur nach Oslo zu fahren. Aber irgendwas muss passieren, schon allein weil es (das kenne ich so gar nicht!) unter der Haarmasse juckt. Undercut? Hat man das noch? (Haha, als wär mir das nicht egal, was „man“ so hat.) Vielleicht lasse ich einfach Herr Rabe morgen mal kreativ werden?

Jupp, das unter meinem Auge da, das ist ein blauer Fleck. Das war Pippi neulich, jedenfalls indirekt. Macht Freude, zur Zeit mit einem blauen Fleck im Gesicht rumzulaufen, wo die Medien voll von Berichten über häusliche Gewalt sind. Auch in Norwegen ist das so und es ist ja auch ein großes Problem in vielen Familien. Seufz.

Sobald ich mich im Freien befinde, habe ich Niesreiz und tränende Augen (trotz Sonnenbrille, an der Helligkeit liegt es also nicht). Das war letztes Jahr im Frühling auch schon so. Ich werd doch nicht mit Mitte 30 noch Heuschnupfen kriegen? Ich habe aus Prinzip keine Allergien! Allergien haben die Kinder, die nie im Matsch spielen durften! Und Hypochonder (ok, also ich), die auch. Mimimi. Seufz.

Hier ist R0 jetzt bei 0,67. Des Weiteren ist die Smittestopp-App bereits von 1,2 Millionen Leuten runtergeladen worden. In zwei Tagen. Noch 800.000 und sie wird sinnvoll einsetzbar. Ich hab sie schon. Ja, da kann man jetzt den Untergang der individuellen Freiheit und aller Persönlichkeitsrechte befürchten, ich habe mich dazu entschieden, zu glauben, was die App verspricht: die Daten werden nur dazu benutzt, herauszufinden, wer mit jemandem, der infiziert ist, seit dessen vermuteter Ansteckung mehr als 15 Minuten näheren Kontakt hatte. Die werden dann gewarnt und können sich in Quarantäne begeben. Die Daten werden nicht genutzt, um die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen, des Hütteverbots oder einer Quarantäne zu kontrollieren. Nach 30 Tagen werden alle Daten automatisch gelöscht (und man kann auch selbst jederzeit alle seine Daten löschen). Ich glaube das mal. Fertig.

Tag 1701 – Corontäne Tag 28.

4 Wochen.

Zum ersten Mal überhaupt eine komplette Staffel von irgendwas am Stück geguckt. „The end of the f***ing world“. Ich mag ja so etwas weird-darke Sachen. Insofern empfehlenswert! (Bevor Sie jetzt denken, wir hätten zehn Stunden fern gesehen: jede Folge ist nur 20 Minuten lang und die Staffel hat 8 Folgen.)

Nach vier Wochen Corontäne möchte ich all den „die Kinder können das super selbst regulieren ~wenn man sie nur lässt~“-Menschen ein herzliches Bwaaahahahahaha entgegnen. Wenn wir die Kinder ließen, würden die komplette Zeit nur Tablet gucken. Die würden absolut nie von selbst ausschalten und lieber mal ne Runde um den Block rennen oder Mandalas ausmalen. Mir ist schon klar, dass andere Kinder anders ticken, aber meine können vor allem Bildschirmzeit gar nicht selbst regulieren. GAR. NICHT.

Was anderes: ich war heute beim Friseur.

Einmal den Nacken und die Ohren freischneiden, bitte.
Nach nicht mal einer Woche ist aus „Lavender“ Silbergrau geworden, was ja an sich eine schöne Farbe ist, aber mich doch irgendwie enttäuscht, so vong Farbhaltbarkeit her.

Außerdem haben wir im Garten gerödelt und ich hab alles mögliche umgetopft und eingetopft und irgendwann lerne ich noch, dass so Gewächshausbabies echt Mimöschen sind, die beim ersten frischen Windhäuchlein die Blätter hängen lassen. Sie haben sich aber alle schnell berappelt und dürfen dann demnächst immer stundenweise raus um sich an die harte Realität des windig-kühlen Frühsommers in Øvre Romerike zu gewöhnen. Bilder mache ich morgen noch mal schönere, wenn das restliche Chaos auf dem Esstisch beseitigt ist.

Meinem Hefeansatz geht es prima, morgen werden Brötchen damit gebacken.

Tag 1693 – Corontäne Tag 20.

Heute waren vier erwähnenswerte Dinge:

1. und ohne Bild: ich hatte sowas wie einen Zusammenbruch, weil diese ganze Home-alles-scheiße etwa so gut funktioniert wie ein übergewichtiger Elefant fliegen kann. Ich schaffe es nicht, ich hab keine Ahnung, wie ich es weiter schaffen soll, und wenn mir noch irgendwer mit pädagogisch wertvollen Tipps kommt, zünde ich was an und zwar nicht metaphorisch. Was man nicht alles machen, basteln, lernen soll! Tipp unseres Kindergartens zum Beispiel: geht doch mal mit den Kindern raus und hört den Vögeln zu! JA GENAU, DAS MACHE ICH NACH MEINEN 8 STUNDEN ARBEIT AM TAG PLUS YOGABÜCHERLESENINSTRUMENTLERNEN UND HOMESCHOOLING FÜR DEN GROSSEN, DA SCHLEIFE ICH DIE KINDER, DIE SOWAS DOOF FINDEN, INS NÄCHSTE WÄLDCHEN UND HÖRE DEN VÖGELN ZU. Ich selbst höre schon schlecht weil dauernd Lärm um mich ist, ich bin total im Arsch, weil mein Bedürfnis nach allein sein halt grad ganz hinten anstehen muss aber klar, Vögel beobachten, so eine schöne Idee. Wie lieb. *kotzi*

2. Das Trampolin wurde geliefert. Endlich. Da Herr Rabe es sofort aufgebaut hat, konnten wir auch gleich verifizieren, dass sich Pippi nichts gebrochen hat als…

3. …Michel eine Hantel auf Pippis Fuß fallen ließ.

Hat auch gleich die Nachbarsmädchen angezogen. Aber wir haben da mal ein Auge zugedrückt, Pippi hatte seit fast 3 Wochen keinen Kontakt zu gleichaltrigen.

4. Ich habe meine Haare in der Farbe „Lavender“ von Directions getönt. Da ja noch recht viel von der orangenen Rose-Gold-Farbe drin war, musste ich das erst mal wegbleichen. Damit ich hinterher noch Haare habe, habe ich mich für mehrere Blondierwäschen (=Blondierung anmischen mit 1 Teil Pulver, 1 Teil Entwickler, 1 Teil Wasser und 1 Stritz Shampoo, da habe ich Silbershampoo genommen) á 15-20 Minuten entschieden, über mehrere Tage.

Ausgangssituation.
Nach der 1. Runde.
Nach der 2. Runde.
Nach der 3. Runde.
Nach 45 Minuten „White Toner“ von Directions.
Nach 1 Stunde Lavender (Directions).

Leider habe ich irgendwie geschafft, meinen Hinterkopf farblos zu lassen, also muss ich wohl morgen noch mal ran und versuchen, das auszugleichen. Vielleicht muss mir auch wirklich Herr Rabe helfen. Ansonsten bin ich mit der Farbe sehr zufrieden.

Tag 1442 – Peak seriös.

Also meine Arbeit ist grad etwa so:

Computer

Computer

Computer

Wasser

Computer

Wasser

Computer

Klo

Computer

Mittagspause mit meinen beiden allerältesten Kollegen, Gespräche über Bärtierchen, Oper und Enkelkinder

Computer

Wasser

Gähn

Kaffee

Klo

Computer

Computer

Wasser

Computer

Computer

Klo

Nach Hause.

(Gibt spannenderes.)

Am Computer bastele ich an einem Report und nebenher an Übersichten, die mir hoffentlich in Zukunft das Reportschreiben erleichtern und außerdem was für die Gleichbehandlung tun. Jetzt grad hab ich die Zeit, ich hoffe sie ist klug investiert.

___

Ansonsten: Haare.

Im Hintergrund das Werk.

Tag 1440 – Noch nicht bereit.

Morgen also wieder zur Arbeit. Ok, nur eine Woche und ok, es ist fast niemand da, also kann ich im Prinzip machen, was ich will, aber… trotzdem.

Heute wegen unbefriedigendem 1. Versuch (lila-Silber etwa 1:5, Ergebnis: stellenweise weiterhin gelblich) meine Haare noch mal getönt (lila-Silber 1:1) und… hui. Jetzt sind sie halt lila. Mal gucken, wie und wie schnell sich das so rauswäscht, so akut ist das lila-Silber-Verhältnis jedenfalls noch optimierbar. Wie gesagt, es ist niemand da, es wird also im Werk kaum wer bemerken, die zwei die da sind sind allerdings beide unter den allerältesten Semestern, ich hoffe die kriegen keinen Herzstillstand. Interessant jedenfalls bei der Experimentiererei: die nicht-blondierten Haare nehmen die Farbe natürlich kaum an, werden aber sehr schön kalt-dunkelsilbern durch die 1:1-Mischung. Wie gesagt. Mal schauen, wie es sich rauswäscht.

Ebenfalls heute: zum ersten Mal von Herrn Rabe die Haare schneiden lassen. Nur im Nacken/um die Ohren/am Hinterkopf, aber das macht er schon sehr gut, bestimmt könnte er obendrauf auch, aber das hat jetzt eine gute Länge für eine Megan Rapinoe inspirierte Frisur hinzubekommen. Ich feiere diese Frau sehr und wenn sie die noch nicht kennen, Googlen sie die ruhig mal. Morgen mache ich mal im Tageslicht Fotos von Farbe und Schnitt.

Apropos morgen: Morgen ist Pippis Geburtstag. Sie wird das hier von uns bekommen:

Finde ich das schön? Nein. Habe ich ihr das gekauft? Ja. Warum? Sie wird ausrasten vor Freude. Das ist alles was zählt: diesem kleinen, eigensinnigen, wunderbaren Mädchen den Wunsch nach einem riesigen Glitzer-Einhorn erfüllen.

Jetzt ganz schnell schlafen. Morgen klingelt der Wecker wieder viel zu früh.