Tag 1956 – Pokémon, Grünkohl, Schwein(chen), Evergreens.

Wir waren heute wieder auf einer längeren Pokémon-Runde am Eidsvoll-bygningen. Da waren zwar auch viele andere Leute, aber nicht so, dass ich mich unwohl gefühlt hätte. Die meiste Zeit waren wir ja auch eh draußen und geredet habe ich nur kurz mit der anderen Kindergartenmutter, die wir immer treffen. Über die Kinder sind wir ja quasi eh eine Kohorte.

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Nach der Pokémonrunde war ich kurz einkaufen, damit wir noch Bier bekamen, das gibt es am Samstag ja nur bis 18 Uhr. (Immer, nicht speziell wegen Corona.) Man sieht jetzt immer mehr Leute mit Maske, ich bin keine Exotin mehr, juhu! Weil ich wusste, dass Pippi im Auto eingeschlafen war und Michel sehr konzentriert Pokémon spielte, kaufte ich noch zwei Schoko-Adventskalender. So stand ich an der Kasse beladen mit vier Dosen Weihnachtsbier, zwei Adventskalendern und einer Tüte Schmalzringe (Hungerkauf) und traf natürlich jemanden, nämlich H., den Vater von I. „Ist schon Weihnachten?“ fragte der. „Wir fangen dieses Jahr früh an.“ sagte ich. Das klingt jetzt bissiger als es war, der H. ist der nett, alle H.s sind nett, und ich bin ja auch nett.

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Grünkohl ernten waren wir ebenfalls. So viel gibt es in dieser Jahreszeit ja nicht mehr zu ernten, aber wir haben Kürbis, Lauch, Weiß- und ich Ben Grünkohl geholt, letzteren in rauen Mengen, um daraus westfälischen Grünkohl zu kochen und dann traurig einzufrieren, bis wir irgendwann mal Kohlwürste, Mettenden oder Kassler bekommen. Haha. Seufz. Rosenkohl haben wir auch geerntet, der wird morgen eingefroren bis Weihnachten.

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Ich plane, siehe obiger Punkt, schon fleißig das Weihnachtsessen. Seit heute. Da habe ich nämlich, aus einer Laune heraus, Bio-Fleisch beim Osloer Supermetzger vorbestellt, zur kontaktarmen Abholung bei der Warenausgabe am 22.12. Es gibt wieder Krustenbraten, an zwei Tagen vermutlich, und an am dritten dann Lammcarree.

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Die Schweinchen sind im Petersilienhimmel, da stand nämlich auch noch das halbe Kräuterbeet beim Bauernhof von voll. Da lässt sich Muffin auch für streicheln (sogar Pølse lässt sich dafür die Nase kraulen), nur am Hals darf ich ihm nicht fühlen, dann warnbeißt er. Also so, dass man merkt, dass er könnte, wenn er wollte, noch will er nicht, aber…! Es sieht aber alles am Hals gut aus, bisher kein neuer Abszess. Jetzt muss das Schweinchen nur noch wieder dicker werden. Wir waren da ja schon auf einem guten Weg und dann kam der Abszess. Aber er ist fit und auch weiterhin der Chef im Gehege und wenn er sich kraulen lässt, lässt auch Pølse das zu. Marshmallow nicht. Nicht mal für Petersilie lässt die sich anfassen. Dabei bin ich doch total nett, ehrlich, gar nicht gefährlich und selbst an Marshmallow ist nicht genug dran für nen Weihnachtsbraten.

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Abends mit Herrn Rabe Discovery geguckt, wir hinken da etwas hinterher. Mich amüsiert ein wenig, wie sie die Trill als so einen Star-Treck Klassiker aus dem Hut zaubern. „Wir brauchen ne Charakterentwicklungsfolge, mit ordentlich viel Zwischenmenschlichem, hat wer ne Idee? Boah nee, nicht schon wieder Trill, hat noch wer ne andere Idee? Keine? Na schön. Trill it is.“

(War aber ne schöne Folge.)

Tag 1942 – Weg damit.

Die orange Wurst drüben ist abgewählt, Hurra! Nur noch dingsundsiebzig Tage bis da wieder jemand an der Macht ist, der nicht vollständig auf seinem eigenen Planeten lebt. Und in zehn Jahren erklären wir dann unseren halbstarken Kindern, wie das eigentlich angefangen hat, damals, mit diesem superreichen* Rumpelstilzchen-Typen, der mit schöner Regelmäßigkeit in irgendwelchen halbseidenen Medien auftaucht und behauptet, ja eigentlich immer noch rechtmäßiger POTUS zu sein, weil er ja nie abgewählt worden sei. Das wird dann bestimmt lustig, wenn wir das so erzählen, wie das war, mit „Fake News“ und allem.

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Hier im Rabenhaus geht alles seinen gewohnten Gang, will sagen: wir machen tolle Pläne und setzen sie im Tempo einer sedierten Schnecke um.

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Die Kinder, ne? Ich hab die so lieb und trotzdem möchte ich sie so oft im Wald aussetzen. Aber dann kuscheln wir abends und da ist so viel Vertrauen und hach und im Wald ist es kalt und feucht und voller Mücken, das wäre vielleicht doch ganz schön gemein.

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*angeblich hat er ja auch irre hohe Schulden, aber machen wir uns nix vor: der wird immer reich bleiben, egal wie viele Schulden er eigentlich hat.

Tag 1917 – Wieder nicht früh im Bett.

Ach, ach. Ich wünschte wirklich, ich könnte das besser steuern, aber es gelingt mir einfach nicht. Morgens müde, tagsüber müde (bis hundemüde, gerne nach dem Mittagessen) abends wach.

Morgen Meetings von 9-16 Uhr, also „schaffe“ ich da auch wieder nichts.

Ich weiß jetzt etwas mehr über den Streik und naja. So exorbitant sind die Forderungen nicht, ich vermute, es geht auf beiden Seiten rein ums Prinzip. Aber watt mutt datt mutt, alles andere ist strafbar.

Sorgenschwein ist fitter, jedenfalls fit genug, um sich gegen Antibiotika- und Schmerzmittelgabe zu wehren. Da ist allerdings weiter eine dicke, recht feste Kugel an seinem Hals.

Norwegisch werden ist teuer, dabei deutsch bleiben ist noch teurer und dauert absurd lange. Der ganze Prozess würde sich dann über fast zweieinhalb Jahre hinziehen, das finde ich inakzeptabel. Scheiß Brexit.

Ich will nicht, dass der Coronaherbst und der Coronawinter kommen. Wirklich nicht. Lieber Winterschlaf.

Tag 1833 – Nicht viel los gewesen.

Alltag halt (yeah!). Homeoffice mit vielen Meetings und emails. Michel hat’s in der Schule mit dem Fuß übertrieben und jetzt ist der Fuß wieder ein bisschen dick und tut auch wieder weh. Michel war nach der Schule im Hort und die waren wieder bei der Betreuerin mit den Pferden, diesmal haben wir ihm aber Ceterizin mitgegeben und die Betreuer*Innen instruiert, dass er eine halbe davon nehmen soll, bevor sie los fahren. Das hat gut geklappt und Michel konnte dann sogar ein bisschen Sulky fahren. Pippi war im Kindergarten und die haben einen Ausflug nur mit den Vorschulkindern gemacht. Dementsprechend platt war Pippi aber nachmittags. Abends Sport mit Herrn Rabe und uns tut inzwischen alles weh vor Muskelkater aber das ist das gute Wehtun, nicht das verspannte Homeoffice-blöde-Stühle Wehtun.

Jetzt Bett. Die neue Unsicherheit angesichts steigender Fallzahlen überall frisst viel meiner Energie und ich brauche wieder mehr Schlaf. Gute Nacht!

Tag 1770 – Gleichförmig.

Das Problem an diesen gleichförmigen Tagen ist, dass eben nichts passiert, das irgendwie bloggenswert wäre. Halbwegs spannende Dinge, die heute passiert sind:

  • Der Meerschwein-Auslauf ist jetzt fertig und die Ladies haben davon heute ca. 1/10 zum herumliegen genutzt
  • Der Support rief an und ich hab den Typen nicht durchs Telefon geholt (ich kann seit Tagen nicht in unserem Remote Desktop-Dings arbeiten weil es Ultra langsam ist und halt und überhaupt)
  • Pippi hat ein Kaugummi ins Auto gespuckt und Michel im Auto Slushspritzer verteilt und ich habe beide nicht vorm Einkaufszentrum angebunden und bin weg gefahren
  • Ich musste zum ersten Mal im Meeting den Arbeitsplatz wechseln, weil die Meerschweinchen zu laut mitreden wollten
  • Muffin lässt sich jetzt streicheln, über die Nase (dann macht er die Augen zu) und über die Ohren

Mehr war nicht. Also echt nicht. Ich habe deshalb für morgen eine total spannende Exkursion geplant, damit ich was zu bloggen hab. Ich fahre ins Büro*! Ha. Mal gucken, ob ich meinen Türcode noch kann. Ist immerhin das erste mal seit 09.03., dass ich da arbeiten werde.

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*ich muss. Wir alle müssen ein „kritisches Sicherheitsupdate“ machen, bin zum 30.06. Das geht wohl nur im Büro und ich muss dann ne Stunde mindestens da rum hängen, dann kann ich auch gleich einen kurzen** Arbeitstag einschieben

**heute war schon wieder lang. Ich mag die Pre-Ferien-alle-wollen-ihre-Schreibtische-leer-bekommen-Zeit nicht

Tag 1741 – Schnipsel.

Michel klagt seit Wochen über Übelkeit nach dem Essen und ich bin langsam nicht mehr sicher, ob das echt „nur“ zu schnell zu viel gegessen ist oder mehr dahinter steckt also gingen wir heute zur Hausärztin. Die hat wieder eine Vertretung und auch diese Vertretung ist sehr nett, auch zum sehr aufgeregten und deshalb etwas quatschigen Michel. Als sie dann aber ankündigte, dass wir Blut abnehmen müssten war das Quatschige komplett weg und zehn Minuten später hatte ich einen sehr kleinen, weinenden und dann schreienden Michel auf dem Schoß, mit Nadel im Arm. Mein armes, armes Baby. Gut fand ich, dass niemand ankam mit „das tut doch gar nicht weh“ oder ähnlichem Stuss. Michel wurde von allen Seiten gelobt, dass er das gemacht hat, obwohl er so Angst hatte und es ihm so weh getan hat. Uff. Aber – mein armes Baby. Hinterher gab es ein Eis, für seine und meine Nerven. Bis zur Schule waren auch die Tränen getrocknet, aber ich war dann froh, zu Fuß nach Hause zu müssen um ein bisschen runter kommen zu können.

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Die norwegische Bezeichnung „Kartoffel“ für Menschen ist ein Kompliment. Kartoffeln gehen nämlich zu allem, sind vielseitig und nahrhaft. Ha.

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Wir kriegen einen neuen Inspektør, er ist 29 und Biomediziner. Da er ein Mann ist, ist er vermutlich nicht so stark vom Impostorsyndrom betroffen, aber ich werd ihn trotzdem ein bisschen extra herzlich willkommen heißen. Wir molekulare-Irgendwas-Menschen müssen zusammenhalten.

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Pippi kam heute aus dem Kindergarten wieder so dreckig nach Hause, dass ein Bad kein Diskussionsgegenstand mehr war. Irgendwann sagte ich zu ihr, dass wir dann jetzt mal ihre Haare waschen müssen und sie dann raus kommen soll, da sagte sie „Moment, Mama, ich rieche kurz an meinem Fuß… nein, der stinkt noch, ich muss noch drin bleiben.“ Diese kleine Rübennase, ey. Quatschkind. Aber jetzt mit sauberen Füßen (und Ohren und Hals und überhaupt allem).

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Herr Rabe hat sich heute einen Rasenmäher gekauft und ich habe zwei mal sagen müssen, dass der nicht im Haus benutzt wird. Corona macht seltsame Sachen mit uns.

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Donnerstag zieht hier ein Meerschwein namens Muffin ein. Erstmal eins, weil es ein alleinstehender Herr ist. Sobald der kastriert ist und die Karenzzeit danach rum ist, dürfen dann noch Damen dazu kommen. Ich freu mich – und Michel sich auch. Dem hatten wir das ja versprochen für „nach dem Umzug“. Wir sind vor fast zwei Jahren umgezogen.

Tag 1686 – Corontäne Tag 13.

Heute hatte ich den Vormittag mit den Kindern und ich hatte einen Ausflug ins Werk ausgelobt, falls Schulaufgaben zügig erledigt würden und Sport gemacht würde. Hat so einigermaßen geklappt, allerdings habe ich mich beim Sportprogramm für Grundschüler von Alba Berlin einigermaßen zum Horst gemacht. Die Kinder fanden es aber ganz ok.

Der Ausflug ins Werk war dann, um einen hastig beschafften extra Bildschirm abzuholen. Jetzt können wir Nachmittags, wenn die Kinder Medienzeit haben, beide arbeiten – eine*r oben, eine*r unten. Dann muss abends nicht mehr ganz so viel nachgeholt werden.

Nachmittags dann Arbeit, da ist versehentlich was eskaliert und jetzt hab ich eine lustige kleine Covid19-Sache an der Backe, mal gucken, was daraus noch wird. Jedenfalls musste ich nach einem Telefongespräch mit anderen Leuten zwecks gemeinsamen Haareraufens erst mal meinen Kollegen anrufen.

Apropos Haare raufen: ich werd am Ende dieses Lockdowns echt schlimm aussehen, ich müsste eigentlich ca. jetzt dringend Haare schneiden. Ob ich Herrn Rabe ranlasse? Sieht ja eh keiner von nahem in den nächsten 3,5 Wochen.

Nach der Arbeit war ich dann das erste mal seit Freitag dem 13. mittags eine signifikant lange Zeit ohne die Familie, nämlich bei der Apotheke und ein paar Lebensmittel einkaufen – zu Fuß. 15 Minuten hin, 10 Minuten für die 2 Einkäufe, 20 Minuten zurück (bepackt und bergauf). Ehrlich gesagt war das sehr schön.

Huch, ein Haus! Das war da neulich noch nicht.
Supermarkt-Impressionen 1.
Supermarkt-Impressionen 2.

Was 45 Minuten für die Laune ausmachen.

Dass ich das immer wieder vergesse.

Abends sehr lecker gegessen (Crêpes mit Käse für die Kinder, Crêpes mit Champignons, Zwiebeln und etwas Käse für mich), Kinder ins Bett verfrachtet und dann ins Hochzeitsoutfit (!) geschmissen für die Twitter-Kneipe. Da kam neulich eine Frage: wir machen das über Zoom, der Host braucht da einen Account, die anderen loggen sich einfach ins Meeting ein. Sehr einfach und gute Qualität des Gesprächs.

Tag 1646 – Doppel-Homeoffice.

Huh, neue Schriftart im WordPress-Editor. Was ist das für eine Zermürbungstechnik hier? Das macht mich doch jetzt wieder drei Wochen lang wuschig. Das komische Absatzgehampel nervt mich ja auch noch. (Jaja, dochdoch, ich bin total technikaffin.)

Herr Rabe und ich haben heute beide Homeoffice gehabt, ich, weil ich um halb zehn eine Blutentnahme hatte und es Quatsch fand, danach dann noch ins Büro zu fahren, Herr Rabe weil ich auch Homeoffice hatte. Und so saß ich dann am Esstisch und Herr Rabe im Arbeitszimmer und wir homeofficeten halt so rum, aber immerhin mit gemeinsamer Mittags- und Kaffeepause (und wem, bei dem man sich über #alleirre auskotzen kann). Das war sehr nett, vielleicht können wir das hin und wieder so einschieben, zumindest die Blutentnahmen, wurde mir heute gesagt, finden nicht früher statt, weil ich ja nicht nüchtern kommen muss, wen interessiert da schon, ob Leute vielleicht auch noch andere Dinge zu tun haben, als sich um halb zehn („Das ist aber wirklich das allerfrüheste!“) Blut abnehmen zu lassen. Alle zwei Wochen.

Ich bin darüber so sauer, und es stimmt auch einfach nicht, weil ich nämlich auch schon um halb neun Termine zur (nicht nüchternen) Blutentnahme dort hatte und dann um acht da auflief und um fünf nach acht mit zwei Röhrchen Blut weniger rausspazierte. Dieses Aus-Prinzip-Macht-Demonstrieren-Weil-Du-Bist-Patientin-Und-Von-Uns-Abhängig-Ätsch nervt mich sehr.

Sonst war heute nicht viel. Michel hatte drei mal sehr herausfordernde Laune, nämlich

  • Direkt nach dem Aufstehen
  • Beim Abholen aus dem Hort und
  • Beim/nach dem Abendessen

Und da ich gestern die steile These las, dass Kinder grundsätzlich immer kooperieren wollen, aber manchmal (sic!) nicht können, weil sie entweder schon zu viel kooperiert haben oder „ihre Integrität verletzt wurde“, frage ich mich halt jetzt schon, was genau Michels Kooperationsbereitschaft heute so in Mitleidenschaft gezogen haben soll bzw. inwiefern ich seine Integrität verletzte. „Geld kann man immer nur ein Mal ausgeben“ war’s wahrscheinlich.

Geld ist an allem schuld und ich las heute, dass meine Einstellung zum Kapitalismus zum linksextremen Antikapitalismus gezählt wird. Tscha, dann ist das wohl so. Gleich mal nen schwarzen Hoodie kaufen einem Kapitalistenschwein rauben.

Tag 1546 – Abspaziert.

Heute tatsächlich die To-Do-Liste abgehakt, ENDLICH EINEN TERMIN BEI DER PHYSIOTHERAPIE BEKOMMEN ist es denn zu fassen halleloo, aus Gründen unseren Hauskredit untersucht und eine einen Tucken günstigere Bank zwecks Finanzierungsangebot angefragt, an deren Online-Tool gescheitert und dann sogar noch richtig rumgeschlunzt und einfach auf dem Sofa ferngesehen. Wie früher. Das war schön.

Recht wenig getwittert und abends, als ich mal reinschaute, festgestellt, dass das eine gute Entscheidung war, es gibt ja die seltsamsten Seltsamkeiten in diesem Internet.

Mit Herrn Rabe die vierte (und letzte) Folge Queer Eye in Japan geguckt und furchtbar rumgeheult.

Insgesamt ein schöner Tag. Solche Inseln muss ich mir öfter einbauen (und nicht erst wenn es an allen Ecken und Enden blau brennt).

Tag 1545 – Hehre Pläne.

Heute wieder wenig gemacht. Lag aber heute unter anderem an Migräne. Mantel fertig genäht und einen Haufen Blusen und Hosen gebügelt, jetzt bin ich vorerst wieder versorgt. Sowas stumpfsinniges wie Bügeln und Knöpfe annähen geht ja auch mit Matschbirne.

Der Mantel ist sehr schön, sieht laut Herrn Rabe ein bisschen lustig aus, ist, glaube ich, sehr schön warm und – sehr schwer. Überlege, ob ich in der Mitte einmal rundum steppe, damit sich das nicht alles aushängt und unten ausbeult. Hmmhmm.

Pippi ist heute beim Orchideen gießen vom Stuhl gefallen und hat jetzt ne riesen Beule am Hinterkopf. Wir haben ein ernsthaftes Gespräch zu den Themen Orchideenpflege und auf Stühle klettern geführt. Ich hoffe es hilft.

Morgen habe ich frei. Eigentlich habe ich auch Dienstag frei aber das tausche ich eventuell um gegen Donnerstag (Homeoffice) aus Gründen. Jedenfalls, morgen. Ich möchte Sport machen, Mittagsschlaf machen, die Schneckenerde tauschen, aus Gründen die Hausarztpraxis anrufen, aus Gründen die Physiotherapiepraxis anrufen, aus Gründen die Bank kontaktieren, aus Gründen meine ehemalige deutsche Krankenkasse kontaktieren und vermutlich ist dann der Tag auch schon wieder rum und ich werde das Gefühl haben, nichts geschafft zu haben, noch nicht mal, gezielt nichts zu tun. Das wird super.

Möchte außerdem meinen Twitter-Konsum minimal halten, wenigstens an diesen freien Tagen. Das tut mir da alles nicht gut momentan.

Ab ins Bett. Routine ins frühe(re) ins Bett gehen kriegen.