Tag 2378 – Alles gut.

Ein alles in allem okayer bis guter Tag. Muss ja auch mal gesagt werden. Nichts war weggeflogen, als wir heute früh aufstanden. Es gab mal keinen Streit am Morgen wegen Pünktlichkeit vs. Trödelei. Der Arbeitstag verlief relativ ereignislos aber zwischenmenschlich gut (keine weiteren besorgten Mails). Ich habe sogar mein Passwort für unsere Homepage bei der Arbeit wieder gefunden und konnte dann ein paar Seiten updaten – das ist schön stupide für kurze freie Zeiten zwischendurch. Michel schlief recht schnell ein und ich konnte mich rausschleichen, ohne dass er sofort wieder wach wurde. Danach spielte ich noch eine Weile Geige und das klingt schon ganz ok grad*. Üben bringt’s.

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Einzig die galoppierenden Infektionszahlen (unser Kaff ist jetzt bei einer 7-Tages-Inzidenz von knapp 1500) bereiten mit Sorge, aber ich bin auch so müde davon, mich dauernd zu sorgen, dass ich das mal eine Weile auf Abstand halten möchte. Ich kann nicht alleine Norwegen vor Covid retten, schon mal gar nicht, wenn alle norwegischen Fachleute (ja, echte Fachleute, nein, die haben bisher zum größten Teil eigentlich nicht den Eindruck gemacht, Kategorie Tegnell oder Streek zu sein) und Politiker*Innen auf sämtlichen Kanälen gegen meine gefühlt angezeigte Vorsicht argumentieren. Mögen sie recht behalten und das alles schon irgendwie schief gehen, ich muss mit meinen Nerven besser haushalten.

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*Man hat ja einen gewissen Einfluss darauf, wenn man niemanden hat, der einer sagt, was man spielen oder üben soll. Ich spiele aber grad nicht „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ nur um rumprotzen zu können, wie toll ich bin. Ehrlich!**

**Ehrlich nicht. Und ich wette, selbst „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ könnte man mit (m)einer perfektionistischen Ader noch ziemlich weit treiben.

Tag 2357 – Ein paar Gedanken.

In Deutschland (in Bielefeld jedenfalls) ist es sehr dunkel. Warum ist das so? Ist das bloß der fehlende Schnee? Gefühlt sind die Straßenlaternen wesentlich weiter auseinander und sie leuchten nicht optimal, zwischen den Laternen sind stockdustere Gruselstellen und schon auf der anderen Straßenseite ist es so dunkel, dass man keine Chance hat, den Hundehaufen auf dem Gehweg zu sehen. Hat das Gründe? Sind wir in Norwegen so reich, dass wir uns leisten können, Wohngebiete nachts zu beleuchten?

Außerdem ist Bielefeld zu klein für unser Auto.

Nicht neu: gemessen an Norwegen unfassbar wenige Elektroautos. Leute. So wird das nix mit dem Ausstieg aus den fossilen Energien. (Jaja, die Ladeinfrastruktur, der dreckige Strom, blablabla.)

Total seltsam: in der Innenstadt ist überall mit sehr viel Salz gestreut. Also wirklich so viel, dass es unter den Schuhen knirscht. Es sind Plusgrade. Meine armen Schuhe, die armen Tiere, die darin herumlaufen müssen, die armen Unterböden und der arme Lack von Autos, der arme Boden.

Überall ist 2G oder 2G+, das wird mehr oder weniger streng kontrolliert, bisher aber bis auf 1 Begegnung wirklich gründlich. Es tragen auch alle Masken, und während man da in Norwegen noch viele Pimmelnasen sieht (diese Maskenpflicht ist ja noch neu für uns und wird auch nicht kontrolliert) , sind die hier eher eine Randerscheinung. Meiner Meinung nach lassen Leute in Deutschland im Dezember 2021 ihre Nase auch nicht mehr aus Unwissenheit herausbaumeln, sondern machen das mit voller Absicht. ABER. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage: ich wünsche mir den norwegischen Meter. Alle scheinen sich so auf Masken und Impfungen zu verlassen, dass ÜBERHAUPT GAR KEINE Abstände mehr gehalten werden. Mir war gar nicht klar, dass der gemeine Westfale einer so auf die Pelle rücken kann, aber ich musste mich heute mehrmals sehr beherrschen, nicht Leute mit „Halten Sie bitte Abstand!!!“ anzuranzen. Es ist, als wäre ich im anderen Extrem gelandet. Während in Norwegen alle meinen, wenn man den Meter einhält, ist alles gut, meinen hier alle, wenn man geimpft ist und ne Maske trägt (also bis man die nicht mehr trägt, weil man isst, trinkt, raucht oder sich die Nase putzt), ist alles gut. Ein Mittelding wäre nett, denke ich.

Btw., man mag es Ausdenkerei nennen, aber es ist echt so passiert: wir waren heute auf dem Weihnachtsmarkt und Michel sagte sofort: das hier ist ein Corona-Risiko.

Michel spazierte heute schwer beeindruckt am Aufschnittregal im (völlig durchschnittlichen) Supermarkt vorbei. So viel Auswahl! Daran gemessen leben wir echt in der Planwirtschaft, aber da gewöhnt man sich dran, jedenfalls bin ich von der Auswahl einfach total überfordert. Ich mag inzwischen die Eintönigkeit des norwegischen Angebots sehr. Man weiß, wenn man einen Supermarkt einer Kette betritt, welches Sortiment die haben. Mit etwas Erfahrung kann man anhand der Größe auch abschätzen, was sie „außerhalb des Standards“ wohl noch haben.

Michel mag sehr gerne Käsebrötchen. Also diese überbackenen Dinger, nicht ein mit Käse belegtes Brötchen. Es ist aber schon ein bisschen lustig, wenn man mit einem doch schon ziemlich großen Kind beim Bäcker steht und erklären muss, was ein Käsebrötchen ist.

Tag 2265 – Groß und klein.

Blick nach Deutschland: eieieiei. Das werden ja super leichte Koalitionsverhandlungen. Nicht. Und die Lachnummer aus NRW ist nicht 100%ig raus, das bekümmert mich ebenfalls ein wenig. In Sachsen ist die NoAfD stärkste Kraft, das finde ich entsetzlich.

Norwegen ist verkatert nach den gestrigen Pandemieende-Sauf-Prügeleien. Geschieht ihnen recht.

Michel kann nicht schlafen. Es ist Cola im Spiel gewesen (nicht von uns genehmigt) und außerdem war er heute extrem aufgekratzt, denn er hat an einem Korps-Projekt teilgenommen, bei dem sie Musik mit der „Blåsemafian“ gemacht haben, drei jungen Typen, die mit Trompete, Saxofon, Posaune und Tuba ziemlich coole Musik machen. Am Ende gab es ein Konzert mit der Blåsemafian und allen Teilnehmenden. Michel ist jetzt totaler Fan der drei Typen und hat einen signierten Hoodie, den er aber wohl nie tragen wird, weil er nun an der Wand hängt. „Nur wenn ich auf ein Fest gehe ziehe ich den an!“. Für Michel freut mich am meisten, dass er total Spaß hatte und bei dem Konzert mitgemacht hat, obwohl er gestern erst gar nicht zu dem Projekt wollte und heute früh noch ganz sicher war, NICHT mit auf die Bühne zu gehen. Jetzt ist er einen Meter größer und findet sein Instrument und im Korps spielen wieder wesentlich cooler.

Sigurd, Jørgen und Shlfnn Bllb DllB.

(Anekdote: bei der Begrüßung der Blåsemafian hat Michel wohl als erstes wiedergegeben, was ich ihm auf seine Nachfrage erklärt hatte, nämlich „Mafia ist eine kriminelle Organisation!“, woraufhin die Band sagte „Genau, und unsere Musik ist einfach kriminell gut!“)

Tag 2261 – Kleine Anekdoten.

„Ist das gut?“ fragte Herr Rabe heute in Carona und zeigt auf die Recents bei Spotify (was bei uns eine extrem wilde Mischung ist von Bummelkasten, über Queen, über Sofie Tucker, über The Fat Rat, über Die Ärzte bis zu Schubert). Natürlich ist das gut, das ist das Tschaikowski Violinkonzert. Weiß nicht ob er es dann wirklich gut fand, aber ich find das gut, so.

Selbst übe ich weiter an Seitz Schülerkonzert Nr. 4 herum und habe heute bei der Arbeit Sibelius Symphonie Nr. 7 gehört – bis ich gemerkt habe, dass ich nicht arbeitete sondern ganz verzückt zuhörte, hoppla.

Aus Gründen musste ich heute dran denken, dass ich, lange vor Herrn Rabe, mal sehr neugierig auf einen jungen Mann war, mit dem ich sehr gut reden konnte. Wir saßen sehr lange in seinem Auto (einem denkbar unsexy Opel Corsa) auf dem Mc Donalds Parkplatz, weil er mich nach Hause fahren sollte, aber niemand von uns wollte das so richtig. Am Ende knutschten wir, das war sehr verboten, weil wir eigentlich beide in anderen, eigentlich monogamen, Beziehungen steckten. Später wurde noch mehr draus, was natürlich noch viel verbotener war und natürlich ist das dann auch alles genau so gelaufen, wie man sich das so vorstellt, mit Drama und Gedön, aber wundersamer Weise hab ich nur gute (und ein paar sehr lustige) Erinnerungen an die Zeit und kein gebrochenes Herz und seither muss ich auf dunklen Mc Donalds-Parkplätzen immer an lange Gespräche und heimliches Knutschen denken.

Es war ja auch nicht alles schlimm mit 19/20.

In Norwegen hamstert man jetzt Feuerholz. Wir haben noch relativ viel, deshalb haben wir noch nichts neues bestellt, aber die Strompreise sind zur Zeit so astronomisch, dass man an Alternativen um das Haus warm zu kriegen denken muss. Feuerholz ist schlecht für die Umwelt, keine Frage, aber mit den Strompreisen von jetzt (die bis zum Winter noch weiter steigen werden) und unserem Verbrauch im Januar kommen wir hier zu Hause auf eine Stromrechnung von gut 1000€. Pro Monat. Die schlimmsten Stromrechnungen sind Dezember, Januar und Februar, danach geht es wieder aufwärts, aber mir graut es jetzt schon und da bin ich wohl lange nicht die einzige. Ich könnte auch das ganze Haus in Wolle einwickeln, oder uns allen (inklusive Meerschweinchen) lustige Astronautenanzüge aus Daunendecken nähen. Oder wir fahren nicht mehr Auto, oder fahren nur noch Auto, weil’s viel günstiger ist, das Auto aufzuheizen, als ein ganzes Haus? Stay tuned.

Pippi kann fast Skabat, wie sie sagt. Mit rechts besser als mit links (ganz die Mama) und Rechts-Links-Schwäche hat sie auch eher nicht (doch nicht ganz die Mama). Sie übt jedenfalls kräftig, und da sie unaufgewärmt schon sehr weit runter kommt, denke ich, in wenigen Wochen kann sie aufgewärmt wirklich Spagat. Hach ja, das ist bei mir auch fast so lange her wie verbotenes Knutschen.

Tag 2228 – Ferienende.

Diese Woche hatte ich noch mal frei, deshalb auch so viel Zeit für alles mögliche, aber so richtig Lust auf Arbeiten habe ich nun auch nicht, muss ich sagen.

Morgen werde ich erst mal früh aufstehen und dann gegen Wale kämpfen um das Gefühl zu haben, dass ich nicht untätig dabei zusehe, wie das Klima immer weiter und mit durchgedrücktem Gaspedal an die Wand gefahren wird.

Ansonsten war hier heute nicht viel los. Morgens hab ich Michel seine Sportsachen in die Schule hinterhergefahren und danach eine sinnlose Blutprobe gemacht (sinnlos weil ich morgens im Halbschlaf das Levaxin genommen hatte), aber jetzt weiß ich immerhin, dass mein Kalziumspiegel wieder völlig normal ist. Abends habe ich erst gegen Michel (und viele andere) im MarioCart verloren und dabei viel Spaß gehabt und dann Herrn Rabe knapp geschlagen und auch viel Spaß gehabt. Hurra!

Tag 2218 – Hätte, hätte, Fahrradkette.

Also, ich hätte da ein paar Themen, zum Beispiel hab ich Sonntag sehr viel in der Küche gestanden und Marmelade und Kuchen und so Sachen gemacht und wenn man das nicht dokumentiert, ist es bekanntlich nicht passiert.

Außerdem kam gestern der Klimareport und seither sind über 1000 Leute den norwegischen Grünen beigetreten (ich ja schon am Samstag). Ich habe seither eigentlich nur noch Gewaltphantasien, wenn irgendwelche Würstchen rumheulen, „der Report“ gäbe uns ja nur 10 Jahre zur Schadensbegrenzung. Da möchte ich die schütteln und schreien, dass das Klima das tut, das Klima verhandelt nicht, genauso wie das scheiß Virus, das Klima sagt nicht „na gut, weil ihrs seid, n bisschen Öl könnt ihr schon noch fördern, das kriegen wir schon irgendwie hin“. Und wenn dann noch wer mit „Aber China!“ kommt, ist es völlig vorbei mit dem Pazifismus. Aber wenn ich mich da jetzt reinsteigere, ist auch niemandem geholfen *und* ich kann nicht schlafen.

[ Einschub: die Linn von der lokalen Grünen-Gruppe rief heute an und fragte, wo ich mich denn wohl engagieren will, wenn ich mich engagieren will, und ich war überrumpelt und hab deshalb nicht feministische Themen gesagt, sondern gar nichts. Ich werde aber zu den Treffen fortan eingeladen werden, vielleicht bekomme ich da ja bei Gelegenheit den Mund auf.]

Aber all das muss ich wann anders ausführen. Heute morgen, nach neun Stunden Schlaf, sah ich nahezu menschlich aus und nur ein ganz bisschen verquollen, da kann ich ja mal versuchen, das beizubehalten. (Leider fühlte ich mich wie immer um die Uhrzeit, nämlich „will nicht aufstehen“.)

Tag 2203 – Endlich Regen.

Yeah, Sommerliebe und alles, haha, aber… jetzt reicht’s dann auch. Die letzten Tage, besonders heute, war es nicht nur warm sondern auch drückend und schwül und generell eklig. Jetzt regnet es endlich, das wurde auch Zeit und es darf jetzt dann gerne auch ein paar Liter geben, die Pflanzen brauchen das. Ich hoffe, damit sind dann jetzt auch die Wetterumschwungs-Kopfschmerzen durchgestanden und die ständige Müdigkeit (auch durch die Kopfschmerzen) verfliegt dann mal.

Ansonsten gibt es hier nicht so viel zu erzählen. Pippi nimmt heute und morgen an einem historischen Theaterprojekt teil und heißt jetzt Siri (oder Sigrid? Schwer zu sagen, auf Norwegisch ist das d am Ende ja stumm und Siri und Sigri(d) kommt per Pippi-stille-Post hier eventuell nicht richtig an). Michel spielt viel Minecraft und guckt noch mehr YouTube, das müssen wir morgen mal begrenzen, er hat ein Puzzle bekommen, das er gerne machen kann, von dem YouTube-Gesülze kommt er auf Dauer komisch drauf. Ich habe H-Dur stoisch bearbeitet und es geht schon wesentlich besser, und weil ich ständige Herausforderungen brauche (ähähähä) hab ich direkt c-Moll „Vivace“ angefangen, wobei ich mir aber leider die Finger breche (nicht nur wegen c-Moll, sondern weil das gemein komponiert ist, Etüden halt) und vivace ist auch eher so herzschwacher Rentner. In halbem Tempo geht’s. Ansonsten übe ich Intonation mit der Stimm-App. Herr Rabe hat die Hecke fertig (hier Jubel vorstellen).

Ich fürchte, morgen muss ich das Pflaster wechseln. Sind dann halt 12 statt 14 Tage, aber bringt ja auch nix, wenn das nur noch partiell klebt.

Nach 11 Tagen kann ich zu 95% wieder Fragen stellen, die auch klingen, wie ne Frage. Sehr seltsam, wenn die Stimme solche Selbstverständlichkeiten nicht mitmacht, das kann ich Ihnen sagen. Ich kann singen und rufen, aber das ? am Satzende hörbar machen, das dauerte nun am längsten.

Tag 2165 – Nur noch ein paar Tage.

Ein bisschen noch durchhalten, dann ist Urlaub. Ich bin ganz schön platt insgesamt, muss ich sagen. Also einfach urlaubsreif.

Wir haben unsere Arbeit zur Arbeitsplatzverteilung wieder aufgenommen, nach den Ferien dürfen wir vermutlich alle wieder zurück ins Büro, aber es gibt neue Regelungen zum mobilen Arbeiten* und die sind überraschend flexibel. Damit hat sich eine meiner Prophezeiungen schon mal nicht erfüllt. Trotzdem oder grad deshalb wäre es irgendwie schon nett, wenn sich unsereins irgendwie auf irgendwas vorbereiten könnte, das nicht unglaublich vage ist.

Impfnebenwirkungsstatus: alles gut, sogar der Arm tut nur noch weh, wenn ich drauf drücke. Das Aua ging genauso schnell wieder weg, wie es gekommen war.

Kinderstatus: Michel hat heute seine Schulmappen mit nach Hause gebracht und dass ein Drittklässler über Tröpfcheninfektion Bescheid weiß und mit „Amungus“ erklärt, hätte man ja vor 2 Jahren auch noch nicht gedacht.

Wir können dann später immer bei Familienfeiern peinliche Geschichten auspacken. „Als wir jünger waren, haben wir noch allen möglichen Leuten die Hand gegeben. Der Reihe nach und ohne desinfizieren! Und es war ganz wichtig, kräftig zuzudrücken, aber nicht zu hart!Wenn man irgendwen wichtiges falsch begrüßt hat, konnte das richtig Ärger geben.“

So, ab ins Bett jetzt. Wird Zeit für ein bisschen Schlaf, die letzte Nacht war eher unruhig (unter anderem wurde ich um zwei davon wach, dass ein Kind, dessen Ankunft dort ich nicht bemerkt hatte, unser Bett verließ. Momentan muss man leider ein bisschen dahinter her sein, dass die Kinder dann nicht mitten in der Nacht aufstehen, also ging ich gucken, ob alle in ihren Betten lagen. Taten sie und schliefen selig, vielleicht hab ich mir das Aufwachen auch nur eingebildet…)

Tag 2163 – Zu müde.

Heute: Arbeitarbeit (blöde, sinnlose Aufgabe ist fast fertig, ehrlich, so 95%), am Ende ein wichtiges Meeting. Ein neues Schülerkonzert (Seitz op. 13), das ich gestern schon mal zur Orientierung durchgespielt hatte, angefangen, ordentlich zu bearbeiten. Abendspaziergang mit Sammeln von allerlei Grünzeug für die Schweinchen, die jetzt wieder täglich gefühlt ihr Körpergewicht an verschiedenen UnKräutern und Gräsern verdrücken und mich gierig anquietschen, sobald ich zur Haustür reinkomme. Badewanne, Steuer 2018 und 2019 und dann 2018 noch mal, weil ich den falschen Umrechnungskurs genommen hatte. Jetzt ist aber mal gut mit Steuer, echt mal.

Einer von uns muss morgen um 8 mit Pippi beim Augenarzt sein und wir haben noch nicht besprochen, wer das übernimmt, morgen früh um sieben können sich also zwei müde Eltern darum prügeln. Yeah.

Tag 2155 – Kurz-vor-Ferien-Alltag.

Ach so, ja, vielleicht sollte ich auch auf Veröffentlichen klicken, das könnte helfen.

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Hier passiert nichts spannendes. Wir arbeiten so herum, dann holt Herr Rabe die Kinder ab, wir fahren sie (dienstags) beide zeitgleich zu unterschiedlichen Aktivitäten, ich gehe in der Zeit einkaufen und manchmal zur Apotheke (heute wieder, weil bei 4 Tabletten am Tag eine 100er-Packung halt nur für 25 Tage reicht). Besonders war heute, dass Michel noch Sommerabschluss mit dem Korps hatte (und da Cola trank, und dann schlecht schlafen konnte) und Pippi beim Tanzen gefilmt wurde. Alle Kurse filmen diesen Sommer ihre Choreografien, und zwar draußen. Statt Show im Theater mit Publikum* – ich begrüße das sehr, aus verschiedenen Gründen.

Weiterhin war für heute Gewitter angekündigt, mein Kopf möchte auch gerne, dass das endlich runter kommt, der ist nämlich seit heute Mittag schon kurz vor Migräne, aber es kommt einfach nicht.

Geige gespielt, deutliche Fortschritte bemerkt. Viel bessere Klangqualität, und ich beginne zuversichtlich zu werden, dass auch mein 1. Finger irgendwann in der Lage sein wird, ein Vibrato zu erzeugen. Möglicherweise sollte ich mir aber tatsächlich mal langsam nen neuen Dämpfer anschaffen (mein alter war Kolophonium-verkrustet), meinem linken Ohr zuliebe.

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*ich glaube nicht, dass Infektionsschutz seitens der Veranstaltenden eine große Rolle bei der Entscheidung zu Film statt Show gespielt hat, muss ich leider sagen. Der Infektionsschutz da ist nach wie vor ein schlechter Witz. Aber wir sind ja auch in Norwegen, wo es keine Aerosole gibt und am Wochenende die Pandemie – die hier auch gerne mal Epidemie genannt wird – schon quasi abgeblasen wurde, bevor dann hektisch zurückgerudert und richtig gestellt wurde, weil nix vorbei ist, auch wenn wir zur Zeit auf einem guten Weg sind (was wiederum nichts mit überragendem Infektionsschutz zu tun haben kann, denn der ist hier einfach nicht allzu dolle. Das einzige was wir sehr konsequent haben ist Homeoffice. Alles andere haben wir nicht/nur lokal/nur eingeschränkt.)