Tag 2265 – Groß und klein.

Blick nach Deutschland: eieieiei. Das werden ja super leichte Koalitionsverhandlungen. Nicht. Und die Lachnummer aus NRW ist nicht 100%ig raus, das bekümmert mich ebenfalls ein wenig. In Sachsen ist die NoAfD stärkste Kraft, das finde ich entsetzlich.

Norwegen ist verkatert nach den gestrigen Pandemieende-Sauf-Prügeleien. Geschieht ihnen recht.

Michel kann nicht schlafen. Es ist Cola im Spiel gewesen (nicht von uns genehmigt) und außerdem war er heute extrem aufgekratzt, denn er hat an einem Korps-Projekt teilgenommen, bei dem sie Musik mit der „Blåsemafian“ gemacht haben, drei jungen Typen, die mit Trompete, Saxofon, Posaune und Tuba ziemlich coole Musik machen. Am Ende gab es ein Konzert mit der Blåsemafian und allen Teilnehmenden. Michel ist jetzt totaler Fan der drei Typen und hat einen signierten Hoodie, den er aber wohl nie tragen wird, weil er nun an der Wand hängt. „Nur wenn ich auf ein Fest gehe ziehe ich den an!“. Für Michel freut mich am meisten, dass er total Spaß hatte und bei dem Konzert mitgemacht hat, obwohl er gestern erst gar nicht zu dem Projekt wollte und heute früh noch ganz sicher war, NICHT mit auf die Bühne zu gehen. Jetzt ist er einen Meter größer und findet sein Instrument und im Korps spielen wieder wesentlich cooler.

Sigurd, Jørgen und Shlfnn Bllb DllB.

(Anekdote: bei der Begrüßung der Blåsemafian hat Michel wohl als erstes wiedergegeben, was ich ihm auf seine Nachfrage erklärt hatte, nämlich „Mafia ist eine kriminelle Organisation!“, woraufhin die Band sagte „Genau, und unsere Musik ist einfach kriminell gut!“)

Tag 2261 – Kleine Anekdoten.

„Ist das gut?“ fragte Herr Rabe heute in Carona und zeigt auf die Recents bei Spotify (was bei uns eine extrem wilde Mischung ist von Bummelkasten, über Queen, über Sofie Tucker, über The Fat Rat, über Die Ärzte bis zu Schubert). Natürlich ist das gut, das ist das Tschaikowski Violinkonzert. Weiß nicht ob er es dann wirklich gut fand, aber ich find das gut, so.

Selbst übe ich weiter an Seitz Schülerkonzert Nr. 4 herum und habe heute bei der Arbeit Sibelius Symphonie Nr. 7 gehört – bis ich gemerkt habe, dass ich nicht arbeitete sondern ganz verzückt zuhörte, hoppla.

Aus Gründen musste ich heute dran denken, dass ich, lange vor Herrn Rabe, mal sehr neugierig auf einen jungen Mann war, mit dem ich sehr gut reden konnte. Wir saßen sehr lange in seinem Auto (einem denkbar unsexy Opel Corsa) auf dem Mc Donalds Parkplatz, weil er mich nach Hause fahren sollte, aber niemand von uns wollte das so richtig. Am Ende knutschten wir, das war sehr verboten, weil wir eigentlich beide in anderen, eigentlich monogamen, Beziehungen steckten. Später wurde noch mehr draus, was natürlich noch viel verbotener war und natürlich ist das dann auch alles genau so gelaufen, wie man sich das so vorstellt, mit Drama und Gedön, aber wundersamer Weise hab ich nur gute (und ein paar sehr lustige) Erinnerungen an die Zeit und kein gebrochenes Herz und seither muss ich auf dunklen Mc Donalds-Parkplätzen immer an lange Gespräche und heimliches Knutschen denken.

Es war ja auch nicht alles schlimm mit 19/20.

In Norwegen hamstert man jetzt Feuerholz. Wir haben noch relativ viel, deshalb haben wir noch nichts neues bestellt, aber die Strompreise sind zur Zeit so astronomisch, dass man an Alternativen um das Haus warm zu kriegen denken muss. Feuerholz ist schlecht für die Umwelt, keine Frage, aber mit den Strompreisen von jetzt (die bis zum Winter noch weiter steigen werden) und unserem Verbrauch im Januar kommen wir hier zu Hause auf eine Stromrechnung von gut 1000€. Pro Monat. Die schlimmsten Stromrechnungen sind Dezember, Januar und Februar, danach geht es wieder aufwärts, aber mir graut es jetzt schon und da bin ich wohl lange nicht die einzige. Ich könnte auch das ganze Haus in Wolle einwickeln, oder uns allen (inklusive Meerschweinchen) lustige Astronautenanzüge aus Daunendecken nähen. Oder wir fahren nicht mehr Auto, oder fahren nur noch Auto, weil’s viel günstiger ist, das Auto aufzuheizen, als ein ganzes Haus? Stay tuned.

Pippi kann fast Skabat, wie sie sagt. Mit rechts besser als mit links (ganz die Mama) und Rechts-Links-Schwäche hat sie auch eher nicht (doch nicht ganz die Mama). Sie übt jedenfalls kräftig, und da sie unaufgewärmt schon sehr weit runter kommt, denke ich, in wenigen Wochen kann sie aufgewärmt wirklich Spagat. Hach ja, das ist bei mir auch fast so lange her wie verbotenes Knutschen.

Tag 2228 – Ferienende.

Diese Woche hatte ich noch mal frei, deshalb auch so viel Zeit für alles mögliche, aber so richtig Lust auf Arbeiten habe ich nun auch nicht, muss ich sagen.

Morgen werde ich erst mal früh aufstehen und dann gegen Wale kämpfen um das Gefühl zu haben, dass ich nicht untätig dabei zusehe, wie das Klima immer weiter und mit durchgedrücktem Gaspedal an die Wand gefahren wird.

Ansonsten war hier heute nicht viel los. Morgens hab ich Michel seine Sportsachen in die Schule hinterhergefahren und danach eine sinnlose Blutprobe gemacht (sinnlos weil ich morgens im Halbschlaf das Levaxin genommen hatte), aber jetzt weiß ich immerhin, dass mein Kalziumspiegel wieder völlig normal ist. Abends habe ich erst gegen Michel (und viele andere) im MarioCart verloren und dabei viel Spaß gehabt und dann Herrn Rabe knapp geschlagen und auch viel Spaß gehabt. Hurra!

Tag 2218 – Hätte, hätte, Fahrradkette.

Also, ich hätte da ein paar Themen, zum Beispiel hab ich Sonntag sehr viel in der Küche gestanden und Marmelade und Kuchen und so Sachen gemacht und wenn man das nicht dokumentiert, ist es bekanntlich nicht passiert.

Außerdem kam gestern der Klimareport und seither sind über 1000 Leute den norwegischen Grünen beigetreten (ich ja schon am Samstag). Ich habe seither eigentlich nur noch Gewaltphantasien, wenn irgendwelche Würstchen rumheulen, „der Report“ gäbe uns ja nur 10 Jahre zur Schadensbegrenzung. Da möchte ich die schütteln und schreien, dass das Klima das tut, das Klima verhandelt nicht, genauso wie das scheiß Virus, das Klima sagt nicht „na gut, weil ihrs seid, n bisschen Öl könnt ihr schon noch fördern, das kriegen wir schon irgendwie hin“. Und wenn dann noch wer mit „Aber China!“ kommt, ist es völlig vorbei mit dem Pazifismus. Aber wenn ich mich da jetzt reinsteigere, ist auch niemandem geholfen *und* ich kann nicht schlafen.

[ Einschub: die Linn von der lokalen Grünen-Gruppe rief heute an und fragte, wo ich mich denn wohl engagieren will, wenn ich mich engagieren will, und ich war überrumpelt und hab deshalb nicht feministische Themen gesagt, sondern gar nichts. Ich werde aber zu den Treffen fortan eingeladen werden, vielleicht bekomme ich da ja bei Gelegenheit den Mund auf.]

Aber all das muss ich wann anders ausführen. Heute morgen, nach neun Stunden Schlaf, sah ich nahezu menschlich aus und nur ein ganz bisschen verquollen, da kann ich ja mal versuchen, das beizubehalten. (Leider fühlte ich mich wie immer um die Uhrzeit, nämlich „will nicht aufstehen“.)

Tag 2203 – Endlich Regen.

Yeah, Sommerliebe und alles, haha, aber… jetzt reicht’s dann auch. Die letzten Tage, besonders heute, war es nicht nur warm sondern auch drückend und schwül und generell eklig. Jetzt regnet es endlich, das wurde auch Zeit und es darf jetzt dann gerne auch ein paar Liter geben, die Pflanzen brauchen das. Ich hoffe, damit sind dann jetzt auch die Wetterumschwungs-Kopfschmerzen durchgestanden und die ständige Müdigkeit (auch durch die Kopfschmerzen) verfliegt dann mal.

Ansonsten gibt es hier nicht so viel zu erzählen. Pippi nimmt heute und morgen an einem historischen Theaterprojekt teil und heißt jetzt Siri (oder Sigrid? Schwer zu sagen, auf Norwegisch ist das d am Ende ja stumm und Siri und Sigri(d) kommt per Pippi-stille-Post hier eventuell nicht richtig an). Michel spielt viel Minecraft und guckt noch mehr YouTube, das müssen wir morgen mal begrenzen, er hat ein Puzzle bekommen, das er gerne machen kann, von dem YouTube-Gesülze kommt er auf Dauer komisch drauf. Ich habe H-Dur stoisch bearbeitet und es geht schon wesentlich besser, und weil ich ständige Herausforderungen brauche (ähähähä) hab ich direkt c-Moll „Vivace“ angefangen, wobei ich mir aber leider die Finger breche (nicht nur wegen c-Moll, sondern weil das gemein komponiert ist, Etüden halt) und vivace ist auch eher so herzschwacher Rentner. In halbem Tempo geht’s. Ansonsten übe ich Intonation mit der Stimm-App. Herr Rabe hat die Hecke fertig (hier Jubel vorstellen).

Ich fürchte, morgen muss ich das Pflaster wechseln. Sind dann halt 12 statt 14 Tage, aber bringt ja auch nix, wenn das nur noch partiell klebt.

Nach 11 Tagen kann ich zu 95% wieder Fragen stellen, die auch klingen, wie ne Frage. Sehr seltsam, wenn die Stimme solche Selbstverständlichkeiten nicht mitmacht, das kann ich Ihnen sagen. Ich kann singen und rufen, aber das ? am Satzende hörbar machen, das dauerte nun am längsten.

Tag 2165 – Nur noch ein paar Tage.

Ein bisschen noch durchhalten, dann ist Urlaub. Ich bin ganz schön platt insgesamt, muss ich sagen. Also einfach urlaubsreif.

Wir haben unsere Arbeit zur Arbeitsplatzverteilung wieder aufgenommen, nach den Ferien dürfen wir vermutlich alle wieder zurück ins Büro, aber es gibt neue Regelungen zum mobilen Arbeiten* und die sind überraschend flexibel. Damit hat sich eine meiner Prophezeiungen schon mal nicht erfüllt. Trotzdem oder grad deshalb wäre es irgendwie schon nett, wenn sich unsereins irgendwie auf irgendwas vorbereiten könnte, das nicht unglaublich vage ist.

Impfnebenwirkungsstatus: alles gut, sogar der Arm tut nur noch weh, wenn ich drauf drücke. Das Aua ging genauso schnell wieder weg, wie es gekommen war.

Kinderstatus: Michel hat heute seine Schulmappen mit nach Hause gebracht und dass ein Drittklässler über Tröpfcheninfektion Bescheid weiß und mit „Amungus“ erklärt, hätte man ja vor 2 Jahren auch noch nicht gedacht.

Wir können dann später immer bei Familienfeiern peinliche Geschichten auspacken. „Als wir jünger waren, haben wir noch allen möglichen Leuten die Hand gegeben. Der Reihe nach und ohne desinfizieren! Und es war ganz wichtig, kräftig zuzudrücken, aber nicht zu hart!Wenn man irgendwen wichtiges falsch begrüßt hat, konnte das richtig Ärger geben.“

So, ab ins Bett jetzt. Wird Zeit für ein bisschen Schlaf, die letzte Nacht war eher unruhig (unter anderem wurde ich um zwei davon wach, dass ein Kind, dessen Ankunft dort ich nicht bemerkt hatte, unser Bett verließ. Momentan muss man leider ein bisschen dahinter her sein, dass die Kinder dann nicht mitten in der Nacht aufstehen, also ging ich gucken, ob alle in ihren Betten lagen. Taten sie und schliefen selig, vielleicht hab ich mir das Aufwachen auch nur eingebildet…)

Tag 2163 – Zu müde.

Heute: Arbeitarbeit (blöde, sinnlose Aufgabe ist fast fertig, ehrlich, so 95%), am Ende ein wichtiges Meeting. Ein neues Schülerkonzert (Seitz op. 13), das ich gestern schon mal zur Orientierung durchgespielt hatte, angefangen, ordentlich zu bearbeiten. Abendspaziergang mit Sammeln von allerlei Grünzeug für die Schweinchen, die jetzt wieder täglich gefühlt ihr Körpergewicht an verschiedenen UnKräutern und Gräsern verdrücken und mich gierig anquietschen, sobald ich zur Haustür reinkomme. Badewanne, Steuer 2018 und 2019 und dann 2018 noch mal, weil ich den falschen Umrechnungskurs genommen hatte. Jetzt ist aber mal gut mit Steuer, echt mal.

Einer von uns muss morgen um 8 mit Pippi beim Augenarzt sein und wir haben noch nicht besprochen, wer das übernimmt, morgen früh um sieben können sich also zwei müde Eltern darum prügeln. Yeah.

Tag 2155 – Kurz-vor-Ferien-Alltag.

Ach so, ja, vielleicht sollte ich auch auf Veröffentlichen klicken, das könnte helfen.

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Hier passiert nichts spannendes. Wir arbeiten so herum, dann holt Herr Rabe die Kinder ab, wir fahren sie (dienstags) beide zeitgleich zu unterschiedlichen Aktivitäten, ich gehe in der Zeit einkaufen und manchmal zur Apotheke (heute wieder, weil bei 4 Tabletten am Tag eine 100er-Packung halt nur für 25 Tage reicht). Besonders war heute, dass Michel noch Sommerabschluss mit dem Korps hatte (und da Cola trank, und dann schlecht schlafen konnte) und Pippi beim Tanzen gefilmt wurde. Alle Kurse filmen diesen Sommer ihre Choreografien, und zwar draußen. Statt Show im Theater mit Publikum* – ich begrüße das sehr, aus verschiedenen Gründen.

Weiterhin war für heute Gewitter angekündigt, mein Kopf möchte auch gerne, dass das endlich runter kommt, der ist nämlich seit heute Mittag schon kurz vor Migräne, aber es kommt einfach nicht.

Geige gespielt, deutliche Fortschritte bemerkt. Viel bessere Klangqualität, und ich beginne zuversichtlich zu werden, dass auch mein 1. Finger irgendwann in der Lage sein wird, ein Vibrato zu erzeugen. Möglicherweise sollte ich mir aber tatsächlich mal langsam nen neuen Dämpfer anschaffen (mein alter war Kolophonium-verkrustet), meinem linken Ohr zuliebe.

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*ich glaube nicht, dass Infektionsschutz seitens der Veranstaltenden eine große Rolle bei der Entscheidung zu Film statt Show gespielt hat, muss ich leider sagen. Der Infektionsschutz da ist nach wie vor ein schlechter Witz. Aber wir sind ja auch in Norwegen, wo es keine Aerosole gibt und am Wochenende die Pandemie – die hier auch gerne mal Epidemie genannt wird – schon quasi abgeblasen wurde, bevor dann hektisch zurückgerudert und richtig gestellt wurde, weil nix vorbei ist, auch wenn wir zur Zeit auf einem guten Weg sind (was wiederum nichts mit überragendem Infektionsschutz zu tun haben kann, denn der ist hier einfach nicht allzu dolle. Das einzige was wir sehr konsequent haben ist Homeoffice. Alles andere haben wir nicht/nur lokal/nur eingeschränkt.)

Tag 2152 – Nicht wirklich was zu erzählen.

Sommerwetter, immer noch, hurra!

Herr Rabe hat heute an den Autos 11 Reifen gewechselt. Jetzt weiß er auch, dass die Reifen hinten an Carona breiter sind als vorne.

(Elektroautos fressen tatsächlich Reifen, eieiei.)

Hungrig einkaufen gewesen, wir haben jetzt genug Essen für die Apokalypse und selbige wird ein großes Grillfest.

Festgestellt, dass hier im Ort diesen Sommer ein paar verschiedene Sommeraktivitäten für Kinder angeboten werden, vielleicht haben die Kinder ja Lust auf einiges davon (Nähen, Schnitzen, Musik, Malen, Schwimmen, Parcouring…). Immer mal einen Tag oder zwei nicht nur zu Hause abgammeln tut denen sicher ganz gut (und uns auch).

Mit der Babysittermama lose besprochen, dass wir denen die Kinder auch in den Ferien gerne mal leihen werden. Die Babysittermama ist durchgeimpft wegen hohem Risiko, da kann man das ja langsam wieder aufnehmen. Es ist schon wieder über eineinhalb Jahre her, dass Herr Rabe und ich einfach so was miteinander unternommen haben. Wer da Moralkeuleschwingend von Kinder outsourcen schwafeln möchte, möge ein paar Meter in unseren Schuhen laufen (oder in anderen von Leuten, die keinerlei regelmäßige, eingespielte Möglichkeit haben, mal Zeit als Paar zu verbringen).

Jaja, im letzten Jahr hatten wir sehr viel Paarzeit. Romantisch, Rücken an Rücken im Homeoffice in Videomeetings, oft nicht mal Mittagspause gleichzeitig habend. (Homeoffice hat viele Vorteile, den Mann öfter zu sehen gehört auch dazu, aber viel mehr als sehen ist das meist halt auch nicht.)

Mir fällt grad auf, dass ich grad fast genau die Klamotten trage, die ich anhatte, als wir zu Pippis Geburt ins Krankenhaus gefahren sind. Fast, weil ich das selbe Hosenmodell auch in einer Nummer größer habe und an dem Tag anhatte. Sehr elastische Gummibündchen machen vieles möglich.

Tag 2054 – Nicht vergessen.

Ich hab nicht so viel Lust zu Bloggen, es gibt auch eh nichts zu erzählen. Die Nachbarn tauen langsam wieder auf und man sieht jetzt tatsächlich hin und wieder wieder Leute draußen. Ich feuere den Schnee an, schneller zu tauen, ich möchte wieder im Garten buddeln. Herr Rabe hat Carona gewaschen, die hatte es sehr sehr dringend nötig (dass man das Nummernschild hinten nicht mehr erkennen kann ist in Norwegen ja im Winter fast üblich, aber mich macht es trotzdem nervös). Drei Maschinen Wäsche habe ich auch gewaschen, morgen werden noch einige folgen. Ich hab mich auch über einen Klimaabdruck-Test gewundert, der mehrere Maschinen Wäsche pro Woche (pro Haushalt!) als irgendwie schlimm ansah, aber was sollen wir denn machen, die dreckige Wäsche wegwerfen, statt sie zu waschen? Klar ist norwegisches Tauwetter und Kinder eine extreme Kombi was die Dreckwäsche angeht, aber mei, Wäsche wird dreckig und dann gewaschen, wenn eine volle Maschine des betreffenden Wäschetyps gesammelt ist. Oder halt erst, wenn es eigentlich schon 2 Maschinen sind, momentan sind wir eher da, leider.

Jetzt gehe ich ins Bett, vorher darf ich nicht vergessen, noch meine Schilddrüsentablette zu nehmen. Abends vergesse ich die gerne, weil ich sie nicht auf dem Tisch stehen haben will und sie im Küchenschrank parke (Medikamentenkiste ist nicht zweckmäßig bei Einnahme zwei mal täglich) und dann dort vergesse, wenn wir essen. Ist aber auch nicht so schlimm, der Spiegel hält ne Weile.