Tag 1227 – Baum: Check!

Weil es schon so spät ist, heute nur kurz: wir haben die Beste heute zu einem Bauernhof mit Weihnachtsbaumverkauf und Kutschfahrt und allem norwegischen Tralala mitgenommen, das war sehr schön und wir haben jetzt auch einen sehr schönen Tannenbaum.

Die Igelmütze passt eigentlich nicht mehr so wirklich, aber sie ist so niedlich! (Und warm. Und noch an Omas alter Nähmaschine genäht, das war nicht so einfach, die konnte nämlich nur geradeaus und Zickzack, Punkt.)

Die Beste und ich fuhren dann noch alleine los um die Lebensmittel für die nächsten Tage einzukaufen, leider war vieles schon ausverkauft, morgen müssen wir dann auch noch mal los und eine Lichterkette für den Baum kaufen, unsere 80er macht lächerlich wenig Licht im sehr dichten und breiten Baum. Aber egal, verhungern werden wir nicht.

Zum Abendessen hat dann auch die Beste ganz allein gekocht, nämlich eine ganze Lachsforelle, die sich die Kinder gewünscht hatten. Omnomnom, das war sehr lecker und die Kinder haben sogar richtig reingehauen, das ist ja auch mal schön. Wenn danach nicht Pippi eine ewige Einschlafhampelei aufgeführt hätte, wäre der Tag fast perfekt gewesen. Das hat dann doch ordentlich runtergezogen und überhaupt ist dieses Kind grad in einer Phase… wenn sie nicht so niedlich wär, hätte ich sie vermutlich schon an der Tankstelle ausgesetzt. Grenzen testen galore, bei aufgezeigter Grenzüberschreitung ausdauerndes Geschrei, es ist wundervoll, wirklich. Hoffentlich geht das bald vorbei.

Danach noch mit Biet auf dem Sofa versumpft, während Herr Rabe Dir Kinder erneut ins Bett steckte, nachdem Pippi mit ihrem Gebrüll Michel aufgeweckt hatte.

Tag 1212 – Starke Frau, smartes Home.

Ein Workout brauchte ich heute nicht. Ich war bei Ikea. Das eskalierte mit Ansage. Erst ging alles erstaunlich entspannt los, ich fuhr hier etwas später als geplant los, nach Hamar und mir fiel gerade noch ein, dass ich ja eben doch in die Möbelausstellung muss, weil wir im Büro noch was zum drauf sitzen brauchen. Aber das ging auch noch super gut, nach kurzer Rücksprache mit Herrn Rabe haben wir nun so einen „aktives Sitzen“-Hocker, das stelle ich mir fürs Nähen und gelegentliches Homeoffice, bei dem noch von Bett über Sofa bis Küchentisch diverseste Ausweichmöglichkeiten bestehen, ganz nett vor.

Dann ging ich nach „unten“.

Auch da ging zunächst noch alles. Zwei Pfannen (bei unserer einen löst sich schon wieder die Beschichtung, die ist maximal drei Jahre alt und es sind 10 Jahre Garantie drauf. Sie war nie in der Spülmaschine und wir benutzen nur Plastik, Holz und Silikon da drin. Vielleicht reklamiere ich die tatsächlich.) und ein Schneidebrettchen mussten „außer der Reihe“ mit, außerdem könnte es sein, dass wir schon vor März ein drittes Set Gästebettzeug brauchen.

Was dann eben eskalierte, war das Smart Home-Equipment. Mit Herrn Rabe als Souffleur kaufte ich LED-Panels (die waren geplant!), Glühbirnen, mehr Glühbirnen, Fernsteuerungen, noch mehr Glühbirnen und Steckdosenadapter. Dazu ein Gateway und nun kann man in Wohnzimmer und Küche das meiste Licht und (ab morgen ca, wenn wir es in Betrieb nehmen) auch die Heizkörper, nämlich über die Steckdosen, per App dimmen und steuern und voreingestellte oder selbst definierte Beleuchtungsstimmungen schwuppdiwupp aufrufen und dann ist ZACK Gemütlichkeitslicht oder ZACK In-Die-Fresse-Helligkeitslicht von allen Lichtquellen. Ich liebe solchen Kram (ja, ich weiß, dass mein Hirn mir das weismacht, damit ich nicht weine, weil das alles so teuer ist).

Leider kam ich so aus der Kleinkram-Abteilung schon mit einem übervollen Einkaufswagen heraus. Und ich wollte doch noch Möbel kaufen.

Am Ende, als ich alle Möbel (bis auf 1 dunkelblaues, tiefes Eket-Würfelchen, davon hätte ich zwei gebraucht und dann war da nur noch eins und das hat mich überraschender Weise gar nicht mal so wütend gemacht sondern eher „war ja klar“ mit den Augen rollen lassen) hatte, hatte ich einen Möbelpaketewagen, der so schwer war, dass er sich kaum noch bewegen, geschweige denn lenken ließ, und den übervollen Einkaufswagen. In Etappen (also Paketewagen von Regal 1 zu Regal 9, dann Einkaufswagen von Regal 1 zu Regal 12, dann wieder Paketwagen von Regal 9 zu Regal 15 usw.) bugsierte ich die Wagen zur Kasse, inzwischen nicht mehr so ganz fresh riechend, weil wie schwer sind denn bitte Billy-Regale? An der Kasse war zwar nicht viel los, dafür waren halt auch nur zwei Kassen besetzt. Die an der ich anstand mit einer offensichtlich nicht so schlauen Person, denn während ich noch hinten den Kleinscheiß möglichst Platzsparend in blaue Tüten stapelte, scannte die Person vorne schon mal weiter meinen Paketewagen und dann, weil sie so im Flow war, schätze ich, auch gleich noch den Paketewagen des Mannes hinter mir, der am Handy daddelte und das gar nicht merkte. Erst als ich meinte „soll ich nicht vielleicht erst mal bezahlen?“ raffte die Kassenkraft, dass wir gar kein Pärchen sind, sondern die einsame Frau tatsächlich zwei riesige Wagen Zeug allein kauft. Und nur ein 32-er-Pack Teelichter (geplant). Jedenfalls weiß ich jetzt, dass jeder Ikea-Kassenmitabeitende nur eine bestimmte Anzahl Artikel stornieren kann, bis das System nörgelt. Meiner übereifrigen Kassenkraft mussten dann noch zwei weitere zur Hilfe kommen, um all die Artikel zu stornieren. Die restliche Summe war allerdings immer noch… puh! Haus-Budget ist nun erschöpft. Es lebe die Ikea-Kreditkarte.

Irgendwie schaffte ich es dann, die beiden Wagen in einem Rutsch vor die Tür zu bekommen, wo ich sie kurz parkte und das Auto an die Lastenzone fuhr. Es war nicht so schlimmes Tetris nötig, wie ich befürchtet hatte, aber einfach war es jetzt auch nicht gerade, das alles ins Auto zu bekommen. Und wie schwer sind bitte Billy-Regale? Ein Eket fiel mir dann auch noch runter und ich dachte schon, ich müsste noch mal rein und ein neues kaufen, aber es war genau auf die Ecke gefallen, wo das Kartönchen mit den Schrauben und so ist, puh. Irgendwo beim Einladen habe ich auch einen Fingernagel gelassen, aber ein wenig Schwund ist halt immer. Am Ende war das Auto schon sehr voll, aber alles noch sicher und stabil und das Auto hat die Heimfahrt auch gut überstanden. Ich holte mir aber erst noch eine Veggie-Pølse, die hatte zwar mit Würstchen halt so viel gemein, wie ein Bratling mit Frikadellen, war aber trotzdem lecker. Dann fuhr ich wieder nach Hause, mit leicht tiefer gelegtem Auto.

Zu Hause musste ich das dann natürlich auch wieder aus dem Auto wuppen, ich musste ja die Kinder abholen und dafür mussten Kindersitze im Auto sein und das mit den Kindersitzen geht viel besser, wenn nicht vier Billy-Regale (immer noch sehr schwer) auf der umgeklappten Rückbank liegen. Hat aber auch noch alles geklappt und den Ofenkäse und auch das Glas Wein heute Abend habe ich mir mehr als verdient, finde ich.

Jetzt nur noch fünfmal mit den Lichteinstellungen an unserer neuen Küchenlampe spielen (goodbye, hässliches Teller-Deckenleuchten-Dings!) und dann ist Bettzeit. Morgen hab ich sicher Muskelkater.

(Die Lampe überm Esstisch ist übrigens in Arbeit! Aber ohne smart, leider.)

1203 – Fertig!

Heute das Kleid fertig genäht (Schnitt Fouras von Schnittquelle) und Hach, ich bin ganz begeistert. Es ist ganz gemütlich und warm und weich und ich kann sogar die Wolle gut auf der Haut haben. Obendrein finde ich es macht durchaus was her. Und das Muster ist gerade! Hahaaaaa! Jetzt hätte ich gern noch hübsche Holzperlen oder so für die Raffbänder als Abschluss. Das ist aber nicht so wirklich dringend.

Das letzte Foto hab ich selbst mit Spiegel gemacht, aber Herr Rabes Handy ist besser und allein ist es eben nicht ganz so leicht sich zu fotografieren. Ich bewundere Frau Mutti für ihre Wanderspiegelskills! Hammer. (Problem wenn mich Herr Rabe fotografiert: ich mache immer lustige Sachen mit meinen Armen, es ist immer unentspannt, meine Arme sind mir dann auch übermäßig bewusst, es ist furchtbar.)

Ich hab mich übrigens extra fürs Bild geschminkt. Im Moment bin ich da immer zu faul zu, obwohl mir das so gut gefällt, das ist wie mit dem Spazieren gehen: ich weiß, es tut mir gut, aber die Zeit mag mich mir manchmal nicht nehmen. Aber dann hab ich Bossy drauf und fühle mich direkt insgesamt viel toller. Mal beobachten (ganz achtsam, hust).

Heute Abend das riesige Paket mit bestellten Blusen und co. aufgemacht und alles anprobiert. Ich behalte:

  • Einen blauen Woll-Minirock
  • Eine graue Skinny Jeans (als Ersatz für meine (ehemals) schwarze, die ein Loch am Knie hat, wie bei so Dreijährigen).
  • Eine petrolfarbene Bluse
  • Eine Navy-farbene Bluse
  • Eine blaue Dreiviertelarm-Bluse, die rote Punkte hat, die gar keine Punkte sind, sondern ganz kleine Marienkäfer (gewohnt seriös von mir, jaja, dochdoch. Aber erstmal kann ich mir den Dresscode ja auch angucken und Marienkäferblusen kann man ja auch so mal tragen.)

Damit geht über die Hälfte des Pakets zurück, vieles davon wegen Materialien, die ich nicht auf der Haut haben kann, der Rest weil es saß wie ein Sack. Bei einem Teil war ich unsicher, aber da guckt mein Tattoo ein bisschen raus und das bricht dann mit der restlichen Spießigkeit des Teils doch sehr. Und ein Teil wurde falsch geliefert. Statt der etwas seriöseren Version der Marienkäferbluse mit Blumen und… Ameisen glaube ich (irgendwas ist ja immer) habe ich im Paket einen Feinripp-Body gehabt, in Größe 12-Jährige mit Untergewicht. Seltsam.

Tag 1177 – Skinoob.

Seit drei Wochen versuche ich, über Finn.no gebrauchte Kinderski zu kaufen. Seit drei Wochen bekomme ich von niemandem irgendeine Antwort. Das nervt mich natürlich, vor allem hängt mir aber auch Michel auf der Tasche, dass er UN-BE-DINGT Ski braucht, jetzt sofort.

Heute habe ich deshalb kurzentschlossen die Kinder eingepackt und fuhr mit ihnen nach Jessheim, um Ski zu kaufen. Support your local schön und gut, aber wenn mich das dann das doppelte kostet… hmm. Ein Dilemma. Egal, Michel wollte eh mal Pippi abholen und so holte ich Michel direkt nach dem Mittagessen vom Hort ab und wir gemeinsam dann Pippi.

Die Schatten, äh, Matscheseite von Kindergarten.

Wir steuerten erstmal Coop Obs an, weil wir noch eine Reihe anderen Kram brauchten. Eine Schneehose, ein paar Handschuhe, gefütterte Winterstiefel und fünf Thermoleggings später stand ich wie der Ochs vorm Berg in der Skiabteilung.

Länge ist gut, aber welche sind nun besser?

Und da auch nach zwanzigminütigem sehr offensichtlich hilflosem Herumstehen niemand kam, hat Coop Obs an uns heute halt keine 1200 Kronen verdient. Tja.

Wir gingen dann in einen Sportladen, dessen Werbung ich neulich mal durchgeblättert habe. Und da kam, nach nur ein mal freundlich winken, ein netter Mensch und erklärte uns die Kinderski. Wachsfrei, darum hatte ich gebeten, gibt es zwei Möglichkeiten, nämlich einmal mit so einem… Riffelmuster in der Mitte, was halt verhindert, dass man rückwärts den Berg runter rutscht, und einmal mit Fell. Das ist so eine Art Fleece, wenn man vorwärts gleitet, liegen die Haare an, wenn man aber den Berg hoch will stellt man die Haare gegen den Strich und dann bremsen die. Weil das so ist, kann man mit denen schneller und müheloser vorwärts fahren als mit den klassischen Wachsfreien. Für den angehenden Skistar natürlich nur das Beste* und jetzt hat er Fellski. Mit passenden Schuhen, die der nette Mensch noch erklärt und nach der Größe geguckt hat, ich habe ja absolut gar keine Ahnung, wie die sitzen müssen (schon recht eng) und ob die zum Beispiel vorne noch Luft haben dürfen (ja).

Und nach nur einem kurzen YouTube-Video wissen wir jetzt auch, wie man die Schuhe vom Ski wieder abbekommt. Man lernt ja nie aus, ne? (Für’s Protokoll: ich kenne nur die, wo man mit dem Stock vorne irgendwo draufdrücken muss und dann kommt man raus. Ich wusste noch nicht mal, dass Michel da jetzt offenbar eine Rottefella-Bindung hat, geschweige denn was das heißt**.)

Knapp 2 Stunden Shoppingtour und 300 Euro später. Ich bin total dankbar, dass wir sowas machen können, ohne dass es heißt, dass es den Rest des Monats nur noch Nudeln mit Ketchup gibt. Als ich in Michels Alter war, war das anders. Trotz allem Mist sind wir immer noch sehr privilegiert und Michels Sparkonto ist, obwohl ich die Ski davon bezahlt habe, noch besser gefüllt als meines. Für mich muss ich dann doch nach gebrauchten Skiern gucken***.

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*Außerdem war der Preisunterschied dann nur noch 300 Kronen zu Skiern zum wachsen, dann braucht man ja plötzlich auch noch drülfzig Sorten Wachs und Bügeleisen und Strom und und und…

**das weiß ich immer noch nicht so genau. Offenbar kann man diese Bindung auf dem Ski verschieben. Was sowas bringt muss mir dann demnächst das Kind erklären.

***Ich höre Sie schon lachen, aber ich hab da grad tatsächlich Bock drauf. Vielleicht bin ich auch einfach untersportelt.

Tag 1088 – Wieder kein toller Eintrag.

Tjanun. Ich hab ne halbe Flasche Sekt intus und wir haben jetzt einen Fernseher und auch den Küchentisch, den es in Oslo nicht gab und ja, Hamar ist tausend mal besser als Oslo, was Möbelschwedenhäuser angeht. (Btw, wenn Sie noch Elvarli Schuhregale in 80er Breite rumliegen haben und nicht wissen, was Sie damit machen sollen: es scheint grad einen handfesten Lieferengpass zu geben und es gibt sicher auch in Ihrer Nähe so Leute wie mich, die die Dinger in Gold aufwiegen würden.) Mehr kann ich leider heute nicht schreiben, meine Autokorrektur hat wegen des Sekts schon alle virtuellen Hände voll zu tun.

Tag 844 – Shopping.

Heute war unsere To-Do-Liste relativ lang, aber hauptsächlich mit Einkaufsplänen. Michel ist nämlich aus allen seinen Pullis rausgewachsen, außer aus der Wollunterwäsche, die er aber grad wegen „äähhhhh, das kraaaaaaatzt!“* nicht anziehen mag. Pippi hingegen hat jede Menge Zeug für „obenrum“ aber dafür wurden die zwei „guten“ (weil dickeren) Wollleggins und alle Strumpfhosen zu kurz. Strumpfhosennachschub haben wir noch von Michel, aber die Wollunterwäsche hält echt nur ein Kindergartenkind aus, danach kann man das leider alles echt nur noch wegtun, das teure Zeug. Ich hasse es, und ich hasse es auch, das Zeug zur Lebenszeitverlängerung drölfzig mal zu flicken (immerhin kann man dafür die alten Teile wiederverwenden), aber so ist es halt. Jedenfalls zogen wir also los zum Einkaufszentrum und stellten als erstes fest, das der Lindex da zu gemacht hat, sonst meine liebste Quelle für Kinderkleidung (und BHs!), weil preislich ähnlich wie H&M, aber qualitativ deutlich besser. Kommt nicht an Polarn o‘ Pyret ran, auch nicht an Me&I (da hatten wir mal ein paar Sachen in einer „geerbten“ Kiste und die waren alle ausnahmslos toll, aber dieses Tupperwareprinzip geht mir so dermaßen gegen den Strich, da bin ich leider raus), aber wer kann sich das schon für die ganze Kindergarderobe leisten? Ich kaufe sehr gern und viel im Sale bei Polarn und verschenke da auch gern Sachen von, weil die wirklich hübsche und hochwertige Kinderkleidung haben, aber jeder Pulli 35€, das ist einfach nicht drin. Oder, doch, wäre es natürlich schon, wir müssten dann nur an was anderem sparen, Essen oder so. Also, langer Rede kurzer Sinn: Herr Rabe kaufte Michel einen Pulli bei Polarn, Herr Rabe ist viel großzügiger als ich. Und Pippi bekam eine Strumpfhose, die ihr dann nächstes Jahr irgendwann passen dürfte, aber so ist das da: die Größenangaben beziehen sich eher auf riesige norwegische Sverres und Ingvilds, als auf meine „voll im deutschen Durchschnitt“-Kinder. Dass Pippi da beschloss, ihre Windel vollzukacken, nutzte ich um alleine zu Coop Obs zu gehen, Windeln und für Pippi die neuen Woll-Leggins kaufen. Bonus: als ich an der Kasse stand, bezahlte vor mir eine Dame einen riesigen Teddybär. Also wirklich riesig. Deutlich größer als Michel. War ich froh, dass die Kinder das nicht sahen, die hätten wir ja nie mehr davon abbringen können, auch so einen riesigen Bär haben zu wollen. Herr Rabe zockelte dann mit Pippi los, die Windel zu wechseln und ich ging mit Michel zu H&M, einmal quer durch die Mädchenabteilung zu den Jungs. Bei den Mädchen fielen mir ein paar Sachen im Vorbeigehen auf, es scheint drei Kategorien Zeug zu geben: a) glitzerrosawendepaillettenblingblingpferdchen, b) was Mama anhat, nur in klein und c) Fanware, Markus und Martinus (kennt man die außerhalb Norwegens?) sind wohl grad der letzte Schrei bei den, ähh, Fünfjährigen?. Aber darum ging es ja nicht sondern um Pullis für Michel und der war da quasi im Paradies. Erster Ständer, erster Pulli: Dinos. Zweiter Ständer: Silberner Glitzer-Triceratops-Roboter auf blauem Grund. Dass das Kind nicht vor Entzückung gekreischt hat, war echt alles. Er wollte dann gerne noch einen DRITTEN Dinopulli, den fand ich aber dann ein bisschen teuer und konnte seine Enttäuschung echt verstehen. „Mama? Aber ich stehe ja schon sehr auf Dinosaurier?“ mit Dackelblick und allem. Es war dann noch eine echt coole Sweatjacke im Angebot, im Dino-Look mit Stacheln über die Kapuze und den Rücken und jetzt haben wir auch noch gleich ein Weihnachtsgeschenk für Michels allerbesten Freund, der halt auch riesen Dino-Fan ist. Und weil mein Kind das mit dem Dackelblick perfekt beherrscht*, hat es auch so eine Jacke bekommen, weil ich aber zu zwanghaft bin, um mir irgendwas von „die Jacke ist ja so gut wie ein Pulli“ einreden zu können, gab’s noch so ein Doppelpack Basics, auf des Kindes Wunsch hin wenigstens in Dino-grün.

Jetzt sind wir hoffentlich erst mal wieder eingedeckt mit allem.

Auto-Lobhudelei: Hmmmm, schwer heut. Ich habe es geschafft, Pause zu machen und mich nicht mit Schreiben zu stressen. Außerdem sah ich echt gut aus, ich teste ja am Wochenende gern mal Make-up und heute mal meine neu erworbene Foundation von Catrice: ich bin schwer beeindruckt! Sooooo viel besser als die The Ordinary! Und dabei nicht so viel teurer. Ich muss nur noch sehen, ob meine Haut damit zurechtkommt, dass die parfümiert ist. Vielleicht muss ich mal wieder ein neues Video machen, ich hab viel neues Schminkgedöns.

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*ich bin da ja auch empfindlich und kann Schafwolle nicht direkt auf der Haut tragen, aber dieses Merinounterwäschezeug geht echt gut, das kratzt absolut gar nicht. Mimöschen.

**Pippi sieht ja, dass es bei Michel gut funktioniert mit dem Dackelblick und übt das jetzt auch fleißig, das ist aber bisher eher niedlich als erfolgreich.

Tag 616 – Das Ende des Zettels.

Mehrere Dinge waren heute dringend nötig und wurden umgehend erledigt.

1. War Herr Rabe heute Morgen beim Bäcker (mein Schwiegervater kann auch passiv aggressiv und aß dann halt Pumpernickel zum Frühstück, obwohl ihm Herr Rabe auch Körnerbrötchen gekauft hatte). Ich liebe den Herrn Rabe wirklich sehr, nicht nur weil er mir Kartoffelbrötchen kauft.

2. Habe ich dem direkt kaputt gegangenen Shaun das Schaf-Kuscheltier, das Michel gestern von meiner Mutter bekam, leicht wutschnaubend das Loch am Rücken geflickt. Heute Nachmittag riss ihm Michel dann versehentlich einen Arm aus, die Beine sind auch schon ganz lose. Das regt mich so dermaßen auf, nicht, dass Michel wild mit Kuscheltieren spielt, sondern dass bei meiner Mutter das Schenken so eindeutig über Masse statt Klasse definiert wird.

3. Haben wir heute nur Freunde besucht und ein bisschen Gedöns gekauft (UNSER LIEBLINGSLADEN HAT ZUHUHUUUU, WÄÄÄÄHHHHHH!!!). Freunde besuchen ist so toll. Danach drehen die Kinder auch gar nicht so am Rad wie nach Familienbesuchen (wo sie ja auch die einzigen kleinen Kinder sind). Genau genommen schlief Pippi wie ausgeknockt auf der fünfminütigen Autofahrt zum Opa ein und Michel war auch schon recht langsam, musste aber sein neues Spielzeug natürlich noch ausprobieren (s.u.). Mit den einen Freunden saßen wir einfach herum und tranken Kaffee und unterhielten uns und spielten mit dem Spielzeug der in der KiTa befindlichen Tochter, mit den anderen Freunden saßen wir auch und tranken Kaffee und aßen Kuchen und schnackten und deren Kinder und unsere Kinder spielten zum Teil ganz alleine (!!!) und meist sehr niedlich. Michel und M. (So alt wie Michel, meine Freundin A. Und ich bemitleideten bestärkten uns damals ausdauernd gegenseitig wegen unserer anstrengenden dauerstillenden fordernden Babys) spielten ziemlich wild und als wären sie nie getrennt gewesen, M. Bekam sogar noch die Fingernägel in der gleichen Farbe wie Michel lackiert (Watermelon. Mag ich auch sehr. A. Auch). Pippi und T. (Etwas jünger als Pippi) schoben eine Puppe im Puppenbuggy herum, nannten sie ‚Baby‘ und schlugen sich nur selten übten sich in gegenseitiger Rücksichtnahme. Und dann waren wir noch alle auf dem Spielplatz bis wir nass waren.

4. Haben wir Michels Geldzettel in ein TipToi-Starterkit investiert. Das wäre bei Amazon billiger gewesen, aber, ach. So wars einfacher. (Und bei der Gelegenheit haben wir noch Ohraufkleber für Michel gekauft, er will nämlich gerne Ohrringe haben, aber Löcher gibts hier definitiv nicht bevor sie 18 10 sind. Es gab Soy Luna, Trolls und Frozen. Michel trug sehr stolz den Rest des Tages Elsa und Anna an seinen Ohrläppchen herum. Passend zum Nagellack – rechts Essie’s Watermelon, links hellblau-perlmutt-schimmernd von Orly. Und vielleicht ärgere ich mich jetzt ein bisschen, dass ich neulich eine halbe Tube Wimpernkleber weggeworfen habe, weil meine Turniertanztage ja doch schon länger her sind und ich in meinem Alltag keine Verwendung für künstliche Wimpern sehe. Aber so Ohraufkleber hätte man damit sicher gut wieder aufkleben können.)

Wasserspielplatz. Die Kinder stehen total drauf, sowas gibt’s in Trondheim nicht (dafür haben wir Fjord, Seen und einen Fluss, hat Bielefeld ja alles nicht).

Natürlich habe ich, als liebende Mutter, vorher überprüft, ob man da einen Kopfhörer dran anschließen kann.