Tag 844 – Shopping.

Heute war unsere To-Do-Liste relativ lang, aber hauptsächlich mit Einkaufsplänen. Michel ist nämlich aus allen seinen Pullis rausgewachsen, außer aus der Wollunterwäsche, die er aber grad wegen „äähhhhh, das kraaaaaaatzt!“* nicht anziehen mag. Pippi hingegen hat jede Menge Zeug für „obenrum“ aber dafür wurden die zwei „guten“ (weil dickeren) Wollleggins und alle Strumpfhosen zu kurz. Strumpfhosennachschub haben wir noch von Michel, aber die Wollunterwäsche hält echt nur ein Kindergartenkind aus, danach kann man das leider alles echt nur noch wegtun, das teure Zeug. Ich hasse es, und ich hasse es auch, das Zeug zur Lebenszeitverlängerung drölfzig mal zu flicken (immerhin kann man dafür die alten Teile wiederverwenden), aber so ist es halt. Jedenfalls zogen wir also los zum Einkaufszentrum und stellten als erstes fest, das der Lindex da zu gemacht hat, sonst meine liebste Quelle für Kinderkleidung (und BHs!), weil preislich ähnlich wie H&M, aber qualitativ deutlich besser. Kommt nicht an Polarn o‘ Pyret ran, auch nicht an Me&I (da hatten wir mal ein paar Sachen in einer „geerbten“ Kiste und die waren alle ausnahmslos toll, aber dieses Tupperwareprinzip geht mir so dermaßen gegen den Strich, da bin ich leider raus), aber wer kann sich das schon für die ganze Kindergarderobe leisten? Ich kaufe sehr gern und viel im Sale bei Polarn und verschenke da auch gern Sachen von, weil die wirklich hübsche und hochwertige Kinderkleidung haben, aber jeder Pulli 35€, das ist einfach nicht drin. Oder, doch, wäre es natürlich schon, wir müssten dann nur an was anderem sparen, Essen oder so. Also, langer Rede kurzer Sinn: Herr Rabe kaufte Michel einen Pulli bei Polarn, Herr Rabe ist viel großzügiger als ich. Und Pippi bekam eine Strumpfhose, die ihr dann nächstes Jahr irgendwann passen dürfte, aber so ist das da: die Größenangaben beziehen sich eher auf riesige norwegische Sverres und Ingvilds, als auf meine „voll im deutschen Durchschnitt“-Kinder. Dass Pippi da beschloss, ihre Windel vollzukacken, nutzte ich um alleine zu Coop Obs zu gehen, Windeln und für Pippi die neuen Woll-Leggins kaufen. Bonus: als ich an der Kasse stand, bezahlte vor mir eine Dame einen riesigen Teddybär. Also wirklich riesig. Deutlich größer als Michel. War ich froh, dass die Kinder das nicht sahen, die hätten wir ja nie mehr davon abbringen können, auch so einen riesigen Bär haben zu wollen. Herr Rabe zockelte dann mit Pippi los, die Windel zu wechseln und ich ging mit Michel zu H&M, einmal quer durch die Mädchenabteilung zu den Jungs. Bei den Mädchen fielen mir ein paar Sachen im Vorbeigehen auf, es scheint drei Kategorien Zeug zu geben: a) glitzerrosawendepaillettenblingblingpferdchen, b) was Mama anhat, nur in klein und c) Fanware, Markus und Martinus (kennt man die außerhalb Norwegens?) sind wohl grad der letzte Schrei bei den, ähh, Fünfjährigen?. Aber darum ging es ja nicht sondern um Pullis für Michel und der war da quasi im Paradies. Erster Ständer, erster Pulli: Dinos. Zweiter Ständer: Silberner Glitzer-Triceratops-Roboter auf blauem Grund. Dass das Kind nicht vor Entzückung gekreischt hat, war echt alles. Er wollte dann gerne noch einen DRITTEN Dinopulli, den fand ich aber dann ein bisschen teuer und konnte seine Enttäuschung echt verstehen. „Mama? Aber ich stehe ja schon sehr auf Dinosaurier?“ mit Dackelblick und allem. Es war dann noch eine echt coole Sweatjacke im Angebot, im Dino-Look mit Stacheln über die Kapuze und den Rücken und jetzt haben wir auch noch gleich ein Weihnachtsgeschenk für Michels allerbesten Freund, der halt auch riesen Dino-Fan ist. Und weil mein Kind das mit dem Dackelblick perfekt beherrscht*, hat es auch so eine Jacke bekommen, weil ich aber zu zwanghaft bin, um mir irgendwas von „die Jacke ist ja so gut wie ein Pulli“ einreden zu können, gab’s noch so ein Doppelpack Basics, auf des Kindes Wunsch hin wenigstens in Dino-grün.

Jetzt sind wir hoffentlich erst mal wieder eingedeckt mit allem.

Auto-Lobhudelei: Hmmmm, schwer heut. Ich habe es geschafft, Pause zu machen und mich nicht mit Schreiben zu stressen. Außerdem sah ich echt gut aus, ich teste ja am Wochenende gern mal Make-up und heute mal meine neu erworbene Foundation von Catrice: ich bin schwer beeindruckt! Sooooo viel besser als die The Ordinary! Und dabei nicht so viel teurer. Ich muss nur noch sehen, ob meine Haut damit zurechtkommt, dass die parfümiert ist. Vielleicht muss ich mal wieder ein neues Video machen, ich hab viel neues Schminkgedöns.

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*ich bin da ja auch empfindlich und kann Schafwolle nicht direkt auf der Haut tragen, aber dieses Merinounterwäschezeug geht echt gut, das kratzt absolut gar nicht. Mimöschen.

**Pippi sieht ja, dass es bei Michel gut funktioniert mit dem Dackelblick und übt das jetzt auch fleißig, das ist aber bisher eher niedlich als erfolgreich.

Tag 616 – Das Ende des Zettels.

Mehrere Dinge waren heute dringend nötig und wurden umgehend erledigt.

1. War Herr Rabe heute Morgen beim Bäcker (mein Schwiegervater kann auch passiv aggressiv und aß dann halt Pumpernickel zum Frühstück, obwohl ihm Herr Rabe auch Körnerbrötchen gekauft hatte). Ich liebe den Herrn Rabe wirklich sehr, nicht nur weil er mir Kartoffelbrötchen kauft.

2. Habe ich dem direkt kaputt gegangenen Shaun das Schaf-Kuscheltier, das Michel gestern von meiner Mutter bekam, leicht wutschnaubend das Loch am Rücken geflickt. Heute Nachmittag riss ihm Michel dann versehentlich einen Arm aus, die Beine sind auch schon ganz lose. Das regt mich so dermaßen auf, nicht, dass Michel wild mit Kuscheltieren spielt, sondern dass bei meiner Mutter das Schenken so eindeutig über Masse statt Klasse definiert wird.

3. Haben wir heute nur Freunde besucht und ein bisschen Gedöns gekauft (UNSER LIEBLINGSLADEN HAT ZUHUHUUUU, WÄÄÄÄHHHHHH!!!). Freunde besuchen ist so toll. Danach drehen die Kinder auch gar nicht so am Rad wie nach Familienbesuchen (wo sie ja auch die einzigen kleinen Kinder sind). Genau genommen schlief Pippi wie ausgeknockt auf der fünfminütigen Autofahrt zum Opa ein und Michel war auch schon recht langsam, musste aber sein neues Spielzeug natürlich noch ausprobieren (s.u.). Mit den einen Freunden saßen wir einfach herum und tranken Kaffee und unterhielten uns und spielten mit dem Spielzeug der in der KiTa befindlichen Tochter, mit den anderen Freunden saßen wir auch und tranken Kaffee und aßen Kuchen und schnackten und deren Kinder und unsere Kinder spielten zum Teil ganz alleine (!!!) und meist sehr niedlich. Michel und M. (So alt wie Michel, meine Freundin A. Und ich bemitleideten bestärkten uns damals ausdauernd gegenseitig wegen unserer anstrengenden dauerstillenden fordernden Babys) spielten ziemlich wild und als wären sie nie getrennt gewesen, M. Bekam sogar noch die Fingernägel in der gleichen Farbe wie Michel lackiert (Watermelon. Mag ich auch sehr. A. Auch). Pippi und T. (Etwas jünger als Pippi) schoben eine Puppe im Puppenbuggy herum, nannten sie ‚Baby‘ und schlugen sich nur selten übten sich in gegenseitiger Rücksichtnahme. Und dann waren wir noch alle auf dem Spielplatz bis wir nass waren.

4. Haben wir Michels Geldzettel in ein TipToi-Starterkit investiert. Das wäre bei Amazon billiger gewesen, aber, ach. So wars einfacher. (Und bei der Gelegenheit haben wir noch Ohraufkleber für Michel gekauft, er will nämlich gerne Ohrringe haben, aber Löcher gibts hier definitiv nicht bevor sie 18 10 sind. Es gab Soy Luna, Trolls und Frozen. Michel trug sehr stolz den Rest des Tages Elsa und Anna an seinen Ohrläppchen herum. Passend zum Nagellack – rechts Essie’s Watermelon, links hellblau-perlmutt-schimmernd von Orly. Und vielleicht ärgere ich mich jetzt ein bisschen, dass ich neulich eine halbe Tube Wimpernkleber weggeworfen habe, weil meine Turniertanztage ja doch schon länger her sind und ich in meinem Alltag keine Verwendung für künstliche Wimpern sehe. Aber so Ohraufkleber hätte man damit sicher gut wieder aufkleben können.)

Wasserspielplatz. Die Kinder stehen total drauf, sowas gibt’s in Trondheim nicht (dafür haben wir Fjord, Seen und einen Fluss, hat Bielefeld ja alles nicht).

Natürlich habe ich, als liebende Mutter, vorher überprüft, ob man da einen Kopfhörer dran anschließen kann.

Tag 581 – „Downtown“. Dienstag in Bildern.

Nicht, dass Sie denken, ich sei hier nur am konferieren. Neihein! Ich socialize ja auch mit meinen Peers und versuche darüber hinaus, mich an wichtige Menschen heranzuschmeißen mit potentiellen Kooperationspartnern in Kontakt zu kommen. Darin bin ich ungeübt, aber es wird. Socializing mit Peers geht viel besser, deshalb war ich auch heute mit drei weiteren PhD-Studenten dieses „Downtown“ suchen. „Downtown“ sollte es nämlich ein halbwegs berühmtes Burger-Restaurant geben. Als wir nach der Adresse fragten, bot uns die Rezeptionistin an, uns hinzufahren. Amerikaner gehen offenbar nicht zu Fuß, das ist mir schon am Sonntag aufgefallen, als ich wegen des gestohlenen Fahrrads viel Mitleid erntete – weil ich ja ganze 30 Minuten zurück laufen musste („Why didn’t you call an Uber?“). Also wurden wir gefahren. 

Dieses Foto kommt aus Gründen schon jetzt, ist aber eigentlich nach dem Burger entstanden. Da hinten ist Meer, man sieht es nur nicht.

Najaaaa. War ok. (War vor allem für norwegische Preise-Gewöhnte unfassbar billig. 6,37$.)

Nach dem Burger wollten wir (trotz des ewigen Nebels) den Strand besichtigen. Da muss man eh lang, um vom Burger-Restaurant nach „Downtown“ zu kommen.

Gnihihi, da ist Sand an meinen Füßen!


Und so wanderten wir am Strand lang. Es war echt und ganz unironisch sehr schön.

Oh, was mag diese Fußspuren machen?

Pelitrosse*! (Die sind sehr groß. Sehr sehr groß. Näher hab ich mich beim besten Willen nicht rangetraut.)

„In Kalifornien scheint die Sonne!“ haben sie gesagt…


Irgendwann kamen wir sogar in „Downtown“ an. „Downtown“ ist eine Straße. EINE! Da hat Trondheim mehr Innenstadt. Wir tranken einen grenzwertig schlechten Kaffee, aßen ein gutes Eis und sahen einen hübschen Schnäuzer. Dann nahmen wir den Shuttlebus zurück.

Ich will gar nicht wissen, was es da gibt.


Als wir wieder im Hotel waren, ging direkt die Postersession los, allerdings nicht mit meinem Poster und da es gestern bei der Postersession unheimlich laut gewesen ist und ich nicht schon wieder angeschrien werden wollte, traute ich mich mal wieder was neues, installierte mir schnell die Uber-App und nahm ein Uber in das 15 Meilen entfernte Outlet-center. Ich und Outlet-Center… also ich weiß ja nicht. Wenn man jetzt voll auf Michael Kors-Handtaschen steht, die sonst 500 € kosten und dann auf 300 € runtergesetzt sind, macht das ja vielleicht Sinn. Oder wenn man immer schon ein Gucci-Kleid wollte. Ich bin da ja nicht so drin, also kaufte ich zwei Paar sehr stark runtergesetzte Chucks aus der „allerallerletzter superfinaler ultra-Sale“-Ecke (die außerdem durchaus nicht die übliche Sorte sind, hihi), Parfüm (ich wollte eh mal neues** haben und Douglas mag ich nicht und da wurde ich echt nett und kompetent beraten – das ist ja für jemanden ohne Ahnung durchaus hilfreich, wenn man einfach sagen kann „Ich habe diesunddas, ich hätte gerne was, was so ähnlich ist, aber nicht das gleiche“ – und (wenig überraschend) Nagellack. Fertig. Dann suchte ich mir ein freies W-LAN, orderte ein Uber für den Weg zurück und kam gerade passend zum Dinner zurück. 

Ausbeute.


Das war mein Tag.

(Auf meinem iPad geschrieben 🙂 )

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* Ich hab irgendwas mit Bio studiert, merkt man, ne?

** Ja, richtig gelesen: EIN neues. Ich hab noch nie mehr als ein Parfüm gleichzeitig besessen. (Seit heute hab ich dann sogar drei! Aber eins ist fast leer.)

Tag 431 – Pakete! Pakete! Bielefeld Tag 2

Es ist da, es ist da, es ist da! 


Auf 433 Seiten das letzte Jahr ausgedruckt. Die Qualität ist ganz ordentlich, würde ich sagen, eben automatisch gesetzt, da ginge noch was, wenn man es alles nochmal manuell durchsehen würde (oder überhaupt könnte), aber ich finde es in Ordnung. Die Bindung ist absolut professionell und hochwertig, der Druck auch, die Farben bei den Abbildungen sind klar und die Bilder scharf. Insgesamt hat das jetzt seit Hochladen 10 Tage gedauert, bis es geliefert war, das finde ich aus UK durchaus im Rahmen. Einziges Manko eventuell: die Seiten sind sehr sehr dünn, aber sonst würde das wahrscheinlich auch drei Kilo wiegen und wäre zehn Zentimeter dick. Insofern passt auch das. Daumen hoch, Into Real Pages!

Und damit sich die Koffer-Im-Koffer-Taktik auch gelohnt hat, haben wir den riesigen Stapel Pakete von meinen Schwiegereltern abgeholt, den Spaß ausgepackt und auf eine der Kisten zusammengedampft (80% von dem, was die Post ausliefert ist scheinbar Luft), waren dann noch shoppen bei dm und in unserem Bielefelder Lieblingsladen und sind jetzt mit Einkaufen durch. Hurra! Nach dem Shoppen hab ich auch ein schickes Kleid für morgen* und muss auch nicht am Dienstag nackt zurückfliegen. Wegen „Ach, ich pack ja den Pulli noch ein der noch auf der Leine hängt, dann brauch ich den hier ja doch nicht“ und dann den Pulli auf der Leine vergessen (zusammen mit den Lätzchen für Pippi und den Schlafanzügen für beide Kinder) habe ich nämlich tatsächlich zu wenig Klamotten dabei. Also, gehabt, jetzt hab ich einen neuen, dazu ein Kleid und ein T-Shirt aus dem Sale. Plus eben Kinderzahnpasta, Gesichtsreinigungsöl und Vitamin-D-Tabletten für die gesamte Familie für den gesamten Winter (Nieder mit Tran! Tran ist des Teufels!), jetzt ist der Koffer voll, wie geplant. 

Vorher.

Nachher.


Irgendwann zwischen allem waren wir auf dem Markt, trafen unverhofft meine ehemalige Balletttrainerin nebst Kind und eine ehemalige Klassenkameradin nebst Kind**, besuchten sehr schnell Freunde und lieferten ein Geburtstagsgeschenk ab, trafen sehr schnell einen Freund, der inzwischen zu 90% in der Schweiz lebt und erfuhren, dass er in ca. 25 Wochen Papa wird (<3!!!) und trafen Flavius und Brutus, samt Jenni, Mister Geilo und Monstro auf dem Spielplatz bei Herrn Rabes Elternhaus. Das war sehr schön, wenn auch viel zu kurz und irgendwie gab es auch einen Konflikt, es hatte irgendwas mit Sandkuchenförmchen und Sandkuchen und Michel und Flavius zu tun, jedenfalls war Flavius hinterher ziemlich sauer auf uns und er hofft jetzt, dass wir erstmal in Norwegen bleiben. Dabei war er so herzerfrischend ehrlich und direkt, dass er mich sofort als seinen größten Fan gewonnen hat!

Zum Abendessen ne Pizza vom Lieferdienst, die echt lecker war und einen nicht arm macht, dazu ein kaltes Bier und Findet Nemo (Michel sagt, er war spannend, aber nicht zu spannend, mal sehen, was für Fragen in den nächsten Tagen kommen…). Der Tag kriegt ein ❤ von mir. 

*Ach ja, dann hätte ich den Pulli ja doch nicht gebraucht, ich hab ja jetzt ein Kleid übrig. Ach, egal. Man gönnt sich ja sonst nichts.

**Wir sind jetzt in dem Alter, in dem alle Kinder kriegen. Die gucken dann immer total ungläubig auf unsere „total großen“ Kinder. Echt wahr. 

Tag 400 – Luft raus. 

Neulich las ich diesen Artikel über Brüste von Liz auf dem Blog Kiddo the Kid. Ich mag das Blog eigentlich sehr, und ich will auf gar keinen Fall irgendwem seine Body Acceptance ausreden, aber für mich ist kein BH leider keine Lösung. Und das Kalbsschnitzel-Ding kenne ich leider auch und zwar genau so. Weil 

  • 2010 – 75C
  • 2012 – 85D
  • 2013 – 80B
  • Anfang 2015 – 80C
  • Mitte 2015 – 85E (Aua)
  • Anfang 2016 – 80C
  • Jetzt – 80B

Ja, also kurz gesagt: durch das ganze Auf und Ab ist es eben vorbei mit der jugendlichen prallen Standkraft. Jetzt liegt da Haut auf Haut. Und wo Haut auf Haut ist und man auch öfter mal schwitzt, kann man schnell mal Candida albicans-Besiedlung kriegen. Been there, done that, brauch ich nicht nochmal. Deshalb bin ich überzeugte BH-Trägerin, und seit dem ersten Kind auch ausschließlich die mit vorgeformten und wattierten Cups, weil man sonst einfach immerimmerimmer meine Brustwarzen sieht. Ich habe eine Kollegin, der ist das egal, oder es ist ihr nicht bewusst, aber für mich ist das wie so ein Autounfall: ich kann nicht weggucken. Ich möchte aber bitte niemandes Autounfall sein. Und deshalb brauchte** ich neue BHs. Zum Geburtstag bekam ich einen entsprechenden Gutschein von Herrn Rabe, der kennt mich nämlich ziemlich gut. Und dann wartete ich erst aufs Tagsüber-keine-Still-BHs-mehr-tragen, dann doch lieber aufs ganz Abstillen und dann auf Angebote. Ich besitze nämlich vom Laden*, in dem es die besten bezahlbaren BHs gibt, eine Kundenkarte (sonst bin ich da total gegen, weil: ) und die schicken mir SMS mit Angeboten: 25 % off, 100 NOK für Einkauf > 500 NOK oder eben, und darauf wartete ich, 3 für 2. Heute war es so weit und ich bekam eine SMS und weil ich eh bei der Arbeit aus verschiedenen Gründen grad an allen Baustellen nur auf Dinge warte, fuhr ich einfach sehr früh nach Hause, holte den Gutschein und fuhr weiter zum Laden. 

Tja und dann stand ich da, etwas wehmütig die BHs, die mir früher mal super gestanden hätten, etwas staunend die BHs in Größen wie 65A oder 100E ansehend, mich dann kurz ärgernd, dass Bügellos scheinbar Trend ist, dann ein paar BHs einsammelnd, kann man ja mal probieren, so ohne Bügel. Und siehe da: an mein Herz (haha), bügellose BHs! Ich weiß nicht wie sie das gemacht haben, aber die haben es echt geschafft, einen BH zu machen, der ohne Bügel super sitzt, Halt gibt, Form gibt (also eine andere als die Kalbsschnitzelform) und dabei unfassbar bequem ist. Und jetzt besitze ich drei vier neue BHs (und zwei Strumpfhosen), davon drei ohne Bügel und vielleicht werde ich das noch bereuen, ich glaube es aber nicht. Jetzt noch waschen und dann bricht eine neue Ära der Bequemheit an, ich freue mich schon sehr. 

Haben Sie echt gedacht, ich zeig Ihnen Detailaufnahmen meiner Unterwäsche?


*Lindex, so, jetzt hab ichs gesagt. 

**(*hust* Naja, also brauchte und brauchte. Ich hab ja noch die von vor der Schwangerschaft mit Pippi. Aber die sind nur vier, davon sitzt einer nicht so gut und zwei sind wegen Dauerbenutzung schon recht runter und überhaupt wollte ich mir auch mal was gönnen.) 

Tag 263 – Testosterooooooon

James Bond ist ja so was von behämmert. Ein einziges (entschuldigen Sie den vulgären Ausdruck) Schwanzgewedel. Früher fand ich das mal gut. Was ist bloß seitdem passiert? Bin ich etwa (ach du Schreck!) erwachsen geworden? 

Mit Michel zwei Stunden alleine einkaufen gewesen. War richtig schön. Ich möchte mehr Zeit mit Michel alleine. Einkaufen gehen können wir aber nicht jedes mal, das wird zu teuer. Hab ihm neue Schuhe und Gummistiefel gekauft. Geld für diesen Monat jetzt punktgenau alle. (Michel durfte das Design wählen. Die Gummistiefel sind rot, die Schuhe rosa-lila. Er ist so stolz und ich muss mir noch abgewöhnen, immer im Hinterkopf zu befürchten, er könnte im Kindergarten irgendwas von „Mädchenfarbe“ zu hören kriegen.)

Währenddessen haben Herr Rabe und Pippi Mittagsschlaf gemacht. Sie schlief ganz friedlich neben ihm im Bett ein und mir fallen sehr viele Steine vom Herzen ob dieser Entwicklung. Wir haben auch etwas geübt und sie kommt 6-7 Stunden ohne Stillen aus. Nur der Zeitraum muss noch etwas verschoben werden. Oder ich arbeite halt von 11:30 – 18:00 Uhr. 

Osloplanung steht, Woohooo. Donnerstag los, Samstag zurück. Und das beste ist: es gibt zwei Babys anzugucken, denn Bekannte von mir haben gestern eines bekommen. Hachz! (Memo an mich: Kondome einpacken.)

Pippis erster Zahn raubt uns allen den letzten Nerv. Wenn das jetzt bei jedem von 20 Milchzähnen so geht, dann, ähh, weiß ich auch nicht. Aber das wäre ziemlich schlimm. 

Tag 254 – Im Rausch. Korfu Tag 24

Die Bilder von gestern. Also, ein paar davon. 

    

   

 Und dann noch eins von heute:

 Das ist vom Kaizer’s Throne in Pelekas, sehr schön auch da. Schöne Aussicht hat man von da, davon hab ich nur keine Fotos. 

Danach fuhren wir nach Kerkyra und verfielen dem Kaufrausch. Jetzt hab ich neue Sandalen und Herr Rabe hat Gürtel und Pippi ein Kleid und Michel einen Lightning McQueen-Ballon und eine Maus aus Olivenholz. Und so weiter. Noch ein bisschen Sightseeing, gutes Essen und einen Anruf später (der Vermieter hat sich Sorgen gemacht. Ist das nicht süß?) sind wir jetzt alle komplett im Eimer aber sehr glücklich wieder im Ferienhaus. 
(Und nach dem Essen hab ich ganz genau gesehen, dass sich Pippi wohl doch endlich einen Zahn wachsen lässt. Unten rechts der Schneidezahn schimmert bläulich durch und fühlt sich hart an. Mein Baby! Schon so groß… Eben noch so Mini! Jetzt bald ein Einzahnmäuschen! Schnüff.)