Tag 2549 – Schnell vergessen.

Es war 1 scheißtag. Eh schon und dann flatterte noch was ins Haus, das jetzt dazu führte dass wir ein im Gesundheitswesen herumklagen werden. Schon allein, weil es echt nicht schön ist, über einen Brief Rotz und Wasser wegen lauter sachlichen Fehlern, schlechter Behandlung und schlecht versteckter Angepisstheit zu vergießen.

Höchstens akzeptabel wenn nachts um zwei verfasst.

Darauf die zwei anderen Gläser Wein, die noch in der Flasche waren.

Tag 2512 – Kleiner Lichtblick.

Es war ein Scheißtag, ganz einfach. Von vorne bis hinten. Gut: bei der Arbeit im Büro mehrere Stunden konzentriert an was gearbeitet (wieder 1,5 Überstunden) und das gut hinbekommen. Auch gut: abends zum Tanzen gegangen, da ist jetzt das Semester eigentlich vorbei, dafür machen sie Sommerkurse und ich habe mich zu einem Kraft- und Flexibilitätstraining angemeldet. Das war schei*e anstrengend, aber gut.

Tag 2495 – Laune und so.

Aus familiären Gründen war der Tag ziemlich für die Tonne. Manchmal frage ich mich, warum ich es für eine gute Idee hielt, mit Menschen, davon einigen Minderjährigen, zusammen zu leben. Dann fällt mir wieder ein, dass ich das lange für alternativlos hielt.

Trotzdem muss das für heute reichen an diffusen Andeutungen. Ich gehe jetzt halt einfach ins Bett und gut.

Tag 2321 – Geh weg!

Zwei Dinge, die ich absolut nicht vermisst habe, kamen heute wieder zu Besuch. 1. Blasenentzündung (bitte keine Tipps) und 2. ein verschobener Brustwirbel (bitte keine Tipps). Ersteres hätte ich gerne mit zwei Kannen FAK-Tee bekämpft, der ist aber alle und wir haben vergessen, neuen zu kaufen. Es wurde deshalb eine Kanne (weil’s halt nicht schmeckt) Kamillentee, plus Wasser. Die Teekanne fasst fast zwei Liter, insofern dürfte ich heute ca. vier Liter getrunken haben, das sollte ja eigentlich reichen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass mein Körper statt die Blase zu spülen, das ganze Wasser lieber einlagert. Dieser Zyklus dürfte dann gerne auch langsam zu Ende sein.

Der Brustwirbel ist so eine Sache, das hatte ich als Jugendliche oft. Der Orthopäde meines Vertrauens erklärte mir das so, dass die Brustwirbel sich verschieben, worauf das Gewebe drumrum mit Verhärtung und Entzündung reagiert, was auf die Nerven drückt, was Schmerzen macht. Da macht man nicht viel, machte man zumindest damals nicht, außer den Wirbel wieder einrenken (war meist schon gar nicht mehr nötig, weil wieder zurückgerutscht) und eventuell viel oder sehr viel Schmerzmittel lokal oder systemisch und Rückenübungen um dem vorzubeugen (so war ich mit 18 in der Rückenschule, wo ich mit lauter Rentner*Innen lernte, Wasserkästen nur aus den Beinen zu heben und ähnliches. Danach ging ich zum Training, wo ich mich von anderen Mädchen, die ein bisschen leichter waren als ich, anspringen ließ um aus voller Fahrt irgendwelche Hebefiguren zu machen). Ich dachte ehrlich gesagt, das sei ca. Gleichzeitig mit den Hebefiguren aus meinem Leben verschwunden, aber nein, scheinbar nicht. Und genau wie beim ersten Mal, dachte ich erst, mir wäre diffus schlecht oder ich hätte vielleicht Magenschmerzen? (Oder halt nen Herzinfarkt, weil ich hypochondrische Tendenzen habe.) Aber nein, es ist der Rücken und es strahlt nur aus. Ich hab hier nur keinen Orthopäden, nur ne Hausärztin*, und die würde sicher erst mal zum Röntgen überweisen, und bis ich da nen Termin habe, ist es von selbst wieder weg.

Also Ibu, Wärmekissen und warten. Ich bin übrigens eine unerträgliche Kranke, und habe deshalb Herrn Rabe eben schon angefaucht, der nur helfen wollte.

Hasse alles.

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*genauso wie andere Fachärzt*Innen gäbe es Niedergelassene nur privat praktizierend für so 2000 Kronen pro Besuch. Immerhin kriegt man bei denen sofort nen Termin, aber, puh. Puh!

Tag 2287 – Das neue Normal.

Als würde man mal eben so umswitchen von 100% Homeoffice auf irgendwelche Hybriddinge, weil ArBeiTgEbEr dAs So WüNsChEn. Ich wünsche mir immer noch ein Pony. Ich wünschte mir viele Monate lang, das Aerosole ernst genommen werden. Und, hat‘s irgendwen interessiert?

Herr Rabes Auftraggeber wünscht 3 Tage Präsenz im Büro. Mein Arbeitgeber wünscht bekanntlich „so viele wie möglich so viel wie möglich“ im Büro, will andererseits aber scheinbar nicht in mehr/größere Räumlichkeiten investieren. Der Unterschied zwischen Herrn Rabe und mir ist der Angestelltenstatus und das Gehalt. Wenn der Auftraggeber sagt „spring“, hat das einen anderen Charakter als wenn das Werk sich irgendwas wünscht. Deshalb fährt Herr Rabe morgen, übermorgen und Donnerstag ins Büro und ich nur Donnerstag und das auch nur, weil ich den Kollegen so lieb hab wir ein externes Pre-Meeting mit der Site haben, die wir ab nächster Woche remote inspizieren. Technik will also getestet werden.

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Ich hab schlechte Laune heute und gehe mir selbst auf den Zeiger damit. Gestern hatte ich mich schon entschlossen, heute einen „Planungstag“ zu machen und den Großteil des Tages abzufeiern. Heute wachte Pippi allerdings ziemlich verrotzt auf und die Arbeitszeitabrechnung lief dann eben auf Kindkrank raus, ansonsten war es kein großer praktischer Unterschied. An zwei handverlesenen Meetings habe ich teil genommen und ein paar Mails beantwortet. Ansonsten habe ich private (wichtige und liegen gebliebene) Mails beantwortet, den Bankwechsel weiter voran getrieben, war mit Michel bei der Zahnärztin und abends meine Haare schneiden lassen. Habe Hautpflege bestellt, eine Retoure zur Post gebracht, und immer wenn ich gezwungen war, an Die Sache(TM) bei der Arbeit zu denken, wollte ich mich nur noch eingraben und dementsprechend war dieser Planungstag wirklich nötig. Jetzt bin ich mit meinem und unseren Privatkram wenigstens wieder halbwegs à jour, das macht den Kopf wieder freier.

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Absurder Strompreis ist völlig absurd und man muss sich echt langsam überlegen, ob es nicht vielleicht ne Möglichkeit wäre, den Wecker auf 3 Uhr nachts zu stellen, um dann zu duschen. Alternativ kalte Dusche (nein!!!).

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In der Zeitung steht, wir sollen die Kinder nicht so be-helikoptern, denn Lehrlinge könnten heutzutage knapp selbst Zähne putzen, die Schule sagt (indirekt), Kinder ab der 2. Klasse können 4 km Schulweg zu Fuß bewältigen, aber die Eltern sollen bitte mit gehen und Fahrrad fahren bitte nicht, und die Zahnärztin sagt, wir sollen, bis die Kinder 12 sind, die Zähne nachputzen. Ehrlich gesagt habe ich keine Lust mehr, grundsätzlich alles immer irgendwie falsch zu machen. Entweder werden die Kinder nicht schnell genug selbständig genug oder man vernachlässigt sie, meist je nach Blickwinkel beides gleichzeitig. Hrmpf.

Tag 2253 – Vom übern Tisch ziehen.

Für die Grünen in Norwegen (und die homophoben Christen) hat es nicht ganz gereicht, sie haben jetzt (jeweils) drei Sitze im neuen Storting. Hätten sie es über die Hürde geschafft, hätten sie (je) vier Ausgleichsmandate bekommen. Tjanun. Nächstes Mal dann, wenn auch alle gemerkt haben, dass sich manch eine Partei nur für den Wahlkampf schnell noch grün angemalt hat, aber Klimaschutz dann doch nicht sooooo wichtig findet, wenn es anfangen würde, auch nur ein minibisschen weh zu tun. [Wir erinnern uns kurz daran, dass nichts tun und das Klima havarieren lassen teurer werden wird und mehr wehtun wird.] Looking at you, SV, die schon sagt, man werde sich mit der Sp schon einig, was das Klima angeht, Hauptsache sie lassen sie mit regieren. Bin ich gespannt, wie man „mehr Öl!!!“ mit „weniger Öl!!!“ übereinander bekommen will. [Alles bleibt wie‘s ist reicht nicht.]

Well, well. Hilft ja nix, sich aufzuregen. Muss man anpacken.

Weiterhin habe ich mich heute über das Werk aufgeregt, und zwar sehr. Da saufen einige die wirklich billigen Lösemittel, direkt aus der Distille, ohne Qualitätskontrolle. Aber auch da hilft aufregen nichts, in diesem Fall hilft Standhaftigkeit, da ist jetzt endgültig mal Schluss mit nettem Mädchen. Später (also in ein paar Wochen) dazu vielleicht mehr.