Tag 354 – Wuaaahhhhh!

Pippi kommt morgen in den Kindergarten. Morgen. Mor-gen. 

(Um da nicht zu viel drüber nachzudenken, war ich heute mal locker flockig drei Stunden arbeiten. 12, jetzt 24 Flaschen Zellkultur machen ganz schön Arbeit. Vor allem wenn nichts, aber auch wirklich gar nichts, was man zum Arbeiten braucht, im Zelllabor vorhanden ist. Keine Pipetten, Pipettierhilfen mit leeren Akkus, Serum alle, Trypsin alle, keine Kulturflaschen… Obendrein noch zwei Inkubatoren wegen Wartung morgen gesperrt, sodass ich sämtliche 24 Flaschen in Sechserstapeln durch das gesamte normale Labor ins andere Zelllabor zu den anderen Inkubatoren schleppen musste. Und weil ich heute so fleißig war, hab ich morgen – aus gegebenem Anlass – frei. Trotzdem: würde Herr Rabe sowas machen, ich würde ausrasten. Manchmal frage ich mich, wie es diese Familie mit mir aushält.)

Tag 353 – Rittersport und die Mutter aller Wutanfälle. 

Michel und ich waren heute bei einem Ritterturnier. Es sind nämlich Olavsdagene hier in Trondheim, da gibt’s viel religiösen Kram rund um den Dom und Ritterfestspiele für die Kinder. Da aber der Eintritt 150 NOK pro Person betrug, sollte nur ein Erwachsener mit Michel da hin gehen und da darüber hinaus Herr Rabe und Pippi zusammen einen sehr ausgedehnten Mittagsschlaf machte, packte ich Michel in den Fahrradanhänger und fuhr mit ihm zum Dom. 

Als wir ankamen wurden gerade die Ritter  gesegnet und ritten dann zum Festplatz, da wurde Michel schon leicht panisch, dass wir was verpassen würden. Wir waren dann trotz noch-Karten-kaufen-Müssens aber doch mehr als pünktlich an der Arena und bekamen auch gute Plätze mittig in der ersten Reihe. Kopfhörer auf und los ging es. 

Nach einigem Erkläre, was historisch die Ritterspiele bedeuteten (in erster Linie Training und Quatsch, dann verbot  irgendwann ein König, dass mit scharfen Waffen gekämpft wird, weil ihm zu viele Ritter dabei drauf gingen, seitdem gab es Helm-Gebot und stumpfe Lanzen aus Holz statt Metall), ging es los. Eine Art Hofnarr (nicht der peinlichen Sorte, und ich bin da sehr empfindlich) leitete durch die Wettbewerbe, die Ritter und Ritterinnen wurden mit ihren Pferden vorgestellt und dann prügelten sich erst mal die Knappen und demonstrierten Waffenlosen Kampf. Die Spiele waren in drei Runden unterteilt: Eine Runde Übung mit Lanze, Schwert und Speer, dann das was man so als Ritterturnier kennt, also aufeinander zureiten und den anderen mit der Lanze treffen, dann eine Runde Ringe einsammeln auf der Lanze. 

Alles sehr spannend.

Runde Eins: Wehrloses Obst mit Schwertern zerhacken und dabei aggressiv brüllen.


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Runde Drei: Ringe einsammeln gegeneinander.

Zwischen den Runden demonstrierten die Knappen noch Kampf mit verschiedenen Waffen und einen Kampf mit sehr unausgeglichenen Waffen, da hatte der eine nur ein Messer und der andere hatte ein Schwert, eine Axt, ein Schild und einen Speer. Natürlich gewann der mit dem Messer. 

Insgesamt muss ich sagen, es war ein tolles Spektakel und die 300 NOK taten mir lange nicht so leid wie nach einigen Kinofilmen. Der Unterhaltungswert war für Groß und Klein etwa gleich: ich fand die Kostüme toll gemacht, die Erzählungen informativ und unterhaltsam, die Pferde toll, die Leistungen beeindruckend und vor allem nichts Fremdschamerregend, Michel hatte einen Mordsspaß, fand alles total interessant und spannend und stellte eine Million Fragen. Am Ende sprang er wild herum und klatschte dabei unaufhörlich. Und er wollte ein Schwert. 

Am Schwertstand war die Hölle los. Michel hatte sich schon eins geschnappt, ich konnte den überforderten Verkäufer aber noch nicht mal sehen, so viele Leute waren da. Dann sah ich alle Leute um mich rum Bargeld rauskramen. Ich hatte keins. Ich sah auf Michel, das Schwert, die Leute, Michel, das Schwert… Und schappte mir Michel, samt Schwert. Ich erklärte ihm, dass wir das Schwert kurz ausleihen und Geld holen, dann zurückkommen und das Schwert bezahlen. Mit einem halb geklauten Schwert wanderten wir also durch die halbe Trondheimer Innenstadt auf der Suche nach einem Geldautomaten. Michel und ich wissen jetzt: wenn man mit dem Schwert dagegen haut, machen Straßenschilder und dergleichen *Pling* oder *Döng*, Laternen machen nur *Tokk*. Jedenfalls holten wir Geld, gingen zum Stand zurück, bezahlten das Schwert und schlenderten dann noch über den Mittelaltermarkt. Da prägten wir uns unsere eigene Silbermünze, das war auch echt cool, und dann ließ ich Michel nicht das Gesicht schminken, weil das 70 (!!!) NOK gekostet hätte, das war nicht ganz so cool. Tjanun. Unter Zuhilfenahme von gebrannten Mandeln lockte ich Michel zum Fahrrad zurück. 

Münze und Schwert.

Nach dem Markt wollten wir noch kurz in der Buchhandlung vorbei, da hatten wir nämlich gestern Pippis Trinkflasche vergessen. Vor der Buchhandlung trafen wir allerdings den Pokémon-fangenden Herrn Rabe samt schlafender Pippi. Die hatten die Flasche schon eingesammelt und wir beschlossen, noch ein Eis für Michel und einen Kaffee für mich zu holen. 

Und so gingen wir in einen SevenEleven, da hab ich nämlich ne Stempelkarte und der Kaffee schmeckt auch. Michel ging direkt zum Frozen Joghurt Spender. Er wollte Schokolade. Ich drückte, es kam nichts. Leer. Michel war enttäuscht. Dann eben Erdbeer. Ich drückte. Es kam nichts. Auch leer. Michel fing an zu weinen. Er wollte Erdbeereis. Ich erklärte ihm, es sei leider alle. Er schmiss sich auf den Boden. Traurig, weinend, schreulend. Der Ladenheini kam an und bot Vanille an, das sei noch da. Michel schreulte (auf Deutsch), dass er „Blumen-Eis“ nicht wolle, nur Erdbeer. (Das mit den Blumen kommt vom Joghurt: da sind bei Vanillegeschmack immer die Blüten abgebildet.) Ich schaffte es, ihn etwas zu beruhigen und schleppte ihn zur Eistruhe. Bot ihm an, er könne sich was aussuchen. Auch so Erdbeereis in der Waffel, das mag er sonst super gerne. Nein. So Erdbeer-Joghurt-Eis, sonst nichts. Er schmiss sich wieder auf den Boden. Ich erklärte ihm, ich ginge jetzt erst den Kaffee bezahlen, dann könnten wir weiter sehen. Michel tobte und schrie. Menschen sahen uns an. Ich bezahlte meinen Kaffee und noch eine Bolle für Pippi. Michel kreischte inzwischen ziemlich herum und steigerte sich voll in den Wutanfall rein. Schlug um sich. Trat gegen Sachen. Ich stellte die Kaffeemaschine an und brachte Michel raus zu Herrn Rabe. Michel brüllte und schrie und tobte und kreischte und warf sich auf den Boden. Mitten in der Fußgängerzone. Herr Rabe erklärte. Er könne ein anderes Eis haben, das Joghurteis sei eben alle. Michel wälzte sich im Dreck, Menschen sahen uns an, Menschen dachten Dinge über uns, es war mir egal. Überhaupt waren Herr Rabe und ich total ruhig die meiste Zeit (bis Michel aus Wut und Überforderung anfing, uns zu schlagen und zu treten, da wurde der Ton kurzzeitig etwas schärfer), wir konnten es ja tatsächlich einfach nicht ändern. Immer wieder boten wir ihm das sonst so geliebte Erdbeereis in der Waffel an, aber es war zwecklos. Inzwischen hatte sich so ziemlich die gesamte Trondheimer Innenstadt ihr Urteil über unsere Elterlichen Fähigkeiten gebildet, mein Kaffee war ausgetrunken, ein Aufhören des Tobsuchtsanfalls nicht in Sicht. Michel trat weiterhin auf Bäume ein, hysterisch „Erdbeereis!!!“ kreischend. Wir stellten ihm ein Ultimatum: Waffeleis oder nach Hause auf drei. Er kreischte weiter „ERDBEEREIS!!!“. Herr Rabe steckte ihn in den Wagen. Mit einem Anhänger, aus dem es schrill „LASS MICH RAUS! LASS MICH RAUS!!! ERDBEEREIS! LASS MICH RAUS!“ tönte, fuhr ich los. (Anmerkung: er kann die Gurte des Anhängers sehr wohl selbst lösen. Aber es klingt ohne dem nicht so schön dramatisch.) Nach zweihundert Metern ebbte das Geschrei etwas ab. Nach zweihundertfünfzig Metern rief er schluchzend: „Ich mir überlegt! Ich will doch Waffeleis!“. Versprochen ist Versprochen. Also hielt ich beim Supermarkt, holte das rotgeheulte Kind aus dem Wagen und kaufte ihm unter den verständnislosen Blicken der gleichen Passanten, die den Anfall in der Fußgängerzone bezeugt hatten, ein Eis. 

Das Ende des bisher schlimmsten Wutanfalls ever.


Ich hatte es ja versprochen. Und er tat mir auch wirklich leid. Also sowohl, dass das Joghurteis alle war, als auch dass er sich in seiner Wut sicher unverstanden gefühlt hat. Nun ist es aber ja gleichzeitig so, dass so extreme Wutanfälle auch einfach nicht nachvollziehbar sind, da kann ich also auch kein Verständnis für die Wut zeigen, ab einem gewissen Grad. Da kann ich nur anbieten, was ich anbieten kann: das andere Eis, Trost, Nähe. Wenn das alles nicht gewollt wird, kann ich noch da sein und aushalten. Und mich in Teflon-Manier üben, was die Blicke und Sprüche der Anderen angeht. 

Puh. Was ein Tag. (Der Rest davon lief dann wieder recht harmonisch ab. Und das obwohl ich noch einen Ritterhelm gebastelt habe!)

Tag 352 – Der Dinosaurier. 

Michel hat von seiner Tante ein Dinosaurierei geschenkt bekommen. Und das war super. Michel steht ja eh ziemlich auf Dinosaurier (und Drachen, Dukkeldile, Haie, Zrebras, Ellifanten und eigentlich alles, was jemals auf der Erde rumgekreucht ist) und dann so ein Ei zum selbst ausbrüten – der Hammer. 

Ich habe das grade mal gegoogelt, es gibt die in Deutschland auch, wir hatten glaube ich eines von dieser Marke. Die Tante kaufte das Ei in Canada (?), die Verpackung ist schon weg, so einfach ist das also nicht mehr nachzuvollziehen. Aber die Größe und die Zeitangaben passen. 

Das funktioniert nämlich so: das Dinosaurierei wird in eine große Schale mit Wasser gelegt. Der Dino drinnen (man weiß nicht, was schlüpft, also extra spannend!) quillt dann auf, gleichzeitig löst sich die Schale etwas auf, kriegt irgendwann Risse und nach zwei Tagen „schlüpft“ der Dinosaurier, also er ist dann weit genug aufgequollen und die Schale instabil genug geworden, dass die Schale bricht. Von der Chemieseite hab ich da keine Ahnung, ich sag mal so: irgendwas mit Polymeren. Klingt schlau. 

Danach muss der Dino noch ein bis zwei Tage in frischem Wasser liegen bleiben. (Dabei wuchs Michels Stegosaurus nochmal ganz ordentlich.) Und fertig ist der selbst ausgebrütete Dino! Etwas glibschig bleibt er, und er schrumpft auch wieder, aber nur sehr langsam und das ist bestimmt durch neues Einlegen in Wasser zu beheben. 


Und jetzt zum Erfahrungsbericht: voll super. Michel war natürlich Mega aufgeregt und klebte förmlich an der Dinoei-Schüssel. „Da! Da so Risse sind, kumma, Mama! Da!“. Als dann am zweiten Morgen der Dino endlich geschlüpft war, war er komplett aus dem Häuschen. Sein eigener Baby-Dino. Von der Tante ordentlich angeheizt („Du bist jetzt ein Dinosaurier-Papa, da musst du guuuuut auf dein Baby aufpassen…“) fühle er sich direkt total verantwortlich und als wir dann zum Zelten fuhren und den Dino in seiner Schüssel zurückließen, müssten wir uns im Auto die Geschichten anhören, wie traurig der Dinosaurier jetzt ist, weil er alleine ist und er (also Michel) nicht da ist und der Dinosaurier doch auch in den Zoo gehen und Tiger angucken und im Zelt schlafen will. 

Umso größer die Freude, als wir nach Hause kamen und der Dino riesig groß geworden war! Erstmal wurde er abgetrocknet, im Handtuch rumgetragen und dann wurde ihm die Welt gezeigt. Also, unsere kleine Wohnungs-Welt, aber immerhin. Auch die (Selbst-)Gespräche (Michel quasselt momentan von früh bis spät, Herrn Rabe und mir fallen langsam die Ohren ab) handelten erstmal nur noch vom Dinosaurier. Der Dino wurde gefüttert und umsorgt. Mit ins Bett genommen. Es war wirklich total niedlich. (Und vor allem hält er das auch aus. Fühlt sich jetzt an, wie ein großes, leicht wabbeliges Gummitier.)

Langer Rede kurzer Sinn: Dinoeier sind super. Wenn sie mal einem Kind in der Dinophase eine Freude machen wollen: Dinoeier. 

Tag 351 – Nörgel

Kacklaune weil Erkältung und PMS (hoffentlich), höllischen Schmerzen im rechten Handgelenk bei fast allem und überhaupt. Arbeit doof, die Zellen wollen einfach nicht so wie ich, die RNA auch nicht (Polyklonale Antikörper sind des Teufels, ich sage es Ihnen!) und das was ich für meine Kollegen gemacht hab, hab ich wegen unzureichender Information falsch gemacht und muss es jetzt morgen im richtigen Puffer nochmal machen. Immerhin geht der Beta-Zähler jetzt wieder. Und kaum zu glauben aber wahr: die Proben, die ich im Juni LETZTEN JAHRES noch kurz vor meinem Mutterschutz mit einem riesigen Aufwand erstellt habe, sind jetzt ENDLICH analysiert worden. Also, gemessen, nicht analysiert, der Analysator muss das machen, das kann ich nicht selbst (zu viel Informatik). Mal sehen, wann ich die Daten dann kriege. Nächstes Jahr oder so. 

Was gut war: Meine Proben wurden gemessen, ich habe jetzt haufenweise RNA, mit der ich Quatsch machen kann und außerdem habe ich sehr niedliche Kinder. Ja. 

Tag 349 – Wie es war in Bildern. 

Wir sind wieder da, liegen in richtigen Betten mit richtigen Matratzen und wir haben W-LAN und so. Die gefühlten sechs Tonnen Einkäufe sind auch verräumt, also hier die versprochene Nachlieferung an Bildern.

Erstmal was vom Campingplatz.

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Schon schön hier. 😍

Noch eine Bemerkung zur Hardware: Das Zelt ist gut, blitzschnell ‚aufgebaut‘ und für drei Erwachsene geräumig. Für 2 Erwachsene, ein wühlendes Kleinkind und ein kuschliges Kleinstkind ist es so lala geräumig. Aber dann gibt’s irgendwann, wenn die Kinder groß genug sind um im eigenen Zelt zu schlafen, das Update auf ein weiteres Zelt nur für die Kinder. Dunkel ist es innen auch. Luftig nur, wenn man die Belüftungklappen aufmacht: dann ist es aber nicht mehr dunkel. Ab sechs Uhr morgens hat man also trotzdem Pest oder Cholera.


Dann wären wir ja im Zoo, davon gibt es wenige Bilder, weil ich beschäftigt war mit den Kindern, dem Kinderwagen, den Wasserflaschen, den Bananen…

Aber im Freizeitpark hatte ich ungewollt viel Zeit, zum Beispiel um dieses „Kunstwerk“ zu bewundern.


Vor dieser Bahn stand ich gefühlte Ewigkeiten, weil Herr Rabe  Michel eine Runde nach der anderen darauf drehen wollte – aber nicht alleine.

Währenddessen regnete es auch ein bisschen. Pippi findet die Regenpelle aber eher so mittel.


Dann drehten Herr Rabe und Michel noch eine Runde mit einem Zug durch den gesamten Zoo. Pippi wuchs derweil an einem potthässlichen Zug-Dings fest (Züge! Überall Züge in diesem Park!)


Detailaufnahme.


Währenddessen wurde mein Gehirn von der dämlichen Musik püriert und ich war auch irgendwie sehr froh um die Tetanusimpfungen von Pippi.

Nach dem Park wollten die Kinder unbedingt Baden. Es war echt kalt. Das juckte die Zwei aber nicht im geringsten. Heute sind wir alle erkältet. Tjanun.

Michel hat seine Badehose selbst angezogen.

Nach dem Baden grillten wir unter anderem Würstchen aus Quorn: einer Proteinmatsche aus irgendeinem Pilz. Schmeckt ganz ok, aber die Tofuwürstchen die wir immer haben finde ich besser. Michel ist das egal, Hauptsache es sieht aus wie Pølse, dann isst er es auch. Die norwegischen Pølse kaufen wir nur nicht weil wegen Fleischabfälle, zusammengematscht mit Salz und Wasser… Nee, dann lieber Tofu. Oder eben Quorn.

Die Kinder waren dann früh im Bett, wir saßen noch vorm Zelt und tranken schwedisches Bier (nur 11:40 SEK! Und die Marke, die sich im Auslandssemester durch extensives Testen als beste in der Geschmack-Kater-Bilanz herausgestellt hat, gibt es noch! <3). Das war sehr schön.

Heute wurde dann nur noch gepackt, eingekauft (der Durchschnitts-Norweger kauft billiges Fleisch. Wir kaufen Käse, Olivenöl, Essig, Milch, Eier, Limettensaft, Speisefarbe und Schokolade. Alle kaufen Alkohol) und Abfahrt. Die Fahrt zog sich dann eeeeeewig. Schon alleine an zwei Baustellenampeln standen wir gut 15 Minuten (jeweils!). Führt übrigens auch nicht grad zu guter Rotphasen-Compliance, die Ampelphasen möglichst lang zu machen *hust*. Und für Eltern mit einem Wieso-bewegt-sich-das-Auto-denn-nicht-ich-schrei-jetzt-alles-zusammen-Kind ist sowas eine Zumutung. Zusätzlich goss es einen Großteil der Fahrt wie aus Kübeln, ich bekam wegen schlagartig beschlagender Scheiben im Tunnel dezent Panik und überhaupt, blöde Fahrerei.

Nun ja. Wir sind jedenfalls wieder zu Hause, haben eine der 10 SEK/kg Zucchinis gesessen, Michel hat seinen Dinosaurier fertig ausgebrütet und zeigt ihm jetzt die Welt (da schreibe ich mal gesondert drüber) und das ist sehr niedlich, die Schnecken leben auch noch, also: alles gut. Und wenn nicht, hilft Ignorin.

Tag 348 – Penis!

Heute ziemlich viel Peniscontent über den Tag verteilt. Lag zum Einen an der etwas merkwürdigen Musikauswahl des Frösö Zoo-Tivolis (deutscher Ballermann-Schlager. Grauenvoll. Gehirnzerfressend. Sexistisch ohne Ende, gegenüber Männern (dauergeil und gefühlskalt) und Frauen (nur gutaussenhend und gut zu f***en, nen Charakter haben die nicht) gleichermaßen. Und sexually explicit. Sehr.) und zum Anderen an, ach, lassen wir das. 

Schweden jedenfalls ist sehr schön (wie immer), total günstig (aus norwegischer Perspektive) und auch das Wetter ist bisher bestens. Der Zoo war so, naja, Zoo halt, eingesperrte Tiere und so, dafür aber sehr sauber und groß und die Tiere machten einen sehr gesunden und faulen Eindruck. Der Tivoli im Zoo war grauenhaft. Rostige Gefährte, schreckliche Beschallung, überteuert. 

Morgen geht’s zurück und dann werden auch Bilder nachgeliefert. Ich hab nämlich weder W-Lan noch ist der Akku voll genug zum Hochladen.