Tag 1957 – Getauscht.

Michel schläft zwar noch nicht, aber bestimmt bald. Wir kuscheln noch. Auch große Jungs, die in ihrem eigenen Zimmer schlafen, kuscheln noch.

Genau, wir haben nämlich heute die Zimmer getauscht. Morgen wird das Fenster eingebaut und dann (hoffentlich haben sie das nicht vergessen, zuzutrauen wär’s ihnen leider ehrlich gesagt) auch die Tür des ehemaligen Kinderzimmers versetzt. Um die Ecke. Um zu vermeiden, dass wir dann unser Bett, das Kinderbett in Teilen, diverse Schränke und überhaupt alles um eine Ecke basteln müssen, haben wir das eben alles heute gemacht, solange die Türen noch gegenüber voneinander liegen.

Erwartungsgemäß herrscht hier noch ziemliches Chaos, leider. Das alte Gästebett steht teilweise demontiert im Wohnzimmer, das wird morgen abgeholt (der Plan war, das zum Preis, den uns Ikea auch dafür zahlen würde, anzubieten, wenn es dann wer abholt, haben wir gewonnen, weil wir es nicht zu Ikea fahren müssen. Hat geklappt). In Pippis Zimmer stapeln sich Kindermöbel, für die noch bessere Lösungen hermüssen, Kisten voller zwischenzeitlich geparktem Kram und die neuen Schreibtische (damit die Arbeiter morgen Platz haben). In Michels Zimmer ist noch sehr viel Arbeits- und Nähkram. Im Elternschlafzimmer steht noch die Spielküche und die Kinder-Kommode voller Bastel- und sonstigem Kram. Überhaupt alle haben noch die schrecklichen Schränke.

Morgen stehen wir dann alle früh auf und Herr Rabe und ich arbeiten dann wohl beide am Wohnzimmertisch, während über uns gebaut wird. Koselig.

Sehr gut: endlich Zimmer getauscht.

Gut: Im Arbeitszimmer rigoros aussortiert und mehr als eine Umzugskiste „Archiv“ erzeugt, also Dinge, die nicht wegkönnen, die man aber auch wirklich nicht griffbereit haben muss. Nur wohin jetzt damit?

Gut: Eingesehen, dass ich kaputte Kinder-Jogginghosen nicht mehr reparieren werde und die Reparaturkiste auf die Hälfte eingedampft.

Erkenntnis: Pippi hat zu viele Klamotten. Da müssen wir dringend noch mal durchgehen, was davon behalten werden soll, denn das soll ja dann auch in ihren neuen Schrank passen. Jetzt grad sehe ich da schwarz.

In der Zwischenzeit ist auch das Kuschelkind eingeschlafen. Ich könnte hier aber auch noch ein bisschen liegen bleiben.

Hachz.

Tag 1953 – Kleine Räumereien.

Das neue Gästebett ist zwar noch nicht zusammengebaut, aber immerhin stehen die drei riesigen Pakete nicht mehr im Flur. Dafür haben wir jetzt Macken im Parkett. Hrmpf.

Der Fenstereinbaumann hat sich noch nicht wieder gemeldet. Langsam werde ich etwas ungeduldig.

Heute waren zwei sehr nette Menschen da, haben sich im Kinderzimmer Lego in die Füße getreten (was kommen die auch ne Stunde eher als erwartet) und werden uns jetzt einen Schrank bauen. Er wird sehr viele Schubladen haben, von innen beleuchtet sein, und die Decken- und Fußleisten aus dem Raum werden wieder verwendet. Ein richtiger Einbauschrank also. Mir inzwischen fast egal, was das kostet, Hauptsache es passiert endlich was und wird schön und nicht, naja, plastikhaft. Ich habe daraufhin den Abend darauf verwendet, über meinen Nähplatz zu meditieren und habe jetzt eine Idee, die, glaube ich, gut wird. Wir müssen jetzt noch mal schauen, ob wir wirklich noch weiteren Stauraum für Kleidung außer in dem Einbauschrank brauchen, oder ob wir einfach Luft in einem Raum haben, das wäre ja mal ganz was neues.

Schnipsel-Planungs-Party.

Ich werd die Außenrollos vermissen. Und ein Zimmer, das ausschließlich zum Schlafen da ist, auch. (Das Gerümpelzimmer, das das Arbeitszimmer zur Zeit leider ist, nicht. Hoffentlich rümpeln wir dann nicht an anderer Stelle drauf los.)

Falls man mal ein Haus kauft: nie davon ausgehen, dass ja nie beide gleichzeitig Homeoffice haben werden. Denn dann kommt Corona nach grad mal anderthalb Jahren und lacht eine aus.

Tag 1919 – Kein Streik!

Ich habe nicht gestreikt. Um viertel vor sieben morgens kam eine SMS, dass sich die Parteien geeinigt hätten und wir uns auf normale Arbeit vorbereiten sollen.

(Exkurs: warum muss sowas mitten in der Nacht und dann auch noch über die Frist hinausgehend die Nacht durchmachend verhandelt werden? Macht denen das Spaß? Kommen die sich dann erst so richtig dolle wichtig vor? Im normalen Arbeitsleben würde man über so ein Zeitmanagement nicht nur eine Augenbraue heben, aber bei solchen Verhandlungen scheint das ja normal zu sein. Nach einer durchverhandelten Nacht um halb sieben morgens unterschreibt eine doch was auch immer, Hauptsache es ist vorbei? Menschen sind seltsam.)

Dementsprechend habe ich heute eben gearbeitet. „Ganz normal“, also mit ein paar Überstunden. Da die nächsten Wochen aber wirklich viele Inspektionen anstehen, muss es sein. Diesen Herbst kriege ich die volle Breitseite mit, was zusätzliche Arbeitsaufgaben angeht, all die Anfragen, all die internen Dinge. Im November soll ich auch zum ersten Mal bei einer internen Revision dabei sein, das wird super (aufregend). Und Corona ist ja auch weiterhin. Morgen muss ich mir wieder einen Mietwagen buchen, damit dem ich mich dann nächste Woche mit Pech bis zu sechs mal in den Osloer Rush-Hour-Stau stellen werde. Mit Ansage. Aber ÖPNV ist fy-fy, sowas machen wir nicht.

Ich mag nicht mehr Pandemie haben. Pandemie haben wir jetzt zur Genüge ausprobiert, Pandemie stinkt. Fertig.

Unsere ehemaligen Nachbarn, die vor knapp 3 Wochen ausgezogen sind, stehen in der Lokalzeitung, weil sie wegen irgendwelcher Regulierungs-Baugenehmigung-Dingens-Fehlinformationen und daraus resultierend unterlassenen Antragsstellungen leider ein illegales Haus gebaut haben, in das sie jetzt natürlich nicht einziehen dürfen. Bei manchen läuft 2020 noch bescheidener als bei anderen.

Heute war wieder Hip Hop. Nach skeptischem Beäugen der Eidsvoller Infektionszahlen (64 total seit März, das sind 10 mehr als vor 4 Wochen noch) ging ich hin. Was waren das noch Zeiten, als man sich schämte, wenn man nicht trainierte, und nicht, weil man (unter Menschen in geschlossenen Räumen) trainierte.

Wer weiß, wie lange das noch geht. Und es macht mir so viel Spaß. Und überhaupt, ich weiß ja dass ich es besser lassen sollte, aber dieses scheiß Homeoffice macht mich eh schon fertig und seltsam im Kopp.

Unter unserem Carport steht ein Fenster samt Zubehör. Für schöneres Homeoffice. Das bedeutet leider auch, dass ich dringend das Projekt Arbeitszimmer ausmisten – Kleiderschrank organisieren – Kinderzimmer umziehen vorantreiben muss. Keine Löffel.

Tag 1903 – Wrooooom.

Hier Motorengeräusch vorstellen.

Moment. Ein Elektroauto macht kein Motorengeräusch!

Für so eine Wallbox braucht man draußen am Haus ein bisschen mehr Strom als aus so einer normalen Haushaltssteckdose kommt. Das ist ein ziemlich dickes Kabel, das da rein geht. Deshalb hat der Elektriker heute auch ein dickes Loch in die Außenwand unseres Hauses gebohrt. Das Motorengeräusch stammt also von einer fetten Bohrmaschine. Und jetzt kommt mitten in der Wand ein dicker schwarzer Wurm raus und schlängelt sich nicht gerade unauffällig unter dem Carport lang zu der Ecke, an der wir das Auto immer laden. Tjanun. Bei passender Gelegenheit werden wir das Kabel einfach anmalen.

Aber es ist schon nett, das Auto jetzt deutlich schneller laden zu können.

Der Elektriker hat aber noch mehr Löcher gemacht, nämlich eins überm Stromkasten und dann eins vom Flur ins Bad. Durch die Fliesen. Wir haben jetzt Starkstrom im Bad und diese lustige Kombi an Warmwasserbereitern, bis der Wasserinstallateur wieder da war um den Durchlauferhitzer anzuschließen (und was wir dann mit dem Tank machen… tja. Keine Ahnung.)

Eins hat Wasser, eins hat viel Strom (aber die Sicherung ist noch raus).

Es war also immens gemütlich heute im Homeoffice, mit Gebohre und teilweise offen stehender Tür und Dreck im Flur. Und einem schweigsamen Elektriker, der aber immer mal wieder den Strom abdrehte. Aber jetzt ist es fast fertig. Hurra!

Ein kleiner Spannungsmoment kam noch, als der Elektriker die Hauptsicherung austauschen wollte, gegen eine größere (wie beantragt und bewilligt). Er fragte, wo denn der Hauptsicherungskasten sei und wir… waren aufgeschmissen. Keine Ahnung, wo das Ding ist! Wir suchten, fanden aber nichts, ich rief beim Netzbetreiber an und dir sagte „nordwestlich vom Haus, ist da eine Terrasse? Vielleicht unter der Terrasse?“ dafuq, ein Sicherungskasten unter der Terrasse? Herr Rabe stiefelte trotzdem mit dem Kompass Richtung Nordwesten los und fand tatsächlich kurz darauf den Sicherungskasten ungefähr 5 Häuser weiter, mitten in der Siedlung. Er und der Elektriker kamen zufrieden zurück zum Haus – und wunderten sich, dass das Licht noch an war, es sollte doch die Hauptsicherung raus sein? Und so fanden wir dann auch gleich heraus, dass die Beschriftungen in dem Kasten falsch sind waren (der Elektriker hat sie getauscht) und wir versehentlich bei den Nachbarn den Strom abgedreht hatten. Die sind aber am Wochenende ausgezogen, das hat da also niemand bemerkt. Aber jetzt haben wir also

  • 4 x 63 A
  • Eine Wallbox
  • Eine weitere App auf dem Handy (für die Wallbox)
  • Einen Durchlauferhitzer an der Wanf
  • Eine Badewanne

Es wird, es wird.

Tag 1891 – Überraschung!

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus! Allerdings etwas überraschende Schatten, denn heute um viertel nach sieben (morgens!) klingelte es und der Klempner stand vor der Tür. Angekündigt durch einen SMS-Wechsel gestern, der etwa so ablief:

14:30, Klempner: kann ich morgen kommen und die Dusche umsetzen?

17:00, Ich lese die SMS: Ja, mein Mann ist zu Hause.

Danach keine weitere Antwort und ich erwarte auch keine Antwort von irgendwem in Norwegen nach 17 16 Uhr. War aber dann auch nicht davon ausgegangen, dass der hier plötzlich steht – natürlich bevor irgendwer von uns auch nur Zähne geputzt hatte.

Aber die Dusche ist jetzt schon mal unten. Die Badewanne kommt vielleicht am Freitag schon und wird dann eventuell sogar am selben Tag noch eingebaut. Nächste Woche kommt der Elektriker* und wenn der da war, kann der Durchlauferhitzer eingebaut werden.

Dass das noch was wird, nach nur einem Dreiviertel Jahr Gehampel damit!

Leere Ecke.
Alte Duschkabine an neuem Ort.

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*denke ich zumindest, denn auf „nächste Woche passt, aber am besten nicht Freitag“ kam auch keine Antwort.

Tag 1858 – Schlafiplanung.

Ich sag heute bis zum späten Abend (als ich meine schnelle Spazierrunde startete) keinen Grund, mir etwas anderes anzuziehen als meinen Schlafanzug. Yeah, faul sein, bzw. Yeah, zu Hause herumrödeln. Bügeln, Aufräumen, Schlafzimmereinrichtung planen. Es wird schwierig, natürlich, sonst wär’s ja einfach. Wir werden aber ganz ernsthaft unseren kompletten Schrank durch-Marie-Kondo-en, auf dass wir alles stehend in Schubladen haben und nicht mehr so schrecklich viel Platz verschwenden, wie wir es jetzt tun.

Herr Rabe und ich können übrigens ganz toll zusammen planen und so gab es fruchtbare Diskussionen zu den Themen „An dem Punkt war ich schon fünf mal“ und „Du machst immer alles gleichzeitig“. Aber jetzt sind wir uns sowas wie einig. Denke ich. Vielleicht.

Dafür habe ich auch eigentlich schon keine Lust mehr auf Umbauen.

Tag 1851 – Vollprofi.

Die Umbaumaßnahmen nehmen teilweise Form an. Der „Entreprenør“ (so ein alles-Bau-Mensch) bestellt das Fenster und dann geht es los. Letzte Woche habe ich zufällig ein 50%-Rabatt-Angebot eines Unternehmens gesehen, das Einbauschränke baut und eben habe ich endlich mal Maß genommen, damit wir in unserem neuen Schlafzimmer, was ja jetzt noch das Kinderzimmer ist, einen vernünftigen Schrank trotz Teilschräge bekommen. Es wird eng, so viel kann ich schon sagen, aber ich hoffe auch, dass wir mit durch-Marie-Kondo-tem Schrank, der hauptsächlich aus Schubladen und Kleiderstangen bestehen soll, im Vergleich zu jetzt den Platz besser nutzen können. Jetzt haben wir nämlich große und tiefe Regalfächer, bei denen wir entweder die hintere Hälfte nicht nutzen oder an die Sachen in der hinteren Hälfte nicht dran kommen. Das ist scheiß. Und ein Angebot machen lassen schadet ja nicht.

Da ich den Winkel unseres Daches nicht weiß (40 Grad? Irgendwas hat die Innenarchitektin gesagt…), musste ich total professionell auf dem Boden messen, wie weit denn die Schräge geht. Mit einem Lot, auch total professionell, nämlich einer Tesarolle, die ich oben an die Decke geklebt habe, und dann abgerollt habe bis ganz kurz überm Boden.

Und jetzt grad fällt mir ein, dass ich natürlich die Fußleiste mit gemessen habe, dabei soll die natürlich da wo der Schrank dann stehen soll, weg. Naja, die Firma käme im Zweifel eh noch mal selbst zum Kontrollmessen.

Das ist alles sehr aufregend.

Tag 1799 – Versuch macht kluch.

Wir haben das rote Haus angesehen und ich muss sagen, ich war echt aufgeregt. Michel auch, nachdem wir ihm sagten, dass wir ein Haus angucken, das wir *eventuell* kaufen möchten, war seine Sorge innerhalb von Sekunden beim Level „aber wenn die Meerschweinchen beim Umzug Angst bekommen!“. Mini-Me halt, immer sofort im Kopf alle möglichen Worst-Case-Szenarien durchorgeln.

Meine Worst-Case-Szenarien vorher: a) es ist so Meh und ich will mir das nicht eingestehen und wir bereuen das bitter oder b) es ist super und wir geben alles, werden aber überboten. [Herr Rabe hatte nur ein Worst-Case-Szenario und das war, dass wir uns nicht einig sein könnten. Darauf wäre ich nie im Leben gekommen, das passiert quasi nie.]

Es war von der Maklerin klug uns direkt in die Küche zu schleusen. Die Küche ist echt ein Traum. Auch das Esszimmer ist schön, und sehr groß, und es hat ein Erkerchen! Auch das Wohnzimmer ist nicht klein, der Wintergarten ist putzig, in der oberen Etage hat alles sehr viel Charme und so, keine Frage, aber. Und da waren leider viele Abers und insgesamt dann viel zu viele Abers und wir werden deshalb wohl nicht auf das Haus bieten. Trotz allem Charme. Lieber das Reihenhaus ein bisschen pimpen*, unsere Verschuldungsgrenze nicht ausreizen, bei der nächsten Gelegenheit* das Haus rot*** streichen**** und nicht in absehbarer Zeit irgendwelche Dächer reparieren oder Keller ausbauen müssen.

Die Küche im roten Haus nehmen wir mal als Inspirationsquelle, da geht bei unserer Küche designtechnisch noch einiges.

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Vorm Haus besichtigen war heute Erntetag und ich habe dann mal diese monströse Zucchini vom Acker gerettet.

Bio-Meinungsverstärker.

Außerdem gab es wieder Grünkohl, Salat, Frühlingszwiebeln, Polkabeete und und und und mich macht das immer alles sehr froh da. schön war auch, zu sehen, wie die rote Beete, deren Ackerreihe ich vor zwei Wochen von Unmengen Unkraut befreit habe, explosionsartig gewachsen ist. Und überhaupt: es kommen wunderbare Kürbis-Zeiten auf uns zu.

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*Dachfenster-Arbeitszimmer-Themenkomplex, Badewannen-Autolade-Themenkomplex und neu heute als Wunsch dazu gekommen: die Küche könnte auch echt hübschere Fronten/Armaturen/Arbeitsplatte/Wände haben. Außerdem ist ein Fensterbrett kaputt.

**in ca. 2-5 Jahren, schätzungsweise, muss das Haus neu gestrichen werden, das ist bei Holzfassaden eben so.

***musste ich Michel versprechen, der sehr sehr traurig war, dass wir das rote Haus nicht kaufen wollen, weil er doch so Lust auf ein rotes Haus hat. Er fand auch den Teppich so schön. Ich überleg dann mal an allergikerfreundlichem Teppich für sein Zimmer herum.

****lassen

Tag 1798 – Irgendwie beruhigt und irgendwie auch gar nicht.

Ich lag leider heute den halben Tag flach, erst mit Migräne und dann mit den Nebenwirkungen des Migränemittels.

Dafür hab ich aber noch echt viel geschafft, nämlich alle Schweinchen sauber gemacht, die Hausärztin angerufen, die Tierärztin angerufen, dem Anwalt gemailt, Essen gemacht, einen Bilderrahmen repariert, mir eine Tastatur und Maus bestellt, die letztgenannten beiden Punkte von der Ferien-To-Do-Liste gestrichen und mit der Bank telefoniert.

Das Banktelefonat lässt mich einigermaßen ambivalent zurück, wir dürfen nämlich von Seiten der Bank aus versuchen, das Traumhaus zu kaufen. Jetzt bin ich irgendwie sehr beruhigt und es ist mir fast schon egal, ob wir’s nun machen oder nicht, und andererseits ist die jetzt wieder etwas weniger theoretische Möglichkeit für erneutes Chaos im Rabenleben genug um mir ordentliche Anspannung zu verpassen.

Wir schauen uns das also morgen Abend mal in echt und von innen an. Von außen kennen wir es schon, und Sie auch, denn es steht neben dem Kindergarten und ich habe es an Tag 1204 hier mal gezeigt. Und dann stellen wir Tausendundeine Frage, und dann gucken wir mal, ob es uns das Chaos und all das Geld wert ist (und im Zweifel wie viel, also wie hoch wir bieten würden).

Bis dahin atmen.

Tag 1796 – Erwachsen?

Herr Rabe fragte mich heute morgen, was mein gewöhnlicher Erkältungsverlauf sei. Ich hatte nämlich heute morgen Halskratzen und die ganze restliche Familie war ja erkältet bzw. schlägt sich noch mit den nur langsam abebbenden Symptomen rum.

Heute Abend, nach 251 bei einem 45 minütigen Workout verbrannten kilokalorien, hatte ich die Antwort: ich habe erst schlechte Laune, weil ich erkältet bin und dann ignoriere ich, dass ich erkältet bin. Anschließend habe ich 3 Monate Phantomzahnschmerzen von der Kieferhöhle. (Lässt sich leider nicht wirklich vermeiden, da hilft auch auskurieren nicht, das geht irgendwann von selbst wieder weg.)

Apropos ignorieren: ich bin auch super im ignorieren, dass irgendwas unvernünftig wäre und dass eine Entscheidung eigentlich schon dagegen gefallen war, wie zum Beispiel in Erwägung zu ziehen, ziemlich teure Häuser zu kaufen. Traumhaus ist Traumhaus und bleibt auch Traumhaus und, ach. Ach, ach. Kann nicht irgendein*e edle*r Spender*In mit so… ner Million Kronen oder so um die Ecke kommen? Das wäre so schön.

Morgen rufe ich die Bank an und lasse Charme spielen. Wenn das nicht reicht habe ich noch eine (Achtung Insiderwitz) alles einwandfrei dokumentierende Exceltabelle, die sehr detailliert zeigt, was wir so an Ausgaben haben und welche Spielräume da sind. Dann braucht es noch Glück. Viel Glück. Und eigentlich halt so ne Million. Hahaha.

(Wenns nicht klappt, machen wir’s uns halt hier wie geplant richtig schön. Da brauchen wir nicht mal Spenden für. Nen Klempner, der uns einen Durchlauferhitzer einbaut, haben wir nach nur sieben Monaten immerhin gefunden. Gut, der würde den sicher auch in ein Traumhaus einbauen… ich muss dringend aufhören, in diesen Bahnen zu denken. Jedenfalls möchte ich glaube ich nicht zur Besichtigung, wenn wir die Finanzierung nicht bekämen. Da kann Herr Rabe dann alleine hin, der ist nämlich einfach neugierig, aber nicht so emotional in dieser Sache wie ich.)