Tag 1470 – Broke the chain.

Heute kein Sport für mich. Meine Schulter tut dermaßen weh, dass es trotz Schmerztablette in den Arm bis zum Ellenbogen und am Hals lang bis zum Ohr zieht. Mehr als ein bisschen lockeres Auf der Stelle laufen war einfach nicht drin. Das wiederum hat aber wenigstens gegen das Taubsein des Daumens geholfen. Solange ich es tat jedenfalls.

Älter werden taugt gar nix, irgendwie.

Ich gehe jetzt einfach ins Bett. So ein kack, ey*. (Außerdem liegt Michel hier neben mir auf dem Sofa, der könnte nämlich gaaaaar nicht schlafen, auf gar keinen Fall und deshalb schnauft er ganz bezaubernd im Schlaf herum. Dieses Geräusch finde ich überaus beruhigend, so sehr, dass mir schon die Augen zufallen.)

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*Ich bin keine gute Kranke. Ganz und gar nicht.

Tag 1178 – Schniefhust (und eine Erleichterung).

Uns hat alle die Spontanerkältung erwischt. Von „bis auf ein bisschen Halskratzen ganz ok“ auf „Nase fühlt sich an wie mit Watte ausgestopft und läuft unaufhaltsam, Husten und Gliederschmerzen“ in ca. 2 Stunden. Nämlich genau so lange, wie Michel in der Kinderdisco war.

Er hatte da viel Spaß mit (dank?) seiner „coolen Frisur“.

Ich war heute mal wieder in geheimer Mission unterwegs und bin jetzt die letzte Verbindung zur Chipsfabrik los. Also, abgesehen davon, dass da noch zwei (eigentlich aus Gründen drei, aber das ist… kompliziert) Gehälter ausstehen natürlich. Aber für die muss ich mit keinem da mehr reden, da muss ich letztlich nur noch die Füße hochlegen und auf den Konkurs der Firma warten.

Ach, eigentlich war es ein guter Tag. Ein sehr guter. Und ich freue mich jetzt einfach auf die nächste Woche, ich werde meine Nähmaschine und mein Sportprogramm wiederbeleben und hier im Haus rödeln und es uns endlich fertig hübsch machen. Also, solange alle bis dahin wieder fit sind, natürlich.

Tag 1139 – Zwei Termine.

Ich hatte heute zwei Termine. Den einen hätte auch gut Herr Rabe machen können, denn es war Elternabend in Pippis Kindergarten. Aber wenn Herr Rabe da hingefahren wäre, hätte ich so halbkrank wie ich noch bin, die Rübennasen alleine mit Nahrung versorgen und ins Bett bringen müssen. Da erschien mir eine halbe Stunde Auto fahren, eine Stunde rumsitzen und dann eine halbe Stunde zurückfahren kräfteschonender. Grober Fehler, aber fangen wir von Vorne an.

Mein erster Termin heute war bei meiner Ärztin. Nicht wegen der Rotze-Geschichte, sondern weil heute der letzte Tag meiner Krankschreibung war. Und weil ich ein ehrlicher Mensch bin, habe ich gesagt, wie es aussieht. Dass ich im Prinzip (und von der Erkältung abgesehen) fit bin und locker flockig arbeiten kann, aber nicht da. Dass ich bei dem Gedanken dran schon Schweißausbrüche kriege und mir bei Telefonanrufen vom Chipsmann übel wird. Dass ich weiß, dass zwischenmenschliche Probleme kein Grund sind, krankgeschrieben zu sein, ich aber Angst habe, wieder nicht zu schlafen und nicht zu essen und dauernd zu heulen.

Und sie sagte, sie verstehe das, ich solle es aber mit der Arbeit probieren und wenn es nicht ginge, dann ginge es nicht, aber probieren solle ich das. Stå på. (Bleib stark, sinngemäß.)

Tja. Ich werde also morgen arbeiten. Juchhei. Ich denke einfach an die Vorteile. Die Vorteile sind: die Firma muss mein Gehalt weiter zahlen. NAV ist da raus. Und ich kann etwas machen, das wirklich (naja, metaphorisch) die Bude in Brand stecken würde. Und wenn ich das gemacht hab, brauche ich mir wohl auch keine Sorgen mehr machen, dass mir der Chipsmann nicht freiwillig kündigen möchte.

Gegen alle anderen Gedanken habe ich eine von den vor zwei Wochen verschriebenen Schlaftabletten genommen.

(Follow-Up der Pillengeschichte: ich habe jetzt einen Termin für das Legen einer Hormonspirale. Spiel, Spaß und Spannung hier.)

Und abends war dann eben der Elternabend. Zweieinhalb Stunden lang. Meine Güte. Was gibt es zweieinhalb Stunden zu besprechen? Ich weiß es auch nicht so recht. Aber ich weiß jetzt, dass Mona ein weißes Auto hat und Martin gern schwimmt und Kari Mette hat eine Hytte. Weil wir nämlich gezwungen wurden, Kennenlernspiele zu spielen. So schön, Sie können sich meine Begeisterung bestimmt vorstellen. Der Rest war… naja, viel Blabla. Ich glaube, der Kindergarten ist wirklich gut, trotz einiger Anlaufschwierigkeiten (er ist halt wirklich ganz neu, im Frühjahr eröffnet worden) und es tut mir wirklich leid, aber nachdem ich heute drei Stunden im Auto irgendwo zwischen zu Hause und Kindergarten verbracht habe, werde ich nochmal die Kitas in Eidsvoll abtelefonieren. Da muss doch was gehen. Auch wenn’s schade ist.

Tag 1138 – Rotze.

Tja, heute morgen wachte ich auf und es tat mir immernoch jeder Knochen im Leib weh und zusätzlich auch noch der Hals, und zwar ordentlich.

Weil ich den besten Mann hab, der das ja außerdem auch grad erst hatte, habe ich den ganzen Tag im Bett liegen dürfen und morgen geht es hoffentlich schon wieder besser.

Dementsprechend ist aber heute nichts berauschendes passiert. Ich habe abends eine Bewerbung geschrieben, yeah (ich merke, wie ich da wieder hoffnungs- und antriebslos bei werde, das ist auch nicht gut).

Und nachmittags, als ich mit der schlafenden Pippi das große Bett teilte, kam Michel an, legte sich zwischen uns und sagte: „Mama, soll ich dir mal was sagen? Wenn Pippi so schläft, dann ist die ganz niedlich. Und weich. Wie ein Kuscheltier.“ Da hat er ganz recht, finde ich. Dass er, wenn er schläft, auch so niedlich ist wie ein Kuscheltier, hab ich ihm aber nicht gesagt.

Tag 1137 – Und dann, plötzlich…

… stehe ich im Supermarkt und kaufe (alleine) ein und kriege Gliederschmerzen. Im Becken (auch wenn das auch bei mir nicht atmet), im Rücken und in den Beinen.

… rupft sich das große Kind seinen nächsten Wackelzahn raus. Und singt ihm vor.

… verbringe ich fast zwei Stunden mit meiner Mutter am Telefon. Meine Mutter verplant schon mal das noch nicht vorhandene Gefährt, mit dem mein Onkel seinen Rennwagen durch die Gegend kutschieren will.

… bin ich so hundemüde, dass mir die Augen beim Tippen zufallen. Keine Links heute, bin froh, wenn ich mich noch abgeschminkt kriege.

Bitte jetzt nicht auch noch diese Erkältung von Michel.