Tag 1785 – [Muss noch Titel überlegen].

Heute war ein Tag, an dem ich auch wieder viele Fotos hätte machen können, aber kaum welche gemacht habe. Aber fangen wir von vorne an, ein Update zum Blogpost von gestern:

Michel hat gar nicht heimlich gelesen. Michel hatte heimlich Herrn Rabes iPad gemopst, im Zimmer versteckt, hat heimlich geguckt und als der Akku leer war, stand er im Wohnzimmer und meinte, er könne doch nicht alleine einschlafen. Also totaler Reinfall, zu früh gefreut, ich weiß gar nicht recht was ich dazu sagen soll, ehrlich gesagt.

Dann heute. Weil der Lack bei ein paar Leuten wohl kurz vorm Urlaub im Angebot war, und ich Dienstag Nacht einen doofen Fehler gemacht und in meine emails geguckt habe (fragen Sie einfach nicht, ich tue das auch nie wieder!) hatte ich gestern ein sehr spontanes und heute ein weniger spontanes Meeting, auf das ich mich vorbereiten musste, indem ich möglichst viel Energie bei möglichst sinnstiftenden Arbeiten verbrauchte. Dass der Bauernhof, bei dem wir einen Gemüseanteil (und Eier) haben, gestern eine Erntemeldung geschrieben hat, in der stand, dass das gute Wetter im Wechsel mit Regen dazu führt, dass alles gut wächst, aber eben auch UnBeikräuter, und sie ja bio machen und deshalb von Hand jäten (was hat das mit Bio zu tun, aber egal), und da sei Hilfe beim Jäten willkommen, kam recht gelegen. Und so hab ich heute Vormittag erst eine Reihe rote Beete von etwa vier mal so viel UnBeikräutern befreit und dann eine riesige Tüte Grünzeug geerntet. Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, irgendwelche Beete, Salat, Ruccola, Gurke, Zucchini, Zuckererbsen, Frühlingszwiebeln und Radieschen. Umsummt von Bienen und diverse Regenwürmer aufschreckend. Der Bauernhof hat in jeder 10. Reihe auf dem Acker Blumen stehen, und zwischendrin darf sich auch immer wieder aussähen, was halt so da landet, nur da wo Gemüse wachsen soll, muss nicht unbedingt alles voller Disteln, Ackerwinde, Hornveilchen und Gänsefuß wuchern. Jedenfalls wäre Fotowert gewesen, wie schlimm die Jäte-Reihe vorher und wie hübsch nachher aussah, und was für einen Haufen Gemüse ich da weggeschleppt habe und überhaupt das Bullerbü da. Es war jedenfalls sehr erholsam.

Zu Hause besprach ich mit Herrn Rabe diverse Dinge beim dringend nötigen Mittagessen und dann war es auch schon an der Zeit, zu duschen und mich für das Meeting fertig zu machen. Das Meeting lief dann recht ok, würde ich sagen. Die Lacksaufenden waren ziemlich klein mit Hut und versuchten sich rauszureden, mal gucken, was da noch so draus wird. Sehe ich dann Anfang August, weil ich ja keine Mails mehr lese. Erinnern Sie mich ANFANG AUGUST dran, dass ich insgesamt 3 Arbeitsstunden nachtragen muss.

(Ich muss einschieben: es KANN sein, dass ich vom 13.-15. arbeite. Da bin ich back-up für die Überwachung einer wichtigen Mailadresse und FALLS die Person, die eigentlich diesen Job in der Woche hat, krank wird oder sonstwie nicht kann, muss ich übernehmen. Das ist aber schon seit ein paar Wochen so abgesprochen und wir hoffen einfach mal alle, dass ich da gar nichts übernehmen muss.)

Nach dem Meeting war ich leider spät dran für meinen Friseurtermin, aber ich kam dank Carona um Punkt 17 Uhr an. Die Friseurin (diesmal die Chefin des Salons) war sehr nett und kompetent und scheute sich nicht, gleich beim ersten Versuch viel abzuschneiden, Hurra. Leider sah man durch das kurz scheren, wie schlecht ich offenbar letzte Woche gefärbt habe und ich sah hinterher aus wie ein Streifenhörnchen. Deshalb verbrachte ich den Abend erneut mit Farbe auf dem Kopf. Jetzt sind sie durchgehend lila und ich bin total froh, dass ich heute bei der Chefin war, weil der Schnitt trotz der irritierenden Flecken wirklich gut ist. Uff. Aber auch davon keine Bilder, weder vor noch nach dem erneuten Färben. Weil wegen weiß nich.

Tag 1777 – Corontäne Tag 3 v2.

Ich liebe meine Arbeit und deshalb ist es auch nicht soooo schlimm, dass sie grad sehr viel ist, aber diese Woche vorm Urlaub würd ich ja immer gerne überspringen. Tausend kleine Kackdinge müssen fertig werden und trotzdem werden garantiert in Woche 1 des Urlaubs noch irgendwelche Anträge eintrudeln oder Rückfragen kommen und dann dauert es halt 5 Wochen, bis ich da draufgucken kann und in der Zeit hat Firma X leider keine Zulassung für Y und SOP A wird dann doch nicht fertig und es ist sehr verlockend, doch noch hier und da mal kurz und Ich muss aber echt dringend Urlaub haben aus genau dem Grund. Gnarfz.

Das eine Gewächs im Hochbeet ist Mohn*. Ein weiteres sind Sonnenblumen*. Auf eines warte ich noch* und eines hat hübsche weiße Blüten bekommen, aber ich weiß nicht, was es ist*. Und über allem thront die riesigste Stockrose, die ich überhaupt jemals gesehen habe. Es ist ein Monster.

Apropos Monster: Oregano ist ja mal mega krass. Erstens wächst er zwischen den Ritzen des Hochbeets unbezwingbar raus, zweitens habe ich als neues Hobby den (und Disteln) aus dem RingelBlumenbeet zu rupfen, wo er sich einfach hingesät hat. Wir haben also inzwischen mehrere Kräutermonster: Oregano, Estragon, Petersilie, Koriander und 2 Sorten Minze in Töpfen. Alle wuchern wie bekloppt. Die Kartoffeln (im Topf) auch. Es ist faszinierend und ein bisschen gruselig. Wenn ich nicht dauernd an allem rumschnippeln würde, wären wir wahrscheinlich innerhalb von 2 Wochen von Küchenkräutern überwuchert.

Passend dazu habe ich heute mit Pippi den Apfelbaum ausgegeizt und ca. 20 kleine Äpfelchen entfernt, damit die restlichen ca. 20 (!!!) wenigstens eine Chance haben, was zu werden. Am letztes Jahr gepflanzten Minibäumchen. Es waren noch viel mehr Fruchtansätze dran, aber einen Großteil hatte das Bäumchen schon selbst abgeworfen. Schlaues Bäumchen.

Die erste Erdbeere war heute auch endlich reif und auch die Kinder haben noch ein paar optimistisch als reif angesehen.

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*jaja ich kann voll gut mit Blumen und hab auch was mit Bio studiert, aber ich erkenne die trotzdem nicht wirklich, bevor sie blühen und manche nicht mal dann

Tag 1775 – Corontäne Tag 1 v2.

Also 10 Tage Quarantäne, weil ich im Risikogebiet war, Tjanun. Morgen werd ich erst mal ausprobieren, wie ich die Kinder abholen kann, ohne deren Einrichtungen zu betreten, weil Herr Rabe ins Risikogebiet in die Hauptstadt fährt und da den Tag über bleibt. Stelle mir das so vor, dass ich im Auto sitzend hupe und die Kinder unter missbilligenden Blicken zu ihrer aussätzigen Mutter geschickt werden.

Wie auch immer. Der Tag war einigermaßen ereignislos. Ich hab mich in Arbeit vergraben, was nötig ist, weil Endspurt vorm Urlaub. Abends Kinder ins Bett gebracht, ein bisschen gekuschelt, dann Meerschweindamen sauber gemacht mit anschließendem Meerschweindamen-TÜV. Muffin ist dann morgen dran. Die Meerschweindamen sind Superschweinchen, haben jede ca. 25 Gramm wieder zugenommen (von den ca. 50 die sie, vermutlich durch etwas anderes Futter, nach dem Umzug zu uns abgenommen hatten), haben sehr viel Fell, hübsche Zähne, Ohren und Augen und jetzt auch frisch manikürte Pfoten. Niemand hat mich angepullert, insofern ein voller Erfolg.

Und jetzt muss ich wenigstens ein bisschen Schlaf nachholen. Heute war ein bisschen arg müde.

Tag 1761 – Kontrastreich.

Der Arbeitstag bestand aus 95% Videomeetings. Uff, ey. Irgendwann bin ich auch leer gelabert. Aber immerhin habe ich am Ende des Tages eine (1!) wichtige Mail verschickt, Yeah. Much produktiv. Wow.

Das positive: am Ende des Arbeitstages war ich dann tatsächlich mit der Arbeit auch fertig. Der Kindergarten hat ja jetzt wieder bis 17 Uhr auf, das habe ich heute direkt mal (fast) ausgereizt, aber ich muss schon sagen, nach dem Kinder abholen nicht noch mal ran müssen, hat durchaus auch was. Das war fast so ähnlich wie normal.

Pippi hat jetzt eine ausgeprägte Kriechviechzeuch-Phase. Gestern hat sie eine „Baby“-Schnecke gefunden (so eine Feld-Wald-und-Wiesen-Schnecke, durchaus ausgewachsen) und direkt im Terrarium zu den großen Schnecken gesetzt. Bei Schnecken kann ich ja nichts sagen. Aber heute hatte sie eine kleine Larve aus dem Kindergarten mitgebracht, ein winziges, weißes, zappelndes Würmchen, das „darf“ jetzt draußen im Blumenbeet leben. „Leben“. Ähäm.

Ich verstehe es ja sogar. Ich habe heute ein paar der vermaledeiten Büsche ausgegraben, um die Samstag gekauften Bäume dort hin zu pflanzen. Erstens war das sehr anstrengend und ich bin jetzt sehr platt und mich juckt es immer noch überall, weil ich in meiner Schwitzigkeit von Haufenweise Kriebelmücken umschwärmt wurde (die Kehrseite des norwegischen Sommers), andererseits habe ich auch ein schlechtes Gewissen, weil ich bestimmt drei Regenwürmer versehentlich mit meinem Spaten zerteilt habe. Einen wollte ich sogar extra retten, zog etwas feste… naja. Hatte dann einen halben, zappelnden Regenwurm in der Hand. Sorry, kleiner Wurm. Es war echt nicht so gemeint. Ich wollte nur helfen.

Dafür haben wir jetzt Bäume und ich möchte wirklich auf gar keinen Fall mehr dieser Büsche als unbedingt nötig ausgraben. Der Rest wird direkt über dem Boden abgesägt, Unkrauttuch drüber, Kies drauf und dann breiten wir den Mantel des Schweigens über die ehemalige Hecke. Ich fürchte aber, zumindest da wo die Stützpfähle (Pömpel, bittedanke) für den Zaun hinkommen, müssen noch Büsche raus, durch das Wurzelwerk kommen wir sonst mit so einem Erdspieß nicht durch. Uff. Also noch 14 mal graben. Uff, uff.

Morgen wird Muffin (hoffentlich, sein Gesamtzustand muss das ja zulassen, und seine Haut ist zwar schon besser geworden, aber von gut noch weit entfernt. Aber er frisst sehr gut und macht auch sonst einen sehr fitten Eindruck, naja, mal schauen) kastriert. Michel weiß jetzt, dass Muffins Penis dabei dran bleibt und was die Hoden sind, bei Muffin und bei ihm selbst auch. Es ist ja echt nicht so, als hätten wir da je ein Geheimnis draus gemacht, was bei den Körpern zum Beispiel seiner Eltern so die Unterschiede sind, oder wo die Babies herkommen oder sonstwas. Es hat ihn einfach nie sonderlich interessiert (ganz im Gegensatz zu Pippi übrigens). Manchmal fällt uns das jetzt auf die Füße, weil Michel von seinen Kumpels nur die umgangssprachlichen, norwegischen Ausdrücke kennt, die ich dann aber nicht kenne, und dafür, wenn ich Hoden sage, er damit nichts anfangen kann. (Falls Sie immer schon mal wissen wollten, wie der „Sack“ auf Norwegisch heißt: pungen. Die „Eier“ heißen baller. Bittedankeimmergern.) Ich bin wahrscheinlich am aufgeregtesten von allen Beteiligten wegen dieser OP. Uff, uff!

Jetzt hoffe ich auf Einschlafen in unter 2,5 Stunden. Nicht so wie gestern. Das wäre schön.

Tag 1757 – Ein Tag wie jeder andere.

Møtepotøte den ganzen Tag. (Møte heißt Meeting heißt Treffen. Natürlich online.) Gefühlt habe ich deshalb den ganzen Tag auch so gar nichts geschafft. Das nervt mich ja schnell. Es kam dann noch hinzu, dass unsere Chefin signiert statt freigegeben hat Qualitätsmanagementsoftware nicht zulassen wollte, dass ich eine versehentlich signierte statt freigegebene SOP erneut zur Freigabe versenden wollte und erst lauter lustige Fehlermeldungen produziert hat und dann so gründlich abgestürzt ist, dass gar nichts mehr ging. Also insgesamt so ein mittelmäßig arbeitserfolgreicher Tag.

Muffin hat Michel heute in den Finger gebissen. Nicht mit Absicht, das war auch Michel sofort klar, aber Muffins Zähne sind halt die eines Nagetiers und Muffins Gier auf Salat ist groß und wenn dann da noch ein Finger zwischen ist, dann blutet es auch mal. Armer Michel.

Weitere Muffin-News: so richtig toll sieht das mit der Haut noch nicht aus, eher so lala, aber wir haben ja nächste Woche den Kastrationstermin, vielleicht lassen wir die Kastration dann doch erst noch sein und behandeln erst mal die Haut weiter? Hmm, mal sehen. Bis auf die Haut (und die Einsamkeit) scheint es Muffin aber prächtig zu gehen. Heute habe ich ihm das neue Futter gegeben, weil das von den Vorbesitzern mitgegebene leer war (das war ein völlig okayes Trockenfutter, sonst hätte ich ihm das nicht weiter gegeben) und da ist vielleicht irgendeine Meerschweindroge drin, jedenfalls hat er sich das neue Futter reingezogen als gäbe es keine Kräuter/Löwenzahn/Klee/Gras/Paprika/Möhre/Gurke und was uns sonst so einfällt jeden Tag und reichlich. Das einzige, was er bisher nicht mochte, war Erdbeere und Tomate. Mit der Erdbeere wurde Fußball gespielt, vor der Tomate erschrocken davongerannt. Langsam redet Muffin auch mehr mit uns und quiekt manchmal wenn wir am Kühlschrank sind (klar, da ist das Gemüse drin). Weil ich etwa hundert mal am Tag irgendwelche Leckereien zu ihm bringe, kommt er jetzt vorsichtig angetrabt, wenn ich ihn rufe und reckt sich um zu gucken, was es dieses Mal gibt. Von Michel lässt er sich auch streicheln, am liebsten über die Nase. Hach!

Außer dem Fingerbiss war heute das spannendste, dass wir nach dem Abholen von Kindergarten und Schule im Stau standen. In unserem Kaff hier! Naja, auch hier kann es ja Unfälle geben und wenn die an einer Kreuzung direkt nach einer Brücke sind, das kaputte Auto eine Spur blockiert und deshalb der aus drei Richtungen kommende Verkehr durch genau einen Polizisten geregelt werden muss (weil 2 Kolleg*Innen plus Feuerwehr sich um die Autoinsassen kümmern müssen), dann dauert das schon mal. Es war jedenfalls eigentlich nicht dramatisch, fraß aber so viel Zeit, dass wir den vorletzten Termin der Kulturschule ausfallen lassen mussten. Schade, aber nicht zu ändern.

So, nun ins Bett. Der Corona- und Feiertagsmai hat mein komplettes Wochentagsgefühl zerstört. Auch an Arbeitsaufgaben lässt sich nichts festmachen. Es ist alles sehr seltsam in diesem 2020.

Tag 1750 – Schnell Bloggen.

Mein Akku ist gleich leer, deshalb Stichpunkte:

  • Arbeit heute viele Meetings aber immerhin produktiv. Eine meiner Arsch-vom-Dienst-Aufgaben ist bald wohl endlich beendet.
  • Pünktlich um drei den Stift fallen gelassen und dank der zwei Stunden gestern Abend trotzdem eine Überstunde aufgeschrieben. Bin bald am Ziel für 5 Wochen Sommerferien.
  • Pippi ging nach dem Kindergarten mit zu einem Kindergartenfreund (I.), was spontan entschieden wurde. Ich rief also den Kindergarten an und erklärte kurz den Betreuer, dass Pippi heute mit I. mit geht und dann telefonierte ich mit Pippi und erklärte ihr dasselbe und das war sehr niedlich. Wie so kleine Kinder halt telefonieren und was sie einer dann dringend alles noch sagen müssen („Mama? Ich spiele mit Barbies!“).
  • Während Michel bei der Kulturschule war, konnte ich ganz in Ruhe einkaufen, das war echt schön. Es gab auch reduzierten Ostersüßkram – weil das Kaninchen Urlaub hat.
  • Nachdem ich Michel wieder eingesammelt hatte und bevor ich Pippi abholte, haben wir Muffin verärgert die Krallen geschnitten und ihn ein bisschen mehr an uns gewöhnt. Er saß auch kurz auf Michels Schoß und das machte Michel sehr froh. Hach, hach. Die Haut sieht noch schlimm aus, aber ich bilde mir ein, dass das Fell schon nicht mehr ganz so stumpf ist und insgesamt kratzt sich Muffin auch weniger.
  • Nach dem fiesen Rausnehmen und beschauen lassen gab es ein paar Troststängel Oregano. Der, und der Estragon, werden uns dieses Jahr möglicherweise über den Kopf wachsen, insofern ist das schon sehr gut, dass Muffin das so gern frisst. Seit ich ihn heute etwas länger auf dem Schoß hatte, weiß ich auch, dass er unter dem ganzen Fell ziemlich dünn ist, insofern: immer mal rein mit dem Futter.
  • Ich werde zunehmend wütend auf Muffins ehemalige Besitzer. Das arme Tier.
Schnurpsknurpszrrrkps…
  • Am Abend habe ich dann noch die Klo-Ecken gesäubert und direkt mal Einstreu nachbestellt. Eieiei, da geht ja ganz schön was durch.
  • Auch am Abend musste ich noch ein Mal los und eine neue Backofenlampe kaufen. Ich oute mich mal: dieses Reinstecken von Halogenlampen in diese Keramik(?)Fassungen, dieses knirschende Gefühl, finde ich absolut furchtbar. Ab-so-lut. Schon der Gedanke daran macht mir grade wieder Gänsehaut.
  • Jetzt husch, husch ins Bett. Es wird Zeit. (Ich wollte heute früh ins Bett, hat super geklappt ganz offenbar.)

Tag 1749 – Prokrastinations-Folgen.

Hättehätte Fahrradkette aber es wäre echt gut gewesen, hätte ich mir meine Arbeit in den letzten Wochen sinnvoller eingeteilt. So war irgendwie Murks, ich hab nämlich nicht alles geschafft, weil dann, wie immer, noch dringende Dinge rein kamen, die sofort bearbeitet werden wollten und die alten (und langweiligen) Leichen wurden noch weiter rausgeschoben und, ach, ach. Heute habe ich dann einen Mammut-Arbeitstag gehabt, unschön, aber jetzt bin ich immerhin zu 80% fertig, eine Aufgabe ist hinten runter gefallen, eine ist halt jetzt eher noch so Dreiviertel fertig und ein viertel schön, aber immerhin.

Jetzt aber fix ins Bett, in 9 Stunden ist schon wieder ein Meeting (das ich leiten muss, seufzi).

Tag 1741 – Schnipsel.

Michel klagt seit Wochen über Übelkeit nach dem Essen und ich bin langsam nicht mehr sicher, ob das echt „nur“ zu schnell zu viel gegessen ist oder mehr dahinter steckt also gingen wir heute zur Hausärztin. Die hat wieder eine Vertretung und auch diese Vertretung ist sehr nett, auch zum sehr aufgeregten und deshalb etwas quatschigen Michel. Als sie dann aber ankündigte, dass wir Blut abnehmen müssten war das Quatschige komplett weg und zehn Minuten später hatte ich einen sehr kleinen, weinenden und dann schreienden Michel auf dem Schoß, mit Nadel im Arm. Mein armes, armes Baby. Gut fand ich, dass niemand ankam mit „das tut doch gar nicht weh“ oder ähnlichem Stuss. Michel wurde von allen Seiten gelobt, dass er das gemacht hat, obwohl er so Angst hatte und es ihm so weh getan hat. Uff. Aber – mein armes Baby. Hinterher gab es ein Eis, für seine und meine Nerven. Bis zur Schule waren auch die Tränen getrocknet, aber ich war dann froh, zu Fuß nach Hause zu müssen um ein bisschen runter kommen zu können.

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Die norwegische Bezeichnung „Kartoffel“ für Menschen ist ein Kompliment. Kartoffeln gehen nämlich zu allem, sind vielseitig und nahrhaft. Ha.

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Wir kriegen einen neuen Inspektør, er ist 29 und Biomediziner. Da er ein Mann ist, ist er vermutlich nicht so stark vom Impostorsyndrom betroffen, aber ich werd ihn trotzdem ein bisschen extra herzlich willkommen heißen. Wir molekulare-Irgendwas-Menschen müssen zusammenhalten.

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Pippi kam heute aus dem Kindergarten wieder so dreckig nach Hause, dass ein Bad kein Diskussionsgegenstand mehr war. Irgendwann sagte ich zu ihr, dass wir dann jetzt mal ihre Haare waschen müssen und sie dann raus kommen soll, da sagte sie „Moment, Mama, ich rieche kurz an meinem Fuß… nein, der stinkt noch, ich muss noch drin bleiben.“ Diese kleine Rübennase, ey. Quatschkind. Aber jetzt mit sauberen Füßen (und Ohren und Hals und überhaupt allem).

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Herr Rabe hat sich heute einen Rasenmäher gekauft und ich habe zwei mal sagen müssen, dass der nicht im Haus benutzt wird. Corona macht seltsame Sachen mit uns.

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Donnerstag zieht hier ein Meerschwein namens Muffin ein. Erstmal eins, weil es ein alleinstehender Herr ist. Sobald der kastriert ist und die Karenzzeit danach rum ist, dürfen dann noch Damen dazu kommen. Ich freu mich – und Michel sich auch. Dem hatten wir das ja versprochen für „nach dem Umzug“. Wir sind vor fast zwei Jahren umgezogen.

Tag 1737 – Arbeit, Arbeit, und die Freuden des Homeoffice.

Den Großteil des Tages habe ich mit Arbeit zugebracht, da eskaliert eine Sache weiter fröhlich vor sich hin und ich werde langsam ungeduldig und hoffe, man liest das nicht aus meinen Mails raus. Eine Unterbrechung bei all der Ärgerlichkeit gab es aber, nämlich ein Teammeeting und das per Skype, was eh dauernd schlechten Sound hat, wenn man gleichzeitig die eigene Kamera an hat. Die Chefin präsentierte und, naja, das ist vielleicht der größte Vorteil an diesen online-Meetings: man kann nebenher Sachen machen. Zum Beispiel emails schreiben (erfreulichere als zur Eskalationssache) und, naja, auch Fingernägel lackieren geht gut.

Außerdem ist im Homeoffice der Kaffee sehr viel besser als im Büro.

Ansonsten wäre aber socializing inzwischen mal wieder ne schöne Sache. Also so in echt mit den Kolleginnen und Kollegen. Mal gucken, wann wir das wieder dürfen. Wer hätte gedacht, dass mir das mal fehlt?

Abends fern-socializing in zwei Konstellationen, das ist so viel wert in dieser nach wie vor seltsamen Zeit.

Tag 1736 – A List.

Ich denke, Tesla Signature Red entspricht ziemlich genau Essie A List. Ich werde das morgen mal verifizieren.

Meine Fingernägel vertragen echt keinen Lack. Sie nehmen mir immer noch übel, dass ich sie zu Weihnachten drei mal hintereinander lackiert habe. Wie konnte ich es wagen. Ich würde ja gerne voll cool sagen, dass mir das egal ist, ist es aber nicht. Ich möchte auch ohne Lack Fingernägel haben, die halbwegs vorzeigbar sind. Und wirklich immerimmerimmer lackiert haben (weil die Nägel eben nackt nicht mehr ansehnlich sind) will ich auch nicht. Seufz.

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17. Mai-Planung verläuft schleppend. Seufz.

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Ich bin tierisch müde, weil ich bis vor einer halben Stunde gearbeitet habe. Jetzt bin ich nach der gestrigen Eskapade wieder einigermaßen im Soll. Aus Gründen habe ich aber die zuletzt verfassten Mails alle noch nicht abgeschickt, nicht dass ich morgen früh ausgeruht da drauf gucke und mich in Grund und Boden schäme. Seufz.

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Es ist noch gar nicht richtig dunkel. Es sind ja aber auch nur noch 5 Wochen bis Sommersonnenwende. Wenn es jetzt noch wieder wärmer würde, wäre alles super. (Die Eisheiligen sollen weggehen!)

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Ich habe die Kinder ins Bett gebracht und das ist grade so eine Sache: währenddessen ist es super nervig, Pippi steht gerne noch mal auf wegen HungerDurstKuscheltierfehlt und hampelt eh rum, Michel beschwert sich darüber und Friede Freude Eierkuchen ist anders. Aber wenn sie dann schläft und schnarcht und Michel schläft und schnauft und beide zucken beim Einschlafen genau wie ihr Vater, hach, dann geht mein Herz immer ganz weit auf und meine Augen werden ganz schwer.