Also erst mal ein kleiner Disclaimer: ich spreche hier nur von meiner eigenen, sehr begrenzten Erfahrung. Es gibt sicher noch viel viel mehr Dinge, von denen man nicht mehr so einfach loskommt, wenn man damit ein Mal angefangen hat.
Im Wesentlichen sind es drei Dinge, die ich vor relativ kurzer Zeit angefangen habe, und die jetzt (leider?) ein Teil meines Lebens sind.
Das erste sind Barfußschuhe. Ich finde nach nur nem halben Jahr die meisten anderen Schuhe sehr bis furchtbar unbequem, vor allem, wenn sie nicht breit genug sind. Für meine Füße sind selbst manche Barfußschuhe zu schmal, in einer Marke habe ich deshalb die extra breiten. Bonus für super flexibles Obermaterial. Die dünne Sohle ist für mich nicht ausschlaggebend, wenn auch nett, weil die Füße beim Gehen eigentlich nie kalt werden. Außerdem habe ich in manchen anderen Schuhen das Problem, dass mir Teile des Fußes einschlafen, das passiert aber nicht, wenn die Füße einfach machen können, was sie wollen und sollen. Nach anfänglichen Plantarsehnenüberforderungssymptomen kann ich sagen: so wenig Aua in den Füßen hatte ich schon lange nicht mehr. Ewig. Also so… seit mehr als 20 Jahren. Außerdem kann ich in den Schuhen jederzeit mit den Zehen wackeln, also stimmen. Das bin aber nur ich.
Das nächste, was ich mir sehr schnell angewöhnt habe, ist schlafen mit Ohrenstöpseln. Herr Rabe schnarcht seit ein paar Monaten regelmäßig, davor schnarchte er nur bei Erkältung und dergleichen und wer tut das dann nicht, aber jetzt ist es ein anderes Kaliber des Schnarchens. Eines, das mich vom Schlafen abhält. Ich hatte also die Wahl zwischen Mord und Ohropax und wählte Letzteres. Ich schrieb schon mal hier, dass die Lufthansa Ohrenstöpsel die besten sind, aber eben schwer zu bekommen. Ich testete mich durch diverse Alternativen, vom Klassiker zu 3M Industriestöpseln zu extra Schlafstöpseln von Flare. Aber bis auf Lufthansa saßen die alle immer nur in einem Ohr gut, aus dem anderen fielen sie raus. In einem Anfall von Kaufrausch kaufte ich auch mal Musik-Ohrstöpsel mit Filter, die in einen Lamellen-Konus eingesetzt werden. Seither weiß ich: mein linkes Ohr ist halt nur Größe S, rechts ist aber Größe M. Aus dem kleineren Ohr drücken sich die One Size Fits All Schaumstoffstöpsel deshalb einfach selbst raus. Und dann entdeckte ich Silikon-Ohrenstöpsel und wurde erweckt. Die sind nämlich wie Wachs-Ohtenstöpsel formbar, nur ohne das Schmierige vom Wachs. Ich benutze die ca. einen Monat lang, danach sind sie so dreckig, dass ich sie nicht mehr in mein Ohr prömmeln möchte. Jetzt kann ich nicht mehr gut ohne schlafen, es ist wirklich angenehm, Geräusche aller Art einfach auszublenden.
Das dritte Ding ist auch ein Schlafding – nämlich eine Schlafmaske. Ich kann die normalerweise nicht tragen, weil die mir aus anatomischen Gründen auf den Augapfel drücken, was dazu führt, dass ich nach dem Aufwachen sehr lange nicht richtig sehen kann. Dann hatte ich eine, die aussah, wie ein BH für Teddybären, mit leicht vorgeformten Cups. Aber auch die lag noch zu eng an. Da erinnerte ich mich an die „Influencer-Maske“ mit extra tiefen Cups für die Augen. Das Symbol der Marke ist ein Rochen, wenn Sie das googeln möchte. Und oh Boy, ich möchte nicht mehr ohne dieses Ding schlafen. Wenn Sie sich gefragt haben, wie man in einem Ferienhaus mit Wänden aus Papier trotz um halb sieben wacher Kinder und nichts verdunkelnder Lamellengardine vorm Fenster noch bis halb zehn (oder länger, hust…) weiterschlafen kann: Silikonohrstöpsel und die Rochen-Maske. Chef‘s kiss!