Es schneit schon wieder. Es war grad auf den Straßen alles weggetaut und weggeregnet, selbst auf dem Hof waren nur noch Schneereste und jetzt schneit es wieder, in der Version „super nass und klebt sofort zu einer Eisschicht zusammen“. Es ist zum heulen. Ok, nicht für alle, manche wollen ja Ostern Ski laufen und bezeichnen frischen Schnee Ende März bis Anfang April als „Osterstimmung“. Ich bezeichne das als FALSCH. Osterstimmung ist singende Vögel und blühende Narzissen, deshalb heißen die ja auch OSTERglocken. Osterstimmung ist nicht weiße Eier im Schnee suchen.
Ansonsten heute langsamer Tag mit Eskalation am Ende, Streit mit Michel, auch das ist… puh, alles, und er pubertiert ja noch nicht mal. Es kann also noch sehr viel spannender hier werden, als es eh schon ist. Hurra. (Muss das mit dem nicht-Trinken noch mal überdenken… Nein. Und eigentlich sollte man darüber auch nicht frotzeln.)
Gut:
- in meiner Geige-üben-App stolperte ich zufällig in Ray Chens Übe-Session und das war sehr unterhaltsam und auch sehr lehrreich (und andere würden bestimmt „inspirierend“ sagen, aber ich mag das Wort so gar nicht).
- Später, als ich selbst übte, besuchte mich eine in meiner Session, mit der ich da hin und wieder Kontakt habe, eine Tierärztin aus Australien, die ebenfalls als Erwachsene das Instrument wieder aufgenommen hat und etwa das gleiche Level hat. Da konnte ich mein Leid über die Doppelgriffetüden klagen und wurde verstanden und bekam Zuspruch, Hurra! Die Etüden sind aber auch tricky, aber das Gute daran ist: die sind nur bei den ersten 2-3 Malen schlimm, danach geht es recht schnell bergauf. Ich spiele die so vielleicht 10-ish mal, einzelne Passagen öfter, bis es sich passabel anhört und nicht mehr anfühlt, als würden sich meine Finger verknoten, und dann fange ich die nächste an. Gut genug ist dabei echt gut genug, ich will damit ja nicht auftreten, ich will nur die innere Hemmschwelle vor Doppelgriffen und Akkorden abbauen und auch schneller vom Blatt ablesen können.
- Abends, als hen aktiv war, holte ich Monty für ein paar Minuten aus dem Terrarium. Die sollen sich ja schon daran gewöhnen, angefasst zu werden. So ein mal pro Woche, sagte der Züchter, kann man das ruhig machen, sollte man vor allem am Anfang auch, weil man sie ja einfach hin und wieder anfassen MUSS (sauber machen, Tierarzt, etc.) und dann ist es halt gut, wenn sie nicht total panisch werden, weil sie das nicht kennen. Monty ließ das über sich ergehen, ohne fauchen oder sich zusammen rollen, und schnupperte irgendwann auch neugierig meine Hand an, was ganz schön kitzelte. Hach. Zurück im warmen Terrarium machte hen sich aber ohne Umwege auf in das Lüftungsloch. Happy place.