Ich bin leicht aus der Bahn zu werfen. Nach einem guten Tag (Hobbykurs-lastig, die Auflösung naht, es ist bald vorbei, keine Sorge) fiel mir eben in der Badewanne auf, dass meine Kette weg war. Meine Halskette, die ich von meiner Omi bekommen habe, vor sehr vielen Jahren. Die ich dann ganz lange nur sporadisch benutzte, dann verschwand sie und dann fand ich sie zufällig zusammen mit ganz vielen anderen Schmuckstücken von mir in einem Kinderzimmer. Das Kind hatte da einen kleinen Schatz gehortet und das war dem Kind dann auch gehörig peinlich und es ist lange her und gegessen. Aber seitdem trage ich die Kette immer, denn wenn sie um meinen Hals hängt, kann kein Kind sie mopsen.
Und dann war sie eben weg. Und ich… angehalten. In solchen Situationen bekomme ich instantanen Tunnelblick und muss dann die Kette finden, sofort. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass sofort 284 Katastrophenszenarien in meinem Kopf losrattern. „Verloren im Bus in Oslo“ zum Beispiel, oder „Verloren auf dem Parkplatz“. Wer will schon die Nacht über wach liegen und darüber nachdenken, wie man bestimmt selbst mir dem Auto über die Kette gefahren ist, so richtig schön in den Kies und den Schneematsch reibend.
Und dann fand ich sie. Im Schlafzimmer auf dem Boden. Der Verschluss muss aufgegangen sein, vielleicht als ich mich für die Badewanne ausgezogen habe. Huff! Hach! Uiuiui!
Das hätte es am Sonntag Abend nicht gebraucht. Vielleicht sollte ich mal bald so ne Hochsicherheitskette besorgen, damit das nicht noch mal passiert.