Für jemanden, die hier ja nun mal komplett freiwillig lebt, finde ich Winter oft ganz schon scheiße. Schnee ist nur so lange schön, wie er frisch ist, nicht matschig, nicht zu pudrig, kein Wind dazu kommt und die Temperatur so zwischen -3 und -7 Grad liegt. Dann knirscht Schnee. Idealerweise scheint noch die Sonne und alles glitzert. Die Schneedecke saugt auch allen Schall auf und alles ist gemutet. Das mag ich. Aber dann taut es oder Leute gehen mir mit Skifahrenthusiasmus enorm auf den Geist. Alles wird entweder Matsch oder Eis oder Matsch mit Eis, durchsetzt mit Rollsplitt. Hier und da ein Fleck gelber Schnee oder ein Haufen, den die Hundebesitzenden nicht mitgenommen haben (für mich ist das definitiv ein Argument dagegen, einen Hund zu haben. Warme Würste. Uahhhh.).
Heute war ein Tag der Sorte, die ich mag, weshalb ich nach längerer Zeit endlich mal wieder einen langen Spaziergang gemacht habe. In der Sonne und die kalte Luft bis ganz nach unten in die nach wie vor nicht optimal wiederhergestellten Lungen ziehend. Dabei begegnete ich nur ganz wenigen Leuten, was heute für alle Beteiligten ganz gut so war.
Im Winter steht die Sonne hier ja nicht hoch genug, damit man Vitamin D produzieren kann, aber so eine knappe Stunde in der Winterlandschaft herumlaufen war trotzdem wirklich schön und lange überfällig. Aber das Wetter war auch echt oft echt zum Abgewöhnen, schon seit Weihnachten. Ausreden, Ausreden, ich weiß.
Jetzt soll es erst mal so bleiben, das finde ich schön. Generell finde ich stabiles Wetter schön, und stabil schönes Wetter ist ein eindeutiger Doppelbonus.
Hach.