Tag 3238 – Dies und das.

War im Büro, dort waren nur absurd wenige Menschen, die meisten streiken ja. Die, die nicht streiken, haben super kritische Funktionen oder sind der Direktor. Oder gehen eh bald in Rente oder sind nicht in einer Gewerkschaft, das sind aber die wenigsten. Draußen waren Kolleg*innen mit Westen und streikten so herum. Es war mir etwas unangenehm, mich da durchzumogeln und normal arbeiten zu gehen. Allerdings taten mir die streikenden Kolleg*Innen auch aufrichtig sehr leid, als wir vom trockenen, kuscheligen Büro aus einem massiven Gewitter mit Wolkenbruch und Hagel zuschauen konnten. In Oslo ist ja dann auch immer sofort ein Problem, dass das Wasser nicht ablaufen kann. Folgerichtig standen die bis zu den Knöcheln im Wasser. Genau, was man sich dann obendrein noch wünscht.

Ansonsten: ich habe freudig feststellen dürfen, dass knappe eineinhalb Jahre Geigenunterricht sich tatsächlich auszahlen. Und wahrscheinlich auch nahezu tägliches Üben. Ein Stück, das ich vor zwei Jahren ziemlich schwer fand, ist… ok. Machbar, gib mir ein paar Wochen und ich krieg die 6 Seiten ansprechend hin. Ein schneller, unaufgeräumter Durchlauf um Fingersätze zu überlegen hörte sich tatsächlich schon echt ok an, ich spiele inzwischen sehr sauber (noch sauberer als vorher und das war nie mein größtes Problem) und mit einem guten, robusten Ton. Ich war selbst überrascht.

Morgen muss ich packen. Und zur Apotheke. Und aufräumen. Und arbeiten. Wahhh!

Tag 3237 – Es regnet.

Es war jetzt drei Wochen lang Sommer, nahezu so Sommer wie es hier eben Sommer wird, und perfektes Wetter für so Leute wie mich, die es nicht zu warm mögen, aber auch nicht frieren wollen. Den Garten haben wir leider trotzdem ein bisschen vernachlässigt, weil einfach immer was war. Heute war aber Regen ab nachmittags angesagt und deshalb haben wir heute ein bisschen reingehauen. Herr Rabe hat die Hecke gepflegt (tote und halbtote Zweige rausgeschnitten und insgesamt ein bisschen ausgedünnt, weil die so dicht gesetzt ist, dass sie nicht vernünftig wächst) und ich habe eine sehr, sehr volle, große Ikea-Tüte voll unerwünschter Pflanzen aus dem Blumenbeet entfernt. Teilweise mit Pippis Hilfe, die sehr gründlich alle Pflanzen der Gattung Weiß-nicht-was-das-ist-aber-es-gehört-hier-nicht-hin rausgezogen hat. Jetzt haben die erwünschten Pflanzen wieder Licht, Nährstoffe und Platz zum Wachsen. Also, außer dass der Holunder so ein Monstrum von Busch geworden ist, dass man im Beet jetzt eher Schatten liebende Pflanzen haben sollte.

Hier erst ein Bild vom blühenden Schnittlauch, dann ein Käfer mit sehr langen Fühlern.

Es kommt auch immer alles aus den Ritzen da.

Und am Nachmittag regnete es dann auch tatsächlich. Also eigentlich gewitterte es, mit Blitz, Donner, sehr viel sehr plötzlichem Wind, und sogar ein bisschen Hagel (aber harmlosem, nicht Pflanzen schreddernder). Das mag ich ja sehr, so ein Sommergewitter. Hach.

Es soll auch nicht wesentlich kühler werden in den nächsten Tagen. Nur mal etwas mehr (als… gar nicht) regnen. Das ist schon ganz ok so.

Tag 3236 – Yeah!

Ich muss nächste Woche nicht streiken. Ich habe eine Ausnahme bekommen. Der Weg dahin war etwas holprig und involvierte auch heute noch einige Nachrichten und einiges Durchhängen. Aber am Ende des Tages kam dann die Nachricht. Jetzt ist die HR-Dame – man muss ihr lassen, dass sie sehr wohl am Wochenende arbeitet, wenn ihre halbe Organisation streikt – aber noch ein bisschen panisch, weil die Ausnahme für die nächste Woche gilt statt für den Zeitraum der Inspektion. Das ist mir allerdings grad recht wurscht um ehrlich zu sein. Denn begonnene Dienstreisen ins Ausland dürfen wie geplant beendet werden. Ich schätze, das Direktorat will nur wissen, ob sie mir die IT-Zugänge Montag und Dienstag sperren müssen oder nicht.

Mit der Nachricht zeitgleich bekam ich eine nahezu explosive Migräne. Das war so anstrengend alles die letzten Tage.

Ansonsten habe ich heute nicht viel geschafft. So in der Schwebe sein bekommt mir gar nicht. Das einzige was ich gemacht habe, war nach Råholt zu fahren mit dem Vorsatz, einen neuen Sommerblazer und „Chub Rub Shorts“ zu kaufen. Einen neuen Blazer habe ich nicht, es sind grad grausliche Oversized-Schnitte in, und das finde ich wirklich furchtbar, nicht nur an mir, sondern unabhängig von der Person, die drin steckt. Warum will man aussehen, wie ein Kind, das sich als Erwachsene verkleidet hat? Aber ich habe mehrere Shorts gekauft. Das deutsche Wort will mir ums Verrecken nicht einfallen, den ganzen Tag schon nicht. Hier heißen sie „Biker“, so eng anliegende Hosen bis ca. eine Handbreit überm Knie. Die die ich gekauft habe sind aus Unterhosenstoff und High Waist und sollen eben verhindern, dass ich mir – RADLERHOSEN! So heißen die. Ja. – sollen verhindern, dass ich mir einen Wolf an den Oberschenkeln laufe, wenn ich im Sommer Kleider trage. Also wunde Stellen, wo die Oberschenkel aneinander reiben. Eine von diesen Radlerhosen hatte ich seither auch an und bin sehr zufrieden. Auch damit, dass ich nicht weit über das doppelte für „Bauch weg“ als Zusatzfunktion ausgegeben habe.

Tag 3235 – Fast alles schlimm.

Der Muskelkater ist höllisch. Alles tut weh, vor allem die Beine, komplett. Au. Aua aua aua jaul.

Der zweite Teil des Kurses war gut. Ich habe viel Lob bekommen. Das war gut.

Der Rest des Arbeitstages war direkt aus der Hölle, ich weiß immer noch nicht, ob ich ab Montag und dann eventuell nur bis Mittwoch streiken muss oder gar nicht oder komplett oder oder oder. Am Wochenende wird nicht verhandelt, ich nehme auch an, dass die Trulla von HR, die mir eine Entscheidung des zentralen Streikkomitees über meinen Antrag auf Ausnahme weiterleiten müsste, am Wochenende nicht arbeitet. Meine eigentliche Chefin hat passender Weise auch heute und Montag Urlaub und sieht offensichtlich gar keinen Grund, den abzublasen, bloß weil in ihrer Gruppe alle ausflippen, weil die komplette Gruppe streiken muss. Sie auch. Und ihre Chefin auch. Erst mal Urlaub machen, ja, kann man machen. Es hilft mir also vermutlich nicht, wenn das zentrale Streikkomitee am Wochenende durcharbeitet, um die Anträge zu bearbeiten. Weil keiner versteht, dass ich ein beschissenes Wochenende haben werde, wenn ich so in der Luft hänge. Oder vielleicht ist es ihnen auch egal. Hauptsache man selbst hat Wochenende. Work-Life-Balance, so wichtig. Und wie ich dann Bescheid bekomme, ist auch überaus fraglich. Es werden nämlich alle unsere IT-Systeme abgestellt und wir müssen spätestens Montag auch unseren PC abgeben. Eine Mail an meine Jobmail wird also einfach mal gar nichts helfen, die werde ich nicht lesen können.

Diese Situation, plus dass niemand konkrete Fragen mit konkreten Aussagen beantwortet, plus dass niemand versteht, dass nicht alle bei so einer ungeklärten Situation denken, juchu, so spannend, ich lasse mich einfach überraschen! hat bei mir bisher zwei mal 30 Minuten auf dem Klo bei der Arbeit heulen ausgelöst, plus im Kopierraum vor Leuten in Tränen ausbrechen, weil eine aus der „Wow so spannend, oder???“-Fraktion meinte, mich ansprechen zu müssen, plus den dringenden Wunsch, Menschen zu schütteln und auch mehrere echt wütende tatsächlich verschickte Mails. Soviel zum Thema „der Streik soll sich nicht negativ auf euch als Arbeitnehmer auswirken! Wir wollen nur die Arbeitgeber treffen!“ tbh mein Arbeitgeber scheißt auf mich, und von der Arbeitnehmerorganisation fühle ich mich jetzt auch nicht grad toll behandelt heute. Die Arbeit wird im Zweifel nur aufgeschoben und der ganze Rotz fällt uns brutal hinterher auf die Füße. Delegiert auf das niedrigste Niveau, weil das bei uns halt so ist. Diese ganze Streik-Sache ist ein neurotypisches Fest, für das ich komplett ungeeignet bin. Es fehlen echt nur noch die Trillerpfeifen und ich springe in Warnweste vor die T-Bane. (Mache ich natürlich nicht. Aber ich kriege sicher den nächsten Meltdown.)

Tag 3234 – Dreieinhalb Dinge.

Der Kurs war gut! Hurra! Alles überlebt. Kann mir da auf die Schulter klopfen, finde ich.

Vor dem Kurs jedoch totale Schreckensnachricht: ab Montag muss ich eventuell streiken. Ich kann dann nicht in die USA auf die Inspektion, es sei denn, ich bekomme eine Ausnahmegenehmigung meiner Gewerkschaft. Die ist beantragt (hoffe ich), das muss die Direktion höchstpersönlich beantragen. Ich hatte ja heute keine Zeit, mich um irgendwas zu kümmern, ich war vier Stunden damit beschäftigt, Leuten zu erklären, wie sie ihren (sehr wichtigen) Job machen sollen. Ich verstehe denn Sinn von Streik, ehrlich, ich streike auch gerne Montag und Dienstag, aber ab Mittwoch… halt nicht. Und wenn, muss ich bitte irgendwas schriftlich haben. Ich schreibe da dann nicht Dienstag Abend ne SMS (weil das Direktorat mir wohl auch meinen PC abnehmen wird) „Surprise, ich komme übrigens morgen nicht, ich streike! Beste Grüße, viel Spaß in USA-Land!“. Diese ganze Streiksache macht mich ehrlich gesagt komplett irre. Nicht zu wissen, was passieren wird, alles kann sich innerhalb von 5 Minuten ändern… Ich will nur noch schreiend und Haare raufend im Kreis rennen.

Um auf andere Gedanken zu kommen, und um einen gemachten Plan durchzuziehen, war ich nach dem Kurs beim Ballett und danach noch beim Krafttraining. Es sind wieder Sommerkurse und dieses Mal ist das Ballett deutlich machbarer, da kann ich dann noch Krafttraining dranhängen. Dachte ich. Dann starb ich halb, mein Beckenboden weinte, ich war hinterher in Schweiß gebadet inklusive Body und Hose, aber zufrieden war ich auch. Besonders schön: weil Pippi die Stunde vor mir hat und dann da auf mich wartet, hat sie beim Krafttraining ein bisschen mitgemacht, das war sehr niedlich.

Rekord!

Halbe Sache: innerhalb von 5 Wochen haben jetzt drei Leute mein Norwegisch (gegenüber dritten aber in meiner Anwesenheit) als respektive „sehr, sehr gut mit kaum Akzent“, „exzellent“ und „unglaublich gut“ bezeichnet. Gestern hat eine Norwegerin, die selbst über 10 Jahre in Deutschland gelebt hat und die mit einem Deutschen verheiratet ist, gefragt, wo ich herkomme, sie konnte den Akzent nicht heraushören. Das macht mich schon ein bisschen stolz. Ok, das macht mich sehr stolz. Da ist dann auch nicht so schlimm, wenn mir in vier Stunden Kurs mal „genau“ rausrutscht.

Tag 3233 – Superflink!

Arbeit, Arbeit und am Ende noch socializen mit mir unbekannten Personen, nämlich den anderen Vortragenden von dem Kurs der grad läuft. Arbeit: Meeting mit den deutschen Inspektoren mit denen ich nächste Woche in den USA bin (meine Güte, wie jung die sind!) und dann auch noch Verabschiedung einer Kollegin in den Ruhestand.

Ich bin jetzt echt gar, zu 1000% gar, aber ich war auch den ganzen Tag vorbildlich normal. Zu allem Überfluss (oder weil ich so gar bin, sodass sich mein Gehirn plötzlich an sowas aufhängt?) ist mir auf dem Heimweg eine Ungenauigkeit in der Präsentation eingefallen. Ich werde noch bekloppt.

Aaaaaaber die Aussicht vom Restaurant war wunderbar.

Bei Ankunft, da unten links baden Leute. Rechts das Munch-Museum, dahinter die Oper.
Bei Abfahrt.
Kunst in Abendsonne
Müde in Abendsonne.

Tag 3232 – Jaauuuul!

Aaaalso, mein Vortrag ist jetzt fertig, sogar schon exportiert nach pdf, damit ich nicht auf dumme doch-noch-mal-schnell Ideen komme.

Ansonsten war der Arbeitstag so lala. Auf dem Hin- und Rückweg im Zug stehen müssen war jetzt auch nicht so eine große Freude.

Michels Lehrerin ist seit dem Vorfall, wegen dem sich die Kinder bei der Rektorin beschwert haben, krank geschrieben. Das tut mir für die Lehrerin natürlich leid, man ist ja nicht aus Spaß krank, aber wir haben einen viel ausgeglicheneren und fröhlicheren Michel zu Hause, das fällt sehr stark auf.

Es sind nur noch knappe fünf Wochen Schule, dann sind Sommerferien. Verrückt, wie schnell das geht. Nach den Ferien wird Pippi auch nicht mehr zum Hort gehen und wir haben dann gar kein Kind mehr in irgendeiner Form von Betreuung, das ist auch einigermaßen verrückt. Die waren neulich noch speckige Babies!

Ich hatte ja nicht so sehr viel Zeit zum Üben in den letzten Wochen, aber mit sehr viel Geduld habe ich die zwei Zeilen mit den Doppelgriffen (ab Takt 19) jetzt bald soweit, dass es sich nicht mehr anhört, als würde man zwei Katzen gleichzeitig quälen. Man muss auch ein bisschen die Augen zudrücken, was das Tempo und insbesondere die Länge der 32stel angeht. Ich hatte mir das nicht so schwer vorgestellt, um ganz ehrlich zu sein. Aber Lagenwechsel und dabei auch noch von 1-3 auf 2-4 und so Faxen… es ist ein Wunder, dass ich noch nicht den Hals meiner Geige zerquetscht habe. Apropos 2-4: Ich wünsche mir einen einen Zentimeter längeren kleinen Finger links, wie lässt sich das realisieren?

So viel Arbeit für 8 Takte. Das mache ich auch nicht noch mal. Im Grunde habe ich jetzt drei Wochen nicht viel anderes geübt.

Tag 3230 und 3231 – Hmm.

Der Besuch fuhr gestern wieder nach Hause und behauptet, es war schön bei uns. Das Wetter hat sich aber auch wirklich alle Mühe gegeben, es ist jetzt schon seit über einer Woche durchgehend tagsüber über 20 Grad und herrlicher Sonnenschein. Die Natur explodiert total, so sehr, dass mir das sogar ein bisschen zu schnell geht. Tatsächlich explodieren auch die Pollenbeutel an diversen Pflanzen inklusive Nadelbäumen und ALLES ist IMMER sofort mit gelbem Pollen bedeckt. Frisch geputzte Fenster, Autos, der Terrassentisch, Brillengläser, Kleidung, das Zelt (in dem Pippi nach wie vor schläft). Pollen überall. Niemand hier hat eine Pollenallergie, aber ich wache trotzdem jeden Tag mit einer verstopften Nase auf und putze dann erst mal reichlich (sorry, TMI) grüngelben Gubbel raus. Danach geht es und ansonsten habe ich keinerlei Symptome von weder Allergie noch Erkältung, außerdem war es in der Schweiz schlagartig wie weggezaubert, insofern schiebe ich es tatsächlich auf entweder Pollen oder sonst irgendwas hier zu Hause im Bett.

Gestern war ich dann aber tatsächlich von allem so erledigt, dass ich eigentlich um acht hätte ins Bett gehen sollen. Los war mit mir eh nichts mehr. Ich habe dann auch nicht so recht Zugriff auf mein Gehirn und die Pipeline Gedanken —> Kommunikation hat einen gordischen Knoten* und deshalb habe ich auch das mit dem Bloggen lieber gelassen.

Heute war ausschlafen und dann diverses Zeug rödeln und ich habe ein paar Stunden gearbeitet. Ich muss Donnerstag einen Kurs (vier Zeitstunden) halten und die Präsentation war erst zu 60% fertig, weil immer irgendwas anderes wichtiger war. Jetzt ist sie aber zu 95% fertig und was noch fehlt, ist auch nicht so wichtig. Morgen muss ich dringend was anderes tun und Mittwoch muss ich dann die Präsentation für Freitag (eine Stunde, ähnliches Thema aber anderes Publikum) zusammenkloppen. Diverses Zeug: Herr Rabe hat an beiden Autos die Reifen gewechselt, ich habe am „alten“ Terrarium herumgepinselt. Gestern hatte ich da die Blumentöpfe drin aufgehängt und den Spalt von der Ex-Trennwand zugemacht. Mit Bauschaum, meinem guten Freund und treuen Begleiter. Die Schlangis wohnen so lange wie das „alte“ Terrarium renoviert wird zu zweit im „neuen“ Terrarium, wo sie sich bisher recht wohl zu fühlen scheinen, sie kriechen jedenfalls nicht rastlos herum. Greg ist hinter dem Farn im Lüftungsloch eingezogen, Lüftungslöcher sind anscheinend terrarienübergreifend der heiße Scheiß.

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*das hat auch alles Namen in Weirdo-Land, aber ich traue mich nicht, mir die anzumaßen, bevor ich nicht mehr als eine vage Aussage der Diagnostikerin habe.

Tag 3229 – Kunst.

Heute waren wir, bei bestem Wetter, im Kistefos-Skulpturen-Museum. Da gibt es unter anderem das berühmte Gebäude „The Twist“ zu sehen:

Und auch weitere Kunst, die ich persönlich mal mehr, mal weniger zugänglich fand. Sobald man ein Pamphlet braucht, um zu erkennen, ob das, wovor man steht, überhaupt Kunst ist, bin ich raus.

Ein Kunstwerk, das mich sehr froh gemacht hat:

Happy Aliens.

Das war ein schöner Ausflug. Das Kistefos-Museum ist auf jeden Fall einen Abstecher wert, wenn man mal in der Gegend ist.

Abends habe ich Geige gespielt und danach habe ich dann doch lieber mal die Saiten sauber gemacht.

Man sollte eigentlich keine schwarzen Fingerspitzen davon bekommen.

Ich mache das immer noch so, wie mir meine Geigenlehrerin das damals gezeigt hat. Ich benutze sogar das original Equipment von damals. Also, nicht dass sie jetzt sonstwas denken, ich mache nach jedem Spielen die Saiten mit einem Staubtuch sauber, weil sich da sonst ja Kolophonium drauf ansammelt und auch das Holz zusetzt. Da bin ich echt penibel. Aber trotzdem muss ich alle 4-6 Wochen die Saiten richtig sauber machen. Dazu mache ich ein paar Tropfen 4711 auf ein Zewa und rubbele damit die Saiten von allen Seiten ab, bis nichts mehr quietscht. Dann ist nämlich das Kolophonium runter. Ganz vorsichtig mache ich dann noch das obere Ende der Saiten sauber. Danach riecht die Geige gut und quietscht nicht mehr. Und macht die Finger nicht mehr schwarz.

Das mit dem 4711 ist gefährlich. Man muss sehr aufpassen, dass nichts auf den Lack kommt, denn der Alkohol würde den Lack vermutlich auflösen oder zumindest beschädigen. Das Griffbrett ist nicht lackiert, aber unter dem Griffbrett schon. Also: lieber nur sehr sehr vorsichtig zu Hause ausprobieren.

Tag 3228 – Hurra!

Gratulerer med dagen, Norge!

Leider habe ich gar keine Fotos gemacht, die ich hier zeigen könnte. Es war jedenfalls sehr sehr sonnig und so gesehen traumhaftes Wetter. Fast zu warm, jedenfalls für die in der Sonne marschierenden Korps-Kinder (und Eltern) in ihren dunkelblauen Uniformen. Große Mengen Sonnencreme bewahrten sowohl die Kinder als auch mich vor Sonnenbrand.

Der Korps ist wieder ein gutes Stück besser geworden, das ist sehr schön zu sehen.

Als wir wieder zu Hause waren, waren aber alle Raben (auch Besuchs-Raben) so fertig, dass erst mal ein Nickerchen gemacht wurde (die Kinder machten einfach so Pause, ohne einzupennen). Herr Rabe sagt, ich habe da sehr niedlich geschlafen, hätten wir das also auch geklärt.

Abends haben wir Würstchen gegrillt, wie es sich gehört. Danach habe ich die freitäglichen Kleinnager aufgetaut, und wenn sie mal sehen wollen, wie eine satte Python aussieht, müssen sie ein bisschen scrollen.