Tag 3287 – Autschn und Hatschi.

Kurzmeldung: Herr Rabe hat einen Bass gekauft. Er ist rot und wirklich schön und Herr Rabe ist sehr glücklich.

Ich habe Rückenschmerzen, es fühlt sich an, als habe sich ein Brustwirbel verschoben und dann reagiert alles Gewebe drumrum etwas zornig, inklusive Magen. Das hatte ich früher echt häufig, aber schon wirklich lange nicht mehr. Früher kam das, wenn ich von sehr viel Training und Wettbewerbe auf Sommerferienmodus geschaltet habe und die Muskeln plötzlich alle Ferien hatten. Nun haben meine Muskeln ja das Gegenteil von Ferien, mich wundert das deshalb doch ein wenig. Morgen ist der obere Rücken mit Krafttraining dran, da freue ich mich schon wirklich drauf. Wenn es so ist wie früher, ist der Wirbel längst wieder an seinem Platz, aber die Muskeln noch verkrampft und die Nerven gereizt. Da hilft Bewegung und Durchblutung ankurbeln. Generell bin ich bei den meisten Dingen, mit denen man zum Orthopäden geht, Team „vorsichtig weiter bewegen, solange es dadurch nicht schlimmer wird“. Das hat mir auch ein Orthopäde mal so geraten.

Und weil ich das so handhabe, habe ich meinen Tag zum Großteil durchgezogen wie geplant. Mit Gejammer, zugegebener Maßen. Aber bei meiner Mutter steht auf der Terrasse jetzt ein Pavillon MIT Stoff drauf und ich habe mich auch mit 50% der neuen Katzen sehr dicke angefreundet. Michel auch, der kam dann eben jammernd an, weil ihm die Augen furchtbar juckten. Janun, das kommt, wenn man als Allergiker Katzen krault und sich dann nicht die Hände wäscht. Nach einer Dusche schläft er jetzt aber wieder. Ich werde hoffentlich nach einer Massage besser schlafen als letzte Nacht.

Tag 3265 – Wieder drei.

Heute haben wir Pippi abgeholt und Zack, sind wir Erwachsenen wieder erst nach zwölf im Bett. Michels Kurs geht noch bis morgen. Pippis Kurs, der „grüne Kurs“, ist heute zu Ende gegangen und sie hatte eine tolle Zeit. Sie haben auch ein schönes Abschlusskonzert von etwa einer halben Stunde gespielt, wo Pippi mal wieder ihre Rampensauigkeit raushängen lassen konnte. Gespielt hat sie aber auch sehr gut, Schlagwerk hört man ja im Allgemeinen ganz gut raus. Etwas peinlich: sie braucht längere Sticks und das ist halt jetzt erst aufgefallen, weil sie seit längerer Zeit keinen kompetenten Schlagzeuglehrer mehr hatte. Der, der das gemacht hat, war halt „ich kann auch ein bisschen Schlagzeug spielen“ Gitarrist. Das letzte Vierteljahr hatte Pippi auch stattdessen Ukuleleunterricht, weil Schlagzeug mit ihm wirklich eigentlich keinen Sinn hatte. Keine Ahnung, was die Musikschule sich dabei gedacht hat. Anyway, Pippi fand den Sommerkurs super, hat viele neue Freunde und Freundinnen gefunden (wie immer) und geschlafen hat sie glaube ich nicht so viel, jedenfalls schlief sie im Auto quasi sofort ein.

Ich werde jetzt auch schlafen, hoffentlich besser als gestern. Ich kann nicht auf der rechten Seite schlafen, weil ich mich (das habe ich gestern nicht erzählt) gestern Nachmittag im Wohnzimmer lang gelegt habe. Ich hatte die Winterbettdecke gewaschen und die kriegt die Waschmaschine nicht geschleudert, aber macht ja nichts, ich kann die ja draußen aufhängen, da kann sie rumtropfen, wie sie will. Weil die Bettdecke aber eben alles volltropfte, wollte ich besonders schnell durchs Wohnzimmer auf die Terrasse, und es kam, wie es kommen musste, ich rutschte mit meinen nackten, nassen (vollgetropften) Füßen aus und flog voll aus der Kurve, und weil ich ja eine schwere, nasse Bettdecke im Arm hatte, war auch nicht so viel mit abfangen und ich fiel hauptsächlich auf die rechte Hüfte, aber auch auf den rechten Oberarm und ein bisschen das rechte Knie. Dann fluchte ich erstmal ein bisschen herzhaft herum, aber da war diese klatschnasse Decke auf dem Parkett und ich hatte nicht so viel Wahl als mich zu berappeln und die Decke draußen aufzuhängen – und dann noch auf dem Wohnzimmerfußboden aufzuwischen. Jedenfalls sieht man von außen überraschend wenig, aber ich kann auf der rechten Seite wegen Hüfte und Arm aua nicht schlafen. Das ist blöd, ich bin eine ausgesprochene Seitenschläferin. Aber immer wenn ich mich im Schlaf letzte Nacht auf die rechte Seite gewälzt habe, war ich anschließend wach.

Jaja, gefährlich, dieses Hausfrauendasein.

Tag 3210 – Kann ja so schwer nicht sein.

Wie ich dauernd Dinge unterschätze. Einen Inspektionsplan machen. Aquariensilikon aus einer kleinen Tube in die Terrarienritzen schmieren. Jetzt tun mir meine Hände weh vom Rausdrücken des Silikons und der Kopf auch, weil ich mit dem Kopf in dem Terrarium hing und die Essigsäuredämpfe vom Silikon inhalierte.

Sorry, mehr ist nicht zu erzählen. Abends bin ich einigermaßen erschossen in Pippis Bett eingeschlafen, das war heute alles ein bisschen viel.

Tag 3206 – Auuuuu!

Mein Körper fühlt sich an wie zermantscht, alles tut weh. Die Generalprobe für die Tanzshow am Samstag war zusätzlich zu allem anderen eine eher mäßige Idee, aber nicht zur Generalprobe gehen geht ja auch nicht.

Das Elterngespräch mit meiner Chefin war so lala, ehrlich gesagt. Komisch, die ist gar nicht begeistert davon, wenn die jüngste ihrer Angestellten sagt, dass es uncool ist, dass immer nur oben drauf gepackt wird, ohne dass was anderes weggenommen wird, dass das zu Überarbeitung und explodierenden Stundenkonten führt. Dann sagt die, dass man selbst dafür sorgen muss, dass es nicht zu viel wird. Komisch, ich dachte ja irgendwie das sei so etwa im Kern das, was eine Personalverantwortliche tut, so, den Überblick behalten, was die einzelnen so tun und brauchen und nicht brauchen. Aber vielleicht vertue ich mich da und die Aufgabe einer Personalverantwortlichen ist lediglich, alle drei Monate ein Personalgespräch durchzuführen, wo aber ausschließlich darüber gesprochen wird, wie supidupi alles ist und alles andere müssen die Angestellten selbst irgendwie regeln. Oh, wir haben auch noch darüber geredet, inwiefern ich in Übereinstimmung mit den Werten des Direktorates arbeite und handle. Die Werte sind: Teilen, Neugierde, Glaubwürdigkeit und Handlungskraft. Also komplett leere, generische Worthülsen und darüber hinaus ein Verb und drei Nomen, was mich seit dem ersten Tag kirre macht. Ich habe wahrheitsgemäß geantwortet, dass ich den Teil vom Referat bisher immer einfach weggelassen habe, weil ich das sinnlos finde. Wer soll sich denn bitte nicht hinter diese Werte stellen können? „Näää, ich hasse es, Neues zu lernen und lüge wie gedruckt, dazu bin ich faul ohne Ende.“ Oder wie?

Der Rest vom Arbeitstag war auch eher mäßig und involvierte eine weinende Kollegin, womit ich ja super umgehen kann (also quasi gar nicht).

Ich bin müde. Und muss darüber nachdenken, ob es realistisch ist, zu erwarten, dass eine personalverantwortliche Chefin in der Lage ist, die Aufgaben und die Belastung von knapp 20 Menschen (die aber alle im selben Team sind und deren Kalender alle einsehbar sind) im Blick zu behalten, an die Kolleg*innen weiter zu geben, wenn jemand ausfällt und zu priorisieren, was gemacht werden soll und was nicht, wenn die Ressourcen knapp sind. Und was die Chefin von uns erwarten kann. Und weil ich darüber nachdenken muss werde ich noch viel müder.

Tag 3198 – Grüße aus Brüssel!

Bisher immer nur mal durchgefahren und das letzte Mal ist auch das schon knappe 14 Jahre her. Und jetzt gleich drei Tage Schulung bei der Europäischen Kommission. Es ist alles sehr seltsam, irgendwie. Bestimmt merkt bald wer, dass ich nur so tue als wäre ich Inspekteurin. Und erwachsen.

Brüssel hat bisher bei mir einen so lala Eindruck hinterlassen. Ich glaube, es gibt schönere Städte. Könnte aber auch am Regen liegen. Auf jeden Fall ist es sehr grün, das ist ja für uns aus dem Norden grad eine reine Augenweide.

Fun fact: die Schilder der EWR-Staaten standen zu Anfang nicht auf dem Tisch, sondern auf einem Schrank. Wir waren aber so früh, dass wir uns einfach irgendwo hin gequetscht haben, zufällig sogar alphabetisch passend zwischen den Niederlanden und Österreich.

Was allerdings ein bisschen abgefahren ist, ist das Hotel. Mein Zimmer geht über zwei Etagen*:

Und wären wir essen waren, war jemand da, hat das Bett fertig gemacht, Schokotäfelchen auf die Kissen gelegt und die Gardine zugezogen. Wären nicht alle verfügbaren Hotels in der gleichen Preiskategorie gewesen, würde ich mich für diese Dekadenz schämen, aber so finde ich es für zwei Nächte schon auch mal ganz nett.

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*sehr passend, da ich seit gestern Abend als ich ins Bett wollte sehr aua in meinem linken Knie habe. Treppe steigen geht aber, was nicht so gut geht sind die ersten Schritte nach längerem Sitzen. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt dafür als eine Woche vor der Tanzaufführung. Möchte meinen Körper manchmal gerne reklamieren, fürchte aber, die Garantie ist schon lange abgelaufen.

Tag 3150 und 3151 – Heiß.

Wir haben Donnerstag ein gebrauchtes Terrarium gekauft. Ha! Nimm das, nicht warm werdende Plastikkiste! Das gute am gebrauchten Terrarium: es hatte schon alles mögliche drin, unter anderem eine fest eingegossene, mehrere Zentimeter dicke Schicht Sand auf dem Boden (ist sauschwer, aber dafür speichert es Wärme super gut, wie halt in der Wüste) und Isolation an den Wänden – von innen, und darauf noch mal Bauschaum. Es waren auch schon Leuchten verbaut, aber nur auf einer Seite und da wir ja zwei Schlangen bekommen, die aber nicht zusammen wohnen können, und die ja auch noch Babies sind und gar nicht so viel Platz haben wollen, hat Herr Rabe heute eine Trennwand in der Mitte eingebaut und dann muss natürlich auch auf beiden Seiten eine Wärmelampe sein. Ich habe also eine weitere Wärmelampe gekauft und erst hinterher drüber nachgedacht, dass die Birne allein wenig bringt und dann also noch eine Fassung mit Schirm gekauft. Keramikfassungen sind sehr teuer, weiß ich jetzt. Dann war ich voll froh, weil wir endlich ein Terrarium haben, wo zwei Schlangen jeweils einen Temperaturgradienten von 32 auf ca. 27 Grad haben, mit Lufttemperatur >26 Grad, so wie es sein soll, habs dem Züchter geschickt und… Möp. Herr Rabe wird wohl morgen noch extra Schutzkörbe für die Lampen aus dem Rest vom Meerschweindraht basteln (der hat 1×1 cm Öffnungen, da passen die Schlangen, trotz Babystatus, nicht durch), damit sich die Schlangen nicht *auf den Lampenschirm legen und verbrennen*. Schlangen sind sehr doof und machen sowas. Und ja, ich habe nachgefragt: die kommen da hoch. Falls Sie Angst vor Schlangen haben, können Sie jetzt also gleichzeitig beruhigt und beunruhigt sein, dass die zwar erstaunlich gut fliegen klettern können, aber strunzdoof sind und sich an einer heißen Lampe verbrennen, weil sie sich da gemütlich dran kuscheln.

Nicht so wie Menschen. Die sind auch nicht schlau und verbrennen sich zum Beispiel übel die Finger, weil ihnen Kleber direkt aus der Heißklebepistole auf die Finger tropft und sie dann auch noch alles verschmieren, damit die anderen Finger auch was davon haben. Aber die merken das wenigstens sofort.

Was sie aber erst später merken, ist, dass sie das Thermostatkabel versehentlich vorm Ankleben durch die Lampenhalterung getüddelt haben und deshalb eine Versetzung der Lampe an einen mit einem Schutzkorb kompatibleren Ort nicht so ohne Weiteres möglich ist. Dann muss das gründlich unter Einsatz der Haut auf mehreren Fingern angeklebte Kabel doch wieder losgefriemelt werden.

Zwischenstand vom Zeitpunkt als ich noch total stolz war:

Aus Gründen wird diese Lampe heißer als die andere. Deshalb hat sie den Korb bekommen, bis für die andere Lampe der Korb ankommt, im Laden heute gab es den Korb nämlich nicht. Jetzt brauchen wir aber ja den Korb auch nicht, sondern stattdessen den Megakorb. Gnarf.

P.S. man sollte ja meinen, ein Produkt für Reptilien sei geeignet für Reptilien. Aber nein.

Tag 3146 – Piep!

Es geht besser, aber bei der Arbeit sind viele doof. Chefin verkauft mich und Kollegen an den Rest des Teams als super Weiterbildungsmaßnahme, weil wir zu einem „ganz tollen“ Kurs dürfen und danach (scheinbar?) alle unsere Kolleg*innen weiterbilden sollen. Der Kurs ist im Mai, hat also noch gar nicht stattgefunden und bis auf Überschriften ist zum Inhalt noch nicht viel zu sagen. Ich fühle mich sehr unangenehm angepriesen und unter Druck gesetzt und mein Reflex ist eigentlich, zu sagen, wenn das der Preis ist, war das der letzte Kurs, zu dem ich fahre.

Außerdem heute: ein spontan abgesagter Termin, weil am 1.3. die Ärztin dort aufhört. Das fällt denen irgendwie dann heute ein, und sie schicken einfach eine SMS (natürlich eine nicht beantwortest), dass der Termin leider ausfällt. Ohne Ersatztermin. Am Telefon konnte mir auch kein Ersatztermin gegeben werden. Ich bin von dieser Unprofessionalität ehrlich gesagt ziemlich erschrocken, und arbeite im Kopf schon eine Klage aus. Oft bewirkt das immerhin, dass man nicht komplett ignoriert wird, wenn die Institution weiß, dass da jemand seine Rechte kennt und durchzusetzen weiß. Schade, dass es das oft leider auch braucht.

Ebenfalls außerdem: Ich habe Samstag die Tetanus-Impfung bekommen und hatte schon länger keine solche Impfreaktion mehr. Sie ist ausschließlich lokal, aber ich habe ein dickes, rotes Ei am Arm, das schmerzt und jetzt neu auch juckt. Besser als an Tetanus sterben, aber auch nicht nichts. Wie sonst bei Blutabnahmen ahnte ich das aber schon beim Pieksen. Wenn das schon weh tut und (das passiert bei Blutabnahmen ja nicht, dafür wechseln sie die Röhrchen und das kann auch sehr unangenehm sein, wenn sie die Kanüle dabei bewegen) das Einspritzen des Impfstoffs wie hulle brennt, wird’s übel. Spritzen rot, Blutabnahmen blau.

Sorry für bildhafte Beschreibungen von Nadeln. Ich hatte die letzten 10 Jahre so unsagbar viele Blutabnahmen, ich kann schon fast dabei hingucken.

Tag 3139 – Aua.

Es sind ja Winterferien, deshalb ist diese Woche kein Ballett – eigentlich. Es gab eine Sonderstunde. Jetzt tut mir alles weh, was nicht vorher schon weh tat. Mein Knie habe ich nämlich heute Morgen so gegen den Türrahmen gezimmert, dass ich erwartet hatte, es sei grün und blau. Zu sehen ist aber nichts, ob das beruhigend ist, weiß ich noch nicht. Es tut immer noch dumpf weh, aber Ballett ging ja auch. Ich habe auch wieder Probleme mit der Schulter und dem rechten Daumen, aber mir noch mal anzuhören „da ist nichts“ ist mir im Moment noch zu doof.

Lustige Sache: beim Tanzen war heute eine, die mal meine Lehrerin war, in Trondheim beim Studi-Ballett. So ganz zu Anfang der Blog-Zeiten könnte ich mal darüber geschrieben haben. Eine sehr kleine Lateinamerikanerin. Erkannt hat sie mich glaube ich nicht, aber das ist auch gar nicht schlimm, finde ich, besser als awkward Konversation betreiben.

Tag 3098 – Kalt, kalt, kalt!

Der Nacken ist etwas besser, aber auch echt nur etwas. Ich habe eine Technik entwickelt, mit der ich das Wärmekissen mithilfe eines Buffes (also so ein Rundschal/Schlauchschal) an Ort und Stelle halten kann und solange das warm und da drauf ist, geht es halbwegs. Ich konnte das Erdgeschoss aufräumen und vegetierte nicht mehr nur stöhnend vor mich hin! Geige spielen geht auch (heute, gestern nicht…), aber wenn das auf der anderen Seite vom Hals wäre, ginge das vermutlich gar nicht. Ich liege jetzt also mit einem Fleece-Buff mit einem Wärmekissen darunter im Bett und werde vermutlich schwitzen wie ein Schwein, sorry, Herr Rabe. Nach draußen bin ich nur sekundenweise gegangen, um Müll und Pfand ins Bod zu bringen, das sind etwa 2 Meter und das reicht zur Zeit, damit einer die Nasenhaare einfrieren.

Die nicht vorhandene Luftfeuchtigkeit ist übrigens echt schlecht für die Pflanzen, insbesondere die Avocados. Beim Geige spielen muss ich deshalb meinen Bogen in der ersten halben Stunde dauernd nachjustieren und entspannen, weil ich für das Case einen Luftbefeuchter gekauft habe, aber sobald ich den Bogen rausnehme, „trocknen“ dann ja die Haare und verkürzen sich. Dann spiele ich plötzlich auf einem überspannten, steinharten Bogen und wundere mich, dass das alles so schwierig ist. Die Geige und auch die Saiten können das besser ab, und seit ich den Luftbefeuchter habe, muss ich auch deutlich weniger stimmen (und auch nur ganz selten mal nachstimmen), also insgesamt Daumen hoch für den Luftbefeuchter. Gut investierte 20 Euro.

Apropos Geige und gut investiertes Geld: vor Weihnachten und zusammen mit dem Luftbefeuchter habe ich mir endlich eine neue G-Saite gekauft. Meine war irgendwann im Herbst gerissen und ich habe dann eine alte von mir (nicht uralt, nur die, die ich abgenommen hatte, als ich das Saitenset geschenkt bekommen habe) drauf gezogen. Dass es mehrere Monate gedauert hat, bis ich die neue Saite hatte, lag an exekutiver Dysfunktion nicht auf meiner Seite. Aber dadurch hatte ich also mehrere Monate eine andere G-Saite als die anderen Saiten. Mich störten da die ganze Zeit die Nebengeräusche, die Saite klang schabend, aber ansonsten ganz ok (das war ebenfalls keine billige Saite gewesen) – dachte ich. Die neue Saite, die also einfach nur wieder zum Set passt, ist eine andere Welt. Das Schaben ist weg, der Ton ist viel voller, die Obertöne komplexer und alles viel „klingender“, selbst in höheren Lagen. Ich war echt etwas geschockt über den Preis (da kriegt man für andere Instrumente ein ganzes Set von wirklich guter Qualität für), aber das war‘s trotzdem wert.

Dafür habe ich möglicherweise einen Wolfston an meiner Geige gefunden. Tja, machste nix. (Also da macht man tatsächlich nix, außer vermeiden, den dort zu spielen.) Ich werd das mal noch weiter verfolgen, ob ich mir das nur einbilde oder es an mir liegt, das ist ebenfalls sehr gut möglich. Aber es ist schon auffällig, wenn man in einer Tonleiter „Klingel, Klingel, Klingel, Krächskrepelwürg, Klingel…“ hört.

Bitte entschuldigen Sie die Nerderie.

Tag 3097 – Roboter.

Hier ist heute quasi nichts passiert, denn ich habe mich verlegen, konnte mich kaum bewegen und war dementsprechend immobil, unproduktiv und schlecht gelaunt. Hinterm rechten Ohr setzt scheinbar ein Halsmuskel an, der sehr stark protestiert, wenn ich ihn zu benutzen versuche, zum Beispiel für so anstrengende Handlungen wie „dagegen halten, wenn man die Brille hochschiebt“. Dementsprechend war ich heute in Kopf und Schultern steif wie ein Androide der allerersten Generation, bei der man auch noch vergessen hat, das Kopfgelenk zu schmieren.

Ich hab so ungefähr alles erfolglos versucht außer wegschlafen, das versuche ich dann jetzt als Nächstes.