Tag 3875 – 3877 – Hoppalalalala.

Eine Verkettung unglücklicher Umstände führt dazu, dass ich in drei Stunden schon wieder aufstehen muss, aber jetzt gerade knallwach bin. Das ist ungünstig, aber nicht wirklich zu ändern.

Ich habe die ganze nächste Woche frei. Gestern habe ich einiges an Zeugs weggearbeitet und kann jetzt auch guten Gewissens frei haben. Es war tatsächlich ganz nett, mal endlich die Dinge wegzuschaffen, die seit Monaten für ein schlechtes Gewissen sorgen. Die Inbox ist fast auf Null (unbearbeitete Dinge lasse ich da bewusst liegen, das waren dann gestern aber auch nur noch zwei) und die To-Do-Liste hat keine überfälligen Punkte mehr.

Ansonsten habe ich ein zweiwöchiges Sportprogramm angefangen, das (zusammen mit Zirkeltraining und Ballett und Burlesque und und und) dafür sorgt, dass ich ständig Muskelkater habe. Aber das ist ein viel angenehmerer Schmerz als Rücken-Schulter-Knie und was eine sonst so an Zipperlein bekommt, wenn sie den Sport schleifen lässt. Lediglich meine Füße sind von jeder Form von Training bisher schmerztechnisch unbeeindruckt. Außer Burlesque, das beeindruckt sie wegen der High Heels schon, aber in die falsche Richtung.

Tag 3553 und 3554 – Alle wieder da.

Herr Rabe und Pippi sind gestern wieder nach Hause gekommen, problemlos, und das ist sehr schön. Es war sehr leise ohne Pippi und sehr komisch ohne Herrn Rabe. Michel und Pippi streiten natürlich direkt wieder, das ist weniger schön.

Ich schlafe schlecht. Also, ich schlafe in erster Linie viel zu spät. Das ist auch nicht so schön. Dabei habe ich mir extra nen Wecker gestellt, damit sich mein Schlafrhythmus nicht zu sehr verschiebt. Hat halt nur nicht geholfen, weil ich trotzdem erst nach dem Mittag in die Gänge komme und dann auch nur im Schneckentempo mache, bis abends. Abends bin ich dann aktiv. Hrmpf.

Heute gab es aus Deutschland importierten Spargel. Ich mag Spargel echt gerne, aber hier gibt es keinen (weißen) Spargel. Ich habe genau ein Mal welchen im Supermarkt gesehen, und der war furztrocken, der hatte sogar die Gummiphase schon hinter sich. Ich wette, gekocht hätte man zwischen dem und irgendeinem Stöckchen aus dem Wald keinen Unterschied gemerkt. Und dafür wollten die Mondpreise. Also nee, nein Danke. Grünen Spargel gibt es, und ab und zu kaufen wir auch welchen (auch da muss man sehr gucken, dass der frisch ist). Der ist lecker vom Grill oder einfach in der Pfanne gebraten, aber ist halt was anderes als weißer Spargel. Also ist die (ungeschriebene) Regel: wenn einer von uns zur Spargelzeit in Deutschland ist, wird Spargel mitgebracht. Da das nur alle drei Jahre (im Schnitt) passiert, ist uns dann der Preis auch egal. Und ich kann sagen: der Bielefelder Spargel war sehr, sehr lecker. Das fand selbst Pippi. Michel hat auch probiert, fand aber, das schmecke wie „Wasser mit Fasern“ und hat dann weiter Kartoffeln mit (leider konsistenzmäßig missglückter) Sauce Hollandaise gegessen. Oder Sosshollidays, wie ich es neulich im Internet las.

Apropos Michel: gestern habe ich gewagt, Fisch statt Pizza zu machen, das missfiel Michel sehr, ich kann doch nicht einfach so von der Freitags-Pizza-Regel abweichen! Aber ich selbst kann auch nicht von der Karfreitags-Fisch-Regel abweichen und mir war kurz entfallen, dass das eventuell einen Konflikt mit sich bringen könnte. Michel hat gestern also nackten Reis gegessen und war allgemein empört. Er hat deshalb auch heute beim Spargel argwöhnisch gefragt, ob das auch „so eine komische deutsche Ostersache“ sei. (Der Fisch war lecker, es war Heilbutt mit selbst gemachtem Pesto und Frischkäse-Parmesan-Creme überbacken. Aber auch da haben wir gestern beschlossen: wir kaufen so selten Heilbutt, das nächste Mal gönnen wir uns das grätenfreie Filet statt Scheiben.)

Apropos Pesto: ich fürchte, wir müssen ein neues Messer für den Blender kaufen. Das hatte gestern echt Probleme mit den Pinienkernen.