Tag 3092 – Der erste Tag in 2024.

Nun, da ist er rum, und so ganz persönlich war er auf jeden Fall besser als der letzte Tag von 2023. Er bestand aus Ausschlafen (immerhin zum 2,5. mal in diesem Urlaub), einem guten Frühstück, einigem Gepröddel im Haushalt, während Herr Rabe alle Kinder wegfuhr, damit sie bei ihren respektiven Besties übernachten können, Geige, sehr gutem Abendessen zu zweit, dem Rest vom Exit-Adventskalender mit Herrn Rabe (vor Weihnachten einfach nicht geschafft) und den letzten zwei Folgen der ersten Staffel Good Omens, ebenfalls mit Herrn Rabe. Draußen liegen Winterwonderlandmäßige Mengen Schnee, was von drinnen sehr hübsch anzusehen ist. Herr Rabe hat viel Schnee geschippt, der Schnee ist also weniger schön für ihn. Hier drinnen ist nach dem Haushaltsgepröddel ein Zustand hergestellt, den ich überwiegend wohnlich finde.

Außerdem hat keiner irgendwen angeschrien, 2024 rockt voll.

Ich würde gerne Bilanz ziehen über das Jahr, muss da aber erst ein bisschen Abstand zu gewinnen. Gute Vorsätze habe ich auch eigentlich keine, alles(TM) fühlt sich eh schon nach Dauerbaustelle an, außerdem brauche ich nicht noch weitere Dinge, deren nicht-schaffen ich mir bei jeder Gelegenheit vorwerfen kann. Lose vorgenommen habe ich mir, mehr Komplimente zu machen.

Tag 2913 – Blitz und Blink.

Ich hatte heute jede Menge Pläne – und habe kaum was davon umgesetzt, weil ich vier Stunden lang in Pippis Chaoshöhle, ähhhh, Zimmer, aufgeräumt habe. Ja, ich mache das ohne sie, weil ich auf gar keinen Fall will, dass sie es selbst lernt. Nein, ich mache das ohne sie, weil

  • Ich früher immer selbst/alleine aufräumen musste und es trotzdem erst so richtig gelernt habe, als ich ausgezogen bin
  • Ich keine Lust habe, über jede nur noch zu 1/3 vorhandene drei Jahre alte Ü-Ei-Figur zu verhandeln, die ich wegwerfen möchte
  • Sie meistens erst mal eine halbe Stunde heult, bevor sie sehr kurz was aufräumt, was mich wahnsinnig macht, weil ich ohnehin schon aufräumen maximal scheiße finde, auch ohne heulende Kinder
  • Ich alleine wenigstens nebenher Podcasts oder Videos hören kann

Jetzt ist da aber wieder Grund drin. Hallelujah. Was für ein Akt. Dieses Kind legt gerne Haufen an und Aufräumen besteht offenbar meistens nur aus alles in irgendwelche Kisten schmeißen. Ich habe also diverse Haufen und Kramkisten aufgelöst und unter einem besonders großen Haufen sogar ihren Schreibtisch wieder gefunden. Man kann da jetzt noch nicht wieder vom Boden essen, aber man kann viel mehr Fußboden sehen als vorher und morgen kann die Putzhilfe da rein, ohne dass ich in Grund und Boden versinken möchte. Und danach, also wenn die Putzhilfe fertig ist, kann man vom Boden essen. Wenn man das will.

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Abends waren Herr Rabe und ich recht spontan indisch essen und haben ein kleines Paneer-Fest gefeiert. Das war super gut. Hach!

Tag 2889 – Alle wieder beisammen.

Die Kinder hatten eine gute Zeit. Heute kamen sie um acht Uhr abends mit dem Bus wieder an der Schule an. Es war aufregend und gut und sie waren sehr aufgekratzt und schliefen dann wie die Steine ein. Mit dreckigen Füßen, eigentlich müssen sie morgen früh beide erst mal duschen. Aber irgendwie muss das ja auch alles so, wenn man das erste mal mit einer Gruppe und ohne die Eltern wegfährt.

Herr Rabe und ich traten heute morgen den Heimweg an. Herr Rabe ging noch morgens eine Runde schwimmen, ich war zu faul. Ausgiebiges Frühstück und dann los. Eigentlich ein Wunder, dass wir schon wieder essen konnten, gestern haben wir nämlich ein dekadentes 7-Gänge-Menü gehabt, mit persönlichem Kellner, der einen Namen hatte und allem TamTam. Ich war so tiefenentspannt, ich habe sogar Alkohol getrunken und genossen und mir ging es heute deshalb auch nicht schlecht. Hurra! Wir fragten unseren Kellner nach einer Weinempfehlung, die zu allen 7 Gängen halbwegs geht und bekamen einen Riesling, der, laut Kellner und unseren Geschmacksknospen, an sich kein Feuerwerk war, aber ausgesprochen gut zu den meisten Gängen passte.

Essensmäßig müssen wir mit unserem Portemonnaie ein bisschen aufpassen, dass wir jetzt nicht zu Foodies werden. Meine Güte, war das gut. Von den 7 Gängen waren 5 einfach unglaublich gut, 1 (das Dessert) war abgefahren aber auf eine sehr leckere Art, und nur die klare Tomatensuppe enttäuschte etwas – aber echt auch nur im Verhältnis zu den anderen Gängen. Ich kann gar nicht sagen, was mein Lieblingsgang war, da konkurrieren das Heilbutt-Cevice, Wagyu-Miniburger (Zitat: „Wie, das ist kein Hack??? Stimmt! Krass.“), Risotto und Mini-Tenderloin-Steak sehr hart miteinander. Es war einfach alles in allem super gut.

Auch ansonsten war unser Erwachsenenwochenende einfach spitze. Es wäre echt super, wenn man sich das öfter mal gönnen könnte, sowohl finanziell als auch von der Kinderbetreuung her. So haben wir jetzt alles ein bisschen extra genossen. Und vielleicht gönne ich mir tatsächlich ab und an mal eine professionelle (Wellness-)Massage. Mir tun zwar heute ein paar meiner Muskeln überraschend doll weh, aber der Effekt der Massage auf meinen müden Körper war größer als ein ganzes Semester Yoga. Ich hatte am Ende das Gefühl, als sei ich komplett in die Liege eingearbeitet worden, und als wöge das Laken, das mich bedeckte, 30 kg. Beides sind Empfindungen, die ich sehr angenehm und entspannend finde. Eigentlich wollte ich keinen meiner Muskeln je wieder bewegen, um dieses Gefühl völliger (muskulärer) Entspannung nicht kaputt zu machen. Da ich ja nun nicht mehr da liege, habe ich das offenbar nicht durchgezogen, aber schön wär‘s gewesen.

Anyway, ich glaube, von diesem Wochenende werde ich noch länger zu zehren versuchen. (Erfahrungsgemäß klappt das nur so mittel, aber der Versuch allein ist es wert.)

Tag 2887 – Miniurlaub.

Nachdem die Kinder das Wochenende über weg sind, haben wir in ein Wellness-Hotel eingecheckt. Hier lassen wir es uns jetzt gut gehen und tun einfach souverän und so, als könnten wir uns das öfter als alle Jubeljahre leisten.

Falls Sie „Weihnachten zu Hause“ gesehen haben: es ist ein nackt-Spa [hier schockierte norwegische Gesichter vorstellen]. A.k.a. Sauna [hier verwirrte deutsche Gesichter vorstellen, weil wie sonst soll man denn in eine Sauna gehen].

Tag 2822 – Platt und zufrieden.

Super Kino (Everything, Everywhere, All at Once, ich kann den sehr empfehlen, allerdings scheint man ihn entweder zu hassen oder zu lieben. Er ist laut, schrill, albern, und am Ende überraschend herzwärmend. Und er hat Racacoonie und Wurstfinger. Ich persönlich würde mir den auch noch ein paar mal angucken, und das ist jetzt nichts, was ich ständig über Filme sage. Ich hatte den auch schon mal gesehen, im Flugzeug auf dem Weg nach Indien), super Essen (indisch, BÖRPS!), danach noch ein Cocktail, nach langer Zeit für mich mal wieder ein bisschen Alkohol. Jetzt bin ich irgendwie sehr müde, wahrscheinlich spielen da alle drei Programmpunkte mit rein.

Nach dem ungewohnten Cocktail sollte ich übrigens auch nicht unbedingt irgendwelche Flüge buchen, das geht potentiell aus Gründen schief.