Tag 3753 – Nur Alltag.

Furchtbar langweilig tatsächlich. Aber auch sehr gut. Lauter Routinen. Arbeit/Arbeit/Schule/Schule. Danach fahren wir in einem überfüllten Zug nach Hause, Einkaufen, Essen machen, einer fährt mit Michel zum Trompetenunterricht (er ist seit einem halben Jahr doch umgestiegen, er wollte ja ursprünglich für immer beim Kornett bleiben). Ich habe Streichorchester, von dem ich hier noch nie was erzählt habe, glaube ich. Quasi ein Geheimnis. Es ist auch nix dolles, aber macht Spaß. Und ich lerne was. Danach mache ich noch Sport, Herr Rabe bringt Pippi ins Bett, Michel geht selbständig ins Bett, ich dusche und dödele dann noch ein bisschen rum und jetzt ist Schlafenszeit. Morgen Büro und dann Geigenstunde – Schauen, was ich in einer Woche mit der Rode Etüde habe ausrichten können. Und einen Blick auf Eine kleine Nachtmusik 4. Satz werfen, die ganzen Verzierungen bringen mich sehr stark ins Schwitzen.

Tag 3748 und 3749 – Nix passiert.

Hier geht das Leben denkbar langweilig seinem Gang. Es gibt wirklich kaum was zu berichten. Ich übe fleißig, unseren beheizten Berg rauf und runter zu fahren, das geht so ganz ok. Es liegt aber ja auch nur ein Zentimeter Schnee bisher. Diverse Handwerker melden sich nicht und ich ärgere mich darüber. In meiner Freizeit recherchiere ich Bratpfannen, weil unsere Alltagspfanne schon wieder hinüber ist. Keine gute Qualität (obwohl teuer). Aber nachdem ich die NDR-Podcastreihe über PFAS gehört habe, kommt mir eh kein Teflon mehr ins Haus*.

Ein bisschen Laune habe ich auch, das wird mit Sport und Geige und größtmöglicher Ordnund und Struktur erstickt.

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*Wo es sich vermeiden lässt, wie z.B. bei Bratpfannen. Mir ist durchaus klar, dass sich an einigen Stellen Teflon nicht oder nur extrem schwer ersetzen lässt.

Tag 3478 – Weiter nichts zu erzählen.

Hier passiert, was immer am Wochenende passiert. Blumen gießen, Aquarienwasser tauschen, Stundenpläne ausdrucken, die Woche durchsprechen. Wäsche waschen, aufräumen. Sport, Geige. Pippi hatte etwas Besuch von einer Klassenkameradin. Michel hat hauptsächlich gedaddelt und war zwischendurch mal baden, unter anderem, um diese Lockenpracht zu pflegen:

Ich habe meine Haare nachgefärbt und jetzt sind sie wieder leuchtend Flamingo Pink und nicht mehr total ausgewaschen hellrosa-pfirsich.

Außerdem haben wir das Wochenende genutzt, um den Sofabezug zu waschen. Da haben wir ja vor ein paar Jahren in einen neuen Bezug investiert, statt in ein neues Sofa und sind immer noch sehr zufrieden mit dieser Lösung.

Routine-Wochenenden ohne Aufregung sind eigentlich wirklich sehr schön.

Jetzt muss ich versuchen, die Augen versuchen. Es ist jetzt nicht mehr der Jet Lag. Jetzt ist es nur noch das normale Dasein als Eule.

Tag 3367 und 3368 – Es passiert einfach nichts.

Routine, und das ist ja auch mal sehr schön.

Gestern Büro, abends Ballett. Büro war den ganzen Tag Meetings und ein etwas seltsames Personalgespräch. Aber das möchte ich hier nicht ausführen. Dass es seltsam war muss reichen. Vielleicht darf ich auf nen Kurs in den USA, da würde ich vermutlich nicht nein zu sagen. Ballett war gut. Habe mich ein bisschen geärgert, dass meine Uhr mir kein Training anrechnet, wenn ich nicht konstant mit dem Arm wedele. An der Stange wedelt man nicht, aber das ist dadurch nicht weniger anstrengend. Blöde Uhr.

Heute Homeoffice, komplett lächerlich unproduktiv. Deshalb fahre ich morgen ins Büro um den externen Druck zu maximieren und dann bin ich ja erst abends nach zehn zu Hause (der Kurs geht bis 21 Uhr, Routine) und deshalb habe ich heute dann auch schon fürs Wochenende gepackt. Ich fahre zum Landestreffen des 2%-Clubs, das wird sehr aufregend. Aber deshalb muss ich auch morgen WIRKLICH meine Präsentation fertig bekommen, die ich Dienstag halte, weil ich Donnerstag und Freitag dann frei habe und Montag wieder nur Meetings sind. Und Ballett natürlich. Routine.

Tag 3298 – Aus.

Es hat nicht geklappt. Der Lautsprecher (Eneby 20) ging irgendwann aus und dann kommt da natürlich auch nichts raus. Gut, dass ich noch den Back-Up-Wecker habe und es noch egal war.

Heute Test mit einem anderen Lautsprecher. Bisher sieht es vielversprechend aus, er ist immerhin noch an.

Ansonsten haben wir heute nicht viel spannendes gemacht. Herr Rabe muss wieder arbeiten. Abends hatten wir ein Gespräch mit unserer Finanzberaterin, nicht weil heute die Börsen alle irgendwie abgestürzt sind, aber das war dann auch Thema. Man muss dann ja nicht ausgerechnet heute (oder, sagen wir mal, in den nächsten paar Wochen) irgendwelche Wertpapiere verkaufen.

Tag 3166 – Sonntag.

Es war sehr sonnig heute, der ganze neue Schnee hübsch beleuchtet und glitzernd bei blauem Himmel. Das ist schon ganz nett, erfordert aber Sonnenbrillen (für alle, für mich erfordert nahezu jedes Lichtverhältnis eine, außer Nacht). Ich war auch ganz froh, dass ich heute Schlangenfutter abholen gefahren bin und nicht gestern. Die Stunde Gegurke über Land (etwa da hin, wo die Meerschweinchen mal Sommerurlaub auf dem Bauernhof gemacht haben) hätte in horizontalem Schneetreiben sicher noch weniger Spaß gemacht als heute. Heute war es wenigstens nur stellenweise glatt, stellenweise voller Schneematsch und stellenweise sehr nass. Aber jetzt liegen im Gefrierschrank ausreichend Futtertiere für ein paar Wochen. Ich finde das immer noch ein bisschen seltsam, muss ich sagen. Dabei liegen die im Gefrierschrank auch nur neben den (Teilen von) ebenso toten und ebenso eingefrorenen Futtertieren für Menschen, da müssen wir auch mal wieder was von essen, aber das ist ein anderes Thema (eins, das ich dauernd vergesse, weil wir ja nur alle Jubeljahre Fleisch essen und noch viel seltener welches kaufen).

Ansonsten war nix. Ich habe es nicht über mich gebracht, meine Steuererklärung zu machen, da muss ich das ganze Gedön, was noch in Deutschland ist (Berufsunfähigkeitsversicherung und ähnlich sexy Dinge), von Hand eintöckeln und kriege schon Hass, wenn ich daran denke. Können die Banken das nicht endlich international kommunizieren? Das wäre sehr schön. Das ist wirklich das einzige, was mich an der norwegischen Steuererklärung immens nervt. Ich habe aber auch noch bis Ende April dafür Zeit, Herr Rabe hat seine noch nicht mal bekommen, insofern ist alles gut und nichts dringend.

Tag 3157 – Es gibt hier nichts zu lesen…

Ich hoffe, Sie hatten alle einen gelungenen Frauenkampftag!

Hier so: wenig kämpferisches Homeoffice, und auch ansonsten ist nicht wirklich was spannendes passiert. Halt so ein Tag.

Das Interessanteste ist vielleicht noch, dass ich beim Bauern Eier geholt habe und sehr deutlich ist, dass manche von den Hühnern langsam recht alt sind. Da sind Eier dabei, die einer kompletten Malzeit entsprechen, rein von der Größe her. Aber wenn ich mich richtig erinnere, sind die neuen Legehennen meist kurz nach Ostern soweit – und dann gibt es erstmal wieder sehr kleine Eier. Und beim Bauern Hühnersuppe auf dem Teller.

Tag 3060 und 3061 – Winter im Homeoffice.

Hier passiert literally gar nichts. Ich pröddele im Homeoffice vor mich hin, Herr Rabe war jetzt nach langer Zeit mal wieder im Büro (er war erst krank und dann noch länger wegen dichter Nebenhöhlen nicht fit und es geht ja, wenn’s sein muss monatelang, haben wir ja alle gelernt. Man muss gar nicht alle im Büro anhusten). Das spannendste was heute passiert ist, war, dass ich mit Michel beim Kieferorthopäden war, der die Zahnspange noch mal drei Stufen weiter gedreht hat, aber damit ist dann jetzt auch gut, kein Weiterdrehen mehr. Soweit ich weiß, werden als nächstes die Klötze, die den Unterkiefer nach vorne ziehen, nach und nach runter geschliffen. Wann das ist, müssen wir gucken, schätze ich. Der enorme Überbiss ist aber schon fast halbiert allein durch den geweiteten Oberkiefer. Nächster Termin in sechs Wochen.

Tag 2811 – Nix los gewesen.

Hier ist heute nicht so wirklich was passiert. Herr Rabe hat gepackt und Michel die Haare geschnitten. Das war das spannendste, was heute passiert ist.

Morgen fährt Herr Rabe schon mal nach England vor, da geht er auf eine Konferenz. Wir kommen am Donnerstag nach, dann sind wir eineinhalb Tage in London und fahren danach die Schwägerin besuchen. Das ist alles sehr aufregend, finde ich jedenfalls. Alleine reisen mit den Kindern, das habe ich seit 7 Jahren nicht mehr gemacht, glaube ich. Aber das ist ja erst Donnerstag, also noch nicht heute aufregend.

Jetzt ist es auch Zeit, die Äuglein zu schließen, morgen ist wieder der Arsch-Tag, an dem die Zeit kaputt gemacht wird. Donnerstag dann wieder und auf dem Rückflug auch, uff ey, warum machen wir das eigentlich.