Tag 3798 – 25 cm…

… Schnee werden heute Nacht erwartet. Das ist viel, selbst für hier, und weil -10 Grad sind, bleibt das auch alles liegen. Keine Ahnung, ob, wie und wann wir es morgen zur Arbeit schaffen, aber wir werden es versuchen. Vorsichtshalber haben wir ein Auto schon unten an der Straße geparkt, außerdem sind schon wieder Teile der Kabel ausgefallen und ich hab mich offen gestanden auch nicht getraut, hoch zu fahren. Ich muss dann aber dran denken, Spikes für die Schuhe mitzunehmen, sonst ist es etwas Risikosport, den Weg hoch zu gehen.

Heute der Tag war so lala. Ich habe gearbeitet und dann hatte ich irgendwann am späten Nachmittag derbe Kopfschmerzen und war wie ausgeknockt müde und musste erst mal ne Stunde Nickerchen machen. Offenbar bin ich nichts mehr gewohnt. Danach war ich weinerlich und frustriert und generell nicht mein bestes ich. (Und nein, es ist mal ausnahmsweise nicht der Zyklus.)

Herr Rabe hat die letzten zwei Tage ausgesprochen lecker gekocht, gestern Rosenkohlpfanne und heute Schmorkohl. Beides mit Kartoffeln. Das sind alles noch Weihnachtsreste (Kohl hält sich ja). Wir fühlen uns sehr westfälisch. Sogar die Kartoffelsorte ist ganz in Ordnung und hat einigermaßen Geschmack. Cerisa heißt die. Wenn es nicht verboten wäre, würde ich Kartoffeln aus der Heimat importieren und selber anbauen. So westfälisch bin ich! Und so fad sind die norwegischen Kartoffeln.

Tag 3746 und 3747 – Erste und letzte Male.

Gestern war Nix. Nur Büro. Naja, und unsere Chefin wird nicht weg befördert. Das kam auch gestern offiziell raus (ich wusste das schon länger, weil ich Hobbydetektivin bin). Die Chefin ist darüber, das wurde heute sehr deutlich absolut nicht amused. Der Direktor hat sich aber auch denkbar ungeschickt ausgedrückt. Anyway, sie bleibt uns erhalten.

Heute hatte ich quasi den ganzen Tag Meetings mit dem Lieblingskollegen, um die Indien-Inspektion vorzubereiten. Dazu hatte ich (unter anderem, man kriegt ja bei uns nicht für nen ganzen Tag nen Raum, wenn man den nicht ein Jahr im Voraus bucht) den größten Meetingraum, den wir haben, gebucht, damit wir auch die größte Leinwand haben, denn manche Dinge muss man in WIRKLICH, WIRKLICH groß sehen, um sie… naja auch dann nicht so richtig zu verstehen. Diese Firma hat irgendwie eine ganz eigene Logik, die sich uns nicht erschließt. Aber das ist nur eine Nebengeschichte, denn wir haben heute auch Abschied von eben diesem Meetingraum genommen. Ab morgen ist das ein „Nationaler Bereitschaftsraum“, abhörsicher, diesdastralala und dann eben auch Zugangskontrolliert. Normalsterbliche wie wir kommen dann da einfach nicht mehr rein. Warum man, in einem Haus, in dem ständiger Meetingraummangel herrscht, einen von zwei großen Meetingräumen für den weit überwiegenden Teil der Belegschaft sperrt, weiß der Geier. Ich habe mich beschwert, mehr kann ich auch nicht machen.

Abends beim Ballett war „Freunde-Woche“, man konnte eine*n Freund*in mitbringen und die konnten dann mitmachen. Ich habe keine Freund*innen… äh… mitgebracht, ähäm, aber andere hatten das und da waren heute vier sehr tapfere Damen, die durch eine komplette Ballettstunde mit nur minimalen Modifikationen geschleift wurden. Teilweise taten sie mir ein bisschen leid, wer muss schon in der ersten Ballettstunde seines Lebens direkt Pirouetten drehen (aus der fünften!!!), aber sie haben sich wacker geschlagen, hatten Humor dabei und keuchten nur gelegentlich. Applaus an die Truppe, Respekt, echt.

Heute hat es auch das erste Mal in diesem Winter geschneit. Nur ein bisschen, aber Auto fahren war trotzdem etwas langwieriger als sonst so. Man muss sich jedes Jahr aufs Neue dran gewöhnen, auf Schnee und glatten Straßen zu fahren. Alle anderen auch. Die ersten Tage sollte man da wirklich etwas Nachsicht zeigen und etwas mehr Zeit einplanen, dann geht das auch bald alles wieder. Was aber spannend war: das erste Mal unsere beheizte Straße hoch.

Es ging tatsächlich ganz ok. Augen zu, „Gas“ geben, und durch. Vorher, das haben wir als Tipp bekommen, ein paar mal Lichthupen, FALLS von oben wer kommt, denn man möchte sich wirklich nicht plötzlich gegenüberstehen, sonst muss man rückwärts wieder runter (was wohl öfter mal schief geht). Dann sollte man lieber waren, bis das Auto von oben unten angekommen ist.

Tag 3498 – Haare ab und ein kleiner Shopping-Ausflug.

Herr Rabe und ich sind heute nach Oslo gefahren, zum Haare schneiden und weil ich was zurückgeben wollte. Dann hat mich Herr Rabe noch in den tollen Handschuhladen geschickt, um Lederpflege zu kaufen, und dann hab ich irgendwie auch Handschuhe gekauft, tolle, blaue Lederhandschuhe mit Wollfutter. Ich bin jetzt groß und muss gar nicht mehr die allerbilligsten Strick-Handschuhe im Dreierpack an der Kasse bei Lindex kaufen. Nämlich.

Als ich Herrn Rabe wieder traf waren seine Haare zwar nicht kurz, aber doch deutlich kürzer als vorher. Meine allerdings auch. Nur waren die vorher kurz und sind jetzt wieder richtig kurz. Jetzt friere ich am Kopf ohne Mütze wieder.

Apropos frieren: der Winter ist jetzt wieder zum Abgewöhnen. Es sind 2-3 Plusgrade und dabei nieselt es die ganze Zeit. Es ist alles grau und alles ist vereist, bis auf da, wo es matschig ist. Die feuchte Kälte kriecht überall rein und man friert mehr als bei trockenen -10 Grad. Eklig. Kann bald Frühling sein?

Tag 3491 und 3492 – Dies und das.

Michel ist krank. Ich vermute, da der Verlauf bisher exakt gleich ist, dass es die Krankheit vom Lieblingskollegen ist. Dann müsste es ihm morgen schon viel besser gehen. Gestern und heute war aber nicht gut, er hat nur im Bett rumgehangen mit Fieber und Kopfschmerzen. Wenn die Paracetamol grad mal wirkte, kam er essen und verzog sich dann direkt wieder ins Bett. Armer Zwerg. Wie gesagt erwarte ich baldige Besserung, aber schon ist das grad nicht. Ich hoffe nur wirklich inständig, dass sich Pippi nicht ansteckt. Die zwei sollen eigentlich ja am Mittwoch zu ihrer Tante nach England reisen. Und heute schlief Pippi einfach um sechs auf dem Sofa ein, aber das kann auch daran gelegen haben, dass sie bei einer Freundin übernachtet hat und die vermutlich nicht so viel geschlafen haben.

Gestern und heute war ebenfalls wunderbarstes Winterwetter. Wir haben, nachdem wir das mit Michel abgeklärt hatten, das genutzt um Pippi und ihre Freundin auf die Eisbahn zu schleppen. Das ist ja was, was ich an norwegischem Winter sehr liebe, überall kostenlose Eisbahnen. Ich habe nur festgestellt, dass meine Schlittschuhe dringend einen Schliff brauchen.

Abends haben aus Faulheit indisches Essen bestellt. Das war mega lecker. Heute war das auch noch mal lecker, weil jede Menge Reis und zwei Soßen übrig geblieben waren. Heute war es auch gleich noch mal 50% schärfer als gestern. Eine sehr gute Idee von mir.

Heute haben Herr Rabe und ich einen längeren Spaziergang gemacht und ansonsten war nicht so viel. Nachdem ich (Achtung Wechselwarmencontent) Freitag Abend erst gegoogelt habe, wie lange Pythons so gemeinhin brauchen, um ein Häufchen zu machen, beziehungsweise, wann man sich Sorgen machen muss, und daraufhin gelernt habe, dass mehrere Wochen bis Monate noch kein Grund zur Besorgnis sind, präsentierte mir Monty heute ihr Ergebnis von vier Wochen aufsparen. Auf ne Art gut, weil so ganz unbesorgt bin ich ja dann doch nicht gewesen.

Hier, gleich, ist übrigens ein Bild von ihr (im Terrarium) und warum ich glaube, dass sie ein Weibchen ist. Sie ist einfach schon echt lang, für eineinhalb Jahre. Ganz gut im Futter ist sie auch, aber wenn es nach ihr ginge, wäre sie noch viel besser im Futter, sie streift schon wieder seit Tagen abends durchs Terrarium.

Tag 3485 – Winter in schön.

Für jemanden, die hier ja nun mal komplett freiwillig lebt, finde ich Winter oft ganz schon scheiße. Schnee ist nur so lange schön, wie er frisch ist, nicht matschig, nicht zu pudrig, kein Wind dazu kommt und die Temperatur so zwischen -3 und -7 Grad liegt. Dann knirscht Schnee. Idealerweise scheint noch die Sonne und alles glitzert. Die Schneedecke saugt auch allen Schall auf und alles ist gemutet. Das mag ich. Aber dann taut es oder Leute gehen mir mit Skifahrenthusiasmus enorm auf den Geist. Alles wird entweder Matsch oder Eis oder Matsch mit Eis, durchsetzt mit Rollsplitt. Hier und da ein Fleck gelber Schnee oder ein Haufen, den die Hundebesitzenden nicht mitgenommen haben (für mich ist das definitiv ein Argument dagegen, einen Hund zu haben. Warme Würste. Uahhhh.).

Heute war ein Tag der Sorte, die ich mag, weshalb ich nach längerer Zeit endlich mal wieder einen langen Spaziergang gemacht habe. In der Sonne und die kalte Luft bis ganz nach unten in die nach wie vor nicht optimal wiederhergestellten Lungen ziehend. Dabei begegnete ich nur ganz wenigen Leuten, was heute für alle Beteiligten ganz gut so war.

Im Winter steht die Sonne hier ja nicht hoch genug, damit man Vitamin D produzieren kann, aber so eine knappe Stunde in der Winterlandschaft herumlaufen war trotzdem wirklich schön und lange überfällig. Aber das Wetter war auch echt oft echt zum Abgewöhnen, schon seit Weihnachten. Ausreden, Ausreden, ich weiß.

Jetzt soll es erst mal so bleiben, das finde ich schön. Generell finde ich stabiles Wetter schön, und stabil schönes Wetter ist ein eindeutiger Doppelbonus.

Hach.

Tag 3453 und 3454 – Ganze Arbeit.

Gestern bin ich am Schnee gescheitert. Das kann schon mal passieren, sagten alle, aber irre peinlich ist mir das trotzdem gewesen.

Ich dachte nämlich, ich käme da hoch.

Hoppla, unscharf. Aber man sieht, dass es eine Kurve einen Hügel rauf ist. Relativ steil. Geräumt, aber nicht gestreut.

Ich kam nicht hoch. Oben ist Pippis Schlagzeugunterricht. Ich ließ Pippi raus, damit sie die letzten 50 Meter läuft und wollte dann halt rückwärts den Hügel wieder runter und unten parken.

Das… ging irgendwo schief. Ich weiß nicht, ob ich mich verlenkt habe oder ob das Lenken einfach nichts gebracht hat, aber am Ende saß ich hinten im Schneehaufen fest und vorne drehten die Reifen einfach durch.

Es folgten unrühmliche 30 Minuten. Sehr unrühmliche. Ich wusste nicht, was ich machen sollte und entschied mich für hilfloses Heulen. Immer wenn ich aus dem Auto stieg, legte ich mich auf die Fresse, weil es so glatt war. Ich rief Herrn Rabe an, der aber ja auch nichts machen konnte. Zwei Frauen versuchten, mich aus dem Schneehaufen zu schieben. Eine hatte auch Kies irgendwo aufgetrieben, den wir unter die Reifen schaufelten, aber auch das half alles nur mittel viel, am Ende stand ich zwar nicht mehr quer (wie zwischenzeitlich auch mal), sondern halbwegs am Rand, aber trotzdem komplett fest im Schnee. Am Ende rief ich den Abschleppdienst an.

Das sieht so wild gar nicht aus. War es aber.

Es war dann, als der Abschleppdienst da war, eine Sache von vielleicht 5 Minuten. Mit der Seilwinde zog er mich aus dem Schnee und dann war auch alles schon erledigt.

Rechnung kommt dann demnächst. Und die Zacken, die mir da aus der Krone gebrochen sind, kriegt man auch mit Sekundenkleber nicht mal eben wieder fest.

Warum erzähle ich das: damit Sie nicht denken, ich wäre irgendein Supermensch, dem nie so richtig doofe und vermeidbare Fehler passieren. Damit Sie, falls sie mal im Schnee feststecken, daran denken können, dass Sie nicht allein sind. Und damit ich eine Erinnerung habe, dass wir eventuell doch über Winterreifen mit Spikes nachdenken sollten.

Heute war verhältnismäßig ereignislos (Arbeit, Sport, endlich Haare geschnitten, aber so wie immer), aber gestern war ich danach einfach ziemlich gar.

Tag 3181 – Kommunikation bitte nur schriftlich.

Es ist ja so: ich kann nicht gut lügen. Eigentlich gar nicht. Bei bewussten Lügen haben ich das Gefühl, mir würde ein großer roter Pfeil über dem Kopf blinken, mit dem Wort LÜGE! dran, wie in einem Comic. Anschließend verfolgt mich das auch ca. für immer, dass ich das eine mal, da, da habe ich nicht die Wahrheit gesagt, Schande über mich, bestimmt fliegt es auch morgen auf und alle hassen mich. Ungefähr so. Was ich kann, ist sehr trockene, lustige Bemerkungen machen, mit vollkommen neutralem Gesichtsausdruck, wo mir die Ironie/der Sarkasmus völlig klar ist, aber andere nehmen das zum Teil doch überraschend ernst (meine Chefin zum Beispiel). Da ist mir aber völlig egal, ehrlich gesagt, meinen Humor werde ich sicher nicht ändern. Meine Umwelt kann sich damit trösten, dass ich keine richtigen Witze erzähle, seit ich aus dem Fritzchen-Witz-Alter raus bin. Das kann ich nämlich wiederum gar nicht, weder kann ich mir Witze merken, noch sie gekonnt rüber bringen. Super schlechte Wortwitze gehen manchmal. Welche von der Sorte, wo in der WG des besten Freundes damals eine Wortwitzkasse für stand.

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Aprilscherze und ähnlich gelagerte Puns gehen auch kaum in Persona. Ich möchte dabei auf den Füßen trippeln und gnihihi machend meine Hände reiben, weshalb das sofort auffliegen würde. Das Veräppelungs-Äquivalent zum blinkenden roten Pfeil. Aber schriftlich geht ganz gut, da sieht ja keiner das Gnihihi, das ich dafür auch so ganz in echt hier zu Hause machen kann. So habe ich heute dem Lieblingskollegen weis gemacht, dass ich mich total aufs Büro morgen freue und vorhabe, da jetzt öfter hin zu fahren, weil ja nicht das Büroklima darunter leiden soll, dass ich Inspektionen und Kurse und Gedöns habe. Und er hat es tatsächlich geglaubt, und gedacht, ich sei übergeschnappt. Gnihihi.

Ansonsten heute strahlender Sonnenschein, ich war ohne Mütze, Schal und Handschuhe draußen spazieren, das erste Mal seit mindestens Oktober, und es war warm genug. Hurra, hurra, 8 Grad plus! Kein Aprilscherz, sondern reine, ehrliche Freude.

Tag 3137 – So süß!

Michel und ich haben heute einen Ausflug gemacht. Eine Stunde übers Land, durch eine glitzernde Landschaft. Gestern und in der Nacht auf heute hat es geregnet, dann wieder gefroren und alles war in einer dicken, komplett klaren Eiskruste eingeschlossen. Heute schien dann aber die Sonne und hier sah es wirklich aus, als würden überall Diamanten in den Bäumen hängen. Auf dem Rückweg war ganz anderes Wetter, nämlich dichter Bodennebel, etwa zwei Meter hoch in den Senken. Wir wohnen hier ja in einer Hügellandschaft und jedes Mal wenn man über eine Kuppe gefahren war, war es, als würde man in die Nebelsuppe eintauchen. Wir wohnen ja auch in einer Landschaft, wo durchaus mal ein Elch über die Straße spaziert, also kroch ich da, wo Nebelsuppe war, im Schneckentempo lang.

Zwischen Glitzerdiamanten und Gruselnebel schauten wir uns jede Menge Danger Noodles an. Große, kleine, ganz große, genervte, neugierige, ängstliche, gechillte. In allen möglichen Farben. Aber, total angenehm, in einem dunklen Raum, nur von Terrarien beleuchtet. Ok, es war auch sehr warm da. Und feucht. Eigentlich ein einziges großes Terrarium. Michel war erst schüchtern, dann aber irgendwann voll dabei. Ich tat derweil cool und nicht so, als würde ich am liebsten gleich alle mitnehmen. Aber ich habe alle meine Fragen stellen können (langweilige Fragen, wie „welchen Tierarzt hast du?“ und „was macht man im Urlaub?“) und gute Antworten bekommen. Hinterher habe ich dann geguckt, wo man Futter herbekommt und wieder cool getan, diesmal aber als würde ich total abgebrüht 10 tief gefrorene Rattenbabies á 30 g bestellen. Huffja, naja, Natur und so, ne?

Montag mache ich dann nen Termin, meine Tetanus-Impfung auffrischen lassen. Die letzte müsste ich vor ca. 11,5 Jahren bekommen haben, als der Kinderarzt uns mit Michel-Säugling zusammen die TDPP-Impfung verpasste, in erster Linie wegen Keuchhusten. Und FALLS einen eine nicht giftige Schlange beißt, wäre Tetanus eine mögliche (nicht wahrscheinliche) Folge. Also lieber auffrischen lassen.

Tag 3115 – Hübsch!

Wir haben heute im Homeoffice rumgehangen, während es draußen mal wieder schneite, aber mal wieder anders. Heute kam bei -1 Grad sehr feuchter Schnee, der zwar scheiße zu schippen und zum Auto fahren auch furchtbar ist, aber dafür macht er sogar auf den dünnsten Ästchen kleine Haufen und Wälle. Das ist schon sehr schön anzusehen, alles sieht wirklich aus wie mit Watte abgerieben.

Irgendwo da unter dem Wall ist übrigens der kümmerliche Rest unserer Hecke. Der Wall ist die Erklärung, warum die Hecke eingegangen ist.

(Das Beste an Schnee ist ja seine Schalldämpfende Wirkung. Danach der Weichzeichner.)

Tag 3114 – Das Leben in vollen Zügen genießen.

Ich war im Büro, und wie auch gestern schon musste ich auf dem Rückweg im Zug stehen. Irgendwie haben zwar alle, mit denen ich rede, teilweises Homeoffice, aber irgendwie sind die auch immer alle mit mir zusammen im Zug. Und mit mir zusammen auf dem Parkplatz (wo ja im Winter zwei Phänomene aufeinandertreffen, die sich ungünstig beeinflussen: es sind Schneehaufen auf Teilen des Parkplatzes, weil der geräumte Schnee ja irgendwo hin muss, und die Autos werden magisch größer. Also nicht die Autos selbst, sondern die Auren der Autos. Sobald man die Linien nicht mehr sehen kann, parken die Leute mit mindestens einem halben Meter Abstand zwischeneinander, als bräuchte jedes Auto im Stehen noch eine kleine Pufferzone um sich rum, falls das Nachbarauto spontan seitwärts springt. Das geht so weit, dass ich in manche dieser Sicherheitslücken Cardos quetsche und dann halt Herr Rabe am Telefon beschimpft wird. Aber ich schweife ab). Es sind einfach generell viele Leute und zumindest scheinbar genau so viele wie vor der Pandemie. Nach zwei Tagen in Folge habe ich auch wieder genug vom Büro und bleibe morgen glücklich im Homeoffice, da ist auch der Kaffee besser.

Gestern habe ich auf dem Rückweg obendrein noch eine Bekannte getroffen und war völlig unvorbereitet für fast eine Stunde sozial, ich glaube vielleicht sogar einigermaßen erfolgreich, aber danach war ich eigentlich gar. Vor allem nach vorgestern. Uff ey.

Anyway, ansonsten alles beim Alten. Es ist dabei nur nicht mehr so absurd kalt, sondern schwankt konstant um null Grad herum. Darüber beschwere ich mich nicht, unter minus 20 ist mir echt viel zu kalt.