Tag 1691 – Corontäne Tag 18.

Zu wenig Schlaf macht mich nicht grad froh, und dann ist der Geduldsfaden sehr kurz und ach. Es war einfach kein guter Tag. Ich befürchte, das wird alles noch länger (also so bis zum Sommer) so weiter gehen und ich hab keine Ahnung, wie ich das machen soll. Wie wir das machen sollen. Das dauernde aufeinander hocken tut uns allen nicht gut. Dann rufen noch sowohl Kindergarten als auch Schule an, während die Kinder sich grad die Köppe einschlagen, und fragen „wies so läuft“. Jaha, wie soll es laufen, momentan machen wir zu zweit 28 Stunden Arbeit am Tag, ab morgen machen wir immer noch 24,5 Stunden Arbeit am Tag aber dann auch noch mit Geldsorgen. Danke, SUPER LÄUFTS! Den Kindern fällt die Decke auf den Kopf und ich ertrage das alles nicht mehr, dieses dauernde Geschrei und Gemotze und Gestreite und Wutanfälle DEN. GANZEN. TAG. Ohne ne Chance, mal weg zu können. Ohne die Aussicht, dass das zeitnah vorbei ist. Ich glaube nicht an „nach Ostern“. Ich wette ne Rolle Klopapier drauf, dass sie am 8. sagen werden, dass die Maßnahmen hier bis Ende April verlängert werden. Mark my words.

Die Kinder haben heute immerhin nach all dem Gemotze beim Putzen geholfen. Aber nur beim lustigen Teil vom Putzen.

Volle Action, deshalb sind beide Bilder unscharf.

Der Kollege, der sonst Rücken an Rücken mit mir sitzt, hat Covid19-Symptome. Wird aber nicht getestet, denn auch hier ist es nicht mehr möglich, alle zu testen, die man eigentlich testen müsste, denn die Tests sind knapp. Und bitte erzählen Sie mir nicht, Deutschland würde viel testen, wenn Deutschland so viel testen würde wie Norwegen, müsste Deutschland inzwischen fast 3,5 Millionen Tests durchgeführt haben und wie gesagt, bei uns reicht das noch nicht aus. Aber jaja, der Berliner Virologe sagt, es wird „viel“ getestet. Jaja.

Ich hab doch auch keine Lösung. Ich bin einfach komplett alle, schon nach zwei Wochen.

6 Gedanken zu “Tag 1691 – Corontäne Tag 18.

    • Dr. B. schreibt:

      Liebe Frau Rabe,
      viele Grüße von einer stillen Leserin in ähnlicher Lage: Kinder 1 und 3, Home-Office in Vollzeit und bayerische Ausgangsbeschränkung. Es ist nah an der Hölle und mir daher ein Trost, dass Sie schaffen, sich da durchzuwursteln. Ich beneide Sie etwas um das nachbarschaftliche Arrangement, das stelle ich mir hilfreich vor. Ich wünsche Ihnen gute Nerven und uns allen, dass der Zirkus bald vorbei ist.

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      • Naja, die Freunde wohnen 15 Minuten mit dem Auto entfernt und wir sehen sie am Wochenende… :/ Ich schicke jedenfalls ein „Halten Sie durch!“ nach Bayern!

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    • Ja, in gewisser Weise natürlich, genauso wie Haushalt. Es muss gemacht werden und in der Zeit schaffe ich kaum anderes, vor allem keine Erwerbsarbeit.
      Wäre es keine Arbeit, müsste ich ja konsequenterweise sonst auch niemanden dafür bezahlen, die Kinder zu betreuen und zu unterrichten.

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