Tag 3230 und 3231 – Hmm.

Der Besuch fuhr gestern wieder nach Hause und behauptet, es war schön bei uns. Das Wetter hat sich aber auch wirklich alle Mühe gegeben, es ist jetzt schon seit über einer Woche durchgehend tagsüber über 20 Grad und herrlicher Sonnenschein. Die Natur explodiert total, so sehr, dass mir das sogar ein bisschen zu schnell geht. Tatsächlich explodieren auch die Pollenbeutel an diversen Pflanzen inklusive Nadelbäumen und ALLES ist IMMER sofort mit gelbem Pollen bedeckt. Frisch geputzte Fenster, Autos, der Terrassentisch, Brillengläser, Kleidung, das Zelt (in dem Pippi nach wie vor schläft). Pollen überall. Niemand hier hat eine Pollenallergie, aber ich wache trotzdem jeden Tag mit einer verstopften Nase auf und putze dann erst mal reichlich (sorry, TMI) grüngelben Gubbel raus. Danach geht es und ansonsten habe ich keinerlei Symptome von weder Allergie noch Erkältung, außerdem war es in der Schweiz schlagartig wie weggezaubert, insofern schiebe ich es tatsächlich auf entweder Pollen oder sonst irgendwas hier zu Hause im Bett.

Gestern war ich dann aber tatsächlich von allem so erledigt, dass ich eigentlich um acht hätte ins Bett gehen sollen. Los war mit mir eh nichts mehr. Ich habe dann auch nicht so recht Zugriff auf mein Gehirn und die Pipeline Gedanken —> Kommunikation hat einen gordischen Knoten* und deshalb habe ich auch das mit dem Bloggen lieber gelassen.

Heute war ausschlafen und dann diverses Zeug rödeln und ich habe ein paar Stunden gearbeitet. Ich muss Donnerstag einen Kurs (vier Zeitstunden) halten und die Präsentation war erst zu 60% fertig, weil immer irgendwas anderes wichtiger war. Jetzt ist sie aber zu 95% fertig und was noch fehlt, ist auch nicht so wichtig. Morgen muss ich dringend was anderes tun und Mittwoch muss ich dann die Präsentation für Freitag (eine Stunde, ähnliches Thema aber anderes Publikum) zusammenkloppen. Diverses Zeug: Herr Rabe hat an beiden Autos die Reifen gewechselt, ich habe am „alten“ Terrarium herumgepinselt. Gestern hatte ich da die Blumentöpfe drin aufgehängt und den Spalt von der Ex-Trennwand zugemacht. Mit Bauschaum, meinem guten Freund und treuen Begleiter. Die Schlangis wohnen so lange wie das „alte“ Terrarium renoviert wird zu zweit im „neuen“ Terrarium, wo sie sich bisher recht wohl zu fühlen scheinen, sie kriechen jedenfalls nicht rastlos herum. Greg ist hinter dem Farn im Lüftungsloch eingezogen, Lüftungslöcher sind anscheinend terrarienübergreifend der heiße Scheiß.

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*das hat auch alles Namen in Weirdo-Land, aber ich traue mich nicht, mir die anzumaßen, bevor ich nicht mehr als eine vage Aussage der Diagnostikerin habe.

Tag 3229 – Kunst.

Heute waren wir, bei bestem Wetter, im Kistefos-Skulpturen-Museum. Da gibt es unter anderem das berühmte Gebäude „The Twist“ zu sehen:

Und auch weitere Kunst, die ich persönlich mal mehr, mal weniger zugänglich fand. Sobald man ein Pamphlet braucht, um zu erkennen, ob das, wovor man steht, überhaupt Kunst ist, bin ich raus.

Ein Kunstwerk, das mich sehr froh gemacht hat:

Happy Aliens.

Das war ein schöner Ausflug. Das Kistefos-Museum ist auf jeden Fall einen Abstecher wert, wenn man mal in der Gegend ist.

Abends habe ich Geige gespielt und danach habe ich dann doch lieber mal die Saiten sauber gemacht.

Man sollte eigentlich keine schwarzen Fingerspitzen davon bekommen.

Ich mache das immer noch so, wie mir meine Geigenlehrerin das damals gezeigt hat. Ich benutze sogar das original Equipment von damals. Also, nicht dass sie jetzt sonstwas denken, ich mache nach jedem Spielen die Saiten mit einem Staubtuch sauber, weil sich da sonst ja Kolophonium drauf ansammelt und auch das Holz zusetzt. Da bin ich echt penibel. Aber trotzdem muss ich alle 4-6 Wochen die Saiten richtig sauber machen. Dazu mache ich ein paar Tropfen 4711 auf ein Zewa und rubbele damit die Saiten von allen Seiten ab, bis nichts mehr quietscht. Dann ist nämlich das Kolophonium runter. Ganz vorsichtig mache ich dann noch das obere Ende der Saiten sauber. Danach riecht die Geige gut und quietscht nicht mehr. Und macht die Finger nicht mehr schwarz.

Das mit dem 4711 ist gefährlich. Man muss sehr aufpassen, dass nichts auf den Lack kommt, denn der Alkohol würde den Lack vermutlich auflösen oder zumindest beschädigen. Das Griffbrett ist nicht lackiert, aber unter dem Griffbrett schon. Also: lieber nur sehr sehr vorsichtig zu Hause ausprobieren.

Tag 3228 – Hurra!

Gratulerer med dagen, Norge!

Leider habe ich gar keine Fotos gemacht, die ich hier zeigen könnte. Es war jedenfalls sehr sehr sonnig und so gesehen traumhaftes Wetter. Fast zu warm, jedenfalls für die in der Sonne marschierenden Korps-Kinder (und Eltern) in ihren dunkelblauen Uniformen. Große Mengen Sonnencreme bewahrten sowohl die Kinder als auch mich vor Sonnenbrand.

Der Korps ist wieder ein gutes Stück besser geworden, das ist sehr schön zu sehen.

Als wir wieder zu Hause waren, waren aber alle Raben (auch Besuchs-Raben) so fertig, dass erst mal ein Nickerchen gemacht wurde (die Kinder machten einfach so Pause, ohne einzupennen). Herr Rabe sagt, ich habe da sehr niedlich geschlafen, hätten wir das also auch geklärt.

Abends haben wir Würstchen gegrillt, wie es sich gehört. Danach habe ich die freitäglichen Kleinnager aufgetaut, und wenn sie mal sehen wollen, wie eine satte Python aussieht, müssen sie ein bisschen scrollen.

Tag 3227 – Wie am Schnürchen!

Ich arbeitete ja erst ab Mittags, weshalb ich… um kurz vor acht aufstand und mit Herrn Rabe die Bude aufräumte, damit die Putzhilfe auch tatsächlich putzen konnte. Danach arbeitete ich viele Stunden, weil ich eigentlich gar keine Zeit habe, halbe Tage „frei“ zu machen (hatte ja nicht frei, hatte Ruhezeit). Spontan fuhr ich außerdem nach Oslo, um mein Piercing wieder einsetzen zu lassen. Hin, Piercing rein, zur… doch nicht, irgendwas brannte an der Strecke und dann hieß es erst, der Zug würde direkt wieder umdrehen, wir müssten alle raus, dann aber doch wieder alle rein, weil der Zug doch weiterfährt, aber über die Bummelstrecke, auf der Bummelstrecke gab es dann auch noch eine Reihe Stops scheinbar ohne Anlass und am Ende war eine extra halbe Stunde für das Hin und Her draufgegangen. Dafür war ich auch nur eine viertel Stunde nach der Schwägerin in Eidsvoll.

Ansonsten laufen die 17. Mai-Vorbereitungen auf Hochtouren. Besagte Schwägerin möchte sich dieses Jahr das Spektakel mal anschauen. Im Hause Rabe wurden Hemden gebügelt, Sterne an Uniformsjacken genäht, Kleider anprobiert (alle durch nicht-Tragen geschrumpft, hrmpf) und Kinder gereinigt. Beide Kinder wollten nach der Reinigung dass ich Dinge mit ihren Haaren tue, Pippi flechten (im Bauernzopf) und Michel föhnen. Michel hat unfair langes, dichtes und dickes Haar und dazu auch noch Locken. Föhnen dauerte so ungefähr ewig und am Ende war es immer noch leicht feucht, aber besser als mit ganz nassen Haaren ins Bett und morgen mit einem Vogelnest auf dem Kopf aufwachen. Pippi hat übrigens meine Haare geerbt. Dünne Fusseln und schnell nachfettende Kopfhaut. Da muss man recht häufig waschen und das macht die Fusseln an den Enden auch nicht stabiler.

Tag 3226 – Leicht anstrengende Heimreise.

Zweiter Kurstag, im wesentlichen Workshops. Inspekteure sind, selbst wenn sie geballt auftreten, oft erstaunlich schüchtern und niemand will präsentieren. Aber ich will mir ja gerne nen internationalen Namen machen, da schadet es ja nicht, aufzufallen. Rede ich mir ein.

Mein Akku war danach ziemlich leer und die rosa Brille musste her. Ich merke aber: der Lieblingskollege ist eine der wenigen Personen (eigentlich nahezu der einzige außerhalb meiner Familie) die mich nicht sozial zusätzlich noch auspumpen. Dafür kriegt er gleich noch ein Sternchen ins Schönschreibheft. Da macht dann auch nicht so viel, dass nahezu einer meiner wiederkehrenden Albträume wahr wurde. Der Zug zum Flughafen war nämlich plötzlich 25 Minuten verspätet und wir überlegten sehr schnell hin und her ob wir am Bahnhof raus springen und stattdessen ein Taxi nehmen sollten. Wir harrten aber dann doch im Zug aus, dann waren’s auch zwischendurch nur noch 17 Minuten und dann aber doch wieder etwas über 20, und am Ende kamen wir 50 Minuten vor Abflug am Flughafen an. Natürlich online schon eingecheckt, aber das hilft ja nicht viel. Also joggten wir durch den uns beiden (bis auf den Hinflug) unbekannten Flughafen direkt durch zur Sicherheitskontrolle, wo wir uns auch an zwei, drei Gruppen vor sich hin schlurfender Ferienreisender einfach kackdreist vorbei mogelten. Mein Albtraum ist, dass ich in der Kontrolle dann nichts geregelt bekomme und alles durchsucht werden muss und ewig dauert und ich deshalb den Flug verpasse. Das war aber nicht so, ich zog noch im Laufen Gürtel und Uhr aus, warf alles in eine Kiste, holte Flüssigkeitentüte, Kaffebecher und Laptop aus dem Rucksack und warf all das in eine zweite Kiste (den Kaffeebecher aufgeschraubt, damit klar ist, das der leer ist), ging durch den Metalldetektor, nichts piepte, bekam an der anderen Seite mein Zeug problemlos wieder, packte alles in Windeseile in den Rucksack zurück und zog mir wieder im Laufen Uhr und Gürtel wieder an. Wir waren tatsächlich 7 Minuten nach Ankunft des Zuges durch die Sicherheitskontrolle durch und hatten dann auch erstmal eine entspanntere Zeit und konnten zum Beispiel den dringend benötigten Toilettengang endlich erledigen und ein Sandwich kaufen, um nicht zu verhungern. Ich brauche das jetzt nicht so dringend noch mal, ehrlich gesagt. Also durch Flughäfen joggen.

Der Flug war dann unspektakulär. Ich liebe meine rosa Brille bisher sehr, das fiel im Flugzeug mit dem künstlichen Licht überall sehr auf. Am Ende wurde es noch mal etwas hektisch, weil das (pünktliche) Flugzeug schon mal zur Übernachtungsposition fuhr und wir dann mit dem Shuttle zum Terminal fahren mussten, was natürlich Zeit fraß. Mein Zug nach Eidsvoll war dann aber genau die passenden 2 Minuten verspätet, die ich extra brauchte, um ihn noch zu kriegen (mit einem weiteren kleinen Sprint). Und so kam ich doch schon um kurz vor halb eins zu Hause an. Der nächste Zug wäre halt erst eine halbe Stunde später gefahren.

Morgen arbeite ich dann erst ab mittags. Mir stehen 11 Stunden frei zwischen zwei Arbeitstagen zu.

Tag 3225 – Luxuskurs.

Aaaaaalso, nichts gegen Brüssel, aber hier haben wir drei-Gänge Menü zum Mittag- und Abendessen und abends sogar Wein zum Essen, sowas kenne ich ja gar nicht mehr, dass das einfach mit drin ist. In Norwegen ist Alkohol nie einfach mit drin, weil sich Norweger sonst sofort kollektiv unter den Tisch saufen. Anyway, ich habe mich beim Wein doch sehr zurückgehalten, das ist hier eh alles schon viel, es braucht nicht noch einen Kater oben drauf.

Ansonsten alles gut, ich finde, ich schlage mich wacker im Socializen. Der Lieblingskollege (der sozial noch mehr awkward ist als ich, aber selbstverständlich ganz normal, ähäm) auch. Wir sind sehr flink. Schulterklopf und ab ins Bett.

Tag 3224 – Winke vom Lago Maggiore!

So, den ganzen Tag gereist, und abends sehr nett mit dem Lieblingskollegen Essen gewesen. Der Lieblingskollege ist nicht umsonst eben jener, es war wirklich schön und lecker und wir hatten Besuch von (neu)gierigen und etwas frechen Spatzen. Was will man mehr. Ich habe mich sogar getraut, Weißwein zu trinken, der ebenfalls sehr lecker war. Ein lokaler aus dem Tessin, fruchtig und frisch.

So sieht es vor meinem Zimmerfenster aus:

Berge, See, Grün und ein sehr hübscher Ort.

Jetzt werde ich die Augen zumachen. Morgen ist den ganzen Tag Kurs und danach noch soziales Tralala, da sollte ich ausgeruht sein.

Tag 3223 – Fertig!

Das Terrarium ist fertig. Michel hat es heute von innen mit Sprühfarbe in den Tönen „Chocolate“ und „Papaya“, auch genannt „braun“ und „ocker“, versehen, danach durfte es in der Sonne trocknen, dann haben Herr Rabe und ich es wieder reingeschleppt (es ist schwer, aber nicht so schwer wie das, was in Michels Zimmer steht und dort stehen wird, bis das Haus zusammenbricht, wenn es nach mir geht) und an seinen eigentlichen Platz bugsiert. Wir müssen noch was besorgen, auf dem es stehen kann, so auf dem Boden soll es nicht bleiben. Es gibt extra Unterschränke, die sind aber potthässlich. Ich habe dann die Pflanzen reingesetzt, die Türen eingesetzt, die Inneneinrichtung reingebastelt, Substrat verteilt und ein bisschen Wasser gesprüht und jetzt läuft der technische Probelauf. Luftfeuchtigkeit und Temperatur waren heute schon mal gut, jetzt muss es nur auch so bleiben.

Tadaaa! Vollgerümpeltes Terrarium, damit sich Monty wohl fühlt. Jede Menge Verstecke. Die Pflanzen sind echt, fürs bessere Klima, die „Pötte“ sind unten offen, damit sich keine Feuchtigkeit staut.

Die Pflanzen wachsen hoffentlich noch ein Stück.

Links ist die warme Seite, rechts die kühlere. Links wird nachts um zwei Grad abgesenkt, dann geht auch das Licht aus. Bisher scheint sich die Temperatur sehr gut zu halten, es ist immer noch warm vom in-der-Sonne-stehen.

Was man fast gar nicht sieht, sind die fünf Lüftungsgitter in der Rückwand. Die sind aber auch ALLE mit Silikon festgeklebt. Seit einer Weile schon, weil mir das von Anfang an suspekt war mit diesen Lüftungsgittern. Man kann zwei erahnen, eines über der Grünlilie und eines unter dem Farn.

Ach, ich freue mich. Das ist sehr gut gelungen.

Tag 3221 und 3222 – Große Aufregung!

Gestern war eigentlich nichts. Nur zu viel Arbeit.

Heute hingegen war einiges. Erst habe ich meine rosa Brille abgeholt. Davon aus Gründen ein Foto weiter unten. Ich bin sehr zufrieden bisher, die Welt ist wesentlich freundlicher damit. Aber es war ja auch erst ein halber Tag.

Mit Michel zusammen habe ich dann noch Farbe fürs Terrarium besorgt. Nachdem ich mir vorgestern eine Blase gepinselt hatte, habe ich gestern Fliesenkleber-Schicht Nummer 2 an Michel ausgelagert. Der wollte dann heute eigentlich auch Schicht Nummer 3 machen, bekam sich aber nicht vom Rechner losgeeist. Schicht 3 habe ich dann also heute gemacht, in meiner Bonuszeit, die ich hatte, weil ich nicht wie geplant nach Oslo gefahren bin, um mein Piercing wieder einsetzen zu lassen. Es war nämlich Schienenersatzverkehr und das hätte mich statt 35 Minuten Zug 1 Stunde 15 Minuten Gejuckel mit dem Bus gekostet, pro Weg, und das war es mir nicht wert.

Also Geige und Gepinsel statt Oslo-Tour. Die Blase ist jetzt dann auch aufgegangen. So schön.

Abends guckten wir, das heißt, leider nur Herr Rabe und ich, da die Kinder an der Familientradition nicht soooo interessiert waren, den ESC. Ich kann mit Nemo (Schweiz) als gewinnende Person sehr gut leben, hätte mir aber noch mehr Kroatien gewünscht. Wusste bisher gar nicht, dass ich Häkeldeckchenmetal gut finde.

Was aber viel aufregender war als ESC, war, was ich vorfand, als ich um halb zwölf dann doch mal Michel ins Bett scheuchen wollte.

Wir machen das wie folgt: erst Bild von rosa Brille, dann Story und Bild von Wechselwarmen.

Beide Schlangen waren ausgebrochen. Sie hatten (wahrscheinlich nur eine) das Lüftungsgitter aus dem Loch gedrückt und waren dann dadurch verschwunden. Greg fand ich sofort wieder, wieder hinterm Terrarium. Monty fand ich nicht. Panisch rief ich Herrn Rabe zu Hilfe und zu dritt suchten wir etwa zwanzig Minuten alles ab, bis Michel eine Entdeckung an einer echt blöden Stelle machte.

Schlange zwischen Regal und Wand.

Das wäre nicht mal so ein riesiges Problem, wenn Michels Zimmer größer wäre. Da Michels Zimmer aber ist, wie es ist, mussten wir erst mal das halbe Zimmer verrücken, bis wir dieses Regal verschieben konnten. Monty war davon auch nicht so begeistert, aber ich fischte hen trotzdem aus der Ecke sobald ich dran kam. Monty faltete sich nach dieser würdelosen Behandlung zu einem indignierten Ball zusammen, aber besser das, als neben dem Regal einziehen.

Herr Rabe sicherte dann noch, mitten in der Nacht, das Terrarium gegen diese Art Ausbruch:

Seitliche Sicherung mit zwei festgespaxten Unterlegscheiben
Hintere Sicherung mit einem festgespaxten Flachwinkel.

Das brauche ich nicht noch mal. Gut, dass am neuen Terrarium alle Lüftungsdingse festgeklebt sind.

Tag 3220 – Fahrtertag.

Niemand fuhr hier heute mit einem Bollerwagen rum. Schon allein weil hier Vatertag wann anders ist, ich glaube im Herbst? Muttertag auch, der ist im Februar. Familie Rabe feiert keins von beidem, weil wir schlechte Eltern sind halt. Aus vielen Gründen. Und warum man sich mit nem Bollerwagen besaufen wollen sollte, erschließt sich mir gar nicht, hat es auch nie. Das gehört in die Kategorie „andere machen das, die gehen auch unironisch aufs Schützenfest und sind generell von einem anderen Planeten“.

Anyway, ich habe die Himmelfahrt des Erlösers den freien Tag dazu genutzt, etwas Schlaf nachzuholen, dann über zwei Stunden lang die erste Schicht Fliesenkleber im Terrarium aufgetragen (das dauert echt erstaunlich lange mit den ganzen Ecken und Löchern und Gedön), zwei Stunden Geige gespielt bis die Finger weh taten und auch muskulär nicht mehr wollten (Doppelgriffe sind der Tod, irgendwann krampft es nur noch, nichts ist flexibel, alles blockiert sich gegenseitig, argh!) und eine halbe Stunde Spaziergang gemacht. Zwischendurch noch lecker gekocht, gegessen, die Kinder ins Bett gebracht und Michel versucht zu zeigen, wie er Greg festhalten muss, damit Greg nicht ständig versucht, hektisch abzuhauen. Es gibt da Tricks, man muss halt ein bisschen versuchen, möglichst unaufgeregt und bestimmt, recht fest (natürlich nicht quetschen) mit beiden Händen zuzupacken, gerne so, dass die Schlange relativ kompakt zusammengefaltet ist und dann – nichts machen. Einfach sitzen und Schlangi rumschnuppern lassen. Michel muss noch ein bisschen am Punkt „unaufgeregt“ arbeiten.