Ich hatte einen nicht so optimalen Tag ehrlich gesagt, der Zyklus macht halt tatsächlich ab dem Tag des Eisprungs schlagartig gar keinen Spaß mehr, es ist so ein Rotz. Alle meine Eigenarten potenzieren sich, ich bin sofort gestresst und überfordert und kacke alle um mich rum an, außer Herrn Rabe, der muss sich dafür mein selbstmitleidiges Geheul anhören. Dem ganzen setzte die Krone auf, dass mir im Baumarkt eine Dose Bauschaum (man kann durchaus täglich in den Baumarkt fahren und Bauschaum kaufen, so ne Dose ist gar nicht mal so ergiebig) auf den nur mit einem Birkenstock(artigen) Latschen bekleideten Fuß fiel, was 1. ordentlich weh tat und 2. dazu führte, dass etwas Schaum rausspritzte und meine Latschen vollsaute. Ok, auch den Boden im Baumarkt, aber der hat wenigstens nicht obendrein Hormone und einen fetten blauen Fleck quer über drei Zehen.
Gut: das Terrarium ist sehr nah an der nächsten Bauphase. Der Boden ist jetzt drin und wenn der Bauschaum, der das alles zum Teil zusammen hält, morgen ausgehärtet ist, kann ich selbigen noch ein bisschen zurechtstutzen und dann anfangen, alles mit Fliesenkleber zu versiegeln. Warum Fliesenkleber? Ich habe keine Ahnung. Die Anleitungen im Internet sagen das (einstimmig), also mache ich das. Mehrere Schichten Fliesenkleber soll man nehmen, erst dünn angerührt, zum Schluss dicker, um alle Styropor- und Bauschaumflächen zu versiegeln. In die letzte kann man dann noch etwas Sand rühren, oder an die feuchten Flächen farbigen Sand „werfen“ oder den rein drücken, für die Optik. Zum Schluss kann man alles übermalen. Wenn man ein sehr feuchtes Terrarium hat (für Frösche zum Beispiel) soll man vor der Farbe noch so ein zwei-Komponenten-Versiegelungs-Zeug drauf machen, dann ist es richtig wasserdicht und man kann sogar kleine Wasserstellen haben. Wir brauchen das nicht, wir brauchen ja verhältnismäßig moderate Termitenbau-Luftfeuchtigkeit.
Größte Herausforderung: Aus Gründen musste ich die große Steckdose des Thermostats durch eins der Lüftungslöcher prömmeln. Leider war die Steckdose knapp zu groß für das Loch. Mit ein paar mal hin und her drehen und verschiedene Winkel ausprobieren fand ich am Ende doch eine Stellung, in der es gerade so, also wirklich auf den Millimeter genau, passte. Da war ich aber auch schon wieder Kurs zum Nervenzusammenbruch.
That said, ich glaube, Monty fühlt sich inzwischen halbwegs wohl. Heute hat hen eine kleine Ratte gefressen, zwar nicht von der Pinzette, sondern vom „heißen Stein“ (aka dem Stein, der direkt unter der 32-Grad-Wärmelampe liegt), aber Greg war währenddessen weggesperrt (mit einer Maus, die hen aber nicht interessierte). Jetzt sind die Mäuse alle und wir haben nur noch Ratten. Monty frisst ja scheinbar problemlos Ratte, Greg kriegen wir da sicher auch noch hin. Und getrennte Wohnungen können eigentlich nur positiv sein für die zwei. Ich bin recht zufrieden, dass Monty jetzt bei zwei aufeinander folgenden Fütterungsversuchen was gefressen hat, mit einer völlig problemlosen Häutung dazwischen. Vielleicht sind wir ja über den Berg mit Monty?