Tag 3307 – Außerhalb der Komfortzone.

Ich habe heute den ersten Termin bei etwas gehabt, das sich ein paar Kilometer außerhalb meiner Komfortzone befindet. Es hat mit Tanzen zu tun, jedenfalls am Rande, und ich mache das hauptsächlich for fun und fürs Selbstwertgefühl. Was es ist, werde ich vielleicht irgendwann verraten, wenn sich dieses Selbstwertgefühl eingestellt hat. Heute war es jedenfalls schon mal lustig. Tänzerisch jetzt nicht wirklich anspruchsvoll, aber es ist ja vielleicht auch gar nicht nötig, nach jeder Tanzstunde halb tot nach Hause zu kriechen und hinterher mörderischen Muskelkater zu haben. Halb tot und schweißgebadet rumkriechen habe ich ja außerdem auch durch mein sonstiges Sportprogramm und in zwei (für mich drei) Wochen geht auch Ballett wieder los.

Leider war mein heiß geliebtes Armband nicht mit der Ausrüstung für diese Aktivität kompatibel. Jetzt muss ich drauf hoffen, dass die, die das gebastelt hat, es wieder neu auffädelt. Sie sagte, das sei eigentlich kein Problem, solange man die Buchstaben noch hat, weil manche Buchstaben in dem Set was sie gekauft hat wohl extrem selten waren. Und so hatte ich dann heute doch rumkriechen: auf der Suche nach dem N und dem P.

Tag 3306 – Bettzeit!

Heute morgen haben wir festgestellt, dass wir früher ins Bett gehen müssen. Das machen wir dann jetzt auch. Ich mache das auch tatschlich jetzt ohne Handy, das klappt ganz gut und ich habe auch schon ein Buch fertig gelesen und ein neues angefangen. Das fertig gelesene Buch ist „Barbarotti und der schwermütige Busfahrer“ von Håkan Nesser und ist ganz toll (trotz des leicht peinlichen deutschen Titels). Ein langsames Buch, in dem keine Sensationen passieren und nichts groß ausgeschlachtet wird. Es ist nicht gruselig, nicht grausam, nicht brutal, nicht absurd (looking at you, Jo Nesbø). Es ist wie ein warmer Kakao an einem Herbstabend, unter einer Wolldecke. Ob man die anderen Barbarotti-Bücher kennen sollte, um das Buch genießen zu können, weiß ich nicht so recht, aber wer die noch nicht kennt, verpasst was. Ich finde nicht, dass man das als Krimi bezeichnen kann, es sind eher Romane, die sich halt um einen Polizisten drehen. Lesen sie einfach mehr Håkan Nesser. Wenn nicht gleich eine ganze Reihe, ist „Kim Novak badete nie im See von Genezareth“ auch echt toll. Zum Beispiel.

Tag 3305 – Fertig.

Michel wurde heute morgen in den Bus zur Klassenfahrt gesetzt und da die Kinder keine Handys mitnehmen durften, hören wir jetzt wahrscheinlich erst Freitag wieder was von ihm. Etwas seltsam ist das ja schon.

Ansonsten war ich heute im Büro und da drehen alle langsam am Rad wegen der Ereignisse, die sich im Herbst abspielen werden. Aber davon abgesehen war es ok da, mein Rechner musste erstmal eine Tonne Updates installieren und das führte über Umwege dazu, dass ich dann erst etwas später zum Mittagessen kam. Da war kein Platz mehr frei am Tisch mit den Kolleginnen und Kollegen, in der lauten, kalten Kantine, und dann war ich ja quasi gezwungen, mein Essen mit nach oben zu nehmen und da allein, in Ruhe und mit Ausblick nach draußen zu essen. Schrecklich.

Tag 3304 – Ferienende.

3 von 4 haben morgen wieder Verpflichtungen. Michel fährt auf Klassenfahrt, dafür ist schon alles gepackt, die Haarpracht von Michel ist frisch gewaschen und duftig-wolkig und die Fingernägel sind auch frisch lackiert. Dank Melatonintabletten schläft er auch „schon“.

Herr Rabe und ich arbeiten morgen. Herr Rabe ja bereits seit einer Woche. Nur Pippi hat noch Ferien. Ich habe Urlaubsende-Blues, ich möchte nicht, dass wieder täglich der Wecker um viel zu früh klingelt. Hrmpf. Urlaub haben war schön.

Leider mussten wir heute auch einen Guppy bestatten. Eins der Männchen war von Anfang an irgendwie nicht so richtig fit und hat heute das zeitliche gesegnet.

Ich gehe jetzt mal lieber ins Bett, bevor ich hier rumheule, wie schrecklich es ist, wieder arbeiten zu müssen und wie mir das heute schon den ganzen Tag vermiest hat.

Tag 3304 – Ferienende.

3 von 4 haben morgen wieder Verpflichtungen. Michel fährt auf Klassenfahrt, dafür ist schon alles gepackt, die Haarpracht von Michel ist frisch gewaschen und duftig-wolkig und die Fingernägel sind auch frisch lackiert. Dank Melatonintabletten schläft er auch „schon“.

Herr Rabe und ich arbeiten morgen. Herr Rabe ja bereits seit einer Woche. Nur Pippi hat noch Ferien. Ich habe Urlaubsende-Blues, ich möchte nicht, dass wieder täglich der Wecker um viel zu früh klingelt. Hrmpf. Urlaub haben war schön.

Leider mussten wir heute auch einen Guppy bestatten. Eins der Männchen war von Anfang an irgendwie nicht so richtig fit und hat heute das zeitliche gesegnet.

Ich gehe jetzt mal lieber ins Bett, bevor ich hier rumheule, wie schrecklich es ist, wieder arbeiten zu müssen und wie mir das heute schon den ganzen Tag vermiest hat.

Tag 3302 und 3303 – Besuch und Würmchen.

Gestern haben wir Besuch bekommen, ein Freund von Herrn Rabe aus Zeiten, da er in Stockholm studierte (und ich ihn noch nicht kannte) und seine Familie (Frau und drei bezaubernde Kinder), mit einem zum Camper ausgebauten Sprinter. Ich hatte besagten Freund exakt ein Mal gesehen – auf unserer kirchlichen Hochzeit vor fast genau 15 Jahren. Damals noch ohne Frau und ohne Kinder. Und ich sag’s mal so, an dem Tag war viel los und ich hatte den Kopf nicht so ganz frei für viele tiefgründige Gespräche mit Leuten, die ich zum ersten Mal sehe. Aber nach einem Abend und einem Vormittag kann ich bestätigen, dass besagter Freund und seine Familie sehr nett sind. Unsere Kinder haben leider gleich deren Kinder versaut und alle unsere Konsolen vorgezeigt und die anderen Kinder in die Magie von Mario Cart und Mario Party eingeweiht, ich fürchte, da haben wir was angerichtet. Tjanun.

Heute bin ich mit Michel insgesamt fast vier Stunden Auto gefahren, das war auch sehr schön. Wir wollten zum Tag der offenen Tür bei dem Laden, wo ich immer alles Schlangenzeugs (inklusive Montys Terrarium) bestelle und auf dem Weg lag ein Sport Outlet, was günstig war, weil Michel für die Klassenfahrt (die Montag losgeht) noch eine Regenhose brauchte. Gestern haben wir alle seine Sachen gesichtet und anprobieren lassen, aber die Regenhose war unauffindbar. Sport Outlet hat das aber gegen Geld gerichtet.

Dann waren wir bei dem Tag der offenen Tür, haben ordentlich geshoppt (die Schlangen wachsen ja, das heißt aber auch, dass die aus ihren Verstecken rauswachsen. Außerdem ist eine Pflanze in Gregs Terrarium daran gestorben, dass sich Greg dauernd in sie rein legt) und auch Futter mitgenommen, haben Kuchen und Cola für umsonst bekommen und es waren auch ein paar Züchter da mit diversen Tieren, die man angucken (und kaufen) konnte. Ein paar sehr hübsche Pythons waren da (alles Babys, so niedlich), einige Geckos, und Kornnattern. Die meisten Kornnattern waren auch noch Babys und die sehen ja lustig aus, wie Regenwürmer in Überlänge. Pythonbabys sind viel kürzer, aber bestimmt 10 mal so dick, Königspythons sind ja generell eher chunky gegen so ne Natter, aber die Natternbabys sahen echt ein bisschen aus wie zu früh geschlüpft. Ich denke auch lieber nicht an die kleinen rosa Shrimpsies, die eine so kleine Schlange frisst. Ich tue mich ja mit den Rattenjungtieren schon schwer, muss ich sagen, und da ist in der Größe schon alles dran. Michel möchte irgendwann dann auch noch eine Kornnatter haben, „so in 5 Jahren“. Ich möchte ja lieber eine Grüne Baumpython, aber das kann ja jeder von uns selbst entscheiden.

Sehr mutig fand ich von uns beiden, dass wir uns mit viel Abstand auch die Kollektion an Vogelspinnen, Taranteln und Springspinnen angeguckt haben, ohne schreiend wegzurennen. Wir standen auch ne ganze Weile neben dem Regal mit den lebenden Futtertieren für Geckos und Echsen, also allerlei Insekten und Larven in Plastikboxen, wo es zirpte und hopste und generell viel Geräusch machte. Auch das, ohne schreiend wegzulaufen. Das Futter solcher Tiere ist definitiv für mich ein Argument gegen die Haltung ebensolcher Tiere. Wäh.

Das war jedenfalls insgesamt ein schöner Ausflug und Michel danach auch sehr zufrieden. Hach.

Tag 3301 – Nicht zusammenhängende Dinge.

In Pippis Zimmer sind heute 6 Guppys eingezogen. 4 Weibchen und 2 Männchen, 2 orange und 4 blaue. Die sind schwer zu fotografieren. Und wenn man mir überlässt, Fische zu kaufen, kaufe ich Fische (also nachdem wir eine Wasserprobe abgegeben haben, die dann auch ok war), aber kein Futter, weil niemand was von Futter gesagt hat. Also fahre ich da morgen wohl wieder hin.

Fünf von sechs Fischis.

Vorgestern ging ich an einem Stück Wald vorbei und dachte, oha, das riecht aber sehr nach Pilzen. Das ist so ein Ding, ich bin ja sehr geruchsempfindlich, das schlägt halt in beide Richtungen aus, ich rieche, wenn im Wald Pilze wachsen. Direkt am Zyklusanfang könnte ich ein menschliches Trüffelschwein sein. Oder zumindest ein Pfifferlingschwein.

Gestern schickte mir dann der Lieblingskollege ein Bild von den Pfifferlingen, die er gesammelt hat. Und morgen soll das Wetter beschissen werden. Also ging ich heute in den Wald. Da war es sehr schön, so ganz generell, ich mag ja den Wald schon gern. Solange mir kein Getier mit zu vielen Beinen zu nahe kommt. Dafür stecke ich die Hose in die Socken und das Shirt in die Hose und da drüber ne langärmelige Jacke. Irgendwas größeres habe ich heute ebenfalls aufgeschreckt, ich tippe auf ein Nagetier, einen Igel oder vielleicht eine große Kröte, es raschelte jedenfalls geschwind durchs Laub und Unterholz davon, als ich in seiner Nähe herumtrampelte. Fürs nächste Mal merken: die Joggingschuhe sind für im Wald rumkraxeln ungeeignet. Wald hier ist oft wenig beforstet, was umfällt bleibt da liegen und es kann halt sein, dass das, was aussieht wie normaler Waldboden, ein modriges Stück Holz ist, das beim Drauftreten zu Staub zerfällt. In den Momenten möchte man mehr Halt als einen super flexiblen Joggingschuh.

Pfifferlinge habe ich jedenfalls gefunden. Jede Menge.

Nach 5 Minuten im Wald.
Ausbeute nach ca. 1 Stunde im Wald.

Dieses Mal habe ich tatsächlich nur Pfifferlinge gesammelt, aber es waren auch noch nicht viele andere essbare Pilze da. Da wo ich letztes Jahr mehrmals Stoppelpilze gesammelt habe, wächst auch noch nichts. Aber Pfifferlinge sind ja nicht umsonst „das Gold des Waldes“.

(Ja, ich bin sicher, dass es echte Pfifferlinge sind. Ich habe auch falsche Pfifferlinge gefunden, aber schnell erkannt und dann im Wald gelassen.)

Tag 3300 – Quak, quak.

Hier sitze ich so, und warte darauf, dass 5 Mädchen zwischen 7 und 11 Jahren schlafen. Bisher schläft keins und alle quaken. Pippi hat sich Übernachtungsgeburtstag mit allen Nachbarsmädchen gewünscht. Soll sie ja haben, aber meine Güte, was für ein Hühnerhaufen.

Jetzt erklingen total echte, gar nicht künstliche Schnarchgeräusche.

Jetzt behauptet wer, sie würde schlafwandeln.

Schnarchgeräusch.

Kichern.

Ich bin sehr müde, aber ich gehe hier auch sicher nicht weg, bevor zumindest 3/5 schlafen.

Geschichten wurden bereits erzählt. Keine gruseligen. Und unwitzige Witze.

Also, ich verstehe ja, dass das sehr aufregend ist, aber bei dem Gewühl, Gelaber und Gekicher könnte ich auch nicht schlafen.

Jetzt werden Decken neu hin und her verteilt und getauscht.

Ahhhh…

Tag 3299 – So!

Mit dem zweiten Lautsprecher hat es funktioniert, war nur so leise eingestellt, dass ich es trotzdem verpennt habe. Aber ich hatte ja noch einen Backup-Wecker. Außerdem war es ja nur ein Test, denn heute habe ich die Geräte für Herrn Rabe und mich abgeholt. Dafür musste ich zu Ikea auf die andere Seite von Oslo und da hatte ich zwei Dinge vergessen: eine Brücke hier im Ort über die E6 (die Autobahn) wird abgerissen, weil sie nicht stabil ist, und deshalb ist die E6 auf der Strecke gesperrt. Außerdem ist in Oslo Ring 3 gesperrt, für sehr lange aber erst seit kurzem, weil da das neue Regierungsquartal gebaut wird und dafür wird Ring 3, wenn ich mich richtig erinnere, in einen Tunnel verlegt. Oder so. Das wird ewig dauern. Und weil Ring 3 eine Hauptverkehrsader durch Oslo ist, ist es jetzt auf allen anderen Straßen, die man nehmen kann, halt immer sehr voll. Um das ganze noch schlimmer zu machen mehr Menschen in den schlecht funktionierenden, nicht ausgebauten und immer überfüllten ÖPNV zu „locken“, dürfen E-Autos jetzt auch gar nicht mehr auf der Busspur der E18 fahren. Das ist alles eine wahre Freude. Auf dem Hin- und Rückweg gurkte ich also über die Dörfer bis zur übernächsten Auffahrt von uns aus gesehen, und auf dem Rückweg (nach Oslo rein) stand ich im Stau auf der E18.

Anyway, wir haben jetzt Sonos-/Symfonisk-Lampen, die alles können, außer ne Zeit anzeigen. Das wird seltsam, und ich brauche dann echt dringend diese Back-up-Weckerchen, damit ich weiß, wie spät es ist. Dafür hätte ich mir aber auch alles Gehampel der letzten Tage sparen können, die funktionieren nämlich über Wifi, nicht Bluetooth (was ich hätte wissen können, weil wir ja schon einen Sonos-Lautsprecher am Fernseher haben) und haben eine Weckfunktion mit Radio oder eigener Playlist. Tadaaa.

Jetzt muss ich nur noch überlegen, wie wir das für die Kinder lösen. Vielleicht gebrauchte, 1. Generations-Symfonisk-Lampen. Dann können die Kinder auch Sonnenaufgang im Zimmer haben, bevor sie aufstehen müssen (mit smarten Birnen, die wir aber eh inzwischen überall haben).

Das mit dem Smart Home ist sehr praktisch. Außer es kommt Besuch, der kann dann quasi keine Lampe einfach mal anschalten.

Tag 3299 – So!

Mit dem zweiten Lautsprecher hat es funktioniert, war nur so leise eingestellt, dass ich es trotzdem verpennt habe. Aber ich hatte ja noch einen Backup-Wecker. Außerdem war es ja nur ein Test, denn heute habe ich die Geräte für Herrn Rabe und mich abgeholt. Dafür musste ich zu Ikea auf die andere Seite von Oslo und da hatte ich zwei Dinge vergessen: eine Brücke hier im Ort über die E6 (die Autobahn) wird abgerissen, weil sie nicht stabil ist, und deshalb ist die E6 auf der Strecke gesperrt. Außerdem ist in Oslo Ring 3 gesperrt, für sehr lange aber erst seit kurzem, weil da das neue Regierungsquartal gebaut wird und dafür wird Ring 3, wenn ich mich richtig erinnere, in einen Tunnel verlegt. Oder so. Das wird ewig dauern. Und weil Ring 3 eine Hauptverkehrsader durch Oslo ist, ist es jetzt auf allen anderen Straßen, die man nehmen kann, halt immer sehr voll. Um das ganze noch schlimmer zu machen mehr Menschen in den schlecht funktionierenden, nicht ausgebauten und immer überfüllten ÖPNV zu „locken“, dürfen E-Autos jetzt auch gar nicht mehr auf der Busspur der E18 fahren. Das ist alles eine wahre Freude. Auf dem Hin- und Rückweg gurkte ich also über die Dörfer bis zur übernächsten Auffahrt von uns aus gesehen, und auf dem Rückweg (nach Oslo rein) stand ich im Stau auf der E18.

Anyway, wir haben jetzt Sonos-/Symfonisk-Lampen, die alles können, außer ne Zeit anzeigen. Das wird seltsam, und ich brauche dann echt dringend diese Back-up-Weckerchen, damit ich weiß, wie spät es ist. Dafür hätte ich mir aber auch alles Gehampel der letzten Tage sparen können, die funktionieren nämlich über Wifi, nicht Bluetooth (was ich hätte wissen können, weil wir ja schon einen Sonos-Lautsprecher am Fernseher haben) und haben eine Weckfunktion mit Radio oder eigener Playlist. Tadaaa.

Jetzt muss ich nur noch überlegen, wie wir das für die Kinder lösen. Vielleicht gebrauchte, 1. Generations-Symfonisk-Lampen. Dann können die Kinder auch Sonnenaufgang im Zimmer haben, bevor sie aufstehen müssen (mit smarten Birnen, die wir aber eh inzwischen überall haben).

Das mit dem Smart Home ist sehr praktisch. Außer es kommt Besuch, der kann dann quasi keine Lampe einfach mal anschalten.