Tag 3298 – Aus.

Es hat nicht geklappt. Der Lautsprecher (Eneby 20) ging irgendwann aus und dann kommt da natürlich auch nichts raus. Gut, dass ich noch den Back-Up-Wecker habe und es noch egal war.

Heute Test mit einem anderen Lautsprecher. Bisher sieht es vielversprechend aus, er ist immerhin noch an.

Ansonsten haben wir heute nicht viel spannendes gemacht. Herr Rabe muss wieder arbeiten. Abends hatten wir ein Gespräch mit unserer Finanzberaterin, nicht weil heute die Börsen alle irgendwie abgestürzt sind, aber das war dann auch Thema. Man muss dann ja nicht ausgerechnet heute (oder, sagen wir mal, in den nächsten paar Wochen) irgendwelche Wertpapiere verkaufen.

Tag 3297 – Große Ereignisse.

Wir haben einen Plan. Der Plan ist, dass wir demnächst nicht mehr mit Handys im Zimmer schlafen. Alle Handys von allen kommen in die Küche, können da laden und wir schlafen hoffentlich dann alle viel besser.

Nun ist es aber ja so, dass die Handys unsere Wecker sind. Ok, und zusätzlich tracke ich damit auch meinen Schlaf und habe einen Schlafphasenwecker am Handy, aber das funktioniert mit einer weiteren Person im Bett eh nur so mittel. Nichtsdestotrotz musste eine andere Wecker-Lösung her, und heute habe ich das endlich mal in Angriff genommen. Ich möchte eigentlich nichts ändern, weil ich grundsätzlich ungern Gewohnheiten ändere, aber Herr Rabe hat ja recht, wir müssen das irgendwie durchziehen, wir pimmeln alle sowohl abends als auch morgens zu viel am Handy rum. Aber ich hab das halt trotzdem vor mir her geschoben. Auch, weil mir schon klar war, dass die Aufgabe „Wecker mit Radio und möglichst Bluetooth, damit man mit eigenen Playlists geweckt werden kann, aber auch mit zuverlässigem Wecken und möglichst auch mit Back-Up-Batterie, weil hier gerne mal der Strom ausfällt und das für wenig Geld“ ein hoffnungsloses Projekt werden könnte.

Aber ich glaube, ich habe eine Lösung gefunden. Es war ein bisschen kompliziert und erforderte einige Tests und zwischendurch musste Herr Rabe sehr lachen, weil ich „Hey Siri!!!“ mein Telefon anbrüllte (Siri nur so „Hmm?“), aber ich teste das jetzt heute Nacht mal mutig, ich hab nächste Woche ja noch frei, es ist also egal, wenn es nicht klappt.

Wenn es klappt, bin ich sehr froh, denn dann können wir Erwachsenen unsere eigenen Lichtwecker basteln, mit wesentlich mehr Funktion und für wesentlich weniger Geld, als was Philips dafür haben möchte. Für die Kinder brauchen wir dann sogar eigentlich gar nichts weiteres anschaffen.

Ok, außer kleine, simple Back-Up-Wecker, weil ich paranoid bin, nicht wach zu werden.

Tag 3296 – So ein Samstag eben.

Fischi hat einen Namen bekommen, hen heißt jetzt Carrot.

Mein Fuß ist leicht blau und tut weiter weh, wenn man drauf rumdrückt, aber auch nur dann. Also drücke ich da lieber nicht drauf rum.

Pippi war heute den halben Tag bei ihrer Freundin H. Herr Rabe und der Papa von H. gingen dann noch mit den beiden auf die Kirmes, die hier grad im Ort ist. Dadurch blieb mir das erspart. Ich schwitzte stattdessen die Yogamatte voll (es war aber auch feucht heute). Wir brauchen wohl mal eine neue Yogamatte, ich bin nämlich nach dem Sport gerne mal voller blauer Krümel. Unverschämtheit, die Matte haben wir seit höchstens 13 oder 14 Jahren! Genauso wie die Ikea-Waschlappen, grad mal 12 Jahre alt und allerhöchstens 3000 mal gewaschen, schon lösen die sich auf. Im Urlaub habe ich auch ein Fast Fashion T-Shirt weggeschmissen, das hatte ich 2009 in Stockholm gekauft, also quasi gestern.

Ansonsten habe ich heute die Urlaubsabrechnung und allgemeinen Finanz-Check gemacht. Das war zwar nicht schlimm (im Sinne von keine bösen Überraschungen oder so), aber das ist trotzdem so eine Hassaufgabe für mich, ein bisschen wie bügeln, es muss halt sein und ich mache es dann ja auch, aber ich mache es wirklich nicht gerne. Besonders wenig gerne dieses Mal, weil ich ja geschafft hatte, meine deutsche EC-Karte zu sperren und mich auch aus dem online-Banking ausgesperrt hatte, beides wegen vergessener PIN und Passwörter. Jetzt habe ich aber ein neues Passwort (bereits eingespeichert in diverse Passwortmanager) und eine neue PIN für die Karte ist auch angefordert. Dann muss ich nur dran denken, dass ich mit der Karte zu einem Volksbank-Automaten muss, um die neue PIN zu aktivieren. What could possibly go wrong, so für wen der eigentlich IMMER bei der Sparkasse war und ja auch jetzt nicht bei der Volksbank selbst ist.

Abends eingekauft, lecker gegessen und Geige gespielt. Sonst war nichts.

Tag 3295 – Meet Fischi.

Pippi bekam gestern direkt ihren ersten Fisch. Die Wasserprobe nach dem Urlaub war gut genug und die Wasserpflanzen sind auch ordentlich gewachsen. Ein Scheibenknutscher durfte deshalb einziehen. Bei der Aquariengröße soll man nur einen haben. Pippi suchte sich einen roten aus:

Fischifischifischi!

Der darf da jetzt eine Weile alleine wohnen, bis die Guppys, die Pippi eigentlich haben will, einziehen können.

Ansonsten habe ich gestern versucht, die hungrigen Schlangen zu füttern. Insbesondere Greg schob mega Kohldampf und „jagte“ schon am frühen Abend im Terrarium. Monty hatte sich während des Urlaubs gehäutet und war nicht soooo schlimm hungrig, nahm aber eine dicke (also… 60 g) Ratte trotzdem gerne. Als ich Greg füttern wollte (Schlangi klebte schon erwartungsvoll an der Scheibe), hackte hen sofort zu – aber biss dabei voll in die Pinzette, mit der ich die Ratte hielt. Wenn Schlangen indigniert gucken könnten, so sähe es aus. Sichtlich irritiert renkte Greg mühsam den Kiefer wieder ein und wollte dann fortan von der Ratte auch nichts mehr wissen. Die hatte ja quasi zurückgebissen, das (tote) Scheißvieh. Heute streunerte Greg aber weiter rastlos durchs Terrarium und ich wollte da jetzt echt nicht ne Woche warten, also taute ich abends eine neue Ratte auf. Michel wollte gerne das Füttern übernehmen und hatte zwar ein bisschen Angst vor der wieder an der Scheibe klebenden Schlange, aber letztlich brauchte er auch nur kurz das Futtertier mit der Pinzette grob in die Richtung von Greg halten, da hatte Greg auch schon zugeschnappt, dieses Mal ohne Pinzette dazwischen.

Heute hatte ich eine Geigenstunde, seit vor Weihnachten die erste physische. Das war wirklich gut. Wirklich. Bis auf, dass mir auf dem Hinweg ein, pardon my French, Vollidiot auf so einem kack Elektroroller volle Möhre in die linke Hacke gefahren ist. Aber da kann der Geigenlehrer ja nichts für und ich glaube, es ist glimpflich ausgegangen. Es sind ein paar Hautschichten weg, was ordentlich brennt, und es ist inzwischen ein bisschen blau, aber es tut nicht mehr weh, es sei denn, ich drücke drauf rum. Ich kann auch alles komplett normal bewegen. Das hätte sehr schnell sehr viel schlimmer ausgehen können und der Typ bekam auch einiges von mir zu hören, das weder freundlich noch leise war. Dafür auf Norwegisch und dann nochmal auf Englisch, nachdem er sagte, er verstehe kein Norwegisch. Ich kann mehrsprachig schimpfen, kein Problem, da bin ich ganz flexibel. Idiot ist auch auf allen Sprachen gleich.

Etwas fasziniert bin ich davon, dass ich erst den „Impact“ merkte, also dass irgendwas meinen Gehrythmus störte. Etwa zeitgleich hörte ich die Bremse von dem Roller quietschen. Der Schmerz kam deutlich verzögert. Und erst ein paar Schimpfworte später die Erkenntnis, dass mir das ganze nicht nur sprichwörtlich den Schuh ausgezogen hatte, und ich da mit einem nackten Fuß auf dem Bürgersteig stand.

Anyway. Wir setzten mal darauf, dass das nur eine oberflächliche Schürfwunde ist und bald weg.

Tag 3293 – Wir winken (wieder) vom Boot!

Wir sind ein ausgesprochen müder Haufen hier, und gehen jetzt alle einfach ins Bett. Heute startete der Tag um sechs. Um acht hatte ich bereits 4200 Schritte getan und war 26 Treppen gestiegen. Herr Rabe sicher noch mehr, ich hab nicht so viel geschleppt wie er. Die Fahrt zur Fähre war dann, naja, etwas ungeplant nervenaufreibend, weil wir erst im Stau standen (Baustelle vor Hamburg) und dann in Kiel auch überall gebaut wird und Navi und Beschilderung unterschiedliche Dinge von uns wollten, woraufhin wir uns auf den letzten drei Kilometern zwischen Autobahnabfahrt und Fährhafen übel verfahren haben. Wir waren dann mal wieder unter den allerletzten Autos auf dem Boot. Und das nächste mal vertrauen wir dem Navi einfach blind, denn den Schildern war definitiv nicht zu trauen („Umleitung 70 nehmen“ und dann ist Umleitung 70 aber nirgends ausgewiesen. Meinten sie vielleicht doch 62? Wir werden es nie erfahren). Aber dementsprechend gar sind wir jetzt, vor allem wir Erwachsenen.

Was ich das erste mal gemacht habe: den Fitnessraum/Spa der Fähre genutzt. Das kann man sich fürs nächste mal merken, das ist echt ganz schön, es gibt da zum Beispiel eine (geschlechtergetrennte und man kann da nackt sein) Sauna mit Meerblick und Whirlpools mit Platz. Es gibt auch jede Menge Fitnessgeräte, davon habe ich nur eine Matte benutzt, aber es hätte auch alles andere, was das Herz begehrt, gegeben. Das war schön, eine kleine Auszeit für mich und eben Sauna mit großem Fenster mit Meerblick. Im Schwimmbad ist zwar auch eine kleine Sauna, aber die ist voll, dauernd hampeln Kinder rein und raus, und rausgucken kann man auch nicht.

Tag 3291 – Vorletzter Tag Bielefeld.

Heute Vormittag lief sehr sehr langsam an, deshalb habe ich auch erst eben Sport gemacht, also literally eben grad.

Am Nachmittag haben Pippi und ich Oma S. geholfen, eine neue Brille auszusuchen. Eine notwendige Augen-OP hat als Nebeneffekt die Fehlsichtigkeit verbessert, was ja schön ist, aber dann muss man hinterher halt neue Brillen kaufen. Ich finde, wir haben ein sehr schönes Modell ausgesucht, das obendrein aus Rhizinussbohnen hergestellt ist und gar kein Metall enthält, nicht mal Scharniere (nicht dass mir das irgendwas bedeuten würde, aber ich kenne Leute, die wollen kein Metall „am Kopf“ haben).

Abends haben wir uns mit unserem guten Freund M. auf dem Siggi getroffen. Die Kinder haben auch kurz Hallo gesagt, sind dann aber schnell wieder abgedampft. Das war auch nicht so schlimm, so hatten wir drei Erwachsenen mal einfach Zeit um uns zu unterhalten, ungestört, wie früher. Das war sehr schön. Hach Hach.

Tag 3290 – Sightseeing.

Heute waren wir mit den Kindern und Oma S. im Bauernhausmuseum. Da war ich auch ewig nicht mehr. Aber es war richtig schön da:

Blick von der Mühle runter.

Es ist ein kleines, aber liebevoll gemachtes, Museum zum Bauerntum in Westfalen über die letzten 300-400 Jahre. Inklusive gepflegtem Bauerngärtchen, einer ehemals windbetriebenen Getreidemühle und einer Flachs“mühle“, in der der Flachs gebrochen wurde. Wir sind ja hier in der ehemaligen Hauptstadt der Leinenweberei, hier heißen Orte Hechelei, Windelsbleiche, Spinnerei, etc. Ich musste in der Grundschule noch einiges über Leinenproduktion lernen, habe vieles vergessen, aber konnte noch ein bisschen was an den Grundzügen an die gänzlich uninteressierten Kinder weitergeben. Es war trotzdem schön. Zum Abschluss stellten wir uns in die lange Schlange am Café und kauften Kuchen und Limo*, was, in Anbetracht der Attraktivität dieser Lebensmittel für Wespen, vielleicht nicht so schlau war. Naja.

Das war ein schöner Ausflug. Leider ist nächste Woche dort geschlossen.

Abends besuchten uns meine Tante (B.) und mein Onkel (T.), das war auch wirklich schön, ganz entspannt und locker und lustig. Mit bestellter Pizza zum Abendessen waren auch die Kinder zufrieden. Wie sagte Herr Rabe so schön: die bringen einfach immer so eine Ruhe mit.

Ein wirklich schöner, sommerlicher Urlaubstag.

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* und für mich ein halber Liter Leitungswasser. Mein Tag hatte mit einem brutalen HIIT-Workout angefangen, noch vor dem Frühstück. Das empfehle ich nicht weiter, ich hatte bis zum späten Nachmittag konstant Durst.

Tag 3289 – Badeland und Freunde treffen.

Heute war eigentlich schlechtes Wetter angekündigt, das war dann eigentlich gar nicht so schlecht bis abends, aber wir hatten Pippi bereits versprochen, dass wir in ein Spaßbad gehen. Michel mussten wir erst ein bisschen mitzerren, aber als er dann im Wasser war, war das Murren schlagartig abgestellt und Michel sehr zufrieden. Ich habe wieder mal Sportprogramm gegen Schwimmen getauscht und meine Zeit für einen Kilometer (Brustschwimmen) um volle 2 Minuten verbessert. Ich hab mich da aber schon auch angestrengt.

Abends haben wir uns in einem Restaurant in Schildesche mit Freunden getroffen. Die Kinder waren durch und guckten bis auf während des Essens in ihre Bildschirme, dadurch konnten wir Erwachsenen uns auch in Frieden unterhalten. Das ist auch mal ganz schön. Es war auch wirklich schön, J. und A. (aus Bielefeld) mal wieder zu sehen und sich gegenseitig Updates aus dem Leben zu geben. Hach.

Jetzt Bett. Die Kinder schliefen auch wesentlich früher als sonst so in den Ferien. Vielleicht müssen wir einfach jeden Tag schwimmen gehen (nein. Ächz).