Tag 3264 – Quatsch Ü18.

Herr Rabe und ich waren lose zum Essen in Oslo verabredet, wo Herr Rabe heute gearbeitet hat. Als ich irgendwann nachmittags schrieb, wo wir denn hingehen, schrieb er, er habe nicht so richtig was gefunden, was man machen könnte, außer Dropkick Murphys Konzert, aber das sei ausverkauft. Er schlug dann noch irgendwas seltsames vor, was ich direkt verdrängt habe, aber ich guckte aus reiner Notwehr, was Salt denn so hat, denn da war neulich mal Impro und sowas ist immer gut. Außerdem kann man da auch essen. Und so kamen wir zum:

Burlesquebingo.

Das war… interessant. Und sehr lustig. Man muss ein bisschen loslassen und den Quatsch halt mitmachen, wie beim Impro halt auch, sonst macht es keinen Spaß. Aber im Prinzip ist das Konzept etwa so: es ist ein Bingo, mit Burlesque-Thema und Einschlägen von Burlesque-Show. Es fing mit einer Burlesquenummer an, vor der Pause performte ein Drag King als Sir Elton John, nach der Pause gab es noch eine Burlesquenummer. Das war mit Nippeltassels (bzw. bei der zweiten Nummer waren es Blümchen) und Fransen und Handschuhen und Federboas und allem. Daher Eintritt auch ab 18, aber dafür kostenlos. Und dann gab es halt das Bingo, wo Leute aus dem Publikum nach vorne durften, sich einen Burlesque-Namen geben mussten und dann einen Gegenstand aus einer Box ziehen durften. Den Gegenstand konnte man dann auf einer Bingokarte ankreuzen. Zu gewinnen gab es als Hauptgewinn einen Gutschein für fancy Menstruationsunterwäsche und ansonsten Karten für andere Burlesque-Shows und dergleichen. Moderiert war das ganze von den drei Auftretenden. Es war schrill und albern und ich fand es wirklich, wirklich gut. Es ist vielleicht ein bisschen out of character, aber ich mag sowas durchaus und wenn dann halt per Bingo-Zug alle aufstehen und twerken müssen, dann mache ich das und da mache ich auch keine halben Sachen bei.

Falls es ein nächstes Mal gibt, überlege ich mir vorher einen Burlesque-Namen, falls ich nach vorne muss, weil ich ein Bingo habe oder so. Das hat mich nämlich die ganze Show über gestresst. Da sind wir wieder in character.

Tag 3263 – Erwachsene allein zuhaus.

Die Kinder sind beim Korpskurs installiert und da ich von Michel seit über einer Stunde und von Pippi seit dem Abliefern überhaupt gar nichts gehört habe, scheint es ganz gut zu sein. Michel tut sich noch ein bisschen schwer damit, mit den anderen Kindern abzuhängen, aber das ist auch ok, er ist halt er und braucht dafür mehr Zeit und auch Zeit alleine zum runter kommen.

Seither ist es hier zu Hause aber seltsam still und Herr Rabe und ich haben schon viel zu viel über die Kinder geredet. Abends sind wir Essen gegangen, hier im Dorf (support your local und so). Da war das Tagesgericht Moules et frites, also Miesmuscheln mit Pommes, das würden die Kinder wahrscheinlich tatsächlich nicht essen, aber es war sehr sehr lecker. Meine Omi hat ein mal im Jahr Muscheln gemacht, sich da aber strikt an die „Nur in Monaten mit R“-Regel gehalten. Die ich kenne, aber diese hier waren sicher ohnehin nicht frisch geerntet und es gibt ja Gefrierschränke. Ich vermisse Muscheln bei meiner Omi essen. Bei den winzigen Walderdbeeren muss ich auch immer an meine Omi denken, da wuchsen die nämlich aus den Terrassenritzen und durften da glaube ich auch nur bleiben (meine Omi war ein sehr ordentlicher Mensch und sie hatte einen Gärtner, der die Walderdbeeren sicher entfernt hätte, wenn sie das gewollt hätte), damit wir Kinder die dann ernten konnten. Für andere Erdbeeren sind wir zum Erdbeerfeld gefahren, und meine Omi hat immer gescherzt, dass man uns Kinder eigentlich auch vor und nach dem Pflücken hätte wiegen müssen, wie die Körbchen, weil wir pro Erdbeere im Körbchen auch eine Erdbeere direkt gegessen haben.

Ich schweife total ab. Muscheln waren lecker und mit Herr Rabe zum Restaurant und zurück spazieren, in der frischen Abendluft, war auch sehr schön.

Ansonsten wurden heute „die Wespen saniert“, so sagt man hier, ich stelle mir immer vor, wie die Wespen alle einen frischen Anstrich und neuen Fußboden kriegen und die ollen Fliesen aus dem Bad rausgerissen werden. In echt kam ein tiefenentspannter Schädlingsbekämpfer, leuchtete ein bisschen zwischen die Terrassenritzen, ging zum Auto, zog sich eine Jacke und Handschuhe an und kam mit einer großen Spritze wieder. Spritzte einmal ins Nest und verteilte dann noch Schaum am Nesteingang. Die ganze Aktion dauerte keine 5 Minuten. Er erklärte dann noch, dass da noch 3-4 Stunden Wespen kämen, aber das Nest nicht mehr finden, wenn die Königin tot ist. Ich finde das sehr interessant und habe das dann auch tatsächlich so beobachten können: es kamen immer wieder Wespen und summten so grob da, wo das Nest war, herum, fanden es aber ganz offenkundig nicht und zogen irgendwann ab. Meine Theorie ist, dass die Königin irgendwie brummt. Wespen und Hornissen stehen hier nicht unter Naturschutz, habe ich im Zuge der Wespenrecherchen herausgefunden.

Tag 3262 – Sonntägliches.

Wir waren heute alle etwas… langsam. Das ist auch mal ok. Ich habe nur so Sachen gemacht wie Blumen gießen, Terrarien nach verdauten Kleinnagern absuchen, Geige spielen. Michel hat seinen Koffer für den Korps-Sommerkurs gepackt und ich habe ihm dabei geholfen, Herr Rabe „durfte“ Pippi helfen. Ich hatte glaube ich die einfachere Aufgabe, ums mal so zu sagen. Abends habe ich Michel noch mal neu die Fingernägel lackiert, weil er das gerne noch mal „in ordentlich“ wollte. Also habe ich das komplette Arsenal aufgefahren, Unterlack, zwei Schichten Lack, Überlack. Jetzt dürfte er für eine Woche versorgt sein, auf jeden Fall bis Donnerstag, wenn er vom Korpskurs zurück kommt. Er ist so happy damit, ich schlucke alle Ängste, dass die fremden Kinder ihn deshalb mobben könnten, runter. Bestimmt sind das alles ganz nette Kinder, die alle so sein lassen, wie sie wollen, ganz bestimmt.

Tag 3262 – Sonntägliches.

Wir waren heute alle etwas… langsam. Das ist auch mal ok. Ich habe nur so Sachen gemacht wie Blumen gießen, Terrarien nach verdauten Kleinnagern absuchen, Geige spielen. Michel hat seinen Koffer für den Korps-Sommerkurs gepackt und ich habe ihm dabei geholfen, Herr Rabe „durfte“ Pippi helfen. Ich hatte glaube ich die einfachere Aufgabe, ums mal so zu sagen. Abends habe ich Michel noch mal neu die Fingernägel lackiert, weil er das gerne noch mal „in ordentlich“ wollte. Also habe ich das komplette Arsenal aufgefahren, Unterlack, zwei Schichten Lack, Überlack. Jetzt dürfte er für eine Woche versorgt sein, auf jeden Fall bis Donnerstag, wenn er vom Korpskurs zurück kommt. Er ist so happy damit, ich schlucke alle Ängste, dass die fremden Kinder ihn deshalb mobben könnten, runter. Bestimmt sind das alles ganz nette Kinder, die alle so sein lassen, wie sie wollen, ganz bestimmt.

Tag 3261 – Indoktrination.

Gestern habe ich die Kinder vor die Wahl gestellt, entweder sie gehen heute zur Hochzeit der Dirigentin des Korps, um vor der Kirche Spalier zu stehen, oder sie gehen mit mir auf die Oslo Pride Parade. Pippi wollte lieber auf die Hochzeit, Michel sagte aber sofort, dass er auf die Pride Parade will. Also machten sich heute die geräuschempfindlichen Raben, die nicht so gern sozial sind, auf, um die Pride Parade anzuschauen. Allerdings in fein gemacht, Michel wollte gerne dafür seine Fingernägel lackiert bekommen und sagte auch zum angebotenen Glitzer ins Gesicht (davon hatte ich viel drauf, Make-Up-mäßig habe ich heute nach langer Zeit mal wieder geklotzt statt gekleckert) sofort ja.

Das wurde ein richtig schöner Ausflug. Den Erziehungsauftrag, nach Möglichkeit zuzusehen, dass die Kinder tolerante, weltoffene Menschen werden, die sowohl selbst so leben, wie sie halt sind, als auch alle anderen so leben lassen, wie die halt sind, nehme ich ja durchaus ernst. Man muss nicht mit allen Freund sein, aber alle verdienen Respekt als Mensch. Man selbst kann auch nur wenig für die Ausrüstung, die einem für’s Leben zugeteilt wird, und solange es niemand anderem schadet, kann man mit der Ausrüstung doch sehr gut sein bestes Leben leben. Ich finde es deshalb gut, wenn die Kinder mal mehr gelebte Vielfalt sehen als wir hier so im Dorf zu bieten haben. Familien, die nicht aus Mutter-Vater-Kind bestehen. Männer mit Glitzer im Bart, lesbische Pärchen, Menschen, die nach außen hin kein eindeutiges Geschlecht präsentieren.

Und all das und noch viel mehr gab es zu sehen, in der Parade und im Publikum. Michel konnte nicht gut still stehen, deshalb sind wir quasi neben der Parade her bis zu deren Ende gelaufen und haben uns dann da im Pride Park noch was zu trinken und Fähnchen gekauft (da hatte ich neulich was zu gelesen, was auch schlüssig ist, nämlich dass man nach Möglichkeit Pride-Flaggen etc. nicht im Discounter kaufen sollte, sondern bei einer queeren Organisation oder einer, wo das Geld dann auch queeren Zwecken zugute kommt und nicht einfach nur kommerzialisiertes Regenbogenwashing irgendeiner ohnehin gut verdienenden Kette ist). Michel ließ die ganze Zeit dann doch lieber die Kopfhörer auf, weil es zum Teil wirklich laut war. Voll war es auch, man musste sich teilweise ganz schön eng an Leuten vorbei quetschen. Nun ist Michel ja ein Hänfling und neurodivers noch dazu, er kam viel schneller voran als ich und wartete auch nicht, weshalb ich mehr so ein Stopptanzen aufführte, um ihn immer zwischen den Menschenpfropfen wieder einzuholen.

Ich habe auch Fotos gemacht, da sind aber natürlich überall Leute drauf, die ich nicht alle gefragt habe, ob sie ihre Teilnahme an der Pride auf einem random Blog im Internet haben wollen.

Michel hatte jedenfalls großen Spaß, wedelte begeistert sein Fähnchen und will nächstes Jahr wieder hin. Obwohl es laut und hell war, was, oh Wunder, für ihn auch schwierig ist.

Hach.

Tag 3260 – Geschafft!

Habe jetzt Urlaub. Für lange. Und 2/3 davon sind abspazierte Flexizeit.

Pippi hatte heute Vorstellung von ihrem Dance Camp, das war echt beeindruckend, wie viel die in einer Woche gelernt haben und was die so auf die Beine stellen. Ich bin auch sehr stolz auf meine kleine Tanzmaus, die macht das super und hat eine tolle Bühnenpräsenz.

Ich hab leider keine Fotos gemacht, das hat Herr Rabe alles gemacht, aber der sitzt noch zockend auf dem Sofa.

Aber ein Foto von Monty hab ich gemacht. Monty ist nach den regelmäßigen Rattenfütterungen sichtbar mehr chonky, und immer noch so hübsch gezeichnet. Ich denke, ich werde mal die nächste Rattengröße bestellen.

Hurra, Urlaub!

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Tag 3260 – Geschafft!

Habe jetzt Urlaub. Für lange. Und 2/3 davon sind abspazierte Flexizeit.

Pippi hatte heute Vorstellung von ihrem Dance Camp, das war echt beeindruckend, wie viel die in einer Woche gelernt haben und was die so auf die Beine stellen. Ich bin auch sehr stolz auf meine kleine Tanzmaus, die macht das super und hat eine tolle Bühnenpräsenz.

Ich hab leider keine Fotos gemacht, das hat Herr Rabe alles gemacht, aber der sitzt noch zockend auf dem Sofa.

Aber ein Foto von Monty hab ich gemacht. Monty ist nach den regelmäßigen Rattenfütterungen sichtbar mehr chonky, und immer noch so hübsch gezeichnet. Ich denke, ich werde mal die nächste Rattengröße bestellen.

Hurra, Urlaub!

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Tag 3258 und 3259 – Endspurt!

Alles muss fertig werden, man (ich und mehrere meiner Kolleginnen und Kollegen) arbeitet sich also den Hintern ab. Auf uns alle warten absurd viele Wochen Ferien, weil die ganze „Flexizeit“ (die eigentlich Überstunden hätten sein sollen) ja irgendwo hin muss. Am 1.9. verfällt sie sonst. Angeblich ist das legal. Aber da habe ich mich sicher schon mal drüber aufgeregt.

An sich ist Arbeiten aber recht entspannt zu dieser Jahreszeit, man muss ja ständig Eis essen, und alle freuen sich auf frei haben.

Getier-Updates: Das Wespennest ist noch da. Greg hat sich erfolgreich und problemlos an einem Stück gehäutet. Eine Hummel (nehme ich an, denn die summen gerne um den Klee im Rasen herum) hat Pippi in den Fuß gestochen.

Ansonsten gibt es nicht so viel zu erzählen, Michel hängt viel zu Hause rum, schläft ewig und hat von ein paar Ausflügen in die Sonne ganz bezaubernde Sommersprossen bekommen. Pippi hängt hauptsächlich draußen rum (wenn sie nicht beim Dance Camp ist) und ist schon wieder ordentlich braun. Sie schläft auch wieder im Zelt, aber das mussten wir heute abbauen, da für die Nacht starker Regen angekündigt ist.

Vielleicht saufen die Wespen ja ab, ganz natürlich, ähäm.

Tag 3256 und 3257 – Bsssbssss.

Oh toll, in 7 Stunden muss ich im Zug sitzen. Naja, Kaffee wird’s schon richten, ne?

Dafür hab ich Geige gespielt, statt es sein zu lassen, und das ist auch gut. Schlafen wäre sicher besser, aber mir macht das Spielen grad sehr viel Freude. Also noch mehr als sonst irgendwie. Ich weiß auch nicht, woran das liegt, außer dass ich merke, wie viel besser ich geworden bin. Gestern habe ich geschafft, dass ich selber Gänsehaut beim Spielen bekommen habe. Nun ist das Accolay Violin Concerto in a Moll da auch dankbar, aber da habe ich mir vor zwei Jahren einigermaßen einen dran abgebrochen und jetzt habe ich so viel mehr Kontrolle und kann dann auch viel mehr loslassen und Spaß haben. Ich habe auch eine Etüde von vor zwei Jahren wieder ausgegraben und auch da – viel besser und dann auch mehr Spaß.

Ansonsten war auch nur eine Sache: wir haben gestern ein Wespennest unter der Terrasse gefunden. Das ist nicht akzeptabel. Bei aller Liebe zu Insekten und Natur und all dem. Jetzt geht es sogar noch, es sind wenige und sie sind friedlich, aber bis zum Ende des Sommers sind sie dann viele und Wespen haben nun mal die Tendenz, ziemlich aggro zu werden, wenn die Pflaumenkuchensaison losgeht. Früher hatte ich panische Angst vor Wespen, das haben aber zwei Jahre Arbeit im Biergarten kuriert. Gestern dachte ich tatsächlich an die armen Tiere und ob es wohl möglich wäre, sich mit einem Haufen Wespen unter der Terrasse (genau unterm Esstisch) zu arrangieren. Aber nein. Kammerjäger ist bereits kontaktiert, die Wespen sind angezählt. Keine Ahnung, wie die die da weg kriegen wollen, ich habe geschrieben, dass das Nest unter den Terrassenplanken ist und wir das nicht weg kriegen (selbst, aber ganz ehrlich: als ob ich freiwillig da selbst Hand anlegen würde!) ohne Planken zu entfernen. Der aufgerufene Preis ist aber dafür echt ok und es ist auch kein Kostenvoranschlag, sondern ein „das kostet soundosviel“-Preis.

Unter der Terrasse wohnt sicher noch anderes Gruselzeug, unter anderem die dicken Hausspinnen wohnen da ganz sicher, die sieht man nämlich oft, wenn sie sich auf den Terrassenplanken sonnen. Aber draußen können die von mir aus sein, da gilt für mich eigentlich leben und leben lassen. Mit der Einschränkung: keine aggressiven Stechinsekten dort, wo ich und Pippi gerne und häufig barfuß laufen. Und wo wir gerne essen würden, wenn das Wetter es zulässt.

Tag 3255 – Garten und Küche.

Whoopsiedaisies, so spät schon. Potzblitz.

Heute aber ungefähr alles gemacht, was anstand. Vor allem im Garten. Und dann in der Küche. Denn was man erntet, das muss man auch verarbeiten.

Der Strauch nach dem Ernten. Es sind definitiv noch genug Blüten für die Hummeln und Bienen da.

Schon länger keinen Schmetterling mehr gesehen. Tjaja, wir schaffen es noch, alles Getier auszurotten.

Aus den Holunderblüten mache ich Sirup.

Rhabarber muss man vor Sankthans ernten und das ist morgen. Nach 5 Jahren hat der Rhabarber endlich richtige Rhabarbergröße.

Aus dem Rhabarber wurde ein Kuchen. Einiges an Rhabarber ist auch noch an der Pflanze, vielleicht ernte ich den doch noch später und mache mit Erdbeeren Marmelade draus.

Herr Rabe hat auch geerntet. Die haben wir aber einfach gleich gegessen.

Ansonsten habe ich Unkraut in diversen Beeten gejätet und Himbeeren aus dem Hochbeet gerupft, wo sie nicht hingehören. Das ist aber alles sehr schön und freut mich sehr, dass alles so grün ist und wächst und gedeiht, größtenteils ohne dass man irgendwas machen muss. Halt ab und an mal Unkraut jäten, weil sonst irgendwann nur noch Disteln und Huflattich und Hahnenkraut (?) überall wachsen. Und Himbeeren, Oregano und Estragon, aber das ist ja unsere eigene Schuld.

Herr Rabe hat Lupinen und anderes Unkraut an der Straßenseite der Hecke gerodet. Mülltrennung bei Unkraut: die Lupinen dürfen nicht in den Gartenabfall, die sind eine invasive Art und auf einer schwarzen Liste. Also hat Herr Rabe die fein säuberlich in Säcke verpackt und wir müssen die in den Verbrennungsabfall bringen. Lupinen sind ja hübsch, aber echt eine Pest, die alles andere verdrängt. Auch wenn ich auf einen epic battle zwischen Himbeeren und Lupinen gespannt wäre, entfernen wir beides einfach rigoros. Himbeeren eben überall AUSSER in der einen Ecke vom einem Beet, wo sie sein dürfen, Lupinen tatsächlich überall. In den 80ern hatte wohl Statens vegvesen die brillante Idee, Autobahnhänge mit (importierten) Lupinen zu bepflanzen, gegen Bodenerosion, und seither haben die sich hier überall ausgebreitet, sind für heimische Insekten unnütz und für andere Pflanzen ein ziemlich mächtiger Konkurrent. Weg damit. Da kann man auch nichts essbares draus machen, also doppelt weg damit.