Tag 2614 – Vorhersehbar.

Schon wieder so spät im Bett, heute haben wir den dritten Teil der Fantastic Beasts-Serie geguckt. Irgendwie finde ich enttäuschend offensichtlich, dass es noch mindestens einen weiteren Film geben wird. Die sind ja schon nicht schlecht, aber schon auch sehr kommerz-ig und wenig raffiniert im Plot, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Ansonsten war heute viel Care-Gedöns. Einkaufen, Eier holen, Schweinchen versetzen, Finanzkram. Etwa das doppelte an Stromrechnung für August bezahlt wie letztes Jahr im August, trotz Stütze und obwohl wir noch nicht (mit Elektrizität) heizen. Das wird ein fieser Winter*. Ebenfalls für den Wocheneinkauf geschätzte 20% mehr bezahlt als vor 2 Jahren. Awesome. Gleich mal noch den Leitzins steil nach oben schrauben, damit wir endlich aufhören, unser Geld in i-Phones und Autos Brot und ein warmes Haus zu stecken.

Genug Genörgel. Im Grunde geht es uns ja noch gut, wir können unser Haus schon noch aufwärmen und wir kaufen weiterhin die Biomilch und die etwas besseren Brötchen. Außerdem verdient sich der Norwegische Staat grad einen goldenen Fjord an den Gas- und Elektrizitätspreisen, irgendwann und irgendwie kommt uns das ja auch zugute. Aber so jetzt grad akut haben Leute, bei denen alles schon letztes Jahr auf Kante genäht war, nicht viel zu lachen. Die Tafeln sagen schon, sie haben wesentlich mehr Nachfrage als Angebot und es kommen immer mehr.

Seufz.

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*Dabei hab ich schon jeden Monat, in dem die Stromrechnung unter einem (gefühlt hohen) bestimmten Betrag lag, die Differenz zu diesem Betrag zurückgelegt, für die Wintermonate. So dachte ich, ich könne mir mein eigenes Abschlagssystem basteln, um Vorhersehbarkeit bei den monatlichen Stromausgaben zu schaffen. Allerdings habe ich nicht mal im Traum mit den jetzigen Preisen gerechnet und deshalb den „Abschlag“ zu niedrig angesetzt. Tja. Muss ich wohl ne fette Nachzahlung von mir fordern.

Tag 1055 – Adulting hard.

Ich habe viereckige, was sage ich, Exceltabellen-förmige Augen vom Zahlen hin- und herschieben. Nicht nur habe ich für verschiedene, in Frage kommende Wohnobjekte die zu erwartenden Kosten (Abschläge, Versicherungen, Fahrtkosten/ÖPNV, Eigentumsgemeinschaftskosten, Internet, Heizung, Teufel und seine Oma…) durchgerechnet und unserem Budget gegenübergestellt, ich habe auch eine (für uns) neue Art der gemeinschaftlichen Haushaltsführung* durchgeexcelt und solcherlei Spielereien gemacht:

Jetzt muss ich nicht mehr jedes Mal den Online-Rechner bemühen. Und nicht dass Sie einen falschen Eindruck kriegen: das spiegelt nicht unser aktuelles Budget wieder. Ähäm.

Auch gemacht: gelernt, was ein Vorkaufsrecht ist, nämlich etwas für uns grad blödes. Wir haben einfach keine Kohle übrig, um (als offenbar einzige Interessenten seit langem) den angeschlagenen Preis zu bieten ohne es wenigstens zu versuchen, den Preis zu drücken, wir haben aber auch keine Zeit, um 20 Tage „alle im Borettslag werden gefragt, ob Sie die Bude zu diesem neuen, von Frau Rabe unter vollem Nerveneinsatz gedrückten Preis nicht eventuell doch haben wollen“ abzuwarten. Plöd. Damit sind ein paar Objekte schon so gut wie raus.

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Auto-Lobhudelei: trotz lauter geexcel sehr lange mit Pippi spazieren gewesen, die Sonne genossen, die aber nur sporadisch schien.

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*Bisher fahren wir ein recht kompliziertes Modell, das wird durch nen Hauskauf sicher nicht einfacher, da stellt sich die Frage, ob es nicht einfacher geht. Andererseits fahren wir unser kompliziertes Modell jetzt auch schon seit fast 10 Jahren und, ach, es klappt ja**.

**Hier spricht die Faulheit aus mir. Konten ändern ist so ungefähr die ätzendste Arbeit, die ich mir vorstellen kann.

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Pippi-Pipi-Pieper: Piep, Piep.